Posts by harald239

    Hallo Joseph,

    hallo zusammen,


    recht herzlichen Dank für deinen Hinweis. Ich verfolge weiterhin das Forum und freue mich sehr, dass es nach einer Zeit des Stillstandes wieder Fahrt aufgenommen hat. Ich bin weiterhin sehr am Schicksal meines Onkels Erich Franke vom 2. Btl. Fallschirmjägerregiment 16 in Wilna interessiert. Meine eigenen Bemühungen haben leider keine neuen Erkenntnisse gebracht, aber vielleicht helfen die neuen Hinweise ja weiter.


    Herzliche Grüße

    Harald

    Hallo Joseph,
    herzlichen Dank für die Antwort, so was Ähnliches habe ich mir bereits gedacht. Das kam damals sicher häufiger vor.
    Mein Vater hat ein vergleichbares Schicksal erlitten. Er war in der Flieger HJ und wollte Flugzeugführer werden. Nach den großen Verlusten 1941 vor Moskau wurde er vom RM Hermann Göring dem Führer "geschenkt" und landete als Angehöriger der 12. Luftwaffenfelddivision am Wolchow bei Leningrad. Dieser Division gehörte er dann den ganzen Krieg an.
    Grüße
    Harald

    Hallo Joseph,
    es werden tatsächlich mehrere Daten genannt:
    - der DRK Suchdienst nennt den 10.08.44
    - im Gutachten steht der 14.07.44
    - die Deutsche Dienststelle (vgl. Seite 38) nennt den 08.07.44
    - auf dem rückgesendeten Brief steht der 14.07.44
    Das Datum 14.07.44 tritt zweimal auf. Ob das eine Bedeutung hat, weiß ich nicht.
    Meine Mutter erwähnte in diesem Zusammenhang immer, ihr Bruder Erich wäre nach Auskunft überlebender Kameraden ertrunken. Vielleicht ist das ein Hinweis auf die Flussübergänge und damit auf ein mögliches Datum.
    Zur Zeit überlege ich sehr intensiv, ob sich aus der Karteikarte folgern lässt, dass Erich Franke für die LAH gemustert wurde. Sein Schwager Heinz Künne wurde als Angehöriger der Luftwaffe zu dieser Einheit abkommandiert. Ich erinnere mich an Erzählungen meiner Mutter, dass Heinz Künne im Urlaub mit Entsetzen von Ereignissen in Russland berichtet hatte und sich sicher war, dass er den Krieg nicht überleben würde. Vielleicht hat dies Einfluss auf die Entscheidung von Erich Franke gehabt. Allerdings weiß ich nicht, ob er sich freiwillig zu den Fallschirmjägern gemeldet hat oder ob dies überhaupt noch möglich war.
    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Thilo, hallo Paul, hallo zusammen,
    danke für den Hinweis zu Bild 2. Ich habe dabei die Angabe verwendet, die meine Mutter auf die Rückseite geschrieben hatte. Sie lautet:
    -Im Kriegsjahr 1943
    -Arbeitsdienst Stadt Allendorf
    -Erich Franke, geb. 22.2.1925
    Das Abzeichen auf Bild 5 kann ich nicht einordnen. Ich bin daher nochmals die Unterlagen vom Bundesarchiv und der Deutschen Dienststelle durchgegangen und habe dabei eine Karteikarte entdeckt, die ich bisher nicht beachtet hatte. Erich Franke war Flugzeugbauer auf dem Fliegerhorst Fritzlar. Auf der Karteikarte steht unter Einheit L.SS-AH. Kann dies bedeuten, dass er für die Leibstandarte AH gemustert wurde? Der Ehemann Heinz Künne seiner Schwester Auguste war zuerst als Unteroffizier auf dem Fliegerhorst Fritzlar eingesetzt, dann wurde er zu der LAH überwiesen. Er ist 1944 bei Stanislau gefallen.
    Grüße
    Harald

    Hallo Joseph, hallo zusammen,
    herzlichen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen. Sie helfen mir ebenso wie deine sehr informative Wilna Dokumentation, die damaligen Ereignisse besser zu verstehen. Die unterschiedlichen Angaben vom DRK Suchdienst und der Deutschen Dienststelle sind mir auch aufgefallen. Ich habe versucht, sie mit den Wirren der damaligen Zeit zu erklären. Wenn es stimmt, dass Erich Franke ertrunken ist, dann lässt sich das Datum ja sehr genau eingrenzen.
    Ich habe noch einige Fotos gefunden, die ich gerne einstellen möchte. Sie zeigen Erich Franke vor seiner Zeit als Angehöriger des 2. Btl. FJR 16.
    Bild 2 und Bild 3 zeigen Erich Franke 1943 beim Reichsarbeitsdienst in Stadt Allendorf, Bild 4 gemeinsam mit meiner Mutter 1943. Das Bild 5 wurde 1942 aufgenommen und zeigt ihn als 17-18-jährigen Jugendlichen. Die eingestellten Bilder sind die einzigen Fotos, die noch von Erich Franke existieren.
    Herzliche Grüße, Harald

    Guten Tag Thomas,


    das sollte keine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für geplagte Administratoren werden. Es war ein Fehler meinerseits, der auf meine mangelnde Erfahrung im Umgang mit dem Programm zurückzuführen ist. Dafür bitte ich um Entschuldigung. Ich wollte einen Beitrag in dieses Forum einstellen, hatte aber aus Versehen ein neues Thema eröffnet. Als ich dies gemerkt hatte, habe ich die Beiträge übertragen. Danke, dass du die falsch eingestellten Threads gelöscht hast. Aus Fehlern lernt man, ich denke, das passiert nicht wieder.


    Grüße Harald

    Guten Abend zusammen,
    besonders erschüttert hat mich dieser Briefumschlag, den ich im Nachlass gefunden habe. Es war der letzte Brief meiner Mutter an meinen Bruder Erich. Dieser Brief wurde mit dem vermerk, dass Erich Franke seit dem 14.07.1944 vermisst ist, an den Absender zurückgesendet. Was das damals bedeutete, kann man sich heute kaum noch vorstellen.
    Grüße Harald

    Hallo zusammen,
    dieses Gutachten, welches einem Antwortschreiben von 1975 beigefügt war, ist sicher schon bekannt, da es in der standardisierten Form in vielen gleichgelagerten Schicksalen versendet wurde. In unserer Familie war es nicht mehr bekannt.
    Ich habe eine schwache Erinnerung, dass meine Mutter früher mehrfach sagte, dass ihr Bruder Erich nach Auskunft überlebender Kameraden ertrunken sei. Es soll damals darüber auch einen Briefwechsel gegeben haben, Unterlagen darüber sind heute aber wohl verschollen.
    Viele Grüße Harald

    Hallo zusammen,
    nach langer Zeit möchte ich mich wieder melden und über den aktuellen Stand berichten.
    Auf Seite 37 hatte ich am 22. Februar 2016 über meinen Onkel Erich Franke berichtet, der als Angehöriger des Fallschirmjäger-Regiments 16 in Wilna 1944 gefallen ist.
    Zwischenzeitlich hatte ich den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuz angeschrieben, und dort wertvolle Auskünfte erhalten, mit denen ich in dieser Form nicht gerechnet hatte.
    Der Suchdienst hat mir das Originalsuchbild zurückgesendet, welches noch auf der Rückseite die Angaben durch meine Mutter trägt. Weiterhin ist das Gutachten von 1975 beigefügt.
    Für diese Auskünfte möchte ich mich auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bedanken. Diese Auskünfte waren zwischenzeitlich verschollen, nun können sie bewahrt werden.
    Im Nachlass meiner Mutter habe ich auch noch einige Bilder gefunden, die ich gerne einstellen möchte.
    Gruß Harald

    Hallo Gintas, hallo zusammen,
    das ist ja sehr interessant! Mein Onkel Erich Franke war Soldat im Fallschirmjägerregiment 16, und zwar im Stab des II. Bataillons. Nach Angaben der Deutschen Dienststelle in Berlin ist er am 08.07.1944 in Wilna vermisst. Er hatte die Erkennungsmarke mit der Nummer 210 782. Die entsprechende Auskunft aus Berlin hatte ich vor einiger Zeit auf der Seite 38 im Forum eingestellt. Ich kenne nicht die Systematik bei der Nummerierung der Erkennungsmarken, aber die beiden Zahlen liegen doch sehr dicht beieinander. Vielleicht hilft diese Auskunft etwas weiter.
    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Joseph,
    herzlichen Dank für die erläuternden Informationen, die immer mehr Klarheit über das Schicksal meines Onkels bringen.
    Das Schreiben hatte für meine Mutter keine Konsequenzen, zum Glück. Eine mögliche Reaktion darauf wäre 1944 kaum glimpflich ausgegangen. Ich nehme an, meine Mutter hat es unbewusst geschrieben, alle anderen haben es wohl überlesen. Ich habe meine Mutter, als sie mir vor Jahren dieses Schreiben zeigte, erst darauf aufmerksam gemacht. Sie wusste es selber nicht, und wir haben beide herzlich darüber gelacht.

    Hallo Joseph, hallo Thilo,
    herzlichen Dank für eure Informationen, sie sind sehr aufschlussreich. Nach so langer Zeit hätte ich nicht damit gerechnet, dass noch so viel Klarheit in das Schicksal meines Onkels Erich Franke kommt. Meine Mutter hat mir folgende Daten zu seinem Schicksal hinterlassen:

    • vermisst seit dem 14. Juli 1944 bei Wilna
    • letzte Nachricht am 13. Juni 1944 (laut Auskunft WASt am 08.07.1944 bei Wilna vermisst)
    • Er wurde am 18.10.1965 für tot erklärt, der Zeitpunkt wurde auf den 31.12.1945 terminiert

    Sehr hilfreich ist der Hinweis von Thilo, dass der Name im Gedenkbuch des Friedhofes Kauen / Kaunas verzeichnet ist. Dies wussten wir nicht, es hätte meine Mutter sehr getröstet, die ihr Leben lang um ihren Bruder Erich getrauert hat.
    Ich würde auch sehr gerne Kontakt mit Herrn Eugen Hinnen aufnehmen und wäre Joesph sehr dankbar, wenn er diesen Kontakt ermöglichen würde.
    Herzliche Grüße
    Harald

    Hallo radio4wk,
    über meinen Onkel Erich Franke habe ich keine weiteren Unterlagen. Ich kenne lediglich noch seine Feldpostnummer L 61670 Luftgaupostamt Königsberg. Weiterhin ist noch eine Suchanfrage meiner Mutter von 1944 an die Wehrmachtsauskunftsstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene von 1944 sowie einige Wehrmachtsbilder vorhanden. Diese versuche ich hochzuladen.
    Herzliche Grüße
    Harald

    Hallo zusammen,
    ich verfolge seit längerem sehr interessiert dieses Forum, denn es bringt immer mehr Klarheit in das Schicksal meines Onkels Erich Franke. Erich Franke wurde am 22.02.1925 in Rothhelmshausen / Hessen geboren. Er gehörte dem Fallschirmjägerregiment 16 an. Nach Auskunft der Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin gehörte Erich Franke zum Stab des II. Bataillon Fallschirmjäger-Regiment 16. Dieses Bataillon wurde nach Wilna eingeflogen. Er war demzufolge ein Kamerad von Herrn Eugen Hinnen, dessen Erinnerungen sehr wertvoll für mich waren. Nach Auskunft der WASt wird er seit dem 08.07.1944 in Wilna vermisst. Meine Mutter hat mir vor vielen Jahren erzählt, dass ihr Bruder Erich Franke in einem Fluss ertrunken wäre. Ich habe mir das Buch von Joseph Oevermann "Spurensuche-Wilna 1944" gekauft, mit dem sich die letzten Tage meines Onkels sehr gut nachvollziehen lassen. Ich verfüge noch über einige Bilder von meinem Onkel Erich Franke, die ich gerne hier auch einstellen kann.
    Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit bei der Darstellung dieses Themas.
    Viele Grüße
    Harald