Posts by fritzjakob

    Guten Tag zusammen,

    in Nord-und Ostsee liegen immer noch 300000 Tonnen Munition und chemische Kampfstoffe aus dem 2. Weltkrieg, laut Bericht des Bundesforschungsinstituts für Ländliche Räume, Wald und Fischerei.

    Allein in einem Versenkungsgebiet vor den Toren Kiels 35000 Tonnen Seeminen und Torpedos.

    Heute in einem Pressebericht gelesen.

    Gruß fritzjakob

    Guten Abend zusammen,

    das Ereignis aus dem Jahr 1944 jährt sich heuer zum 75.sten Mal. In Komen fand im Februar eine Gedenkveranstaltung statt.

    Den Bericht wurde mit Hilfe von Bing übersetzt. Hier der Link:

    https://translate.google.de/tr…ev-v-nemcijo/&prev=search

    Ich finde es bemerkenswert, welche Bedeutung diese Kampfhandlung noch heute bei der Bevölkerung hat. Es gibt jedoch unterschiedliche Meinungen. Man führt die harte Reaktion der Besatzer, Zerstörung einiger Dörfer und Deportation der Bevölkerung,

    auf die Brutalität der Partisanen zurück.

    Mit freundlichen Grüßen

    fritzjakob

    Hallo Gerd,

    für die deutsche Lok ist mir das klar. Aber warum trägt die jugoslawische Lok die Nummer 486? Hat das etwas mit der Anzahl der Räder zu tun? Nach dem Link, den Du eingestellt hast, hatte sie ja zuerst obige Nummer.

    Grüsse fritzjakob

    Guten Tag zusammen,

    in den technischen Daten einer deutschen Lok wird ja die Achsfolge angegeben. Bei der Baureihe 06 steht 1`D 1`. Das bedeutet, die Lok hat eine Vorlaufachse (ganz vorne), vier Treibachsen und eine Nachlaufachse (unter dem Führerhaus).

    Die jugoslawische Lok trägt die Seriennummer 486. Bezieht sich das auch auf Achsen oder Räder? Die "4" auf die kleinen Laufräder,

    die "8" auf die Treibräder und die "6" auf die Räder des Tenders? Wer kann mir da weiterhelfen?

    Grüsse

    fritzjakob

    Guten Tag,

    ich las heute am Kiosk die Schlagzeile: "Meine letzten Stunden an Bord von U 23." Da dachte ich, bilde dich mal darüber und kaufte die Zeitung. Es geht um U 23, das 1944 im Schwarzen Meer versenkt wurde. Der Befehl kam von Dönitz, dem OB der Kriegsmarine. Das Wrack galt als verschollen, wurde jetzt vor der Stadt Kandira in 50 m Tiefe gefunden.

    Letzter Kommandant war Rudolf Arendt, der, heute 96jährig, in Meckenheim, NRW, lebt. Arendt erzählt, dass 1944 die Kommandanten von 3 deutschen U-Booten, U 19, U 20, U 23, den Befehl bekamen, die Schiffe zu versenken. Sie sollten nicht den Russen in die Hände fallen. Arendt rettet auf der Flucht die Fahne von U 23 und sein Tagebuch. Man kann beides heute im Marinemuseum in Cuxhaven besichtigen. In der besagten Zeitung sind auch Bilder zu sehen. Ich glaube, einige von euch werden auch über den Fall lesen.

    Mit freundlichen Grüßen

    fritzjakob

    Guten Abend zusammen,

    ich bin auf einen Artikel über die Lok 06 - 013 gestoßen. Die Lok wurde 1930 für Jugoslawien gebaut. Von der Wehrmacht beschlagnahmt, wurde die Lok im März 1945 zwischen Maribor und Ljubljana von Partisanen angegriffen, fuhr auf eine Mine, entgleiste und stürzte in die Save. Geborgen und repariert entsandte die Republik Slowenien die Lok im Jahre 2006 als Symbol des Friedens nach Augsburg. Eine Dokumentation über die Lok ist über den Bahnpark Augsburg zu erhalten. Link:

    https://shop.vgbahn.info/vgbah…hnt+zum+Frieden_1097.html

    Mit der Baureihe 06 bin ich momentan etwas "verwirrt". Die "06er" waren schwere Schnellzugsloks, Achsfolge 2`D 2`, es wurden nur 2 Exemplare gebaut. Nach dem Krieg wurden sie ausgemustert.

    Ich tippe mal, die oben beschriebene Lok war eine Lok der Baureihe 45, eine schwere Güterzuglok. Ich bin sicher, einige von euch können Ergänzungen beisteuern.

    Mit freundlichen Grüßen

    fritzjakob

    Hallo zusammen,

    der Sender 3SAT zeigt in den nächsten Tagen einige Werke, die sich mit dem Holocaust beschäftigen. Heute Abend z.B. "Todeszug in die Freiheit ". Der Film erzählt die Geschichte eines KZ-Transportes aus dem Frühjahr 1945.

    Ein weiterer Film morgen Abend um 22.25. Grund ist der Holocaust - Gedenktag am 27. Januar.

    Gruß fritzjakob

    Guten Tag,

    heute Abend um 20.15 bei ARTE. "Wahre Geschichte." Eine frz. Doku über Personen und Ereignisse. Heute Adolf Hitler und der Marshallplan. Die Doku ist von 2017, also einigermaßen aktuell.

    Grüsse fritzjakob

    Guten Abend,

    ich habe den Bericht auch gelesen. Ich zitiere :"Das Baltikum ist übersät von den Spuren der beiden Weltkriege. Allein in Estland sind mindestens 35000 Wehrmachtsangehörige umgekommen und mehr als 100000 Rotarmisten. Die meisten, die hier starben, sind kaum 20 geworden. "

    Welch ein Irrsinn!

    Gruß und alles Gute zum Neuen Jahr

    fritzjakob

    Hallo Diana,

    danke für Deine Einschätzung. An eine Nachfrage beim Verfasser oder Verlag habe ich auch schon gedacht, da hier aber schon Scans aus dem Buch veröffentlicht wurden, einige Bilder ähneln ja sehr den Fotos aus dem Buch, finde ich das nicht sinnvoll. Man will ja keine schlafenden Löwen wecken. Sollte die Fotos jedoch mit Erlaubnis veröffentlich sein, dann bleibe ich dran.

    Grüsse fritzjakob

    Guten Tag zusammen,

    hallo Darko, danke, für Deine Korrekturen und Ergänzungen. Was den Überfall bei Comeno betrifft, sind die Angaben ebenso falsch. Der Schreiber spricht von "mutilated" also Verstümmelungen. Durch einen Zeugen, der am Ort des Überfalls war und von unserem Mitglied Neretva befragt wurde, nämlich Untersturmführer Kühbandner, Kommandeur der Karstwehreinheit, wissen wir, dass es keine Verstümmelungen gegeben hat. Allerdings werden die Verbrennungen immer wieder erwähnt.

    Soviel hierzu.

    In dem Buch "Karstjäger" von Corbatti/Nava sind Bilder zu sehen, die nach dem Überfall gemacht wurden. Der Link führt auf eine Seite, auf der das Buch vorgestellt wird. Rechts ist eine Bilderleiste. Wenn man dort anklickt, vergrößert sich das Bild. Mit dem Lupensymbol oben rechts kann man das Bild nochmals vergrößern und einiges an Text lesen.

    https://www.booklooker.de/B%C3…Division/id/A02jxiMX01ZZy

    Mal eine Frage an alle: wenn ich die Bilder aus dem Buch einscanne und hier veröffentliche, mit Angabe der Quelle, verletze ich dann Urheberrechte? Es wäre dann ja ähnlich wie ein Zitat aus einem Buch? Ich bin da unsicher, allerdings würden die Fotos den thread weiter ergänzen.

    Mit freundlichen Grüßen

    fritzjakob

    Guten Tag zusammen,

    auch 2018 fand am Ort des Überfalls eine Gedenkveranstaltung statt. Auf YouTube ist ein Film zu sehen. Im Vorspann zwei Bilder:

    das erste zeigt den Kommandeur der Partisaneneinheit, das zweite den politischen Kommissar und andere Kommandeure der Einheit.

    Dieses Foto hat Darko schon veröffentlicht. Link:

    https://www.youtube.com/watch?v=hWW706lKKjg

    Schade, dass man die gehaltenen Reden nicht verstehen kann, mich würde interessieren, wie man das Ereignis im heutigen Slowenien beurteilt.

    Mit freundlichen Grüssen

    fritzjakob

    Guten Tag zusammen, hallo Darko,

    um die Vorgänge in Comeno besser verstehen zu können habe ich mich mit der Geschichte Sloweniens während des zweiten Weltkrieges befasst. Einen für mich sehr verständlichen Aufsatz habe ich bei der Bundeszentrale für politische Schriften gefunden. Ich fand ihn sachlich geschrieben und fundiert recherchiert. Der Beitrag beleuchtet den Widerstand, Kollaboration, Abrechnung und Verdrängung, sowie den Kampf um die Geschichtsinterpretation. Bis heute setzt sich die slowenische Bevölkerung mit den Ereignissen der Jahre 1941 - 1946 auseinander, die Diskussion zieht sich durch alle Bevölkerungsgruppen, bis hinein in die Familien.

    Hitler wollte den jugoslawischen Staat zerschlagen, Jugoslawien sollte als Aufmarschgebiet und Nachschubzone für den Kampf gegen die SU dienen, außerdem billig Rohstoffe und Agrarprodukte liefern. Der Einmarsch nach Jugoslawien erfolgte u.a. von Italien, Kärnten und der Steiermark aus. Das heutige Slowenien wurde besetzt. Italien besetzte den Westen des Banat mit Ljubljana sowie Teile Dalmatiens. Ziel war die Auslöschung alles Slowenischen. Etwa 30.000 Menschenwurden bis September 1943 in Konzentrationslagern deportiert, etwa 6000 ermordet. Personen und Ortsnamen wurden eingedeutscht, die slowenische Sprache verboten. Schulen, Vereine und Gewerkschaften wurden geschlossen. Bis zu 80.000 Menschen wurden deportiert, teils nach Deutschland zu Zwangsarbeit, teils nach Serbien und Kroatien. Diese Umsiedlung betraf auch die "Gottschee-Deutschen". Ihr Gebiet wurde Mussolini überlassen, viele siedelten in das deutsche Reich. Das fast menschenleere Gottscheegebiet wurde zum wichtigsten Rückzuggebiet der Partisanen.

    Die Wehrmacht sollte rücksichtslos jeden Widerstand brechen, für verletzte oder getötete Soldaten sollten Geiseln erschossen werden, Juden und Partisanen seien gleich zu behandeln und auszurotten. Militärisch sollte dies die Karstwehr übernehmen. Die 2000 Mann starke Truppe kam im Küstengebiet (OZAK) und im Karst zum Einsatz. Der Historiker Tone Ferenc hat festgestellt, dass keine andere Einheit so viele Verbrechen an der Zivilbevölkerung beging wie die Karstwehr. Der Widerstand gegen die Besatzer konnte jedoch die Kräfte nicht bündeln, die Zusammenarbeit mit der kommunistischen Partei wurde abgelehnt. Für die etwa 40.000 Partisanen (Anfang 1944) war der Wald Rückzugsgebiet und Versammlungsort. Im Wald wurde die Infrastruktur errichtet: Kommandozentralen, Schulen, Krankenhäuser. Die Partisanen schlossen sich in der OF, der Befreiungsfront zusammen. Die OF bekämpfte nicht nur die Besatzer, sondern auch die innenpolitischen Gegner der KPS. Slowenische Führungseliten wurden ermordet, die OF hatte einen alleinigen Vertretungsanspruch. Die bürgerlichen Kräfte bauten im September 1943 die slowenische Landeswehr auf, die Domobranci. Die SS setzte die Landeswehr als Hilfstruppe gegen die Partisanen ein.

    Die Abrechnung der slowenischen und jugoslawischen Partisanen nach Ende des Krieges ist im Text ausführlich dargestellt. Bis in die 1950er Jahre fanden Prozesse gegen Zivilisten und Domobranci statt. Man geht davon aus, dass etwa 90.000 Slowenen von 1941 bis Februar 1946 ums Leben kamen, davon 50.000 infolge der innerslowenischen Abrechnung. Bis Anfang 1960 emigrierten weitere 30.000 Menschen.

    In der heutigen Bevölkerung werden bei der Beurteilung der Geschichte zwei Versionen diskutiert: Die "Partisanenversion" besagt, dass die Befreiungsfront-OF- legalen Widerstand gegen die Besatzer und deren Helfer leisteten. Sie vertrat alleine slowenische Interessen. Die "Domobranciversion", knapp ein Viertel der Bevölkerung, sieht in der OF ein Instrument der Kommunisten zur Vorbereitung der Revolution. Sie provozierte die Besatzer zu Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Es ist eine Auseinandersetzung der zwei Lager um die genaue Deutung der Geschichte. Ab 1987 wurde die nationale Versöhnung angestrebt, 1991 die Sperrgebiete im Kocevski rog freigegeben. Zum 60. Jahrestag des Sieges über die Besatzer wurde erstmals der Opfer der Rachemorde gemeinsam gedacht. Historiker versuchen eine ganzheitlich umfassende Aufarbeitung der Geschichte, die sich mit allen Einzelheiten der beiden Meinungen auseinandersetzen soll.

    Ich habe eine knappe Zusammenfassung dieser Abhandlung versucht.

    Einen Link zum gesamten Aufsatz füge ich bei:Sloweniens historische Bürde:

    http://www.bpb.de/apuz/29421/s…-historische-buerde?p=all

    Mit freundlichen Grüßen

    fritzjakob