Posts by Gorch Fock

    Hallöle,


    anbei noch ein paar ergänzende Informationen zu den durch Augustdieter bereits genannten Daten:


    Marineartillerieabteilung 201 (M.A.A. 201)
    Am 12. Mai 1940 wurde die Abteilung erstmalig Den Helder unter der 21. M.A.R aufgestellt und dort eingesetzt. Als Folgemaßnahme des Vormarsches der Front in Richtung Frankreich wurde eine Neuorganisation für die Küstensicherung Niederlande erforderlich. Gemäß dem geh. NTB 80/1940 erfolgte die Auflösung des Regiments (21. M.A.R ) im Juni 1940 und es erfolgte eine Umbildung der M.A.A. 201. Der Abteilungsstab verlegte nach Cherbourg und stellte dort die M.A.A 260 neu auf (die Abteilung M.A.A 260 geriet im Juni 1944 vollständig in Gefangenschaft). Der Rest der Abteilung wurde weiterhin in Den Helder eingesetzt. Ein neu gebildeter Abteilungsstab verlegte nach Wijk aan Zee. Im August 1942 erfolgte eine erneuteTeilung der Abteilung in M.A.A. 201 und M.A.A. 607. Die bestehende M.A.A. 201 wurde im November 1944 dem Seekommandanten Mittelholland zugewiesen.


    Abteilungskommandeure:
    Kapitänleutnant M.A. Walther Fichtner ...... 12. Mai 1940 bis 18. Juni 1940
    Korvettenkapitän M.A. Adolf Martin ..... 19. Juni 1940 bis 1. Januar 1942
    Korvettenkapitän M.A. Karl Gerlach ...... 1. Januar 1942 bis 14. April 1942
    Korvettenkapitän M.A. Ernst Werntgen ...... 15. April 1942 bis 10. Februar 1944
    Fregattenkapitän M.A. Carl-Eugen Münzenmaier ...... 11. Februar 1944 bis Januar 1945


    Marineartillerieabteilung 540 (M.A.A. 540)


    Die Abteilung wurde im Februar 1944 in Zara aufgestellt und dort eingesetzt. Im November 1944 erfolgte die Umbenennung in Marineschützenbataillon 581(weitere Infos siehe oben).


    Abteilungskommandeure:
    Fregattenkapitän M.A. Robert Parow ...... 15. Februar 1944 bis 25. März 1944
    Korvettenkapitän M.A. Rupert Freymadl ...... 25. März 1944 bis November1944


    Quelle: H. Hildebrand, Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung von 1848 bis 1945, Biblo Verlag, Osnabrück 2000, Bd. 2


    Gruß
    AcdC

    Hallöle,


    neben den Informationen im LdW (hier und hier) ein paar Ergänzungen:


    Lw. Jäg.-Rgt. 30 - Jekatarinowka am Manytsch (nordostwärts von Ssalsk). Einsätze ab 22. November 1942 - ohne Abschluß der Aufstellung zur Abriegelung von Frontdurchbrüchen am Manytsch. Brückenkopf Proletarskaja; Westufer des Don von Aksaiskaja bis südlich Nowo-Tscherkassk; Mius-Front bei Pokrowskoje, und ostwärts Uspenskaja. Division wird mit Heeresteilen des XXIX. A. K. vom Gegner eingeschlossen, igelt sich ein. In der Nacht vom 30./31 August 1943 gelingt unter persönlicher Führung des Div. Kdrs. der Ausbruch südlich Konkowo; neue Stellung am Kalmius bei Tschermalyk, später Westufer des Molotschnaja westlich Gnadenfeld. Hohe Verluste (von 2600 Angehörigen des Lw. Jäg. Rgts. 30 verblieben 400).


    Quellen:
    E. Denzel, Die Luftwaffen-Feld-Divisionen 1942-1945, Selbstverlag 1963
    Werner Haupt: Die deutschen Luftwaffenfelddivisionen 1941 - 1945, Dörfler Verlag


    Gruß
    AcdC

    Hallöle @ all


    @ Raffael:


    Der Bericht liegt mir vor und ist heute Abend in digitaler Version in deiner Mail-Box. Ich muss den Bericht "nur" noch scannen. Interessieren dich noch weitere Publikationen von Belke?


    Gruss
    AcdC


    P.S. Weitere Infos per PN

    Hallöle,


    meinst du das Armee-Nachrichten-Regiment 563 (Kdr. Oberst Siegfried Rein August 1939 bis August 1940) oder die Nachrichten-Abteilung 56 z.b.V. (nur bis August 1939 aufgestellt)? Andere Nachrichten-Einheiten mit der Ziffer "56" kann ich nach "H.G. Kampe, Heeresnachrichtentruppe" nicht finden.


    Ich tippe eher auf das Armee-Nachrichten-Regiment 563, da diese Einheit in dem von dir genannten Räumen eingesetzt war. -Wenn es ein Nachrichten-Regiment war?-


    Siehe auch hier im LdW


    Es gab sicherlich noch weitere Nachrichten-Einheiten, die im Großraum Belgien/Holland eingesetzt waren; passen dann aber nicht mehr zur "56".


    Hast du noch weitere Einzelheiten? Oder kannst du die Bilder hier einstellen?


    Gruß
    AcdC

    Hallöle,


    hast du hier schon geschaut?


    Auf den Seiten der Torpedobootsflottillen sind auch die Schiffe aufgeführt (soweit bekannt) die von der kaiserlichen Marine in die Reichsmarine/Kriegsmarine übernommen wurden. Einfach die Flottillen durchschauen. Wenn du den Namen des Bootes kennst, kann ich dir evtl. weiter helfen.


    Gruß
    AcdC

    Hallöle,


    die Konstellation deiner dargestellten Einheit kenne ich nicht und hat es nach meinem derzeitigen Kenntistand auch nicht gegeben.


    Übersetzt hieße die Einheit für mich:


    Luftnachrichten-Flieger-Luftgau-Luftwaffe I
    als Feste Nachrichten Stelle.


    Einheiten der Luftnachrichten-Truppe wurden entweder nur mit arabischen Zahlen beziffert oder in einer Kombination arabisch/römisch.


    Bevor ich jetzt im Dunkeln spekuliere folgende Frage an dich:


    Wo und wann soll die Einheit eingesetzt worden sein?


    Kannst du dies in "deinem Forum" klären?


    Gruß
    AcdC

    Hallo Roland,


    ich bin tatsächlich fündig geworden. Hoffmann gibt einige Hinweise zu den Beistellungen bzw. Abstellungen von Ln-Truppenteilen zur SS. Insbesondere sind auch Versetzungen von Ln-Soldaten (keine Einheiten) zur SS erwähnt (siehe Hoffmann, Bd. II S. 339). Die Zusammenarbeit beider Truppenteile war nach derzeitigen Erkenntnissen Operations -abhängig (z.B. Market-Garden II./LnRgt 213 zur Unterstützung des 5. SS PzRgt 5 Ende September 1944 im Raum Driel/NL).
    Details bekommst du per PN.


    Gruß
    AcdC

    Hallöle,


    roland

    Quote

    war dort in diesen Büchern auch was zu den Überstellungen der Nachrichtentruppe an Heer und Waffen-SS zu finden?


    Ein entschiedenes Njain. In den Anfängen und Aufbauphase (bis 1935) der Ln-Truppe war der Wechsel eher umgkehrt; sprich vom Heer zur Luftwaffe.
    Bei der SS habe ich eher die Nutzung von Ln-Einrichtungen gefunden als deren Unterstellungen (z.B. Unterstützung der 9. SS-Panzerdivision durch das II./LnRgt 213 und die 19./LnRgt 211 im Raum Duisburg). Wir arbeiten aber im LdW an dem Projekt "Ln-Truppe", so dass es sein kann hier noch nähere Details und den Verbindungen zu den anderen Teilstreitkräften (ausser den bereits bekannten zu Heer und Marine) zu finden bzw. zusammenzutragen.


    clan01
    Zu den Luftnachrichtenhelferinnen gibt es aber andere Literatur, die so hoffe ich, dir bekannt ist. Hoffmann ist sicherlich nicht besonders ergibig zu diesem Thema.


    Gruß
    AcdC

    Hallöle,


    auf den folgenden Seiten sind die Unterstellungen zu der entspr. Einheit überwiegend dargestellt. Einfach mal "durchklicken".


    schau hier für gemischte Flak-Abteilung 641
    schau hier für gemischte Flak-Abteilung 425
    schau hier für die schwere Flakabteilung 425

    die schwere Flak-Abteilung 421
    und die Schulen (Luftgau-Flak-Artillerie-Schule Norwegen)


    Ansonsten empfehle ich "Koch`s Adalbert - Flak-".


    Gruß
    AcdC
    EDIT: Ein Buchstabe wurde irrtümlich eingespart

    Hallöle


    um nur einen kleinen Einblick darzustellen, sind die beigefügten Infomationen nur für den Überblick gedacht. Ich habe bewusst auf die Entwicklung, Hierarchie und Gliederung verzichtet, da dies den Rahmen sprengen würde. In fast allen Luftgauen, auch Feldluftgauen, gab es je eine Luftschutz-Warn-Abteilung (Luftschutzdienst-Abteilung der Luftwaffe). Für Frankreich waren zuständig das


    Feld-Luftgau „Belgien-Nordfrankreich" (Brüssel) ab 20. 8. 1940 und
    Feld-Luftgau „Westfrankreich" (Etampes) ab 20. 8. 1940


    Die Luftschutz-Warnabteilungen hatten Kommandeure (Hauptmann oder Major), eine Lufschutzwarnführerin und waren in der Führung allgemein wie bei anderen militärischen Stäben gegliedert.
    Einer Warnabteilung im Luftgau unterstanden je nach Größe, wirtschaftlicher Struktur und Luftgefährdungsgrad des Bereiches eine verschieden große Anzahl von Warnkommandos. Bei den Feldluftgauen fiel in einzelnen Fällen den Warnabteilungen nur eine beratende oder weisunggebende Funktion zu. Der eigentliche Luftschutzwarndienst, zumindest für die Warnung der Bevölkerung, fiel dann in die eigene Zuständigkeit der Regierungen der befreundeten oder besetzten Länder.
    Luftlagemeldungen und Warnbefehle kamen aus der Befehlszentrale des Warnkommandos, aus der Warnzentrale. Die Luftlageorientierungen erhielt die Warnzentrale von den Flugwachkommandos (Flukos), ab 1944 von den Divisionsflugmeldezentralen der Jagd-Divisionen, den teilweise bestehenden Abschnittsflugmeldezentralen und aus günstig zur Warnzentrale gelegenen Stellungsflugmeldezentralen. Die Verbingung untereinander bestand mit einem sog. „Waldemarnetz" .


    Quelle: Die Ln-Truppe, Hoffmann Bd. II S. 380-384


    Weiterführende Informationen können auch hier nachgelesen werden.


    Gruß
    AcdC

    Hallo Andreas,


    willst du die Boote oder die Gliederung selbst?


    Hier mal ein Anfang auf die Schnelle. Weitere Details dauern etwas länger:


    Nach Auflösung Befehlshaber der Torpedostreitkräfte (B.d.T.)1919 erfolgte die Unterstellung der Torpedoboote der Folgeorganisation Kommando der Seestreitkräfte Ost/Nordsee bzw. Befehlshaber der Sicherung.
    1920 war eine Neugliederung vorgesehen, die sich aber aufgrund des "Kapp-Putsches" verzögerte.


    Nordsee
    - VIII Torpedobootsflottille 1919, in
    - III. Nordsee-Torpedobootsflottille umbenannt und aufgelöst 1920
    - Nordsee-Torpedobootsflottille aufgelöst am 20. September 1920


    Ostsee
    Aus der "Flottille Bothme" 1919, wurde umbenannt in Ostsee-Torpedobootsflottille. Aufgelöst Ende 1919
    Bis zur Schaffung


    I. Flottille bzw. I. Torpedobootsflottille 1920-1933
    II. Flottille bzw. II. Torpedobootsflottille 1920-1933


    daraus bzw. später
    1. Torpedobootsflottille Pillau (1939)
    2. Torpedobootsflottille Bremen (1939)
    3. Torpedobootsflottille W-haven 1935-1937 (aufgelöst)
    4. Torpedobootsflottille W-haven 1935
    5. Torpedobootsflottille Swinemünde 1938
    6. Torpedobootsflottille W-haven 1938 (aus der 3.)
    7. Torpedobootsflottille Norwegen 1940
    usw.


    Führer der Torpedoboote (F.d.T.) ab 1933 Swinnemünde


    Wenn du weitere Einzelheiten benötigst bzw. den Gesamtbestand der Boote, so dauern "Wunder" etwas länger. ;)


    Gruß
    AcdC

    Hallöle,
    kann es sein, dass du diese Einheit meinst?


    12. Marine-Nebel-Abteilung (12. MNA)


    Die Abteilung sollte im November 1944 im Raum Wesermünde-Cuxhaven aufgestellt werden. Ob und wie weit eine Aufstellung erfolgte ist nicht bekannt (siehe auch hier).
    Quelle: Die organisatorische Entwicklung der Marine 1848-1945, Hilldebrandt, Biblo Verl, Jhg. 2000, Bd.1-3



    Lediglich im FPN-Verzeichnis ist die Einheit aufgeführt.

    12. MNA FPN 62866


    16.11.1944 Stab 12. Marine-Nebel-Abteilung
    20.12.1944 Stab u. Einheit 12. Marine-Nebel-Abteilung.
    Quelle: Die Deutsche FPN Übersicht, Kannapin Bd. 3, S. 264


    oder ergänzend:


    1./12 MNA A 20.12.1944
    2./12 MNA B 20.12.1944
    Nebelträgergruppe C 20.12.1944
    Quelle: FPN der Landmarineteile, Klaus Böhm, 1993, S. 319


    Gruß
    AcdC

    Hallöle,


    da ich mich auch, allerdings aus einem anderen Grund, mit der Geschichte der 269. ID beschäftige, hier ein paar Informationen zu o.g. Einheit:


    Die Einheiten (AR 269) wurden folgendermaßen untergebracht:


    Rgts.-Stab und Rgts.-Stabs-Batterie in Voss, I. Abt. in Eidsvaag, Stabsbatterie I. Abt. in Haukaas, 1. (mot.) Batterie vier le.F.H. 16 (mot.) in
    Voss-Skulestadmo, 2. Batterie vier le.F.H. 16 in Haukaas, 3. Batterie vier
    le.F.H. 16 in Öyjordi bei Bergen, II. Abt. in Förre, Stab s-Batterie II. Abt. in
    Grinde, 4. (mot.) Batterie eine le. F. H. 16, vier 7,5 F.K. O l (n) in Kopervik,
    5. Batterie vier le.F.H. 16 in Sandeid, 6. Batterie vier le.F.H. 16 in Förre, III.
    Abt. in Nesttun, Stabs-Batterie III. Abt. in Nesttun, 7. Batterie vier le. F.H.
    16 in Nesttun, 8. (mot.) Batterie drei 12,2 F.H. (n) in Nesttun, 9. Batterie
    vier le.F.H. 16 in Ulven.


    Anfang Dezember 1942 errichtete das Regiment die ortsfeste Batterie
    Skaare-dal und fügte sie der II./A.R. 269 als 13./A.R. 269 an. Die Batterie
    wurde mit sechs 15,5 s.F.H. 17 (p) ausgerüstet. Die artilleristische
    Sicherheit des Raumes Garnes-Ytre musste verbessert werden. Zwei
    ungenutzte 7,5 F.K. (n) wurden der I. Abt. zugewiesen, die daraus den
    „Geschützzug Garnes" aufbaute.


    Am 1.5.1943 wurden zwei weitere ortsfeste Batterien aufgestellt und dazu
    Personal aus dem Regiment abkommandiert. Es war die „Batterie Espeland"
    mit drei 10,5 K. 331 (f) als 15./A.R. 269 (I./A.R. 269) und der
    „Geschützzug; Ulven" mit vier 10,5 K. 331 (f) als 14./A.R. 269 (III./A.R.
    269). Im Gebiet des rechten Nachbarn, der 280. I.D., wurde zugleich die
    ortsfeste „Batterie Klaevold" als 16./A.R. 269 auf die Beine gestellt. Am
    20.5.1943 wurde sie der 280. I.D. übergeben.


    Diese Neuaufstellungen konnten nur deshalb durchgeführt werden, weil
    genügend Unteroffiziere und Mannschaften zur Auswahl standen.


    Der Abschnitt der Div., der Befehlsbereich des Territorial-Befehlshabers
    Bergen, zog sich durch ein am Nordfjord zusätzlich unterstelltes Regiment
    von diesem Fjord über Sognefjord - Bergen - Hardangerfjord bis zur Insel
    Karmöy südlich Haugesund. Das war eine Frontlänge von 320 km.


    Aufstellung 1943:


    Der Rgts.-Stab AR. 269 teilte die Funktionen seiner Offiziere auf.
    Kommandeur: Oberst Ranocha. Adjutant: Oblt. bzw. ab 25.3.1943 Hptm.
    Früchtenicht, ab 20. 3. 1943 Oblt. Freyer. Ord.-Offz. 1: Oblt. Freyer, ab
    20.3.1943 Lt. Heitzeberg. Ord.-Offz. 2 und Bau-Offz.: Wachtmeister
    Lehment. Nachr.-Offz.: Lt. Bönisch. Führer Rgts.-Stabs-Battr., ab 1.5.1943
    Oblt. Rick. Ortskommandant Voss: Oblt. Jacobsen, Rgts.Verpfl.Offz.
    Kampfgruppen-Vete-rinär: Stabsvetr. Dr. Pahl, Rgts.-Vetr.
    Kampfgruppen-Arzt: Oberarzt Dr. Preiss, Chef Ortslazarett Voss, ab
    28.11.1942 Oberarzt bzw. Stabsarzt (ab 16.6.1943) Dr. Franke, Rgts.-Arzt
    und Abt-Arzt der III./A.R. 269.


    Weitere Chefs oder Informationen ab 1939 bis Ende kann ich nachreichen.


    FPN:
    Art. Rgt. 269 39500
    Regiments-Stab 32160
    I Abteilung 34497
    II Abteilung 23010
    III Abteilung 31412
    IV Abteilung 56449 /34181


    Gruß
    AcdC


    Quelle:
    Kannapin (FPN)
    Geschichte der 269 Infanterie - Division; H. Römhild; 1967