Posts by Timm

    Hallo Lothar, hallo Wolf,


    dies ist der Tiger 103 der s. Pz.Abt. 506, den ich in meiner Antwort angesprochen habe. Der Ort ist aber Lutremange, gut 1 km nordöstlich von Villers-La-Bonne-Eau und die 506 war keine Einheit der Waffen-SS.


    Grüße
    Timm

    Hallo Wolf,


    vieles hängt in der Tat vom Todesdatum Deines Onkels ab. Das SS-Pz.Gren.Rgt. 1, verstärkt durch Teile der SS-Pz.Jg.Abt. 1 waren im Raum Villers-La-Bonne-Eau vom 30.12.44-11.01.45 im Einsatz und hatten erhebliche Verluste. Einsätze der s. SS-Pz.Abt. 501 und der s. Pz.Abt. 506 lassen sich nicht nachweisen, allerdings hat die s. Pz.Abt. 506 Anfang Januar einen Tiger nahe Lutremange verloren.


    Grüße
    Timm

    Hallo Manu,


    am 11. Januar 1945 erreichten die Spitzen der 90th US Inf Div die wichtige Straßenkreuzung östlich der Ortschaft Doncols an der Straße Bastogne - Nothun und schnitten damit zahlreiche Einheiten der 1. SS-Panzer-Division von ihren rückwärtigen Verbindungen ab. Dazu gehörten auch Teile des SS-Panzer-Artillerie-Regiment 1, die bisher im ausgedehnten Waldgebiet südöstlich von Bastogne in Stellung gegangen waren. Der Befehl zum Stellungswechsel in weiter östlich gelegene Feuerstellungen war erst in der Nacht 10./11.01.45 beim Regiment eingetroffen, viel zu spät um ein ungefährdetes Ausweichen zu ermöglichen. Die 90th US Inf Div nahm am 11./12. Januar 1945 zahlreiche Angehörige des SS-Panzer-Artillerie-Regiments 1 im Raum Doncols-Bras gefangen. Ein amerikanischer Bericht vom 12.01.45 erwähnt sogar explizit die Gefangennahme von Angehörigen der 2. Batterie in diesem Raum. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass Dein Großvater in diesem Raum von den Amerikanern gefangen genommen wurde.


    Beste Grüße
    Timm

    Hallo Michael,


    vielen Dank dafür, dass Du die Erinnerungen Deines Großvaters hier eingestellt hast. Ich würde mich freuen, wenn Du mit ihm zusammen klären könntest, wann und wo er während der Ardennenoffensive verwundet wurde bzw. an was er sich in Bezug auf diesen Einsatz noch erinnern kann.


    Danke und beste Grüße
    Timm

    Hallo Thomas und Wolfgang,


    ich habe noch die Aussage eines Angehörigen der 2./ 902, der am 8. April im Raum Brabecke in amerikanische Gefangenschaft geriet. Die Batterie soll an diesem Tag noch eine Stärke von drei Sturmgeschützen und 70 Mann gehabt haben. Die Stabs- und 1. Batterie sollen sich ebenfalls im gleichen Raum befunden haben. Die 2. Batterie erwartete zudem die baldige Zuführung von weiteren Sturmgeschützen. Quelle III US Corps, G2-Report vom 10.04.1945.


    Grüße
    Timm

    Hallo Thomas,


    die Angaben Deines Großvaters machen Sinn und lassen sich durch diverse andere Quellen auch belegen. Ich erlaube mir mal meinem guten Freund Wolfgang zu widersprechen und darauf zu verweisen, dass es doch Literatur zur 902 gibt. Ich zitiere an dieser Stelle aus meinem Buch über die zweite Aachen-Schlacht:


    Die Sturmgeschütz-Brigade 902 wurde im Januar 1944 zunächst als Sturmgeschütz-Lehr-Abteilung 902 durch die Artillerieschule TOURS aufgestellt. Am 14. Februar des gleichen Jahres wurde die Abteilung in Sturmgeschütz-Brigade 902 umbenannt. Die Brigade gliederte sich in drei Batterien zu je 10 Panzern – sieben Sturmgeschütze III und drei Sturmhaubitzen III. Ein Sturmgeschütz III beim Stab brachte die Brigade auf eine Gesamtstärke von 31 Sturmgeschützen. Am 8. Juni verlegte die Brigade von TOURS in die Normandie und wurde zunächst auf der Cotentin-Halbinsel eingesetzt. Sie konnte im Juni der Einkesselung deutscher Streitkräfte auf der Halbinsel durch amerikanische Streitkräfte gerade noch rechtzeitig entgehen, verlor aber in den weiteren Kämpfen in der Normandie zwei Drittel ihrer Sturmgeschütze.
    Anfang September sammelten die Reste der Brigade im Raum MONSCHAU. Sie sollte zunächst ab dem 7. September zur Schließung der Lücke bei BOUILLON im Bereich des beim Armee-Oberkommandos 1 eingesetzt werden. Die Lageentwicklung in den Ardennen führte aber dazu, dass die Brigade mit ihren zehn einsatzbereiten Sturmgeschützen (6 Sturmgeschütze III und 4 Sturmhaubitzen III) dem Armee-Oberkommando 7 unterstellt wurde und gegen die Amerikaner im Raum VERVIERS eingesetzt werden sollte. Die Brigade erreichte am Abend des 10. September aber nur noch den Raum FRANCORCHAMP. Am Abend des 10. September waren die Amerikaner bis in den Raum nördlich von MALMEDY vorgestoßen und drohten direkt bis zur Reichsgrenze durchzustoßen. Das in diesem Abschnitt führende LXXIV. Armee-Korps setzte dagegen die Sturmgeschütz-Brigade 902 mit allen einsatzbereiten Sturmgeschützen ein, welche am 11. September im Raum ELSENBORN auf die vorrückenden Spitzen der Amerikaner stießen. In den sich anschließenden Kämpfen verlor die Brigade mindestens ein Sturmgeschütz. Die in diesem Raum eingesetzten Teile der Brigade wurden unter dem Kommando der 3. Batterie zusammengefasst und blieben bis zum 5. Oktober im Bereich des LXXIV. Armee-Korps im Einsatz, während die Brigade am 17. September im Raum JÜLICH neue Sturmgeschütze übernehmen sollten. Die 3. Batterie verlegte am 18. September in den Raum MORSCHENICH westlich von BUIR. Am 25./26. September war die 3. Batterie zusammen mit der Sturmgeschütz-Brigade 341 im Raum WEISSE WEHE – HÜRTGEN im Einsatz im Rahmen des Grenadier-Regiments 942. Die Batterie blieb auch in den folgenden Tagen der 353. Infanterie-Division unterstellt, ab dem 2. Oktober dann der 275. Infanterie-Division unterstellt, die den Abschnitt der vorgenannten Division übernahm. Am 17. September trafen in BERGISCH-GLADBACH beim Panzerstützpunkt Nord 17 neue Sturmgeschütze III ein. Die Geschütze wurden noch am gleichen Tag an die Brigade[1] übergeben und zum Bahnhof JÜLICH weitergeleitet. In JÜLICH eingetroffen standen für den Weitermarsch allerdings lediglich 100 cbm Sprit zur Verfügung. Zunächst hatte man den Einsatz der Brigade im am meisten gefährdeten Abschnitt des LXXXI. Armee-Korps vorgesehen, bei der 12. Infanterie-Division. Aufgrund der Lageentwicklung am rechten Flügel des Korps wurde die Brigade am 18. September aber der 275. Infanterie-Division zugeführt. Am 19. September standen neun einsatzbereite Sturmgeschütze bereit, die im Rahmen der 183. Volks-Grenadier-Division im Raum GEILENKIRCHEN zum Gegenangriff zur Schließung der Lücke zwischen 275. und 176. Infanterie-Division antreten sollten. Die gerade erst eingetroffene 183. Volks-Grenadier-Division bildete aus den einsatzbereiten Teilen die Kampfgruppe Hoffmann, ihr gehörten an:
    Stab Grenadier-Regiment 343
    I./ Grenadier-Regiment 343 (ohne 3. Kompanie)
    I./ Grenadier-Regiment 330
    13./ Grenadier-Regiment 330
    1./ Panzer-Jäger-Abteilung 219 (ohne ein Zug)
    Sturmgeschütz-Brigade 902
    Der aus GEILENKIRCHEN nach Westen vorgetragene Angriff wurde am Ostrand von GILRATH von einem amerikanischen Gegenangriff aus dem Raum GANGELT zum Stehen gebracht. Bis zum Abend wurde die vordere Linie der Kampfgruppe Hoffmann rechts auf BAUCHEM und links auf den Westwall zurückgedrückt, im Laufe dieser Kämpfe wurden vier Feindpanzer abgeschossen. Die Kampfgruppe Hoffmann bezahlte diesen eilig, ohne vorherige Aufklärung, angesetzten Angriff mit 8 Toten, 11 Verwundeten und 51 Vermissten. Die Sturmgeschütz-Brigade 902 verlor sieben Sturmgeschütze III, von denen zwei Fahrzeuge an den folgenden Tagen geborgen werden konnten. Nur zwei Tage nach der Übernahme der neuen Sturmgeschütze verfügte die Brigade nur noch über drei einsatzbereite Sturmgeschütze und sieben instandsetzungsbedürftige Fahrzeuge. Der Divisionskommandeur der 183. Volks-Grenadier-Division war trotzdem vom Einsatz der Brigade angetan und sprach ihr eine besondere Anerkennung für die Vernichtung von fünf amerikanischen Sherman-Panzern aus. Die Brigade blieb zunächst der 183. Volks-Grenadier-Division unterstellt, wobei am 24. September der Abschuss von vier Panzern vom Typ Sherman gemeldet wurde. Am 26. September befahl das LXXXI. Armee-Korps die Herauslösung der Brigade aus dem Abschnitt der 183. Volks-Grenadier-Division und die Verlegung in den Raum BROICHWEIDEN zur Verfügung des Generalkommandos. Am gleichen Tag wurde die Brigade aufgefordert, ein in JÜLICH an der Bahnhofskommandantur stehendes Sturmgeschütz zu vereinnahmen. Spätere Meldungen zeigten, dass es sich hierbei um ein Sturmgeschütz III handelte. Am 1. Oktober verfügte die Brigade über 21 Sturmgeschütze[2], die sich wie folgt verteilten:
    LXXXI. Armee-Korps – Sturmgeschütz-Brigade 902:13 Sturmgeschütze III, davon 12 einsatzbereit, 1 in kurzfristiger Instandsetzung
    LXXIV. Armee-Korps – 3./ Sturmgeschütz-Brigade 902:5 Sturmgeschütze III, davon 1 einsatzbereit, 3 in kurzfristiger Instandsetzung
    3 Sturmhaubitzen III, davon 2 einsatzbereit, 1 in kurzfristiger Instandsetzung


    In Zuführung befanden sich zwölf Sturmhaubitzen III, die am 27. September zugewiesen worden waren, aber erst am 4. Oktober eintrafen. Entsprechend der Monatsmeldung vom 1. Oktober verfügte die Brigade am 1. Oktober über 9 Offiziere, 111 Unteroffiziere und 295 Mannschaften, insgesamt 415 Soldaten. Die Brigade litt unter starken Offiziersausfällen, so dass knapp die Hälfte der Offiziersstellen nicht besetzt war – von 15 Offizieren gemäß Kriegsgliederung fehlten sechs. In der 2. Batterie waren darüber hinaus zahlreiche Soldaten durch an Malaria erkrankt, ein Souvenir aus der Zeit als die Batterie für längere Zeit auf Sardinien stationiert war.[3]


    [1] In den Unterlagen des LXXXI. A.K. findet sich für den 16. und 17.09.44 fälschlicherweise die Bezeichnung Sturmgeschütz-Brigade 102.
    [2] Die Monatsmeldung der Brigade zeigt lediglich 20 Sturmgeschütze, in dieser Meldung fehlt offensichtlich das um den 26. September in Jülich vereinnahmte Geschütz.
    [3] Vgl. BA-MA RH 19 IV/56, Anlagen zum KTB OB West v. 11.09.-20.09.44, S. 14,BA-MA RH 19 IX/12, Morgen-, Mittags, Abendmeldungen H.Gr. B vom 11.8.-30.09.44., S. 184,BA-MA RH 19 IX/89, KTB H.Gr. B, S. 148 f, 171,BA-MA RH 19 IX/90, Kriegstagebuch Heeres-Gruppe B vom 19.09.44, S. 1250,BA-MA RH 11 II-4, Meldungen des General der Artillerie, S. 325,BA-MA RH 10/349, Verteilung der Panzerfahrzeuge Mai 43 bis Oktober 44, S. 64 und 72,BA-MA RH 24-81/97, KTB LXXXI. A.K., S. 231, 242, 244, 249 und 303,BA-MA RH 24-81/98, KTB LXXXI. A.K., Meldungen vom 17.09., 19.09. und 24.09.,BA-MA RH 24-81/101, KTB LXXXI. A.K., S. 426,BA-MA RH 24-81/108, Lagekarte LXXXI. A.K. vom 18.09.44,NARA, T314, R1597, Kriegsgliederungen LXXXI. A.K., Oktober 1944,NARA, T315, R1552, 183. Volks-Grenadier-Division, Ic, Sept. 44-Feb. 45, Frame 1201,Tessin: Verbände und Truppen, Bd. 13, S. 107,Zetterling: Normandy 1944, S. 209 f,Christoffel: Krieg am Westwall 1944/45, S. 155,Hohenstein/Trees: Hölle im Hürtgenwald, S. 79, 88 ff, 109,Generalleutnant Schack in ZAGV, Bd. 66/67, S. 223.


    Weitere Informationen zur Brigade finden sich in den einzelnen Tagesberichten und im abschließenden Kapitel des Buches.


    Zu den Einsätzen während der Ardennenoffensive verweise ich schon jetzt auf die Einsatzgeschichten der 326. Volks-Grenadier-Division und Sturmpanzer-Abteilung 217, die hoffentlich in diesem Jahr endlich veröffentlicht werden.


    Beste Grüße
    Timm

    Hallo Tobias,


    bist Du sicher, dass Du Dich nicht mit der Einheit vertan hast? Die Sturmgeschütz-Brigade 902 wurde nach dem Rückzug aus der Normandie zunächst im Raum Aachen, dann im Hürtgenwald und den Ardennen eingesetzt. Die letzten Teile der Brigade gingen dann im April 1945 im Ruhrkessel unter.


    Beste Grüße
    Timm

    Hallo Dieter,


    in der Konstellation 9. Pz.Div. und 10. SS-Pz.Div. kann es sich nur um die Rurfront im November/Dezember 1944 gehandelt haben, trotzdem wäre es prima, wenn Du den Zeitraum genauer eingrenzen könntest, denn es waren mehrere Volksartilleriekorps in diesem Raum im Einsatz: 388, 403, 407, 408, 409, 410 und 766. Ich würde aufgrund der Kampfräume der 9. Pz.Div und 10. SS-Pz.Div. zwischen dem 20.-25.11.44 auf das VAK 388 und 766 schließen.


    Beste Grüße
    Timm

    Hallo Wolfgang,


    woher hast Du die Information, dass die StuG.Abt. 200 vier Kompanien (bzw. Batterien) gehabt haben soll. Ich habe mehrere Aussagen von Gefangenen, wonach die Abteilung lediglich 3 Batterien zu je 10 Sturmgeschützen hatte. Auch in den Stärkemeldungen der Brigade wird zumeist von einem Soll von 31 Sturmgeschützen gesprochen, wobei das 31ste Geschütz sicherlich der Wagen des Abteilungskommandeurs war.


    Beste Grüße
    Timm

    Hallo Wolfgang,


    habe für den Zeitraum primär auch nur die von Dir erwähnten Quellen. Anbei die anderen Quellen:


    05.02.45:
    Panzer, Sturmgeschütze u. Panzerjäger im Westen:Brigade im Einsatz bei Heeresgruppe G.
    24 Sturmgeschütze vorhanden, davon 21 Pz. einsatzbereit, 0 Pz. k.inst. und 3 Pz. l.inst.[1]
    11.03.45:
    7 Stu.Haub. 42 ab HZA als Artillerienachschub OB West für StuG.Brig. 394 abgerollt.[2]
    15.03.45:
    Panzer, Sturmgeschütze u. Panzerjäger im Westen:Brigade im Einsatz bei Heeresgruppe H.
    22 Sturmgeschütze vorhanden, davon 4 Pz. einsatzbereit, 4 Pz. k.inst. und 14 Pz. l.inst.[3]
    17.03.45:
    Panzernachschub für OB West im März 45:
    Am 06.03.45 zugewiesene Sturmhaubitzen treffen bei der Brigade ein.[4]


    1] Vgl. RW 4 v. 636, Panzerlage West 1944/45, Meldung vom 05.02.45.
    [2] Vgl. BA-MA RH 10/350, Bd. 2, Zuweisungsakten des Gen.Insp.d.Pz.Tr., S. 39.
    [3] Vgl. RW 4 v. 636, Panzerlage West 1944/45, Meldung vom 15.03.45.
    [4] Vgl. RW 4 v. 636, Panzerlage West 1944/45, Anlagen März 45.


    Ende März 1945:
    Laut Lt. Witte gerät die gesamte Kampfstaffel der Brigade bei der alliierten Luftlandung bei Wesel in Kriegsgefangenschaft.[1]
    01.04.45:
    Ausb.Rgt. 551 nahm in der Linie Lienen - Iburg - Hilter (Teutoburger Wald) u.a. die Artillerieabteilung 394 auf und unterstellte sich diese.[2] [3]
    12.04.45:
    Lt. Schläfer traf zufällig bei Naumburg / Saale auf seine Einheit, die nach schweren Verlusten auf dem Weg nach Dresden war, um neue Geschütze zu empfangen.[4]


    [1] Mitteilung P. Kehlenbeck vom 29.01.03.
    [2] Vgl. Wegmann: Das Kriegsende zwischen Ems und Weser 1945, S. 66.
    [3] Da es eine Artillerieabteilung 394 laut Tessin nicht gegeben hat, darf unterstellt werden, dass es sich herbei um die StuG.Brig. 394 handelt, zumal diese über Münster und Teutoburger Wald zurückgegangen sein will.
    [4] Mitteilung P. Kehlenbeck vom 29.01.03.


    Ich habe darüber hinaus irgendwo noch die persönlichen Aufzeichnungen von Dr. Schiffmacher, dem Brigadearzt, abgelegt, der am 24.03.45 bei Hamminkeln in Gefangenschaft geraten ist.


    Grüße
    Timm

    Hallo Lothar,


    es freut mich zu hören, dass Du mit den Informationen etwas anfangen kannst. Leider kann ich Deine letzte Frage nicht beantworten. Es ist im Prinzip schon ein großer Zufall, dass ich Informationen zu Ungarn bei mir abgespeichert habe. Normalerweise enden meinen Recherchen immer Ende Januar 1945.


    Grüße
    Timm

    Hallo Lothar,


    die u.a. Quellensammlung sollte Deine noch offenen Fragen beantworten.


    Grüße
    Timm


    Volkswerferbrigade 17 (teilbeweglich)
    11.10.44:
    Aufstellung in Bremen.
    11.11.44:
    Zuführung der Brigade ohne I./ Werfer-Regiment 88 und ohne Werfer-Regiment 89 für den 15.11.44 geplant. I./ 88 und III./ 89 ab 22.11.44 in Zuführung geplant.
    23.11.44:
    Verlegung von Seesen nach dem Westen mit unterstelltem Werfer-Regiment 88 und Werfer-Regiment 89. 3 von 10 Zügen in Seesen abgefahren.
    24.11.44:
    Alle 8 Züge aus Seesen abgefahren. Transportspitze im Raum Troisdorf (südöstlich Köln).
    25.11.44:
    4 Züge im Raum Gerolstein – Hillesheim ausgeladen, 1 im Zulauf auf Ausladeraum.
    26.11.44:
    Letzter Zug in Gerolstein eingetroffen. Alle 8 Züge im Raum Hillesheim – Gerolstein ausgeladen, Bewegung abgelaufen.
    14.12.44:
    Die Brigade besteht aus:12 Bttr. 72 x 15cm Wfr.3 Bttr. 18 x 21cm Wfr.3 Bttr. 18 x 30cm Wfr.
    16.12.44:
    Unterstellung: LXVII. AK - 6. Panzerarmee, Ausstattung:72x18-cm-Werfer, 18x21-cm-Werfer, 18x30-cm-Werfer
    Teile der Brigade unterstützen den Angriff auf Monschau.
    28.12.44:
    Die Brigade wird von der Ardennenfront abgezogen. Brigade bei LXVII. A.K. abgelöst.
    29.12.44:
    Von Brigade 2 Züge abgefahren.
    30.12.44:
    Von Brigade 4 Züge aus dem Bereich LXVII. A.K. abgefahren.


    Werfer-Regiment 89 (teilbeweglich)
    Dezember 44:
    Unterstellung: V.W.Brig. 17, angeblich ohne I./89
    Gliederung: I./ 89 1.-3. Batterie (18x15 cm), II./ 89 4.-6. Batterie (18x15 cm), III./ 89 7.-9. Batterie (18x30 cm)
    15.12.44:
    Aussage eines Gefangenen der 8./ 89, einem Sanitäter: Er wurde der Batterie unmittelbar vor der Verlegung von Hildesheim an die Westfront unterstellt. Zusammen mit der 7. und 9. Batterie traf man am 9. Dezember im Raum Hollerath ein. Gliederung der Batterie: 6 ‚Dreiziger‘, die auf drei Lkw transportiert wurden. Man hatte die ‚Dreiziger‘ noch nicht abgeladen, weshalb der Gefangene annahm, dass man den eigentlichen Einsatzraum noch nicht erreicht hätte. Ein anderer Lkw wurde nach hinten geschickt, um Munition zu holen. Der Gefangene war sich zudem sicher, dass die Abteilung auch Do-Geräte besitzen würde. Seit der Verlegung von Hildesheim gab es keinen Kontakt mehr mit den Batterien der II./ 89.
    16.12.44:
    05.30 Uhr, nach Verlesen des Tagesbefehl des OB West, feuerte die I./ 89 eine 15 cm Salve auf die Höhe 500 m nördlich Monschau ab. Danach nochmaliger Feuerschlag auf dasselbe Ziel. Trotz starker Feuerunterstützung durch V.W.Brig. 17 und V.A.K. 405 kam der Angriff der 326. V.G.Div. nicht recht vorwärts und blieb vor der vom Feind besetzten Bunkerlinie des Westwalls liegen.
    Wachtmeister Gustav Kleine-Weber, geb. 03.05.16 in Ahle, gestorben auf dem HVP Mariawald. Angehöriger der I./ 89.
    18.12.44:
    02.30 Uhr, die 326. V.G.Div. stellte sich auch heute wieder zum Angriff aus den alten Ausgangsstellungen bereit.08.45-08.50 Uhr, I./ 89 schoss vier Batteriesalven auf Infanterieansammlungen und Granatwerferstellungen in der Schlucht westlich Mützenich.
    Kanonier Horst Wagner, geb. 27.10.26 in Stettin, gestorben auf dem HVP Mariawald. Angehöriger der I./ 89.
    24.12.44:
    21.30 Uhr, Kommandeur I./ 89 kehrte von einer Besprechung zurück. Die Abteilung war marschbereit und wartete auf die vom Regiment zur Durchführung des Stellungswechsels zugewiesenen Fahrzeuge. Nach Stellungswechselvorbereitung wurde in den Batterien, soweit möglich, noch kurz des Weihnachtsfestes gedacht.
    03.01.45:
    06.00 Uhr, Neuhäusl (Ungarn)
    10.00 Uhr, Komorn, anschließend Ausladen des Bahntransportes und Verbindungsaufnahme mit Ausladekommissar und Ortskommandant.
    05.03.45:
    Raum Stuhlweißenburg, für den bevorstehenden Einsatz wurden der I./ 89 die 5. und 6. Batterie taktisch unterstellt. Die Abteilung hatte somit jetzt 174 Rohre. Die Abteilung wurde vom Kommandeur des II./ 89 geführt, da der Kommandeur I./ 89 den Regimentskommandeur während des Einsatzes vertrat. Bis zum Angriffsbeginn wurden die Stellungen ausgebaut, Munition vorgefahren und die B-Stellen erkundet und bezogen. Aus Tarnungsgründen, der Gegner konnte von den Höhen östlich Stuhlweißenburg das Gelände einsehen, durften sämtliche Bewegungen nur während der Dunkelheit erfolgen. Alle Fahrten wurden ohne Licht durchgeführt.
    06.03.45:
    Beginn des Angriffs auf Seregelyes.03.52-04.04 Uhr, Vorbereitungsfeuer der schweren Waffen, Artillerie und Werfer. Eigene VB´s gingen mit der Infanterie vor. I./ 89 schoss vier Salven auf den Raum Seregelyes (366 Spreng und 15 Nebel).
    07.20 Uhr, I./ 89 schoss eine Salve mit 1., 2., 3., 5. und 6. Batterie auf den Schlosspark von Seregelyes.
    07.43 Uhr, I./ 89 schoss eine Salve mit 1., 2., 3., 5. und 6. Batterie auf den Nordwestteil von Seregelyes.
    12.45 Uhr, I./ 89 schoss eine Salve mit 1., 2., 3., 5. und 6. Batterie auf den Raum 500 m nordwestlich des Bahnhofes Seregelyes. Am Nachmittag war der größte Teil von Seregelyes in deutscher Hand.
    21.03.45:
    16.15 Uhr, Batteriesalve (30 cm) durch I./ 89 unterstellter mit 7./ 89. Auf Befehl des Regiments wurde die 7./89 nach Verschuss der Munition herausgezogen und nach rückwärts verlegt.17.30 Uhr, Kommandeur I./89 nahm Verbindung mit Kommandeur Artillerieregiment auf und erfuhr dort, dass dieser um 19.00 Uhr Stellungswechsel in den Raum nördlich Füle macht. Infanterie setzte sich um 19.00 Uhr aus Stuhlweißenburg ab. Nach Rückkehr des Kommandeurs erfolgte eine kurze Chefbesprechung. Die Abteilung sollte die noch vorhandene Munition bis auf eine Handsalve verschießen, danach sollten die Batterien Stellungswechsel machen. Als Sammelpunkt wurde Papkesci vereinbart. Als Marschweg stand nur der Weg Urhida-Jenö-Küngös offen.


    Quellen:BA-MA WF 03-4694,
    KTB OB West, Bd. 6
    BA-MA RH 19 IV-84, Anlagen zum KTB OB Wes
    tNARA T311, R30, Meldungen OB West
    G2-Report V US Corps, Nr. 190, 15.12.1944
    Dupuy: Hitlers Last Gamble
    Emde: Die Nebelwerfer
    Jung: Die Ardennenoffensive 1944/45
    Parker: Battle of the Bulge
    Scherer: Gefallen und vergessen?
    Tessin: Verbände und Truppen, Bd. 4

    Hallo zusammen,


    da ich über einen Kindle verfüge, suche ich natürlich gerne militärgeschichtliche Bücher für meinen Kindle. Was ich von Herrn Weiss halte, darf man der u.a. Rezension entnehmen. Immerhin hat es keine 24 Stunden gedauert bis Herr Weiss sein tolles e-book über die s. SS-Pz.Abt. 501 wieder vom Markt genommen hat.


    Grüße
    Timm


    Rezension bezieht sich auf: Battle of the Bulge 1944 - Schwere (heavy) SS-Panzer-Abteilung 501 (Kindle Edition)
    Bisher habe ich die eBooks von Herrn Weiss ganz gerne gekauft, da sie eine preiswerte Option sind, um an die Foreign Military Studies der Amerikaner zu gelangen. Wenn Herr Weiss dann mit einem eBook aufwartet, welches ein Thema aufgreift, zu dem es keine Military Study gibt, welches zudem dreimal so teuer ist wie die anderen Bücher, dann hat man auch eine gewisse Erwartungshaltung an den Inhalt und die Qualität des Buches.


    Warum ich diesem Buch nur einen Stern gönne, hat viele Ursachen:
    * Es enthält nicht einige einzige Aussage, die man nicht auch in den Büchern von Werner Schneider und Patrik Agte findet. Wenn es eine gute Zusammenfassung beider Bücher gewesen wäre, hätte ich es wohl noch akzeptieren können. Hier ist aber einfach nur lieblos und unvollständig abgeschrieben worden.
    * Natürlich darf man an Bilder in einem eBook keine hohen Anforderungen stellen, wenn aber fast alle Bilder aus dem Internet heruntergeladen wurden, finde ich dies reichlich unverschämt. Da hilft es auch nicht, wenn man am Ende des Buches die Namen derer nennt, die angeblich Bilder zur Verfügung gestellt haben - nur blöd, wenn die dort genannten den Herrn Weiss nicht kennen und natürlich auch keine Erlaubnis erteilt haben, die Bilder zu verwenden.
    * Warum Herr Weiss darüber hinaus das Buch in englischer Sprache veröffentlicht hat, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Für einen deutschen Autor ist dies immer eine Herausforderung, gerade deshalb sollte man aber auf keinen Fall irgendein billiges Übersetzungsprogramm aus dem Internet verwenden, ansonsten kann man sich nur blamieren. Beispiele gefällig? Aus einem ,Hauptsturmführer` wird dann ein ,main storm leader`, aus der ,Kampfgruppe Sandig` - ,KG sandy`, aus ,elektronischer Abfeuerung` - ,electronic Abfeuerung`, aus der Ortschaft ,Honsfeld` - ,field Hons` und aus der Ortschaft ,Buchholz` - ,book wood`. Völlig sinnleere Sätze in Pidgin-English runden den katastrophalen Eindruck dieses Buches ab.
    * Wer also den Agte oder Schneider im Schrank stehen hat, sollte auf jeden Fall das Geld sparen. Allen anderen empfehle ich eine Suche zur ,s. SS-Panzerabteilung 501` im Internet, ist ebenfalls deutlich billiger und wesentlich gehaltvoller.


    Ein Stern für dieses Buch ist im Prinzip immer noch viel zu viel.

    Hallo Thomas,


    anbei Angaben zum Einsatz des Bataillons im Herbst 1944. Einsätze im Hürtgenwald fanden allerdings erst ab Ende Oktober 44 (nach dem Ende der 2. Aachen-Schlacht) statt.


    Grüße
    Timm


    Mit Beginn der Landung der Alliierten in der Normandie endete die Aufstellung des Bataillons, welches umgehend an die Invasionsfront verlegt wurde. In der Normandie wurde das Bataillon in erster Linie konventionell eingesetzt, d.h. Stellungsbau, Brückenbau bzw. Brückeninstandsetzung und Anlegen von Minensperren. Das Bataillon zog sich im August 1944 in Elbeuf bzw. Rouen über die Seine zurück. Nach Überwinden der Somme zwischen Amiens und Abbeville wurde das Bataillon über Mons ausholend in Namur gesammelt. Das Bataillon hatte noch eine Stärke von 585 Mann und war zudem noch voll bewegungs- und einsatzfähig, Es erhielt daher von Generalfeldmarschall Model den Auftrag, entlang der Straße Namur – Echternach eine Sperrlinie aufzubauen. Ab Anfang September 1944 war das Bataillon dem LXXIV. Armee-Korps unterstellt und führte östlich der Ourthe ein Verzögerungsgefecht bis in den Raum Elsenborn, wo das Bataillon dann die Reichsgrenze überschritt. Nach diesem Einsatz, der sehr verlustreich gewesen war, wurden die Reste des Bataillons Ende September 1944 nach Dinslaken zur Auffrischung verlegt (Erfahrungsbericht Georg Loos: Einsatz des Heeres-Sturm-Pionier-Bataillon zbV 600 (Taifun) 1944 in Frankreich).

    Hallo,


    natürlich hat das Feld-Ersatz-Bataillon 246 nach der 2. Aachen-Schlacht weiterhin bestanden bzw. es wurde neu aufgestellt. Wie ich Dir bereits mitgeteilt habe, bezweifele ich lediglich, dass Dein Großvater nach der 2. Aachen-Schlacht weiterhin Angehöriger des Bataillons war. Über den Sinn und die Aufgaben eines Feldersatzbataillons findest Du hier im Forum sicherlich die ein oder andere Diskussion.


    Grüße
    Timm

    Hallo,


    schade, dass die WASt keine weiteren Informationen hat. Dein Großvater wird nach dem Ausbruch aus Aachen nicht mehr lange Angehöriger des Feld-Ersatz-Bataillon 246 geblieben sein. Ich vermute mal, dass er einem der drei Grenadierregimenter zugeteilt wurde, aber das ist reine Spekulation.


    Der Einsatz des Bataillons in Aachen ist dagegen dank zahlreicher Vernehmungsprotokolle sehr gut dokumentiert.


    Grüße
    Timm

    Hallo,


    anbei ein paar Informationen zu o.a. Bataillon:


    Im Zuge der Übernahme wurden der 246. Volks-Grenadier-Division folgende im Abschnitt AACHEN eingesetzte Verbände unterstellt:
    • Luftwaffen-Festungs-Bataillon XIX
    • Festungs-Maschinen-Gewehr-Bataillon 34
    • Infanterie-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 453
    • Landesschützen-Bataillon II/6
    • Fallschirm-Jagd-Kommando
    Von diesen Einheiten durften das Luftwaffen-Festungs-Bataillon XIX, das Infanterie-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 453 und Teile des Festungs-
    Maschinen-Gewehr-Bataillon 34 zur Aufstellung des Füsilier-Bataillons 246 und des Feld-Ersatz-Bataillons 246 vereinnahmt werden.
    Das Füsilier-Bataillon 246 wurde durch Verschmelzung der Füsilier-Kompanie 246 mit dem Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 453 gebildet, welches immerhin 6 Offiziere, 94 Unteroffiziere und 502 Mannschaften, Gesamt 600 Mann, zur Aufstellung des neuen Bataillons beisteuerte. Entgegen der Gliederungsübersicht der Division vom 30. September verfügte das Bataillon über fünf statt drei Kompanien, wobei die Füsilier-Kompanie 246 als 4. ompanie und der schwere Zug der Füsilierkompanie in die 5./ Füsilier-Bataillon 246 eingegliedert wurden. Anders lautende Quellen besagten, dass die Verschmelzung beider Einheiten nicht stattfand, die Division also über ein Füsilier-Bataillon 246 und eine Füsilier-Kompanie 246 verfügte.


    Das Luftwaffen-Festungs-Bataillon XIX (Stärke am 2. Oktober 1944: 5 Offiziere, 1 Beamter, 136 Unteroffiziere und 202 Mannschaften, Gesamt 344 Mann) und die im Raum AACHEN eingesetzten Teile des Festungs-Maschinen-Gewehr-Bataillons 34 (Stärke des gesamten Bataillons am 2. Oktober: 6 Offiziere, 41 Unteroffiziere und 158 Mannschaften, Gesamt 205 Mann), waren kampfunerfahren und wurden am 2. Oktober zusammen mit der Divisions-Kampfschule 246 zum Feld-Ersatz-Bataillon 246 verschmolzen. Kommandeur
    des neuen Bataillons wurde der ehemalige Kommandeur des Luftwaffen-Festungs-Bataillons XIX, Hauptmann Neubert. Das Luftwaffenfestungsbataillon
    ging in der 1. und 2. Kompanie auf, während die beiden anderen Einheiten die 3. und 4. Kompanie bildeten.


    Das Feld-Ersatz-Bataillon 246 blieb mit der Masse im Südwesten von Aachen in der Verteidigung und geriet am 21. Oktober nahezu geschlossen in amerikanische Gefangenschaft. Von 444 Gefangenen gerieten allein am 21. Oktober 349 Soldaten in Gefangenschaft. Dein Großvater gehörte damit zu den ganz, ganz wenigen Bataillonsangehörigen, denen der Ausbruch aus dem Kessel gelang.


    Grüße
    Timm

    Hallo zusammen,


    seit letzter Woche ist mein Buch über die 2. Aachen-Schlacht beim Helios-Verlag erhältlich.


    http://www.helios-verlag.com/z…-westwall-untergehen.html


    Was vor mehr als sechs Jahren als Leitfaden gedacht war, der den Einsatz und die Unterstellungsverhältnisse der Sturmpanzer-Abteilung 217 während der 2. Aachen-Schlacht dokumentieren sollte, hatte sich über die Jahre durch immer neue Quelle zu einem separaten Projekt verselbständigt. Die Handlung des Buches setzt dort ein, wo die Einsatzgeschichte der Panzer-Brigade 105 endete, Ende September 1944. War die Einsatzgeschichte der Panzer-Brigade 105 chronologisch in die Kampfhandlungen des LXXXI. Armee-Korps im September 1944 eingebunden, stehen in diesem Buch die Kampfhandlungen im Bereich des LXXXI. Armee-Korps im Oktober 1944 selbst im Mittelpunkt. Die Kämpfe im Oktober 1944 waren auf deutscher Seite leider weiterhin von dem Gedanken geprägt, den amerikanischen Vormarsch mit allen, vor allem inadäquaten, Mitteln aufzuhalten. Insofern trägt auch dieses Buch den gleichen Titel wie bereits die Chronik der Panzer-Brigade 105.


    Den Kern der Abhandlung bildet die 2. Aachen-Schlacht, die am 2. Oktober mit amerikanischen Angriffen im Raum Übach-Palenberg eingeläutet wurde und am 21. Oktober mit der Kapitulation der letzten Verteidiger Aachens endete. Ein einleitendes Kapitel beschäftigt sich mit dem Zustand und der Gliederung der deutschen Verbände vor dem 2. Oktober, während ein abschließendes, sehr umfangreiches Kapitel Aufschlüsse über den Zustand und die Verluste der deutschen Verbände nach der Schlacht gibt. Jeder einzelne Kampftag wird in einem separaten Kapitel behandelt und beschreibt die Kampfhandlungen in den jeweiligen Divisionsabschnitten von Nord nach Süd in chronologischer Reihenfolge. Abgeschlossen wird ein jeder Kampftag mit der Panzerlagemeldung des LXXXI. Armeekorps. Diese Panzerlagemeldungen dokumentieren eindrucksvoll die tatsächlichen deutschen Panzerverluste, aber auch die geringe Zahl an einsatzbereiten Panzerfahrzeugen. Für das Mitte Oktober im Abschnitt des Korps eingeschobene I. SS-Panzer-Korps standen zwar kaum Originalunterlagen zur Verfügung, trotzdem denke ich, dass ich die wesentlichen Ereignisse richtig und umfassend wiedergegeben habe. In das bereits erwähnte abschließende Kapitel habe ich zudem alle mir zugänglichen Informationen über die Panzer-Brigade 108 einfließen lassen – erschreckend, wie wenig Material im Vergleich zur Panzer-Brigade 105 erhalten geblieben ist. Erstmalig werden in diesem Buch alle beteiligten deutschen Einheiten lückenlos genannt und ihre Einsätze geschildert. Ganz am Ende des Buches befinden sich zwei mehrseitige Aufstellungen, die eine listet tageweise die deutschen Gefangenen nach Einheiten auf, die andere zeigt die Stellenbesetzungsliste der beteiligten deutschen Einheiten bis hinunter auf die Kompanieebene.


    Wie schon bei meinem ersten Buch habe ich offizielle Dokumente aus den Archiven in Freiburg und Washington mit Erlebnisberichten von Zeitzeugen verknüpft. Da mir bei meinen Recherchen leider nur noch wenige Zeitzeugen zur Verfügung standen, habe ich für dieses Buch deutlich mehr amerikanische G2-Berichte ausgewertet, welche u.a. Vernehmungsprotokolle deutscher Kriegsgefangener enthalten und somit einen sehr guten Ersatz für neuzeitliche Zeitzeugenberichte darstellen. Zahlreiche Kartenausschnitte und umfangreiches, authentisches Bildmaterial runden die Dokumentation ab.


    An dieser Stelle möchte ich mich bei all denen bedanken, die mir in den letzten Jahren bei der Erstellung des Buches mit Rat und (vor allem) Tat zur Seite gestanden haben. Wenn Euch das Buch gefällt, empfehlt es bitte weiter, wenn nicht, sagt es mir, damit ich aus meinen Fehlern lernen kann.


    Beste Grüße
    Timm