Posts by Mump

    Hallo,

    EMIL1915 Danke für die Ergänzung.

    Eine weitere Division wurde Ende Januar aus Kurland verlegt:

    Die 11. SS-Panzergrenadier-Div. "Nordland" (18. Armee, III. SS. Korps) , verschifft Ende Januar ex Libau nach Stettin.

    Sie kam dann beim Unternehmen "Sonnenwende" Mitte Februar in Pommern zum Einsatz, kämpfte anschliessend an der Oderfront und kam in die Endkämpfe um Berlin.

    Damit erhöht sich die Zahl der im Januar / Anfang Februar aus Kurland abtransportierten Großverbände auf 8 Divisionen + 1 Brigade.


    Gruss

    Hubert

    Hallo zusammen,


    auf der Seite der Württemb. Landesbibliothek ist eine Aufstellung der grösseren Schiffsverluste in der Ostsee 1944/45:

    https://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/ksp/ostsee/schiffe.htm

    Folgende Verluste stehen in Verbindung mit Transporten ab dt. Ostseehäfen von/nach Kurland:


    Auszug wlb:

    30.10.1944

    Fünf sowjet. Flugzeuge schießen mit Bomben den Transporter BREMERHAVEN (5356 BRT) auf dem Weg von Windau nach Gotenhafen kurz vor dem Ziel in Brand. Von 3171 Passagieren (darunter 1515 Verwundete) und 45 Mann Besatzung können 2795 gerettet werden. 410 Menschen verlieren ihr Leben.

    17.2.1945

    Bei einem Bombenangriff geht der KM-Transporter EIFEL (1429 BRT) mit 923 Soldaten an Bord vor Libau unter. Nur 138 Menschen können gerettet werden.

    23.2.1945

    Ein Torpedotreffer des sowj. U-Bootes S-4 ( ) versenkt den mit 1500 Heeressoldaten voll belegten Transporter GÖTTINGEN (6200 BRT) auf der Fahrt von Stettin kurz vor Libau. Etwa 1000 Soldaten können von den Geleitbooten übernommen werden, etwa 500 überleben den Angriff nicht.

    16.4.1945

    Am selben Tag wird der KM-Transporter CAP GUIR (1536 BRT) Opfer eines Flugzeugangriffs auf Libau. Das Schiff wird vollkommen zerstört, 770 Menschen finden bei diesem Angriff den Tod.

    Dort sind nur die Schiffsverluste mit einer großen Anzahl an Toten aufgeführt, gibt es eine vollständigere Aufstellung?

    Im Zeitraum Januar - Anfang Februar , als insgesamt 6 Divisionen über die Ostsee evakuiert wurden - vermutlich in der Masse nach Danzig / Gotenhafen - sind keine größeren Schiffsverluste verzeichnet.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo,

    anhand der Informationen von wirbelwind habe ich mir die Phase Anfang 1945 Jan/Feb. angeschaut.

    Immerhin 6 Divisionen und eine Brigade wurden aus Kurland verlegt, hauptsächlich in den Raum Westpreussen/Danzig zur 2. Armee. (Quelle: LdW)

    Die Reste der 15. lett. SS Waffengrenadier-Divison müssen schon im Herbst 1944 verlegt worden sei. Sie befand sich lt. LdW schon im Dezember 44 in Westpreußen in der Neuaufstellung.

    Bei der 218. ID muss es sich um einen Zahlendreher handeln, sie kämpfte bis Kriegsende in Kurland. Wahrscheinlich ist die 281. ID gemeint.



      Armee Korps Verl. Einsatz Armee Korps    
    215. ID 16. XXXVII. Feb Westpreussen 2. XVIII.    
    389. ID 16. L.
    Jan Westpreussen 2. VII.    
    4. PD 16. IV. SS Jan Westpreussen 2. VII.    
    4. SS PG Brig. Nederland 18. III. SS Pz.K. Jan Aufstellung 23. SS PG Div. "Nederland" im Raum Stettin        
    32. ID 18. I. Jan Westpreussen 2. XVIII.    
    227. ID 16. IV. SS Jan Westpreussen 2. XXVII.    
    281. ID 16. XVI. Jan Pommern 3. Pz. III. SS


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo

    ,

    wie schon im Thread erwähnt, wurden Anfang 1945 einige Divisionen aus dem Kurland-Kessel über See verlegt.

    Mir sind die 215. ID gekannt, die in Westpreussen/Raum Danzig zum Einsatz kam und die 281. ID in Pommern.

    Welche und wieviele Divisionen wurden ingesamt aus dem Kurland-Kessel "ausgeschifft"?

    Über welchen Zeitraum erstreckte sich die Verlegung, wurden die Einheiten mit ihrem kompletten Material verlegt oder verblieb das meiste in Kurland?

    Wurden die Divisionen aufgefrischt, bevor sie dann erneut zum Einsatz kamen, wie lange dauerte ggfs. eine Auffrischung?

    Gab es Verluste z.B. durch Versenkung von Schiffsraum bei der Verlegung über die Ostsee?


    Mich interessiert dieser Aspekt, da man daraus im gewissem Umfang durchaus Schlüsse ziehen könnte, was eine hypothetische komplette Räumung des Kessels angeht.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,

    2) Wie ist es zu erklären, dass die Heeresgruppe Nord/Kurland sechs sowjetische Großoffensiven (die letzte ab Mitte März 1945) erfolgreich abwehren konnte, während die Weichsel- und

    Oderfront jeweils innerhalb weniger Tage im Januar bzw. April 1945 zusammenbrach?

    Es ist sicher auf die skurrile Situation zurückzuführen, dass in Kurland mit der 16. + 18. Armee der Kern der ehemaligen Heeresgruppe Nord mit Divisionen mit mehrjähriger Ostfront-Kampferfahrung eingesetzt war.

    Dies während an der Heimatfront das letzte Aufgebot von schnell aufgestellten Volksgrenadier-Divisionen, später dann Volkssturm und HJ an die Front geschickt wurde.

    dann stellt sich die weitere Frage, ob dies

    gegenüber einer Aufgabe von Kurland (wie z.B. von Guderian vehement gefordert) und einem Einsatz der Verbände an der "Kernfront" unterm Strich vorteilhaft war oder das Gegenteil.

    Man kann natürlich bei dem beliebten Spiel "was wäre gewesen wenn" darüber spekulieren, ob der Zusammenbruch der Ostfront im Januar/Februar um ein paar Monate hinausgezögert worden wäre, wenn statt einzelner Divisionen wie der 215. ID und der 281. ID, alle 25 Kurland-Divisionen mit relativ hoher Kampfkraft in Januar/Februar 1945 die Ostfront in Ost- und Westpreussen, Pommern und Schlesien verstärkt hätten.

    Der rückblickende Blick in die Glaskugel ist aber m.M. wenig zielführend.


    Gruss

    Hubert

    Hallo,

    nähere Informationen zum Einsatz der Harpoon Force in den Niederlanden im Mai 1940 und die Überführung deutscher Kriegsgefangener (wird mit 1350 Männern beziffert) nach Großbritannien:


    Quelle:

    http://www.waroverholland.nl/i…orces-in-hoek-van-holland

    Auszug:

    Last shipment of POW's

    Many German POW's had been assembled at several locations at The Hague and a few elsewhere in the country. When it became clear that the war was about to come into its final stages, an order was filed that the POW's were to be evacuated to England in order to prevent them from being freed by their comrades. The previous day the main bulk had been shipped to the other side of the Channel. The 14th another 339 POW's were transported from The Hague to IJmuiden. The men were boarded in IJmuiden on the steamship Hr Ms Texelstroom. At 1900 hours the ship departed for England.

    In fact the transport was an infringement of the prelimenary armistice [terms] that had been agreed before. But the Dutch did not pay much attention to this. The occupational force that soon came in place found out that the Hr Ms Texelstroom had left port after the capitulation and launched an investigation to the matter. The responsible Dutch Lieutenant was heard by the SS and stated that he had not been aware of the capitulation when he had sent off the ship. The Germans did not believe him, but when he stated that would he have known about the capitulation that he would not have stayed in the Netherlands but boarded the vessel himself, they believed him.

    In total about 1.350 German prisoners had been shipped to England. Of these men the majority had belonged to the German landing party at Ypenburg. The far majority of the POW's was member of an airborne or air landing troop, and then of course many Luftwaffe crews were amongst them too. All in all the Germans lost quite some well trained and fit young men when these men were taken away to POW camps in England [later Canada].



    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Recherche und die vielen Informationen.


    Die Situation bei der 5. Jäger-Division und der 15. Waffen-Grenadier-Div. SS zwischen 26.02. und 01.03.1945 gemäß den Lagekarten HG Weichsel (German docs in Russia):

    Generell befand sich die 15. SS Div. ab dem 26.02. bis 01.03.45 in schweren Rückzugskämpfen im Raum Neustettin/Bärwälde an einer aufgerissenen Front mit einem russischen Stoßkeil nach Norden zur Ostseeküste hin.

    Die Front der 5. Jäger Divison im Raum südlich Nörenberg (zwischen Reetz und Kallin) ist gemäss den Lagekarten am 26./27./28.02. stabil geblieben. Erst am 01.03. ist eine Zurücknahme der Front unter sowjet. Angriffsdruck nach Norden erkennbar.

    Die Entfernung zwischen beiden Einsatzräumen beträgt ca. 100 km


    26.02.45

    - 15.SS.Div. (bezeichnet als "Rest Gruppe Ax" mit KG Janum bei XVIII. Gebirgskorps (2. Armee)

    - 5. Jg.Div. bei X. SS-Korps (3.Pz.Armee)


    27.02.45

    - Rest 15. SS-Div. mit KG Janum bei XVIII. Gebirgskorps (2. Armee)

    - 5. Jg.Div. bei X. SS-Korps (3. Pz.Armee)


    28.02.45

    keine Liste der Divisionen mit unterstellten Verbänden bei Lagekarte verfügbar


    01.03.45

    - Rest 15. SS-Div. (jetzt ohne KG Janum) jetzt bei Korpgruppe Tettau (3.Pz.Armee)

    - 5. Jg.Div. , erstmals mit unterstelltem Rgt. Janus (Btl. Wilhelm) bei X. SS-Korps (3. Pz.Armee)


    Anbei unten der Ausschnitt aus der Lagekarte vom 01.03.1945.


    Wie lest ihr die Angabe Rgt. Janus (Btl. Wilhelm) ?


    Ich interpretiere es so, dass nur ein Btl. des Rgts. Janus (nämlich "Wilhelm") der 5.Jg.Div. unterstellt war.


    - Wo befand sich dann der Rest des Rgts. Janus?

    - Ist "Janus" identisch mit "Janum(s)" oder gab es ein Heeresregiment (vermutlich Alarmeinheit), so das dieses Regiment absolut nichts mit Janums / 15.SS-Division zu tun hatte)?

    - Tauchen die Namen des Regimentführers Janus und des Bataillonsführers Wilhelm vielleicht irgendwo anders im Zusammenhang mit Pommernkämpfen 1945 auf (ich denke da z.B. an eine Stellenbesetzung der 5. Jäger-Div. o.ä.)


    Das sind viele Fragen und der Versuch, in dem Chaos und den Wirren der Endkämpfe den roten Faden bzw. die Stecknadel im Heuhaufen zu finden ;-)

    Aber vielleicht finden in sich in irgendwelchen Quellen , die euch vorliegen, diese Informationssplitter, die das Bild klarer machen.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo,


    Ultima  korpowo

    vielen Dank für eure schnellen Antworten und die Quellenverweise. Hochinteressant, ich werde es mir in Ruhe ansehen.


    Ich neige auch dazu, dass sowohl "Kampfgruppe Janus" im Findbuch des Bundesarchivs und auch "Kampfgruppe Janum" in der Lagekarte der HG Weichsel Schreib- oder Übermittlungsfehler sind und es sich beides Mal um den lettischen Standartenführer Janums handelt.


    Ob es sich beim "Regiment Janus" zwei Tage später bei der 5. Jägerdivision auch um "Janums" handelt, da bin ich noch eher skeptisch.

    Zwischen dem Frontabschnitt der 15. SS-Div. und dem der 5. Jägerdiv. lagen ca. 100 km.

    Ich werde mir die Bewegungen auf den Lagekarten im Zeitraum 26.02.- 01.03.45 genauer anschauen.


    Weitere Meinungen, Einschätzungen, Infos sind herzlich willkommen!


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,


    bei Recherchen zum Hintergrund eines Regiments Janus, welches ab dem 01.03.45 der 5. Jägerdivision unterstellt war , bin ich durch Google Suche darauf gestoßen, dass beim Bestand Vopersal im Bundesarchiv Freiburg unter der 15. Waffen-Grenadier-Division (lettische Nr.1) Material zu einer SS-Kampfgruppe Janus vorhanden ist (siehe Anhang).


    Die Angaben im Findbuch des BA lassen keinen Schluss zu, zu welchem Zeitpunkt diese Kampfgruppe Janus zur 15. Waffen-Grenadier-Division d.SS gehörte, ob schon beim Einsatz bei der Heeresgruppe Nord 1944 oder erst 1945 bei den Kämpfen in Westpreußen / Hinterpommern.

    Jedoch zeigt der Anhang zur Lagekarte der Heeresgruppe Weichsel vom 27.02.45 (Quelle: German docs in Russia) eine unterstellte Kampfgruppe Janum (siehe Anhang). Es ist nicht ausgeschlossen, dass es bei "Janum" um einen Schreib- oder Übermittlungsfehler handelt und es sich dabei um die Kampfgruppe Janus handelt.
    Später wird diese Kampfgruppe nicht mehr als Unterstellung bei der 15. Waffen-Grenadier-Division d.SS geführt. Ab dem 01.03.45 ist bei der 5. Jäger-Division, die weiter westlich in Hinterpommern kämpfte, ein unterstelltes Regiment Janus genannt.


    Für eine Einschätzung, ob es Verbindungen zwischen der Kampfgruppe "Janum" bei der 15. SS-Division und dem Rgt. "Janus" einige Tage später bei der 5. Jäger-Divsion gibt, würden mir folgende Informationen weiterhelfen:


    - Gibt es weitere Informationen zu der SS-Kampfgruppe Janus bei der 15. SS-Division 1944/1945?

    - Ist ein SS-Führer names Janus bekannt, gibt es eine Person dieses Namens in der Moore-Liste? Als Regiments- oder Kampfgruppenführer müsste er in etwa den Rang eines Sturmbannführers oder Obersturmbannführers . event. Standartenführer gehabt haben.


    Für jede Information bin ich dankbar.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Bodo66,


    wenn Du von Wolfgang die Auszüge aus NARA T314 KTB des LXXXI. AK für diesen Zeitraum bekommst, dann bist du zusammen mit dem Buch von H. Siegel schon mal "gut aufgestellt".

    Das KTB des LXXXI. AK ist die Primärquelle von deutscher Seite, auf die sich in der zu diesem Thema erschienen Literatur viele Autoren stützen. Ich verfüge nur über Auszüge einige Tage früher, die für mein Hauptinteressengebiet, die Kämpfe der 246. VGD. ab 16.11., relevant sind. Die ausgebrannte 246. VGD wurde ab dem 22.11. aus der Front zur Auffrischung herausgelöst, die 340. VGD übernahm deren Frontabschnitt.


    Das Standardwerk für die sogenannte "2. Aachen-Schlacht" ab dem 16.11.44 ist:

    Hans Kramp : Rurfront 1944/45, Verlag Gatzen, Geilenkirchen 1981

    Es fasst die verschiedenen Quellen , deutsche und amerikanische, und die schon früher, in den 1950-1970iger Jahren erschienene Literatur gut zusammen.

    Es gibt pro Kampftag chronologisch einen guten Gesamtüberblick, mit kurzen Abschnitten zu den einzelnen eingesetzten Divisionen.


    Das Buch von H. Siegel ist für deine Zwecke durch den Augenzeugenbericht der Kämpfe um Bourheim einzigartig. In dem Buch ist auch eine Kartenskizze (aus amerikanischen Quellen), die die Kampfhandlungen um Bourheim, Vorstösse und Gegenstösse, visuell gut darstellt.

    Siegel war einerseits direkt "vorne mit dabei", hatte jedoch durch seine Position als Kompanieführer einen Überblick, die über die "Landser-Perspektive" hinausging. Nach dem 2. WK war er aktiver Offizier der Bundeswehr.

    Ich wünschte es gäbe eine derartige Quelle für die Kampfe zwischen Setterich und Siersdorf wenige Tage davor, bei denen mein Onkel gefallen ist.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Bodo66;

    lt. Meldung vom 11.09. und 24.11.1944: - 6. Kompanie Grenadier-Regiment 696

    lt. Meldung vom 24.11.1944: - Vermisst gemeldet, Bourheim, Niederlande (richtig Bourheim bei Jülich)

    dazu folgende Literaturempfehlung:

    Horst Siegel "Vergebens war aller Mut" 1944/1945, Helios Verlag Aachen, 2007


    Der Autor war als junger Offizier im November 1944 Kompanieführer der 13./696, der Infanteriegeschütz-Kompanie des VGR. 696.

    Das Buch behandelt die Kämpfe 1944/1945 im Raum Aachen/Hürtigenwald allgemein, aber sehr ausführlich die Kämpfe der 340. VGD bei Jülich im November/Dezember 1944.

    Die Kämpfe um Bourheim vom 22.11.-24.11. beschreibt er als Augenzeuge, insbesondere den Gegenangriff der 340. VGD am 24.11. (Seiten 86-88)

    Er leitete als vorgeschobener Beobachter aus einem Schützenloch an der Strasse Jülich - Bourheim das Feuer seiner IG-Kompanie. Dieses Schützenloch ist übrigens heute noch lokalisierbar.


    Das Buch ist soweit ich das per Schnellrecherche im Netz feststellen konnte, nur noch antiquarisch für recht stolze Preise ab 79€ aufwärts zu erwerben.

    Ich kann Dir aber gerne die Seiten als pdf schicken, wenn Du mir per PN deine Mailadresse gibst.


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Thomas,


    laut LdW waren im Dezember 1943 sechs der ingesamt 21 Luftwaffen-Felddivisionen als Besatzungsdivisionen im Bereich der HG D und F sowie AOK Norwegen eingesetzt:

    11. LW Div.bei HG F in Griechenland (Raum Athen und griechische Inseln)

    14. LW Div AOK Norwegen

    16. LW Div. in den Niederlanden

    17. LW Div. HG D Frankreich (Le Havre)

    18. LW Div. HG D Frankreich (Dünkirchen)

    19. LW Div. HG D Niederlande

    Die restlichen Luftwafffen- Felddivisionen waren im Fronteinsatz im Osten, einige davon waren zu diesem Zeitpunkt schon vernichtet und aufgelöst.

    Wenn ich richtig informiert bin, war es Standard, dass Mitglieder der allgemeinen SS zur Wehrmacht eingezogen wurden. Es gab keinen Automatismus, dass sie zur Waffen-SS engezogen wurden.


    Für den Grund der Anforderung zur Überstellung an die SS bleibt im Moment nur "qualifizierte Spekulation":

    1) Die Männer hatten bei der Luftwaffe zum grossen Teil Spezialistenausbildungen erhalten, bevor sie dort entbehrlich wurden und zu den Felddivisionen kamen. Zudem waren sie politisch zuverlässig. Beide Faktoren machten sie für die (Waffen-)SS interessant.

    2) Der SS bzw. Himmler war es ein "Dorn im Auge", dass Männer aus dem "SS-Orden" bei zweit- bzw. drittklassigen Einheiten in relativ ruhigen Besatzungsgebieten eingesetzt waren

    Der Zeitpunkt der Anforderung - Dezember 1943 - könnte auch damit in Verbindung stehen, dass die Luftwafffen-Felddvisionen seit 01.11.1943 nicht mehr der Luftwaffe, sondern dem Heer unterstanden.


    Ich vermute eine Mischung aus diesen Faktoren. Auf jeden Fall was es aus Sicht der SS gerechtfertigt, zum Ausgleich Rekruten der Waffen-SS an das Heer abzugeben.

    Licht ins Dunkel könnte kommen, wenn der Vorgang des Hauptamtes SS, auf den Bezug genommen wird (....515/43 v. 7.12.43) , mal "zufällig" auftauchen würde


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo,


    wie soll man das lesen?

    Ich lese es so, das man mit den Leistungen der Angehörigen der Allg.SS nicht zufrieden war,

    obwohl nicht angesprochen, gebe ich meine Interpretation ab ;-)

    Die Initiative zum Austausch ging vom SS-Hauptamt aus (siehe röm.I). Dem Ansuchen der SS wurde nur teilweise entsprochen (nur Mannschaften, nicht Uffz.).

    Räumlich betraf es die Luftwaffen-Felddivisionen in Norwegen, im Westen (Heeresgruppe D) und im Südosten/Balkan (Heeresgruppe F)


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,


    die spärlichen Angaben im LdW zum Armee-Nachrichten-Regiment 558 lassen den Schluss zu, dass es 1941/1942 der 11. Armee zugeordnet war:

    http://www.lexikon-der-wehrmac…egimenterArmee/ANR558.htm

    Der im ersten Post beschriebene Kriegsweg des Großvaters deckt sich anfangs mit den Einsatzräumen der 11. Armee.

    Wenn man davon ausgeht, dass ein Armee-Nachrichten-Regiment räumlich nah am Armeehauptquartier angebunden war, müsste sich dessen Weg über die Standorte des Armeehauptquartiers nachvollziehen lassen.

    Ob diese Informationen, gerade während des schnellen Vormarsches mit laufender Verlegung, erhalten geblieben sind , entzieht sich meiner Kenntnis.

    Aber vielleicht ein Ansatz, den Spezialisten für diesen Zeitraum und Frontabschntt verifizieren können...


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo zusammen,


    in LdW steht bei der 196. Inf.Div.

    http://www.lexikon-der-wehrmac…teriedivisionen/196ID.htm

    der Satz: "Am 6. Januar 1944 wurde die Division auf den Stand einer Ostdivision erweitert".


    Ich kenne den Ausdruck Ostdivision bzw. Ostfrontdivision als Merkmal im Sinne von "kampferprobt" / "Einsatz unter harten Bedingungen gewohnt".

    Gab es jedoch klar definierte Unterschiede einer "Ostdivison" hinsichtlich Gliederung, personeller Ausstattung, Ausrüstung im Gegensatz zu Divisonen auf anderen Kriegsschauplätzen oder Besatzungstruppen?


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo,


    wie passt die Anfrage zum Raum Deblin / Polen zu den Literaturlinks, die sich auf ein Ereignis bei Leisnig / Sachsen beziehen?


    Viele Grüsse

    Hubert

    Hallo Ingo,

    ergänzend zu dem Post in deinem anderen Thread hier ein Ausschnitt aus google maps des Bereichs. Der Flugplatz Aachen Merzbrück, den dein Großvater erwähnt, existiert heute noch.

    Die Kämpfe Mitte September 1944 im Stolberg Korridor fanden südlich der heutigen Autobahn A4 statt.

    Spitze des amerikanischen Frontvorsprungs war Schevenhütte, der Frontverlauf war in diesem Bereich ab Mitte September bis zur grossen Offensive am 16.11.1944 relativ statisch auf dem Höhenrücken ungefähr Linie Schevenhütte, Hastenrath, Donnerberg.

    Genaue Karten des Frontverlaufs sind im Netz verfügbar.

    Viele Grüsse

    Hubert



    pasted-from-clipboard.jpg

    Hallo,


    noch ein Einschub zum Einsatz im Raum Aachen September 1944:

    Die Einkesselung von Aachen bzw. die "Zangenbewegung" war ja erst Ende September bzw. Anfang Oktober 1944, weshalb es tatsächlich sein könnte, dass die Einheit bei der Schlacht um Aachen doch nicht dabei war.


    Weißt du welche Einheiten auf dem Flugplatz Merzbrück im September 1944 stationiert waren?

    Ab dem 11.09.44 bis ca. 16.09.44 sind die amerikanischen Truppen nach nach Betreten des Reichsgebiets bei Roetgen durch den Stolberg-Korridor südlich Aachen bis Schevenhütte vorgestossen.

    Schevenhütte war bis Mitte November 1944 die Spitze eines weit in die deutschen Linien hineinragenden Frontvorsprungs. Im Zeitraum 11.09. bis 16.09.44 fanden im Stolberg-Korridor schwere Kämpfe statt. Von dort bis bis zum Flugplatz Merzbrück sind es nur wenige Kilometer Luftlinie. Der "Stolberg-Korridor" verlief teilweise auf einem Hochplateau am Südrand der Eifel, von dort ist der Flugplatz Merzbrück fast in Sichtweite und im Wirkungsbereich schwerer Waffen.

    Dass der Flugplatz Merzbrück zu dieser Zeit in umittelbarer Frontnähe noch als Feldflugplatz benutzt wurde, bezweifele ich. Ich vermute eher, dass die Flak-Einheit da schon im Bodeneinsatz eingesetzt war.

    Das ist jedoch "qualifizierte Spekulation".


    Wenn Du diesen Zeitabschnitt näher beleuchten willst, würde es Sinn machen, einen separaten Thread aufzumachen.

    Es gibt hier im Forum wirkliche Spezialisten für die Kämpfe im Grossraum Aachen, die aber unter dieser Threadüberschrift nicht unbedingt auf das Thema aufmerksam werden. Auch ist dieser Zeitraum relativ gut erforscht.

    Viel Erfolg bei deinen weiteren Recherchen.


    Viele Grüsse

    Hubert