Posts by Caldan

    Hallo Viktor. Mein Großvater ist am 22.01.1945 in Litzmannstadt in sowjetische Gefangenschaft gekommen. Er gehörte der 8. SS-Kavallerie-Division an. Sein Truppenteil war die 1. Veterinär-Kompanie. Am 20.04.1944 wurde er zum Unterscharführer befördert. Vorher war er beim Kommando-Stab Reichsführer-SS in Russland. Auch er war tätowiert. Aus seiner Kriegsgefangenenakte geht hervor das er angegeben hat dem Heer anzugehören. Eine weitere Überprüfung scheint es nicht gegeben zu haben. Es ist demnach doch möglich, das sicher wegen der großen Anzahl deutscher Kriegsgefangener eine Prüfung der Angaben nicht durchgeführt wurde.

    Hallo Westermann, anbei die Docs. Wie gesagt die BStU meinte die miese Qualität liegt an dem schlechten Ausgangsmaterial.


    Vielen Dank für die bisherigen Informationen an alle.


    Caldan

    Hallo Westermann, Hallo Franz Josef. Ich stelle die Docs so schnel wie möglich rein. Allerdings werdet ihr wenig Freude aufgrund der beschriebenen Qualität daran haben. Ich gebe mein bestes. Das die Unterlagen vernichtet wurden glaube ich nicht. Eher das sie sich im Bundesarchiv befinden und dort vielleicht noch nicht erschlossen sind?


    Grüsse

    Hallo Eumex, vielen Dank für die Information. Wie gesagt da mein Großvater das Kriegsverdienstkreuz 43 beim "Florian Geyer" erhielt bin ich davon ausgegangen das er nach der Versetzung vom Kdo-Stab direkt in dieser Division gewesen ist. Da "Florian Geyer" erst 1942 aufgestellt wurde habe ich keine Information wo er in der Zwischenzeit stationiert war.


    Interessant bleiben für mich die verfilmten Personalunterlagen. Darüber weiss ich gar nichts obwohl die Staatssicherheit darauf zugriff hatte und mir diese Bruchstückhaft und sehr schlecht lesbar vorliegen. Die Frage ist für mich wo sich diese Unterlagen heute befinden. Seiner Zeit wurden diese Unterlagen im Zentralen Staatsarchiv in Potsdam aufbewahrt.


    Viele Grüsse und Danke.


    Caldan

    Guten Tag.


    Bei der Recherche zum militärischen Werdegang meines Großvaters wurde mir duch die BSTU mitgeteilt, das das die Hauptabteilung XI des MfS der ehemaligen DDR, Unterlagen über meinen Großvater gesammelt hat.
    Aus diesen Unterlagen geht hervor das er im Jahr 1941 dem Kommandostab RFSS angehörte und am 22.10.1941 zur Veterinärkompanie versetzt wurde. Belegt ist das er im Jahr 1943 das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern in der 8. SS-Kavallerie Division erhalten hat. Sein Truppenteil war hier die 1. Veterinär Kompanie, so das ich vermute das er von 1941 bis mindestens 1943 der 8. SS-Kavallerie Division angehört haben muss.
    In russische Gefangenschaft ist er am 22.01.1945 in Lodz (Litzmannstadt geraten).


    Meine Frage lautet daher, ob mir die Mitglieder des Forums behilflich sein können weitere Informationen die Zeit im Jahr 1941 beim Kommandostab RFSS betreffend zur Verfügunng zu stellen.
    Recherchen via Wikipedia o.ä. laufen dabei ins Leere. Mein Großvater hatte während der Zeit beim Kdo-Stab RFSS den Dienstrang SS-Oberschütze.


    Davor im Jahr 1940 gibt er als seine Dienstelle das 7./14 SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment in Weimar Buchenwald an. Ich vermute das er sich in Buchenwald zu Ausbildungszwecken befunden hat.


    Interessant und neu war für mich das die SS vermutlich im Jahr 1941 Unterlagen zu SS-Angehörigen verfilmt hat. In diesen verfilmten Unterlagen taucht auch mein Großvater auf. Leider ist die Qualität dieser Unterlagen bedingt durch die sehr schlechte Qualität des Originalfilms sehr mangelhaft.


    Das MfS hat augenscheinlich den Sachverhalt dann nicht weiter verfolgt so das ich keine weiteren Informationen dazu habe.


    Hat eventuell auch jemand Informationen ob im Januar 45 Kampfhandlungen im Raum Litzmannstadt stattgefunden haben? Verwirren tut mich die Tatsache das mein Großvater in Litzmannstadt im Haus meiner Großmutter in Zivil verhaftet wurde.


    Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

    Hallo Tobias, Hallo Uli, mich interessiert besonders die Kavallerie Division "Florian Geyer" ab 1943. Mein Großvater war in dieser Einheit. Sein Truppenteil war die 1. Veterinär-Kompanie. Es sollte sich somit um die Rolle 738 handeln.


    Beste Grüsse


    Caldan

    Guten Tag Herr Westermann, danke für Ihren Beitrag. Eventuell kann mir im Forum jemand die Frage beantworten ob es sich bei der angesprochenen 8. SS-Totenkopfstandarte um die 8. SS- Kavallerie Division handelt?


    Ich komme bei der Recherche über die militärische Dienstzeit meines Großvaters einfach nicht vorwärts. Allerdings hat mir das Militärarchiv in Freiburg mitgeteilt das mein Großvater als SS-Rottenführer am 09. November 1943 mit dem "Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern" ausgezeichnet wurde.


    Verleihungsdienststelle war die 8. SS-Kavallerie-Division. Sein Truppenteil die 1. Veterinär-Kompanie.


    Mittlerweile habe ich auch die russische Kriegsgefangenenakte erhalten indem mein Großvater falsche Angaben zu seiner Laufbahn gemacht hat. So gibt er an das er 1943 zur Wehrmacht eingezogen wurde obwohl er nachweislich bereits 1940 beim 14. SS-Totenkopf-Infanterie Regiment in Buchenwald stationiert war. Im Januar 1943 taucht er dann bei der 1. SS Veterinär Kompanie auf und im November bei der Kavallerie Division "Florian Geyer".


    Seine Angehörigkeit zur SS verschweigt er gegenüber den Russen und augenscheinlich ist dies von den Russen auch ungeprüft dokumentiert worden.


    Am 20. April 1944 wird er dann zum Unterscharführer befördert.


    Außerdem ist eine Reihe von Lazarettaufenthalten verzeichnet. In Gefangenschaft gerät er lt. russischer Akte am 22.01.45 in Litzmannstadt obwohl Litzmannstadt bereits am 19.01.45 von der Roten Armee eingenommen wurde?


    Leider habe ich nur Fragmente seiner Laufbahn. Die Gebührnisskarte gibt keinen Aufschlu? über den Dienstweg. Helfen könnte der Wehrpass oder die SS Personalakte. Vielleicht kennt jemand eine Möglichkeit an diese zu gelangen?


    Ich hoffe das mir das Forum bei meiner Recherche helfen kann und verbleibe mit den besten Grüssen.


    Caldan

    Hallo. Dann empfehle ich zuerste bei der Deutschen Dienststelle (WAST) anzufragen. Du kannst den Antrag auf der Homepage online ausfüllen. So habe ich es jedenfalls gemacht. Allerdings habe ich die Auskunft erst nach 1,5 Jahren bekommen und ich vermute das es auch jetzt nicht schneller geht.


    Da Dein Großvater bei der Waffen-SS war und diese eine eigene Auskunfstelle unterhielt, diese Akten aber zu Ende des Krieges zu grossen Teilen vernichtet wurden empfehle ich eine Anfrage an das Bundesarchiv Abteilung R.


    Die Bearbeitung meiner Anfrage an das Bundesarchiv hat keine vier Wochen gedauert und die Mitarbeiter dort waren ausserordentlich entgegenkommend.


    Desweiteren lohnt sich eine Anfrage an den DRK Suchdienst in München. Nicht zu vergessen eine Anfrage an die BSTU.


    Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.


    Grüsse

    Hallo Roland, vielen Dank für die ausführlichen Informationen und entschuldigung das ich den Beitrag an dieser Stelle noch einmal gepostet habe.


    Leider habe ich aktuell keine weiteren Informationen über die Militärzeit meines Großvaters außer die Einbürgerungsunterlagen und die SS Gebührniskarte. Auf dieser kann ich aber keinen hinweis auf eine Einheit erkennen. Interessant ist vielleicht der Dientliche Wohnsitz der auf der Karte angegeben ist. Leider kann ich diesen nicht entziffern. Ich poste diese mal im Anhang.


    Wann mein Großvater zur 1. SS-Veterinär-Kompanie gekommen ist und dann zur "Kavallerie Division Florian Geyer" darüber geben die Akten der WAST leider keine Auskunft.


    Ich weiss also nur sicher das er im Jahr 1940 beim der 7./14. SS- Totenkopf-Infanterie Regiment in Weimar Buchenwald als SS-Mann d.R. (ich weiss auch nicht wofür das d.R. steht) stationiert war.


    Dann gibt es erst wieder die Informationen der WAST ab 1943. Ausserdem liegt mir sein Ausweis der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Jahr 1949 vor.


    Die Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern ist sicher nirgends dokumentiert. Insbesondere wäre für mich interessant wofür diese Auszeichnung vergeben wurde. Leider finde ich im Netz kaum Angaben dazu.


    Auffällig für mich war das mein Großvater nach der Entlassung sehr schnell Karriere bei der SED gemacht hat und es in dieser in leitenden Funktionen gebracht hat. Die Hoffnung das das MfS über ihn Informationen gesammelt hat ist deshalb für mich nicht so abwegig. Allerdings ist nach der politischen Wende auch vieles vernichtet worden wie mir die BSTU mitgeteilt hat. Der Antrag auf Akteneinsicht ist gestellt. Die Auskunft kann aber ca. 2 Jahre in Anspruch nehmen.


    Ich habe die Gedenkstätte in Buchenwald und den DRK Suchdienst in München kontaktiert ob dort eventuell weitere Informationen vorhanden sind. Die Antworten stehen noch aus.


    Über seine Militärzeit hat mein Großvater selbst nie in meiner Gegenwart gesprochen bzw. wurde ein einmaliger Versuch sofort von meiner Großmutter unterbunden. Es gibt allerdings einen Hinweis eines Kollegen aus der ehem. SED Bezirksleitung das mein Großvater während der Gefangenschaft für Generalfeldmarschall Paulus als Dolmetscher tätig war, da er als Wolhyniendeutscher sowohl polnisch als auch russisch sprechen konnte.


    Im Nachlass meines Großvaters findet sich eine Vielzahl von Literatur die sich mit dem Thema Konzentrationslager insb. Buchenwald und mit der SS im allgemeinen beschäftigen.


    Im Bildteil des Bundesarchivs habe ich ein Foto entdeckt das ihn im Jahr 1957 als Parteisekretär im Gespräch mit einem Bauern zeigt. Im Text dazu ist er auch mit seinem Namen genannt. Seltsam ist für mich das nach dem Krieg sein Geburtsjahr nicht mehr mit 1918 sondern mit 1917 angegeben wird. Es steht sogar ein falsches Geburtsjahr auf seinem Grabstein.


    Wie gesagt leider sind die Angaben der WAST und des Bundesarchivs sehr lückenhaft. Gibt es eventuell noch eine andere Möglichkeit Informationen über ehemalige SS-Angehörige zu bekommen?


    Mit den besten Grüssen und in der Hoffnung auf die Mithilfe dieses Forums.


    Caldan

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    Hallo Herr Holthausen, danke für die Nachricht. Die WAST Auskunft war leider relativ spärlich da die Waffen-SS während des Krieges eine eigene Auskunftsstelle unterhielt und deren Unterlagen zu Kriegsende zu grossen Teilen vernichtet wurden. Ich hänge die Auskunft mal als Datei an diesen Post.


    Meine Anfrage an das Bundesarchiv ergab Hinweise zur Zugehörigkeit zum SS-Totenkopf Regiment. Hauptsächlich betrifft der Akteninhalt die Einbürgerung meines Großvaters (Einbürgerungsantrag, Einbürgerungsverfügung, Einbürgerungsurkunde, Sachquittungen für Möbel und Hausrat). Mein Großvater stammt aus Wolhynien.


    Ausserdem habe ich die SS-Besoldungskarteikarte und die SS-Gebührniskarte.


    Da mein Großvater im Juni 1940 seine Einbürgerungsurkunde bei der Einwandererzentralstelle in Berlin anfordert und als seine jetzige Anschrift:


    7./14. SS-T.I. Regt. in Weimar-Buchenwald angibt habe ich eine Anfrage an die Gedenkstätte Buchenwald geschickt mit der Bitte um Auskunft welche Aufgabe diese Einheit im Jahr 1940 in Buchenwald hatte.


    Ausserden habe ich eine Anfrage an die BSTU gestellt. Mir wurde mitgeteilt das diese Auskunft einen Zeitraum von zwei Jahren in Anspruch nehmen kann.


    Aus den Unterlagen kann ich entnehmen, das mein Großvater in Buchenwald den Dientrang SS-Mann hatte, dann im Januar 1943 zum Rottenführer und Ende 1944 zum Unterscharführer befördert wurde.


    Ich hoffe sehr das ich noch weitere Auskünfte erhalten werde und bin für jeden Hinweis sehr dankbar.


    Mit den besten Grüßen.