Posts by BEA62

    Kriegslazarett 4/533(R)...................................................................O.U., den 3. Jan. 1945

    Az.: 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt. Ia Az. 49A Tgbnr. 1533/43 v. 15.5.43.

    Fr.E.: 3.1.45



    Der

    Kriegslazarett-Abt. 533(R)


    wird zu o.a. Vorg. nachstehend der Tätigkeitsbericht für den

    Monat Dezember 1944 vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken

    am letzten Tag des Vormonats (30.11.44)..............................................708

    Durchschnittsbelegung.........................................................................821

    Höchstbelegung...................................................................................995


    Zugang: Von der Truppe....a) Verwundete..................................................6

    ......................................b) andere Kranke............................................20

    ..............Aus and. Laz.....a) Verwundete...............................................401

    ......................................b) andere Kranke...........................................268


    Abgang: Dfg. zur Truppe.......................................................................240

    .............Dfg. zur Gen.Kp.......................................................................17

    .............Verlegt in andere Lazarette......................................................143

    .............Verlegt mit Laz.-Zug.................................................................---

    .............Gestorben..................................................................................8


    Bestand: am 31.12.44...........................................................................995


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt.

    San.Offz..................................20........San.Uffz......................................14

    San.Offz. (Z)..............................2........Uffz..............................................7

    Unterärzte.................................2........San.Mannsch..............................29

    Unterärzte (Z)............................--........Mannsch.....................................37

    Stabsapotheker.........................1.........DRK-Schwestern.........................91

    Verwaltungsbeamte...................5.........Techn.Ass....................................1

    Kr.Pfarrer, ev.............................1..........v.d.Helferinnen..............................9

    Kr.Pfarrer, kath.........................1..........Ordensschwestern.......................13

    ...........................................................Freiwillige.....................................8


    Personelle Veränderungen.

    Versetzt wurde mit Wirkung vom 5.12.44 Stabsarzt Dr. Meschede

    ..............von der Kr.S.St. zu Kr.Laz. 4/533(R),

    ..............mit Wirkung vom 12.12.44 vier Mannschaften zur

    ..............San.-Ers.u.Ausb.Abt. 12 Bad Kreuznach.

    Kommandiert wurde mit Wirkung vom 11.12.44 Aus.A. (Z) Dr. Einfeld

    .......................zur Leitung der Zahnstation in Rybnik bis zur Rückkehr von U.A. (Z) Dr. Christ zu 4/533(R);

    .......................Oberfeldarzt Prof Dr. Brandt m.W.v. 20.11.44

    .......................mit seiner Chirurgengruppe zum Teillazarett Rybnik.

    Befördert wurde mit Wirkung vom 1.12.44 ein San.Ogefr. Zum San.-Stabsgefreiten.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bzw. kehrten zurück:


    Erholungsurl. / zurück
    Sonderurl. / zurück
    San.Offz. 1 / 0
    1 / 1
    Beamte 1 / 0
    San.Uffz.
    Uffz. 0 / 2
    San.Mannsch. 0 / 2
    4 / 4
    Mannsch. 3 / 1
    1 / 1
    Schwestern 0 / 2 2 / 4
    v.d.Helf.

    III. Der Gesundheitszustand war bei Offz., Beamten, männlichen und weiblichen Personal gut.

    Es erkrankten:

    Unterarzt Dr. Bayer am 22.12.44 infolge einer Verletzung am linken Zeigefinger

    und 2 Uffz. und 1 Mann.


    IV. Impfungen wurden lediglich bei einzelnen Nachzüglern durchgeführt.


    V. Unterricht, Ausbildung, Belehrungen usw.

    Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan abgehalten. Es wurden behandelt: Sterilisieren und Desinfizieren von Instrumenten. Kampfstoffe. Entgiftung von Bekleidung. Gewehr 98, Stiel- und Eihandgranate, Pistole, Panzerfaust und Panzerschreck. Verhalten bei Luftterror und Bandentätigkeit. Luftschutzdienstordnung. Disziplinarstrafen und Beschwerden. Grußdisziplin. Urlaubsbestimmungen.

    Ausbildung. Gefechtsausbildung fand wöchentlich einmal in zweistündiger Übung statt. Dazu kamen die befohlenen Schießübungen auf gefechtsmäßige Ziele und einmal Werfen scharfer Handgranaten.

    Belehrungen und weltanschauliche Schulung. Die befohlenen Belehrungen wurden regelmäßig durchgeführt.

    Das Personal des Teillazaretts Rybnik nahm am Unterricht, an den Belehrungen und an der Gefechtsausbildung bei der Kr.S.St. Teil.


    VI. Ausbau des Lazaretts und Versorgungslage.

    In der Chir.Abt. II musste der Fourier-Raum geräumt werden. Dafür wurde ein neuer Raum in der Turnhalle vom Fourier bezogen. Der Windfang am Haupteingang und das Stations-Arztzimmer auf Station C wurden fertiggestellt.

    In der Inneren Abt. wurden mehrere Splitterschutzmauern gebaut. Die Abstützarbeiten im LS.-Raum sind abgeschlossen. Der Entgiftungsbunker ist ebenfalls betriebsfertig.

    In der Neurologischen Abt. wurden die Luftschutzbauten von einem Kommando der TechnKomp. 29 ausgeführt. An 5 Kellerfenstern wurde ein Splitterschutz gemauert, weitere 4 Splitterschutzmauern, die gleichzeitig als Deckenstütze dienen, wurden im Kellergang errichtet. Durch die Mitte des Kellerganges wurden in ca. 30 m Länge Stützpfeiler mit Grundschwelle und Holm aufgestellt.- An den Winterfenstern, die starke Schäden aus dem Bombenangriff aufwiesen, wurden zahlreiche Scheiben neu eingesetzt.

    Im Teillazarett Rybnik ist die Einrichtung der Röntgenabteilung vollendet worden. Die Inbetriebnahme des Laboratoriums ist in Kürze zu erwarten.- Der Entgiftungsbunker konnte infolge Verzögerung in der Materialbeschafftung noch nicht fertiggestellt werden.

    Die Versorgungsanlage war allgemein gut.


    VII. Geistige Betreuung und NS.-Führung.

    Im Rahmen der geistigen Betreuung der Verwundeten und Kranken wurden mehrere weltanschauliche Vorträge gehalten über die Themen: Feindliche Agitation, Zweck und Ziel der feindlichen Propaganda, ferner allgemeine politische Vorträge.-

    Im übrigen stand die Betreuung der Verwundeten im Zeichen des Weihnachtsfestes. Am 1.Advent fand in der Neurolog.Abt. eine kleine, stimmungsvolle Feier mit Darbietungen von Patienten und Schwestern statt. Partei und BdM (Mädels der Gewerbl. Berufschule) erfreuten die Verwundeten der Chir.I mit ihrem Besuch.

    Am 24.12. wurden in allen Abteilungen Weihnachtsfeiern veranstaltet, an denen neben dem Chefarzt auch der Kommandeur teilnahm.

    Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag waren eine stattliche Anzahl von Verwundeten und Kranken Gäste in Gleiwitzer Familien.

    Über die Aufnahme der Patienten bei den Gastgebern hörte man nur lobende Äußerungen.

    Die Weihnachtsfeier des Personals fand am 23.12. in der Aula der Eichendorffschule statt. An dem feierlichen Teil mit Gedichtvorträgen, Darbietungen des gemischten Chors und Ansprachen des Kommandeurs und des Chefarztes schloß sich ein gemeinsames Abendessen und ein gemütliches Beisammensein, bei dem die Schwestern das Märchenspiel "Schneewittchen" aufführten.- Ein außerordentlich gelungener Kameradschafts-Nachmittag vereinigte am 2. Weihnachtsfeiertag das Personal der Verwaltung, des Hauptgeschäftszimmers und die Kraftfahrer mit dem Chefarzt und den Zahlmeistern.

    Auch zwei Bunte Abende und ein Romantischer Liederabend, veranstaltet von der Inneren Abteilung, fielen in den Berichtsmonat.

    Im Teillazarett Rybnik wurden 3 Bunte Abende zu Gunsten des WHW. veranstaltet, die bei den Zuhörern große Begeisterung auslösten. Sie erbrachten einen Reinertrag von 4139.35 RM.-

    Am 24.12. wurde im Kloster-Speisesaal eine Julfeier abgehalten. Die Betreuung durch die NSV. Und die Frauenschaft äußerst befriedigend.

    Reger Gebrauch wurde wieder von der Möglichkeit gemacht, Lesestoff aus der Stadtbücherei Gleiwitz zu entleihen. Auch der Film wurde wie immer in den Dienst der Betreuung der Verwundeten und Kranken gestellt. In Rybnik liefen allein 23 Schmalfilme.


    VIII. Der Beratende Otologe Oberstabsarzt Prof. Dr. Mittermeyer besichtigte die Hals-, Nasen-, Ohren-Abt. in Rybnik.

    In der Zeit vom 27.11. bis 2.12.44 wurde in der Chir.Abt. II ein Kranken-Gymnastik-Kurs abgehalten, an der 14 Schwestern teilnahmen. Sie haben die Abschlußprüfung fast alle mit gutem oder sehr gutem Ergebnis bestanden.



    Dr. Berger


    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R)........................................................................O.U., den 3. Dezember 1944

    Az. 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt.Ia Az. 49A Tgbnr. 1533/43 v. 15.5.43

    Fr.E.: 3.12.1944



    Der Kriegslazarett-Abteilung 533(R)

    Gleiwitz.


    Zu o.a. Vorg. wird nachstehend der Tätigkeitsbericht für den

    Monat November 1944 vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten Tag des Vormonats

    (31.10.1944)......................................................................................952

    Durchschnittsbelegung.......................................................................747

    Höchstbelegung.................................................................................859


    Zugang:

    Von der Truppe a) Verwundete................................................................2

    .......................b) andere Kranke..........................................................27

    Aus den Lazaretten a) Verwundete......................................................200

    .............................b) andere Kranke..................................................252


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe.......................................................................228

    Dienstfähig zur Gen.Kp........................................................................27

    Verlegt in andere Lazarette.................................................................157

    Verlegt mit Laz.-Zug...........................................................................301

    Gestorben...........................................................................................13

    Bestand am 30.11.1944......................................................................709


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz..................................20...........San.Uffz..................................13

    San.Offz. (Z).............................1............Uffz..........................................8

    Unterärzte................................2............San.Mannsch..........................30

    Unterärzte (Z)...........................1.............Mannsch................................38

    Stabsapotheker........................1.............DRK.-Schwestern....................88

    Verwaltungsbeamte...................6............Techn.Ass................................1

    Kriegspfarrer (ev.)......................1............vd.Heferinnen............................9

    Kriegspfarrer (kath.)..................1.............Freiwillige................................8

    .............................................................Ordensschwestern..................13


    Personelle Veränderungen:

    Versetzt wurde mit Wirkung vom 12.10.1944 Stabsapotheker Harteis von der San.-Material-Ausgabestelle 18 zu Kr.Laz. 4/533(R); Stabsapotheker Basten mit Wirkung vom gleichen Datum zur San.Ers.u.Ausb. Abt.6 in Münster/Westf., Oberarzt Dr. Sydow mit Wirkung vom 2.11.44 zu Panzer-Armee-Arzt 4; Unterarzt Obels mit Wirkung vom 1.11.44 zu Panzer-Armee-Arzt1; ferner 1 San.-Dienstgrad zur Panzer-Armee I.

    Kommandiert wurde Unterarzt (Z) Dr. Christ zur Feldbewährung auf die Dauer von 3 Monaten zu 208. I.Div.; ferner 1 Uffz. zu Panzer-Armee I und Uffz. Volcan vom Stab Kr.Laz.Abt. 533(R) zu Kr.Laz. 4/53(R).

    Lt. fernmündlicher Mitteilung v. 25.11.44 ist St.A. Dr. Rendenbach während seines Heiratsurlaubs in der Nähe von Trier durch Tief-Fliegerangriff (Kopfschuss) ums Leben gekommen.


    Beförderungen; Mit Wirkung vom 1.11.1944 wurde San.-Gefr. Dr. Bayer zum Unterarzt d.R. befördert; ferner 1 Gefr. zum Obergefreiten.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bezw. kehrten zurück:


    Erhl.Urlaub / zurück
    Sonderurlaub / zurück
    San.-Offz. 1 / --
    3 / 3
    Beamte -- / --
    -- / --
    San.-Uffz. 1 / --
    -- / --
    Uffz. 2 / 1
    -- / --
    San.Mannsch. 1 / --
    1 / 2
    Mannsch. 2 / 1
    1 / 4
    Schwestern 4 / 5
    8 / 7
    v.d. Helferinnen
    -- / --
    -- / --

    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz., Beamten, des männl. u. weibl. Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    Stabsarzt Dr. v. Heineccius am 23.10.44 an Rachen-Di., ferner 1 Mann und 1 Techn.Ass. St.A. Dr. Schiele wurde zwecks Begutachtung und evtl. zur Vornahme der von Oberfeldarzt Prof. Dr. Brandt vorgeschlagenen Operation in das Res.Laz. Hohenlynchen eingeliefert.


    IV. Impfungen. Im Teillazarett Rybnik und bei einigen Nachzüglern wurden die befohlenen T.A.B. Chol.-u. Fleckfieberimpfungen durchgeführt. Besondere Reaktionen und Spritzenabszesse sind bisher nicht gemeldet.


    V. Unterricht. Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan abgehalten. Behandelt wurde: Chemische Kampfstoffe u. Entgiftung, Gasmaske 30 u. 38, Verletzungen u. Verbände, Vorbereitung von Verbänden und Instrumenten (Sterilisation und Desinfektion), LS.-Dienstordnung, H.Dv. 21/II, Urlaubsbestimmungen, Grußdisziplin (Ehrenbezeigung),

    Ausbildung: In der Panzerbekämpfung (Panzerschreck und Panzerfaust) fanden theoretische Unterweisungen mit Erklärungen der Waffen anhand von Skizzen statt. In der Gefechtsausbildung wurde gefechtsmässiges Verhalten im Gelände unter Feindeinwirkung, z.T. mit Gasmaske, geübt. Zur Schießausbildung fanden Zielübungen und, wie befohlen, Scharfschießen auf gefechtsmäßige Ziele auf dem Standortübungsplatz statt.


    Belehrungen und weltanschauliche Schulung: Die befohlenen Belehrungen über Feldpostverkehr, Spionageabwehr, Disziplin und Haltung der Truppe, zur weltanschaulichen Schulung ab, auch Patienten waren in einzelnen Abteilungen zu Referaten eingesetzt.

    Das Personal des Teillazaretts Rybnik nahm am Unterricht, an den Belehrungen und an der Gefechtsausbildung bei der Kr.S. Stelle teil, ebenso wurde das befohlene Scharfschießen gemeinsam mit dem Personal der KrSSt. durchgeführt.


    VI. Ausbau des Lazaretts:

    In der Chir.Abt. II wurde die im Tätigkeitsbericht für Monat Okrober 1944 angegebenen baulichen Veränderungen zum größten Teil beendet. Es kam hinzu: Ein Windfang für den Haupteingang und ein Arztzimmer, das durch Einziehen einer Wand gewonnen wurde. Zur Verschönerung der Krankenzimmer wurden Bilder angekauft. Die Mittel dafür wurden durch eine Sammlung unter dem Personal aufgebracht. Auch das Aufziehen und Rahmen wurde durch Angehörige des Personals im Arbeitsdienst besorgt.

    In der Infektions-Abt. wurden zwei neue Krankenzimmer durch Abteilen gewonnen. In der Hauptküche wurde ein grosses Spülbecken gesetzt, ein neuer Schrank zum Einstellen der großen Töpfe aufgestellt, ebenso zwei Öfen in bisher nicht heizbaren Zimmern.

    In der Nerven-Abt. wurde in der Abt.-Küche ein Schiebefenster zur Speisenausgabe eingebaut. Je ein Bretterverschlag wurde im Erdgeschoss und in der Kammer zwecks Unterbrinung von Altwäsche und Abtrennung der Personalunterkünfte errichtet. Der Ausbau der LS.Räume konnte wegen Materialmangels immer noch nicht erfolgen.

    Im Teillazarett Rybnik wurde die Entlausung in der Horst Wessel-Schule fertig gestellt. Die Bauarbeiten in der Röntgen-Abt. sind bis auf geringe Putzarbeiten beendet. In dem für das Laboratium vorgesehenen Raum ist nur noch der Einbau einer Tür notwendig, die in kürzester Frist fertig gestellt sein wird. Die im letzten Tätigkeitsbericht erwähte Kessel-Reparatur der Heizanlage ist durchgeführt. Vor der Abort-Anlage für die Hinrchirurgie wurde ein Gibsraum erstellt.

    Eine Zahnstation wurde in den Räumen der Knappschafts-Zahnklinik in Rybnik, Straße des 1. September eingerichtet. Der befohlene Bau eines Entgiftungs-Bunkers ist im Hof der Horst Wessel-Schule in Angriff genommen.


    VII. Geistige Betreuung und NS.-Führung:

    Der NSFO überwachte die geistige Betreuung der Verwundeten und Kranken. Er hielt selbst Vorträge zur weltanschaulischen Schulung, so auch am 24.11.1944 in Ratibor im Austausch mit dem NSFO von Kr.Laz. 1/533(R).

    Dieser, Stabsarzt Dr. Gastauer, sprach in der Eichendorff-Schule in Gleiwitz über die "Invasion des Nihilismus".

    Zur Betreuung der Freiwilligen aus dem Osten erschien der ukrainische Propagandist Frw. Tarasenko; er hielt hier einen gut besuchten Vortrag vor Freiwilligen und Arbeitskräften der Ostvölker.

    Einzelne Abteilungen veranstalteten "Bunte Abende". Besonders gut gelungen war die Variete-Vorführung am 25.11.44 in der Aula der Eichendorff-Schule, bestritten von hervorragenden Kräften vom Kr.Laz. 924 Myslowitz.

    Zu eigenen Filmvorführungen wurden Filme von der Städt. Lichtbildstelle zur Verfügung gestellt. Reger Gebrauch wurde von der Möglichkeit gemacht, Lesestoff aus der Stadtbücherei zu entleihen. Zeitschriften und Zeitungen wurden wie üblich verteilt.

    Im Teillazarett Rybnik wurde die politische Schulung durch Oberstabsarzt Dr. Maass betrieben. Auch von Patienten wurden politische Vorträge gehalten, welche bei den Zuhörern guten Anklang fanden. Am 28.11.44 hielt der Kreisleiter in der Hans Schemm-Schule einen Vortrag über das Thema: "Soldat und Wirtschaft". An einem Musikabend "Werke alter Meister", der am 24.11.44 in Sohrau stattfand, nahmen 29 Patienten teil. Zahlreich besucht war auch die Vorführung von Volkstänzen durch die Tanzgruppe der NS-Frauenschaft. Am 27.11.44. in den Krankenstuben wurden 32 Schmalfilme vorgeführt.



    Dr. Berger


    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R)................................................................................O.U., den 3. November 1944

    Az.: 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht

    Vorg.: K.Laz.Abt. 533(R) Abt. Ia Az. 49A Tgb. Nr. 1533/43 v. 15.5.43

    Fr.E.: 3.11.44.



    Der Kriegslazarett-Abteilung 533(R)

    Gleiwitz.

    Wird zu o.a. Vorg. nachstehend der Tätigkeitsbericht für den

    Monat Oktober 1944 vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten Tag des Vormonats

    30.9.1944)........................................................................................673

    Durchschnittsbelegung....................................................................1013

    Höchstbelegung..............................................................................1262


    Zugang:

    Von der Truppe a) Verwundete...............................................................1

    .......................b) andere Kranke...........................................................9

    Aus anderen Lazaretten a) Verwundete...............................................752

    ...................................b) andere Kranke...........................................228


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe.......................................................................127

    Dienstfähig zur Gen.Kp........................................................................31

    Verlegt in andere Lazarette.................................................................285

    Verlegt mit Laz.Zug............................................................................262

    Fahnenflüchtig.....................................................................................---

    Gestorben.............................................................................................6


    Bestand: am 31.10.44........................................................................952


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz.................................20.........San.Uffz...................................14

    San.Offz.(Z)..............................1.........Uffz...........................................7

    Unterärzte................................2.........San.Mannsch............................31

    Unterärzte (Z)...........................1.........Mannsch...................................38

    Stabsapotheker........................1..........DRK.Schwestern.......................88

    Verwaltungsbeamte...................6.........Techn. Ass..................................1

    Kriegspfarrer (ev.)......................1..........v.d. Helferinnen...........................9

    Kriegspfarrer (kath.)..................1..........Freiwillige...................................8


    Personelle Veränderungen:


    Versetzt wurden Stabsarzt Dr. Heinrich Schmidt, Kr.Laz. 4/533(R) zu San.Ers.u.Ausb.Abt. 12, Oberarzt Dr. Weyrich von Kr.Laz. 4/533(R) zu Kr.Transp.Abt. 790, Oberstabsarzt Dr. Mann von Chir.Sonderlaz. des OKH. zu Kr.Laz. 4/533(R), Unterarzt Dr. Kessel von Kr.Transp.Abt. 790 zu Kr.Laz. 4/533(R), Stabsapotheker Basten von Kr.Laz. 4/533(R) zu San.Ers.u.Ausb. 6, Stabsarzt Dr. Malorny von Stab der 389. Inf.Div. zu Kriegslaz. 4/533(R), Ass.Arzt Dr. Dr. Jantzen von Res.Laz. Goerden bei Brandenburg zu Kr.Laz. 4/533(R). Ferner 1 Mann zu Armeearzt der Armeegruppe Heinrici, 1 San.-Dienstgrad von Feldkochlehrstab 25 zu Kr.Laz. 4/533(R).


    Beförderungen: Mit Wirkung vom 1.10.1944

    1 Uffz. zum Unterfeldwebel, 1 Obergefr. Zum Uffz.

    6 Gefr. Zu Obergefr., 2 San.-Dienstgr. Zu San.-Obergefr.,

    6 San.Soldaten zu San.-Gefr., 3 Soldaten zu Gefr.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bezw. kehrten zurück:


    Erholungsurlaub/zurück Sonderurlaub/zurück
    San.Offz. 2 / 1
    Beamte 1 / 1
    San.Uffz.
    1
    Uffz. 1
    1
    San.Mannsch. 2 / 1
    Mannsch. 3/ 2
    Schwestern 1 / 2
    6 / 4
    v.d. Helferinnen
    2 / 3

    III. Gesundheitszustand der San.Offz., Beamten, des männl. u. weibl. Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    O.St.A. Dr. Mann am 20.10.44 an Darmkatarrh nach Ruhr, ferner 3 Mann.


    IV. Impfungen. Die befohlenen T.A.B. Chol.-u. Fleckfieberimpfungen wurden durchgeführt. Besondere Reaktionen und Spritzenabszesse sind bisher nicht gemeldet.


    V. Unterricht. Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan abgehalten. Behandelt wurde: Verletzungen und Verbände, Chemische Kampfstoffe, Geländekampfstoffe und ihre Wirkung (mit prakt. Vorführungen), H.Dv. 21, 2, Rang- und Vorgesetztenverhältnis.

    Ausbildung: Die Gefechtsausbildung erstreckte sich auf eine theoretische Ausbildung in der Panzernahbekämpfung mit der Panzerfaust.


    Belehrungen und weltanschaulische Schulung. Die befohlenen Belehrungen über Feldpostverkehr, Spionageabwehr, Disziplin und Haltung der Truppe, Reifenpflege u.a. wurden regelmässig durchgeführt.

    Der NSFO. hielt Vorträge zur weltanschaulischen Schulung ab, auch Patienten waren in einzelnen Abteilungen zu Referaten eingesetzt.


    VI. Verlegungen:

    Da durch den Terrorangriff am 13.9.44 das Gebäude der Gustav-Freytag-Schule für Lazarettzwecke unbrauchbar geworden war und da die Volksschule an der Stadtwaldstrasse freigemacht werden wollte, wurden die Fachabteilungen: Augen., HNO., Kieger- u. Schäderchirurgie als Teillazarett nach Rybnik verlegt. Gem.Vfg. Wehrkreiskommando VIII Abt.IBb, Az. I/XHa. Nr. 2414/44 v. 24.9.1944 wurden hierfür die Gebude des Reservelazaretts Rybnik, nämlich die Horst-Wessel-Schule (HNO und Schädelchirurgie), das Knappschaftskrankenhaus (Kieferchirurgie) und das Kloster (Augenabteilung) übernommen.

    Die vorher in der Waldschule untergebrachte Nerven-Abt. wurde zusammen mit der Zahnstation in der Karin-Göring-Schule in der Markgrafenstrasse in Gleiwitz untergebracht. Auch die Volksschule V in der Hüttenstrasse konnte freigemacht werden, indem die Verwaltung und Hauptgeschäftszimmer in das Gebäude an der Plesser Straße verlegt wurden, während die Hauptaufnahme mit dem Geschäftszimmer der Nervenabteilung vereinigt wurde. Anstelle des Unterrichtsraumes in der Hüttenstrasse wurde ein Raum in der Karin-Göring-Schule als solcher eingerichtet, der zugleich als Warteraum für die Zahnstation dient.


    Ausbau des Lazarettes:

    Chir.Abt. II. Die Einrichtung eines Gipsraumes, des Röntgenzimmers, eines Spülraumes und des Baderaumes wurden vollendet. Bis auf Umbauten an den Klosettanlagen sind auch hier die baulichen Veränderungen fertig.


    Teillazarett Rybnik: In der Horst-Wessel-Schule wurde für die HNO.-Abteilung ein Operationsraum und eine Ambulanz eingerichtet, für die Schädelchirurgie. Abteilung ein septischer und ein aseptischer Operationsraum, ferner eine Bekleidungskammer. Die Erstellung einer Entlausung mit reiner und unreiner Seite ist begonnen, ebenso die Einrichtung einer Röntgen-Abteilung. Vorgesehen ist ein Laboratorium. Um eine Zahnstation sofort einsatzfähig zu machen, wurde an die Oberschlesische Knappschaft in Gleiwitz Antrag auf Überlassung von Räumlichkeiten in der Knappschaft-Zahnklinik gestellt. In den Krankenzimmern der Horst-Wessel-Schule wurde eine gründliche und umfassende Entwesung durchgeführt.


    Nerven-Abteilung: Am Gebäude der Karin-Göring-Schule waren umfangreiche Ausbesserungen notwendig, bevor es die Nerven-Abteilung aufnehmen konnte. Die Verdunkelungseinrichtung musste vollkommen erneuert werden. Am Übergang zur Gustav-Freytag-Schule wurden in den drei Geschossen Trennwände errichtet. Für die sichere Unterbringung geisteskranker Soldaten wurde ein Krankenzimmer entsprechend ausgebaut. Mit dem Bau von Splitterschutzwänden und der Anstützung der Kellergewölbe konnte wegen Fehlens des längst angeforderten Baumaterials noch nicht begonnen werden.


    In der Chir. I und der Inneren Abt. waren keine baulichen Veränderungen mehr vorzunehmen.


    VII. Geistige Betreuung und NS-Führung.

    Neben den Vorträgen des NSFO zur weltanschaulischen Schulung waren auch Patienten eingesetzt, die Referate über die Schweigepflicht, "Achtung, Feind hört mit!" u.a. hielten. In Rybnik fand ein Vortrag des Landrats über "Volk und Staat" statt, den 62 Aufstehpatienten besuchten.

    In jeder Abteilung ist eine Tafel "Hier spricht der NSFO." angebracht, an der Artikel aus den "Mitteilungen für die Truppe", dem "Politischen Soldaten" u. dgl. ausgehängt werden. Der Wehrmachtsbericht wird täglich in den Krankenzimmern verlesen. Zum Gemeinschaftsempfang am Rundfunk vereinen sich Patienten und Personal regelmässig, um den Goebbels-Aufsatz aus dem "Reich" zu hören. Auch die Rede des Reichsministers für Aufklärung und Propaganda am 27.10.1944 im Gemeinschaftsempfang angehört.

    In einzelnen Abteilungen haben sich Hauskapellen gebildet, die den verwundeten und kranken Kameraden regelmässig musikalische Unterhaltung bieten. Ein Bunter Abend fand sowohl in der Inneren Abt, als auch in Rybnik statt.

    Für Lesestoff ist reichlich gesorgt. Neben den "Mitteilungen für die Truppe". Der Panzerzeitung und "Front und Heimat" werden an Patienten die Tagesezeitung "Der Oberschlesiche Wanderer" und die Wochenzeitungen "Das Reich" und "Das Schwarze Korps" verteilt.

    Ferner stehen in jeder Abteilung in reicher Auswahl Bücher unterhaltenden und belehrenden Inhalts zur Verfügung. Besonders zu erwähnen ist hier, dass vom Res.-Lazarett Rybnik eine Bücherei von 485 Bänden übernommen werden konnte. Durch die NSDAP. Rybnik wurden ferner 85 Bände für die dortige Augenabteilung übergeben, und den Patienten der Kieferchirurgie steht die Bücherei der Knappschaft zur Verfügung.

    Auch der Film wurde in den Dienst der Verwundetenbetreuung gestellt durch Vorführungen von Filmen, die von dem Nachr.Rgt. z.b.V. 604 entlehnt werden konnten.

    Der Verwundetentransport wurde nach den befohlenen Richtlinien überall durchgeführt.



    Dr. Berger


    Oberfeldarzt und Chefarzt

    Kriegslazarett 4/533(R)..................................................................O.U., den 3. Okt. 1944.

    Az.: 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt. Ia Az. 49A Tgb. Nr. 1533/43 vom 15.5.43.

    Fr.E.: 3.10.44.


    Der Kriegslazarett-Abt. 533(R)

    Gleiwitz


    wird gem. o.a. Vorg. nachstehend der Tätigkeitsbericht für den

    Monat September 1944 vorgelegt.


    I. Bestand zu Verwundeten und Kranken am letzten Tag des Vormonats

    (31.8.44).............................................................................................0

    Durchschnittsbelegung.....................................................................630

    Höchstbelegung...............................................................................869


    Zugang:

    Von der Truppe a) Verwundete..............................................................0

    ..........................b) andere Kranke......................................................3

    Aus anderen Lazaretten a) Verwundete.............................................789

    ...................................b) andere Kranke.........................................181


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe......................................................................36

    Dienstfähig zur Gen.Kp.......................................................................4

    Verlegt in andere Lazarette................................................................95

    Verlegt mit Laz.Zug.........................................................................160

    Fahnenflüchtig....................................................................................1

    Gestorben..........................................................................................4

    Bestand: am 30.9.44.......................................................................673


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz..........................18..........San.Uffz..............................13

    San.Offz.(Z).......................1..........Uffz......................................7

    Unterärzte.........................1...........San.Mannsch......................31

    Unterärzte(Z).....................1...........Mannsch.............................39

    Stabsapotheker..................1..........DRK.Schwestern..................83

    Verwaltungsbeamte............6...........Techn.Ass............................1

    Kriegspfarrer (ev.)...............1...........vd.Helferinnen.......................9

    Kriegspfarrer (kath.)...........1...........Freiwillige.............................8


    Personelle Veränderungen:

    Kommandiert wurden am 2.9.44 3 Mann (1 San.Dstgr. und 2 Krankenträger) zum Alarmbattaillon des Höheren Kommandeurs der Nachschubtruppen 3: am 11.9.44 1 Uffz. von Kr.Laz. 1/533(R) zu 4/533(R);

    am 11.9.44 1 Uffz. von 4/533(R) zu 1/533(R); am 11.9.44 1 Mann von Pers.Res. zu 4/533(R); am 24.9.44 1 Mann von Pers.Res. zu Kr.Laz. 4/533(R).

    Versetzt wurden mit Wirkung vom 7.9.44 Stabsarzt Dr. Köster zu Kr.Trsp.Abt. 790; ferner am 12.9.44

    1 Mann vom Feldkochlehrstab 25 zu Kr.Laz. 4/533(R) und am 19.9.44 2 Mann zu Pz.A.A. 4.

    Als Freiwillige in die Wehrmacht übernommen wurden am 25.9.44 4 landeseigene Hilfskräfte.

    Gefallen ist bei einem Bombenangriff am 13.9.44 der Soldat Peter Michel.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bzw. kehrten zurück:

    Erholungsurlaub/zurück Sonderurlaub/zurück
    San.Offz. 2 / 2
    San.Mannsch. 1 / 1
    Mannsch. 3 / 2
    Schwestern 3 4 / 4
    v.d.Helferinnen 1

    III. Gesundheitszustand der San.Offz., Beamten, des männl. u. weibl. Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    O.A. Dr. Schmitz am 21.9.44 an rechtsseitiger Leistenhernie,

    St.A. Dr. v. Heineccius am 21.9.44 an Gelenkbandzerrung re. Außenknöchel;

    ferner 1 Mann.

    Die vorgeschriebenen Meldungen wurden erstattet.

    Geschlechtskrankheiten traten nicht auf.


    IV. Impfungen. Infolge der Aufbauarbeiten wurden im Berichtsmonat keine Impfungen vorgenommen.


    V. Unterricht, Ausbildung, Belehrungen:

    A. Unterricht. Der Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan durchgeführt. Es wurden behandelt: Erste Hilfe bei Wasserunfällen und bei Verwundungen aller Art; Truppen- und Sachentgiftung; Entgiftungsmittel und ihre Anwendung; Rang- und Vorgesetztenverhältnis, Erweisung der Ehrenbezeichnung; H.Dv.21.

    B. Ausbildung. Für die nicht sanitätsdienstlich ausgebildeten Mannschaften fand verfügungsgemäß ein Ausbildungslehrgang statt, der in 6 Doppelstunden Anatomie, Verletzungen und ihre Behandlung, Erste Hilfe und Verbandlehre behandelte.

    An Stelle des formalen Exerzierens wurde befehlsgemäß Gefechtsausbildung in den Dienstplan übernommen.

    C. Belehrungen und weltanschauliche Schulung. Die befohlenen Belehrungen wurden regelmäßig durchgeführt. Einmal in der Woche fand weltanschuliche Schulung durch den NSFO. statt.


    VI. Ausbau des Lazaretts.

    Chir.Abt. I: Folgende bauliche Veränderungen wurden durchgeführt:

    In der Hauptküche 3 Kessel und 1 Herd gemauert, in der Röntgenabteilung wurde ein Raum abgetrennt zur Aufstellung des schweren Röntgengerätes und eine Dunkelkammer eingerichtet. In der Turnhalle wurde die Errichtung einer Entlausungsanstalt begonnen.


    Chir.Abt. II: Die Arbeiten zur Einrichtung der Hauptküche sind noch nicht abgeschlossen, ebenso die des Röntgenzimmers. Die Klosettanlagen sind fertiggestellt.

    Die belegbare Bettenzahl wurde auf 300 erhöht.


    Chir.Abt.III: Bis 9.9.44 waren von den vorgesehenen 350 Betten 175 belegbar. Mangels Bettwäsche und Wirtschaftsgerät konnte diese Zahl zunächst nicht erhöht werden. In der Hauptküche wurde ein transportabler Kessel aufgestellt, die Aufstellung eines ortsfesten Kessels in Angriff genommen.

    Die Op.Säle waren zum Teil hergerichtet, die Vorarbeiten für die Röntgenabteilung fast beendet. Am 13.9.44 mußten die Arbeiten infolge Bombenschadens eingestellt werden.

    Für die Weiterbenutzung als Lazarett kam nur noch das Gebäude Karin-Göring-Schule in Betracht; es wurde zunächst zur Aufnahme der Kiefer-chirurg. Abt. und der Zahnstation bestimmt. Die erforderlichen Installations- und Anstreicherarbeiten im Op. der Kiefer-Chir.Abt. sowie im Behandlungsraum und Laboratorium der Zahnstation wurden am 18.9. wieder aufgenommen. Gleichzeitig wurde die Instandsetzung bzw. Verglasung der Fenster und Tüten begonnen. Gegen Ende des Berichtsmonats waren die Wiederherstellungsarbeiten größtenteils durchgeführt.


    Innere Abt.: Größere bauliche Veränderungen waren nicht notwendig.

    Die Einrichtung des Lazaretts ist im wesentlichen beendet.

    Seuchen-Abt.: Die Abteilung konnte ohne besondere bauliche Veränderungen in Betrieb genommen werden.

    Augen-Abt.: Wesentliche Baumaßnahmen wurden nicht durchgeführt, weil eine Verlegung der Abteilung bevorsteht.

    Nerven-Abt.: Die Abteilung wurde zu Beginn des Berichtsmonats von der Markgrafenstraße in die Volksschule XVI an der Stadtwaldstraße verlegt, wo ihr das Erdgeschoß und der 1. Stock zugewiesen wurden. Bis zum 15.9.44 waren 100 Betten in die geräumigen Zimmern aufgestellt. In der Hauptküche standen zwei Gasherde zur Verfügung; ein Wasserbadkessel wurde zusätzlich aufgestellt. Das Bad ist ausgerüstet mit 1 Wanne und 8 Brausen. Die Arbeiten zur Herstellung einer Entlausung wurden noch nicht begonnen, da eine erneute Verlegung der Abteilung beabsichtigt ist.

    Die Versorgungslage war an allen Abteilungen gut.


    VII. Geistige Betreuung der Verwundeten und des Personals.

    Der NSFO. Stabsarzt Dr. Schiele hielt Vorträge zur politschen Lage und über die sich daraus ergebenden Verpflichtungen für den deutschen Soldaten.-

    An Lesestoff stehen die Abteilungsbüchereien zur Verfügung. Mit der Stadtbücherei sind Verhandlungen geführt worden, um diese den Patienten ebenfalls zugänglich zu machen. Außer den in reichem Maße angelieferten "Mitteilungen für die Truppe" bekommen die Abteilungen täglich die Zeitung "Der oberschlesische Wanderer" in genügender Anzahl.

    Am 22.9.44 konnten die Aufstehpatienten eine Kabarett-Vorstellung "Neue Welt" besuchen.

    Die Betreuung der Patienten durch die NSV. wurde von diesen dankbar aufgenommen.


    VIII. Sonstiges. Am 25.9.44 fand in feierlicher Form die Vereidigung von acht Freiwillen statt.

    Am 13.9.44 wurde das Lazarett von einem Bombenschaden betroffen. Vor dem Gebäudeteil Gustav-Freytag-Schule der Chir.Abt. III kam eine Sprengbombe zur Explosion. Die dabei entstandenen Gebäudeschäden waren so schwer, daß eine Weiterbenutzung des Hauses unmöglich wurde. Ein Angehöriger der Einheit kam ums Leben, zwei Schwestern und eine im Lazarett beschäftigte Putzfrau wurden durch Einsturz der Decke im LS.-Raum verletzt.



    Dr. Berger


    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R).............................................................................O.U., den 2.9.1944.

    Az.: 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt. Ia Az.

    Fr.E.: 3.9.44.



    Der

    Kriegslazarett-Abt. 533(R)

    Gleiwitz


    wird gem. o.a. Vorg. nachstehend der Tätigkeitsbericht für den Monat

    August vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken

    am letzten Tag des Vormonats (31.7.44)..................................................90

    Durchschnittsbelegung...........................................................................79

    Höchsbelegung......................................................................................90


    Zugang:

    Von der Truppe a) Verwundete..................................................................--

    .......................b) andere Kranke..............................................................1

    Aus anderen Lazaretten a) Verwundete....................................................19

    ....................................b) andere Kranke.................................................4


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe............................................................................87

    Verlegt in andere Lazarette......................................................................26

    Fahnenflüchtig.........................................................................................1

    Gestorben...............................................................................................--

    Bestand am 31. August 1944....................................................................--


    Die als Hauptverbandplatz tätige Chirurgie I hatte in der Zeit vom 2. bis 19.8.44 einen Durchgang von 944 Patienten aufzuweisen.


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt (bis zur Verlegung des Lazaretts nach Gleiwitz)


    San. Offz...........................14..............San.Uffz.........................................13

    San. Offz.(Z)........................1..............Uffz..................................................7

    Unterärzte...........................1..............San.Mannschaften...........................31

    Unterärzte(Z).......................1...............Mannschaften.................................49

    Stabsapotheker...................1...............DRK-Schwestern.............................82

    Verwaltungsbeamte..............6...............Techn.Ass........................................1

    Kriegspfarrer (ev.).................1...............vd. Helferinnen..................................9

    Kriegspfarrer (kath.).............1...............Freiwillige.........................................6


    Personelle Veränderungen:

    Befördert wurde mit Wirkung vom 1. Mai 1944 Oberarzt d.R.

    .................Dr. Hose zum Stabsarzt d.R.; ferner 1 San. Gefr.

    .................zum San. Obergefreiten.

    Als zum Ersatztruppenteil versetzt gilt ab 5.8.44

    ................1 Mann, der seit 10.6.44 im Ortsf. Krankenrevier

    ................Krakau liegt.

    Mit Wirkung vom 1.8.44 wurden zurückkommandiert

    ................1 Uffz. und 9 Mann von der Kr.Trap.Abt. 790.

    Vom 1.8. bzw. 6.8.44 bis zur Verlegung des Lazaretts waren

    ...................7 Mann von der Kom-Kol. 1021 mit 3 Koms zukommandiert.

    Nach der Verlegung wurden folgende Kommandierungen verfügt:

    ...................Von 1/533(R) zu 4/533(R)

    ...................O.St.A. Dr. Maaß, Pers.Res.

    ...................St.A. Dr. Lemke,

    ...................St.A. Dr. Tauch und

    ...................Unterarzt (Z) Dr. Christ, Pers.Res.


    ..................von 2/533(R) zu 4/533(R) St.A. Dr. Pfisterer;

    ..................von 3/533(R) zu 4/533(R) St.A. Dr. Schmidt Hch.,

    ..................von 5/533(R) zu 4/533(R) St.A. Dr. Beisert;

    ..................von 4/533(R) zu 1/533(R) St.A. Dr. Lux und

    .......................................................Unterarzt(Z) Dr. Drößler, Pers.Res.

    2 Freiwillige sind seit 15.8.44 fahnenflüchtig.


    Im Berichtsmonat fuhren in Sonder-Urlaub 2 DRK-Schwester; aus Sonderurlaub kehrte zurück: 1 Offz.


    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz. und Beamten, des männlichen und weiblichen Personals war im Berichtsmonat sehr gut. Es erkrankten 4 Mannschaften, davon 2 Lazarettkrank.

    Geschlechtskrankheiten traten nicht auf.


    VI. Impfungen konnten infolge der Rückverlegung nicht durchgeführt werden.


    V. Soweit es die Vorbereitungen zur Verlegung des Lazaretts zuließen, wurden Unterricht und Ausbildung, vor allem aber die vorgeschriebenen Belehrungen bis zum Abrücken durchgeführt.


    VI. Rückverlegung und Neuaufbau des Lazaretts.

    Am 12.8.44 erging der Befehl des Oberkommandos der Heeresgruppe Nord-Ukraine (O.Qu./IVb Az.11 Brb.Nr. 3948/44 geh. Ia), daß die Kriegslazarette 4, 2 und 3/533(R) Reservelazarette des Wehrkreises VIII in Gleiwitz-Hindenburg und Beuthen ablösen.


    Nachdem bereits am 26.7. ein Vorkommando, bestehend aus 1 Uffz. und 4 Mann, besonders wertvolles Gerät und Wäsche nach Neu-Sandez in Sicherheit gebracht hatte, ging am 12.8. der erste Eisenbahntransport ab. Die Überwachung der 9 Waggons übernahmen 1 Uffz. und 6 Mann.

    Der zuerst nach Kattowitz bestimmte Transport wurde von da nach Gleiwitz weitergeleitet, wo er am 18.8. eintraf.

    Am 14.8. ging der erste größere Bahntransport unter Führung von St.A. Dr. von Heineccius ab; er kam bereits am folgenden Tag an dem Bestimmungsort an.

    St.A. Dr. Schiele leitete den Haupttransport, der Gorlice am 15.8. verließ und Gleiwitz am 17.8. erreichte. Das Restkommando, das die gesamte Chir.I und Teile der Inneren Abt. umfaßte, fuhr nach Übergabe des Gebäudes an die San.Komp. 219 am 20.8. von Gorlice ab. Die Transportführung hatte St.A. Dr. Möbius.

    Am 21.8. langte auch dieser Teil des Lazaretts am neuen Einsatzort an.

    Die Verlegungsbewegung ging reibungslos und ohne Zwischenfall vonstatten.


    In Gleiwitz waren dem Lazarett lt.Verfg. Wehrkreiskommando VIII Iva E I, 1 vom 17.8.44 folgende Schulgebäude zur Verfügung gestellt:

    Schule IV in der Schröterstraße, Karin-Göring- und Gustav-Freytag-Schule in der Markgrafenstraße und die Berufsschule in der Kreidelstraße.

    Mit Verfg. vom 26.8.44 wurde dann noch die Volksschule III (zweites Gebäude an der Hüttenstraße) zugewiesen.

    Außerdem stehen dem Lazarett ein Teil der Eichendorff-Oberschule, ferner die Volksschule V in der Plesser Straße, die Volksschule VIII in der Clausewitzstraße und die Volksschule XVI an der Stadtwaldstraße zur Verfügung.

    Nach Eintreffen der einzelnen Transporte wurde sofort mit der Entladung begonnen. Die zugewiesenen Häuser mußten zum Teil erst frei gemacht werden. Da die eigenen Kraftfahrzeuge erst mit dem Restkommando eintrafen, fehlte es zunächst an Transportraum für die Verbringung des Geräts in die neuen Unterkünfte. Außerdem mußte das gesamte Gerät vorher in der Entwesungsanstalt in der Schröterstraße entwest werden. In den letzten Tagen des Berichtsmonat konnte mit dem Einräumen der Zimmer begonnen werden.


    Es werden aufgestellt:

    ..................in Chirurgie I.........................300 Betten,

    ..................in Chirgurgie II.......................300 Betten,

    ..................in Chirurgie III

    ......................(Schädel-Chirurgie)............150 Betten,

    ..................in der Inneren Abt..................200 Betten,

    ..................in der Seuchen-Abt................250 Betten,

    ..................in der Augen-Abt...................100 Betten,

    ..................in der H.N.O.-Station.............100 Betten,

    ..................in der Kiefer-Chirurgie............100 Betten,

    ..................in der Nerven-Abt..................100 Betten,

    das sind insgesamt...............................1600 Betten.


    In einzelnen Gebäuden müssen noch kleinere bauliche Veränderungen vorgenommen werden.



    Dr. Berger


    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R).........................................................................O.U., den 2.8.1944

    Az.: 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt.Ia Az.49s Tgb. Nr. 1533/43.

    Fr.E.: 3.8.44.


    Der

    Kriegslazarett-Abteilung 533(R)

    wird gem. o.a. Vorg. nachstehend der Tätigkeitsbericht für den

    Monat Juli 1944 vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken

    am letzten Tag des Vormonats (30.6.44).................................................259

    Durchschnittsbelegung des Lazaretts im

    Berichtsmonat......................................................................................498

    Höchstbelegung..................................................................................1197


    Zugang:

    Von der Truppe:.......a) Verwundete............................................................4

    .............................b) andere Kranke.......................................................16

    Aus anderen Lazaretten: a) Verwundete.................................................1104

    ....................................b) andere Kranke..............................................179


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe............................................................................99

    Dienstfähig zu Gen.-Kp...........................................................................17

    Verlegt in andere Lazarette......................................................................59

    Verlegt mit Laz.-Zug............................................................................1294

    Dienstunfähig........................................................................................---

    Gestorben...............................................................................................3

    Bestand am 31. Juli 1944........................................................................90


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz..............................14..........San.Uffz............................15

    San.Offz.(Z)...........................1..........Uffz....................................6

    Unterärzte.............................1..........San.Mannsch.....................33

    Unterärzte (Z)........................2..........Mannschaften.....................49

    Stabsapotheker.....................1..........DRK.-Schwestern................82

    Verwaltungsbeamte................6.........Techn.Ass............................1

    Kriegspfarrer (ev.)...................1..........V.d.Helferinnen...................13

    Kriegspfarrer (kath.)...............1..........Freiwillige.............................8


    Personelle Veränderungen:

    Versetzt wurde zu Kr.Laz. 4/533(R) Stabarzt Dr. v. Heineccius

    mit Wirkung vom 3.7.44.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bzw. kehrten zurück:


    Erholgs.Url. zurück Sonderurl. zurück
    San.Offz. 1
    Beamte
    San.Uffz.
    Uffz.
    San.Mannsch. 3 1 1
    Mannsch. 1 1
    Schwestern 6 1 1
    v.d.Helferinnen

    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz. und Beamten, des männlichen und weiblichen Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    Stabsarzt Dr. Möbius...........am 1.7.44...........an Tonsillektomie,

    Stabsarzt (Z) Dr. Stoll.... .....am 4.7.44...........an rheumatischen Beschwerden,

    Stabsarzt Dr. Cause............am 15.7.44..........an Tonsillektomie,

    ferner 10 Mannschaften.

    Die vorgeschriebenen Meldungen wurden erstattet.

    Geschlechtskrankheiten traten nicht auf.


    IV. Impfungen: Die befohlenen Impfungen wurden bei Patienten und Personal weitergeführt.


    V. Unterricht, Ausbildung, Belehrungen.

    a) Unterricht. Der Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan durchgeführt. Es wurden behandelt:

    Truppenentgiftung, Sauerstoffbehandlungsgerät, Erste Hilfe, Ersticken und Erfrieren, Kriegssanitätsvorschrift.

    b) Ausbildung. Zweimal wöchentlich fand exerziermäßige Ausbildung statt. Neben dem Formalexerzieren wurde das Be- und Entladen von Kr.Kw. geübt. Auch Sport wurde getrieben. Am 14. und 15. Juli wurde ein Vergleichs-Schulschießen durchgeführt, an dem Offz., Beamte und das gesamte Personal teilnahmen. Die Schießergebnisse waren befriedigend.

    c) Belehrungen. Die befohlenen Belehrungen, insbesondere über Spionageabwehr, Geheimhaltung, Marsch- und Straßendisziplin, Geldverkehr, wurden durchgeführt.


    VI. Ausbau des Lazaretts; Versorgungslage.

    In Chir.I wurde die Teeküche der Station A durch Einziehen einer Wand in der Hauptküche vergrößert. Der Ausbau des Erweiterungsbaues in Chir.III wurde vollendet; 150 Betten konnten hier neu aufgestellt und belegt werden.

    Die Gesamt-Versorgungslage war gut.


    VII. Geistige Betreuung der Verwundeten und des Personals.

    Der NSFO. St.A. Dr. Schiele hielt Vorträge zur politischen Lage, an denen das männliche und weibliche Personal, sowie die Aufstehpatienten teilnahmen. Bis zum 27.7.44 fanden wöchentlich Kinovorstellungen statt, "Rund um die Liebe" war das Motto eines Bunten Abends, den am 4.7.44 eine KdF.-Truppe im Kinosaal veranstaltete.


    VIII. Erfahrungen und Vorschläge.

    Die Zahl der Verwundeten, die ohne Gasmaske in Zugang kamen, hat sich beträchtlich verringert.

    Die truppenärztliche Versorgung sämtlicher am Ort und in dessen Umgebung liegender, sowie durchziehender Truppen wurde vom Truppenarzt des Lazaretts durchgeführt. Dieser war hierdurch derart in Anspruch genommen, daß er für die Arbeit im Lazarett praktisch ausfiel.

    Das Fehlen einer Ortskommandantur hat sich störend bemerkbar gemacht. Die Einrichtung einer eigenen Kommandantur ist für die nächste Zeit zugesagt.


    IX. Sonstiges.

    Die Innere Abteilung wurde wegen starker Fliegergefährdung infolge nächster Nachbarschaft einer Industrieanlage nicht mehr belegt. Als Ausweichquartiere wurden die bisher von der LBA. und dem Schulhelferlehrgang benützten Gebäude von der Regierung in Krakau dem Lazarett zugesprochen. Zu einer Belegung kam es jedoch infolge der allgemeinen Lage bisher nicht. Die Gebäude stehen dem Lazarett nach wie vor zur Verfügung.

    Am 27.7.44 wurden sämtliche Patienten mit BVZ und LZ nach rückwärts verlegt. Mit demselben Laz.-Zug wurden sämtliche Schwestern und volksdeutschen Helferinnen zum Wehrkreisarzt VIII in Breslau in Marsch gesetzt. Gleichzeitig wurde der Befehl zum Packen erteilt, der jedoch am 29.7.44 wieder aufgehoben wurde. Das Gebäude der Chir.I wurde daraufhin wieder aufnahmefähig gemacht, während die übrigen Gebäude zunächst in Reserve gehalten werden, um in kurzer Zeit ebenfalls aufnahmebereit zu sein.

    Verstorbene Angehörige durchziehender Truppenteile wurden vom Lazarett mit militärischen Ehren bestattet.


    Mehrfach fanden Alarmübungen statt. Der befohlene Gasschutztag wurde regelmäßig durchgeführt und hat sich als zweckmäßig erwiesen.


    Dr. Berger


    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R)...................................................................Gorlice, den 2.7.1944.

    Az. 49

    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt. Ia Az. 49S Tgb.Nr. 1533/43.

    Fr.E.: 3.7.44.


    Der Kriegslazarett-Abt. 533(R)

    Jaslo

    wird gem. o.a. Vorg. nachstehend der Tätigkeitsbericht für den Monat

    Juni 1944 vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten

    Tag des Vormonats (31.5.44)..................................................................703

    Durchschnittsbelegung des Lazaretts im Monat Juni 1944.........................401

    Höchstbelegung im Monat Juni 1944.......................................................685


    Zugang:

    Von der Truppe:...........a) Verwundete.......................................................10

    ..................................b) andere Kranke...................................................22

    Aus anderen Lazaretten:..a) Verwundete....................................................23

    .....................................b) andere Kranke................................................34


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe...........................................................................212

    Dienstfähig zur Gen.-Kp..........................................................................66

    Verlegt in andere Lazarette......................................................................55

    Dienstunfähig..........................................................................................---

    Gestorben................................................................................................9

    Bestand am 30. Juni 1944......................................................................259


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz............................13...............San.Uffz............................14

    San.Offz.(Z).........................1...............Uffz....................................7

    Unterärzte...........................1...............San.Mannsch....................33

    Unterärzte (Z)......................2...............Mannschaften....................49

    Stabsapotheker...................1...............DRK.-Schwestern...............81

    Verwaltungsbeamte.............6...............Techn.Ass............................1

    Kriegspfarrer (ev.).................1...............V.d.Helferinnen...................14

    Kriegspfarrer (kath.).............1...............Freiwillige............................8


    Personelle Veränderungen:

    Versetzt wurde O.Zm. Jäger m.W.v. 19.6.44.......zu Kr.Laz. 3/533(R).

    Kommandiert wurden von Kr.Trsp.Abt. 790........zu Kr.Laz. 4/533(R).

    ....................1 Fw. und 3 Mann (eingetr. am 10.6.44).

    1 Mann, von Kr.Laz.Abt. 533(R) zukommandiert, gilt als zum Ers.Truppenteil versetzt,

    da seit mehr als 8 Wochen im Heimatlazarett.

    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bzw. kehrten zurück:


    Erholungsurl. zurück Sonderurl. zurück
    San.Offz. 1 2 --- ---
    Beamte 1 1 1 2
    San.Uffz. --- 1 --- ---
    Uffz. --- 1 --- ---
    San.Mannschaften 4 1 --- ---
    Mannschaften 5 6 1 1
    Schwestern 8 8 2 3
    V.d.Helferinnen 1 5 1 1


    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz., Beamten, des männlichen und weiblichen Personals war im Berichtsmonat gut.


    Es erkrankten:

    Oberarzt Dr. Sydow am 5.6.44 an Pistolenschußverletzung re. Fuß,

    Unterarzt (Z) Dr. Brake am 18.6.44 an Blasenentzündung.

    Ferner 1 Uffz. und 9 Mann.

    Die vorgeschriebenen Meldungen wurden erstattet.

    Geschlechtskrankheiten traten nicht auf.


    IV. Impfungen. Die Ruhrschutzimpfung der Patienten wurde laufend weitergeführt. Das Gleiche gilt für die Fleckfieber-, Ruhr- und TAB.-Chol.-Schutzimpfung des gesamten Personals.


    V. Unterricht, Ausbildung, Belehrungen.

    a) Unterricht. Der Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan durchgeführt. Es wurden behandelt;

    Truppenentgiftung, Sauerstoffbehandlungsgerät, Infektionskrankheiten (Tropenkrankheiten), Desinfektion, Parasiten; Kriegssanitätsvorschrift.

    b) Ausbildung. Zweimal wöchentlich fand exerziermäßige Ausbildung statt (Formalexerzieren und Tragenexerzieren). Zur Leibesertüchtigung war zweimal in der Woche Sport.

    c) Belehrungen. Die befohlenen Belehrungen wurden durchgeführt, insbesondere die Belehrung über Geheimhaltung und Spionageabwehr.


    VI. Ausbau des Lazarette, Versorgungsanlage.

    In der Chirurgie II sind die Bauarbeiten abgeschlossen worden, Bad und Entlausungsanlagen in Betrieb genommen. Der Erweitungsbau in Chir.III wurde weitergeführt, die Wasseranlage in Betrieb gesetzt. Bei der Inneren Abteilung wurde eine dritte Baracke für Infektionskranke aufgestellt. Die Lichtanlage ist fertig, die Wasseranlage wird in etwa 8 bis 10 Tagen fertiggestellt sein.

    Die Gesamt-Versorgungslage war gut.


    VII. Geistige Betreuung der Einheit und der Verwundeten.

    Von den Büchereien der Abteilungen wurde reichtlich Gebrauch gemacht. Zeitungen und Zeitschriften wurden verteilt. Die wöchentlich zweimal stattfindenden Kinovorstellungen wurden von den Aufstehpatienten gerne besucht. Am 21.6.44 veranstaltete die Innere Abteilung im Kinosaal, der die Besucher kaum fassen konnte, einen Bunten Abend: "Soldaten spielen für Soldaten".

    Am 27.6.44 wurde an Hauptmann Jansen das Ritterkreuz verliehen, an der kurzen, militärischen Feier im Hof der Chir.II nahmen Offiziere, Schwestern, die Aufstehpatienten der Chir.II und das San.-Personal begeistert teil.



    Dr. Berger


    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R).................................................................................Gorlice, den 2.6.1944.

    Az.: 49

    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt. Ia Az.49s Tgb.Nr. 1533/43.

    Fr.E.: 3.6.44.


    Der

    Kriegslazarett-Abteilung 533(R)

    Jaslo

    wird gem. o.a. Vorg. nachstehend Tätigkeitsbericht für den Monat

    Mai 1944 vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten

    Tag des Vormonats (30.4.44)...................................................................712

    Durchschnittsbelegung des Lazaretts im Monat Mai 1944..........................842

    Höchstbelegung im Monat Mai 1944.......................................................1098


    Zugang:

    Von der Truppe: a) Verwundete..................................................................---

    ...........................b) andere Kranke...........................................................22

    Aus anderen Lazaretten:

    ...........................a) Verwundete..............................................................339

    ...........................b) andere Kranke..........................................................291


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe..............................................................................234

    Dienstfähig zur Gen.Komp........................................................................120

    Verlegt in andere Lazarette.........................................................................99

    Verlegt mit Laz.-Zug.................................................................................192

    Dienstunfähig.............................................................................................---

    Gestorben..................................................................................................16

    Bestand am 31. Mai 1944..........................................................................703


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz..................................13...........San.Uffz................................13

    San.Offz.(Z)...............................1...........Uffz.........................................7

    Unterärzte.................................1............San.Mannsch........................30

    Unterärzte (Z)............................2............Mannschaften........................49

    Stabsapotheker.........................1............DRK.-Schwestern...................83

    Verwaltungsbeamte...................6............Techn.Ass...............................1

    Kriegspfarrer (ev.)......................1............Vd. Helferinnen.......................14

    Kriegspfarrer (kath.)...................1.............Hiwi.......................................8


    Personelle Veränderungen:

    Befördert wurden mit Wirkung vom 1.5.44

    .........................................2 San.Uffz..............zu San.Unterfeldwebel,

    .........................................2 Gefreite...............zu Obergefreiten.

    Versetzt wurden.

    U.A. Dr. Lücker...............m.W.v. 22.5.44.......zu Kr.Laz.4/533(R)

    Stabsarzt Dr. Baunach ...m.W.v. 26.5.44.......zu Kr.Laz.3/533(R),

    O.Zm. Scharfenstein.......m.W.v. 26.5.44 von Res.Laz. Bittburg zu 4/533,

    O.Zm. Jäger...................m.W.v. 26.5.44 zu Stellv.Gen.Kdo.XII.A.K.;

    ferner 1 Mann.................m.W.v. 21.3.44 von San.Kp. 1/371 zu Kr.Laz. 4/533(R),

    .........1 Mann.................m.W.v. 15.4.44 von San.Marschkp. 17 zu 4/533,

    .........1 Uffz. Und 4 Mann m.W.v. 17.4.44 von Kr.Laz.677 zu 4/533,

    1 Mann nicht in Marsch gesetzt, da aus Sonderurlaub nicht zugekehrt; (beging wegen familiärer Verhältnisse Selbstmord.)


    Zugewiesen wurden.....................m.W.v. 10.5. bzw. 12.5.44 ...................8 Hiwi.

    Kommandiert wurden:

    St.A.Dr. Baunach........................m.W.v. 8.5.44....................zu Kr.Laz. 3/533(R),

    U.A. Dr. Brake............................m.W.v. 22.5.44...................zu Kr.Laz. 4/533(R),

    U.A. Dr. Lücker...........................m.W.v. 22.5.44...................zu Kr.Laz.3/533(R),

    St.A.Dr. Cause...........................m.W.v. 25.5.44...................zu Kr.Laz. 4/533(R),


    ferner 1 Mann für zahnärztlichen Dienst zu Kr.Laz. 4/533(R)

    ........................von der Personalreserve m.W.v. 6.5.44,

    .........1 Mann als kath. Küster des Kr.Pfr. Schmitz zu Res.Laz.I

    ........................Krakau, in Marsch gesetzt am 12.5.44,

    .........1 Mann zu Kr.Laz. 946(S) m.W.v. 17.5.44.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bzw. kehrten zurück;


    Erholgs.Url. zurück Sonderurl. zurück
    San.Offz. 3 3 ---

    ---
    Beamte --- --- 1

    ---
    S.Uffz. 1 2 ---

    ---
    Uffz. 1 2 ---

    ---
    San.Mannsch. 1 1 2

    1
    Mannsch. 5 6 2
    1
    Schwestern 8 2 1
    ---
    H.d.Helferinnen 3 3 2

    1



    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz., Beamte, des männlichen und weiblichen Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    Kr.Pfr. Loevenich.................am 21.4.44...........an Wolhynienfieber,

    Oberarzt Dr. Sydow.............am 10.5.44...........an grippalem Infekt.

    Ob.Zhlm. Jäger...................am 31.5.44...........an Angina,


    ferner 1 Uffz. (im Urlaub; eingeliefert in Teillaz. Huesten)

    und 15 Mann.


    Die vorgeschriebenen Meldungen wurden erstattet.

    Geschlechtskrankheiten traten nicht auf.


    IV. Impfungen. Die Ruhrschutzimpfung der Patienten wurde laufend durchgeführt. Das Gleiche gilt für die Fleckfieber-, Ruhr- und TAB.-Chol.-Schutzimpfung des gesamten Personals.


    V. Unterricht, Ausbildung, Belehrungen.

    a) Unterricht. Der Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan durchgeführt. Es wurden behandelt:

    Truppenentgiftung, Infektionskrankheiten, Schießlehre, Kriegssanitätsvorschrift, Geschäfts- und Schriftverkehr.

    b) Ausbildung. Zweimal wöchentlich fand exerziermäßige Ausbildung mit Gewehr und Gasmaske statt.

    c) Belehrungen. Die befohlenen Belehrungen wurden durchgeführt, insbesondere die Belehrung über Geheimhaltung und Spionageabwehr.


    VI. Ausbau des Lazaretts, Versorgungslage.

    Der Ausbau des Erweiterungsbaues Chir.III wurde fortgeführt. Die Wasseranlage und das Klosett sind dort fertiggestellt. Infolge Fehlens von ausreichenden Anlagen ist die Wasserversorgung dieser Abteilung nicht gewährleistet. - In der Inneren Abteilung sind die Baracken für Infektionskrankheiten aufgestellt. Licht-, sanitäre und Wasseranlagen sind in Arbeit. -

    Die Versorgungslage war gut.


    VII. Geistige Betreuung der Einheit und der Verwundeten.

    Die Patienten wurden laufend mit Büchern aus den Abteilungsbüchereien versorgt, Zeitungen und Zeitschriften wurden verteilt. Rundfunkgeräte sind in ausreichender Zahl vorhanden. Wöchentlich fanden Kinoverstellungen statt. Am 15.5. spielte außerdem der Tonfilmwagen in den einzelnen Abteilungen. Ferner wurden im Berichtsmonat 2 K.d.F-Veranstaltungen durchgeführt, an denen alle Aufstehpatienten teilnahmen: am 8.5. trat Erna Offeny mit ihrer Bunten Bühne auf, am 24.5. die K.d.F-Gruppe "Vertraute Weisen". L.B.A. Und Schulhelferlehrgang sangen mehrfach auf den Abteilungen vor Verwundeten und Kranken.


    Dr. Berger

    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533 (R)........................................................................Gorlice, den 2.5.1944.

    Az. 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kr.Laz.Abt. 533(R) Abt. Ia Az.49a Tgb.Nr. 1533/43.

    Fr.E.: 3.5.44.


    Der

    Kriegslazarett-Abteilung 533 (R)

    wird gem. o.a. Vorg. nachstehend der Tätigkeitsbericht für den Monat

    April 1944 vorgelegt.


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten

    Tag des Vormonats (31.3.44)..........................................................977

    Durchschnittsbelegung des Lazaretts im Monat

    April 1944.....................................................................................787

    Höchstbelegung im Monat April 1944.............................................1058


    Zugang:

    Von der Truppe:..a)..Verwundete.......................................................---

    .........................b)...andere Kranke..................................................50

    Aus anderen Lazaretten:

    ..........................a)...Verwundete....................................................907

    ..........................b)...andere Kranke................................................361


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe.....................................................................248

    Dienstfähig zur Gen.Komp.................................................................31

    Verlegt in andere Lazarette................................................................90

    Verlegt mit Laz.Zug........................................................................1192

    Dienstunfähig...................................................................................---

    Gestorben........................................................................................22

    Bestand am 30. April 1944...............................................................712


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz......................................12..............San.Uffz........................13

    San.Offz.(Z)...................................1..............Uffz.................................8

    Unterärzte.....................................2..............San.Mannsch.................34

    Stabsapotheker.............................1...............Mannschaften................47

    Verwaltungsbeamte........................6..............DRK.Schwestern............83

    Kriegspfarrer (ev.)...........................1..............Techn.Ass.......................1

    Kriegspfarrer (kath.).......................1...............V.D...............................19

    ....................................................................Hiwi...............................2


    Personelle Veränderungen:

    Befördert mit Wirkung vom 1.10.43

    Oberarzt Dr. Cause ......................zum Stabsarzt

    Oberarzt (Z) Dr. Stoll.....................zum Stabsarzt (Z),

    ..............mit Wirkung vom 1.4.44

    Fj.Feldw. Dr. Drößler......................zum Stabsarzt (Z),


    ferner mit Wirkung vom 1.4.44

    1 Gefreiter.......................................zum Uffz.,

    1 San.Gefreiter................................zum San.Obergefreiten,

    8 Gefreite........................................zu Obergefreiten,

    1 San.Soldat...................................zum San.Gefreiten,

    1 Soldaten......................................zum Gefreiten.

    Ernannt wurde mit Wirkung vom 28.4.44

    Unterarzt (Z) Dr. Drößler zum Fahnenjunker (Z) d.R. im San.Korps.


    Versetzt wurden: mit Wirkung vom 23.3.44 zu Panzerarmee-Arzt 4

    .........................................................1 Uffz.

    .........................................................1 Mann (nach Rückkehr vom Urlaub am 13.4.44 in Marsch gesetzt)

    ..........................Mit Wirkung vom 31.3.44, zur 8.Pz.Div.

    .........................................................1 Mann (nach Rückkehr aus Urlaub in Marsch gesetzt, am 18.4.44)

    ..........................Mit Wirkung vom 2.2.44 zu Pz.Armeearzt 1

    .........................................................1 Mann (nach Eintreffen seiner Dienstbrille in Marsch gesetzt

    ........................................................................am 30.4.44.)

    ..........................Mit Wirkung vom 10.4.44 zur Kr.Laz.Abt. 677 5 San.-Mannschaften.


    Kommandiert wurden: vorübergehend (2.-7.4.44) zu Kr.Laz. 3/533(R)

    ..........................................................5 Uffz.

    .........................................................12 Mann.

    Mit Wirkung vom 24.4.44 wurde die Kommandierung S.Fw. Hagedorn

    zu Kr.Laz. 3/533 (R) aufgehoben.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bezw. kehrten zurück:

    Erholungsurlaub zurück
    Sonderurlaub zurück
    San.Offz. --- 1 San.Offz. --- ---
    Beamte --- --- Beamte --- ---
    San.Uffz. 4 1 San.Uffz. 1
    ---
    Uffz. 2 --- Uffz. 1 ---
    San.-Mannsch. 2 1 San.-Mannsch. 1 1
    Mannsch. 4 1 Mannsch. 1 1
    DRK.Schw. 4 2 DRK.Schw. 1 ---
    V.D. Helf. 2 --- V.D. Helf. --- ---


    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz., der Beamten und des gesamten männl. und weibl. Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    Stabsarzt Dr. Möbius, Walter am 17.4.44...............an Hochfieberhafter Angina.

    Unterarzt Dr. Obels, Hans.....am 24.4.44................an Blinddarmreizung.

    Oberzahlmeister Jäger, Karl..am 30.4.44................an spast. Darmstörungen.

    Kr.Pfarr. Theodor Bövenich....am 21.4.44................an Wolhynischem-Fieber.


    Uffz. u. Mannschaften: 4, davon 1 Mann im Urlaub.

    Die vorgeschriebenen Meldungen wurden erstattet.

    Geschlechtskrankheiten traten keine auf.


    IV. Impfungen. Die befohlenen Diphterieschutzimpfungen des weiblichen Personals der Krankenpflege und die angeordnete T.A.B.-Choleraschutzimpfung des gesamten Personals wurde durchgeführt.


    V. Unterricht, Ausbildung, Belehrungen:

    a) Unterricht. Der Unterricht wurde wöchentlich viermal nach besonderem Dienstplan durchgeführt. Es wurden u.a. behandelt:

    Truppenentgiftung; Verdauung und Stoffwechsel, Feldsonderbatallion, A.H.M. 42, Ziff. 146.

    b) Ausbildung. Zweimal wöchentlich fand exerziermäßig Ausbildung mit Gewehr und Gasmaske statt.

    c) Die befohlenen Belehrungen wurden durchgeführt.


    VI. Ausbau des Lazaretts, Versorgungslage.

    Die Bauarbeiten an Bad- und Entlausungsanlagen der Chir. II wurden fertiggestellt und werden in Kürze in Betrieb genommen. In Chir. III wurde die Austünchung eines Erweiterungsbaues in Angriff genommen. Die Innere Abteilung hat mit der Aufstellung einer Baracke für Infektionskranke begonnen. In der Augenabteilung erscheint die Reparatur der Kanalanlage und eine Revision der ganzen Wasserleitung dringend notwendig. In der Entlausung wurden zwei Türen erweitert.

    Für den Ausbau der Luftschutzräume sind die entsprechenden Anforderungen an die Heeresbaudienststelle Reichshof ergangen.


    VII. Geistige Betreuung der Einheit und der Verwundeten.

    Die Versorgung der Verwundeten mit Lesestoff wird dauernd betrieben, Rundfunkgeräte stehen überall in reicher Menge zur Verfügung. Außerdem fanden wöchentlich zweimal Filmvorführungen in den Beskiden-Lichtspielen statt. Am 20. und 28.4.44 kam dazu noch der Tonfilmwagen nach Gorlice und spielte in den einzelnen Abteilungen. Am 18.4.44 erfreute der Guitarrist Rühmann die Verwundeten mit humoristischen Vorträgen.

    Im Kinosaal fand am 19.4.44 eine Nachrmittags-K.d.F.-Vorstellung der Varieté-Gruppe Rühl statt, an der alle Aufstehpatienten teilnahmen. Mehrfach sangen L.B.A. und Schulhelferinnenlehrgang in den Abteilungen.

    Am Geburtstag des Führers waren allen Gebäude beflaggt und an Patienten wie Personal wurde die befohlene Sonderzuteilung ausgegeben. Sie bestand aus einer Flasche Sekt für jeden Patienten, das Personal erhielt auf den Kopf 10 Zigaretten und 1/8 l Wodka.


    VIII. Erfahrungen und Vorschläge.

    Keine.



    I.V.

    Dr. Rendenberg

    Stabsarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R). ...........................................................................Gorlice, den 1.4.44.

    Az. 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht

    Vorg.: Kriegslazarett Abt. 533(R). Abt. Ia, Az. 49S Tgb. Nr. 1533/43.

    Fr.E.: 3.4.44.


    Der

    Kriegslazarett Abteilung 533(R).


    wird gem. o.a. Vorgang nachstehend der Tätigkeitsbericht für den Monat März

    vorgelegt.:


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten

    des Vormonats (29.2.44).................................................................................916

    Durchschnittsbelegung des Lazarettes im Monat

    März 1944.....................................................................................................902

    Höchstbelegung im Monat März 1944.............................................................1056


    Zugang:

    Von der Truppe: a) Verwundete..........................................................................---

    b) andere Kranke...............................................................................................5

    aus anderen Lazaretten:

    a) Verwundete................................................................................................670

    b) andere Kranke............................................................................................168


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe....................................................................................283

    Dienstfähig zur Gen.Komp. ..............................................................................---

    Verlegt in andere Lazarette.............................................................................177

    Verlegt mit Laz.-Zug.......................................................................................319

    Dienstunfähig..................................................................................................---

    Gestorben........................................................................................................3

    Bestand am 31.März 1944.............................................................................977


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Offz. ...............................12...................San. Uffz. ...................................12

    San.Offz.(Z)..............................1...................Uffz...............................................8

    Unterärzte................................1...................San.Mannsch...............................41

    Stabsapotheker........................1....................Mannsch.....................................41

    Verwaltungsbeamte..................7....................DRK.Schw...................................81

    Kr.Pfarrer (ev)...........................1...................Techn.Ass......................................2

    ....................................................................V.D. Helf......................................22

    ....................................................................Hiwi...............................................2


    Personalveränderungen:

    Unterarzt Dr. Koci, Franz mit Wirkung vom

    13.3.44 versetzt zur 16.Pz.Div.

    Befördert wurden zu San.Gefreiten 2 San.Soldaten


    Zu 4/533(R) wurden mit Wirkung

    vom 1.3.44 versetzt:.......................................San.Uffz.......................................---

    ....................................................................Uffz................................................1

    ....................................................................San.Mannsch..................................4

    ....................................................................Mannsch.........................................4

    Zu 4/533(R), von San.Ers. u............................San.Uffz..........................................1

    Ausb.Abt. 12, wurden mit...............................Uffz...............................................---

    Wirkung v. 29.2.44 versetzt.............................San.-Mannsch................................12

    ....................................................................Mannsch........................................---

    Zu Pz.Armeearzt 4 mit Wirkung......................San.Uffz...........................................1

    vom 23.3.44 versetzt......................................Uffz..................................................1

    ....................................................................San.Mannsch...................................3

    ....................................................................Mannsch..........................................4


    1 Uffz. Und 1 Mann sind noch in Marsch zu setzen, da sie z.Zt. in Urlaub.


    Mit Wirkung vom 18.3.44 wurden zu 4/533(R) von San.Ers. u. Ausb.Abt. 12 versetzt:

    ........................................................................San.Uffz.......................................---

    ........................................................................Uffz..............................................---

    ........................................................................San.Mannschn..............................---

    ........................................................................Mannsch.......................................3


    Zur 8.Pz.Div., Divisionsarzt wurden mit Wirkung

    vom 31.3.44 versetzt:.........................................San.Uffz........................................1

    ........................................................................Uffz..............................................---

    ........................................................................San.Mannsch................................2

    ........................................................................Mannsch.......................................3


    2 Mannsch. Sind noch in Marsch zu setzen. (Urlaub).

    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bezw. Kehrten zurück:


    Erholungsurlaub: kehrten
    zurück:

    Sonderurlaub: kehrten
    zurück:

    San.Offz.
    --- 1
    San.Offz.
    --- ---
    Beamte
    --- 1
    Beamte
    --- ---
    San.Uffz.
    --- ---
    San.Uffz.
    --- ---
    Uffz.
    1 1
    Uffz.
    --- ---
    San.-Mannsch.
    1 1
    San.-Mannsch.
    --- ---
    Mannsch.
    5 3
    Mannsch.
    1 ---
    DRK.Schw.
    2 3
    DRK.Schw.
    --- ---
    V.D. Helf.
    --- 1 V.D. Helf. --- ---


    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz. Der Beamten und des Gesamten männl. und weibl. Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    Oberarzt Dr. Sydow am 18.3.44 Eiterung des Ellebogenschleimbeutels links.

    Stabsarzt Dr. Rendenbach am 21.3.44, Knöchel-Distarsion.

    Stabsapotheker Basten, am 24.3.33, Episkleritis, idfg.

    Uffz. u. Mannsch.: 4 darunter 1 während des Urlaubs

    ...............................(Res.Laz.II. Posen).

    3 Mannschaften wurden aus dem Lazarett zeitl. a.v. zur Einheit entlassen.

    1 V.D. Helferin erkrankte an Diphterie.


    Die vorgeschriebenen Meldungen wurden erstattet.

    Geschlechtskrankheiten traten keine auf.


    IV. Impfungen: Pocken-Nachimpfungen wurden durchgeführt.


    V. Unterricht: Ausbildung, Belehrungen, Kurse, Vorträge.

    a) Unterricht. Der Unterricht wird wöchentlich viermal nach Unterrichtsplänen durchgeführt. Es wurden u.a. behandelt:

    Urlaubsbestimmungen AHM 43, Ziff. 867; Bekämpfung der Kampfstoffe, Gasmaske, Gasplane, Körperentgiftung, Sachentgiftung H.Dv. 396; Geschlechtskrankheiten in der Truppenentgiftung; Blutkreislauf und Atmung, Knochen Bänder, Gelenke H.Dv. 59 und H.Dv. 21/I.

    b) Ausbildung: Zweimal wöchentlich findet eine exerziermässige Ausbildung mit Gewehr, Gasmaske und Tragen statt.

    Zur Bereitstellung von Luftschutzrumen wurden Keller befehlsmässig eingerichtet. Sämtliche Böden wurden entrümpelt, Wasserfässer und Sandkästen bezw. Sandtüten bereitgestellt.

    Die meist fehlenden Geräte, wie Feuerpatschen, Feuerhacken, Beile Spritzen usw. sind angefordert.

    c) Die befohlenen Belehrungen wurden durchgeführt.


    VI. Ausbau des Lazaretts, Versorgungslage.

    Der Ausbau der einzelnen Abteilungen wurde weiter betrieben.


    Chir. Abt. I.

    Im Laufe der Berichtszeit wurden drei Herde und zwei Spülbecken neu eingerichtet. Im 2. Obergeschoss wurden 4 Aborte ausgebaut und ein Raum als Teeküche eingerichtet.


    Chir.Abt. II.

    Im Berichtsmonat wurde das volle Soll von 250 Betten erreicht.

    Die Bauarbeiten an Bade- und Körperentlausungsanlagen sind in vollem Gange; diese werden in Kürze betriebsfähig sein.


    Innere Abt.

    Die Entlausungsanlage der Abteilung wird z.Zt. fertiggestellt.

    Die Aufstellung einer Infektionsbaracke wird als unbedingt erforderlich angesehen.

    Die Gesamtbettenzahl wurde von 1070 auf 1170 erhöht.

    Die Versorgungslage war gut. Lediglich der zur Augenabteilung gehörende Brunnen hat mehrfach nicht ausgereicht, so dass das Wasser mit eimern in der Nachbarschaft geholt werden musste.


    VII. Geistige Betreuung der Einheit und der Verwundeten.

    Die geistige Betreuung der Einheit und der Verwundeten wird laufend betrieben, insbesondere die Versorgung mit Zeitungen und Büchern. In der Chir.Abt. II wurde ein Unterhaltungsraum neu eingerichtet. Ausserdem finden wöchentlich 2 Filmvorstellungen statt.

    Am 15.3.44 gab das Den-Haag-Quartett einen Kammermusikabend in Verbindung mit Gedichtlesungen durch Hofschauspieler Grach.

    Am 23.3.44 hielt Ritterkreuzträger Oberleutnant Portsteffen einen Vortrag über die Eroberung von Fort Eben-Emael und Fronterlebnissen im Osten, im Parteiheim.

    Am 25.3.44 spielte in den Beskidenlichtspielen die Isartaler-Bauernbühne. Am 31.3.44 spielte der Schachmeister Bogoljubow in den Abteilungen.


    VIII. Erfahrungen und Vorschläge.

    Keine.


    IX. Sonstiges.

    Die Vervollständigung der Soldbücher durch Lichtbild ist durchgeführt mit wenigen Ausnahmen, die durch Urlaub oder Erkrankung bedingt sind.




    [ohne Namen]

    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R). ..............................................................................................Gorlice, den 01.03.1944

    Az. 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Krieglazarett-Abt. 533(R). Abt.Ia, Az. 49s, Tgb.Nr. 1533/43.

    Fr.E.: 3.3.44


    Der

    Kriegslazarett – Abteilung 533(R).


    wird gem o.a. Vorgang nachstehend der Tätigkeitsbericht für den Monat

    Februar 1944 vorgelegt:


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten des

    Vormonats (31. Jan. 1944.).......................................................... 243

    Durchschnittsbelegung des Lazaretts im Monat

    Februar 1944.............................................................................. 647

    Höchstbelegung im Monat Febr. 1944........................................... 921


    Zugang:

    Von der Truppe: a) Verwundete.........................................................3

    b) andere Kranke............................................................................7

    aus anderen Lazaretten:

    a) Verwundete.............................................................................742

    b) andere Kranke.........................................................................244


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe.................................................................108

    Dienstfähig zur Gen. Komp. ......................................................... ---

    Verlegt in andere Lazarette.............................................................69

    Verlegt mit Laz.Zug......................................................................146

    Dienstunfähig................................................................................ ---

    Gestorben..................................................................................... ---

    Bestand am 29. Febr. 1944...........................................................916


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt.:


    San.Offz. .....................................12 San.Uffz. ..............................13

    San.Offz.(Z)...................................1 Uffz. .......................................8

    Unterärzte.....................................1 San.Ma..................................21

    Stabsapotheker.............................1 Mannsch. ...............................35

    Verwaltungsbeamte........................6 DRK.-Schw.............................81

    Kr.Pfarrer....(ev.).............................1 Techn.Ass. ..............................1

    ....................................................V.D. Helf....................................20

    .....................................................Hiwi...........................................2


    Personalveränderungen:

    a) Oberzahlm. Kleudgen Sebald mit Wirkung vom 12.2.1944

    versetzt zu Armeeindendant AOK 8.

    b) Oberzahlm. Feilhuber Eduard mit Wirkung vom 10.02.1944

    versetzt zur Nachr.Aufkl.Abt. 3

    c) Oberzahlmeister Ramer Josef mit Wirkung vom 10.2.1944

    von HVM Shitomir zu Kr.Laz. 4/533(R) versetzt.

    d) Zahlmeister Wullenkort, Karl mit Wirkung vom 12.2.1944

    von HUV 175 zu Kr.Laz. 4/533(R) versetzt.

    Zu Panzerarmeearzt 1 wurden versetzt: San.Uffz.....5

    .........................................................Uffz............3

    .........................................................San.Ma......5

    .........................................................Mannsch..13

    3 San.Mannsch. (2 krank, 1 eingestellt,) u. 1 Mannsch. (krank) sind noch in Marsch zu setzen.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub bzw. kehrten zurück:


    Erholungs-
    urlaub:
    kehrten
    zurück:

    Sonder
    urlaub:
    kehrten
    zurück:

    San.Offz.
    1 1
    San.Offz.
    1 1
    Beamte
    1 ---
    Beamte
    --- ---
    San.Uffz.
    --- ---
    San.Uffz.
    1 1
    Uffz.
    --- ---
    Uffz.
    1 1
    San.Mannsch.
    --- ---
    San.Mannsch.
    --- ---
    Mannsch.
    3 1
    Mannsch.
    1 ---
    DRK.Schw.
    --- 21
    DRK.Schw.
    2 ---
    V.D.Helf.
    --- 3
    V.D.Helf. --- 1


    III. Der Gesundheitszustand der San.-Offz., der Beamten und des gesamten

    männl. und weibl. Personals war im Berichtsmonat gut.

    Es erkrankten:

    Oberarzt Dr. Cause, am 27.2.1944 Furunkulose )

    Ass.Arzt Dr. Arnt, am 27.2.1944 Nebenhöhlenkatarrh) idfg.

    Uffz. und Mannsch. : 5.

    An DRK.-Schwestern erkrankten: 9. darunter:

    DRK.-Hilfsschwester Wickert, Therese, geb. 16.5.21 an Typhus und Venenentzündung,

    DRK.-Hilfsschwester Kristl, Walpurga, geb. 26.12.20 an Diphterie.


    Die vorgeschriebenen Meldung wurden erstattet. Geschlechtskrankheiten traten keine auf.


    Im Gebäude Poststrasse Nr. 10 wurde das Truppenkrankenrevier eingerichtet. Die San.-Dienstgrade wurden über Pflichtschutzbehandlung eingehend belehrt.


    IV. Impfungen wurden im Berichtsmonat gegen Typhus, Paratyphus und Cholera durchgeführt. Diphterie-Schutzimpfungen konnten noch nicht durchgeführt

    werden, da der dazu angeforderte Impfstoff noch nicht geliefert wurde.


    V. Unterricht, Ausbildung, Belehrungen, Kurse, Vorträge.

    a) Unterricht: Der Unterricht wird wöchentlich 4-mal nach Unterrichtsplänen durchgeführt. Insbesondere

    wurde über Spionage und Abwehr (H.Dv.99), Gasschutz- und chem. Kampfstoffe (H.Dv. 395/1 und 396), H.Dv. 21, H.Dv. 59, H.Dv. 3/9 und 3/10, H.Dv. 82/9

    unterrichtet.


    b) Ausbildung:

    Zweimal wöchentlich findet eine exerziermässige Ausbildung mit Gewehr, Gasmaske und Tragen statt.

    Ausserdem wurden die Gas- und Entgiftungstrupps neu aufgestellt und ausgebildet.

    Die Luftschutzdienstordnung wurde durchgeführt, die befohlenen Gruppen aufgestellt und belehrt. Im Rahmen des Luftschutzes unternahm der Luftschutzleiter

    eine Besichtigung der Kellerräume der einzelnen Abteilungen. Anträge auf Abstützung, Erweiterung und Bau von Gasschleusen wurden an die

    Heeresbaudienststelle weitergeleitet. Ausserdem wurden grosse Wasserbehälter von den einzelnen Häusern durch die Verwaltung angefordert.


    c) Die befohlenen Belehrungen wurden im Berichtsmonat durchgeführt, insbesondere die Belehrungen über Geheimhaltung und Abwehr, Verbot des
    ausserdienstlichen Verkehrs mit der einheimischen Bevölkerung usw.


    VI. Ausbau des Lazarettes, Versorgungslage:

    Der Ausbau der einzelnen Abteilungen wurde weiter betrieben.


    Chirurg. Abt. I:

    Im Laufe der Berichtszeit konnten die noch fehlenden Betten aufgestellt werden und so die Zahl von 400 Betten erreicht werden.

    Bauliche Veränderungen wurden nicht vorgenommen.


    Chirurg. Abt. II:

    Im Laufe des Monats Februar wurde die belegbare Bettenzahl auf 228 erhöht. Das volle Soll (250) wurde wegen der Bauarbeiten noch nicht aufgestellt. Die vorgenommenen Bauarbeiten wurden weiter getrieben. Das Röntgenzimmer wurde betriebsfertig gemacht, der Operationssaal und das Gipszimmer bedürfen noch des Anstriches, ebenso die hergerichteten vier Krankenzimmer und drei Teeküchen.

    Die Herstellung von drei Waschräumen, einem Krankenzimmer und der Entlausungs- und Duschanlagen steht noch aus.


    Chirurg. Abt. III:

    Es erfolgte weiterer Ausbau der Abteilung in bezug auf Hygiene (Anlage von Waschbecken mit Abflüssen, Spülbecken in der Küche), Erweiterung und Verbesserung der Magazinverhältnisse und Anlage neuer Lichtleitungen.

    Am 2.2.44 kam ein Lazarettzug mit 60 Neuzugängen. Es handelte sich grösstenteils um leichtere Fälle, die gut versorgt waren. 65 Neuzugänge kamen am 13.2.44 mit Lazarettzug und 42 am 28.2.44.

    Die Patienten des letzteren Transportes waren mittelschwer und grösstenteils nur oberflächlich versorgt. Gipsverbände waren nur in geringem Maße angefertigt.


    Innere Abteilung:

    Der Ausbau der Abteilung ist fast vollendet. In den neu geschaffenen Zimmern fehlt nur noch die Verglasung.


    Augen-Abteilung:

    Im Monat Februar wurde der Ausbau der Augenabteilung beendet.

    Am 6.2.44 kamen die ersten Neuzugänge. Am 13.2. wurde mit 46 Patienten die besherige Höchstzahl erreicht.

    Operative Eingriffe waren nicht nötig, da alle ärztlich versorgt waren.

    Schwierigkeiten in der Unterbringng kamen nicht vor, auch die hygienischen Verhältisse nicht voll ausreichend.

    Die Gesamtbettenzahl wurde im Berichtsmonat von 600 um 470 auf 1070 erhöht.

    Die Versorgungslage ist gesichert. Schwierigkeiten dürften sich mit Eintritt der wärmeren Jahreszeit für die Fleischversorgung ergeben, da es an geeigneten Kühlanlagen fehlt. Ein Antrag für einen Vertragsmetzger läuft.


    VII: Geistige Betreuung der Einheit und der Verwundeten.

    Die geistige Betreuung der Einheit und der Verwundeten wird laufend betrieben. Wehrmachtberichte, Mitteilungen für die Truppe usw. bilden die Unterlage. Ausserdem finden wöchentlich 2 Kinovorstellungen eigens für Patienten und Personal statt. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und Spiele stehen zur Verfügung. Am 13.2.44 fand ein "Bunter Abend" mit eigenen Künstlerkräften im Parteiheim für Verwundete und Kranke statt.


    VIII. Erfahrungen, Vorschläge.

    Trotz wiederholter Befehle zur Mitgabe bzw. Mitnahme der Gasmasken wurden im Berichtsmonat 783 Verwundete und Kranke ohne Gasmaske aufgenommen.


    IX. Sonstiges.

    Die Soldbücher wurden grösstenteils wie befohlen mit Lichtbildern versehen. Die restlose Durchführung wird bis 1.4.44 beendet sein.



    Dr. Berger

    Oberfeldarzt und Chefarzt.

    Kriegslazarett 4/533(R) ..............................................................................Gorlice, den 01.02.1944

    Az. 49


    Betr.: Tätigkeitsbericht.

    Vorg.: Kriegslazarett -Abt. 533(R) Abt. I.-a, Az. 49A, Tagb.Nr. 1533/43.

    Fr.E.: 03.02.1944


    Der

    Kriegslazarett-Abt. 533(R)


    wird gem. o.a. Vorgang nachstehend der Tätigkeitsbericht für den

    Monat Januar 1944 vorgelegt:


    I. Bestand an Verwundeten und Kranken am letzten des

    Vormonats (31.12.43) .............................................................................. 327

    Durchschnittsbelegung des Lazaretts im Monat

    Jan. 1944 ................................................................................................. 65

    Höchstbelegung im Monat Jan. 1944 ......................................................... 243


    Zugang:

    Von der Truppe: a) Verwundete ...................................................... ----

    b) andere Kranke .................................................. ----

    aus anderen Lazaretten: a) Verwundete ...................................................... 156

    b) andere Kranke ................................................... 86


    Abgang:

    Dienstfähig zur Truppe ................................................................................ 56

    Dienstfähig zur Gen.Komp. ......................................................................... ----

    Verlegt in andere Lazarette ......................................................................... ----

    Verlegt mit Laz. Zug ---............................................................................... 265

    Dienstunfähig ........................................................................................... 5

    Gestorben ............................................................................................... ----

    Bestand am 31. Jan. 1944 ......................................................................... 243


    II. Im Berichtsmonat waren eingesetzt:

    San.Off. ....................... 12 ...................... San.Uffz. ........................ 17

    San.Offz. (Z) .................. 1 ...................... Uffz. ................................ 9

    Unterärzte ..................... 1 ...................... San.Ma. ......................... 22

    Stabsapotheker ............. 1 ...................... Mannsch. ....................... 52

    Verwaltungsbeamte ....... 6 ...................... DRK.-Schw. .................... 73

    Techn.Ass. ................... 1

    V.D.Helf. ..................... 21


    Personalveränderungen.

    a) Oberstabsarzt Dr. Berger .................... zum Oberfeldarzt befördert

    .................... mit Wirkung v. : 01.10.43

    b) Oberstabsarzt Dr. Lehmler L. ............. mit Wirkung vom 31.12.43 von Kriegslaz. 4/533(R)

    ........................................................... zur Kranken-Transportabteilung 790 versetzt.

    c) Oberarzt Dr. Meder Erich ................... mit Wirkung 23.01.44 von Kriegslaz. 4/533(R)

    ........................................................... zu Kriegslaz. 3/533(R) kommandiert.

    d) Unterarzt Dr. Schmidt Karl ................ am 18.01.44 von Pers.Res. zu Kriegslaz. 4/533(R) kommandiert.

    e) Kriegspfarr. Lövenich Th. ................... mit Wirkung v. 03.01.44 v.Kr.Laz. 4/533(R)

    ........................................................... zur 125. J.D. kommandiert.


    Im Berichtsmonat fuhren in Urlaub, bezw. kehrten zurück:


    Erholungs-
    urlaub:
    kehrten
    zurück:

    Sonder
    urlaub:
    kehrten
    zurück:

    San.Offz. --- 1 San.Offz. 1 ---
    Beamte --- 1 Beamte -- ---
    San.Uffz. --- 3 San.Uffz. 1 ---
    Uffz. --- -- Uffz. ---
    San.Ma. --- 2 San.Ma. 1
    Ma. 1 1 Ma. ---
    DRK.Schw. 49 37 DRK.Schw. ---
    V.D.Helf. 4 8


    III. Der Gesundheitszustand der San.Offz., der Beamten, und des gesamten männl. und weibl. Personals war im Berichtsmonat gut.

    An San.Offz. Erkrankten:

    Oberarzt Dr. Sydow, am 17.1.44 Bronchitis, Tracheitis

    Beamte ..........1 ............ 1

    Uffz. u. Ma. .................. 15


    Im Laufe der Räumungsbewegung mussten 2 Mannschaften mit Laz.Zug verlegt werden.

    San.Ob.Gefr. Wirth Wilhem ................ wegen fieberhaftem Infekt.

    San.Sold. Mirkes Valentin .................. wegen wolhyn. Fieber.

    Im Laz. Mussten eingeliefert werden:

    Gefr. Mähder Helmut .......................... wegen Leistendrüseneiterung,

    ......................................................... Luftwaffenlazarett Reichshof.

    Gefr. Krämer Friedrich ........................ wegen Fleckfieber, städtisches Krankenhaus, Gorlice.

    S. Gefr. Roth Johann .......................... wegen Fleckfieber, städtisches Krankenhaus, Gorlice.

    Geschlechtskrankheiten traten keine auf.


    IV. Impfungen konnten im Berichtsmonat nicht durchgeführt werden.


    V. Unterricht und Belehrungen wurden befehlsgemäß durch den Offz. für geistige Betreuung, für Abwehr

    u.s.w. Erteilt.


    VI. Das Lazarett musste im Berichtsmonat den vorigen Standort (Winniza) räumen, worüber ein

    besonderer Bericht vorgelegt wurde.

    Im Standort Gorlice wurden verschiedene Häuser für das Lazarett geräumt und eingerichtet.


    1. Chir.Abt. I. Der Chir.Abt.I wurde das Gymnasium zugewiesen.

    Mit dem Einräumen konnte jedoch nicht sofort begonnen werden, da das Haus noch belegt war.

    Da das Haus noch in sehr gutem Zustand war, waren nur geringe bauliche Veränderungen notwendig.

    Es wurden folgende bauliche Veränderungen ausgeführt: Im Kellergeschoss wurden zwei Durch-

    brüche vor dem Duschraum und ein neuer Eingang für Patienten gemacht. In der I. Etage wurde eine

    Tür versetzt, im Op. eine Waschanlage und in der Dunkelkammer der Röntgenabteilung ein Wasser-

    becken errichtet. In der Küche wurden 2 Kochkessel aufgestellt. zur Aufnahmen von Patienten

    wurden 400 Betten aufgestellt.


    2. Chir.Abt.II. Der Chir.Abt. II. wurde die neue Schule (Polizei-Kaserne) zugeteilt. Der Räumungsbe-

    fehl für die Polizei traf erst am 19.1.44 ein. An diesem Tage wurde mit der Einrichtung der Abteilung

    begonnen. Am 23.1.44 wurden 150 Betten bezugsfähig gemeldet. In der weiteren Zeit wurden weitere

    60 Betten aufgestellt. Mangels Bettwäsche sind diese noch nicht bezugsfähig. Eine Reihe bauliche

    Veränderungen sind geplant und zum Teil nach ihrer Dringlichkeit in Angriff genommen. Das gut er-

    haltene und geräumige Gebäude ist z.Zt. genügend mit Wasser u. Licht versorgt.


    Die Verdunkelung ist in Ordnung. Der dzt. Op.-Saal und ein Verbandszimmer sowie die Küche sind betriebsfähig.

    Es fehlt z.Zt. noch völlig eine Bade- u. Duschanlage. Am 28.1.44 trafen die ersten Verwundeten (73) ein.


    3. Chir.Abt.III. Der Chir.Abt.III. wurde die polnische Schule zugewiesen. Es mußten folgende bauliche

    Veränderungen vorgenommen werden: Anschluss eines Kochkessels, Mauerung eines Spülbeckens und

    Setzung eines Ofens für den zweiten Kochkessel.

    Ausserdem wurde im Op.-Saal eine Trennwand gezogen. Die ersten Patienten trafen in Stärke von

    77 Mann am 28.1.44 ein.


    4. Innere Abt. In dem als Innere-Abt. vorgesehenen Gebäude in Glinik wurden bisher folgende baulichen

    Veränderungen vorgenommen: das Schulgebäude wurde mit den danebenliegenden, früheren Lehrer-

    wohnungen durch 2 Mauerdurchbrüche verbunden. Es wurden in der Hauptküche 2 Dampfkessel aufge-

    stellt, Türen versetzt oder zugemauert, Klosettanlagen wurden hergerichtet, 2 Badewannen, 4 Wasch-

    becken im Baderaum sowie weitere 8 Waschbecken im Haus wurden aufgestellt. Es wurde im ganzen

    Haus elektrisches Licht eingezogen. Das als Schwestern-Wohnung vorgesehene Haus wurde völlig reno-

    viert und elektrisches Licht angelegt.

    Der weitere Ausbau der Abteilung ist im Gange.


    5. Augen-Abt. Die Augenabteilung wurde im Haus Magorastr. 222 eingerichtet. Am Montag, den 24.1.44

    war die Abteilung aufnahmebereit für 50 Kranke. Die Umbauarbeiten sind jedoch noch nicht abgeschlos-

    sen. Am 25.1.44 wurde die Augenabteilung von Oberarzt Dr. Cause übernommen.


    6. Die Lazarettapotheke ist in der Bäckerstrasse Nr. 12 eingerichtet.


    7. Zahnstation, Verpflegungsmagazin, Hauptkammer und Stall befinden sich in der Bietscherstrasse.


    8. Hauptgeschäftszimmer und Verwaltung wurde im Hause Poststrasse 7 untergebracht.


    VII. Die geistige Beteuung der Einheit wurde befehlsgemäss durchgeführt. Den in den letzten Tagen

    eintreffenden Verwundeten und Kranken stehen in allen Abteilungen Rundfunkgeräte, Bücher,

    Zeitungen und Zeitschriften sowie ein Filmtheater zur Verfügung.



    Dr. Berger

    Oberfeldarzt u. Chefarzt.

    24.12.1944

    Auf jeder Abteilung findet unter Teilnahme von Hoheitsträgern der Partei eine Weihnachtsfeier für die Verwundeten und Kranken statt. Der Kommandeur ist überall mit anwesend.


    26.12.1944

    Um die Mittagszeit Fliegeralarm.

    Das Hauptgeschäftszimmer und die Verwaltung halten eine weihnachtliche kameradschaftliche Zusammenkunft ab.


    28.12.1944

    Prof. Dr. Mittermayer von der Heeresgruppe A besichtigt die otologische Abteilung in Rybnik.


    29.12.1944

    Ankunft des Stammzuges "Isar" mit 194 Verwundeten in Rybnik.


    30.12.1944

    In der Eichendorffschule findet ein Bunter Abend statt. Mitwirkende: Kräfte vom R.F. Kattowitz.

    Oberzahlmeister Lösch, der Nachfolger von Ozm. Bender als Leiter der Verwaltung trifft ein.



    Abgeschlossen 31.12.1944


    Dr. Berger

    Oberfeldarzt u. Chefarzt.

    14.12.1944

    Schießen für die Einheit.

    2 Offiziere nehmen an einem Panzerfaustlehrgang in Wieliczka bei Krakau teil.

    Für die Patienten findet ein Romantischer Arien- und Liederabend, gehalten von Herrn und Frau Skopnek, Myslowitz, statt.

    In Rybnik Bunter Abend.


    15.12.1944

    Der Chefarzt besichtigt Rybnik.

    Oberstleutnant Ellenbeck vom O.K.H. hält im Haus Oberschlesien einenVortrag für das Offizierskorps des Standorts Gleiwitz ab.


    16.12.1944

    In der Aula der Eichendorffschule läuft ein Bunter Abend ab, der teils von Patienten, teils von Mädels einer Gleiwitzer Theatergruppe bestritten wird.

    Daran anschließend wird fürs W.H.W. gesammelt.


    17.12.1944

    Hauptmann Hahn von der Kom.Kolonne 1021 besichtigt die Fahrzeuge der Einheit.


    18.12.1944

    Am Vormittag besucht die eine Hälfte der Einheit im Central-Kino den Film "Kampftstoffe" des O.K.H.

    In der Eichendorffschule findet die Wiederholung des letzten Bunten Abends statt.


    19.12.1944

    Am Vormittag besucht die andere Hälfte der Einheit den Film "Kampfstoffe".

    Die Feldoberin v. Dalwik kommt zu Besuch.

    Um die Mittagszeit Fliegeralarm.


    20.12.1944

    Im Kasino Zusammensein mit dem Oberbürgermeister Meier, dem Leiter des Quartieramtes und Ritterkreuzträger Major Dixius.

    Oberzahlmeister Bender fährt in Urlaub.


    21.12.1944

    Vormittags Werfen von scharfen Handgranaten unter Aufsicht von Stabsarzt Dr. Meschede.

    Die einzelnen Abteilungen werden durch die Partei in Anwesenheit des Kreisleiters bezw. von Ortsgruppenleitern betreut.

    Für die Patienten der Eichendorff- und Karin Göring-Schule findet Weihnachtsbetreuung unter Singen von Weihnachtsliedern und Spenden von Liebesgabenpäckchen durch die Schulklassen statt, die früher in diesen Schulen waren.


    22.12.1944

    Die H.J. betreut die Verwundeten der Chirurgie I in der Berufsschule.


    23.12.1944

    Oberstabsarzt Dr. Maaß kommt vom Bombenurlaub zurück. Die Kommandierung von Stabsarzt Dr. Lux ist aufgehoben.

    Am Abend findet eine große Weihnachtsfeier der Einheit und des Stabes statt, an der auch alle bei der Einheit in Verpflegung befindlichen kleinen Einheiten teilnehmen.

    29.11.1944

    Am Reservelazarett Hindenburg, Schlageterschule hält Stabsarzt Dr. Schmidt von 10 Uhr 50 bis 11 Uhr 50 einen Vortrag über Selbstverstümmelungen ab, an dem 3 San.Offiziere der Einheit teilnehmen.


    30.11.1944

    Der Chefarzt besichtigt das Teillazarett Rybnik.

    Der Heeresdekan der Heeresgruppe A ist eingetroffen.


    01.12.1944

    Gefechtsmäßiges Schießen der Einheit auf dem Standortübungsschießplatz.


    02.12.1944

    Um 11 Uhr Prüfung der Schwestern, die an dem anatomischen Kurs teilgenommen haben.

    Fliegeralarm um die Mittagszeit.

    Auf verschiedenen Abteilungen halten B.D.M. und Schulklassen Weihnachtsvorsingen ab und verteilen Gebäck an die Patienten und Adventskränze an die Stuben.


    03.12.1944

    Die Neurologische Abteilung veranstaltet am Abend eine Advendsfeier mit Musik- und Gesangsdarbietungen und heiteren Spielen.


    04.12.1944

    Um 16 Uhr findet eine Chefarztbesprechung statt. Im Anschluß daran kameradschiftliches Beisammensitzen der Chefärzte und Apotheker anläßlich der Verabschiedung von Stabsapotheker Specht.


    05.12.1944

    Auf den einzelnen Abteilungen werden halbtäglich Mädchen des B.D.M. zu allen möglichen Dienstleistungen eingesetzt.


    06.12.1944

    Ankunft eines B.V.Z.

    Die Oberschwester und die Hausschwestern werden vom 7. bis 13.12. zu einem NSF-Schwesternkurs kommandiert.


    07.12.1944

    Besichtigung des Teillazaretts Rybnik durch de Chefarzt.


    09.12.1944

    Stabsarzt Dr. Lemke hält in Krakau vor dem Heeresgruppenarzt A Generalstabarzt Dr. Kittel und den San. Offizieren von Krakau einen Vortrag über Aktuelle Fragen der Gehirnchirurgie. Stabsarzt Dr. Schindlmayr wird dazu befohlen.

    In Rybnik findet zugunsten des Roten Kreuzes ein Bunter Abend statt.


    10.12.1944

    Der Bunte Abend in Rybnik wird wiederholt.


    12.12.1944

    Von männlichen Personal der Einheit müssen 10% abgestellt werden.

    Stabsarzt Dr. Stoll hat Geburtstag.


    13.12.1944

    Der Kommandeur nimmt an einer Unterichtsstunde für Schwestern und San.Dienstgrade teil und überzeugt sich vom Stand der Ausbildung.

    Besichtigung der Neurologischen Abteilung durch den Kommandeur.

    Die N.S.V. Gleiwitz betreut im Hotel Haus Oberschlesien im Winzersaal eine Anzahl von Verwundeten der Lazarette des Standortes Gleiwitz.

    20.11.1944

    Fliegeralarm.

    Ein Konzert, das Kammersänger Patzak geben sollte, fällt aus.


    21.11.1944

    Die beim Teillazarett Rybnik neu eingerichtete Zahnstation ist einsatzbereit.

    Stabsapotheker Basten reist ab.

    Der Propagandist der freiwilligen Ostvölker Tarasenko hält vor den Freiwilligen der Einheit einen Vortrag.


    22.11.1944

    Unterarzt Obels reist ab.


    23.11.1944

    Der beratende Internist der Heeresgruppe A, Oberstarzt Dr. Schönberg besichtigt die Innere und Infektionsabteilung.


    24.11.1944

    Der beratende Chirurg der Heeresgruppe A, Oberfeldarzt Prof. Dr. Brandt, besucht das Teillazarett Rybnik.

    Stabsarzt Dr. Gastauer, der NSFO des Kriegslazaretts 1/533 (R) in Ratibor, hält vor den Offizieren, Unteroffizieren, Mannschaften und Schwestern, sowie einer Anzahl von Patienten einen politischen Vortrag: "Invasion des Nihilismus." Der NSFO der Einheit, Stabsarzt Dr. Beisert spricht im Austausch zur gleichen Zeit in Ratibor.


    25.11.1944

    Stabsarzt Dr. Rendenbach, der auf Hochzeitsurlaub war, kommt auf dem Bahnhof Pirmasens durch Tiefangriff eines feindlichen Jagdbombers durch Kopfschuß als einziger Getroffener des Zuges ums Leben.

    Der Kommandeur, Oberfeldarzt Dr. Schmidt besichtigt die Chirurgischen Abteilungen.

    Abends in der Aula der Eichendorffschule findet unter Mitwirkung von Angehörigen des Kriegslazaretts 924 und des Reichssenders Kattowitz ein gut gelungener Bunter Abnd statt. Sammlung für das W.H.W. wird durchgeführt. Im Anschluß an die Vorstellung kameradschaftliches Zusammensein mit den Darstellern im Kasino.


    26.11.1944

    Die Chirurgie II veranstaltet unter Mitwirkung von Kräften des B.D.M. Gleiwitz einen Bunten Abend. Sammlung fürs W.H.W.


    27.11.1944

    Für die Schwestern der Kr.Laz.Abt. 533 (R), die zu einem Gymnastik- und Massagekurs nach Myslowitz zum Kr.Laz. 924 kommandiert werden, findet unter Leitung von Ass.Arzt Dr. Arnt ein vorbereitender Kurs statt.

    Für das von Kammersänger Patzak im Stadttheater Gleiwitz heute abgehaltene Konzert werden für Lazarettinsassen eine Anzahl von Karten zur Verfügung gestellt.


    28.11.1944

    Der Kommandeur besichtigt das Teillazarett Rybnik.

    Oberstarzt Dr. Maaß hat Bombenschaden C.

    10.11.1944

    Um 15 Uhr Besichtigung des Kraftfahrzeugsparkes, der Chirurgie I und II, sowie der neurologischen Abteilung und der Zahnstation. (Besichtig. dch. Kdr.) Bestimmung von Verwundeten und Kranken zum Abtransport mit Lazarettzügen.


    11.11.1944

    Stabsarzt Dr. Bücking wird in einer Schwesternangelegenheit zum Gericht des Stabs der 432. Division geschickt.

    Um 15 Uhr Besprechung beim Kommandeur über "Versorgungstruppen".

    Um 19 Uhr 30 in Anwesenheit des Kreisleiters von Gleiwitz und anderer Herren der NSDAP Bunter Abend in der Aula der Eichendorffschule. Der Olympiasieger Obergefreiter Steffen zeigt dabei ausgezeichnete Bodenübungen und Übungen am Barren.


    12.11.1944

    Auf dem Adolf Hitler-Platz in Gleiwitz findet unter Beteiligung von starken Wehrmachtsteilen die Vereidigung aller Volkssturmmänner statt.

    Das Kriegslazarett 4/533 (R) stellt 4 Offiziere.

    Um 15 Uhr prüft Oberstarzt Dr. Schmidt vom Feld-Jägerkommando der Heeresgruppe A die K.St.N. und K.A.N. des Lazaretts, weiter die ganzen Lazarette auf das Personal, Geheimakten, Wehrpässe und Soldbücher.

    Abend im Kasino in Anwesenheit des Kommandeurs Zusammensitzen mit Oberstarzt Dr. Schmidt.


    13.11.1944

    Ankunft von Oberzahlmeister Hornig, Leiter des Kochlehrstabs.


    14.11.1944

    Stabsarzt Dr. Lemke hat Geburtstag.

    Für Stabsarzt Dr. Schiele, der zur operativen Verbesserung seiner im Frankreichfeldzug verwundeten und verstümmelten Hand zum Sonderlazarett Hohenlychen geschickt wurde, findet unter Teilnahme des Kommandeurs ein Abschiedsabend im Kasino statt. Ein Bild wird St.A. Schiele überreicht.


    15.11.1944

    Auf dem Standortschießplatz findet gefechtsmäßiges Schießen für die Einheit statt.


    16.11.1944

    Stabsarzt Dr. Schiel reist nach Hohenlychen ab.


    17.11.1944

    Um die Mittagszeit Fliegeralarm.

    Der Chefarzt besichtigt das Teillazarett Rybnik.

    Am Abend findet im Winzersaal des Hotels Haus Oberschlesien ein Herrenabend des Standortältesten statt. Politischer Vortrag von Pg. Hertel.


    18.11.1944

    Stabsarzt Dr. Pfisterer wird nach Chirurgie I versetzt.

    Unterarzt Dr. Christ wird zur Frontbewährung für 3 Monate zur San.Komp. der 208. I.D. kommandiert.


    19.11.1944

    Von 12 Uhr 30 bis 13 Uhr 15 Fliegeralarm.

    Der Chefarzt überreicht in Vertretung des Kommandeurs an 5 Schwestern der Abteilung die Medaille für Volkspflege.

    30.10.1944

    Nachmittags 15 Uhr Bunter Nachmittag für die Patienten des Reserve-Lazaretts und des SS.-Teillazaretts Gleiwitz, der von Angehörigen und Patienten des Kriegslazaretts 4/533 (R) bestritten wird.


    31.10.1944

    Abgang eines Lazarettzuges. 110 Mann werden verladen.

    Stabsarzt Dr. Hose feiert Geburtstag (33Jahre).


    01.11.1944

    Der San.Gefr. Dozent Dr. Bayer von der Hals-Nasen-Ohrenabteilung Rybnik wird mit Wirkung vom heutigen Tage zum Unterarzt befördert.

    Der Chefarzt hat eine Besprechung mit Frl. Troost und Frl. Helbig über die Betreuung der Lazarette durch den BDM.


    03.11.1944

    Verabschiedung der zum Panzerarmeearzt 1 versetzten Soldaten des Lazaretts. Sie werden nach Presow in Marsch gesetzt.

    Der Obergefreite Steffen, ehemaliger Olympiasieger im Turnen, jetzt beim Heeresgruppenarzt A, gibt eine Vorführung über neuartigen Verwundetensport mit kurzen Erläuterungen.


    04.11.1944

    Unterarzt Dr. Obels feiert heute Hochzeit, seinen Geburtstag und gleichzeitig seinen Abschied. Am Vormittag standesamtliche Trauung. Der Chefarzt und Oberarzt Dr. Schmitz sind Trauzeugen. Am Abend im Kasino Hochzeitsfeier. Anwesend sind außer dem jungen Paar (die junge Braut ist Medizinstudentin) der Kommandeur sowie alle Offiziere und Beamte des Kriegslazaretts 4/533(R).

    Nachmittags 15 Uhr vor den San. Offizieren, Beamten, Personal und den Schwestern des Kriegslazaretts 4 Vortrag und Vorführung über Verwundetensport.


    05.11.1944

    Die Schwestern sammeln beim gesamten Personal und bei den Verwundeten und Kranken des Lazaretts anläßlich des kommenden 9. November für das W.H.W. Es wird ein Sammelergebnis von 12 000 Reichsmark erzielt.


    06.11.1944

    Um 9 Uhr Besprechung mit dem NSFO und seinen Unterorganen innerhalb des männlichen Personals und der Schwestern. Punkte sind die Aufgaben des NSFO bezw. seiner Unterorgane und das Programm für die nächsten 14 Tage.


    08.11.1944

    Auf der Chirurgie I wird eine aseptische Abteilung mit 100 Betten errichtet.

    Oberarzt Dr. Sydow ist zum Panzerarmeearzt 4 versetzt. Chefarzt hat eine Zusammenkunft mit dem Oberbürgermeister von Gleiwitz.


    09.11.1944

    Um 7 Uhr früh auf dem Hof der Karin Göring-Schule findet ein Appell der gesamten Einheit anläßlich des heutigen nationalen Gedenktages statt. Ein Tagesbefehl des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe A Generaloberst Harpe kommt zur Verlesung. Der Chefarzt hält eine kurze Ansprache. Die Lieder der Nation beschließen die Feier.

    Auf den einzelnen Abteilungen finden kleine Gedenkfeiern statt.

    Um 17 Uhr in der Aula der Eichendorffschule größere Gedenkfeier für die Aufstehpatienten in Anwesenheit des stellvertretenden Kreisleiters Dr. Roden.

    21.10.1944

    Besprechung des Chefarztes mit der Bibliothekarin Frl. Drosteck von der Stadtbücherei Gleiwitz über die literarische Betreuung der Verwundeten und Kranken.

    Kameradschaftliches Beisammensein mit dem Kommandeur und dem Gaubeauftragten Dipl. Landwirt Holzapfel.


    22.10.1944

    Am Vormittag findet auf dem Adolf-Hitlerplatz in Gleiwitz in Anwesenheit des Gauleiters von Oberschlesien Bracht die Aufstellung des oberschlesischen Volkssturmes mit einer großen Kundgebung statt. Das Kr.Laz. 4 nimmt mit einer starken Abordnung von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften daran teil.

    Ankunft einer Laz.Zuges.

    Ass.Arzt Dr. Dr. Jantzen, bisher bei der Kr.Laz.Abt. 521, wird zum Kr.Laz. 4/533(R) kommandiert. Er soll U.A. (Z) Dr. Christ die Kieferchir.Abt. in Rybnik übernehmen.


    23.10.1944

    Der Chefarzt besucht das Teillazarett Rybnik.

    Ankunft eines LZ.

    Stabsarzt Dr. Köster, der frühan dem Lazarett angehört hat, ist zu Gast.


    24.10.1944

    In der Aula der Eichendorffschule findet unter der Leitung von U.A. Dr. Obels ein Bunter Abend, den Verwundete und Kranke, sowie Angehörige der Einheit gestalten, statt.


    25.10.1944

    U.A. (Z) Dr. Christ soll lt. Befehl des Kommandeurs die Zahnbehandlung der Patienten des Teillazaretts Rybnik sowie der ebenfalls dort untergebrachten Krankensammelstelle 533(R) übernehmen.

    Der LS.-Offz. O.A. Dr. Sydow gibt auf einer Offz. Besprechung Erfahrungen im Ausbau von LS.-Räumen in zivilen Krankenhäusern bekannt.


    26.10.1944

    In der Keith-Kaserne findet die Gasraumprobe für die erste Hilfe des Personals der Einheit in der Zeit von 13.30 bis 15.00 Uhr statt.


    27.10.1944

    Gasraumprobe für die zweite Hälfte des Personals.

    Abends Gemeinschaftsempfang: Reichsminister Dr. Goebbels spricht um 20.15 Uhr über die gegenwärtige Lage.

    Offz. Besprechung über besondere Vorkommnisse im Westen. Anschließend die befohlene monatliche Belehrung.


    28.10.1944

    Am Abend findet in der Eichendorffschule eine Wiederholung des Bunten Abends mit gutem Erfolg statt. Das benachbarte Reserve-Lazarett in der Kaltbadschule ist dazu eingeladen.

    Stabsarzt Dr. Möbius und Stabsarzt Dr. v. Heineccius sind zu einem wissenschaftlichen Vortrag nach Krakau kommandiert. SS-Sturmbannführer Prof. Dr. Vonkennel, Leipzig, spricht über Fortschritte der Chemotherapie.

    Beim Kr.Laz. 924 Myslowitz findet eine Chefarztbesprechung statt, an der auch O.St.A. Dr. Maaß teilnimmt.

    Anschließend kameradschaftliches Beisammensein.


    29.10.1944

    In der "Lichtburg" in Hindenburg laufen die beiden ausgezeichneten Filme: "Feind Malaria" und "Feind Fleckfieber". Das Kr.Laz. 3/533(R) hat dazu eingeladen. Der Chefarzt und ein Anzahl von Offz. u. Beamten leisten der Einladung Folge.

    11.10.1944

    Das Hauptgeschäftszimmer und die Verwaltung ziehen von der Hüttenschule in die Schule an der Plesser Straße.

    Der Kommandeur setzt die Besichtigung der Abteilungen fort.


    12.10.1944

    Der Chefarzt nimmt am NSFO-Lehrgang für Chefärzte in Krakau, Schulungsburg, vom 13. bis 14.10. teil. Oberstabsarzt Dr. Mann übernimmt die Vertretung des Chefarztes.

    Stabsarzt Prof. Dr. Söring, der Beratende Pharmakologe der Heeresgruppe, hält vor einer großen Anzahl von San.Offz. und Beamten der Kr.Laz.Abt. 533(R) in der Aula der Eichendorffschule (Innere Abt.) einen Vortrag über aktuelle pharmakologische Fragen. Eine rege Aussprache schließt sich an. Ein kameradschaftliches Beisammensein in Anwesenheit des Kommandeurs im Kasino beendet den Abend.

    Die Stadtwald – und Hüttenschule werden aufgegeben.


    13.10.1944 und

    14.10.1944

    NSFO-Lehrgang für den Chefarzt in Krakau. Das Nachr.-Rgt.z.b.V. 604 hält eine Kinovorführung ab.


    15.10.1944

    Um 18 Uhr Chefarztbesprechung beim Kommandeur. Im Anschluß daran im Kasino kameradschaftliches Beisammensein der Chefärzte, Apotheker und Dienststellenleiter, auch der Abt.Ärzte des Lazaretts 4/533(R). Stabsarzt Dr. Söring nimmt ebenfalls daran teil.


    16.10.1944

    Oberarzt Dr. Weyrich, Stationsarzt bei Chir. I, ist zur Krankentransport-Abt. 790 versetzt.

    Um 13.15 Uhr Offz. Besprechung. Punkte sind: Ergebnisse der gestrigen Chefarztbesprechung und Anwendung von Sulfonamiden.

    Oberstabsarzt Dr. Maaß, Leiter des Teillazaretts Rybnik, ruft an, daß die kath. Schwestern des dortigen Klosters vom Wehrkreisarzt VIII anderweitig eingesetzt werden sollen. Der Stab entscheidet, daß die Schwestern vorläufig festgehalten werden sollen.


    17.10.1944

    Der Heeresgruppenarzt verhandelt mit dem Heeresarzt wegen der kath. Ordensschwestern von Rybnik. Sie sollen bis zum Eintreffen eines endgültigen Entscheides in Rybnik bleiben.

    Ankunft des LZ 606.


    18.10.1944

    Der Chefarzt gibt einige Schreiben den Offizieren bekannt. Es handelt sich im wesentlichen um die Verlegung von Verwundeten und Kranken in andere Wehrkreise, ferner um Einschränkungsmaßnahmen in der Abgabe von San.Material und Wirtschaftsgerät.


    19.10.1944

    Der Chefarzt bezieht sein Privatzimmer in der Karin-Göring-Schule.

    Feldw. Fleischmann von der Heeresgruppe A, Spezialist im Bau von Entwesungsbunkern, trifft ein. Solche Bunker, die von wenigen Männern in 72 Stunden fertiggestellt sein sollen, sollen in der Eichendorffschule, Chir. I und Chir. II, sowie in der Seuchenabteilung gebaut werden.


    20.10.1944

    Der Kommandeur besichtigt das Teillazarett Rybnik.

    Stabsarzt Dr. Malorny, bisher beim Stab der 389. I.D., wird zu Kr.Laz. 4/533(R), Innere Abt., kommandiert.