Posts by THWler

    Hallo zusammen,


    hier ein Beispiel der Technischen Truppen beim Einsatz an Oberleitungen:


    Technische Stabskompanie (OKH) 5, dem Technischen Bataillon 7 unterstellt unter dem Kommandeur der Technischen Truppen Südwest der Heeresgruppe C in Norditalien


    26.01.1944-31.12.1944:

    • 120,1km Fahrleitungen instandgesetzt
    • 19,55km nachgespannt
    • 271 Maste gesetzt
    • 377 Traversen
    • 715,9 km Fahrleitung abgebaut
    • 397,55 km Fahrleitung profilfrei gemacht

    Quelle: KTB III S.197f


    1.7.1944:

    • Cesena: Unterstützung der einzelnen Kommandos elektrische Bahnleitungsanlagen Strecke Rimini-Bologna nach Fliegerangriffen auf Bahnstrecke
    • Jmola: Überwachung und Instandsetzung Bahnleitungsanlagen

    Quelle: KTB Techn. Kp. OKH (mot.) 5 S 114 - 200


    22.07.1944:

    • Conselice:
      • 1. Bahnstrecke Bologna-Rimini profilfrei halten
      • 2. Abbau el. Streckenausrüstung
      • 3. Instandhaltung bahneigene Hochspannungsleitung Bologna-Rimini,

    Quelle: KTB III S.197f


    Technisches Bataillon 147 (ital.), dem Kommandeur der Technischen Truppen Südwest der Heeresgruppe C in Norditalien unterstellt


    10.12.1944:

    • Instandsetzung Fahrleitungen Lavisbrücke bis Bahnhof Rovereto
    • Befehl KTT OB Südwest vom 9.12.1944: 60 feldgraue Eisenbahner unterstellt.

    Quelle: KTB III S.186


    Die Technischen Truppen entstanden aus der Technischen Nothilfe. Diese war seit der Gründung 1919 mit der Reichsbahn "verbunden" (gehörte jedoch zum Reichsministerium des Inneren (wie auch heute noch das THW zum BMI)), sicherte schon in den Streikjahren der Weimarer Republik den Fortbetrieb bei den großen Eisenbahnerstreiks, vom Lokführer bis zum Stellwerker. Die TN sorgte auch in den besetzten Gebieten für die Wiederinbetriebnahme von Eisenbahnlinien und Straßenbahnen (Betrieb sogar die in Kiew). Sowohl TN (bis einschließlich 1945), als auch parallel die Technischen Truppen (ab 1941) waren sehr eng in die Instandsetzung der Eisenbahninfrastruktur in der Heimat, in den rückwärtigen Gebieten und dem Operationsgebiet eingebunden. 1944/1945 war die Technische Wehrmachtshilfe (TWH) der Technischen Truppen die zentrale Instanz (mit eigenen Stäben bei fast jeder RBD) zur Instandsetzung der Eisenbahninfrastruktur an der Heimatfront nach alliierten Luftangriffen, die übergeordnet alle Hilfseinsätze und Truppenteile der Wehrmacht koordinierte.


    VG

    THWler

    Hallo Jan,


    ich weiss, dass in Italien Technische Truppen Schienen und Oberleitungen sowie weitere Bahnanlagen nach Luftangriffen instandgesetzt haben. Diese arbeiteten sowohl in der Heimat (Technische Wehrmachtshilfe), als auch im Feldeinsatz eng mit den RBD und Co zusammen.


    VG

    THWler


    PS: Bei Bedarf kann ich nachher mal was aus meinen Datenbanken ziehen

    Hallo Jan,


    ich vermute, sowas haben eher RAD und OT gemacht. Mir ist nichts dergleichen bekannt, in der Heimateinsatz war die TN vor allem im Instandsetzungsdienst tätig, im Feldeinsatz mit wehrwirtschaftlichen (Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung) und pioniertechnischen (Brückenbau, Räumung, Sprengung, Infrastruktur) Aufgaben betraut.


    vg

    THWler

    Hallo zusammen,


    ich halte das Foto für echt, das sehr grobschlächtig/unbeholfene auftreten ist typisch für diese Art Einheiten


    Abteilung GW techn.Wehrmacht-Wirtschafts-Kommando 3,

    Hallo zusammen,


    Ich halte das Foto auch für authentisch, da es gut in die Einheitsgeschichte passt.


    Die erste Technische Wehrwirtschaftseinheit des Wehrbezirks III - das Technische Kommando 3 (die Zweite trug die "23") - wurde aus der Landesgruppe Berlin der Technischen Nothilfe 1939 für den Polenfeldzug aufgestellt und nahm danach am Westfeldzug teil. Vor dem Russlandfeldzug wurden die Einheit in die Wehrmacht als Technisches Bataillon 3 übernommen.

    Diese Einheiten kamen schlecht ausgerüstet mit wenigen Fahrzeugen (teilweise mit dem Zug) und fast ohne Bewaffnung nach Frankreich und rüsteten sich vor allem in Dünkirchen entsprechend aus alliierten Beständen aus, bevor sie gen Osten gesandt wurden.


    Beste Grüße

    THWler

    Hallo zusammen,


    ich möchte Eumex beipflichten, zu sehen Zivilisten und zwei Männer mit Heeresschiffchen.

    Der SHD trug entweder die Luftschutzschwinge oder den Luftwaffenadler als Hoheitszeichen und kann somit ausgeschlossen werden.


    Vg

    THWler

    Hallo Peter,


    da hätte ich auch schon interveniert. :thumbsup: Die Form der Kragenspiegel und das Metall-Emblem am Schiffchen hätten in keinem fall gepasst.


    Die dunkelblaue Uniform wurde 1932 eingeführt und bis 1945 getragen, lediglich die Hoheitszeichen veränderten sich 1934 und 1936 (und weitere kleine Details im Bereich der Abzeichen). Zuvor wurde Zivil getragen oder ein dunkelblauer Arbeitsanzug (von dem sich auch die Farbe ableitet, die das THW bis heute benutzt), diesen gab es noch in dunkelgrün, selten in schwarz und ab 1936 in weiß/natur Drillich. Ab 1940 kamen dann noch feldgraue Wehrmachtsuniformen bzw. blaugraue Luftwaffenuniformen mit TN-Insignien für Feldeinheiten hinzu, ab 1942/1943 grünmellierte Polizeiuniformen, welche alle bis Kriegsende getragen wurden.


    VG
    THWler

    Hallo Walter,


    wie gesagt kenne ich fast alle dieser Bilder, aber es findet sich immer etwas Neues (auch wenn bei dieser Gruppe nicht).


    Die Informationen zu dem Bild kann ich dir gerne geben: Ein Nothelfer im rohgrauen Drillich-Arbeitsanzug trägt eine S-Maske und einen Heeresatmer (Atemschutzgerät) bei einer Vorführungen am Tag der Deutschen Polizei am 29.01.1939.


    VG
    THWler

    Moin Uwe,


    die 10. Ausgabe des Frontnachweisers habe ich schon durchgearbeitet, aber jeder Hinweis ist in dieser Materialsammlung natürlich willkommen!


    Beste Grüße

    THWler