Posts by Baldrick

    Hallo Ralle,


    wahrscheinlich meinst Du in deinem letzten Beitrag "...Zugang von Krankensammelstelle Schloßberg", oder ?


    Im folgenden Link kannst Du dir eine Zusammenfassung der Kämpfe um Schirwindt/Schloßberg ansehen. Sie ist von Gerhard Turner in den 1990er Jahren verfasst worden und basiert auf vielen Interviews, die er mit Teilnehmern der Kämpfe geführt hat:


    G.Turner, Der Untergang meines Heimatkreises Schloßberg/Ostpreussen


    (von der Seite "www.ahnen-navi.de")


    Herzliche Grüße,


    Ralf

    Hallo zusammen,


    in der Wikipedia kann man einen Wehrpass einsehen, bei dem auf der Seite 19 mit einem Stempel der Vermerk „ oder bei dem Lw. Kommando See“ aufgedruckt ist.

    Das könnte die handschriftliche Notiz auch bedeuten. Leider ist das Bild etwas unscharf, so dass ich es nicht gut erkennen kann.

    Der Grund für diesen Zusatz ist mir aber nicht bekannt.


    Wehrpass Wikipedia, Seite 19


    Grüße,

    Ralf

    Hallo Sven,


    ich habe mich auch gefragt, wieso es zu dieser außergewöhnlichen Bezeichnung gekommen ist. In den Aufzeichnungen steht es exakt so: Volkssturm-Standort-Bataillon-Koallick


    Unter dem ersten Bataillonsführer hieß es sicher anders, im Text steht folgendes:


    „Gegen Ende des Jahres 1944 erhielt ich vom Bataillonsführer Daeg die fernmündliche Mitteilung, dass er zur Front abberufen worden sei und ich das Bataillon mit den drei Pillauer Kompanien führen solle. Der Name des Bataillons lautete für die Folge: „Volkssturm-Standort-Bataillon-Koallick, Pillau“.


    Wie das Volkssturm-Bataillon vorher hieß, geht aus dem Bericht leider nicht hervor.


    Übrigens wird noch erwähnt, dass ab ca. Februar 1945 noch zwei weitere Bataillone in Pillau aufgestellt worden sind. Eines war in der Kaserne „Himmelreich“ und das andere in der Siedlung Camsigall stationiert. Hier gibt es leider keine weitere Bezeichnung.


    Grüße,

    Ralf

    Hallo,


    Die Informationen über diese Volkssturmeinheit stammen aus den Erinnerungen von Paul Koallick (1891-1970), der der Einheitsführer dieser Einheit war. Die Aufzeichnungen sind 1961 für die Heimatgemeinschaft Seestadt-Pillau entstanden. Er betont im Nachwort, dass er seine persönlichen Erlebnisse aus der Erinnerung geschildert hat und das es dabei sicher auch einige Ungenauigkeiten gibt.


    Seinem Nachruf (Ostpreussenblatt, Nr. 22, 30.05.1970, Seite 12) ist zu entnehmen, dass die Erinnerungen auch in einem Pillauer Rundbrief erschienen sind.


    Die Kopie, die mir vorliegt stammt aus dem Bundesarchiv Bayreuth aus der Ost-Dok 4. Ich hatte dort vor einigen Jahren Kopien bestellt. Mit dabei war auch dieser Bericht, der irrtümlich mit kopiert worden war. Daher liegt mir hierzu leider keine genaue Signatur vor.


    Grüße,


    Ralf

    Bezeichnung:

    Volkssturm-Standort-Bataillon Koallick


    Aufstellungsort:

    Pillau, Kreis Samland / Reichsgau Ostpreußen


    Aufstellungszeitpunkt:

    September 1944

    18.Oktober 1944 (Vereidigung)


    Einheitsführer/Offiziere:

    Bataillonsführer:

    Kurt Daeg, Geschäftsführer der Prang Mühlenwerke und Hauptmann d.R.bis Ende 1944
    Paul Koallick, Direktor des Gaswerks und Leiter des zivilen Luftschutz ab Ende 1944


    Zahlmeister: Kurt Tunkel

    Nachrichtenoffizier: Dr. Erich Bieske

    weiterer Stabsangehöriger: Oberleutnant Gels


    Einsatz:

    1944 Aushebung von Flakstellungen und Panzerschutzgräben bei Fischhausen/Tenkitten

    1945 Flüchtlingsbetreuung, Transport von Flüchtlingen von den Notunterkünften zu den Schiffen, Transport- und Beerdigungskommando, Sanitätsstation


    vermutlich im Februar 1945 bei Königsberg


    Besonderheiten / Vermerk:

    Zur Zeit der Aufstellung 4 Kompanien, davon

    2 Kompanien aus Pillau

    1 Kompanie aus Pillau II

    1 Kompanie aus Fischhausen


    Anfang 1945 starke Reduzierung des Personals:


    „Eines Tages (Anfang 45) brachten mir die Männer des Wasserstraßenamtes und anderer Dienststellen ihre Vst. Gewehre und Munition gesammelt zurück mit dem Hinweise, daß sie nun nicht mehr Dienst im Vst. tun könnten, sondern ausschließlich ihrem Werk zur Verfügung stehen müssten“


    “Also mein VSt. Bataillon war wie eine Seifenblase zerplatzt. Darüber war ich nicht traurig, im Gegenteil, ich hatte noch reichlich Beschäftigung als Gaswerk- und Luftschutzleiter“


    Ab Ende Januar oder Anfang Februar Auffang und Zuführung von durchziehenden Flüchtlingen/Volkssturmmännern mit denen die Einheit wieder aufgefüllt wurde:


    „Inzwischen hatte ich 4 Kompanien zusammengestellt. Es kam auch ein bespannter Trupp unter Führung eines Memeler bzw. Großheydekruger VSt.Führers an, bestehend aus etwa 40 – 50 VSt.-Männern mit etwa 30 vierspännigen Leiterwagen“.


    Stärke im Mittel 400 bis 600 Mann


    Quartier: Gaswerk Pillau



    Es besteht gem. der VBL eine mögliche Verbindung zum Vst.-Btl. 25/33, Volkssturm-Bataillon 25/39 oder Volkssturm-Bataillon 25/58.


    VDK-Daten:
    Nachname: Baumgardt

    Vorname: Otto Friedrich

    Dienstgrad: Volkssturmmann

    Geburtsdatum: 14.05.1892

    Geburtsort: Pillau

    Todes-/Vermisstendatum: 22.02.1945

    Todes-/Vermisstenort: Königsberg/Pr.

    Otto Friedrich Baumgardt ruht auf der Kriegsgräberstätte in Kaliningrad - Sammelfriedhof. Endgrablage: Block 14 Reihe 1 Grab 1 - 1245


    Verbleib:

    Abtransport nach Kiel/Flensburg


    Quelle:

    • Pillauer Heimatbrief, „Die letzten Erlebnisse in und um Pillau“, von Paul Koallick, OST-DOK 4, Barch Bayreuth
    • VDK
    • VBL (Band VA 454)

    Edit: Ergänzungen eingefügt / eingefügt (Sven30)

    Hallo JJG98 und herzlich Willkommen im FdW.


    Der Soldat auf deinem Foto hat einen Mannschaftsdienstgrad des Heeres. Allein an den Schulterklappen kann man den Dienstgrad nicht erkennen. Die Rangabzeichen dieser Dienstgradgruppe befanden sich auf dem Ärmel. Die Schulterklappe kann Dir nur etwas über seine Einheit sagen - dazu ist aber auch die Farbe der Abzeichen wichtig, und das ist auf Schwarzweiß Fotos oftmals nur sehr schwer zu erkennen.

    Wenn z.B. die Farbe "Weiß" wäre, könnte das Infanterieregiment 41 seine Einheit sein. Die Nummer, die auf dem Knopf der Schulterklappe nur leicht zu erkennen ist, zeigt dabei die Kompanie an.


    Beste Grüße,


    Ralf

    Hallo zusammen,

    ich habe hier einen Bericht über die Fahrt des Dampfers "Sachsenwald" im Mai 1945 von Hela nach Kopenhagen (älterer Beitrag).

    Geschrieben im Jahr 1967 vom Führer der Sanitätskompanie, die auf dem Schiff für die Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge zuständig war.


    San.Komp. 2/1

    Führung: Oberstabsarzt Dr. Eberhard v. Varendorff

    Kompanie kam aus Königsberg

    Hatte ca. 20% des Personals in Ostpreussen verloren

    Der Kp. wurde für die Fahrt das Feld-Lazarett 110 unterstellt

    Von Hela am 02.05.1945 abgelegt

    Über Kopenhagen ging es nach Kiel

    In Kiel am 27.05.1945 angekommen, von dort geschlossene Verwendung der Kompanie in einem Camp.

    eingearbeitet, many

    Standorte Sanitätseinheiten


    Grüße,

    Ralf

    Hallo Arnd,


    die Luftwaffenadler an den Schiffchen und der Soldat rechts im Hintergrund waren meine ersten Eindrücke. Wobei die Uniform des Soldaten alleine betrachtet nicht ganz eindeutig wäre, da gebe ich dir Recht. Dann ist mir bei dem linken Mann (stehend, weißer Drillich, Gewehr an der Seite) noch das Koppelschloss aufgefallen. Für mich sieht es, aufgrund der ovalen Form, nach einem Luftwaffenschloss aus.

    Grüße,

    Ralf

    Hallo und Herzlich Willkommen im FdW.


    Die Soldaten auf dem Bild haben sog. Drillichanzüge an. Es sind Arbeitsanzüge, die z.B beim Arbeiten in der Werkstatt, an Fahrzeugen oder Flugzeugen getragen wurden. Die Soldaten auf dem Bild gehören zur Luftwaffe. Das erkennt man an den Schiffchen, rechts im Hintergrund steht auch noch jemand in Lw-Uniform. Ich vermute, dass es sich hier bei den Handgranaten um Übungsgranaten handelt, ev.eine spontane Übung ? Zeitliche Einordnung ist schwierig, möglicherweise sind die um die Helme gespannten Gurte für Tarnmaterial ein Hinweis. Da bin ich mir nicht sicher, wie lange die in Verwendung waren....


    herzliche Grüße,


    Ralf

    Hallo Mia,


    in der letzten Spalte der Tabelle wird beschrieben mit welchem Ergebnis dein Verwandter aus den in der ersten Spalte aufgeführten Lazaretten entlassen worden ist.

    K.V. am Ende der oberen Zeile bedeutet, dass er wieder "Kriegsverwendungsfähig" war, und in den beiden folgen Zeilen steht, dass er "zur Truppe", d.h. wieder zu seiner (oder einer neuen) Einheit entlassen wurde.


    Grüße,

    Ralf

    Hallo,

    ich denke, dass hier nur die Dienstgrade (der Gefreite und die Feldwebel, die zu erkennen sind) eine Uniform mit Hoheitsadler tragen, der Rest nicht. Anscheinend sind bei den Uniformen (der Rekruten ?) noch keine Effekten angebracht. Ferner ist mir aufgefallen, dass sie alle ein altes Stahlhelmmodell (Lüftungsbolzen) tragen.
    Eventuell ein Bild aus der Übergangszeit Reichswehr/Wehrmacht oder Österreich 1938 ?


    Grüße,

    Ralf

    Hallo zusammen,


    hier der Link zu einer Seite des AeroClubs Göppingen-Salach, auf der es um die Historie des Vereins geht. Besonders interessant finde ich das „Organisieren“ von Segelflugzeugen in der Nachkriegszeit, aber auch die Anfänge der frühen dreissiger Jahren.


    Ann, vielleicht würde es sich für dich lohnen mit dem Verein einmal Kontakt aufzunehmen. Möglicherweise gibt es dort ein Vereins- oder Lokalarchiv, das noch über mehr Detailwissen, besonders zu den Personen, verfügt.


    Geschichte des AeroClubs Göppingen


    Viele Grüße,


    Ralf