Posts by DokuWH

    Servus an die Spezialisten im Forum,

    auf den Karteikarten zur NSDAP Mitgliedschaft gibt es Abkürzungen für die ich keine E erklärung habe.

    Auf einer Karte ist eine "K" fett aufgedruckt.

    Unter dem Namen einer anderen Karte heißt es handschriftlich "N.a. lt M.B. 3.12.37". Nicht erklären kann ich mir "N.a." Der Rest müsste "laut Mitgliedsbuch 3.12.37 " bedeuten.

    Es wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte! :)


    Gruß

    Hans

    Servus Intel,

    Du gibst an, dass das Grenadier Ersatz- und Ausbildungs Bataillon 19 in Oświęcim sationiert gewesen sei. Das ist ja Auschwitz gewesen.

    In welchem Zeitraum war das Bataillon dort?

    Hast Du hierfür eine belastbare Grundlage oder Quelle? Bisher ist das nämlich nicht bekannt !!!

    Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir da weiterhelfen könntest!:)


    Gruß

    Hans

    Servus Andreas,

    zu Deiner Unsicherheit im LDW https://www.lexikon-der-wehrma…/BadKissingenKurLaz-R.htm , ob das Kurlazarett Bad Kissingen auch als Reservelazarett bezeichnet wurde, kann ich Dir mitteilen, dass es auch Reservelazarett genannt wurde.

    Dies geht aus einer Antwort der ehemaligen WAST zu einem miltärischen Werdegang eines Soldaten hervor.

    Gruß

    Hans

    Servus Petzi,

    Zu der Identifizierung kann ich nix sagen, aber zum Volksbund. Natürlich werden deren Daten nach einem Fund aktualisiert und der nächste dem Volksbund bekannten Angehörigen benachrichtigt. Aber hier gibt es Probleme: Der vermisste Gefallene ist wohl jetzt bekannt, aber es gibt häufig keine Ansprechpartner mehr!!! So habe ich mich im Rahmen meiner Recherchen zu den Vermisstenschicksalen ohne bekannte Nachkommen in meiner Ortschaft als Ansprechpartner beim Volksbund vormerken lassen.


    Gruß

    Hans

    Servus Christoph,

    aus meiner beruflichen Erfahrung über Böden und Bewuchs schließe ich Wildflecken aus. Wildflecken im Mittelgebirge Rhön hat eindeutig einen Mischwald mit starkem Buchenanteiel und wenn Nadelholz, dann Fichte. Weiterhin einen rötlichen schweren Boden. Auf dem Foto sind aber eindeutig Kiefern (Föhren) zu erkennen. Nach dieser Vorgabe schließe ich eigentlich Prenzlau auch aus, da auch hier Mischwald zu sehen ist. Auch das Merkmal des Bodens, wie anschließend beschrieben, trifft dort nicht zu.

    Ein wichtiges Merkmal ist der Boden. Er zeigt sich auf dem Foto sehr sandig bis fast reinen Sand und hell. Das sind so die bevorzugten Standorte der Kiefern. Kiefern und sehr sandige Böden gibt es aber bevorzugt im Norden Richtung Ostsee. Damit würde sich der Standort Gruppe von allen erwähnten Standorten anbieten.


    Gruß aus dem Bayernland

    Hans

    Servus Mark,

    bitte mach uns einen Gefallen und lege einen Meterstab neben dem Teil, worüber Du was wissen willst. Thilo hat es schon angesprochen, denn ohne Größenverhältnis ist es fast unmöglich etwas zu sagen.

    Bei Deinem letzten dritten Foto, dachte ich zuerst nur an einen Bolzen, aber es scheint doch eine Röhre zu sein, die mit dem zweiten Foto zu tun hat oder?

    Mensch sag mal, hast Du die Ruine eines Panzers IV, den Du restaurierts?


    Gruß

    Hans

    Servus Mark,

    ich nehme an der ganze Bolzen (Bild 2 und 3) hat sich in dem großen Restteil als Achse gedreht. Der kleine Bolzen (Stift) in Bild 4 dient nur der Befestigung des geriffelten Griffes. Den kannst Du herausschlagen, wenn er gegenüber auch zu sehen ist. Dann hast Du die Griffhülle der Achse alleine, wenn nicht festgerostet. Siehst Du auf der gegenüberliegenden Seite den Stift nicht, dann geht das Rausschlagen nicht. Wahrscheinlich war es dann nur eine Druckknopf, der wenn gedrückt die Griffhülle freigab!

    Das ist jetzt mal meine Erklärung!


    Gruß

    Hans

    Quote

    Die von Sten weiter oben eingestellten Schriftstücke finde ich mehr als interessant.

    Sie zeigen deutlich, das man selbst den sogenannten Rückkämpfern zu den eigenen Linien, keinen Glauben schenkte.

    Diese bis Dato eher wie Fahnenflüchtige behandelt.

    Man könnte annehmen, das wohl einige zuvor als solche verurteilt wurden.

    Servus Andre,

    Du meintest, dass wohl einige Versprengte zuvor als solche verurteilt wurden.

    Um das beurteilen zu können, müsste man wissen, aus welcher Zeit des Krieges die eingestellten Schriftstücke von Sten waren. Die Ausführungen klingen ja ganz human. Wenn Du aber die Zeit nach dem Sprung der Amerikaner über den Rhein im März 1945 betrachtest, sieht die Sache ganz anders aus. Da waren dann die "fliegenden Standgerichte" unterwegs, die ohne ordentliches Gerichtsurteil und Verteidigung, Todesstrafen durch Erschießen und Erhängen von Soldaten hinter der Front sofort vollzogen. Standgerichte fußten auf der preußischen Militärgerichtsordnung von 1845, das Verfahren war dadurch geregelt. Es gab Ankläger und Richter. In den fliegenden Stangerichten ab Anfang 1945 wurden die Vorschriften aber nicht mehr beachtet. Jeder Versprengte, der keine Papiere vorweisen konnte, die seinen Aufenthalt belegten, war verdächtig ein Deserteur zu sein. Ein ganz berüchtigtes fliegendes Standgericht war das von Helm in Unterfranken. Auf sein Konto gehen sehr viele wegen Verdacht vollstreckte Todesurteile.

    Also, wichtig wäre zu wissen, aus welchem Jahr die Schriftstücke von Sten stammen!!!


    Gruß

    Hans

    Servus an alle Mitleser,

    ja, auch beim Bund war die Gasmaskentasche eine beliebter Transportbehälter für .....Bier! Aber, das wußten die Ausbilder und Vorgesetzten zur genüge, so dass das geliebte Bier nach Zerschlagen der Flasche vor den Augen des Soldaten dahinschwamm.

    Zu den Eiern im Stahlhelm. Es ist wohl eine deutscher Stahlhelm, aber symbolisiert für mich auch die Vorlieben der Amis beim Einmarsch Ende des II. Weltkrieges. Die Us Soldaten waren äußerst scharf auf Eier, Schinken und Schnaps. So gibt es viele Zeitzeugen im Dorf, die davon berichteten, dass die Amis gleich nach Besetzung des Dorfes die Eier aus den Hühnerställen plünderten und in großen Pfannen und auch im Stahlhelm nach Herausnahme des Futters brieten. Und sie bevorzugten die Eier, die sie selbst frisch aus den Hühnerställen holten, um einer absichtlichen Vergiftungsgefahr durch Widerständler aller Art zu entgehen. Sie waren dann auch großzügig in den Geschenken, die sie den Familien hinterließen, wie Dosen mit Orangenmarmelade, Schokolade und Kaffee.


    Gruß aus dem Bayernland

    Hans

    Servus Thomas,

    nach den mitgeteilten Meldungen kannst Du davon ausgehen, dass Dein Großvater bis 1943 nur in den Standorten im Deutschen Reich ohne Kampfeinsatz irgendwo anders eingesetzt war. Wahrscheinlich war er nicht nur zur Ausbildung in den Einheiten, sondern auch als Stammpersonal,d.h. er fungierte dort als festes Personal mit festgelegten Aufgaben, um die Aufagben der jeweiligen Einheiten zu erfüllen.

    Da er in der Marschkompanie auch einige Monate war, wird er dort auch als festes Personal gewesen sein. Eine Marschkompanie sorgte für die Zuführung von neuen Personal, sprich ausgebildeten oder genesenen Soldaten an die Front. Sie wurden vom Stammpersonal an die entsprechenden Stellen der Front oder zu den entsprechenden Einheiten begleitet. Es kann dann auch sein, dass er dann im Schluss mit so einer Marschkompanie 1944 an sein neues Einsatzgebiet auf den Balkan kam.


    Im Übrigen ist der angegebene Standort nicht Santhofen, sondern Sonthofen im Oberallgäu.

    Noch etwas zu den Datumsangaben der damaligen WAST. "Laut Meldung vom" bedeutet, dass das eigentliche Geschehen 3 Monate vor oder nach dem angegebenen Datum sein kann. Wenn es "ab" oder "am" heißt, dann trifft das angegebene Datum für die Veränderung zu!!


    Gruß

    Hans

    Servus Saskia und alle Interessierten,

    anbei kann ich noch einige Fotos zum Friedhof Kursk Besedino beitragen.

    Im Rahmen meiner landwirtschaftlichen Beratungstätigkeit war ich vor 7 Jahren im Raum Bryansk und Orel. Da hatte ich auch einen Suchauftrag im Gepäck. So kam ich auch an die Gedenkstätte Besedino. Doch wir fanden die Stätte erst nicht. Nach Fragen im Ort stießen wir dann drauf, obwohl sie nur max. 100 m von der Straße weg liegt. Dies veranlasste mich beim Volksbund anzuregen, doch ein Hinweisschilld aufzustellen. Und... nach ein paar Monaten kam eine Mail mit Fotos von den jetzt aufgestellten Hinweistafeln. Ich muss schon sagen, das war eine tolle Reaktion, danke dafür!!!


    Gruß Hans

    Servus Thomas,

    das Kochgeschirr scheint ein russisches zu sein oder wenigstens von den Russen benutzt.

    Ich meine, als Buchstaben auf dem Geschirr 3 russische Schriftzeichen zu erkennen!?


    Gruß

    Hans

    Servus Marie,

    ich bin jetzt etwas irritiert mit der Ortsangabe Herrngiersdorf für die RAD Abteilung 1/284. So wie ich das seh, liegt der Ort unterhalb von Regensburg.

    Die Gruppe 284 war eigentlich Schweinfurt im Arbeitsgaus 28 Mainfranken. Hierzu gehörte das Lager 1 in Ettleben (bei Schweinfurt), also 1/284.

    Es gab aber auch viele Änderungen im Laufe der Jahre. Ob so eine Änderung Ende 1944/Anfang 1945 in Anbetracht der militärischen Lage auch diese konkrete Abteilung betroffen hat, kann ich jedoch nicht sagen! Zu dieser Zeit wurde die RAD-Dienstzeit schon als militärische Grundausbildung für den Miltärdienst hergenommen!


    Gruß

    Hans

    Servus an die Corona,

    meines Wissens waren die DP`s alle ausländischen Personen, die durch Kriegseinwirkung ihren Heimatort verloren nach dem Krieg noch in Deutschland waren. Dazu gehörten besonders ehemalige KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, usw. Sie waren in der Regel in Lagern untergebracht, die Besatzungsmacht versuchte die DP´s in ihre Heimat zurückzuführen, also zu repatriieren.

    Und jetzt sind wir bei den Serben. In meiner Ortschaft waren kriegsgefangene Serben. Die Rückführung nach "Jugoslawien" war schwierig, da auch dort die Sowjets waren und Tito nicht kooperationswillig war (übrigens auch nicht mit den deutschen Kriegsgefangenen). Zum anderen waren darunter viele "Königstreue". Die Kriegsgefangenen wußten nicht, was ihnen in ihrer Heimat bevorstand, denn Tito sonderte nach Gesinnung aus. So wurde noch eine gewisse Anzahl bei ihrer Rückkehr interniert oder gar umgebracht. Hierfür gibt es von 20 serbischen Gefangenen in meiner Ortschaft zwei Fälle, die umgebracht wurden. Das wurde mir bekannt, als ich in den achtziger Jahren ehemalige Kriegsgefangene am Eisernen Tor an der Donau aufsuchte!


    Diese Vorgehensweise verbreitete sich natürlich bei den noch in Deutschland befindlichen Serben. So sind dann einige bei uns geblieben, jedoch nicht in meiner Heimat!


    Gruß und angenehme Osterfeiertage

    Hans

    Servus Thomas,

    diese Keilschneepflüge waren früher die idealen Schneeräumer. Ich kenne sie aus meiner Kindheit nicht anders. Meist waren sie nur aus Holzbohlen gefertigt. Man denke nur an die Pferdeanspannung, da war kein Seitenschneeschild möglich!

    Hier war nur die Zugkraft und die Zugrichtung entscheidend. Ähnlich war es dann beim noch geringen Gewicht der früheren Räumfahrzeuge. Wie und wo sollten da die enormen Seitenkräfte eines Schneeschildes, das nur auf die Seite räumt, aufgefangen werden? im schlimmsten Fall wich dann das schiebende Fahrzeug hinten auf die andere Seite aus, also das Schneeschild beherrschte das Fahrzeug nicht umgekehrt!


    Gruß aus einem früher schneereicheren Bayern ;)

    Hans