Posts by unklarheiten grossvater

    Hallo @Dmitry,


    vielen Dank für Deine Rückmeldung.


    Das Objekt "B-5 Richard" war mir schon bekannt.


    Gibt es Memoiren des ersten russischen Stadtkommandanten von Leitmeritz (Major Shelyudchenko/Шелудченко?)?


    Die räumliche Verbindung von Hans von Luck und der Stadt Leitmeritz verstehe ich nicht, da sich Hans von Luck doch der Roten Armee ergeben haben soll, als er Ende April 1945 nahe Berlin versuchte, aus dem Kessel von Halbe auszubrechen.

    Wie erklärt sich das?


    Beste Grüße

    Hallo Dmitry,


    Leitmeritz wurde im Rahmen der Prager Operation von der Roten Armee besetzt.


    Weißt Du, was die russischen Quellen zur Besetzung von Leitmeritz und über das Verhalten der dort noch befindlichen deutschen Soldaten berichten?

    Schließlich stellt die Situation in Böhmen und Mähren mit der zum Zeitpunkt der Kapitulation noch weitgehend intakten und sich zumindest in Teilen auch noch danach in Richtung der sich in Böhmen befindlichen Amerikaner bewegenden Heeresgruppe Mitte eine Besonderheit dar.

    Im Raum Leitmeritz war die Prager Operation der Roten Armee, die nach der Schlacht um Berlin begann, von Nord-Süd-Bewegungen der Roten Armee in Richtung Prag und quer dazu von Ost-West-Bewegungen der Heeresgruppe Mitte in Richtung der amerikanischen Linien geprägt.

    Dabei spielen für die Ost-West-Bewegung wiederum die wenigen Übergänge über die Elbe eine besondere Rolle, wobei Leitmeritz über einen solchen Übergang verfügte.

    So sollen deutsche Truppen, die am 09.05.1945 in Leitmeritz aufbrachen bzw. es durchquerten, noch die amerikanischen Linien erreicht haben.

    Demnach müssen in Leitmeritz in der Umbruchszeit sehr unterschiedliche Interessenlagen vorgelegen haben, z. B.:

    - fliehende deutsche Soldaten und Zivilisten

    - sich verteidigende deutsche Soldaten und Zivilisten

    - sich ergebende deutsche Soldaten und Zivilisten

    - tschechische "Revolutionsgarden" und Zivilisten

    - russische (und möglicherweise auch polnische) Soldaten

    - ehemalige KZ-Häftlinge

    - deutsche Flüchlingstrecks

    - Fremdarbeiter

    - ...

    Es ist also zumindest denkbar, dass der russische Stadtkommandant in der unmittelbaren Umbruchszeit auf noch funktionierende deutsche Strukturen (z. B. deutsche Stadtkommandantur) zurückgegriffen hat, um die Situation unter Kontrolle zu halten.


    Gibt es Memoiren des ersten russischen Stadtkommandanten von Leitmeritz (Major Shevlyudchenko?)?


    Beste Grüße

    Hallo Viktor7,


    der nach eigenen Angaben ehemalige Wehrmachtsoffizier und ehemalige "Hilfsoffizier" der Roten Armee hat das Schreiben selbst Bescheinigung genannt und ein Bürgermeister hat es mit seiner Unterschrift und mit Gemeinde-Stempel beglaubigt.

    Es handelt sich um einen mit Schreibmaschine geschriebenen Text auf einfachem DIN-A4-Papier (also kein Briefkopf oder Ähnliches).

    Eine Einheit wird in diesem Schreiben aus dem Herbst 1946 nicht genannt.


    Die genaueren Umstände des Todes meines Großvaters sind bislang unklar.

    => Dazu möchte ich gern mehr erfahren.

    Es geht also insbesondere auch um Informationen über die Situation in Leitmeritz während der Umbruchszeit im Mai 1945.

    Hat es z. B. in dem Zeitraum zwischen der offiziellen Kapitulation und der Besetzung von Leitmeritz durch die Rote Armee (10.05.1945) in Leitmeritz Übergriffe mit Todesfolge auf Deutsche gegeben?


    Da diese Bescheinigung erhebliche Minderungen der Bezüge meiner Großmutter und der beiden Kinder im Nachkriegs-Sachsen zur Folge hatte, interessiert mich auch, welche formalen Anforderungen an eine solche Bescheinigung bestehen, um als Grundlage für die Minderung solcher Bezüge gelten zu dürfen.

    In welchen Fällen dürfen den Nachkommen zu Tode gekommener Wehrmachtsangehöriger ansonsten normale Bezüge vorenthalten werden?

    Welche Rolle spielt es dabei z. B., wenn der Wehrmachtsangehörige nach der offiziellen Kapitulation zu Tode gekommen ist?


    Beste Grüße

    Hallo zusammen,


    der Begriff "Hilfsoffizier" stammt von einer Bescheinigung, die dieser ehemalige "Hilfsoffizier" der Roten Armee und vorherige Wehrmachtsoffizier selbst auf einer in deutscher Schrift gehaltenen Bescheinigung verwendet, mit der er im Herbst 1946 in Sachsen bescheinigt, dass mein Großvater am 11.05.1945 in Leitmeritz tot aufgefunden wurde.

    Es handelt sich also um eine über ein Jahr nach der Kapitulation im Machtbereich der Roten Armee und der deutschen Kommunisten ausgestellte Bescheinigung.


    Beste Grüße

    Hallo Viktor7,


    Informationen zu meinem Großvater finden sich hier:

    XXXXII. Armeekorps (42.) , mögliche Zugehörigkeit ?


    Die genaueren Umstände des Todes meines Großvaters sind bislang unklar, wozu ein solcher ehemaliger "Hilfsoffizier" bei der Roten Armee und seine Bescheinigung, dass mein Großvater am 11.05.1945 in Leitmeritz tot aufgefunden wurde, beiträgt.

    Geboren wurde wurde mein Großvater 1901.


    Beste Grüße

    Hallo zusammen,


    im vorliegenden Fall wird der Hilfsoffizier in der Roten Armee, von dem die Bescheinigung über über das Auffinden meines toten Großvaters am 11.05.1945 in Leitmeritz/Elbe/Sudetenland stammt, wohl nicht Mitglied des Bundes deutscher Offiziere gewesen sein.

    Inzwischen liegt mir die Information vor, dass der entsprechende Hilfsoffizier den Zeitpunkt der Kapitulation als noch nicht gefangen genommener Wehrmachtsoffizier im Raum Leitmeritz erlebte.

    Da Leitmeritz nach meinem Kenntnisstand von der Roten Armee erst am 10.05.1045 besetzt wurde, müßte dieser Offizier in dem kurzen Zeitraum von der Besetzung von Leitmeritz (10.05.1945) bis zum Auffinden meines toten Großvaters (11.05.1945) - also in der unmittelbaren Umbruchszeit - Hilfsoffizier in der Roten Armee geworden sein.

    Wie läßt sich eine solche Konstellation erklären?


    Übrigens soll die Rote Armee noch am 09.05.1945 Leitmeritz per Luftangriff bombardiert haben.


    Beste Grüße

    Vielen Dank für die Rückmeldung, AnDie.


    Allerdings bin ich nicht mit Walter Schmidt, dem ehemaligen Oberbürgermeister von Chemnitz, verwandt.


    "unklarheiten grossvater" bezieht sich auf meinen, laut Bescheinigung am 11.05.1945 in Leitmeritz/Elbe/Sudetenland tot aufgefundenen Großvater.


    Beste Grüße

    Hallo @AnDie und @Johann Heinrich,


    was ist zu tun, um Einblick in die SA-Personalakte von Walter Schmidt, Bürgermeister vom Chemnitz, zu erhalten?



    Inzwischen habe ich das Folgende über Walter Schmidt, ehemaliger Bürgermeister vom Chemnitz, gefunden:


    Anscheinend wurde auch in der DDR eine Akte über ihn geführt:

    https://www.deutsche-digitale-…V3DA5CZV2424MQZPXOFAMDB6T


    siehe auch hier:

    https://archiv.sachsen.de/arch…92-4eaf-806f-e797472589c0


    Darüber hinaus wurde er in der DDR wohl auch verurteilt:

    Zitat aus Zeitung "Neues Deutschland" vom 01.07.1950 (https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1950-07-01

    "...

    Nazi-Bürgermeister verurteilt


    Waldheim (ADN).

    Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Chemnitz verurteilte am Donnerstag den ehemaligen Nazi-Oberbürgermeister und SA-Brigadeführer Walter Schmidt wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe. Zahlreiche Antifaschisten, darunter alle kommunistischen ...

    ...".


    Darau resultieren zwei Fragen:


    1. Wie paßt seine Flucht im Mai 1945 mit der Verurteilung in der DDR zusammen?

    und

    2. Wie paßt diese Verurteilung mit seinem Versterben in der Bundesrepublik zusammen (<=> 2. März 1962 in Lautrach, Unterallgäu)?


    Beste Grüße

    Hallo zusammen,


    habe inzwischen einges mehr gelesen und neige nun dazu, dass es sich bei der Bezeichnung "Armee Oberkdo. 42" doch um das XXXXII. Armeekorps handeln kann, denn im Dezember 1941 befand sich das XXXXII. Armeekorps im Bereich Krim und war dort dem AOK 11 unterstellt.
    Es liegt demnach nahe, dass sich mein Großvater von Beginn des Russland-Feldzuges an mit dem aus dem Leipziger Raum stammenden AOK 11 bewegt hat und dabei vorübergehend beim XXXXII. Armeekorps aushalf, zumal sich mein Großvater zwischenzeitlich auf der Krim aufgehalten haben soll.

    Vermutlich ist er dann mit dem AOK 11, wie z. B. auch von Manstein, in den Bereich Leningrad verlegt worden, um anschließend im Zusammenhang mit der Entstehung des Kessels Stalingrad mit dem AOK 11 im November 1942 in der neu aufgestellten Heeresgruppe Don aufzugegen.

    Da die Heeresgruppe Don im Februar 1943 zur Heeresgruppe Süd umbenannt wurde, paßt auch, dass mein Großvater im März 1943 dem Hauptquartier der Heeregruppe Süd angehörte, mit der er sich wohl bis Anfang April 1944 nach Galizien bewegt hatte, als die Heeresgruppe Süd dort mit dem Ausscheiden von von Manstein in Heeresgruppe Nordukraine umbenannt wurde.

    Außerdem liegt die Information vor, dass mein Großvater auf dem Rückzug durch Polen gekommen ist.

    Dazu paßt, dass die Heeresgruppe Nordukraine im September 1944 in Südpolen in den Bereich Weichsel zurückgedrängt worden war und dass ihr Stab am 23. September 1944 in Herresgruppe A umbenannt wurde, wobei die Heeresgruppe A dann zur Verteidigung Südpolens und der Slowakei eingesetzt wurde und sich im weiteren Verlauf auf die Oder zurückzog.

    Im Januar 1945 wurde die Heeresgruppe A in Heeresgruppe Mitte umbenannt.

    Da die Heeresgruppe Mitte bei Kriegsende in einem Kessel nordöstlich von Prag eingeschlossen war, ergäbe sich über diesen Werdegang bzw. Weg zwanglos, dass sich mein Großvater bei Kriegsende wieder in Leitmeritz/Elbe/Sudetenland war.


    Weiterhin suche ich Informationen zur Heeresunterkunftsverwaltung 189.


    Beste Grüße

    Vielen Dank für die Rückmeldungen.


    Nach meinem Kenntnisstand ist es bezüglich der angeblichen Angehörigkeit zu einem "Armee Oberkdo. 42" im Dezember 1941 (Oberzahlmeister) so,

    dass mein Großvater zuvor die "Zahlmeisterschule" in Leipzig besucht hat und anschließend im Wehrkreis 4 (Dresden) in Leitmeritz/Elbe/Sudetenland stationiert wurde

    sowie

    dass er danach im Jahr 1942 dem AOK 11 und im März 1943 dem Hauptquartier der Heeregruppe Süd angehörte.

    Mitte 1944 soll er Stabszahlmeister bei der Heeresunterkunftsverwaltung 189 gewesen und im August 1944 mit Wirkung ab Mai 1944 Stabsintendant geworden sein.
    Vor Kriegsende war er wieder in Leitmeritz angelangt, wo er am 11.05.1945 tot aufgefunden und beerdigt worden sein soll.

    Wo er genau begraben wurde, ist unklar.

    Leitmeritz soll noch nach der Kapitulation von der russischen Luftwaffe bombardiert und erst am 10.05.1945 russisch besetzt worden sein.


    Wer hat Informationen zur Heeresunterkunftsverwaltung 189?


    Beste Grüße

    Hallo zusammen,


    in einem Schreiben der Deutschen Dienststelle von 1986 zu meinem Großvater findet sich u. a. "... erstmals im Dezember 1941 als Angehöriger des Armee Oberkdo. 42 verzeichnet. In dieser Meldung ist sein Dienstgrad mit Oberzahlmeister angegeben. ..."

    Zu einem Armee Oberkdo. 42 habe ich jedoch noch nichts gefunden.

    Wer kennt dieses Armee Oberkdo. 42 oder kann diese Bezeichnung deuten?


    Beste Grüße

    Hallo Vielen AnDie,


    vielen Dank für Deine Rückmeldung.


    Woher hast Du die Information, dass SA-Brigadeführer Walter Schmidt, Bürgermeister vom Chemnitz, am 2. März 1962 in Lautrach (Unterallgäu) verstorben ist?

    Hast Du weitere Informationen über sein Leben im Zeitraum zwischen dem 07. Mai 1945 und seinem Tod?


    Beste Grüße

    Hallo zusammen,


    suche Informationen zu deutschen Offizieren, die als Hilfsoffiziere in der Roten Armee dienten.

    Wie muß man sich deren Tätigkeit vorstellen?

    Wer kam warum als solcher Hilfsoffizier in Frage, statt z. B. in Gefangenschaft zu gehen?


    => Zum Auffinden meines toten Großvaters am 11.05.1945 in Leitmeritz gab es wohl eine Bescheinigung eines solchen ehemaligen Hilfsoffiziers, die er allerdings merkwürdigerweise erst im Herbst 1946 in Sachsen ausgestellt haben soll.


    Beste Grüße

    Hallo Atlantis,


    jetzt bin ich irritiert, denn
    auf meine Frage vom 17.02.2020 in diesem Thread habe ich noch keine Antwort erhalten.
    und

    meine nächste, letzte Frage in diesem Thread vom heutigen 19.02.2020 ist im Grunde eine Wiederholung der Frage vom 17.02.2020.


    Der Inhalt Deines Beitrags #5 war mir so ähnlich bereits bekannt. Dazu hatte ich gar keine Frage.


    Was meinst Du bitte genau (#7)?


    Beste Grüße