Posts by Evergreen

    im KTB der 306.ID habe ich einen Gefechtsbericht von Juli/August 1943, Kampfgruppe Wandschneider, zu der u.a. 1./Pi Btl 306 gehörte gefunden. Ich hänge ihn mal an. In der Excel Verlustdatei ist diese KG auch erwähnt, wobei die Zahlen m.E. etwas differieren.

    Guten Abend Dieter!


    Ich dank´ auch Dir sehr herzlich für diese Dokumente! Sie betreffen meinen Großvater zwar (noch) nicht direkt - er kam erst kurz darauf, Anfang November 1943, zum Pionier-Bataillon 306. Aber die Schilderungen sind trotzdem weitere Puzzlesteinchen im großen Bild von damals.


    Und ich sehe es dank Eures Engagements ohnehin längst so, dass das hier sehr wohl auch ein Sammel- oder Info-Thread zu den beiden Pionier-Bataillonen meines Großvaters sein darf/kann, in dem andere Interessierte vorbeikommen und sich einlesen können.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Guten Abend Karl!


    Vielen Dank für Deine Einschätzungen zum Thema!

    * Es gibt darüber Aufzeichnungen hinsichtlich der tägl. auszugebenden Mengen an Lebensmitteln ( Kalorienbedarf) und der seltenen, aber - wenn möglich - Marketenderwaren, die zu erreichen immer versucht wurde.

    Als ich das gelesen habe, ist mir eine weitere "Episode" in den Sinn gekommen, von der mein Opa berichtet hatte. Er hat davon gesprochen, dass es bei der Versorgung an der Front immer wieder zu logistischen Problemen kam. Marketenderware traf nach seinen Erzählungen häufig genau dann ein, wenn Waffen oder Munition wesentlich dringender benötigt worden wären.

    Natürlich gab es auch bei einigen strafbare Auswüchse

    Und auch dazu hatte er eine "Anekdote" parat. Du beziehst dich zwar konkret auf die Essenszuteilung, aber im weitesten Sinne passt es vielleicht trotzdem hierher. Zeitweise, erzählte mein Großvater, sei bei der Verteilung der Marketenderware in seiner Kompanie nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. Verpflegungsoffizier und Spieß seien miteinander verwandt gewesen - die Kameraden hätten damals von "Vetternwirtschaft" gesprochen.


    Damit sind wir zwar ein wenig vom Ausgangsthema, der "Läuseplage an der Front", abgekommen, aber letztlich dockt der Bereich "Verpflegung" doch ganz eng am "Leben vorne im Dreck" an.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Was mich, abseits des des Ausgangsthemas, ein wenig gewundert hat, ist die Überlieferung des Soldaten Willy Peter Reese, dass es beispielsweise dramatisch schon 1942 an Winterausrüstung mangelte. Das war ja noch vor dem Fall von Stalingrad, Orel etc. Dies dürfte die Einsatzfähigkeit doch erheblich reduziert haben. Auch in anderen Büchern ist davon zu lesen. Eventuell ein "wenig überzogen" auch in den Nachkriegsjahren niedergeschrieben.

    Hallo Markus!


    Da ist sicher nichts überzogen dargestellt worden. Dass es im Kriegswinter 1941/42 an passender Ausrüstung fehlte, ist eine der bekanntesten "Begleiterscheinungen" des Überfalls auf die Sowjetunion. Dazu gibt es Unmengen an Artikeln und Abhandlungen.


    Die deutsche Führung war - verwöhnt von den Erfolgen der "Blitzkriege" - einfach so dilettantisch in ihren Plänen und so "berauscht", dass sie glaubte, dieser Feldzug sei im Herbst vorüber. Ein Irrtum, den zehntausende Soldaten mit schlimmsten Erfrierungen oder dem Kältetod bezahlten. In dieser Phase starben mehr Soldaten an der eisigen Kälte als an Kampfhandlungen.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    In der Gesamtbetrachtung der Soldaten an der Ostfronergibt sich für mich ein Bild von ausgehungerten, ausgemergelten, verwahrlosten, kranken und tlw. desillusionierten Soldaten.

    Guten Abend Markus!


    Das mag für bestimmte Einheiten, Frontabschnitte und Kriegsschauplätze "im Osten" gegolten haben. Aber ich meine, ganz so pauschal lässt sich das in einer "Gesamtbetrachtung" nicht bilanzieren. Natürlich war der Hunger immer wieder ein schlimmer Begleiter an der Front - und auch mein Großvater hat beispielsweise davon berichtet, dass in seiner Einheit in der größten Hungersnot Pferde geschlachtet werden mussten.


    Aber in meinen Augen und nach allem, was ich gelesen habe, hing das ganz stark auch vom Kriegsverlauf, Zeitpunkten, bestimmten Gegenden mit schwierigen (abgeschnittenen) Versorgungswegen oder militärischen Lagen wie Einkesselungen ab. Da hat es manche Armeen/Divisionen/Einheiten schlimmer getroffen als andere - das extremste, am meisten in der Erinnerung haftende Beispiel ist hier sicherlich Stalingrad.


    Wäre die Masse der deutschen Truppen an der Ostfront "ausgehungert, ausgemergelt, verwahrlost und krank" gewesen, hätte der Krieg in dieser Form dort nicht vier Jahre dauern können, behaupte ich. Dann hätte den meisten Soldaten schlichtweg die körperliche Kraft für diese Strapazen und "den Kampf" gefehlt.


    Ich möchte keinesfalls sagen, dass sich dort nicht immer wieder schlimmste Dinge zugetragen und im Kampf gegen den Hungertod nicht unvorstellbare Tragödien abgespielt haben. Und Deine Schilderungen (sowie die aus den zitierten Büchern) treffen mit Sicherheit auf bestimmte Einheiten zu. Aber eine "Gesamtschau" sieht sicherlich anders aus.


    Interessant fand ich - natürlich, es ist auch nur eine "Einzelgeschichte" und ebenfalls keine Gesamtbetrachtung! -, was mir mein Großvater gerne aus den letzten Kriegswochen berichtet hat, als er in einem der letzten Kessel an der Ostsee bei Danzig kämpfte und eingeschlossen war. Die Truppe, erzählte er, habe sich dort nach wie vor selbst versorgt - und die Versorgungslage selbst sei trotz der ausweglosen militärischen Lage ziemlich passabel gewesen.


    Echten, quälenden Hunger hatte er auf dem chaotischen Rückzug 1944 durch Jugoslawien erlebt, als sich seine Kameraden und er tagelang nur von Weintrauben ernährten, die sie in Weinbergen am Wegrand pflückten - und später dann in russischer Gefangenschaft. Dort seien der Hunger und "Essensträume" oft das alles bestimmende, das einzige Gesprächsthema gewesen...


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Du hast zwar zitiert.....wo ist der Rest? So schwer war die Frage doch nicht.

    Hallo Stephan!


    Klick´ nochmal rein! Davids Antwort hängt im Zitat mit dran: "Ich bin einfach aus Faszination auf der Suche nach diesen Orten. Es ist eine absolut heftige Vorstellung, dass hier und dort um Leben gekämpft wurde, der ein oder andere Panzer durchgerollt ist oder der ein oder andere Flieger abgestürzt ist. Das kennt man zum Glück heutzutage nicht mehr. Man versetzt sich ein eine andere Zeit. Hoffe, dass du mich verstehst."


    Für mich ist mit dieser Aussage die Frage jedenfalls immer noch nicht wirklich beantwortet. Das "Gschmäckle" bleibt...


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen


    PS: Sven war schneller mit seiner Antwort.

    Hallo Uwe!

    ernsthaft bedeutet bei mir, mich mit einem Problem so weit zu beschäftigen bis ich eine plausible und sehr wahrscheinliche Lösung habe.

    Danke für die Hintergründe - und dass Du uns/mich auf Deinen Rechercheweg mitgenommen hast. Dann sehe ich jetzt klarer - und Dein "ernsthaft" war alles, nur keinesfalls ironisch gemeint. Entschuldige bitte die versteckte Nachfrage an dieser Stelle! Das ist halt manchmal das Problem des geschriebenen Worts - dass es im einen oder anderen Zusammenhang missverständlich wirken kann.


    Egal - alles geklärt! :)


    Und zu Deiner umfassenden Antwort auf Chronistos´ Anfrage halte ich in meinem heimischen Dialekt einfach nochmal fest: "Des hast verdammt guat g´macht!" ;)


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    sehr aufmerksam von Dir. Habe mich verschrieben.

    RICHTIG ist: 313.000 DRK Helferinnen

    Hallo Karl!


    Kein Ding! Ich behaupte, sowas kommt vor im Eifer des Gefechts und passiert jedem mal. ;)


    Ich wollte Deine Zahlen einfach besser einordnen können. Es hätten ja theoretisch auch 3.131.000 Helferinnen sein können - wenngleich die Diskrepanz zu den Schwesternhelferinnen schon gewaltig gewesen wäre.


    Danke!


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    3131.000 Helferinnen"

    (Oftmals in unmittelbarer Frontnähe eingesetzt)

    Hallo Karl!


    Vielen Dank für diese Übersicht und die interessanten Zahlen!


    Eine Nachfrage: Bei den DRK-Helferinnen scheint ein Punkt verrutscht oder eine Zahl dazugeraten zu sein. Welche Angabe ist denn hier korrekt? Waren das wirklich 3.131.000 Helferinnen? Das erscheint mir - auch mit Blick auf die anderen Zahlen - ein wenig arg viel.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Guten Morgen Chronistos!


    Ich meine, der Dank gebührt an dieser Stelle vor allem Uwe, der Dir mit unglaublichem Detailwissen geholfen hat. Riesenrespekt! Davon lebt dieses Forum - und das macht dieses Forum immer wieder zu einer großen Schatzkiste.

    noch mal zu den Fotos aus #4. Jetzt mal ernsthaft.

    Mit Ernsthaftigkeit habe ich es auch versucht, falls da Ironie mitgeschwungen haben sollte. ;) Das ist, ehrlich gesagt, immer mein Anspruch. Erst recht, wenn es darum geht, jemandem zu helfen. Ich bin weit davon entfernt, mich hier im Forum der Wehrmacht auf irgendeinem Themenfeld als Experte zu titulieren - und die Luftwaffe ist sowieso nicht mein "Fachgebiet". Wenn überhaupt, dann komme ich vom Heer und den Pionieren.


    Ich hatte dieser Tage lediglich das oben erwähnte Buch in der Hand, als ich meinen Bestand durchstöbert habe - und bin im Zusammenhang mit Werner Mölders und diesem Thread wieder darauf gekommen. Ich wollte Chronistos nur ein paar Dinge daraus "zurufen", die ich als Laie hilfreich fand. Mehr nicht.


    Dein Hintergrundwissen hat mich massiv beeindruckt, Uwe.


    Viele Grüße, eine schöne Woche zusammen!


    Frank/Evergreen

    Hallo Daniel!

    Rottwachtmeister der Luftschutzpolizei (SHD) Johann Igl, geboren am 28.11.1912 in Bayern, war kein politisch interessierter Mensch. Er war auch kein NSDAP-Mitglied und bei der Partei als „Nörgler und Kritiker“ bekannt. Nach einer anonymen Denunziation wurde I. am 27. Juni 1944 durch die Gestapo festgenommen und schließlich durch ein Feldurteil „wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tode verurteilt“.

    Zu Johann Igl bin ich eben noch auf diesen Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung gestoßen. Er ist zwar schon acht Jahre alt, enthält aber doch noch eine Reihe weiterer interessanter Details rund um seine Person und sein Auftreten in der NS-Zeit. In dem Bericht ist auch die Rede von sieben Monaten Gestapo-Haft, die "er sich einhandelte, weil er den Verwahrungsort der von ihm verwalteten Gelder der Kolpingfamilie nicht preisgab".


    Nach einer Wohnungsdurchsuchung bei Igl hatte die Gestapo laut dem Artikel in einem Protokoll festgehalten: „Auffallend waren die zahlreichen Heiligenbilder und gerahmten Sprüche religiöser Art. Ein Führerbild oder sonstige NS-Symbole waren nicht vorhanden (...), aber zahlreiche Bücher und Broschüren mit religiösem Inhalt.“


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen


    Mein PS gilt Thomas (ich wollte keinen weiteren Post aufmachen, auch um den Themenverlauf nicht weiter zu zerreißen):

    Und Frank, deine Art hier im Forum aufzutreten gefällt mir sehr gut, du bist freundlich, versuchst immer einen guten Ton anzuschlagen, versuchst selbst hier zu vermitteln....alles gut. Aber, nur um dir deine weitere Beteiligung im Forum zu erleichtern, du musst nicht als Advokat des Admins auftreten, ich mach das schon so lange, glaub mir, ich kann mit solchen Wortmeldungen wie von Mardesche umgehen, null Problem.8)

    Danke, Thomas, für diese Rückmeldung (die mich freut) und Deinen Hinweis! Du hattest von einer "Klarstellung" geschrieben. "Klarstellen" möchte ich nichts, nur einen schnellen Zwischenruf loswerden (und dann geht es hier sofort im Thema weiter): Dein Blaustern hatte und hat nichts mit meiner Bemerkung zu tun. ;) Nach fünf Jahren hier im Forum ist mir das völlig klar, dass Du hier keinen Advokaten brauchst. ;) Wenn hier einer deutlich für sich spricht und, wo es angebracht ist, klare Kante zeigt, dann bist es Du. Und das tut dem großen Ganzen hier verdammt gut. Ich hätte mich mit meiner Anmerkung jedenfalls auch dann eingebracht und in den Thread "eingeklinkt", wenn es um ein gelbes, grünes oder rotes Mitglied des Forums gegangen wäre. Nur der Vollständigkeit halber... ;)


    Viele Grüße, einen schönen Sonntag Euch allen!


    Frank/Evergreen

    Hallo Offiziersenkel, hallo Thomas, hallo Daniel, liebe Forumsgemeinde!


    Ich bin eben erst über diesen Thread gestolpert. Danke, Offiziersenkel, für die interessante Frage, die Du hier aufwirfst. Ich habe mich bis gerade eben durch dieses Thema gelesen.

    ich empfinde Deine Anmerkung als, mit Verlaub, ziemlich überheblich. Sicherlich sind die Experten für das Thema „Widerstand bei der Orpo“ dünn gesät. Dennoch halte ich den Wunsch Daniels, das Thema nicht komplett zu vernachlässigen, für berechtigt.

    Ich habe Thomas da komplett anders erlebt und verstanden. Letztlich hat er in meinen Augen nur sachlich festgestellt, dass es nicht viele Experten gibt, die sich in dieser Detailtiefe, die etwa Daniel hat, mit der Materie auskennen.


    Und letztlich, das denke ich mir bei der Lektüre dieses Threads, ist es ja auch egal, wie viele es sind. Und wenn sich nur eine Hand voll Leute in das Thema/in ein Thema wühlt, ist schon viel geschehen und erreicht.


    Ich kann und möchte ,den wenigen' sagen, dass durch ihre Arbeit trotzdem großes Interesse erwachsen und dass sie ein Ansporn sein kann für andere.


    Ich hatte die Woche telefonisch und per Mail Kontakt zu Daniel. Seine Arbeit und sein Wissen haben mich sehr beeindruckt. So etwas inspiriert und gibt dir selbst neue Anstöße.


    Mich haben die kleinen und großen Beispiele der Menschlichkeit in Zeiten der größten Unmenschlichkeit, die er hier aufführt, sehr bewegt. Speziell das von Oswald Bouska und sein Handeln im Krakauer Stadtbezirk Podgorze.


    Daniel ist einer ,der wenigen', von denen Thomas schreibt, aber dank seiner Arbeit und dieses Forums habe ich von diesen Geschichten erfahren. Einer ,der wenigen' hat damit - ausgelöst von Offiziersenkels Eingangsfrage - schon wieder sehr viel getan, um jemanden (und am Ende ja auch eine größere Öffentlichkeit) für ein vermeintlich abseitiges, eher unbekanntes Thema zu interessieren.


    Ich denke hier nicht an irgendwelche Hollywood-Tränendrüsen-Streifen, habe mir aber beim Lesen dieser kurzen Beiträge eines gedacht: Einige der Akteure wären für sich mit ihrer Geschichte einen Film oder ein Buch wert.


    Hier haben ,im Kleinen' die menschliche Vernunft, das Herz, Mitgefühl und der Mut über die Gewissenlosigkeit, den Gehorsam und das brutale System dahinter triumphiert.


    Hier im Forum habe ich davon erfahren.


    Danke Daniel, für Deine Arbeit! Und danke allen weiteren Mitgliedern, Hans-Joachim, die sich hier noch einbringen.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Hallo Gert!


    Ausschließlich ("ausschl. U-Boote"), wie Du es formuliert hast, da muss ich Tilo zur Seite springen ;), meint aber, dass Du NUR Informationen zu U-Booten suchst. Ich hätte das auch "nur" so verstanden.


    Korrekt müsste es dann heißen "U-Boote ausgeschlossen", oder? ;)


    Viel Erfolg weiter im Thema, nichts für ungut, viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Ich hätte nie gedacht, dass es so viele Piloten gab, welche 50 Abschüsse erbracht haben.

    Hallo Chronistos!


    Ich habe das von Alex genannte Buch von Toliver/Constable "Das waren die deutschen Jagdfliegerasse 1939-1945" zu Hause. Dazu gleich noch ein paar Anmerkungen...


    Zunächst zu Deiner zitierten Aussage: In dem Werk (damit Du es ein wenig einschätzen kannst) ist die Rede davon, dass es unter den deutschen Jagdfliegern des Zweiten Weltkriegs 105 Piloten mit mehr als 100 Luftsiegen gab. 35 verbuchten mehr als 150 Erfolge für sich, 15 sogar mehr als 200. Mit 352 bestätigten Abschüssen führt laut Toliver/Constable Erich Hartmann die Liste an. In dem Buch heißt es weiter: "Von den rund 45 000 auf sowjetischer Seite im Luftkampf verloren gegangenen Flugzeugen sind etwa 24 000 von nur 300 deutschen Jagdfliegern abgeschossen worden."


    Ich möchte betonen, dass ich das hier ohne jede Form von Pathos oder Begeisterung hinschreibe. Mir ging es nur um die Zahlen und die "nachrichtliche" Einordnung.


    Ansonsten habe ich alle 32 Porträtaufnahmen in dem Buch durchgeschaut und mit der von Alex "gefilterten" Pilotenliste abgeglichen. Aus der im Motorbuch Verlag erschienenen Publikation - zumindest ein Puzzlestein - kann ich Dir leider nur mit einer Aufnahme von Anton Hafner dienen. Ich habe sie beigefügt. Genauso wie ein Bild von Werner Mölders, das - da schließe ich mich den Vorrednern an - für mich ebenfalls aufzeigt, dass die Person in Deinem Post #1 nicht er ist.

    Hallo zusammen,


    c) Wann hatte Mölders seinen 38. Abschuß? Es ist nämlich auch das Foto einer Flugzeug-Heckklappe dabei, auf der 38 Abschüsse aufgemalt sind.

    Ich weiß nicht, ob dieser Punkt für Dich noch von Interesse ist. Das Buch enthält jedenfalls einen Auszug aus dem Flugbuch von Werner Mölders für die Zeit zwischen dem 26. August 1939 und dem 8. Mai 1941. Der 38. Abschuss geschah danach am 16. September 1940 um 8.50 Uhr. Es war eine Hurricane über dem Luftraum von London.


    Sollte dich die Geschichte von Mölders in weiteren Details interessieren: Toliver/Constable widmen ihm ein eigenes Kapitel. Wenn Du Interesse daran hast, kann ich Dir die Seiten gerne abfotografieren und mailen. Dazu bräuchte ich per PN nur Deine Adresse.


    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen


    Anton Hafner.JPG


    Quelle: Toliver/Constable "Das waren die deutschen Jagdfliegerasse 1939-1945, Motorbuch Verlag


    Werner Mölders.jpg


    Das Bild zeigt Werner Mölders laut Buch nach seinem 100. Luftsieg.


    Quelle: Toliver/Constable "Das waren die deutschen Jagdfliegerasse 1939-1945, Motorbuch Verlag

    zu Leevi/ Estland, Ort der Verwundung am 13.08.44 lt. Anlage 2: Leevi liegt westlich des unteren Peipussees, 2km nördlich von

    Leevi ist der ca. Bereich Himmiste/ Ees-Sörra, Anl.03.

    Hallo Dieter!


    Ich dank´ Dir auch diesmal sehr herzlich! Deine Hilfsbereitschaft hier im Forum ist wirklich enorm, das möchte ich an dieser Stelle einfach einmal wieder loswerden!

    Von woher kommt seine Nachricht und das Datum ? Mein Großvater gilt für die WASt und das DRK seit 01.November 1944 in Lettland vermist. Aber durch eine Heimkehrerbrief habe ich erfahren dass mein Großvater noch am 24.12.1944 in Lettland verletzt wurde.


    Am besten stellt Ihr die Antwort vom Suchantrag vom Suchdienst München mit Gutachten hier rein.

    Auch Dir, Fredy, ein herzliches Dankeschön für Deine Wortmeldung und die Impulse! Die Auskunft, dass Jonnys Großonkel in Libau vermisst wird, kam vom DRK. Wie von Dir vorgeschlagen, stelle ich die Seite, die mir Jonny geschickt hat, hier mit ein. Demnach stammt die "letzte eigene Nachricht" seines Verwandten Josef Ebnet vom 18. Februar 1945 aus Libau/Kurland.


    Bei einer telefonischen Nachfrage beim Volksbund ist Jonny erklärt worden, dass sein Großonkel unter den Vermissten auf einer Gedenktafel der Gedenkstätte im lettischen Saldus (Frauenburg) geführt wird. Sollte er gefunden werden, werde er dort bestattet.

    Und durch seine letzte Felpostnummer habe ich heraugefunden dass er noch im Februar 1945 an die Oderbruch kam, nach Westen.


    Für Westen, schaue mal im # 8, hatte ich schon geschrieben dass die Front sich im Februar 45 nach Westen biegte.

    Ja, das hatte ich gelesen und auch noch in Erinnerung. Danke für diese Denkanstöße! Für mich war der "Einsatzraum Westen" gedanklich immer mit der Westfront besetzt.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen


    DRK Josef Ebnet.jpg

    Ich bin mit der kritischen Bemerkung von Johannes Heinrich einverstanden und will mich bessern, aber wie ? Wie komme ich dazu einen alten thread zu ergänzen??? Ich weiss es nicht ...bin nicht sehr begabt mit dem System...

    Hallo Johannes Maria!


    Das funktioniert so, wie Du es hier mit dieser Antwort auch gemacht hast: Du gehst in Dein altes Thema und schreibst ganz unten im Texteingabefeld einen neuen Beitrag; quasi eine Antwort auf Deinen eigenen, alten Thread. So kannst Du Dein Ursprungsthema beliebig um neue Fragestellungen oder Aspekte erweitern. Du behältst auf diese Weise "Deine" Experten, die dir schon geantwortet haben - und verhinderst, dass sich Leute hier doppelte Arbeit machen, weil Themen übers ganze Forum verstreut werden. Denn: Üblicherweise haben Mitglieder Themen, in denen sie sich zu Wort gemeldet haben, abonniert und werden über neue Beiträge informiert.


    Ich hoffe, ich habe es verständlich erklärt und das war der Punkt, auf den Du mit Deiner Frage hinaus wolltest.


    Viele Grüße nach Frankreich!


    Frank/Evergreen

    Guten Abend Chris!


    Justus´ hatte es anklingen lassen: Auch mir ist es ein Anliegen, Dir meine volle Aufmerksamkeit zu versichern. ;) Meine erste Reaktion, als ich Deinen Beitrag und Deine Recherche-Ergebnisse vorhin gelesen habe, war ein knappes: "wow"!


    Ich möchte Dir ebenfalls ein großes Kompliment aussprechen. Umso mehr, als ich mich in Post #96 kritischer zu Wort gemeldet hatte, als es um den "zackigen Ton" langjährigen Forums-Insidern gegenüber ging. Ich hatte zuletzt sogar überlegt, meine thematische "Breitenstein-Abwesenheit" zu unterbrechen und Dich zu fragen, ob ich Dich mit meinem Beitrag damals vor den Kopf gestoßen hatte. Du wirktest abgetaucht...


    Abgetaucht warst Du ja allem Anschein nach auch - aber zu Recherchezwecken! Also nochmal: danke und Hut ab!


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Hallo Dieter!


    Vielen Dank für Deine Rückmeldung!


    Ein seltsames Phänomen! Vielleicht hat ja einer der NARA-Insider hier noch eine Erklärung...


    Den Namen des Autoren hatte ich mir gestern Abend in den Datei-Eigenschaften auch schon angeschaut. Für einen Moment hatte ich bis dahin übrigens gedacht, Du seist die "fleißige Biene" gewesen, die diese Excel-Übersicht erstellt hat - und ich hatte für einen kurzen Augenblick vermutet, dass Du dich da aus Bescheidenheit mit Deiner Arbeit nicht in den Vordergrund drängen oder brüsten wolltest.


    Danke trotzdem nochmal für die Übersicht!


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Guten Abend Dieter!


    Ich dank´ Dir sehr herzlich für diese Auswertung! Puh - da ist jemand mit viel, viel Mühe ins Detail gegangen... Respekt!


    Ich hoffe, die laienhafte Frage ist mir gestattet: eine Excel-Datei am Ende einer NARA-Rolle? Wie geht denn das? :/


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen

    Guten Abend Achim!


    Ja, Einsatzraum!!! Das könnte es sein! Bingo! Westen hatte ich ursprünglich auch gelesen - aber ich war mir da einfach nicht sicher.


    Vielen Dank für Deine Mühen!


    Auch wenn ich damit gleich die nächsten Fragen ans große Forumsrund hätte... ;) Vielleicht kann uns/mir noch einmal jemand mit einer Einschätzung behilflich sein?


    "Einsatzraum Westen"?: Das macht für die 12. Luftwaffen-Felddivision keinen Sinn. Nach unseren Recherchen - hier war uns außerdem Dieter (mfpb330) in einem anderen Thread beziehungsweise per PN mit Unterlagen sehr behilflich - kämpfte der Verband 1944/45 an der Ostfront; und war eben auch an den Kurlandschlachten beteiligt. Auch darauf, dass Jonnys Großonkel zu dieser Zeit an der Westfront gewesen wäre, gibt es keinerlei Hinweise. Er gilt, wie geschildert, seit Februar 1945 bei Libau als vermisst.


    :/


    Kann es sein - oder interpretiere ich da zu viel in die Personenkarteikarte hinein? -, dass der Eintrag vom 12. März 1955 drei Tage später von einem weiteren Sachbearbeiter korrigiert worden ist? Mich verwundert diese kurze Datumsabfolge. Zumal unter dem Vermerk vom 15. März 1955 dann doch davon zu lesen ist, dass die Einheit im Februar 1945 "in Kurland" war.


    Auch die Jahresangabe zu Jonnys Großonkel ist plötzlich eine andere. Oder lese ich da ebenfalls zu viel heraus? Im ersten Eintrag ist noch die Rede davon, er sei 44/45 nicht im Bataillon gemeldet, in der dritten Zeile heißt es dann nur noch, er sei "für 45 nicht verzeichnet". Das würde sich jedenfalls mit der Auskunft aus dem Bundesarchiv decken, Josef Ebnet werde mit dem Datum 16. Juni 1944 letztmalig als Angehöriger der 2. Kompanie des Pionier-Bataillons 12 (L) geführt.


    Viele Grüße!


    Frank/Evergreen


    PS: Ich stelle für alle Fälle und der Vollständigkeit halber die Vorderseite der Personenkarteikarte auch mal noch hier ein...


    Ebnet 2.JPG

    ZBs wie beschreibt man das Truppeneichen der 15.I.D., der 16.I.D. oder der 18.I.D. ? Sagt man etwa " der Panzerarm", "die geflochtene Krone " ? "Der springende Hund" , oder ?

    Wieder eine blöde Frage von dem verdammten Franzosen!!! Es tut mir Leid !

    Hallo Johannes Maria!


    Ich habe einmal gelernt: "Es gibt keine blöden/dummen Fragen - nur dumme Antworten". ;) Wer sich hier an die Regeln hält und an einen höflichen Umgangston, der darf, denke ich, im Forum so gut wie alles fragen. ;) Und davon lebt diese Plattform ja auch - von den Fragen genauso wie von den Antworten.


    Mir ist beim Lesen Deines Themas das Truppenkennzeichen der 306. Infanterie-Division in den Sinn gekommen, in der mein Großvater die meiste Zeit an der Ostfront durchlebt hat. Es ist offiziell ein "wilder Eber".


    Er ist hier in einem Wikipedia-Beitrag zu sehen.


    Vom "wilden Eber" hat nach seinen Worten allerdings in seiner Einheit nie jemand gesprochen. Für meinen Großvater und seine Kameraden war das Truppenkennzeichen, wie er einmal erzählte, "eine springende Wildsau".


    Eine kleine Anekdote zum Thema...


    Viele Grüße, alles Gute!


    Frank/Evergreen