Posts by THWler

    Hallo Thomas,


    Liegnitz hatte zu der Zeit über 100.000 Einwohner und war ein grosser Ort. Gut möglich, dass er 1937 noch nicht gelistet war, die Klassifizierungen wurden oft angepasst.


    Meine Aussage bezieht sich auf die Übersicht der SHD-Einheiten, also auf die Kriegszeit zwischen 1939 und 1942, und LS-Orte I. Ordnung in Höidals "Deutsche Erkennungsmarken" S. 412. Liegnitz ist hier im Luftgaukommando VIII als LS-Ort VIII 8 mit SHD und LSW aufgeführt.


    Viele Grüße

    THWler

    Moin Thilo,


    Originär wäre das doch Aufgabe des Luftschutzwarndienstes (LSW) gewesen, den es ja aber nur in LS-Orten 1. Ordnung gab. Scheinbar hat dann der "normale" SHD das für Orte 2. Und 3. Ordnung mit übernommen.


    VG

    THWler

    Hallo Reinhard,


    Die Ausstattung des SHD kam seit der Einführung direkt von der WL (so auch ab 1942 die SHD-Uniform) , da dieser durch WL und OrPo aufgestellt wurde. Die ständigen SHD-Einheiten gingen 1942 direkt als Luftschutz-Abteilungen in die WL über. Ich bin der Meinung, dass auf allen drei Bildern nur SHD/WL-Angehörige zu sehen sind. Die Abzeichen sehen mir nach WL Kragenspiegeln mit Schwingen aus. Ich gebe gerne dazu Info, wenn ich sie mir näher anschauen konnte.


    Vg

    THWler

    Hallo Reinhard,


    Der SHD trug eine Tuchbluse ähnlich der Fliegerbluse. Auf der wurde kein WL-Adler getragen, in seltenen Fällen die Luftschutz-Schwinge auf Brust oder Arm. Auf Bild 1 Mittig sind beim Offz. WL-Insignien zu erkennen, auch die Uffz tragen auf der Bluse keine Hoheitszeichen. Auf Bild 2 sind WL-Koppelschlösser zu erkennen. Da ich keine SHD Armbinden und normale WL-Kragenspiegel erkenne, müsste es nach 1942 sein. Rollo schickt mir die Fotos die Tage in höherer Auflösung, dann lässt sich sicher etwas mehr Licht in die Sache bringen.


    Für mich sieht es nach SHD 2. Oder 3. Ordnung auf Bild 3 aus (Armbinde, Ausschusshelm) und LS oder andere WL-Einheit auf den beiden anderen (Feldeinheit, WL insignien ohne Hoheitszeichen). Mal schauen, was sich noch rausfinden lässt. Einen Übertritt zu anderen Einheiten abseits der WL würde ich anhand der Bilder ausschliessen.


    Vg

    THWler

    Moin (sag ich mal von Hamburger zu Hamburger) Sohn,


    1940 wurden in größeren Luftschutzorten durch die Polizei (Organisatorisch) und die Luftwaffe (Ausstattung und Fahrzeuge) sogenannte motorisierte SHD (Sicherheits- und Hilfsdienst) Abteilungen aufgestellt. Diese kasernierten SHD-Einheiten wurden von verschiedenen Organisationen personell unterstützt und durch Notdienstverpflichtete ergänzt.


    Struktur der Abteilung:

    Eine SHD-Abteilung umfasste (je nach KStN) zwischen 493 und 579 Mann mit 127 Fahrzeugen:

    • Feuerlösch- und Entgiftungsbereitschaft (FE) - Freiwillige Feuerwehren
    • Feuerlösch- und Entgiftungsbereitschaft (FE) - Freiwillige Feuerwehren
    • Instandsetzungsbereitschaft (I) - Technische Nothilfe
    • Reserve- und Ersatzstaffel
    • Sanitätsbereitschaft (San) - Deutsches Rotes Kreuz

    ab den 1. März 1942 wurden die motorisierten Einheiten in die Luftwaffe überführt und hießen jetzt Luftschutz Abteilungen, wobei meist die Nummer der SHD-Abteilung beibehalten wurde und es nur vereinzelt zu Kompaniewechseln, etc. kam. Eine LS-Abt. Bestand regulär aus etwa 600 Mann mit 169 Fahrzeugen (teilweise auch einer 4. Kp.); sofern ich das bisher nachvollzogen habe gab es in den LS-Abteilungen keine reinen San-Einheiten mehr:

    • Stab
    • Feuerlösch- und Entgiftungskompanie 1
    • Feuerlösch- und Entgiftungskompanie 2
    • Instandsetzungkompanie

    Exemplarisch am Beispiel der 2. Kompanie der LS-Abt. 11 dargestellt, bestand eine Kompanie theoretisch aus 5 Staffeln (ich vermute, dass aber oft nicht solche gemischten (F+E & I) Kompanien aufgestellt wurden):

    • Stab
    • 1. F.Zug - 1. Gruppe
    • 1. F.Zug - 2. Gruppe
    • 2. F.Zug - 1. Gruppe
    • 2. F.Zug - 2. Gruppe
    • 3. F.Zug - 1. Gruppe
    • 3. F.Zug - 2. Gruppe
    • 3. Zug - E. Gruppe
    • 4. Zug I - 1. Gruppe
    • 4. Zug I - 2. Gruppe
    • 4. Zug I - 3. Gruppe
    • Gasspürer - 1. Gruppe
    • Gasspürer - 2. Gruppe

    Auftrag waren die Sicherung, Instandsetzung und Bergung von Personen und Sachwerten an der Heimatfront, aber auch an allen anderen Kriegsschauplätzen.


    zur Abt. 30:

    Die SHD-/LS-Abt. (mot.) 30 kam ab 1940 in der Ostmark (Österreich), im Heimatgebiet und vor allem (mit vielen weiteren Abteilungen) in Rumänien zum Einsatz, wo sie die kriegswichtigen Erdölraffinerien gegen die Angriffe der Roten Armee verteidigte. Hier kam es besonders um Ploesti Ende 1944 zu heftigen Abwehrkämpfen und hohen Verlusten der Luftschutz-Männer, die mehr Retter und Helfer, als "richtige" Soldaten waren. Die LS-Abt. 30 war bis mindestens 03.04.1945 (3. Kp. FPN 52499) aktiv, der Stab wurde Ende 1944 nach den Kämpfen in Rumänien am 16.01.1945 ( FPN 51136) gestrichen. Zur 1. und 2. Kp. liegen mir aktuell noch keine Informationen vor. Aus den Vermisstenbildlisten des DRK sind einige "heiße" Einsatzorte ersichtlich: Februar 1943: Constanza, 1944 Kronstadt, August 1944: Wien, Bajkoj, Ploesti, Astrachan, Bukarest, Paulesti, Siebenbürgen, Bacau, Campina, Tiraspol, Oktober 1944 Ploesti.


    Es würde mich sehr interessieren, wie dein Vater zu dieser Einheit kam und was du noch für Detailinformationen hast. Gibt es Fotos, Briefe, Dokumente, etc.? Sicherlich kann man hier einiges eingrenzen und bestimmen. Wenn du noch Detailfragen hast, findest du hier sicher auch kompetente Forenmitglieder. Ich habe auch noch viele Infos, die hier aber den Rahmen sprengen würden; schreib mich gerne auch direkt an.


    Viele Grüße

    THWler

    Hallo Diana, hallo Dieter!


    Sobald ich noch weitere Informationen auftreiben kann, teile ich sie mit euch (der gute Freund von mir forscht parallel auch noch über offizielle und familiäre Kanäle). Möglich wäre auch, dass Kurt selbst 1941 in der 17. Kp. ausgebildet wurde und dann eine Anschlußverwendung hatte, die in den WASt-Unterlagen nicht erfasst wurde (wie Dieter ja bzgl. der Lw mitten im Kriege schon andeutete).


    Der Schritt zu einem Marschbataillon an die Ostfront ist auf jeden Fall interessant, da ich auch der Meinung bin, dass es sich um das Marsch-Btl. 36 des WK IV handelt; er also irgendwie beim Heer und im Dresdener Raum gelandet sein müsste. Leider habe ich über das Marsch-Btl. weder im LdW noch anderswo, bisher etwas gefunden.


    Dank und Gruß

    THWler

    Liebe Foren-Gemeinde,


    nachfolgend ein paar Ergebnisse der Recherchen über meinen schon verstorbenen Schwiegeropa, die ich euch chronologisch mit ein paar Bildern darstellen möchte:


    • Marine-Hitler-Jugend (1939-1942): Friedrich "Fritz" Poschkamp kam am 12.02.1925 in Ratingen zur Welt. Mit 14 Jahren trat er in die Marine-HJ ein. Hier war es üblich im ersten Jahr der Zugehörigkeit das Seesportabzeichen der Hitler-Jugend zu erwerben. Im zweiten Jahr musste die Seesportprüfung A am Ende der Sommerlager oder zu besonderen Terminen in den Gebieten oder an den Reichssee-Sportschulen der HJ abgelegt werden. Fritz legte diese 1940 in Gillenfeld Eifel (Toten Maar/Weinfelder Moor) als bester "Winker" ab.
    • Reichsarbeitsdienst (1942-1943): Mit 17 Jahren wurde Fritz zur einjährigen Dienstpflicht in den RAD einberufen. Er kam nach Arneburg bei Stendal in die RAD-Abteilung 3/131 Arneburg (nach "Burggraf Siegfried von Arneburg") der RAD-Gruppe 131 Seehausen im Arbeitsgau XIII Magdeburg-Anhalt. Die Abteilungen der Gruppe 131 wurden zu Wasserbauarbeiten am Fluss Aland, im Elbvorland und bei Drainagearbeiten eingesetzt. 1943 wurde er aus dem RAD entlassen und zum Kriegseinsatz eingezogen.
    • Kriegsmarine (1943-1944):
      • Nun volljährig wurde Fritz der 2. Unterseebootslehrdivision in Gotenhafen (Gdynia, Polen) zugeteilt. Die 2. U.L.D. wurde im Juni 1940 für die Unterseebootbesatzungsausbildung aufgestellt. 1943 war sie dem neu aufgestellten Höheren Kommando der Unterseebootausbildung (H.K.U.) in Kiel unterstellt. Die Unteroffiziere und Mannschaften wurden auf Wohnschiffen, wie z.B. der "Wilhelm Gustloff" in Gotenhafen untergebracht.
      • Nach seiner Ausbildung zum Maschinisten kam Fritz auf "U-958", ein modernes Unterseeboot vom Typ VII-C, dem Kampfboot-Typ der deutschen Unterseebootwaffe des Zweiten Weltkrieges. Das U-Boot "U-958" wurde am 14.01.1941 in Dienst gestellt und der 5. Unterseeboot-Flottille unterstellt. Nach der Bau-Endabnahme am 19.02.1943 unternahm "U-958" bis 18. März 1943 als Versuchsboot Tauchtests in der Nordsee zwischen Dänemark und Südnorwegen. Erster Kommandant war Gerhard Groth, der zuvor bereits ein halbes Jahr Kommandant auf "U-143" und davor 1WO auf "U-96" war (in Buchheim's "Das Boot" verewigt wurde).
      • Als Maschinenobergefreiter bekleidete Fritz den zweithöchsten Mannschafts-Dienstgrad. Zu seinen Aufgaben gehörten die Bedienung und Instandhaltung der Antriebs- und Hilfsmaschinen, der elektrischen Anlagen und Pumpenanlagen an Bord des Unterseebootes. Am 06.05.1944 verließ das "U-958"gemeinsam mit "U-292" und "U-719" den Stützpunkt in Kiel und lief am 8. Mai 1944 zu Besprechungen im norwegischen Kristiansand ein. Noch am selben Tag verlegte "U-958" über Farsund, entlang der norwegischen Nordseeküste, nach Stavanger. Nach einem zweiwöchigen Aufenthalt lief "U-958" als Bereitschaftsboot der U-Bootgruppe Mitte mit "U-719" und "U-1191" nach Bergen zur ersten Feindfahrt aus.
      • Nachdem am 26.05.1944 in Bergen das Seerohr gewechselt wurde operierte "U-958" vor der Küste Norwegens, um alliierte U-Boote, Minenleger und andere Schiffe in norwegischen Gewässern anzugreifen. Im Marineplanquadrat AF87 wurde das U-Boot von zwei Mehrzweck-Kampfflugzeugen vom Typ "de Havilland Mosquito Mk. VI" des No. 333 (Norwegian) Squadron der Royal Airforce (RAF) aus Leuchars in Schottland mit Raketen und Bordkanonen angegriffen. Die Mosquitos sollten den Schiffsverkehr entlang der norwegischen Küste aufklären. Durch den Tieffliegerangriff, den die Mannschaft von "U958" mit bordeigenen Flugabwehrkanonen abzuwehren versuchte, wurde das U-Boot beschädigt. Dabei wurde der Maschinenobergefreiter Herbert Frank getötet und zwei weitere Soldaten, darunter Fritz, verwundet. Die Unternehmung musste vorzeitig abgebrochen werden und "U-958" lief am wieder 27.05.1944 in Bergen ein.
      • Fritz blieb trotz Verwundung scheinbar aber an Bord. "U-958" konnte im Kriege die beiden finnischen Fischerboote "Linnea" und "Piikio" am 24. Oktober 1944 im Marineplanquadrat AO02 versenken. Das 5 Tage später versenkte sowjetische Landungsboot "SB-2" wird ebenfalls Groth zugeordnet, obwohl dieser Angriff im Bordbuch als fehlgeschlagen vermerkt wurde. Kapitänleutnant Groth lief Mitte April 1945 mit "U-958" vor die Kieler Bucht ein und war bis 25. April 1945 offiziell Kommandant. Danach hatte er noch kurz das Kommando über "U-397", wohin ihm auch ein Teil seiner "U-958" Mannschaft folgte.
      • Auch Fritz findet sich auf der Besatzungsliste von "U-397" unter Groth. Ob MaschOGfr Poschkamp noch am 5. Mai 1945 an der Selbstversenkung des U-Bootes in der Geltinger Bucht bei der Aktion "Regenbogen" teilgenommen hat, er in Kriegsgefangenschaft geriet oder vorher nach Hause entlassen wurde ist unklar. "U-397" wurde 1948 gehoben, abgewrackt und verschrottet.
    • Trivia:
      • "U-958" hatte als Maling (also Turmwappen) ein Schild mit drei Äxten.
      • "U-958" verlegte zwischen März und April nur noch einmal nach Flensburg und zurück nach Kiel und wurde am 3. Mai 1945 im Rahmen der Aktion "Regenbogen" unter Oberleutnant zur See Friedrich Stege im Marineplanquadrat AO7728 selbst versenkt, 1947 gehoben und verschrottet.
      • Bis zu seinem Tode 1999 in Ratingen litt Fritz unter den Folgen der Verwundung durch Schwerhörigkeit.

    Ich hoffe, euch hat mein kleiner biographischer Abriss gefallen. Über die Einsätze des Bootes "U-958", seine technischen Details und Historie sind einige Inhalte der Logbücher, Besatzungslisten, etc. bekannt und verfügbar. Ich bin jetzt aber nicht mehr ins Detail gegangen und wollte primär den Werdegang eines jungen deutschen Soldaten darstellen. Über Friedrich "Fritz" Poschkamp habe ich leider aber auch nicht mehr Informationen gefunden. Wenn ihr etwas speziell Einsätzen und Besatzungen ergänzen könnt, freue ich mich!


    Viele Grüße

    THWler

    Hallo Matthias,


    zusammendfassend nochmal alles, was bekannt ist mit den letzten Infos:

    - Kurt Eichhorn

    - 1941: Funker in der 17. Kp. Luftgau-Nachrichtenregiment 11 in Hannover

    - 1944: Obergefreiter im Marschbataillon IV/36 (laut WASt Marschbataillon Regiment 4/36) (vermutlich an die Ostfront)

    - Leitungsbau in Russland

    - Handdurchschuß bei einem Feuergefecht

    - Krieg überlebt

    - Keine Kriegsgefangenschaft bekannt


    Dank und Gruß

    THWler

    Hallo zusammen,


    inzwischen habe ich noch ein paar Informationen aus Familienkreisen erhalten. Unter anderen den Brief von Hptm. Koenig, Führer der Einheit 38780, der am 12. August 1943 über den Tod meines Urgroßvaters meine Urgroßmutter in Kenntnis setzt sowie die Mitteilung, dass er auf dem "Heldenfriedhof" in Gomel beigesetzt wurde. Da es sich hier um einen Unfall handelte und nicht um Kampfhandlungen, ist vielleicht etwas über den Friedhof bekannt, da es sich nicht um die späteren überbauten Grablagen in den Panzergräben handeln dürfte, von denen hier an anderer Stelle im FdW berichtet wurde.


    Seine Heimateinheit müsste in dem Dorf Gut Radenz (dem polnischen Borzecice) bei der Kreisstadt Krotoschin (ab 1943 Horleburg) untergebracht worden sein. Hier konnte ich aber nichts über einen Heimat-Kraftfahr-Park Posen finden. Vielleicht finden sich mit den Informationen ja noch ein paar Infos zu den Einsatzorten der Einheiten.


    Als Schmankerl noch ein Bild meines Uropas aus seiner Wehrmachts-Zeit und davor als Revierjäger.


    Viele Grüße

    THWler

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    Hallo Dieter, hallo Matthias,


    danke für euer mitrecherchieren. Ich bin auch sehr gespannt, was noch herauskommt. Soweit ich das bisher gesehen habe, gab es ja nur einige Unterstellungen und Kompanietausche rund um das Regiment (Heidenau, Lübeck, Appen, Dänemark) und eine Verlegung nach Belgien-Nordfrankreich (IV. Abt.). Da der Großvater des guten Freundes auch aus der Region Hannover kommt, macht einen ortsfesten Einsatz als Heimschläfer am Standort Hannover schon möglich. Näheres abseits der WASt-Auskunft ist allerdings nicht klar. Außer das es dann mit dem Marschbataillon an die Ostfront ging.


    VG
    THWler

    Hallo Diana,


    danke fürs verschieben und recherchieren. Ich hatte mich auch gewundert, einen Fehler schließe ich nicht aus und muss auch noch einmal recherchieren. Es war bisher das einzige, was ich zu einer 17. Kp. gefunden habe. in der WASt auskunft ist keine EM-Nr. erwähnt. Mehr Infos liegen leider nicht vor; ich hatte an anderer Stelle auch schon nach der Marscheinheit gesucht.


    Dank und Gruß

    THWler

    Hallo Eumex,


    ersteres hatte ich schon durchforstet, ohne viel Neues zu finden. Zur 17./11 habe ich hier und in meinen Unterlagen nur sehr wenige Informationen gefunden. Die dänische Seite ist neu für mich, danke!


    Grüße

    THWler

    Hallo zusammen,


    für einen guten Freund suche ich nach Informationen zu seinem Großvater:

    Laut WASt:

    30.04.1941 Funker: 17. Kp Luftgau-Nachrichtenregiment 11 (Hannover)

    11.1944 Obergefreiter: Marschbataillon Regiment 4/36 (wobei ich eher vermute, dass es sich um das WK-Marschbataillon IV/36 handelt)


    Gerne hätte ich mehr Infos zum Luftgau-Nachrichtenregiment 11. Aus den Tessin Bänden habe ich schon einige FP Nr. und Informationen zu Abteilungen und Kompanien sammeln können. Allerdings habe ich zu einer 17. Kompanie nur die FP Nr. 14394 im Zeitraum 27.01.1942 bis 14.07.1942 (gestrichen) in Hannover gefunden. Habt ihr weitere Informationen, was der Funker mit dem Rgt 11 im Einsatz erlebt hat und wo er war, bis er an die Ostfront marschieren musste?


    Dank und Gruß

    THWler

    Hallo Daniel,


    das nimmt ja Fahrt auf. Das erste Foto habe tatsächlich ich gekauft, das Zweite sieht mehr nach Pol als TN aus und das letzte Foto ist wieder TN (welches ich mir bei Ebay gespeichert hatte). Es gibt von der Kolonne auch noch ein weiteres Bild, wie sie über eine Brücke fährt. Solltest du die TN-Bilder irgendwann einmal loswerden wollen, wende dich gerne an mich.


    Beste Grüße

    THWler

    Hallo,
    hier mein unbek. Polizei Steyr 250
    aus meinen Beitrag
    Grüße, ZAG

    Hallo ZAG,


    Es handelt sich um ein schematisches Heinzelmännchen (Kölner Sage), welche sinnbildlich für die unsichtbaren Mühen und Taten der Technischen Nothilfe darstellen sollen (TN-Motto: „Dem Volke zum Schutz, Der Not zum Trutz“). So auch eine Selbstbezeichnung der TN-Männer in der internen Zeitschrift "Die Räder" 1/1941.


    Das taktische Zeichen gehörte zu Einheiten der TN-Einsatzgruppe Nord; diese stammen aus der Region Marburg/Köln. Zum Einsatz kam die TN-EG Nord nachweislich mit diesen Fahrzeugen im West- (z.B. Hasselt) und Ostfeldzug (z.B. Brest, Dünaburg). Mir sind neben dem dargestellten Fahrzeugen Steyr 250 und Citroen von der TN mit diesem Zeichen "Heinzelmännchen" noch bekannt: ein Steyr 200 (mit Rot-Kreuz Beklebung) POL-10654, ein Steyr 220 POL-24688, ein weiterer Steyr 250 POL-24308, englischer Beute-LKW POL-65244, Beute-PKW POL-65958 sowie vier Beute-Busse mit POL-Kennzeichen und dem Zeichen bekannt.

    IMG_20171020_0009.jpg


    Viele Fahrzeuge von Steyr Typ 250 und 640 kamen als Führerwagen und Gerätewagen mit dem Anschluss Österreichs 1938 aus dem Bundesheer und auch aus der weiter laufenden Produktion direkt zur Technischen Nothilfe. Bei der Besetzung Belgiens und Nordfrankreichs wurden eine große Anzahl Beutefahrzeuge sichergestellt. Die TN-Feldeinheiten wurden teilweise komplett mit diesen ausgestattet; es gab sogar eigene Parks dafür, wie in Vilvoorde.


    Die TN führte, als dem RFSSuCdDP unterstellen technischen Hilfsformation der Polizei, ebenfalls seit 1935 das POL-Kennzeichen.


    Mir sind von der TN noch weitere ungewöhnliche Einheitenzeichen, wie ein Segelschiff, offene Schleuse mit Boot, etc. bekannt. Wenn jemand dazu etwas beitragen kann, freue ich mich sehr.


    ZAG, ich würde mich sehr freuen, wenn du mir das ganze Bild zukommen lassen kannst.


    Beste Grüße

    CS


    Oben beschriebenes gilt für das von Gerard verlinkte Bild.

    Hallo Zag,


    Ich habe ein ähnliches Symbol auf einem Auto gesehen, enthielt einen TeNo officer :


    Grüße,
    Gerard

    Hallo Lothar,


    danke für die herzliche Aufnahme. Ich bin selbst seit fast 20 jahren im Technischen Hilfswerk aktiv und habe eine große Technische Nothilfe (TN) Sammlung mit tausenden Bildern und Dokumenten, die ich beizeiten auch mal in Teilen vorstellen werde oder den Rat des Forums erbitte. Insofern freue ich mich auf eine rege Zusammenarbeit und werde mich bei offenen Fragen auch gerne einbringen.


    Der VDK hat meinen Uropa aufgrund meiner Recherchen dort gelistet; weiterhin gibt es eine Widmung auf einem Kriegerdenkmal in seinem Heimatort Staple im Amt Neuhaus an der Elbe.


    Danke auch für den Kartenausschnitt.

    VG
    CS

    Liebe Forum-Gemeinde.


    Mein Urgroßvater Freimut Endtricht fiel am 7. August 1943 in Nowobeliza bei Gomel; dort in Weißrußland liegt er begraben; wo ist aber laut dem Volksbund für Kriegsgräberfürsorge unklar. Eine Anfrage bei der WASt läuft noch.


    Er war Oberkraftfahrer im Kraftfahr-Park (Ost) 623 (FP-Nr. 38780 (28.2.1941-29.71941)). Laut Erkennungsmarke hatte er die Nr. 190 der Stammrolle beim Heimat-Kraftfahr-Park in Posen. Er soll ab 1939 in Radenz im Landkreis Krotoschin) gewesen sein. Ich weiß, dass die Fronteinheit der Zentralkraft Ost unterstand. Könnt ihr mir etwas mehr zum Heimat-Kraftfahr-Park in Posen und dem Kraftfahr-Park 623 sagen? Ich weiß nicht mehr, als das sie für die Kfz-Instandsetzung, Abholung und Heranführen von Fahrzeugen für das Heer im Einsatz waren. Ich würde mich über Bilder, Einsatzorte und mehr Informationen freuen.


    Dank und Gruß

    CS