Posts by Timm

    Hallo Sven,


    bei meinen aktuellen Recherchen zum Einsatz der Fhr.Gren.Brig.in Ostpreußen bin ich zwangsläufig auch über das Volkssturm-Einsatz-Bataillon 25/235 Goldap gestolpert. Anbei einige weitere Informationen zum unglückseligen Einsatz des Bataillons bei Schwadenfeld und Zellmühle. Interessant fand ich, dass auch die Angehörigen des Gren.Rgt. 1091 der 547. V.G.Div. eine sehr große Bereitschaft zum "Absetzen nach hinten" zeigten. Ein Angehöriger der Brig.Bgl.Kp. der Fhr.Gren.Brig., die um den 22.10. das Gren.Rgt. 1091 im Raum Zellmühle verstärken musste, bezeichnete den Verband schlichtweg als "Sauhaufen". Aber das ist eine andere Geschichte.


    Neben dem Volkssturm-Einsatz-Bataillon 25/235 wird noch ein weiteres Volkssturm-Bataillon aus Angerapp erwähnt. Kann es sich dabei um das Bataillon 25/225 gehandelt haben? Nördlich davon, im Raum Husarenberg, kam ein weiteres Volkssturm-Bataillon im Rahmen des Pi.Btl. 2 H.G. am 20./21.10.44 zum Einsatz. Hierzu habe keinerlei weitere Informationen finden können. Südwestlich von Gumbinnen kam im gleichen Zweitraum ein Volkssturm-Bataillon aus Schlossberg zum Einsatz, mehr habe ich auch hier nicht finden können. Vielleicht hast Du ja etwas zu den drei anderen Volkssturmeinheiten, die im Bereich des russischen Einbruchs bei Großwaltersdorf im Oktober 1944 zum Einsatz kamen.


    Beste Grüße

    Timm


    Offiziere Volkssturm-Einsatz-Bataillon 25/235:


    Kdr.: Hauptmann Batt


    Adju.: Leutnant Just


    Chef 1.: Hauptmann Regge


    Chef 2.: Hauptmann Klein


    Chef 3.: Oberleutnant Rohse


    Chef 4.: Hauptmann Szurowski


    Trp.Arzt: Dr.Räthling


    Fhr. der Trosse: Preuss



    17.-19.10.1944


    Aufstellung am 17.10.44 in Goldap. Am gleichen Tag Beginn der Ausbildung an der Panzerfaust, allgemeine Ausbildung, aber kein Anschießen der überwiegend russischen Karabiner. 200 der 400 Mann des Bataillons wurden nach Hause geschickt, um ihren Familien bei der Vorbereitung zur Evakuierung zu helfen. Nur ein Zug der 3. Kompanie wurde mit Uniformen ausgestattet, der Rest ging mit ziviler Bekleidung in den Einsatz.


    20.10.44:


    Um 08.00 Uhr wurde der Volkssturm in Goldap aufgerufen, die Gräben östlich der Stadt zwischen Heidensee und der Schießanlage nahe Goldap-Mühle zu besetzen. Um 17.00 Uhr traf der Befehl der Gebietskommandantur ein, dass das Bataillon die Straße zwischen Daken - Groß Waltersdorf - Husarenberg gegen vorgehende russische Panzer sichern sollte. Um 19.00 Uhr wurde das Bataillon auf Lkw. verladen und fuhr bis Daken, wo Wehrmachtsangehörige die Weiterfahrt untersagten, da die für das Bataillon vorgesehen Stellungen bereits von Feind besetzt waren. Der Btl.Kdr. meldete sich beim lokalen, militärischen Führer in Daken, einem Oberstleutnant, der ihm erklärte, dass sein Bataillon seiner Einheit sofort untergestellt werden müsse, wenn es am Kampf teilnehmen wolle. Der Btl.Kdr. meldete dies an die Kreisleitung in Goldap und fuhr zum Gefechtsstand der 547. V.G.Div. Das Bataillon bezog derweil Stellungen in Daken.


    21.10.44:


    Das Bataillon bezog am Morgen neue Stellungen bei Schwadenfeld. Links von ihnen befand sich eine Wehrmachtseinheit (Teile 547. V.G.Div.) in den Stellungen, viele von ihnen allerdings Versprengte, die man wahllos in die Gräben gesteckt hatte. Rechts von ihnen befand sich ein Volksturm-Bataillon aus Angerapp. Um 12.00 Uhr meldete der Kompaniechef der 1. Kompanie, dass man unter Feuer russischer Infanterie liegen würde. Gegen 13.00 Uhr meldete die Kompanie erneut feindliches Infanterie- und Panzerfeuer auf den eigenen Stellungen. Die Grenadiere zur linken würde sich angeblich in Richtung der Kompanie absetzen. Um eine Einschließung zu vermeiden, befahl der Btl.Kdr. der 1. Kompanie, sich in den zweiten Graben zurückzuziehen. Identische Befehle wurden daraufhin an die anderen Kompanien erteilt und ein Ausweichen in den zweiten Graben begann. Der Btl.Kdr. und sein Adjutant verblieben zunächst im ersten Graben und beobachteten die Lageentwicklung für einige Zeit. Als die beiden unter immer heftigeres Feuer gerieten, zogen sie sich in den zweiten Graben zurück, der zu ihrer Überraschung leer war. Die beiden schlossen sich anderen Einheiten an, die sich ebenfalls nach Zellmühle absetzen. Man fand die 2. – 4. Kompanie schließlich in Zellmühle wieder. Die Kompanien hatten sich dem Rückzug der Wehrmacht angeschlossen. Von der 1. Kompanie fehlte aber jede Spur. Hauptmann Batt übergab das Kommando über die 3 Kompanien an den Chef der 4. Kompanie und begab sich mit seinem Adjutanten zum Gut Zellmühle, wo er endlich auf den Chef der 1. Kompanie traf. Hauptmann Regge berichtete, dass er sich bereits beim Divisionskommandeur gemeldet habe und dass dieser bereits auf Batt warten würde. Auf dem Gefechtsstand der Division angekommen, machte der Divisionskommandeur Hauptmann Batt nieder und ließ ihn wegen Feigheit vor dem Feind festnehmen. Das Bataillon wurde daraufhin vom Kommandeur des Angerapper Volkssturm-Bataillon übernommen, welcher das Bataillon sofort wieder nach vorn in den Graben beorderte. In der Zwischenzeit war der Tross des Bataillons eingetroffen und zog in Zellmühle unter. Kurz darauf setzte Artilleriefeuer auf Zellmühle ein. In der Nacht fuhren zahlreiche Fahrzeuge der Division „Hermann Göring“ und der Fhr.Gren.Brig. durch den Ort. Man nahm an, dass diese zum Gegenangriff antreten würden.


    22.10.44:


    Hauptmann Batt befand sich weiterhin im Gutshaus Zellmühle im Arrest, war verhört worden und sollte erschossen werden. Er wurde dann aber an die Partei übergeben, da diese für den Volksturm zuständig war. In der Nacht hatten die Reste des I./ Gren.Rgt. 1091, die zuvor zwischen Tollmingen und Warnen verteidigt hatten, die Stellungen im Raum westlich von Schwadenfeld verstärkt. Obwohl nicht unmittelbar vom Feind bedroht, setzen sich Teile des I. Bataillons im Verlauf des Tages nach hinten ab, Auslöser dafür war angeblich ein vom Feind abgegebener Funkbefehl. Der Kommandeur des Angerapper Volksturm-Bataillons setzte eine Besprechung mit den Chefs der 1. & 2. Kompanie und dem Adjutanten an. Während der Besprechung wurde festgelegt, dass Hauptmann Klein, der Chef der 2. Kompanie, die Führung des Bataillons übernehmen sollte. Der Gefechtsstand und die Trosse verblieben in Zellmühle, die Ortschaft wurde seit Tagesbeginn von russischer Artillerie beschossen. Das Artilleriefeuer steigerte sich in der Nacht zum 23.10. erheblich.


    23.10.44:


    Die Russen steigerten am Morgen ihr Feuer auf die deutschen Stellungen und das Hinterland. Der erste Tote des Bataillons war Hauptmann Regge, der Chef der 1. Kompanie, der durch sein Verhalten den Rückzug am 21.10. eingeleitet hatte. Er wurde von einem russischen Scharfschützen in der Brust getroffen. Ein Bataillonsführer des Gren.Rgt. 1091 bestätigte den Tod eines Hauptmanns des Volkssturms an diesem Tag. Der Zugführer Kopkow übernahm die Führung der Kompanie. Ein Mann, der zu den Russen überlaufen wollte, wurde von seinen Kameraden erschossen.


    Im Laufe des Vormittags beschossen die Russen die Gräben mit Granatwerfern. Aus Richtung Schwadenfeld drangen Lkw.- und Panzergeräusche herüber. Kurz darauf griffen starke Infanterie-Kräfte und Panzer, unterstützt von Artillerie und Jagdbombern die Stellungen des Regiments an. Das Gren.Rgt. 1091 räumte den ersten Graben. Wieder setzte sich die eigene Truppe zu weit ab, angeblich auf Befehl. Das sollte sich wiederholen, die Soldaten begannen unter dem „Russenschreck“ zu leiden. Zwischen dem Dorf und der Domäne Zellmühle sammelte man die Reste der ausgewichenen Kompanien und wollte sie wieder in die alten Stellungen zurückführen, allerdings war zwischenzeitlich der Befehl eingetroffen, das Gren.Rgt. 1091 aus der bisherigen Stellung in die Linie Dorf Zellmühle – Domäne Zellmühle zurückzunehmen. Gegen 16.00 Uhr hatten sich auch die ersten Angehörigen des Volkssturms dem Rückzug angeschlossen und sich aus den vorderen Gräben abgesetzt. Es war nahezu unmöglich die Männer aufzuhalten und man konnte den Horror des erlebten in ihren Augen ablesen. Dem Adjutanten gelang es, viele der Männer aufzufangen und zu halten, aber der Strom der Fliehenden war unaufhörlich. Am Abend befanden sich die Reste des Gren.Rgt. 1091 in der Linie Höhe 128 (östlich von Tiefenort) - Zellmühle – Schlossberg bis Texeln, wo Anschluss nach rechts zum Gren.Rgt. 1093 hergestellt werden konnte. Man verständigte sich darauf, die Reste des Volkssturms nach Zoden, 7 km südwestlich von Kaschen, zu führen und dort zu sammeln. Es kehrten nur noch einzelne Soldaten zurück, die keine Angaben zu anderen Angehörigen des Bataillons machen konnten. Von den in russische Hand gefallenen Soldaten hat man auch nach dem Krieg nie wieder etwas gehört. Dem Bataillon schlossen sich auch einige Angehörige der Hitlerjugend an. Die Reste des Bataillons wurden noch am selben Abend nach Klein Zedmar, südöstlich von Angerapp verlegt. Dort wurde festgestellt, dass 76 Mann fehlten.


    26.10.44:


    Das Bataillon meldete eine Stärke von 120 Mann, was angesichts der gemeldeten Verluste darauf schließen lässt, dass es mit lediglich 200 Mann in den Einsatz gegangen war.



    Neben den oben bereits erwähnten Quellen habe ich zusätzlich den kompletten Bericht von Bruno Just, Adjutant des Volkssturm-Bataillons 25/235 und den Bericht von Oberleutnant Frohn, Bataillonsführer des II./ Gren.Rgt. 1091 ausgewertet.

    Hallo Artadev,


    ich habe während meiner Recherchen über den Einsatz der 326. V.G.D. in den Ardennen folgendes über das Ost-Btl. 669 gefunden. Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen.


    Beste Grüße

    Timm


    3. Januar 1945:

    Die äußerst bedrohliche Lageentwicklung im Bereich der 12. und 62. Volks-Grenadier-Division zwingt die deutsche Führung dazu, nach allen greifbaren Reserven zu suchen, dabei werden nun auch rigoros Einheiten von anderen, augenscheinlich weniger bedrohten Frontabschnitten abgezogen und Verbände mit zweifelhaftem Ruf zugeführt. Einer dieser Verbände ist das Ost-Bataillon 669.

    Das Ost-Bataillon 669 wird am 01.02.1944 aus russischen Freiwilligen in ANTOING, Nordfrankreich, aufgestellt. Das Offizierskorps des Bataillons setzt sich aus deutschen und russischen Offizieren zusammen. Gliederung: Stab/Stabskompanie, drei Schützenkompanien, eine schwere Kompanie. Die 1.-3. Kompanie verfügen über jeweils vier schwere französische Maschinengewehre. Die 4. (schwere) Kompanie verfügt über 16 russische 50mm Granatwerfer und zwei russische 3,7cm Pak-Geschütze. In den folgenden Monaten wird das Bataillon im Raum LEUZE-EN-HAINAUT zum Bau eines Kanals eingesetzt. Im Rahmen des allgemeinen Rückzuges im September 1944 wird das Bataillon gegen belgische Partisanen eingesetzt und zieht sich kämpfend durch die Ardennen zurück. Um den 15. September herum erreicht das Bataillon den Raum BRANDSCHEID in der Eifel. Zu diesem Zeitpunkt verfügen die Kompanien schon nicht mehr über die schweren französischen Maschinengewehre, die man bereits auf dem Rückzug durch Belgien zurückgelassen hat. Die Moral der russischen Freiwilligen ist auf einem Tiefpunkt angelangt und es kommt um den 17. September zu einer Massendesertation der 2. Kompanie im Raum BRANDSCHEID. Die Kompanie wird danach nicht wieder aufgestellt, wie auch in der gesamten Zeit kein Ersatz zugeführt wird. Am 18. Oktober kommt es südwestlich von Brandscheid erneut zu einem Fall von Desertation, als drei Gruppen des Bataillons zum Feind überlaufen. Das Bataillon ist zunächst der 2. SS-Panzer-Division unterstellt, später dann der 18. Volks-Grenadier-Division und verbleibt bis Ende Dezember im Raum BRANDSCHEID. Dann erhält das Bataillon den Befehl zur Verlegung in die Ardennen. In BRANDSCHEID müssen die beiden Pak-Geschütze zurückgelassen werden, da technische Mängel einen Transport verhindern. Am 30. Dezember erreicht das Bataillon die Ortschaft SCHÖNFELD in der Eifel. Hier müssen die verbliebenen 50mm russischen Granatwerfer an eine SS-Einheit abgegeben werden. Das Bataillon mit seinen drei Kompanien ist nun ein reines Schützenbataillon, lediglich mit Karabinern ausgerüstet und gänzlich ohne schwere Waffen. Es hat eine personelle Gesamtstärke von 150-160 Mann, von denen 9 Mann auf die Stabskompanie, 40 Mann auf die 1. Kompanie, 50 Mann auf die 3. Kompanie und 42 Mann auf die 4. Kompanie entfallen. Am 1. Januar erreicht das Bataillon LOGBIERME, von wo aus am Folgetag weiter nach Westen marschiert wird. Am 3. Januar wird das Dorf MONT erreicht, nachdem man zuvor bei GRAND HALLEUX die Salm über eine hölzernere Kriegsbrücke überquert hat.[1] Das Bataillon erhält den Befehl Straßen instandzusetzen bzw. Stellungen auszubauen. Bedingt durch die allgemeine Lageentwicklung wird das Bataillon in der Nacht zum 4. Januar dem Grenadier-Regiment 190 unterstellt.[2][3][4][5]


    [1] Laut Aussage eines Gefangenen der 4./ Ost-Bataillon 669 hat diese Brücke keine ausreichende Tragfähigkeit um das Gewicht eines Panzers auszuhalten (NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 05.01.45).

    [2] NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 05.01.45.

    [3] NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 06.01.45.

    [4] NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 07.01.45.

    [5] NARA – G-2 Berichte V. US Corps, 19.09.44, NARA – G-2 Berichte 4th US Inf Div, 17.09.44, NARA - T311, R278, Ic Abendmeldung AOK 7 vom 19.10.1944, Frame 000168.


    4. Januar 1945:

    Gegen 02.30 Uhr werden in ST. JACQUES drei gepanzerte deutsche Fahrzeuge erkannt, welche um 08.00 Uhr einen deutschen Gegenangriff auf DAIROMONT unterstützen. Dieser Gegenangriff wird durch einen weiteren deutschen Gegenangriff aus südöstlicher Richtung unterstützt. Von diesem Angriff berichtet später ein gefangener Unteroffizier des Ost-Bataillons 669. Demnach hat die Stabskompanie des Bataillons am Morgen des 4. Januar den Befehl erhalten, die Ortschaft DAIROMONT anzugreifen, Angriffsbeginn 07.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Stabskompanie lediglich aus zwei Offizieren, zwei Unteroffizieren und fünf Mannschaftsdienstgraden. Als Bewaffnung stehen den Soldaten lediglich Pistolen zur Verfügung. Zur Unterstützung wird ihnen ein Sturmgeschütz zugeteilt. Es bleibt unklar, weshalb die drei Schützenkompanien des Ost-Bataillons 669 an diesem Tag nicht eingesetzt werden, sondern lediglich Stellungen in MONT (1. und 3. Kompanie) und nördlich von MONT (4. Kompanie) beziehen. Der Vormarsch der kleinen Angriffsgruppe von MONT aus erfolgt durch den Wald bis zur freien Fläche vor der Ortschaft DAIROMONT. Dort setzt amerikanisches Abwehrfeuer aus Mörsern und Handfeuerwaffen ein. Einer der beiden Unteroffiziere wird verwundet. Die fünf Mannschaftsdienstgrade rennen daraufhin davon, während die Offiziere und Unteroffiziere am Waldrand in Deckung gehen. Der befehlshabende Offizier weigert sich einen Rückzugsbefehl zu erteilen und will die erreichte Position unbedingt halten. Kurz darauf werden die vier Soldaten von den Amerikanern gefangen genommen. Um 09.00 Uhr greifen die Amerikaner ihrerseits wieder an und drücken die Front des Grenadier-Regiments 190 weiter zurück. Überall stoßen die Amerikaner in diesem Abschnitt auf amerikanische Minen, welche von den Deutschen für ihre Zwecke verlegt wurden. Die Fallschirmjäger der 82nd US AB Div stoßen nun auch von FOSSE aus in die Wälder südlich und östlich der Ortschaft vor und erzielen sofort großen Raumgewinn, da in diesem Bereich nur sehr schwache Sicherungen des Regiments stehen. Zwei Widerstandsnester mit jeweils 30 Mann halten, obwohl von den rückwärtigen Linien abgeschnitten, auf dem Höhenzug von FOSSE aus. Am späten Nachmittag werden ein oder zwei Panzer bei DAIROMONT erkannt,[1] die aber nicht in die Kampfhandlungen eingreifen.[2][3][4][5]


    [1] Vermutlich dieselben Panzerfahrzeuge, die zuvor in St. Jacques eingesetzt wurden. Die Zugehörigkeit dieser Panzerfahrzeuge konnte nicht geklärt werden. Die Berichte sprechen sowohl von gepanzerten Aufklärungsfahrzeugen, Panzern bzw. Sturmgeschützen.

    [2] MS # B-028, General Knittel: Einsatzbericht 62. V.G.D. in der Ardennenoffensive, S. 21.

    [3] R. A. Schäfer: Die Mondschein-Division, S. 209 f.

    [4] NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 04.01.45.

    [5] NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 05.01.45.


    5. Januar 1945:

    Dann treten auch hier die Amerikaner zum Angriff an und stoßen aus westlicher und nordwestlicher Richtung vor, nehmen DAIROMONT ein und gehen durch den Wald auf MONT vor. Einzelne deutsche Widerstandsnester werden im Zusammenwirken mit der Artillerie schnell ausgeschaltet. Eine deutsche Versorgungskolonne kann sich noch rechtzeitig vor dem Eintreffen der Amerikaner in MONT nach Südosten absetzen. Das in MONT eingesetzte Ost-Bataillon 669 leistet kaum noch Widerstand und löst sich quasi von selbst auf, sieben Russen der 4. Kompanie ergeben sich nördlich von MONT, in der Ortschaft selbst ergeben sich weitere 31 Angehörige der 1. und 3. Kompanie. Unterwegs befindlicher Ersatz für das Grenadier-Regiment 190 leistet ebenso wenig Widerstand und ergibt sich den vorstoßenden Amerikanern. Der Weg ins Salm-Tal scheint frei. Dagegen halten die beiden Widerstandsnester des Grenadier-Regiments 190 weiterhin auf dem Höhenzug bei FOSSE aus. Am Nachmittag werden im Raum östlich von GRAND HALLEUX und PETIT HALLEUX deutsche Truppenbewegungen (Panzer und Fahrzeuge) erkannt, die von Jagdbombern und der Artillerie bekämpft werden. Diese Bewegungen stehen vermutlich in Zusammenhang mit dem deutschen Rückzug aus dem Raum von TROIS PONTS. Gut 200 deutsche Soldaten mit Handkarren bewegen sich am Nachmittag im Salm-Tal von Norden in Richtung GRAND HALLEUX.[1][2][3] Das in diesem Abschnitt neben dem 551st US Para Inf Regt eingesetzte 517th US Parachute Regimental Combat Team meldet an diesem Tag folgende Gefangene:

    • II./ Grenadier-Regiment 183 (inkl. 14./ 183): 17
    • Ost-Bataillon 669: 38
    • Feld-Ersatz-Bataillon 162: 18[4]

    [1] MS # B-028, General Knittel: Einsatzbericht 62. V.G.D. in der Ardennenoffensive, S. 21 f.

    [2] R. A. Schäfer: Die Mondschein-Division, S. 209 f.

    [3] NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 05.01.45.

    [4] NARA R218-2.1. - G-2 Berichte XVIII. US AB Corps, 05.01.45.

    Hallo Thomas,


    anbei die Bücher bei denen ich als Autor bzw. in einem Autorenkollektiv tätig geworden bin:


    Den Westwall halten oder mit dem Westwall untergehen - Die Geschichte der Panzerbrigade 105

    Schneider Armor Research, 2005


    Hold the Westwall or perish with it: The history of Panzer-Brigade 105, September 1944

    Fedorowicz Publishing 2006

    Vollständig überarbeitete Übersetzung des Erstlingwerkes


    Duel in the Mist: The Leibstandarte during the Battle of the Bulge

    Vol. 1: Kampfgruppe Peiper, Stoumont, December 19th, 1944

    AFV Modeller Ltd 2008


    Duel in the Mist 2: The Leibstandarte during the Battle of the Bulge

    Panzerwrecks Limited 2011


    "Den Westwall halten oder mit dem Westwall untergehen" - Teil 2: Die 2. Aachen-Schlacht

    Helios-Verlag 2013


    Duel in the Mist 3: The Leibstandarte during the Battle of the Bulge

    Panzerwrecks Limited 2014


    Die 326. Volks-Grenadier-Division in der Ardennenoffensive 1944/45

    Helios-Verlag 2017


    Combat History of Sturmpanzer-Abteilung 217

    Panzerwrecks Limited 2020


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo zusammen,


    im Prinzip habt Ihr schon die wesentlichen Punkte angesprochen. Meine Bücher sind kein Mainstream, eher Nischenprodukte, die keine großen Verkaufszahlen erzielen. Nach 3 Büchern in deutscher und 4 Büchern in englischer Sprache, kann sehr wohl beurteilen, dass die Verkaufszahlen der englischsprachigen Bücher deutlich über den der deutschsprachigen Ausgaben liegen. Reich wird man davon trotzdem nicht, was bei mir aber zu der Erkenntnis führte, dass ich gerade als Hobbyhistoriker zumindest kostendeckend arbeiten sollte. Aber vielleicht verkauft sich das Buch ja so gut, dass ein deutscher Verleger das Potential erkennt, die Übersetzung übernimmt und dann auch noch bereit ist, meinem Co-Autoren und mir einen fairen Anteil für unsere Arbeit zukommen zu lassen.


    Generell würde ich gerne viel mehr Bücher in deutscher Sprache veröffentlichen, schon weil es meine Muttersprache ist, aber wenn man auf die Entwicklung der Verkaufszahlen in den letzten 15 Jahren schaut, muss man auch erkennen, dass große Teile der Zielgruppe dieser Nischenprodukte zwischenzeitlich zur Großen Armee abberufen wurde.


    Beste Grüße


    Timm

    Einsatzgeschichte der Sturmpanzer-Abteilung 217

    Hallo zusammen,


    nach mehr als 20 Jahren intensiver Forschung ist es endlich so weit, morgen beginnt mein Verleger mit der Auslieferung der Einsatzgeschichte der Sturmpanzer-Abteilung 217. Das Buch ist für volle drei Monate nur in Spezialbuchhandlungen erhältlich. Weitere aussagekräftige Informationen über das Buch findet Ihr auf diesen Seiten.


    https://www.vs-books.de/shop/d…egorie=136&main_kat=8&nr=


    https://www.panzerwrecks.com/p…turmpanzer-abteilung-217/


    https://www.zinnfigur.com/Buec…m=Haasler&listtype=search


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Alex,


    finde ich jetzt nicht so dramatisch. Wir haben in diesem Raum die 6./ Pz.L.Rgt. 130, die 6./ und 7. SS-Pz.Rgt. 1 - alle mit Panzer IV - und nur ganz wenige Panther des SS-Pz.Rgt. 1. Kurzum, die Masse der von den Amerikanern gemeldeten Panzer waren Panzer IV.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Alex,


    gemischte Panzerabteilungen waren in den Ardennen keine Seltenheit:


    I./ SS-Pz.Rgt. 1 mit

    • 1./ SS-Pz.Rgt. 1 (Panther)
    • 2./ SS-Pz-Rgt. 1 (Panther)
    • 6./ SS-Pz.Rgt. 1 (Pz IV)
    • 7./ SS-Pz.Rgt. 1 (Pz IV)

    Als Ersatz für die fehlende II./ SS-Pz.Rgt. 1 wurde die s. SS-Pz.Abt. 501 unterstellt.


    I./ SS-Pz.Rgt. 12 mit

    • 1./ SS-Pz.Rgt. 12 (Panther)
    • 3./ SS-Pz.Rgt. 12 (Panther)
    • 5./ SS-Pz.Rgt. 12 (Pz IV)
    • 6./ SS-Pz.Rgt. 12 (Pz IV)

    Als Ersatz für die fehlende II./ SS-Pz.Rgt. 12 wurde die s. H.Pz.Jg.Abt. 560 unterstellt.


    II./ Pz.L.Rgt. 130 mit

    • 5./ Pz.L.Rgt. 130 (Panther)
    • 6./ Pz.L.Rgt. 130 (Pz IV)
    • 7./ Pz.L.Rgt. 130 (Panther)
    • 8./ Pz.L.Rgt. 130 (Pz IV)

    Als Ersatz für die fehlende I./ Pz.L.Rgt. 130 wurde die s. H.Pz.Jg.Abt. 559 unterstellt.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Alex,


    ich recherchiere generell zur Ardennenoffensive, insbesondere zur Gliederung und Ausrüstung der eingesetzten Panzer-, Panzerjäger- und Sturmgeschützeinheiten. Mit der 167. V.G.Div. habe ich mich im Zusammenhang mit den Einsätzen der LAH im Raum Lutrebois-Lutremange und den Einsätzen der Fhr.Gren.Brig. im Berle-Riegel beschäftigt.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Alex,


    anbei ein paar Informationen zur Pz.Jg.Abt. 167:


    Datum Bemerkung

    30.09.1944 Beginn der Aufstellung Pz.Jg.Kp. 1167 in Milowitz mit Hetzer.

    01.10.1944 Pz.Jg.Abt. 167 mit 2./ (Hetzer) & 3./ (Fla/Sfl) in Aufstellung im WK IX.

    25.11.1944 Abtransport von 14 Hetzern ab HZA.

    Mitte Dez. 44 Verlegung 1/ (Pak) 167 in den Raum Prüm.

    19.12.1944 Verlegung Pz.Jg.Abt. 1167 in den Westen.

    30.12.1944 14 Hetzer in Zuführung (Offensichtlich Pz.Jg.Abt. 1167, sic).

    Stärkemeldungen:

    Typ Datum einsatzbereit k. inst. l. inst Gesamt

    Hetzer 01.10.1944 0

    Hetzer 30.12.1944 0

    Bergehetzer 15.01.1945 1 1

    Stellenbesetzung:

    Dst.Posten Rang Name

    Chef 1./ 167 Lt. Ziemssen

    Quellen:

    RH 10/105, S. 20.

    RH 10/106, S. 7.

    RH 10/350, S. 57.

    RH 10/352, S. 10.

    Mitteilung Ziemssen vom 02.08.01 & 12.09.01.


    PS: 2./ Pz.Jg.Abt. 167 und die Pz.Jg.Abt. 1167 waren identisch.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Matthias,


    besten Dank für Deine "kleine Entschädigung"! Neben diversen neuen Namen bzw. der Korrektur einiger Namen aus den amerikanischen G2-Berichten, war ich sehr darüber überrascht, dass die 14./ 408 offensichtlich im Rahmen der Fhr.Gren.Brig. an den Weihnachtsfeiertagen 1944 in Eschdorf im Einsatz war. Auch den Einsatz der 14./ 408 im Berle-Riegel hatte ich so noch nicht auf der Rolle. Die Information, die mich allerdings am meisten überrascht hat, ist die Nennung einer VI. Abteilung, die ich so auch nicht in den Unterlagen des OB West nachvollziehen kann. Darf ich daher nach der Quelle fragen?


    Danke und beste Grüße

    Timm

    Hallo Hans,


    zum Einsatz des VAK 408 in der Ardennenoffensive:


    Die Masse des VAK 408 wurde ab Mitte Oktober 1944 im Raum Wien-Bruck an der Leitha aufgestellt. Die V./ VAK 408 wurde dagegen im Oktober im Raum Brünn aufgestellt. Die Abteilung verlegte Ende Oktober nach Menitz, wo man die Geschützausstattung übernahm. Um den 11.11.44 verlegte die Abteilung dann für die weitere Aufstellung und Ausbildung nach Mannersdorf an der Leitha.


    Gliederung:

    I./ VAK 408

    1.-3. Bttr. mit je 6 x FK 40

    II./ VAK 408

    4.-6. Bttr. mit je 6 le. FH 18/40 (russ. Kanonen laut anderer Quelle)

    III./ VAK 408

    7.-9. Bttr. mit je 6 le. FH 18/40 (voll motorisiert)

    IV./ VAK 408

    10.-12. Bttr. mit je 6 x 152mm Haubitzen (russ)

    V./ VAK 408

    13.-14. Bttr. mit je 6 x 122mm Kanonen (russ.)


    Stellenbesetzung:

    Kdr. VAK 408: Oberst Adam

    Kdr. I./ VAK 408: Hauptmann Pasching

    ·         1./ VAK 408: OLt. Scholz

    ·         2./ VAK 408: Hptm. Albrecht (POW 24.12.44)

    ·         3./ VAK 408: Hptm. Teufel

    Kdr. II./ VAK 408:

    ·         4./ VAK 408: Lt. Roth

    Kdr. III./ VAK 408: Hauptmann Huppelsberg

    ·         7./ VAK 408: Lt. Raschke

    ·         8./ VAK 408: Hptm. Middelschulte (verw.)

    ·         8./ VAK 408: Lt. Mikolai (Nachfolger Middelschulte)

    ·         9./ VAK 408: OLt. Schramm

    Kdr. IV./ VAK 408:

    ·         10./ VAK 408: Hptm. Dietzel (POW 12.01.45)

    Kdr. V./ VAK 408: Hauptmann Ali

    ·         13./ VAK 408: Hptm. Freese

    ·         14./ VAK 408: OLt. Hankh


    Verlegung in den Westen

    Das Korps begann ab dem 01.12.44 mit der Bahnverladung aus dem Raum Wien-Bruck an der Leitha an die Westfront, wo man ab dem 06.12.44 im Raum Bitburg-Wittlich eintraf. Die V./ VAK 408 begann am 05.12.44 mit der Verlegung in den Westen. Am 09.12.44 wurde die Abteilung in Bitburg-Erdorf entladen und verlegte im Straßenmarsch weiter nach Wiersdorf.

    Ardennenoffensive

    16.12.44: Das III./ VAK 408 wurde im Raum Vianden eingesetzt und war auf Zusammenarbeit mit dem Fs.Jg.Rgt. 15 angewiesen. Die 7./ VAK 408 setzte dabei nur 4 der 6 Geschützen ein, da man nicht über ausreichend Zugmaschinen verfügte. Die restlichen zwei Geschütze ließ man in Deutschland zurück.

    Das Korps unterstützte an den nächsten Tagen der 5. Fs.Jg.Div. und folgte der Division durch Luxemburg bis in den Raum südlich von Bastogne.

    23.12.44: Ein Gefangener des St./ I./ VAK 408 sagte aus, dass sich der Stab der I. Abteilung in Remoiville befinden würde. Der Munitionsversorgungspunkt des Korps soll sich in Wiltz befunden haben.

    24.12.44: Der Gefechtsstand der I./ VAK 408 befand sich in Remoiville und die 1./ VAK 408 in Stellung zwischen Cobreville und Nives. Die 7./ VAK 408 befand sich im Raum Boulaide.

    25.12.44: Die 2./ VAK 408 befand sich auf dem Marsch von Harlange nach Westen. Die 3./ VAK 408 hatte Stellungen zwischen Remoiville und Chaumont bezogen. Der Gefechtsstand der I./ VAK 408 und 3./ VAK 408 verließen Remichampagne in der Nacht zum 26.12.44 in Richtung Hompre.

    26.12.44: Ein Gefangener der 1./ VAK 408 sagte aus, dass sich die Batterie mit sechs Geschützen in Remichampagne in Stellung befinden würde. Die 1./ VAK 408 wurde an diesem Tag in Remichampagne vernichtet. 2 Soldaten der 8./ VAK 408 gerieten nordöstlich von Warnach in amerikanische Gefangenschaft. Beide waren VB’s und sagten aus, dass die Batterie am 25.12.44 vier gezogene FH 105mm in Stellung hatte. Der Gefechtsstand der V./ VAK 408, die 13./ und die 14./ VAK 408 befanden sich in Bavigne. Bei der 14. Batterie waren nur noch 4 Geschütze vorhanden.

    10.01.45: Die 4./ VAK 408 befand sich bis zu diesem Tag in Doncols in Stellung, danach führte die Batterie einen Stellungswechsel mit unbekannten Ziel durch. Die Batterie hatte bis zu diesem Zeitpunkt 3 Haubitzen im Einsatz verloren.

    11.01.45: Die 10./ VAK 408 ging östlich von Schimpach in Stellung. Die Batterie hatte zuvor 3 Haubitzen in die Instandsetzung abschieben müssen.

    12.01.45: Die 10./ und 11./ VAK 408 befanden sich im Raum Schleif in Stellung, die Trosse der IV./ VAK 408 waren in Oberwampach untergezogen.


    Quellen:

    ·         G2-Berichte III US Corps vom 26.12.44, 28.12.44, 12.01.45, 13.01.45, 14.01.45.

    ·         BA-MA WF 03-4694, KTB OB West, Bd. 6, S. 75.

    ·         Tagebuch 4th US Arm Div, 23.12.44, 26.12.44.


    Die Namen sind mit Vorsicht zu genießen, da die Amerikaner in den G2-Berichten die Namen häufig nur phonetisch erfasst haben.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Carsten,


    auch wenn Dein Thread schon ein wenig älter ist, darf ich fragen, was Deine Anfrage bei der WASt erbracht hat? Bei "Großdeutschland" und Goldap im November 1944 muss ich zuerst an die Führer-Grenadier-Brigade denken.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Micha,


    es handelt sich bei den 10 Sturmpanzern in Warschau nicht um Fahrzeuge der Stu.Pz.Abt. 216 sondern um Fahrzeuge der Stu.Pz.Kp. z.b.V. 218.


    Beste Grüße
    Timm

    Hallo Sven,


    nachdem ich ein von mir eingestelltes Foto Wochen später bei eBay als billige Kopien wiedergefunden habe, stelle ich unveröffentlichtes Fotomaterial nicht mehr im Internet ein! So weit zu diesem Thema.


    Da ich normalerweise ausschließlich zur Endphase des II. Weltkriegs forsche, habe ich zwar den Tessin (Verbände und Truppen), den Schmitz & Thies (Truppenkennzeichen) sowie
    den Mehner (Geheime Tagesberichte) für allgemeine Recherchen zur Hand, aber dort finde ich keine Aufstellung der Verbände, die mit dem "Marder I" ausgerüstet wurden. Die Aufstellungen, die ich im Internet finden konnte, sind definitiv nicht vollständig und haben bei den aufgelisteten Einheiten keinen Bezug zum Raum Amiens herstellen können. Was ich also primär suche ist eine vollständige Liste der mit "Marder I" ausgerüsteten Einheiten, den Rest kann ich mir selbst heraussuchen. Und ja, die Bilder gehören zusammen.


    Grüße
    Timm

    Hallo Sven,


    bitte nicht falsch verstehen, aber das Einstellen des Bildes wird definitiv nicht zur Identifizierung der Einheit beitragen. Drei "Marder I" vor einem Wald aus einer Entfernung von ca. 300 Metern aufgenommen, davor ein Sturmpanzer IV in Querfahrt. Es sind selbst bei höchster Auflösung keine Einheitsabzeichen, Balkenkreuze und Tarnmuster zu erkennen.


    Grüße
    Timm

    Hallo zusammen,


    ich habe eine Serie von Bildern, die im Mai/Juni 1943 im Raum Amiens gemacht wurden. Die Bilder zeigen Übungen der 26. Panzer-Division und Sturmpanzer-Abteilung 216. Dabei ist allerdings auch eine Aufnahme, die einen Sturmpanzer IV zusammen mit drei Panzerjägern vom Typ "Marder I" zeigen. In meinen Unterlagen finde ich leider keine Informationen darüber, welche Panzerjägereinheit mit "Marder I" sich zur gleichen Zeit in diesem Raum aufgehalten hat. Wer kann mir weiterhelfen?


    Danke und Grüße
    Timm

    Hallo Wolf,


    ich denke nicht, dass besagter Heinz Wolf, der am 17.12.44 gefallen ist, Dein Onkel ist. Erstens hatte die Ardennenoffensive am 17.12.44 den Raum Villers noch gar nicht erreicht. Sollte er tatsächlich vor Weihnachten in diesem Raum gefallen sein, kann man auch seine Zugehörigkeit zur Waffen-SS mit nahezu 100 prozentiger Sicherheit ausschließen, da die Waffen-SS Verbände erst nach Weihnachten in den Raum Bastogne verlegt wurden, nachdem der Angriff der 6. Panzer-Armee am Nordflügel endgültig gescheitert war.
    Ich denke es macht daher wirklich Sinn, dass Du die WASt-Auskunft einholst, danach gibt es in diesem Forum genug Leute, die Dir gezielt weiterhelfen können.


    Viele Grüße
    Timm

    Hallo Andre,


    sehr interessante Information. Ich denke solche Fälle belegen in erster Linie, dass im letzten Kriegsjahr schlicht und einfach Offiziere und Unteroffiziere fehlten, um die entsprechenden Stellen zu besetzen, so dass man gezwungen war, die erfahrensten Mannschaftsdienstgrade auf diese Posten zu setzen.


    Viele Grüße
    Timm

    Hallo Sebastian,


    in Ermangelung von Unteroffiziersdienstgraden konnte ein erfahrener Rottenführer auch einen Panzer führen, wie wir am Beispiel des SS-Pz.Rgt. 1 in den Ardennen nachweisen konnten. Das dürfte dann aber auch das höchste der Gefühle für einen Mannschaftsdienstgrad gewesen sein.


    Grüße
    Timm