Posts by neretva

    Hallo alle zusammen,

    Darko hat mit seiner Bemerkung,dass " die 11 oder 12 Italiener das Gefecht in Dovce überlebt haben, aber nicht den 2.2.1944, sehr wahrscheinlich recht.

    Alle ehemalige Teilnehmer an der Aktion in Dovce,die ich persönlich mehrmals gesprochen haben, erzählten immer nur von einem Überlebenden dem die Flucht gelungen ist,

    obwohl er schwer verwundet war. Der Partisan der den Auftrag hatte diesen zu bewachen, interessierte sich mehr für das Geschehen auf der Straße. Außerdem glaubte er ,

    der schwer Verwundeter sei ohnmächtig und wird nicht sobald wieder zu sich kommen. Das war ein Irrtum. Der ehemaliger Partisan arbeitete später in den Aluminium Montage Werk in Komen.

    Ich wollte ihm einmal 1975 darüber befragen, aber er war sehr verärgert darüber und wollte mir keine Auskunft erteilen. Überhaupt war es für mich nicht einfach von den ehemaligen Teilnehmern an diesem Kampf Informationen zu bekommen, da viele mir übel genommen haben, dass ich in Deutschland lebte. Einige waren zugänglich, weil sie meine ehemaligen Nachbarn in Komen waren, mit denen ich seit meiner Kindheit bekannt war. Die anderen schwiegen sich jedoch aus. Das änderte sich erst langsam nach dem Ende der 70 Jahre.

    Das Thema war überhaupt viele Jahre in den Dörfern die von der Vergeltungsmaßnahme " Ratte " betroffen waren ,tabu. Viele der nach Deutschland deportierten, waren nämlich mit der Aktion der Partisanen nicht einverstanden. Die, die ihre Angehörigen in Deutschland zurück lassen mussten, weil diese dort verstorben sind, zürnten besonders darüber.

    Der Fazit. Die Partisanen waren außerdem wegen dem relativ hohen eigenen Verlusten an 7 Toten ( einer starb zwei Tage später )und viele Verwundeten, nicht bereit gefangener zu machen. Das war damals so.Man darf außerdem nicht übersehen, die 25 Jahre der Okkupation ( 1918 -1943 ) des Adria Küstenlandes durch die Italienische Besatzer, hinterließen Spuren bei dortigen Bevölkerung und Italiener waren damals in diesem Gebiet besonders verhasst.Insofern hatten die gefangener Italiener , obwohl sie sich angeblich ergeben haben, keine Chance zu überleben.

    Neretva

    Hallo Tom,


    herzlichen Dank für dein Feedback.

    Ich glaube das ist mehr als eine gute Spur. Langsam geht es voran mit der Liste der " 36 " und du hast mit deinem Beitrag wesentlich dabei geholfen..

    Wenn ich dir bei deinen Recherchen in Slowenien ( ehem.OZAK ) helfen kann,melde dich .


    schöne Grüße

    Neretva

    Guten Tag zusammen,


    Tom hat am 17.12.2017 das Foto und den Namen eines Pol.Owm., dass am 2.2.1944 in Komen gefallen sein soll, aber nicht auf der Liste der 19 gefallenen deutschen Polizisten steht, in Forum veröffentlicht.

    Dieser Pol.Owm. mit den Namen Ludwig Dost geb. 27.2.1908 zuletzt wohnhaft ( 1938 ) in Bergstraße 18 in Plauen/ Vogtland, in zivilen Beruf Kfm Anges,.ist möglicherweise eine interessante neu Spur

    und die Möglichkeit, die Liste der "vermutlich " 36 Gefallenen zu ergänzen.


    Die Frage an Tom, wie bist du zu diesem Foto und den Daten gekommen?


    schöne Grüße

    Neretva

    Hallo Darko,

    würde mich über deine PN in Sachen J.P.O freuen.

    In Bezug auf den Grab 141, wäre es möglich,dass man alle die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen der Gefallenen in einem gemeinsamen Grab beerdigt hat ?

    Übrigens die Äste sieht man auf den Fotos nicht nur auf dem Lkw und oben auf dem FIAT- Panzerfahrzeug, sondern auch auf einzelnen Gefallenen.

    Die Schwarzkiefer ( Bor ) und um solche handelt es sich auf dem slowenischen Karst, ist stark harzig , aber der Versuch diese mit Benzin oder Diesel zu übergießen um

    die Wirkung des Feuers zu beschleunigen ist weniger tauglich. Ich habe das selbst versucht und musste feststellen,das die Äste kaum Feuer gefangen haben.

    In Sommer ist das, wie du es richtig angenommen hast ganz anders.Da brennen die Kiefernwälder wie Zunder.

    Der Grund für bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Körper der Gefallenen ist vor allem in der Wirkung der Waffen zu suchen. Einer der Teilnehmer an der Aktion, erzählte mir,dass man

    in der letzte Stunde des Kampfes, als man näher an den Feind herankam , vor allem Handgranaten eingesetzt hat,weil die überlebenden Schützen des Feindes unter den zerstörten LKW

    lagen und eine besondere Gefahr für die Partisanen darstellten.

    Schöne Grüße

    Neretva

    Hallo Darko,

    leider können wir in diesem Forum nicht in unserer Muttersprache korrespondieren. . Dein Deutsch ist aber sehr gut.

    Über den Versuch der Verbrennung einige Leichen der Gefallenen,habe ich keine Dokumente aus den slowenischen Quellen gesehen. Ich habe aber immer wieder von den ehemaligen Partisanen,die an der Aktion teilgenommen haben,.gehört, das man es versucht habe, die Leichen der Gefallenen zu verbrennen.Angeblich gelang dies aber nur unvollständig. Keine der Teilnehmer sprach jedoch von der absichtlichen Schändung der Leichen, wie es oft in verschiedenen "Medien " berichtet wird.

    In dem Buch " Karstjäger " von Sergio Corbatti und Marco Nava sind auf der Seite 120 Fotos abgebildet,die von der Bergungseinheit der SS Polizei und "Karstjäger "am nächsten Tag auf dem Kampfgelände aufgenommen wurden und da kann man deutlich erkennen,das die Leichen der Gefallenen starke Verbrennungen aufweisen, Auf einem der Fotos sind die Leichen der Gefallenen auf der Ladefläche eines LKW's abgebildet, die neben einander liegen, zum Teil mit Ästen zugedeckt sind und Verbrennung- Spuren aufweisen. Die Frage die sich hier stellt ist, weshalb bedeckte man die nackte Leichen mit den Ästen ?

    Die beiden Buchautoren sprechen in den Kommentaren zu den Fotos von " makaberen Spektakel " der sich der Rettung-und Bergungseinheit der "Karstjäger " am Tag nach dem Kampf , am Ort des Geschehens geboten hat. Nur an einer Stelle erwähnen sie verbrannte Leichen der gefallenen Polizisten, wobei sie offen ließen ob sich bei den Verbrennungen um die Folgen des Kampfes handelt.

    Bei meinem Gespräch mit dem SS-Ostuf. E.Kühbandner 1972 in seinem Haus in Rosenheim , sagte mir dieser, dass man es versucht hat die toten Italiener zu verbrennen, aber das wohl misslungen sei. Von absichtlichen verbrannten deutschen Polizisten sprach er nicht.

    Ich gehe mit dir einig,dass man es versuchen muss unwiderlegbaren Beweise für die Behauptungen vorzulegen, um historisch korrekt ein Ereignis zu dokumentieren.

    Inzwischen gibt es keinen lebenden Zeugen des Kampfes in Dovce am 2.2.1944, mehr, aber mit große Wahrscheinlichkeit besitzen , die Nachkommen der ehemalige Partisanen die am Kampf teilgenommen haben noch Fotos und Aufzeichnungen. Man muss diese nur finden und das ist jetzt nach so vielen Jahren nicht einfach.

    Der Bericht der Partisanen halte auch ich für authentisch. Es gibt, oder es gab wahrscheinlich auch einen Bericht der deutschen Offiziere die den Kampfplatz am nächstem Tag aufgesucht haben und dort

    den "Tatort " besichtigten und fotografierten.Dieser Bericht kann zumindest als Abschrift in deutschen Archiven zu finden sein. Das Original haben möglicherweise die Partisanen oder die Alliierten

    nach der Einnahme von Triest wo sich die Kommandostellen der Wehrmacht und der SS befanden, sichergestellt. So kann es durchaus möglich sein, dass ein solcher auch in englischen Archiven zu finden sei. Übrigens gaben die Autoren des Buches " Karstjäger " den namen der Person, die die Fotos über den Kampf in Dovce zur Verfügung gestellt hat mit " Schulze " an.

    In dem Buch " Karstjäger wird die Zahl der gefallenen italienischen Faschisten mit 48 und die Zahl der gefallenen deutschen Polizisten mit 34, angegeben.Weiterhin gab man an,dass ein Italiener schwer verwundet entkommen ist !

    Mit der " Forschung " in dieser Angelegenheit, begann ich bereits als Schüler 1957. Damals war es nicht einfach Informationen von den Teilnehmern der Aktion in Dovce zu bekommen. Ganz besonders nicht für einen jungen Mann, der zu den Opfern der anschließenden Deportation nach Deutschland gehörte. Außerdem konnte solche "Neugier " zu Problemen mit den damaligen Behörden führen. Es gibt noch einige offenen Fragen zu diesem Komplex, die man klären sollte. Ich werde weiter " forschen " und vor allem versuchen an die Dokumente aus der deutschen Archiven zu kommen.

    mit den besten Grüßen

    Neretva

    hallo Darko,

    ich glaube, ich habe das schon geschrieben, aber vielleicht noch einmal. Ich bin aus Komen ,Slowene und lebe jetzt über 58 Jahre in den " so genannten " Westen !

    In Komen lebten nach dem Krieg über 25 ehemalige Partisanen die an der Aktion in Dovce teilgenommen haben, unter anderen einer meiner näheren Verwandten , mehrere Nachbarn und auch einer meiner

    damaligen Lehrer.

    Ich war übrigens der jüngste der aus Komen am 15.2.1944 deportierten Menschen, gerade 4 Wochen alt. Das war und ist immer noch mein Hauptmotiv, weshalb ich in der Sache recherchiere .

    Es geht mir nicht nur um die historischen Fakten ,sondern auch schlicht und einfach um die Wahrheit.Außerdem führe ich seit einigen Jahren zusammen mit Freunden aus München und Graz

    Interessenten " Auf den Spuren der slowenischen Partisanen " ! Das sind Menschen,die sich aus verschiedenen Gründen für den Widerstand des Slowenischen Volkes gegen Okuppator interessieren und Museen ,Denkmäler und Erinnerungsstätten der NOB eine Woche lang in Pfingsten in Slowenien besuchen. Bei Interesse kannst du gerne Dokumentation über diese Fahrten von mir erhalten. Soviel dazu.

    Das handschriftliche Aufzeichnung über die Einlieferung der gefallenen Faschisten und deutschen Polizisten in das Krankenhaus in Triest, besagt lediglich,dass 27 deutsche Soldaten, die am

    2.2.1944 in Dovce gefallen sind, dort eingeliefert wurden. Nach der Aussage von E.Kühbandner wurden bei der Bergung der Leichen auch die politischen Gefangenen aus dem Gefängnis in Triest

    eingesetzt, Diese berichteten dann, dass von einigen Toten nur wenige Überreste vorhanden waren und man nicht von vollständigen Leichen sprechen konnte.Die Gefangenen mussten ohne Handschuhe diese Reste zusammensuchen und man gab ihnen später einen Desinfektionsmittel für die Hände. Darüber berichtete mir ein Teilnehmer diese " Bergungsaktion " der in Triest inhaftiert war.Demzufolge kann man annehmen das nur die Leichen der Toten,die man identifizieren konnte in das Krankenhaus eingeliefert wurden.Der Beweis dazu wird man aber kaum noch erbringen können.

    Zu deiner Information , mir ging es bei meinen Recherchen nie um die " historisch fundierte Nachweise " der einzelnen Sachverhalte dieser Partisanen Aktion, sondern vielmehr darum

    der Wahrheit über das Geschehen näher zu kommen. Indem ich alle Quellen die ich erreichen konnte und mir etwas über das Geschehen an diesem für meine Familie und andere Bewohner von Komen und umliegenden Dörfer, tragischen und Folgenschweren Tag, erzählen konnten, gewann ich die Überzeugung das dieser Aktion der Partisanen unsere Leben entscheidend beeinflusst und verändert hat.Das galt aber auch ganz besonders für die Teilenehmer der Aktion, die nach dem Krieg unter ihren Mitbürger leben und arbeiten mussten, die diese Aktion strikt ablehnten.

    Nun hoffe ich du kannst den Unterschied zwischen den militärisch- .historischen Interesse der Mitglieder diesen Forums an der Aktion in Dovce und meiner Suche nach der Wahrheit verstehen. Selbstverständlich war, und bin auch ich an der Exaktheit der Beweise und Glaubwürdigkeit der Aussagen interessiert, aber ich bestand nicht immer bei Recherchen darauf und war oft dankbar,dass man mir überhaupt etwas erzählte. In meiner späteren Berufstätigkeit war ich auf die Genauigkeit und überprüfbare Wahrheit der Aussagen angewiesen, bei der Sache ,die aber

    meine Kindheit und die Jugend entscheidend beeinflusste, kam es mir nicht immer darauf an.

    Über den Befehl von Politkommissar , den Gefallenen alle brauchbare Kleidung,die nicht zu sehr verunreinigt und durchlöchert war, sowie die Schuhe auszuziehen , erzählten mir die Teilnehmer der Aktion persönlich.Auch habe ich später Frauen gesprochen, die dann diese Kleidung in Gabrovica gewaschen haben. Über die versuchte Verbrennung der deutschen Polizisten, die aber nur zum kleinem Teil gelungen ist , erzählte mir der ehemaliger Partisan ,der als erster in den FIAT Panzerwagen ( Blinda ) eindrang. Er war damals 18 Jahre alt und billigte einige der Befehle des Kommandanten und des Politkommissars nach dem Kampf nach seiner Aussage nicht. Zwar war die Wut über eigene Opfer bei allen Beteiligten groß, aber das rechtfertigte einige Handlungen

    an den Verwundeten und den Toten des Feindes nach seinen Worten nicht. Diese Meinung hörte ich auch von anderen Teilnehmern des Kampfes. Einer war bis zu seinem Tod ein enger Freund meines älteren Bruders der In Komen lebte. Die Partisanen waren nach fünf Stunden Kampf, der ihnen trotz der günstigen Bedingungen alles abverlangte, ermüdet , mussten sich aber an der Bergung der brauchbare Gegenstände , wie Waffen, Kleidung,Munition und Kriegsbeute , ebenso beteiligen, wie an der Versorgung der eigenen Verwundeten.

    Außerdem haben viele befürchtet, dass es aus Triest unter Umständen doch noch Hilfe für den inzwischen bereits besiegten Feind eintreffen könnte. Die Euphorie über den Erfolg , hielt sich nach Aussagen einige Teilnehmer in Grenzen. Sie alle hatten in umliegenden Dörfern Angehörige und Verwandten und konnten sich ausrechnen, das der Feind Vergeltung für die Partisanenaktion

    üben wird.General Kübler und die SS -Führung unter Globocnik in Triest waren für ihre Brutalität bei den Vergeltungsaktionen gegen die Angehörigen der " Banden " bekannt .Bereits während der Italienischen Okuppation und später als in September 1943 die Wehrmacht den " Zepter " in Adria Küstenland übernahm wurden viele Aktivisten und Unterstützer der NOB getötet und deportiert. Über 150 aus dem Karstgebiet kamen in die deutsche Konzentrationslager.

    Übrigens dürften die Teilnehmer der Aktion in Dovce nicht nur unmittelbar nach dieser mit der Bevölkerung darüber sprechen, das galt auch nach dem Krieg bis in die 90 Jahre des vorigen Jahrhunderts.Dafür sorgte unter anderem die " Zveza Borcev " ( Bund der Kämpfer der NOB ) in der viele der ehemaligen Partisanen bis zu ihrem Tod organisiert waren.

    Schöne Grüße

    neretva

    hallo,

    in den " Corona -Zeiten " sind die Recherchen bei denen Reise notwendig sind, nicht ganz einfach durchzuführen.

    Es gibt kein Zweifel dass bei der Aktion am 2.2.1944 in Dovce zwischen Rihenberk und Komen 36 deutsche Polizisten gefallen sind.

    Nicht weniger und nicht mehr ! Man kann natürlich den Partisanen auch Propaganda zum eigenem Vorteil vorwerfen,aber in diesem Fall gibt es keine Zweifel,den die am Überfall

    beteiligten Partisanen erzählten über viele Jahre von diesem Kampf und der Anzahl der getöteten Feinde.Zweifel sind zwar immer erlaubt und so würde eine amtliche Liste der Gefallenen

    auch die letzten Zweifel ausräumen. Bei den Italienern existierte eine solche Liste und da kann man erst recht erwarten,das auch die deutschen Stellen eine solche erstellt haben.

    Mit Sicherheit hatte man einen Verzeichnis der Polizisten, die am 2.2.1944 den Befehl erhalten haben, die Kolonne zu begleiten erstellt .Man darf annehmen, dass eine solche Aufstellung sogar einer den beiden gefallenen Offiziere bei sich führte,

    Natürlich ist die Annahme richtig ,dass die Angehörigen der Gefallenen benachrichtigt werden mussten und selbst wenn einige der Opfer durch Feuer bis Unkenntlichkeit entstellt wurden,

    hat man feststellen können um wem es sich bei dem Toten handelt. Der SS Osf, E. Kühbandner erzählte mir bei meinem Besuch in Rosenheim im Frühjahr 1972, dass man sich am "Tatort " den ganzen Tag am 3.2.1944 aufgehalten - und auch am 4.2.1944 noch mit der Bergung der Gefallenen beschäftigt war.

    Ein ehemaliger Partisanenkurrier,der aus Komen stammte und an den Kämpfen um die Befreiung von Triest teilgenommen hat, zeigte mir einmal Fotos ,die Deutschen von dem Kampfplatz in Dovce und

    den Toten aufgenommen haben und die in den deutschen Dienstellen in Triest gefunden wurden, nachdem die Kämpfe in Triest beendet waren. Im vergangenem Jahr suchte die Witwe des ehemaligen Partisanen auf, aber sie fand die Fotos nicht.

    Auch ich habe Aufgrund von Hinweisen, vor einigen Monaten versucht die Informationen aus dem Militärarchiv in Berlin ( dort werden die Personalunterlagen aufbewahrt ) zu bekommen, doch ist das Prozedere nicht ganz einfach. Ein persönlicher Besuch und Antragstellung auf Einsicht der Unterlagen und Dokumenten im Archiv ist zu empfehlen, vereinfacht die Sache erheblich,aber es muss bei der Antragstellung genau angeben werden, wonach man sucht. Das gilt für Privatpersonen, die Historiker, Rechtsanwälte und andere vom Berufswegen interessierten, haben bessere Möglichkeiten.

    Es sind noch mehr Sachverhalte in Zusammenhang mit dieser Aktion nicht ganz geklärt, aber eine vollständige Liste der gefallenen deutschen Polizisten ist auf jeden Fall wichtig und sollte nach Möglichkeit beschafft werden.

    Schöne Grüße

    Neretva

    hallo Darko,

    Du hast recht, eine genau Liste mit allen 36 ( ? ) gefallenen deutschen Polizisten wird nicht einfach zu finden sein. Diese hat aber zumindest unmittelbar nach dem Hinterhalt am 2.2.1944 existiert

    wie mir der Ustf. E.Kühbandner 1974 berichtet hat. Er sagte das alle Gefallenen , trotz der völligen Unkenntlichkeit einige Leichen, die unter einem der Lkw verbrannt sind,bekannt waren. Ich werde mir nun die Mühe machen nach einem genauen Namens-Verzeichnis der deutschen Gefallenen in den Archiven zu suchen, den dann wäre der " Fall " bis auf einige Details,die den Kampf Verlauf und die anschließende Liquidierung der Gefangene betreffen, weitgehend geklärt. Mal sehen, ob das gelingt. Ich werde in Forum über die Recherchen in dieser Richtung berichten.

    Mit den besten Grüßen

    neretva.

    Hallo Fritzjakob,

    danke für die Fotos vom zerstörten Komen. Auf einem ist noch gerade der Eingang zum Hof meines Elternhauses zu sehen, Der Okuppator leistete damals wirklich die "ganze Arbeit " !

    Um 5:00 h morgens am 15.2.1944 kamen zwei Angehörige der Polizei ins Haus und forderten meine Eltern sich innerhalb 15 Minuten auf den Sammelplatz vor dem Bürgerhaus einzufinden.

    Nur das Notwendige dürfte mitgenommen werden. Dort waren schon sehr viele verängstigte Menschen und warteten auf weitere Anweisungen der Polizei und des Militärs.Ein Glück für alle war der katholische Pfarrer des Ortes Komen , Viktor Kos der fließend Deutsch sprach. Er war bereits in WK I Kurat an der Isonzo Front.Auf der Frage , was jetzt mit den Menschen geschehen wird, antwortete ihm ein SS -Offizier wörtlich : " Ihr werdet unsere Erde düngen " ! Das ist auch der Titel des Buches das die Erinnerungen der Deportierten über ihre Zeit in der Verbannung in Deutschland beschreibt.

    Der Pfarrer Viktor Kos der postum Ehrenbürger des Ortes Komen wurde, und dort auch auf dem Dorffriedhof ruht,beschreibt in diesem Buch seine persönliche Erinnerungen an die Zeit in dem Übergangslager Neumarkt in Oberpfalz, wo er bis zu der Befreiung durch US Armee als Priester und Betreuer für die dort Inhaftierten tätig war. Ganz besonders hob er in seinen Erinnerungen die Rolle des katholischen Pfarrers vom Neumarkt vor, der nach Kräften die Inhaftierten soweit dies möglich war, unterstützte, indem Ihnen durch konspirative Wege und Aktionen Nahrung und Medikamente ins Lager schmuggelte. Der Pfarrer von Neumarkt wurde 1991 von Republik Slowenien wegen seiner Verdienste um die Deportierten Slowenen aus dem Karstgebiet mit dem höchsten Verdienstorden Sloweniens ausgezeichnet..Alle arbeitsfähigen Deportierten wurden aus dem Lager Neumarkt auf die Bauernhöfe, Fabriken und andere Arbeitsstätten in Bayern verteilt.Nur die Kranken und alten Menschen sind dort verblieben und viele starben auch in dem Lager. Gedenktafeln aus Bronze mit den Namen der Deportierten ,die von der Bundeswehr 1958 errichtet wurden ,erinnern an ihren tragischen Schicksal.Viele Deportierten ging bei ihren neuen "Arbeitgebern " gut aber die meisten wurden schlecht behandelt, da der Grund ihre Deportation allgemein bekannt war.

    Meine Familie wurde einem Großbauern in Eichstätt zugeteilt und dort wurden wir ,fünf Personen ,zunächst in einen Hühnerstall untergebracht, wechselten aber schon nach kurze Zeit in eine kleine Nebengebäude das sogar beheizt wurde.Auf dem Hof arbeiteten auch Zwangsarbeiter aus Polen und die französischen Kriegsgefangenen. Der Bauer war ein überzeugter Nationalsozialist, behandelte die Leute streng aber gerecht. Es wurde hart gearbeitet, aber die Menschen erhielten eine Entlohnung durch den Arbeitsamt in Weissenburg und auch die Ernährung war ausreichend.

    Einige Deportierte unterhielten noch lange nach dem Krieg regelmäßige schriftliche Kontakte zu ihren deutschen " Arbeitgebern " ! Der Inhaber der "Eder Brauerei " in Großostheim bei Aschaffenburg versorgte seine "Ehemaligen " sogar zu Weihnachten mit Paketen mit Lebensmitteln, die damals in alliierten Zone B bei Triest fehlten.

    Wie überall gab es damals und es gibt auch heute gute und weniger gute Menschen.

    Ganz gleich was heute über die Operation der Partisanen am 2.Februar 1944 bei Komen gesagt und geschrieben wird, diese war für damaliger Zeit, die einzig richtige Antwort auf den Terror des Okuppators an der slowenischen Bevölkerung.Slowenen gingen nicht wie etwa die Juden mit gesenkten Kopf in den Tod , sondern wehrten sich und kämpften mit allen verfügbaren Mitteln gegen die brutalen Unterdrücker. Junge und ältere Leute organisierten sich in den Widerstandsgruppen der Volksbefreiungsfront und tausende starben für die Freiheit und Unabhängigkeit ihres Volkes.

    Wenn man berücksichtigt was die Alliierten des WK I mit slowenischen Küstenland machten, sie gaben diese nämlich den Italienischen " Siegern " die nie imstande waren in 12 Schlachten die Isonzofront der K.u.K Armee zu durchbrechen.Auch damals kämpften und starben , die Slowenen in den Regimenten der K.u.K in der Hoffnung einmal wieder unabhängig und frei zu sein. Ohne

    der Volksbefreiungsfront in WK II würde es heute keine Republik Slowenien geben, das darf man mit recht behaupten. Es waren die Partisanen die das Land befreiten und jeder das heute etwas anderes behauptet , spricht nicht die Wahrheit.!!!

    Der Preis den die Bevölkerung von Komen und umliegenden Ortschaften für den Sieg über die deutsch/italienische Kolone am 2.2.1944 in Dovce bezahlen musste war hoch, aber in anderen Teilen Sloweniens und des ehemaligen Jugoslawien haben die Menschen nach ähnlichen Aktionen der Volksbefreiungsarmee noch hören Blutzoll bezahlen müssen.Nicht immer wurden die Ortschaften zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert, sondern komplett ausgelöscht, und das ohne Rücksicht auf die Kinder,Frauen und ältere Menschen.Die Verbrechen der 24. SS Division " Karstjäger" oder der 7. freiwilligen Gebirgsdivision " Prinz Eugen " an der Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten waren unvorstellbar.Da gibt es wahrhaftig keinen Raum für die "Verherrlichung " diese Einheiten

    durch heutige Generation.Die Hinrichtung der italienischen Gefangenen am Ort des Kampfes in Dovce bzw. die Erschießung der Verwundeten des Feindes am gleichem Ort mag nach den heutigen Maßstäben und Gesetzen ein Kriegsverbrechen gewesen sein, damals war das nicht nur ein Racheakt für die Verbrechen des Feindes an der slowenischen Bevölkerung ,sondern auch eine

    Notwendigkeit aus Sicherheitsgründen. Das mag man sich jetzt in friedlichen Zeiten kaum vorstellen, aber die Erfahrungen die man am Anfang der Aktivitäten der Volksbefreiungsarmee in anderen teilen Jugoslawien mit freigelassenen feindlichen Soldaten machte, waren in nachhinein dramatisch. Die Soldaten die frei kamen waren später in Kampf gegen die Partisanen wesentlich brutaler und skrupelloser als die anderen Einheiten.Es galt dann die " Regel " die man schon aus biblischen Zeiten kannte. " Auge um Auge, Zahn um Zahn " !

    Kriege sind Verbrechen und die, die sie machen,sind Verbrecher. Das gilt für alle Politiker und auch alle Militärs, mit Ausnahme von Menschen die sich wenn nötig auch mit Waffe verteidigen, um die Freiheit, Menschenwürde und ihre Unabhängigkeit nicht zu verlieren. Über eine Million junge Menschen zwischen 15-35 Jahren verloren in dem Volksbefreiungskampf gegen die Deutschen und ihre Verbündeten aus Italien, Rumänien, Bulgarien, den kroatischen Ustasa,serbischen Cetniks,slowenische Domobranen, Russische Truppen des Genearl Wlasov ,Ukrainer u.a. ihre Leben zwischen Juli 1941 und Mai 1945.Der Preis war sehr hoch und das was im Juli 1941 in Serbien unter der Leitung von Josip Broz -Tito mit 400 schlecht bewaffneten und ausgerüsteten Kämpfern begann, endete mit dem Sieg von über eine Million Partisanen in Mai 1945. das ist keine " Glorie " sondern die nackte und gleichzeitig furchterregende Wahrheit aus dem WK II. Ein hohe Offizier der Engländer der mit einer alliierten Militärkommission beim Titos Stab über ein Jahr lang weilte und die Schlacht an des Sutjeska ( Operation Schwarz ) überlebte, sagte nach dem Krieg .

    Niemals habe ich Menschen gesehen und erlebt, die mit den geringen militärischen Möglichkeiten unter unvorstellbar schweren Bedingungen, wie Hunger, Krankheiten,ständiger Bewegung, Kampf ,Verfolgungen und Folter, so aufopferungsbereit und so hart kämpften wie diese jugoslawische Völker. Wie sehr mussten sie doch ihre Völker und ihr Land lieben um alles das durchzustehen.

    Der ehemaliger Außenminister Jugoslawiens, Spanienkämpfer, Volksheld, Absolvent der Sorbone Universität, Kommandant der ersten proletarischen Division und überzeugter Kommunist, Koca Popovic sagte einmal:

    " Die Deutschen verstehen unser Wesen nicht, sie verstehen unsere Überzeugungen unseren Kampf und unsere Armee nicht, aber was sie am wenigstens verstehen, sind unsere Herzen " !

    mit den besten Grüßen

    neretva

    Hallo Darko,

    wie ich bereits früher erwähnt habe, stamme ich aus Komen,bin dort aufgewachsen , dort in die Schule gegangen und war bei der Deportation nach Neumarkt in Oberpfalz am 15.2.1944

    der jüngster Deportierter.An diesem Tage war ich genau vier Woche alt.Meine Familie bestand damals aus meinem Vater und Mutter sowie zwei 10 und 11 Jahre alten Brüder.

    Wir kehrten wegen meiner Diphtherie Erkrankung ( ich wurde in Krankenhaus in Weissenburg operiert ) erst im August 1945 nach Komen zurück.Ich kannte persönlich alle ehemalige Partisanen aus Komen und umliegenden Dörfern,die an dem Hinterhalt auf die deutsch/italienische Kolone am 2.Februar 1944 teilgenommen haben, persönlich. Drei davon wohnten in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Hauses in Komen.

    Diese ehemaligen Partisanen waren jedoch in Bezug auf diesen Überfall nicht besonders gesprächig. Es schien so ob sie von der Organisation der ehemaligen Kämpfer ZBNOV ( zveza Borcev Narodno osvobodilne Vojne - Bund der ehemaligen Kämpfer des Volksbefreiungskrieges ) einen " Maulkorb bekommen haben.Andererseits vertrauten sich natürlich wegen der Ernsthaftigkeit der Angelegenheit einen Jugendlichen nicht an.Erst 1957 konnte ich mit einem der Teilnehmer der damals 18 Jahre alt war und später gefangen genommen wurde und in KZ Dachau landete,

    über den Hinterhalt sprechen.Dieser war maßgeblich an der Ausschaltung des Panzerfahrzeugs FIAT 655 am Ende der Kolone beteiligt und beschränkte seine Erzählung auf dieses Detail.

    In gleichem Jahr fand im Herbst in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Kampfstätte ( ca 100 m ) entfernt eine Treibjagd an der auch ein Volksheld des Befreiungskrieges teilgenommen hat. Bei dieser Jagd

    war ich als Treiber und Träger des Kleinwildes beteiligt. Mein Vater leitete damals diese Jagd.In der Pause als ein kleiner Imbiss eingenommen wurde, unterhielten sich einige der Teilnehmer der Jagd

    über den damaligen Kampf an dieser Stelle, über den Kommandanten Anton Sibelja-Stjenka und über die gefallenen Partisanen.Im wesentlichem sprachen sie über den erbitterten Widerstand der deutschen Polizeiangehörigen , über die beiden gefallenen Offiziere und auch über die hervorragende persönliche Leistung von A,S, Stjenka beim Ausschalten des Fiat Panzerfahrzeugs.

    Mein Interesse an diesem für die Bewohner von Komen und umliegenden Ortschaften, schicksalhaften Ereignis, war auch deshalb sehr groß , weil es darüber sehr widersprüchliche " Gerüchte " gab.

    Diese betrafen sowohl das Ereignis selbst, wie auch die daraus resultierenden Folgen für die Bevölkerung und die Behandlung der Angelegenheit durch die kommunistischen Organe nach dem Krieg.

    Nachdem ich 1961 Jugoslawien verlassen habe und mit Unterbrechungen in BRD lebte und hier bei der US- Streitkräften beschäftigt war, erhielt ich die Möglichkeiten auch Nachforschungen in Deutschland anzustellen.Diese waren zunächst nicht sehr ergiebig. Erst nach dem Gespräch mit dem ehemaligen Angehörigen der Division " Karstjäger " Erich Kühbandner aus Rosenheim im Jahre 1974 ( dieser war am 3.2.1944 mit einer Karstjäger-Abt. am Ort des Kampfes in Dovce ) und dem Angehörigen der Partisaneneinheit der die Fotos nach dem Kampf machte,war es mir möglich,

    Einzelheiten darüber zu erfahren.An Dokumente oder schriftlichen Berichte von der Seite der Volksbefreiungsorganisationen zu kommen, war für mich in damaligen Jugoslawien nicht möglich.

    SS Mann Erich Kübandner erzählte mir jedoch das am " Tatort " alles genau dokumentiert und fotografiert wurde, weil es eine Anweisung dazu gegeben hat.Er erzählte mir auch, dass die Bergung der sterblichen Überreste der Gefallenen durch die männliche Insassen der Gefängnisse aus Triest erfolgte, Dieser Mann war in seinen Aussagen sehr genau, konnte sich aber nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Dazu muss ich auch bemerken, dass ich mich damals mehr für die persönliche Schilderungen der an dieser Aktion Beteiligten interessierte als für die schriftlichen Beweise.Grundsätzlich hielt ich mich nicht nur bei diesen Recherchen, sonnst auch bei anderen Nachforschungen in Bezug auf den Volksbefreiungskampf in Jugoslawien an den Grundsatz :

    " Nicht ist es so wie es erscheint " !

    Nach meiner Meinung gibt es auch in deutschen Militärarchiven noch schriftliche Aufzeichnungen über diesen Überfall in Dovce bei Komen,man muss sie nur finden.Bei der Gründlichkeit die deutschen Polizei-und Militärstellen damals zu eigen war , kann man das ohne weiteres voraussetzen. Zwar haben die Partisaneneinheiten bei Einnahme von Triest , wo sich damals die meisten Kommandostellen des OAK ( Operationszone Adriatisches Küstenland ) befanden, sehr viel Unterlagen und Dokumenten in die Hände bekommen, aber diese wurden bis heute nur eingeschränkt veröffentlicht. Es ist verständlich das die genau Zahl der gefallenen deutschen Polizeiangehörigen erst dann für die meisten Mitglieder dieses Forums " amtlich" ist " wenn ein Dokument der damaligen Kommando -und Personalstellen vorliegt.Man muss davon ausgehen, dass es für die später gefallenen Polizisten einen " Marschbefehl " mit allen Namen gegeben hat und ebenso gibt es sehr wahrscheinlich "irgendwo " eine Liste der Benachrichtigungen für die Angehörige der Gefallenen. Obwohl einige der Opfer bis Unkenntlichkeit verbrannt und deshalb nur schlecht identifizierbar waren

    ändert nichts an der Tatsache, das man damals genau festgestellt hat, wer in diesem Kapf gefallen ist. Der SS Ustuf. E Kühbandner sagte das man auch ohne Erkennungsmarken genau die Namen der Gefallenen festgestellt hat. Er erstattete damals nach seinen Worten persönlich den Bericht über die Untersuchungen am Ort des Kampfes sowohl dem General Kübler wie auch SS -Gruppenführer Odilo Globocnik.

    Mit den besten Grüßen

    neretva

    Hallo Offiziersenkel,

    da hast Du völlig recht,Partisanenkrieg war erbarmungslos und es sind auf beiden Verbrechen verübt worden.

    Bei dem Hinterhalt der Partisanen am 2.Februar 1944 dauerte der Kampf deshalb solange ( zwischen 4-5 Stunden ) weil einige Angehörigen des Polizeibataillons

    erbitterten Widerstand aus einer Sandgrube leisteten, und kein Partisan ohne Risiko getroffen zu werden, nah genug an die Sandgrube herankam.Man hat mit den Handgranaten versucht,jedoch ohne nachhaltigen Erfolg.Erst nachdem einen der Partisanen gelungen ist aus einer erhöhten Position am Berg die Sandgrube einzusehen ,konnte dieser mit gezielten Gewehrschüssen die letzten beiden

    überlebenden deutschen Polizisten ausschalten. So die Schilderung der Partisanen die am Kampf teilgenommen haben.Drei der gefallenen Partisanen wurden aus dieser Sandgrube getötet,einer davon war ein Maschinengewehr Schütze, der beim Versuch einer Handgranate auf die Sandgrube zu werfen seine Deckung verließ und dabei tödlich getroffen wurde. Einer der teilnehmenden Partisanen, erzählte auch das bei der Durchsuchung der gefallenen deutschen Polizisten festgestellt wurde, da diese kaum mehr Munition für ihre Waffen hatten.

    Am Anfang des Kampfes hätte eine kleine Gruppe der deutschen Polizisten versucht auf der Südseite des Hinterhalts einen Gegenangriff auf die gegenüber liegende Partisanenstellung, jedoch ohne Erfolg. Die Feuerkraft der Angreifer war einfach zu stark.Die meisten Angehörigen der deutschen Polizeieinheit und die italienischen Hilfskräfte waren bereits nach weniger als 30 Minuten gefallen.

    Die Ausschaltung des Fiat 655 -Scudatto- Panzerfahrzeuges und der geschilderte Kampf mit einigen wenigen Überlebenden der deutschen Polizeieinheit dauerten dann aber noch fast drei Stunden .

    Zwar hatten die Angreifer fast alle taktisch-startegischen Vorteile auf ihrer Seite, aber bei den deutschen Angehörigen der Polizeieinheit,handelte sich um Männer mit Erfahrung in " Bandenkrieg "

    mit den besten Grüßen

    Neretva

    hallo Fritzjakob,
    der Artikel ( 74 Jahre der Vertreibung ) das Du uns beigefügt hast erwähnt auch wieder die angebliche Schändungen der Leichen der gefallenen Polizisten und der italienischen Hilfskräfte.. Das wird immer wieder " hervorgebracht " obwohl es offensichtlich
    nie stattfand. Auch der überlebender Partisan V.Gomezil der die Erschießung der Gefangenen als barbarischer Akt bezeichnet hat ,erwähnte die Schändung der Leichen nicht.
    Die heutige neoliberale Propaganda benutzt gerne diese nicht nachweisbaren Akte der Unmenschlichkeit um die damaligen Teilnehmer der Aktion und insbesondre ihren Kommandanten zu verunglimpfen.
    Der Rest des Artikel ist neutral geschrieben und erinnert lediglich an damalige Ereignisse nach dem Überfall in Dovce. Bei den Gedenkveranstaltungen gibt es jährlich zwei verschiedenen. Eine die von dem Bund für die Werte des Befreiungskampfes, direkt an Denkmal in Dovce ( Ort des Überfalls ) , und die, die von der Gemeinde Komen in Erinnerung an die Vertreibung veranstaltet wird.
    Ich habe persönlich schon einige male an den beiden teilgenommen ,und wunderte mich danach nicht schlecht darüber, was da ,vorbei an den Tatsachen und der Wahrheit oft erzählt wird.

    Grüsse
    neretva

    Hallo Fritzjakob,
    die Bevölkerung der Orte,die nach der Vergeltungsaktion nach Deutschland deportiert wurde, war in der Meinung über die Notwendigkeit dieser Aktion der NOV bis in die Nachkriegsjahre gespalten.Die,die alles verloren haben, und deren Angehörigen in Deutschland verstorben sind,
    befürworteten, aber lehnten die Aktion auch ab.Dazu muss man auch berücksichtigen,dass ein großer Teil der Partisanen,die an der Aktion teilgenommen haben aus den zerstörten Ortschaften stammten.
    Vor allem die Teile der christlichen Bevölkerung lehnten die Aktion aus religiösen Gründen ab.Überwiegend war jedoch die Zustimmung groß. Die Menschen haben so viele Gräuel -Taten des italienischen und deutschen Okuppators erlebt, das sie jede erfolgreiche Aktion der Volksbefreiungsfront in positivem Licht sahen. Es waren nicht die Waffen, die oft Erfolge ermöglichten, sondern der abgrundtiefer Hass und der Wunsch nach Vergeltung, In der Zeit vom 1947 - 1960 wurde der Überfall am Jahrestag einiger Male von der Volksarmee Jugoslawiens " nachgespielt " aber eher in einer unrealistischen und sehr einseitiger Form. Ich selbst war einmal als Kind bei diesem " Kriegstheater" als Zuschauer anwesend.
    Schaut man sich die vielen zivilen Opfer ,die heute auf Denkmälern für NOB ( Volksbefreiungskampf ) eingetragen sind, und als Erinnerung an diese schreckliche Zeit dienen, dann kann man besser versteh, was sich damals in slowenischen Küstenland aber nicht nur dort abgespielt hat.
    Das slowenische Volk ist auf den Befreiungskampf der Partisanen stolz, obwohl es heute wieder Stimmen aus den gleichen Kreisen wieder gibt, die auch in der Zeit vom 1941-1945 auf der Seite des Okuppators standen, Diese versuchen diesen Kampf in negatives Licht zu stellen.
    Diese sind auch, die gerne die Volksschule in Komen, das den Namen von Anton Sibelja-Stjenka trägt, wieder umbenennen möchten.Nicht umsonnst lautet in der letzten Strophe der ehemaligen Nationalhymne Jugoslawiens " Verflucht sei der Verräter des eigenen Volkes "!
    Noch einige Zeile zu der Erschießung der gefangenen Italiener wie diese vom Überlebenden Partisanen V. Gomizel der nach Australien emigrierte erzählt wird.In der Anfangszeit des Volksbefreiungskampfes haben die Partisanen, öfters Gefangenen freigelassen, weil sie diese nicht versorgen konnten.Diese wurden in nachhinein wesentlich aktiver in der Verfolgung von Partisanen als zuvor. Darüber gibt es sehr viele Dokumente, die das belegen.
    Mit den besten Grüßen
    neretva

    <p>hallo Finigranofil,</p>


    <p><strong><u>eindeutig, es liegt im vorleigendem Fall eine Verletzung der Ethik, so wie Du das verstehst ,vor !</u></strong></p>


    <p>Slowenische Partisanen von Okuppator als Banditen bezeichnet,machten nur selten Gefangen.Sie hatten keine &quot;Infrastruktur &quot; diese zu versorgen, wie etwa die Einheiten der Volksbefreiungsarmee in Bosnien oder Serbien.</p>


    <p>Die Freilassung der italienischen Gefangenen, dei sich in Dovce ergeben haben,w&uuml;rde eine extreme Gef&auml;hrdung alle an dieser Aktione beteiligten Partisanen bedeuten. Das rechtfertigt aber &nbsp;nach moralischn und ethischen</p>


    <p>Grunds&auml;tzen die Erschie&szlig;ung der&nbsp;Italiener&nbsp;trotzdem nicht. Wir k&ouml;nnen die damaligen Umst&auml;nde nur schlecht beurteilen, und die&nbsp;Verbrechen des Okuppators an der Bev&ouml;lkerung des Adria K&uuml;stenlandes als Vergeltung f&uuml;r Partisanenaktionen, waren auch durch kein internationales Recht gedeckt.Dieser Forum besch&auml;ftigt sich mit den historischen Fakten die nach M&ouml;glichkeit&nbsp; durch entsprechenden Beweise unterlegt werden sollten, und nicht durch die emotionellen und philosophischen Empfindungen der Teilnehmer. Das habe ich inzwischen so verstanden.&Uuml;brigens in der Zeit als ich die Grundschule in Komen besuchte und zwar in der Zeit von 1950-1958 war unsere Schule in Komen und sp&auml;ter in Sveto nicht nach Anton Sibelja -Stjenka benant .</p>


    <p>F&uuml;r mich pers&ouml;nlich waren immer die Erz&auml;hlungen, der Teilnehmer an der Partisanenaktion aus Ort Komen massgebend.Was ein studierte Rechtsanwalt schrieb,war es entsprechend politisch &quot; gef&auml;rbt &quot; und nicht unbedingt autentisch.Davon gehe ich aus. Auf keinen Fall war auch die Verbrennung der Leichen der Gefallenen, von der viele der Teilnehmer mit Abscheu berichtet haben, ethisch zu rechtfertigen.Anton Sibelja-Stjenka wurde mir von meinem Vater,der ihn sehr gut kannte,als ein Mann bezeichnet der Italiener, die bei uns seit 1918 als Besatzer galten,grundtief hasste. Er erlernte zwar seinen Beruf in Triest, aber das &auml;nderte an seiner Einstellung gegen&uuml;ber den Italiener nichts.So verstehe ich dann auch seine Handlungsweise in Dovce am 2.2.1944.</p>


    <p>Gr&uuml;sse</p>


    <p>neretva</p>


    <p>&nbsp;</p>


    <p>&nbsp;</p>

    Hallo Filigranofil,
    Im Jahre 1972 sah der ehemalige "Karstjäger " E.Kübandner schon etwas anders aus. Er zeigte mir damals einige Fotos aus der Zeit des Krieges, aber im wesentlichem über seine Dienstzeit bei der 7.freiwilligen SS- Gebirgsdivision " Prinz Eugen ".Auf diese Zeit war er nach meinen Aufzeichnungen besonders " stolz " !
    Wie es ausschaut sind wir beide Slowenen, und beide auch an unsere Geschichte besonders interessiert. Der Vorteil den vielen deutschen und anderen Freunden in diesem Forum ist, dass wir die Dokumenten und andere Unteralgen auch in slowenischer Sprache lesen können.
    Trotzdem ist es mehr als erstaunlich, wie groß der Interesse und die Kompetenz der Teilnehmer in diesem Forum ist, die sich mit " Trauerakt Comeno " beschäftigt haben, und viele Dokumente und Fotos zusammengetragen haben.
    Inzwischen habe ich auch das Buch von Virgil Gomezil " Moje Zivljenje " in slowenischer Sprache gelesen ( ist im Forum vorhanden ) und feststellen müssen, das dem Autor viele Fehler bei der Darstellung verschiedene Inhalte unterlaufen sind. Das mag an der langen Zeit
    zwischen 1943 und der Buch- Herausgabe liegen.
    In Bezug auf seien Teilnahme an der Aktion der Partisanen am 2.2.1944 in " Dovce " zwischen Ortschaften Komen und Rihemberk verwechselt er unter anderem das Geburt - und Wohnort des Kommandeurs Anton Sibelja -Stjenka. Dieser wurde in Tomacevica und nicht in Mali Dol geboren ,und wohnte dort auch bis zu seinem Eintritt in die Volksbefreiungsarmee. Die beiden Ortschaften sind einige Km von einander entfernt. Auch seine Angaben über die Zahl der Fahrzeuge die, die deutsch-italienische Kolone bildeten stimmt nicht. Er spricht in seinem Buch von zwei LKW und einem gepanzerten Fahrzeug sowie von einem Pkw. Beteiligt waren es aber zwei gepanzerten Fahrzeuge ,drei LKW und ein Pkw. Er schreibt auch wörtlich über die " barbarische " Hinrichtung der 12 ( nicht 11 ) Italiener die sich ergaben, beschreibt aber diese nicht näher.
    Die Zahl der gefallenen Partisanen gibt er mit fünf an, es waren aber tatsächlich 8. Sieben am Kampftag und ein Partisan starb an den Verletzungen, die er im Kampf erlitt, am nächstem Tag. Erstaunlicherweise erinnert er sich aber an die Namen einige gefallenen Partisanen.
    In seinem Buch stellt er auch die Schilderung in Frage, dass ein italienischer Soldat , schwer verletzt aber lebend nach Komen entkommen sei? Es ist möglich, dass er das damals überhaupt nicht mitbekommen hat, weil er mit anderen Sachen beschäftigt war.
    Auch in Schilderungen über seinen Aufenthalt auf dem Gefangenen Insel " Goli Otok " sind ihm einige leicht nachweisbare "Irrtümer " unterlaufen.
    Das ist keine persönliche Kritik des Autors des Buches, den für seine " Erinnerungslücken " mag es nachvollziehbare Gründe haben, sondern nur als Hinweis für die Leser dieses Buches, die alle darin gemachte Angaben als authentisch und historisch richtig, betrachten mögen.
    beste Grüße
    neretva

    im Frühjahr 1972 besuchte ich den ehemaligen SS-Obersturmführer Erich Kübandner in Rosenheim. E.Kübandner war 1944 bei III.Geb.(Karst)Jg.Reg.SS und mit seiner Einheit als erster am 3.februar 1944 in frühen Morgenstunden am Ort des Überfalls in Dovce zwischen den Ortschaften Komen und Rihenberk ( Branik ) Slowenien.Damals war ich bei der US Armee beschäftigt ,was eine Unterredung mit E.Kübandner einfacher machte.Nachdem ich mich als einer der Deportierten der Ortschaft Komen am 15.Februar 1944 vorgestellt habe,wenn auch damals noch in "Baby" Alter von 1 Monat,war Herr Kübandner sofort bereit meine Fragen zu dem Überfall der Partisanen am 2.Februar 1944 zu beantworten. Er betonte jedoch, dass er sich nicht mehr an alles erinnern kann.
    Er sagte die Bergung der gefallenen deutschen Polizeiangehörigen und der Italiener hätte den ganzen Tag am 3.Februar 1944 in Anspruch genommen, und auch am nächsten Tag hätte sich eine Polizeieinheit dort aufgehalten um nach Gegenständen und sterblichen Überresten der Gefallenen zu suchen.Bei der Bergung von sterblichen Überresten der Gefallenen, die zum Teil verbrannt waren, wurden politischen Häftlinge aus Triest eingesetzt Die Schändungen der Gefallenen, wie in einigen Berichten dargestellt, konnte er nicht bestätigen. Viele der Gefallenen wären jedoch die Hosen ausgezogen, und die Schuhe fehlten. Was er merkwürdig fand, dass die Partisanen aber nicht Gefallenen die Mäntel abgenommen hätten, obwohl diese nicht beschmutzt oder durchlöchert waren.. Auch die Mützen und Helme lagen noch am Überfallort .Abgenommen haben die Partisanen den Gefallenen alle Wertgegenstände, und persönliche Dinge wie Ringe ,Uhren ,Schreibgeräte, Taschenmesser, Auszeichnungen, Soldbücher und andere persönliche Dokumente sowie Geldbeutel . Die Erkennungsmarken hätten sie ihnen belassen. An die genaue Zahl der gefallenen Angehörigen der deutschen Polizeieinheit, wie auch an die Zahl der gefallenen Italiener konnte er sich nicht erinnern. Er bestätigte mir, dass er ein umfassendes Bericht über das was dort festgestellt wurde in mehrfacher Ausführung angefertigt hat, und diesen an seine Vorgesetzten weitergab.
    Wie viele Ausfertigung er erstellt hat konnte sich nicht mehr erinnern, meinte aber das es minderst fünf, wenn nicht sogar mehr waren. Es wurden auch Fotos gemacht. Nach seinen Angaben hatte er persönlich mit der Presse nicht zu tun ,und gab auch keine Einzelheiten an die Unbefugten weiter. Die einzelnen Erkenntnisse über den Kampf wurden wie gewöhnlich als geheim eingestuft . Er führte während des Krieges kein Tagebuch, und meinte dazu dieser war auch ohne schrecklich genug. Bevor er zu den Karstjäger kam, war er bei der 7.Geb.JG.Division "Prinz Eugen ". Nach der fast zwei stündigen Unterredung, die in gute Atmosphäre verlief, zeigte er mir stolz noch sein Banden-Kampabzeichen in Gold...!!!


    In verschiedenen Beiträgen in diesem Forum wird immer wieder nach Originaldokumenten aus deutschen Quellen gefragt, Ich besuchte in diesem Jahr das private Kriegsmuseum " Tabor " in Lokve bei Sezana,/ Slovenien Der Inhaber des Museums S.Roze war früher Offizier der Jugoslawischen Volksarmee und sammelt intensiv seit 1950 Waffen, Dokumente ,Kleidung, Urkunden, Munition, Literatur, Auszeichnungen und Orden sowie weitere interessante Gegenstände zu beiden Weltkriegen mit Schwerpunkt "Adria Küstenland " !Die Sammlung ist
    einzigartig und wahrscheinlich die vollständigste die in früheren Jugoslawien zu besichtigen ist, abgesehen davon sollte der Wert der Sammlung bei über 25 Millionen € liegen, wenn man eine solche historische Sammlung überhaupt in Geld bewerten kann.
    Herr S. Roze besitzt neben slowenischen und italienischen Originaldokumenten und Berichten auch welche aus den deutschen Quellen, die sich mit diesem Überfall der Partisanen beschäftigen. Man kann die Unterlagen bei ihm in Museum einsehen jedoch nicht kopieren.
    Die Berichte und Dokumente die in Forum eingebracht wurden und aus verschiedenen Quellen stammen, widersprechen sich in vielen Einzelheiten wie jeder das selbst feststellen kann. Ein Überlebender Teilnehmer an diesem Überfall der damals 18 Jahre alt war, später nach Gefangennahme nach Dachau kam, den Krieg überlebte, berichtete er mir ( kann ich leider nicht durch Beweise belegen ) das auch der Kommandeur der Einheit der Partisanen Anton Sibelja-Stjenka, eine sehr detaillierte und ausführliche Darstellung des Kampfes angefertigt hat.
    Dieser war für seine Genauigkeit und Wahrheitsliebe bekannt. Leider konnte ein solches Bericht bis heute nicht nachgewissen werden, ist aber durchaus möglich, dass es noch existiert .A.Sibelja -_Stjenka ist am 30.4.1945 in Nordslowenien gefallen..
    Neretva

    hallo Fritzjakob,
    gute Idee. Lasse mir bitte dafür zwei Wochen Zeit, im Augenblich habe ich zu wenig Zeit. Noch ein paar Worte zu deinem Thread.
    In Komen selbst gab es weder für die deutschen ,noch für die italienischen Gefallenen eine Trauerfeier nach dem 2.Februar 1944. Es gibt in Komen auch keine Gräber ( offizielle ) der deutschen Soldaten,, die in früheren und späteren Gefechten mit Partisanen gefallen sind. Alle toten Soldaten und Offiziere, die auf dem slowenischen und zum Teil auch kroatischen Karst, gefallen sind, wurden auf Soldatenfriedhof in Opicina ( Italien ) in der Nähe von Triest bestattet. Dieser Friedhof wurde nach Verhandlungen zwischen Deutschland und Italien , lang nach dem Krieg aufgegeben. Die Gebeine der Gefallenen, die dort ruhten wurden auf den Soldatenfriedhof nach Costermano gebracht und dort erneut beigesetzt. " Dovce " ist der Name der Örtlichkeit , wo die Partisanen, die deutsch -italienische Kolonne angegriffen haben.


    Grüße....

    hallo Heinrich,
    die komplette Liste der Namen der gefallenen Deutschen und Italiener ist einer der Fragen, die noch nicht gelöst sind. Eine vollständige Namensliste ist weder in slowenischen noch in deutsche Archiven auffindbar.
    Eine solche Liste wurde zwar nach Angeben eines ehemalige SS-Offiziers für die deutschen Opfer erstellt, aber nicht für die italienische Gefallenen. Die Kolone wurde vor dem Überfall in Ort Komen durch 11 Italiener ergänzt, über dessen Schicksal noch immer keine Gewissheit besteht. Einer in Australien lebender Angehöriger der Partisaneneinheit, der damals gerade 16 Jahre alt war, gab es in seinen schriftlichen Erinnerungen an, dass diese 11 italienischen Soldaten sich ergeben haben und anschließend von Partisanen hingerichtet wurden. Eine ähnlich Aussage ist neben dem Denkmal für die Partisanen ( uf diesem sind alle Namen der gefallenen Partisanen aufgeführt) am Ort des Überfalls in einem Schaukasten zu lesen. Tatsächlich stehen aber die Namen dieser 11 Männer auf keiner Liste, die ich bislang einsehen konnte. Das offizielle Kampfbericht des Politkommissars der Partisaneneinheit, spricht davon, das vor vier deutschen Gefallenen, die sich unter einem Lkw mit der Munitionsladung verschanzt haben, und der durch einen Granattreffer vollständig ausgebrannt ist, nur noch Knochenreste vorhanden waren.
    Die gleichen Angaben machten auch die mit der Bergung der Leichen beauftragten politischen Häftlinge aus dem Gefängnis in Triest, sowie der erwähnte SS-Offizier.
    Dazu noch konkret zu deiner Anregung, die vorhandenen Namen der Gefallenen in Forum zu veröffentlichen. Ich würde das tun, wenn ich absolut sicher bin, dass die Namenslisten, die ich besitze, richtig sind und alle dort aufgeführten
    Gefallenen auch wirklich bei diesem Überfall zum Tode gekommen sind .Das ist im Augenblick noch nicht der Fall, was auch der Grund ist, dass ich mich in diesem Forum gemeldet habe. Mir kommt es allein darauf an alle Fakten überprüfbar zu machen, weil diese für eine Veröffentlichung in einem Buch Verwendung finden sollen. Auch nach 50 Jahren Forschung, können noch Fragen offen bleiben, wenn Wert auf die überprüfbare Wahrheit der Angaben gelegt wird.
    Die Berichterstattung durch Partisanen war aus politischen Gründen nicht immer korrekt und wahrheitsgemäß. Viele Beteiligten waren erst nach vielen Jahren bereit , Aussagen zu machen, und da ergaben sich leider viele Erinnerungslücken.
    Viele Grüße
    neretva

    Hallo Fritzjakob,
    in Kriegen passieren eben solche Sachen und die Folgen für die Zivilbevölkerung sind oft verheerend, wie wir das auch heute noch täglich erfahren müssen.
    Meine Kritik bezog sich nicht gegen die Personen , die Dokumente und Fotos ins Forum gestellt haben ( Darko und Tom ) sondern gegen die ungenau und falsche Angaben auf diesen Fotos, die zum Teil aus offiziellen slowenischen Quellen ( Zbornik slovenskega naroda ) stammen.
    Die Kommentare auf dem Fotos die in diesem Forum zu sehen sind, sprechen von zwei Panzerfahrzeugen und vier Lkw's die beim Überfall vernichtet wurden sowie über 83 Gefallenen des Feindes.
    Richtig ist dagegen: Es wurden zwei Panzerfahrzeuge, vier Lkw's, und ein Personenauto angegriffen und vernichtet. Die Partisanen zählten nach Ende der Kampfhandlung 39 tote deutsche Polizisten sowie 46 tote italienische Hilfspolizisten.
    Sie dokumentierten dies in einem Bericht an eine vorgesetzte Stelle der Volksbefreiungsarmee. Sie erwähnten in diesem Bericht auch das es einem Italiener der verwundet war, die Flucht gelungen ist..Die Zahlen der Gefallenen haben mir auch die ehemalige Angehörigen der Angriffsabteilung der Partisanen, sowie ein ehemaliger Offizier der SS- Gebirgsdivision " Karstjäger " der am 3. Februar 1944 vor Ort war und den Befehl hatte die Toten zu bergen, bestätigt.
    Auf den Fotos und darauf geschriebenen Kommentaren über die Vergeltungsmaßnahme unter dem Codenamen " Ratte" bei dem die Bevölkerung aus fünf Dörfern deportiert wurde, und die Dörfer niedergebrannt wurden, steht überall als Datum, der 10.Februar 1944 was wiederum unrichtig ist. Die Vergeltungsmaßnahme fand , wie ich bereits berichtet habe, am 15.Februar 1944 statt.
    Noch etwas zu besseren Verständnis meiner Ausführungen. Ich beschäftige mich mit dieser Aktion der Partisanen bereits seit 1960 und es ist mir immer noch nicht gelungen alle Fakten zusammenzutragen um eine korrekte und wahrheitsgemäße historische Widergabe dieser Partisanenoperation gegen den damaligen Feind zu präsentieren.
    Schöne Grüße
    neretva

    Hallo, natu 02


    meine wichtigsten Quellen zu Überfall der Partisanen auf die deutsch-italienische Kolone am 2.Februar 1944 in " Dovce " bei Comeno ( Komen ) waren die überlebende Partisanen, die an diesem Überfall teilgenommen haben. Ich stamme aus Komen und bin dort aufgewachsen. Als Vergeltung für diesen Überfall wurde meine Familie zusammen mit den anderen Bewohnern, der umliegenden Ortschaften nach Deutschland ins Übergangslager Neumarkt in Oberpfalz deportiert. Von da aus wurden die Menschen auf verschiedene Bauernhöfe und Fabriken in Bayern zur Zwangsarbeit verteilt. Ich war am Tage der Deportation am 15.Februar 1944 ( und nicht wie in verschiedenen Dokumenten angegeben 10.Februar 1944 ) gerade 29 tage alt.
    In ehemaligen Jugoslawien gab es eine " amtliche " Version, über die Aktion der Partisaneneinheit, die sich jedoch in einigen wesentlichen Teilen von den Erzählungen der teilnehmenden Partisanen unterscheidet.
    Selbst am Ort des Überfalls wo heute ein Denkmal für die gefallenen Partisanen steht, sind auf einer Skizze des Überfalls falsche Angaben über die Zahl und der Reihenfolge der Fahrzeuge die angegriffen und vernichtet wurden, eingezeichnet.
    Die Fotos die nach dem Kampf aufgenommen wurden, stammen zum Teil vom Kommandeur der Einheit der Partisanen, Anton Sibelja -Stjenka, dass auch auf einem der Fotos in diesem Forum neben einem LKW zu sehen ist. Verschiedene "Gerüchte " wonach die Partisanen die Leichen der gefallenen feindlichen Polizisten geschändet haben, sind aus der Luft gegriffen. Richtig ist, das den Gefallenen die Schuhe und Hosen ausgezogen wurden. ( Partisanen haben die Bekleidung dringend benötigt ) und anschließend die Leichen mit Diesel übergossen - und angezündet wurden.
    In mehreren Gesprächen im Jahre 1972 mit einem ehemaligen Angehörigen der SS-Division " Karstjäger, der als erster mit seiner Einheit am Ort des Überfalls war, versicherte mir dieser, dass keine Schändung der Leichen festzustellen war. Auffällig waren nach seinen Worten aber viele Toten mit Kopfschüssen, was auf eine Hinrichtung der Verwundeten durch Partisanen zurück schließen ließ. Diese Version haben auch die überlebende Partisanen nicht bestritten.
    Es werden übrigens inzwischen von den Angehörigen der inzwischen verstorbenen Partisanen, die am Überfall beteiligt waren, Gegenstände aus den Besitz der gefallenen deutschen Polizisten zum Kauf angeboten. Darunter auch die Taschenuhr des Majors Bodo Fass. dass noch voll funktionsfähig ist. Eine "makabre " Angelegenheit meine ich, aber heutzutage zählt der Profit und nicht die Pietät.
    Wenn jemand aus dem Forum noch Fotos aus dem Besitz der ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, die von diesem Überfall zeugen besitzt ,bin ich sehr daran interessiert..
    Für weitere detaillierte Auskünfte über diese Aktion stehe ich gerne zur Verfügung, sofern ich die Informationen dazu habe.
    Viele grüße
    Neretva