Posts by Mump

    Hallo Bodo66,


    wenn Du von Wolfgang die Auszüge aus NARA T314 KTB des LXXXI. AK für diesen Zeitraum bekommst, dann bist du zusammen mit dem Buch von H. Siegel schon mal "gut aufgestellt".

    Das KTB des LXXXI. AK ist die Primärquelle von deutscher Seite, auf die sich in der zu diesem Thema erschienen Literatur viele Autoren stützen. Ich verfüge nur über Auszüge einige Tage früher, die für mein Hauptinteressengebiet, die Kämpfe der 246. VGD. ab 16.11., relevant sind. Die ausgebrannte 246. VGD wurde ab dem 22.11. aus der Front zur Auffrischung herausgelöst, die 340. VGD übernahm deren Frontabschnitt.


    Das Standardwerk für die sogenannte "2. Aachen-Schlacht" ab dem 16.11.44 ist:

    Hans Kramp : Rurfront 1944/45, Verlag Gatzen, Geilenkirchen 1981

    Es fasst die verschiedenen Quellen , deutsche und amerikanische, und die schon früher, in den 1950-1970iger Jahren erschienene Literatur gut zusammen.

    Es gibt pro Kampftag chronologisch einen guten Gesamtüberblick, mit kurzen Abschnitten zu den einzelnen eingesetzten Divisionen.


    Das Buch von H. Siegel ist für deine Zwecke durch den Augenzeugenbericht der Kämpfe um Bourheim einzigartig. In dem Buch ist auch eine Kartenskizze (aus amerikanischen Quellen), die die Kampfhandlungen um Bourheim, Vorstösse und Gegenstösse, visuell gut darstellt.

    Siegel war einerseits direkt "vorne mit dabei", hatte jedoch durch seine Position als Kompanieführer einen Überblick, die über die "Landser-Perspektive" hinausging. Nach dem 2. WK war er aktiver Offizier der Bundeswehr.

    Ich wünschte es gäbe eine derartige Quelle für die Kampfe zwischen Setterich und Siersdorf wenige Tage davor, bei denen mein Onkel gefallen ist.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Bodo66;

    lt. Meldung vom 11.09. und 24.11.1944: - 6. Kompanie Grenadier-Regiment 696

    lt. Meldung vom 24.11.1944: - Vermisst gemeldet, Bourheim, Niederlande (richtig Bourheim bei Jülich)

    dazu folgende Literaturempfehlung:

    Horst Siegel "Vergebens war aller Mut" 1944/1945, Helios Verlag Aachen, 2007


    Der Autor war als junger Offizier im November 1944 Kompanieführer der 13./696, der Infanteriegeschütz-Kompanie des VGR. 696.

    Das Buch behandelt die Kämpfe 1944/1945 im Raum Aachen/Hürtigenwald allgemein, aber sehr ausführlich die Kämpfe der 340. VGD bei Jülich im November/Dezember 1944.

    Die Kämpfe um Bourheim vom 22.11.-24.11. beschreibt er als Augenzeuge, insbesondere den Gegenangriff der 340. VGD am 24.11. (Seiten 86-88)

    Er leitete als vorgeschobener Beobachter aus einem Schützenloch an der Strasse Jülich - Bourheim das Feuer seiner IG-Kompanie. Dieses Schützenloch ist übrigens heute noch lokalisierbar.


    Das Buch ist soweit ich das per Schnellrecherche im Netz feststellen konnte, nur noch antiquarisch für recht stolze Preise ab 79€ aufwärts zu erwerben.

    Ich kann Dir aber gerne die Seiten als pdf schicken, wenn Du mir per PN deine Mailadresse gibst.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Thomas,


    laut LdW waren im Dezember 1943 sechs der ingesamt 21 Luftwaffen-Felddivisionen als Besatzungsdivisionen im Bereich der HG D und F sowie AOK Norwegen eingesetzt:

    11. LW Div.bei HG F in Griechenland (Raum Athen und griechische Inseln)

    14. LW Div AOK Norwegen

    16. LW Div. in den Niederlanden

    17. LW Div. HG D Frankreich (Le Havre)

    18. LW Div. HG D Frankreich (Dünkirchen)

    19. LW Div. HG D Niederlande

    Die restlichen Luftwafffen- Felddivisionen waren im Fronteinsatz im Osten, einige davon waren zu diesem Zeitpunkt schon vernichtet und aufgelöst.

    Wenn ich richtig informiert bin, war es Standard, dass Mitglieder der allgemeinen SS zur Wehrmacht eingezogen wurden. Es gab keinen Automatismus, dass sie zur Waffen-SS engezogen wurden.


    Für den Grund der Anforderung zur Überstellung an die SS bleibt im Moment nur "qualifizierte Spekulation":

    1) Die Männer hatten bei der Luftwaffe zum grossen Teil Spezialistenausbildungen erhalten, bevor sie dort entbehrlich wurden und zu den Felddivisionen kamen. Zudem waren sie politisch zuverlässig. Beide Faktoren machten sie für die (Waffen-)SS interessant.

    2) Der SS bzw. Himmler war es ein "Dorn im Auge", dass Männer aus dem "SS-Orden" bei zweit- bzw. drittklassigen Einheiten in relativ ruhigen Besatzungsgebieten eingesetzt waren

    Der Zeitpunkt der Anforderung - Dezember 1943 - könnte auch damit in Verbindung stehen, dass die Luftwafffen-Felddvisionen seit 01.11.1943 nicht mehr der Luftwaffe, sondern dem Heer unterstanden.


    Ich vermute eine Mischung aus diesen Faktoren. Auf jeden Fall was es aus Sicht der SS gerechtfertigt, zum Ausgleich Rekruten der Waffen-SS an das Heer abzugeben.

    Licht ins Dunkel könnte kommen, wenn der Vorgang des Hauptamtes SS, auf den Bezug genommen wird (....515/43 v. 7.12.43) , mal "zufällig" auftauchen würde


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo,


    wie soll man das lesen?

    Ich lese es so, das man mit den Leistungen der Angehörigen der Allg.SS nicht zufrieden war,

    obwohl nicht angesprochen, gebe ich meine Interpretation ab ;-)

    Die Initiative zum Austausch ging vom SS-Hauptamt aus (siehe röm.I). Dem Ansuchen der SS wurde nur teilweise entsprochen (nur Mannschaften, nicht Uffz.).

    Räumlich betraf es die Luftwaffen-Felddivisionen in Norwegen, im Westen (Heeresgruppe D) und im Südosten/Balkan (Heeresgruppe F)


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,


    die spärlichen Angaben im LdW zum Armee-Nachrichten-Regiment 558 lassen den Schluss zu, dass es 1941/1942 der 11. Armee zugeordnet war:

    http://www.lexikon-der-wehrmac…egimenterArmee/ANR558.htm

    Der im ersten Post beschriebene Kriegsweg des Großvaters deckt sich anfangs mit den Einsatzräumen der 11. Armee.

    Wenn man davon ausgeht, dass ein Armee-Nachrichten-Regiment räumlich nah am Armeehauptquartier angebunden war, müsste sich dessen Weg über die Standorte des Armeehauptquartiers nachvollziehen lassen.

    Ob diese Informationen, gerade während des schnellen Vormarsches mit laufender Verlegung, erhalten geblieben sind , entzieht sich meiner Kenntnis.

    Aber vielleicht ein Ansatz, den Spezialisten für diesen Zeitraum und Frontabschntt verifizieren können...


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,


    in LdW steht bei der 196. Inf.Div.

    http://www.lexikon-der-wehrmac…teriedivisionen/196ID.htm

    der Satz: "Am 6. Januar 1944 wurde die Division auf den Stand einer Ostdivision erweitert".


    Ich kenne den Ausdruck Ostdivision bzw. Ostfrontdivision als Merkmal im Sinne von "kampferprobt" / "Einsatz unter harten Bedingungen gewohnt".

    Gab es jedoch klar definierte Unterschiede einer "Ostdivison" hinsichtlich Gliederung, personeller Ausstattung, Ausrüstung im Gegensatz zu Divisonen auf anderen Kriegsschauplätzen oder Besatzungstruppen?


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo,


    wie passt die Anfrage zum Raum Deblin / Polen zu den Literaturlinks, die sich auf ein Ereignis bei Leisnig / Sachsen beziehen?


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Ingo,

    ergänzend zu dem Post in deinem anderen Thread hier ein Ausschnitt aus google maps des Bereichs. Der Flugplatz Aachen Merzbrück, den dein Großvater erwähnt, existiert heute noch.

    Die Kämpfe Mitte September 1944 im Stolberg Korridor fanden südlich der heutigen Autobahn A4 statt.

    Spitze des amerikanischen Frontvorsprungs war Schevenhütte, der Frontverlauf war in diesem Bereich ab Mitte September bis zur grossen Offensive am 16.11.1944 relativ statisch auf dem Höhenrücken ungefähr Linie Schevenhütte, Hastenrath, Donnerberg.

    Genaue Karten des Frontverlaufs sind im Netz verfügbar.

    Viele Grüsse

    Hubert



    pasted-from-clipboard.jpg

    Hallo,


    noch ein Einschub zum Einsatz im Raum Aachen September 1944:

    Die Einkesselung von Aachen bzw. die "Zangenbewegung" war ja erst Ende September bzw. Anfang Oktober 1944, weshalb es tatsächlich sein könnte, dass die Einheit bei der Schlacht um Aachen doch nicht dabei war.


    Weißt du welche Einheiten auf dem Flugplatz Merzbrück im September 1944 stationiert waren?

    Ab dem 11.09.44 bis ca. 16.09.44 sind die amerikanischen Truppen nach nach Betreten des Reichsgebiets bei Roetgen durch den Stolberg-Korridor südlich Aachen bis Schevenhütte vorgestossen.

    Schevenhütte war bis Mitte November 1944 die Spitze eines weit in die deutschen Linien hineinragenden Frontvorsprungs. Im Zeitraum 11.09. bis 16.09.44 fanden im Stolberg-Korridor schwere Kämpfe statt. Von dort bis bis zum Flugplatz Merzbrück sind es nur wenige Kilometer Luftlinie. Der "Stolberg-Korridor" verlief teilweise auf einem Hochplateau am Südrand der Eifel, von dort ist der Flugplatz Merzbrück fast in Sichtweite und im Wirkungsbereich schwerer Waffen.

    Dass der Flugplatz Merzbrück zu dieser Zeit in umittelbarer Frontnähe noch als Feldflugplatz benutzt wurde, bezweifele ich. Ich vermute eher, dass die Flak-Einheit da schon im Bodeneinsatz eingesetzt war.

    Das ist jedoch "qualifizierte Spekulation".


    Wenn Du diesen Zeitabschnitt näher beleuchten willst, würde es Sinn machen, einen separaten Thread aufzumachen.

    Es gibt hier im Forum wirkliche Spezialisten für die Kämpfe im Grossraum Aachen, die aber unter dieser Threadüberschrift nicht unbedingt auf das Thema aufmerksam werden. Auch ist dieser Zeitraum relativ gut erforscht.

    Viel Erfolg bei deinen weiteren Recherchen.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Uwe,


    vielen Dank für die ausführlichen Informationen.

    Wieso man an die Angehörigen "Gefallen im Luftkampf" übermittelte anstatt den wahren Absturzgrund zu nennen ... lohnt sich hier nicht zu kommentieren..

    Das bleibt natürlich Spekulation. Es entspricht m.M. der bei Benachrichtungsschreiben an die Angehörigen häufig zu findenden Tendenz, die Todesursache zu beschönigen bzw. die Situation zu "herorisieren", um dem Tod einen Sinn zu geben,die Angehörigen zu schonen und die Moral der Heimatbevölkerung zu stärken.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo,


    es überrascht mich, dass die Bestattung auf einem Friedhof mehrere 100 km entfernt vom Stationierungs - und Todesort erfolgte

    Auch der Geburtsort hat keinen regionalen Bezug zum Niederhein.

    Wie wurde es bei der Luftwaffe bei im Reichsgebiet gefallenen Soldaten gehandhabt?

    Gab es Sammelfriedhöfe?

    Vielleicht kann einer der Luftwaffen-Experten dazu mehr sagen.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für die zusätzlichen Informationen.

    , diese Division(en) - es sollten ja ursprünglich mehrere aufgestellt werden


    Das ist interessant. Hast Du dazu weitere Infos, wo wird das erwähnt? Waren bereits konkret andere Infanteriedivsionen zur Umgliederung in Sturmdivisionen vorgesehen?


    Viele Grüsse
    Hubert

    Hallo zusammen,


    ich möchte nach langer Zeit diesen Thread und die Fragestellung in Erinnerung bringen.
    Vielleicht ergeben sich in einem anderen Zusammenhang "Zufallsfunde" dazu.
    Ich denke hier inbesondere an die Forenmitglieder, die aktiv die Bestände von germandocsinrussia.org durchforsten.


    Viele Grüsse und allen ein schönes Wochenende!
    Hubert

    Hallo Ingo,
    danke für die zusätzlichen Infos.


    Meine Überlegung war: Die Volksgrenadier-Divisionen waren truppendienstlich und disziplinarrechtlich dem RFSS und ab Juli 1944 zugleich Befehlshaber des Ersatzheeres, Heinrich Himmler, unterstellt.
    Sie waren damit eine Folge des 20.07.44 und der Bemühungen, der Wehrmacht Kontrolle zu entziehen.
    Wenn im März 1945 aus einer VGD wieder eine Infanterie-Division wurde, wurde diese Entwicklung gestoppt, die Division unterstand wieder komplett direkt dem OKH ?
    Zumal Himmler zu diesem Zeitpunkt , nach seinem Versagen als Befehlshaber der HG Oberrhein und Weichsel, flappsig formuliert als Truppenführer "aus dem Spiel war"?


    Die Durchsicht der Einträge bei den VGD im LdW in den letzten Kriegswochen ergibt noch bei zwei anderen Divisionen Änderungen:
    347. VGD: "Am 7. Mai 1945 wurde die 347.Infanterie-Division noch in 347. Volksgrenadier-Division umbenannt."
    349: VGD: " Die Division wurde im Kessel von Heiligenbeil zerschlagen, Reste kamen zur 21.Infanterie-Division. Der Stab und der Rahmen der Division (etwa 250 Mann) wurden im April
    ins Reich verlegt und die 349.Infanterie-Division aufstellen, zur Durchführung des Befehls kam es nicht mehr."
    Quelle: LdW
    D.h. es gab in den letzen Kriegswochen vereinzelt VGD, die (wieder) in Infanteriedivision unbenannt wurden. Andererseits wird am 07.05.45, zwei Tage vor der Kapitulation, noch eine Inf.division zur VGD.
    Über diesen formalen Akt in den allerletzten Kriegstagen kann man nur staunen.


    Eine klare Linie ist nicht erkennbar, ich denke man kann es die Sparte Kuriositäten im Chaos der letzten Kriegswochen einsortieren?


    Viele Grüsse
    Hubert

    Hallo zusammen,
    ich bin im LdW bei der 6. VGD auf folgende Information gestossen:
    "Nach dem Ende der erfolgreich geführten Abwehrkämpfe am 4. März 1945 wurde die Division am 10. April 1945 in 6. Infanterie-Division umbenannt."
    siehe http://www.lexikon-der-wehrmac…nadierdivisionen/6VGD.htm


    Was hatte es sich mit dieser Unbenennung kurz vor Kriegsende auf sich?
    War damit auch eine Umgliederung verbunden?
    Es überrascht mich, dass statt der von der Propaganda aufgeladenen Bezeichnung "Volksgrenadierdiv." in den letzten Kriegswochen wieder die Bezeichnung "Infanteriediv." verwendet wurde.
    Gibt es weitere Beispiele ausser der 6. VGD?


    Viele Grüsse
    Hubert

    Hallo,


    ausgehend vom regionalen Schwerpunkt des Familiennamen "Konter" und dem Landschaftsbild tippe ich auf:
    - westliches Saarland (heutiger Landkreis Mettlach-Wadern), event. Lothringen oder Raum Trier
    - vor dem Westfeldzug 1939/40? (in diesem Fall entfällt die Option Lothringen ;-))


    Grüße
    Hubert