Posts by Baldrick

    Hallo,


    da, wie das erste Foto zeigt, der Fotograf auch in St. Nazaire gewesen ist, könnten die Bilder mit den vielen Fahrzeugen (001, 002, 003 und 005) auch hier aufgenommen worden sein.


    Der Rückzug der britischen Truppen lief nicht nur über Dünkirchen (wie oftmals angenommen wird), sondern auch über nahezu alle anderen Häfen in Nord- und Westfrankreich. St. Nazaire gehörte auch dazu (1). Dort gab es zu der Zeit auch einen im Bau (2) befindlichen Flugplatz, dessen Flugzeughallen denen auf den Fotos (s.o.) ähneln.


    Hier ein Bild mit unklarem Entstehungszeitpunkt:


    franz. Zeitungsbericht zum 80jährigen Bestehen des Flugplatz St. Nazaire


    Ein Hallenabschnitt scheint wohl etwas schmaler zu sein, allerdings fehlt ein Gesamtüberblick über den Platz. Was meint Ihr ?


    Keiler : Sind unter den Fotos noch weitere mit den Hallen im Hintergrund ?




    (1) Evakuierung Englischer Truppen aus Frankreich (Wiki, Englisch)


    (2) "The rear party was now again together with the main stem, and twenty of our lorries went hurtling at breakneck speed for nearly forty miles from Nantes to a half-built airfield near St Nazaire." aus den Erinnerungen von I. Macpherson: How Grandad went to war


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Holger und alle anderen,

    das war ja eine richtige Detektivarbeit mit der Brücke. Wie bist Du denn darauf gekommen ?


    Zu dem Panzer von Bild 004 habe ich mir auch noch Gedanken gemacht. Hier nochmal zu den Markierungen: von links erkennt man zunächst die Gewichtsklasse des Panzers an der (schwarzen) 14 auf dem (gelbem) Kreis. Dann zeigt das Nashorn die Zugehörigkeit zur 1. Armoured Division an, und an der „5“ erkennt man, dass es sich um ein Fahrzeug der 9th Lancers handelt. Am Turm lässt sich noch die Kontur eines Dreiecks erahnen, was darauf hinweist, zu welchem Zug (hier „A-Squadron“) das Fahrzeug gehört hat.


    Die 9th Lancers sind mit der 1. Armoured Division erst am 21. Mai 1940 im Hafen von Cherbourg gelandet und waren nur knapp 4 Wochen in Frankreich im Einsatz. Hier hauptsächlich im Raum Rouen – Amiens. Der Rückzug mit den verbliebenen Fahrzeugen führte in die Nähe von Le Mans, von wo die restlichen Panzer per Bahnverladung nach Cherbourg geschickt wurden. Die meisten Soldaten sind dann über Brest, bzw. St. Nazaire zurück nach England verschifft worden. Der Standort des abgebildeten Panzers ist also irgendwo im Raum Rouen – Amiens – Le Mans zu vermuten.


    Grüße,


    Ralf



    Karte aus der Regimentsgeschichte 9th Queen´s Royal Lancers

    Hallo Leoni,


    auf dem Foto ist das ehemalige Hotel Carlton in Biarritz zu sehen.


    Wenn Du „Carlton“ und „Biarritz“ bei Google Earth eingibst, kannst Du das Gebäude schnell finden.


    Herzliche Grüße,


    Ralf

    Hallo,


    in dem Buch „Bunte Bilder – aus dem Friedens- und Kriegserleben der NA 1“ von Heinrich Schneider, Darmstadt 1961 wird kurz auf die beiden Begriffe eingegangen.


    Ort ist der Kessel von Kamenez-Podolski, auch bekannt als Hube-Kessel im Jahr 1944:


    Dort heißt es: Hier wurden die für Laien unverständlichen Vokabeln „KiK“ und „KaK“ erfunden. Jeden Tag fragte man sich gegenseitig: Sind wir heute „KiK“ oder „KaK“ ? Die Worte bedeuteten „ Kamerad im Kessel“ oder „Kamerad außer Kessel“…..


    Ich kann mir gut vorstellen, dass die beiden Bezeichnungen, so wie Karl sie beschreibt, zunächst für eine „offizielle“ Verwendung galten, und das sie dann schnell von den Soldaten aufgegriffen und verballhornt wurden .


    In dem Buch findet sich noch ein Gedicht aus einer Soldatenzeitung, in dem ein Soldat davon träumt, ob es wohl einen Ärmelstreifen nach überwundener Einkesselung gibt:


    ........
    Vielleicht ein Silberblech mit Bild,
    Vom Dnjestr, wie der Kreta-Schild?
    Vielleicht ein Band aus Silbernessel
    Mit goldner Aufschrift "Dnjestr-Kessel" !
    Als nun nach wunderschöner Nacht
    der Träumer endlich aufgewacht,
    Da war vom ganzen Heldenwesen
    Nur noch das Wörtchen "KaK" zu lesen !


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Peter,


    Du kannst ja einmal darüber Nachdenken die Nachkommen der anderen Besatzungsmitglieder ausfindig zu machen.


    Es ist sicher sehr aufwendig, aber vielleicht ergeben sich neue Erkenntnisse und ev. Fotos für Dein Vorhaben.


    Grüße,
    Ralf

    Hallo Andreas,


    der Weihnachtsgruß wird, wie auf dem Bild mit dem Titelblatt zu erkennen ist, für die Angehörigen der Batterie Terminus in Malo/Frankreich bestimmt gewesen sein.
    Dem zweiten Blatt ist der Name und Rang des Batteriechefs, Oberleutnant Haase M.A., zu entnehmen.
    Der Nachsatz M.A.steht hier für Marineartillerie.


    Der Offizier auf dem Foto trägt eine Uniform der Marine. Auf den Knöpfen befinden sich Anker, darüber hinaus ist noch sehr gut das Kriegsabzeichen für Marineartilleristen zu sehen. Ich meine auch die Schulterstücke eines Oberleutnants zu erkennen.
    Ich vermute daher, dass es sich hier um den Batteriechef Haase handelt.


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Reinhard,


    auf dem Bild sind keine deutschen Waffen/Ausrüstungsgegenstände zu sehen.


    Die Maschinengewehre sind französische Hotchkiss M1914. Hinter dem rechten scheint ein halb heruntergerutschter französischer Helm auf einem Gewehr oder Säbel zu hängen.


    Vermutlich ist das Foto nach dem Waffenstillstand (Arbeitsanzüge statt Feldanzug) im Sommer 1940 aufgenommen worden.


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Sandra,


    bei dem Flugzeug auf Bild 1 dürfte es sich um eine französische Bloch MB.151/152 handeln.


    Kannst Du auf dem Bild die Beschriftung auf dem Seitenruder besser erkennen ?


    Man könnte so vielleicht die Staffel und den Absturzort ermitteln.


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo,
    auf dem dritten Foto der ersten Seite ( Döberitz 1938) ist auf den Schulterklappen der beiden Soldaten eine "22" zu erkennen. Im Lexikon der Wehrmacht findet man, wenn man nach dem Flak-Regiment 22 sucht, auch mit der II./22 einen Bezug zu Frankreich. Ist allerdings ziemlich vage, und bis 1944 hat es sicher auch einige Umgliederungen gegeben. Bin gespannt, was die Wast-Auskunft bringt.


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Frank,


    ich habe gerade in dem Buch "Geschichte der Parabellum Pistole" von Reinhard Kornmayer nachgesehen:


    Marine-Modell 1904, 150 mm langer Lauf, Visier bis 200 Meter


    Lange Pistole 08, 200 mm langer Lauf, Visier bis 800 Meter


    Beide Modelle im Kal. 9 mm


    Grüße,


    Ralf

    Hallo Edgard,


    in der Chronik der Gemeinde Faßberg* wird kurz auf die Maßnahmen eingegangen, die ab 1939 zur Verteidigung des Fliegerhorstes durchgeführt wurden.


    „…. und ein sogenannter Scheinflugplatz eingerichtet. Besonders während des Krieges sollte sich dieser große Bluff im sogenannten Bornrieth-Moor nahe des Hofes Beutzen bei Oldendorf bewähren. Eine Mannschaft von bis zu acht Soldaten pflegte hier eine komplette Scheinanlage mit einem beleuchteten Rollfeld, das manchmal sogar, mit Flugzeugattrappen aus Sperrholz und Pappe versehen, „echten“ Flugbetrieb vorgaukelte. Mit Erfolg, wie sich herausstellen sollte. Nur zu oft luden englische Fernnachtjäger im weiteren Verlauf des Krieges ihre Bomben ab, während Faßberg verschont blieb. „

    Das Bornrieth-Moor befindet sich ca. 12 km südlich von Faßberg.


    Weiter heißt es in einer Fußnote zu dem zitierten Abschnitt:


    „Laut Kriegstagebücher Bd. II vom 25.08.1939-29.11.1939 u. Bd. V vom 28.12.1940-31.03.1941 wurde neben der Anlage in Beutzen noch ein Scheinflughafen in Misselhorn, in Tiefenthal bei Unterlüß eine Anlage mit Darstellung von erleuchteten Hallendächern, Fenstern, Gehöften und Bahnstrecken nahe Wietzendorf und etwa 3 km nördlich Bonstorf errichtet.


    Nahe Rebberlah wurde eine Heidefläche ausgeplaggt und eine Notlandebahn geschaffen.“




    * Christoph M. Glombek, Chronik der Gemeinde Faßberg, Eigenverlag der Gemeinde, Faßberg 2002


    viele Grüße,


    Ralf

    Hallo Roman,


    vielleicht liegt hier auch ein Mißverständnis vor – in einem Stab gab es durchaus auch Mannschaftssoldaten und nicht nur höhere Dienstgrade, falls Du das gemeint haben solltest. Bei meinen eigenen Recherchen ist mir aufgefallen, dass überwiegend Mannschaftssoldaten mit kaufmännischer Ausbildung in den Stab kamen. Wobei „meine“ drei Personen zunächst in einer „normalen“ Kompanie Dienst taten, und erst nach einiger Zeit (für sie überraschend) in den Stab versetzt wurden. Es kam eben immer darauf an, ob gerade auch eine Stelle frei war. Aus Sicht desjenigen, der einen Dienstposten in einem Stab besetzten muss, verspricht der Zivilberuf "Architekt" ja einige Vorkenntnisse, wie z.B. Schreibmaschine schreiben, Büroorganisation, usw..


    Gruß,


    Ralf


    P.S. ...und ohne Obergefreite würde in einem Stab auch nichts funktionieren. ;)