Posts by Kneip

    Guten Abend werte Forengemeinde,


    nach fast einem Jahr habe ich diesen alten "Fall" noch einmal aufgerollt und bin auf die Information gestoßen, dass die Kennzeichen SS-401 bis SS-449 nebst den Kennzeichen SS-49501 bis SS-49550 auf das SS-Hauptfürsorge- und Versorgungsamt zugelassen sein sollen. Diese Informationen stammt aus einer Zulassungsliste, die etwa auf kennzeichengeschichte.de zu finden ist. Zur Glaubwürdigkeit dieser Quelle kann ich leider nichts sagen. Eine derartige Zugehörigkeit würde jedenfalls die fehlenden "LAH-Effekten" des Sturmmanns erklären, der laut Aussage meines Bekannten ja bei der Leibstandarte gewesen sein soll.

    Zum SS-Hauptfürsorge- und Versorgungsamt selbst habe ich bis jetzt nur sehr wenig in Erfahrung bringen können, abgesehen davon, dass es 1941/42 dem SS-Rasse- und Siedlungshauptamt unterstellt wurde und sich wohl in Berlin Siemensstadt befunden haben soll.

    Weiß jemand eventuell mehr?


    Freundlichen Gruß und einen guten Start in die Woche wünscht


    Yannik aus dem Norden

    Hallo,


    beim SD war die betreffende Person laut Aussage des Bekannten definitiv nicht. Ich habe allerdings auch nach intensiver Recherche nichts gefunden, das die fehlenden "Leibstandarte-Effekten" erklären würde, wie etwa eine Entfernung aus Tarnungs- bzw. Geheimhaltungsgründen. Mir ist für den Frankreichfeldzug auch nichts derartiges bekannt.


    Ich vermute mal vorsichtig pessimistisch, dass sich Aufgrund fehlender Unterlagen auch mit Hilfe des Kennzeichens keine weiteren Informationen erlangen lassen werden.


    Gruß!


    Yannik

    Moin,


    also das reine Motiv scheint mir eine Kopie der "Standarte des Führers und Reichskanzlers" - sprich Hitlers persönlicher Standarte zu sein. Wo diese Miniaturversion der Standarte allerdings montiert gewesen sein dürfte, kann man nur spekulieren. Da Standarten im Regelfall der Aufenthaltsanzeige dienten, eventuell an oder in einem offiziellen Gebäude, in dem sich Hitler regelmäßig aufhielt. Das ist allerdings, wie gesagt, reine Spekulation.


    Gruß


    Yannik

    Guten Abend werte Forengemeinde,


    ein guter Bekannter hat mich vor einigen Tagen darum gebeten, ihm anhand des einzigen von seinem Vater verbliebenen Fotos doch, soweit möglich, einige Informationen zu beschaffen. Da ich dem natürlich gerne zugestimmt habe, erhoffe ich mir nun einige Hinweise durch das gesammelte Forenwissen. Das Foto wurde 1940 in Frankreich aufgenommen. Der Beute-PKW ist meines Erachtens nach ein Citroen 11CV Traction Avant (gegen einen 7CV müssten die Felgen mit Durchbrüchen sprechen) mit modifizierter Stoßstange, um den Notek-Scheinwerfer unterzubringen. Da es hier ja allerdings einige anerkannte Experten auf diesem Gebiet gibt, lasse ich mich natürlich gerne eines Besseren belehren.

    Abgesehen vom Aufnahmejahr 1940 ist lediglich noch bekannt, dass der abgebildete SS-Sturmmann Angehöriger der Leibstandarte SS gewesen ist - hierbei irritiert mich jedoch das Fehlen des entsprechenden Ärmelstreifens. Auch die verschlungenen Buchstaben "LAH" fehlen auf den Schulterklappen.
    Aufgefallen ist mir außerdem die doch recht niedrige Ziffer des Kennzeichens ( SS-434 ), welches dementsprechend ja sehr weit "vorne" im durchgängigen Nummernblock SS-1 bis SS-199999 gelegen sein muss, der ab 1939 vergeben wurde (Quelle hierfür ist Kfz. der Wehrmacht .de).


    Ich bin dankbar für jede Information, die auf Grundlage dieses Bildes gegeben werden kann.


    Gruß!


    Yannik

    Moin Karl,


    das dürften Gloster Meteor F Mk. III Maschinen gewesen sein, von denen am 20. Januar 1945 die ersten vier Stück nach Melsbrook in Belgien verlegt wurden. Im März 1945 folgte dann der Rest der Staffel (No.616 squadron) und flog für den Rest des Krieges Aufklärungs- und Bodenangriffseinsätze. Zu Duellen mit Maschinen der deutschen Luftwaffe kam es jedoch nicht, sämtliche Abschüsse waren wohl Maschinen auf dem Boden.


    Quelle:
    Rickard, J (13 February 2008), Gloster Meteor during the Second World War, http://www.historyofwar.org/ar…_gloster_meteor_WWII.html


    Gruß aus dem (immer noch verschneiten) Norden


    Yannik


    EDIT: Bert war schneller :D
    Ein Mitgrund dafür, dass man nichts über Einsätze im Reichsgebiet findet ist wohl, dass man es den Piloten anfangs verbot, die Grenze zum deutsch besetzten Gebiet zu überfliegen, um das Erbeuten einer eventuell abgestürzten Maschine durch die Deutschen nicht zu riskieren.

    Hallo in die Runde,


    nochmal zum Thema der Flugzeugmororen:


    Der von Karl erläuterte Trick mit dem Benzin wird auch auf den Seiten 198/199 von Peter Wilhelm Stahls "Kampfflieger zwischen Eismeer und Sahara" beschrieben, dort als 'streng geheimes' (also eventuell von höherer Stelle an die technischen Verantwortlichen der Fliegerhorste herangetragenes?) Kaltstartverfahren bezeichnet.
    Noch eine weitere Methode, den Motor bei besonders niedrigen Temperaturen zum anspringen zu bringen, wird auf diesen Seiten erwähnt.
    Zitat: "Er [der technische Offizier] schloß nämlich an einem bestimmten Ventil, durch welches das Triebwerk mit Preßluft durchgedreht werden konnte, nicht Preßluft, sondern Acetylengas aus Schweißflaschen an. Dadurch brachte er hochexplosives Gemisch in die Zylinder, und das Triebwerk musste, ob es wollte oder nicht, anspringen."


    Bei den Maschinen, an denen diese Methoden durchgeführt wurden, handelte es sich um Ju 88 A-4.


    Gruß
    Yannik

    Hallo,


    sieht für mich passend aus. Wäre auch nicht das erste Mal, dass leichte Variationen im Divisionsabzeichen vorgenommen wurden, siehe etwa der damalige Thread zum aus der Pilica geborgen Sd.Kfz. 250 der 25. PD. Des Weiteren scheint der Pfeil (wie Michael bereits anmerkte) nach rechts zu deuten, das Abzeichen wäre dementsprechend lediglich gespiegelt.
    Das erklärt auch eine weitere Unstimmigkeit: Wieso sollte ein Kfz gleichzeitig das taktische Zeichen eines Feldgendarmerie-Trupps (t-mot) und auf dem anderen Kotflügel das eines Stabes tragen? Wenn es sich bei Selbigem um das Divisionsabzeichen handelt, erklärt sich auch der anfänglich vermutete "Schönheitsfehler" des Fußes.



    Gruß
    Yannik

    Abend Michael,


    eigentlich schon, das Zeichen auf dem linken Kotflügel spricht eindeutig für eine Kavallerieeinheit, deswegen irritiert mich ja der langgestreckte Fuß des Abzeichens auf dem rechten Kotflügel. Wahrscheinlich handelt es sich einfach um einen Schönheitsfehler bei Frontbemalung. Fraglich bleibt allerdings noch, was es mit der kleinen, rundlichen Ausbuchtung mittig an der Unterseite (!) des taktischen Zeichens auf dem in fahrtrichtung linken Kotflügel auf sich hat. Im Bezug auf Einheiten der Kavallerie ist mir kein Zeichen mit einem derartigen Merkmal bekannt.


    Gruß
    Yannik

    Hallo,


    das taktische Zeichen auf dem Bild besitzt m.E. einen zu breiten "Fuß" für den Stab einer Reiterabteilung. Ich würde aufgrund des langgestreckten unteren Teils auf ein Stabsfahrzeug irgendeiner selbstfahrenden Einheit (etwa Artillerie, Panzerjäger usw.) tippen, wobei der Fuß in diesem Falle eigentlich nicht ausgefüllt sein dürfte. Ich vermag allerdings nicht zu urteilen, wie genau man sich im Felde an die ursprünglichen Vorlagen gehalten hat.
    Die Markierung auf dem (vom Betrachter aus) rechten Kotflügel stellt wie ich vermute auch ein taktisches Zeichen dar, ein Truppenkennzeichen ist auf dem Bild leider nicht zu erkennen.


    Gruß
    Yannik

    Moin Stefan,


    danke für die Infos - die Beschreibung passt hervorragend zum Blendkörper 2H. Genauso 1943 als Jahr der Einführung, der Tagebucheintrag stammt vom 8. Juli 1943.
    Bezüglich des Einsatzes habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt: Da mir der Blendkörper 2H beim Lesen des Buches nicht bekannt war, habe ich die Aussage des Autors, dass diese Waffe zumindest bei seiner Einheit letztlich nie zur Verwendung gelangte, wohl etwas zu allgemeingültig aufgenommen. Liegen eventuell Einsatz- oder Erfahrungsberichte über diese Waffe vor?


    Gruß
    Yannik

    Guten Abend zusammen,


    in seinem Erinnerungswerk "Mit dem Eliteverband des Heeres Großdeutschland tief in den Weiten Russlands" beschreibt Dr. Hans Rehfeldt auf Seite 308 ein Mittel zur Panzerbekämpfung, von dem ich in dieser Form noch nie etwas gehört habe:


    "Wir haben auch für diesen Einsatz etwas ganz Neues erhalten. Das ist ein gut in der Hand zu haltendes "Ei", bestehend aus einem eiförmigen Glaskörper, gefüllt mit Ammoniak, in dem sich eine Art Reagenzglas mit Salz/Schwefel-Säure befindet. Beim Aufprall platzt das Glas, die beiden Flüssigkeiten vermischen sich und es entsteht ein reizender Nebel, der die Panzerbesatzung "blenden" soll und mithin nicht mehr kampffähig lässt. Warum nun ganz genau wir mit diesen Eiern nicht losgegangen sind, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass wir erlebten, dass die Eier sehr zerbrechlich sind und uns selbst hätten schaden können. Im Kampfeinsatz habe ich diese "Eier" nie erlebt."


    Hat jemand eine Vorstellung, was für eine Waffe hier gemeint sein könnte? Vielleicht eine Feldimprovisation der Einheit, oder doch ein regulär ausgegebenes Wurfmittel zur Panzerbekämpfung? Ist eventuell auch bekannt, warum die Waffe dann doch nicht mehr zum Einsatz gelangte?


    Gruß!
    Yannik

    Hallo panzerblog (gibt's auch einen Vornamen?),


    sieht gut aus! Erinnert mich irgendwie an die Zeichnungen in den Spielberger-Büchern.
    Die Angaben unten im Bild sind allerdings leider nur schwer lesbar, es kann allerdings sein, dass das nur bei mir der Fall ist.


    Gruß!

    Hallo,


    Wie der Name schon sagt befehligt der Rottenführer eine Rotte, welche dem Trupp in der Wehrmacht entsprach. Sie umfasste vier SS-Männer, über die der Rottenführer (sollte kein höherer Dienstgrad anwesend sein) die Befehlsgewalt innehatte.


    Gruß
    Kneip

    Hallo,
    danke für die weitere Hilfe!
    Ich vermute also, er wurde bereits in den Gefechten um Staraja Russa während des Vorstoßes in Richtung des späteren Kessels von Demjansk verwundet, denn seine Verwundung und der Lazarettaufenthalt in Ommitschkino sind beide auf den Januar '42 datiert.
    Nach einer Verlegung in ein Lazarett in Demjansk gelangte er über die Krankensammelstelle Riga in das Reservelazarett I Königsberg. Mit erneuter Diensttauglichkeit gelangte er zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 6 in Lübeck (und übernahm dort wahrscheinlich Ausbildungsaufgaben als Unteroffizier? Sein Dienstgrad war zu dieser Zeit der des Hauptfeldwebels). Die eigentliche Kesselschlacht von Demjansk dürfte er also nicht miterlebt haben.
    Im Juli '43 gelangte er dann als Teil seines alten Regiments (jetzt Grenadier-Regiment 6) wieder an die Front, und nahm an der Verteidigung Staraja Russas und der Panther Stellung Teil. Seine erneute Verwundung am 23.2.1944 (laut Familienwissen ein Durchschuss des linken Unterarms) dürfte ihn dann doch indirekt davor bewahrt haben, im Kessel von Kurland in sowjetische Kriegsgefangenschaft zu gehen oder?
    Er lag dann im Reservelazarett Bad Sassendorf. Seine Tochter erinnert sich des Weiteren, ihn mit ihrer Mutter in einem Lazarett in Munsterlager besucht zu haben, ein derartiger Aufenthalt ist in den Dokumenten allerdings nicht aufgeführt. Nach auskurieren seiner Verwundung gelangte er dann zur Aufstellung des Panzer-Grenadier-Regiments 50 nach Dänemark, und wurde nach Kriegsende nach Deutschland überführt.
    Dass diese Soldaten völkerrechtlich keine Kriegsgefangenen waren würde auch erklären, warum es keine Unterlagen über eine eventuelle Kriegsgefangenschaft gibt, er aber trotzdem von einer britischen Entlassungstelle registriert wurde.


    Gruß
    Yannik