Posts by THWler

    Hallo Stefan,


    danke, das hätte ich jetzt auch eingestellt. Bin vor kurzem auf die Auktionen aufmerksam geworden und mir kam das Taktische Zeichen gleich wieder in den Sinn.

    Weitere Angaben als diese liegen mir auch nicht vor.


    VG
    THWler

    Hallo Bryon,


    Ich habe bei ebay eine entsprechende Foto-Sammlung und etliche Fahrzeugbilder mit dieser Kennung gesehen.


    Beispiel: An der Grenze Bulgarien/Griechenland 1941 ein Funkkraftwagen auf Opel Blitz der Flugmeldekompanie (mot.) 6/1. des Luftgau-Nachrichten-Regiment 1.


    Vg

    THWler

    Hallo Dieter,


    im Bereich des HSSPF Rußland Süd gab es 1941-1942 das Polizei-Regiment Süd, welches zuerst mit einer Technische Nothilfe (TN) Kompanie ausgestattet war, die im gleichen Jahr auf eine Abteilung mit Stab und drei Kompanien erweitert wurde (selbiges für Nord, Mitte und z.b.V.). Diese TN-Abteilungen (Polizei) I-VI wurden 1942 aus den Regimentsstäben herausgelöst und von einem TN-Feldeinsatzführer befehligt. Sie kamen bis 1944 im Osten zum Einsatz und zogen sich bis 1945 in die Heimat zurück.


    1944/1945 ist mir ein TN-Pionierzug beim SS-Polizei-Regimentstab 21 im Protektorat Böhmen und Mähren bekannt (mein bisheriger Forschungsstand legt nahe, dass dies auch für die anderen drei Regimentsstäbe galt; alle hatten einen verlasteten Pionierzug im Stärkenachweis und ich konnte in allen Regimenten TN-Männer finden).

    Aus dem Jahr 1944 ist mir ein TN-Pionierzug bei der SS-Polizei-Eingreiftruppe P. in der Ukraine bekannt (Die Räder, Zeitschrift der TN, 1994, S.4). Die Eingreiftruppe ließ sich leider nicht näher identifizieren.


    Es sind nur leider nur Fragmente, die ich dir akut bieten kann; vielleicht weiß einer der Foren-Kollegen mehr dazu. Ich meine, bei meinen Recherchen auch von der regulären Ausbildung von Pionierzügen der Polizei im durch reguläre Polizeikräfte an deren technischen Schulen gelesen zu haben. Quellen habe ich aber gerade nicht parat.


    VG
    THWler

    Hallo Matthias,


    danke für die "Ehre". Ich hoffe, ich komme auch zeitnah dazu aus den vielen, vielen gesammelten Daten etwas Prosa zu verfassen und hier einige Wege, Einsätze und Schicksale zu den Einheiten wiederzugeben. Die gesamten VBL zum Thema habe ich auch schon durch, dazu einige Soldbücher, FPÜ, Tessin, etc. Ich freue mich über jedes Fragment, dass das große Puzzle deutlicher werden lässt.


    Hier eine kurze Übersicht, welche taktischen Einheiten hauptsächlich in meinem Fokus sind:


    Technische Kommandos TK (Technische Wehrwirtschaftseinheiten TWE), aufgestellt durch die Technische Nothilfe

    1938: TK 4, 13 Sudetenland

    1939: TK 3, 4, 8, 13, 23 Polen, Böhmen und Mähren

    05.04.1940: Eingliederung der TK aus dem Wehrmachtsgefolge in die Wehrmacht

    1940: TK 3, 4, 8, 13, 23 Westfeldzug; Technisches Wehrwirtschaftliches Kommando TWK 1, 6, 12, 17 (vmtl. aufgestellt durch Wirtschaftskommandos), Existenz von 2, 5, 7, 9-12, 14-16, 18-22, 24+ unklar

    09.01.1941 Übernahme der Technischen (Wehrwirtschafts-) Kommandos ins Heer als Technische Bataillone TB als Teil der neu geschaffenen Technischen Truppen


    Technische Nothilfe-Einsatzgruppen Nord, Mitte, Süd, West, Frankreich, Lothringen, Luftwaffe-West mit Technische Nothilfe-Abteilungen

    1939: TN-Abt. XII Lothringen

    1940: TN-Abt. I-XII Westfeldzug, Generalgouvernement, TA der TN-EG Luftwaffe-West Westfeldzug

    01.06.1941: Übernahme wehrpflichtiger Angehöriger der TN ins Heer als Technische Abteilungen TA als Teil der neu geschaffenen Technischen Truppen

    1941: TN-Abt. XII Lothringen, TA der TN-EG Luftwaffe-West

    1942-1943: TN-Abteilung der TN-EG Luftwaffe-West

    1943-1944: TN-Einsatzabteilung der TN-EG Luftwaffe-Ost

    1945: TN-Abteilung der TN-EG Luftwaffe-West


    Technische Truppen, übernommen aus Einheiten der Technischen Nothilfe

    1941-1943: TA I-XI aus TN-Abt. Osten, Afrika, Westen; TB 3, 4, 8, 13, 23 aus TK, Osten, Westen; TB 1 (aus TWE Kdo. 1), 6, 17 aus TWK, Osten; Neuaufstellungen 5-7, 11 (Mineralöl), 26 (Bergbau), 33 (Mineralöl), 43 (Tropen)

    31.12.1943/1.1.1944: Umbenennung der TA in TB

    1944: TB 1-24, 26, 33, 36, 43, 147 (ital.) an allen Fronten

    1945: TB 1-11, 13-15, 17-18, 24, 26, 33, 36, 43, 147 (ital.) an allen Fronten


    TN-Kompanien, dann Technische Abteilungen TA der Polizeiregimenter Nord, Mitte, Süd, z.b.V., aufgestellt durch die Technische Nothilfe

    1941: TA I-III, z.b.V. Rußlandfeldzug

    1941-1943: TN-Abt (Pol) I-VI, z.b.V. Osten

    1944: TN-Abt (Pol) I-VI Osten

    1945: TN-Abt (Pol) I-III, VI Osten


    Dazu gab es noch eine Vielzahl von speziellen Einheiten wie Technische Stabskompanien OKH, Technische Ersatzeinheiten, Schulen, etc.. Weiterhin habe ich noch einen Schwerpunkt auf die Luftschutzeinheiten der Luftwaffe, hervorgegangen aus den SHD-Abteilungen, die auch teilweise von der TN aufgestellt wurden, aber inhaltlich hier nicht hin passen. Matthias erwähnt auch zurecht, dass z.B. die Technischen Kompanien (Hochbau) zu den Technischen Truppen gehören, die aus den (Großen) Heeresbaudienststellen aufgestellt wurden.


    Besten Dank Matthias für deine Arbeit, ich muss deine letzten Funde noch in meine Datenbanken einarbeiten. Ich freue mich auch noch auf alle weiteren Hinweise oder Korrekturen zu bekannten und unbekannten Einheiten


    VG
    THWler

    Hallo,

    viele französische (militärische) Begriffe sind ab der Zeit des Sonnenkönigs in die deutsche Sprache eingegangen.So gab es z. B. die Cheveauleger-Regimenter in Bayern. Stock ist wohl auch übernommen worden.

    Gruss

    Rainer

    Hallo Rainer,


    ohne Linguist zu sein; sofern ich die Etymologie richtig deute und verstehe, kommt es eher aus dem deutschen Stock/Stamm/Stück. Daraus leiten sich in anderen germanischen Sprachen, wie dem Englischen, Begriffe wie "in stock" für "etwas lagern" oder der "capital stock"="Aktienstamm ab. Ebenso wird dies auf die Bezeichnung "Warenstamm"="stock" angewandt. Insofern ist Stockierung sicherlich ein alter deutscher Begriff für Bevorratung.


    Viele Grüße

    THWler

    Hallo Matthias,


    herzlichen Dank für die Recherche! Zum TK 3 / TB 3 habe ich inzwischen ein sehr gutes Bild. Dennoch sind es genau diese Details, die alles abrunden. Das Bataillon wurde von April bis Juni 1941 von Beelitz bei Berlin Luban, Krakau, Fort Mogilska in den Raum Reichshof verlegt. Von hier aus nahm es am Rußlandfeldzug bei der Durchbruchsschlacht durch die galizischen Grenzbefestigungen teil.


    Wenn du bei deinen Recherchen noch mehr über die anderen TB, TA, TK oder TN-Abt findest freue ich mich sehr.


    Dank und Gruß

    THWler

    Hallo Jörg,


    besten Dank für die Ergänzungen. Das Breloer überzeugter und aktiver NS-Anhänger war hatte ich bereits gelesen, die Details fehlten noch!


    Dank und Gruß

    THWler

    Hallo Thomas,


    danke fürs zusammenfassen. War auch eher praktischer Natur, um auf alle Antworten einzeln zu antworten. Ich werde die Beiträge dann zukünftig gesammelt beantworten.


    Grüße

    THWler

    Hallo,

    ich nehme an, daß dieses Datum aus der Verlustliste 1. WK. stammt? Daher ist die Bezeichnung 31.08.1917 Beförderung zum Uffz gelinde gesagt irreführend. Man kann nur sagen, daß er zu diesem Zeitpunkt bereits Uffz war. Die Beförderung hat irgendwann zw. 1915 und dem 31.08. 1917 stattgefunden.

    Er wurde als Kriegsfreiw. 1915 schwer, als Uffz. 1917 leicht verwundet. Die Daten der VL geben übrigens nicht das Datum der Verwundung/des Todes/etc. an sondern das Veröffentlichungsdatum dieses Vorfalls. Das eigentliche Geschehen lag in der Regel 4-8 Wochen vor diesem Termin, aus Geheimhaltungs- und anderen Gründen manchmal auch deutlich davor, vor allem bei Einheiten der Marine.

    Gruß,

    JR

    Hallo JR,


    danke für die Richtigstellung. Werde ich bei mir anpassen.


    VG
    THWler


    Hallo Thilo,


    an dieser Frage der Befähigung arbeite ich auch noch. Es gibt nur eine mögliche Erklärung, nämlich dass er bereits vor Kriegsbeginn in einer leitenden ehrenamtlichen Führungsfunktion bei der Technischen Nothilfe war, aus der die TK und TA aufgestellt wurden. Das TK 3 wurde durch die TN in Berlin aufgestellt, Breloer wurde jedoch erst nach dem Polenfeldzug, kurz vor dem Westfeldzug als Kommandeur eingesetzt.


    Ich habe versucht mit dem Enkel Kontakt aufzunehmen, was bisher aber mäßig erfolgreich war. Ich habe vom VDK und DRK Unterlagen erhalten, es gibt aber noch, wie oben erwähnt, einige weiße Flecken in der Biograpfie.


    Dank und Grüße

    THWler


    Hallo Matthias,


    danke für die weiteren Infos für das große Puzzle!


    VG
    THWler

    Hallo Thilo,


    ich habe inzwischen einiges herausgefunden zum ehemaligen Kommandeur:


    Persönliche Daten:

    Titel: Univ. Prof. Dr. phil. Dr. jur.

    Nachname: Breloer

    Vorname: Bernhard

    Dienstgrad: Major

    Geburtsdatum: 08.11.1894

    Geburtsort: Herne

    Todesdatum: 20.04.1947

    Todesort: Tiflis (Georgien)


    Werdegang:

    1914: Kriegsfreiwilliger

    07.01.1915: 5. Kp./Infanterie-Regiment Nr. 16 Cöln (schwere Verwundung)

    31.08.1917: Unteroffizier (leichte Verwundung)

    ?: Student Indiologie Universität Bonn

    05.05.1920-Sommersemester 1920: Student Philologie (Indiologie) Universität München

    1921: Promotion Philologie Universität Bonn (Thema: Die Grundelemente der altindischen Musik nach dem Bharatiya-natya-sastra : Text, Uebersetzung und Erklärung)

    1921: Mitarbeiter indisches Recht Universität Berlin

    26.09.1927: Promotion Recht Universität Bonn (Thema: Das Grundeigentum in Indien)

    1927: Habilitation Indiologie Universität Bonn

    26.06.1933: Eintritt SS (Unterscharführer) SS Nr. 230317

    1935-1939: Professur Lehrstuhl für indische Philologie am Institut für die Sprachen und Kulturen Südasiens am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin

    01.05.1937: Eintritt NSDAP NSDAP Nr. 5846531

    1939: Dekan des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin

    1940: Technische Wehrwirtschafts Einheit Kommando 1 Berlin mit der FPN 03879 (Erkennungsmarke -T.W.E./K.D.O.1/3)

    vor 00.11.1940-09.01.1941: Kommandeur im Stab/Technisches Kommando mot 3 (Westfeldzug)

    09.01.1941-00.07.1944: Bataillonskommandeur im Stab/Technisches Bataillon mot 3 (1941-1943 Rußlandfeldzug,1943 Lazarettaufenthalt, 1944 Südrußland)

    00.07.1944-02.05.1945: ???

    02.05.1945: Russische Kriegsgefangenschaft in Berlin

    02.05.1945-20.04.1947: Lager 236 Tiflis

    20.04.1947: Speziallazarett 1563 Tiflis (Tod durch Unterernährung)


    Vorgänger als Kommandeur des TK 3 war Sonderführer (K) Heinrich Nohle (Technische Nothilfe), Nachfolger als Bataillonskommandeur des TB 3 Major Eberhard Müller.


    Über weitere Anmerkungen und Informationen zur Technischen Wehrwirtschafts Einheit Kommando 1 bzw. Wirtschafts-Kommando I und besonders dem Umstand seiner Einberufung und Gefangennahme bzw. seiner zu dem Zeitpunkt aktuellen Einheit freue ich mich sehr.


    Beste Grüße

    THWler

    Hallo Adrian,


    Deine Ansprüche decken sich auch kaum mit den Anforderungen einer militärischen Uniform, die primär zweckmäßig, aber auch günstig sein muss. Die Qualität der Stoffe und die Schnitte wurden mit der Zeit sicher konsequent schlechter/bzw. Einfacher.


    Mit der Entscheidung für einen modernen hochwertigen Lodenstoff, wie von mir eingangs empfohlen, liegst du sicher richtig für dein Anliegen. Der Rest ist dann auch oft Geschmackssache, wie ich aus meinen Erfahrungen im Ausrüstungsbereich von speziellen Einheiten noch gut erinnere...


    Gruß

    THWler

    Hallo Adrian,


    für deinen Zweck und die Umstände sollte jeder Schneider, der Erfahrung mit Jagdbekleidung hat, auf Lodenstoffe setzen. Auch gibt es viele Premiumhersteller aus dem Bereich Jagd (dafür ist hier aber das falsche Forum).


    Die Mil-Tech Bluse ist in keinster Weise eine gute Referenz, aber auch hier gibt es qualitativ sehr viel bessere Reproduktionen, wo auch vernünftige Stoffe verwendet werden.

    Hallo JuS,


    der Stoff nannte sich bei der Wehrmacht "Grundtuch" und besteht aus Wolle. Am ehesten schaust du nach Loden oder anderen Streichgarngeweben. Solche Stoffe wurden bis in die 1950er und 1960er Jahre auch von Bundeswehr, BGS und Katastrophenschutz (LSHD, THW) benutzt. Bei den gesuchten Farben wird es natürlich dann auch noch schwieriger/anspruchsvoller.


    Die Knöpfe im Kragen sind für die Kragenbinde (Schweißkragen) und ersetzten die Notwendigkeit, unter der Feldbluse ein Feldhemd tragen zu müssen.


    Ich schließe mich auch Thomas Frage an, was dein Plan ist? Es gibt durchaus andere, sehr viel bessere Reproduktionen (Zenker, ZIB, etc.) von Feldblusen, etc. am Markt und auch einige "Custom-Lösungen". Teile uns doch einfach mit, was du vorhast, und wir können viel besser und zielgerichteter Auskunft geben.

    Hallo Karl,


    Bei dem Umfang meiner Sammlung zur TN würde das den Rahmen hier sprengen (tausende Bilder, Dokumente, etc.). Es gibt da aber noch enorm viel zu erforschen, was aber aus Zeitgründen nur nach und nach geht. Ich arbeite das seit Jahren durch und an Ausarbeitungen zu den Themenbereichen.


    Ich kann mir aber gut vorstellen, das LdW und auch das FdW noch mit mehr Inhalten dazu zu bereichern.


    Zum Geschütz hat sich auf jeden Fall die Suche wieder gelohnt.


    Grüße in die Runde

    THWler