Posts by Timm

    Hallo Alex,


    finde ich jetzt nicht so dramatisch. Wir haben in diesem Raum die 6./ Pz.L.Rgt. 130, die 6./ und 7. SS-Pz.Rgt. 1 - alle mit Panzer IV - und nur ganz wenige Panther des SS-Pz.Rgt. 1. Kurzum, die Masse der von den Amerikanern gemeldeten Panzer waren Panzer IV.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Alex,


    gemischte Panzerabteilungen waren in den Ardennen keine Seltenheit:


    I./ SS-Pz.Rgt. 1 mit

    • 1./ SS-Pz.Rgt. 1 (Panther)
    • 2./ SS-Pz-Rgt. 1 (Panther)
    • 6./ SS-Pz.Rgt. 1 (Pz IV)
    • 7./ SS-Pz.Rgt. 1 (Pz IV)

    Als Ersatz für die fehlende II./ SS-Pz.Rgt. 1 wurde die s. SS-Pz.Abt. 501 unterstellt.


    I./ SS-Pz.Rgt. 12 mit

    • 1./ SS-Pz.Rgt. 12 (Panther)
    • 3./ SS-Pz.Rgt. 12 (Panther)
    • 5./ SS-Pz.Rgt. 12 (Pz IV)
    • 6./ SS-Pz.Rgt. 12 (Pz IV)

    Als Ersatz für die fehlende II./ SS-Pz.Rgt. 12 wurde die s. H.Pz.Jg.Abt. 560 unterstellt.


    II./ Pz.L.Rgt. 130 mit

    • 5./ Pz.L.Rgt. 130 (Panther)
    • 6./ Pz.L.Rgt. 130 (Pz IV)
    • 7./ Pz.L.Rgt. 130 (Panther)
    • 8./ Pz.L.Rgt. 130 (Pz IV)

    Als Ersatz für die fehlende I./ Pz.L.Rgt. 130 wurde die s. H.Pz.Jg.Abt. 559 unterstellt.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Alex,


    ich recherchiere generell zur Ardennenoffensive, insbesondere zur Gliederung und Ausrüstung der eingesetzten Panzer-, Panzerjäger- und Sturmgeschützeinheiten. Mit der 167. V.G.Div. habe ich mich im Zusammenhang mit den Einsätzen der LAH im Raum Lutrebois-Lutremange und den Einsätzen der Fhr.Gren.Brig. im Berle-Riegel beschäftigt.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Alex,


    anbei ein paar Informationen zur Pz.Jg.Abt. 167:


    Datum Bemerkung

    30.09.1944 Beginn der Aufstellung Pz.Jg.Kp. 1167 in Milowitz mit Hetzer.

    01.10.1944 Pz.Jg.Abt. 167 mit 2./ (Hetzer) & 3./ (Fla/Sfl) in Aufstellung im WK IX.

    25.11.1944 Abtransport von 14 Hetzern ab HZA.

    Mitte Dez. 44 Verlegung 1/ (Pak) 167 in den Raum Prüm.

    19.12.1944 Verlegung Pz.Jg.Abt. 1167 in den Westen.

    30.12.1944 14 Hetzer in Zuführung (Offensichtlich Pz.Jg.Abt. 1167, sic).

    Stärkemeldungen:

    Typ Datum einsatzbereit k. inst. l. inst Gesamt

    Hetzer 01.10.1944 0

    Hetzer 30.12.1944 0

    Bergehetzer 15.01.1945 1 1

    Stellenbesetzung:

    Dst.Posten Rang Name

    Chef 1./ 167 Lt. Ziemssen

    Quellen:

    RH 10/105, S. 20.

    RH 10/106, S. 7.

    RH 10/350, S. 57.

    RH 10/352, S. 10.

    Mitteilung Ziemssen vom 02.08.01 & 12.09.01.


    PS: 2./ Pz.Jg.Abt. 167 und die Pz.Jg.Abt. 1167 waren identisch.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Matthias,


    besten Dank für Deine "kleine Entschädigung"! Neben diversen neuen Namen bzw. der Korrektur einiger Namen aus den amerikanischen G2-Berichten, war ich sehr darüber überrascht, dass die 14./ 408 offensichtlich im Rahmen der Fhr.Gren.Brig. an den Weihnachtsfeiertagen 1944 in Eschdorf im Einsatz war. Auch den Einsatz der 14./ 408 im Berle-Riegel hatte ich so noch nicht auf der Rolle. Die Information, die mich allerdings am meisten überrascht hat, ist die Nennung einer VI. Abteilung, die ich so auch nicht in den Unterlagen des OB West nachvollziehen kann. Darf ich daher nach der Quelle fragen?


    Danke und beste Grüße

    Timm

    Hallo Hans,


    zum Einsatz des VAK 408 in der Ardennenoffensive:


    Die Masse des VAK 408 wurde ab Mitte Oktober 1944 im Raum Wien-Bruck an der Leitha aufgestellt. Die V./ VAK 408 wurde dagegen im Oktober im Raum Brünn aufgestellt. Die Abteilung verlegte Ende Oktober nach Menitz, wo man die Geschützausstattung übernahm. Um den 11.11.44 verlegte die Abteilung dann für die weitere Aufstellung und Ausbildung nach Mannersdorf an der Leitha.


    Gliederung:

    I./ VAK 408

    1.-3. Bttr. mit je 6 x FK 40

    II./ VAK 408

    4.-6. Bttr. mit je 6 le. FH 18/40 (russ. Kanonen laut anderer Quelle)

    III./ VAK 408

    7.-9. Bttr. mit je 6 le. FH 18/40 (voll motorisiert)

    IV./ VAK 408

    10.-12. Bttr. mit je 6 x 152mm Haubitzen (russ)

    V./ VAK 408

    13.-14. Bttr. mit je 6 x 122mm Kanonen (russ.)


    Stellenbesetzung:

    Kdr. VAK 408: Oberst Adam

    Kdr. I./ VAK 408: Hauptmann Pasching

    ·         1./ VAK 408: OLt. Scholz

    ·         2./ VAK 408: Hptm. Albrecht (POW 24.12.44)

    ·         3./ VAK 408: Hptm. Teufel

    Kdr. II./ VAK 408:

    ·         4./ VAK 408: Lt. Roth

    Kdr. III./ VAK 408: Hauptmann Huppelsberg

    ·         7./ VAK 408: Lt. Raschke

    ·         8./ VAK 408: Hptm. Middelschulte (verw.)

    ·         8./ VAK 408: Lt. Mikolai (Nachfolger Middelschulte)

    ·         9./ VAK 408: OLt. Schramm

    Kdr. IV./ VAK 408:

    ·         10./ VAK 408: Hptm. Dietzel (POW 12.01.45)

    Kdr. V./ VAK 408: Hauptmann Ali

    ·         13./ VAK 408: Hptm. Freese

    ·         14./ VAK 408: OLt. Hankh


    Verlegung in den Westen

    Das Korps begann ab dem 01.12.44 mit der Bahnverladung aus dem Raum Wien-Bruck an der Leitha an die Westfront, wo man ab dem 06.12.44 im Raum Bitburg-Wittlich eintraf. Die V./ VAK 408 begann am 05.12.44 mit der Verlegung in den Westen. Am 09.12.44 wurde die Abteilung in Bitburg-Erdorf entladen und verlegte im Straßenmarsch weiter nach Wiersdorf.

    Ardennenoffensive

    16.12.44: Das III./ VAK 408 wurde im Raum Vianden eingesetzt und war auf Zusammenarbeit mit dem Fs.Jg.Rgt. 15 angewiesen. Die 7./ VAK 408 setzte dabei nur 4 der 6 Geschützen ein, da man nicht über ausreichend Zugmaschinen verfügte. Die restlichen zwei Geschütze ließ man in Deutschland zurück.

    Das Korps unterstützte an den nächsten Tagen der 5. Fs.Jg.Div. und folgte der Division durch Luxemburg bis in den Raum südlich von Bastogne.

    23.12.44: Ein Gefangener des St./ I./ VAK 408 sagte aus, dass sich der Stab der I. Abteilung in Remoiville befinden würde. Der Munitionsversorgungspunkt des Korps soll sich in Wiltz befunden haben.

    24.12.44: Der Gefechtsstand der I./ VAK 408 befand sich in Remoiville und die 1./ VAK 408 in Stellung zwischen Cobreville und Nives. Die 7./ VAK 408 befand sich im Raum Boulaide.

    25.12.44: Die 2./ VAK 408 befand sich auf dem Marsch von Harlange nach Westen. Die 3./ VAK 408 hatte Stellungen zwischen Remoiville und Chaumont bezogen. Der Gefechtsstand der I./ VAK 408 und 3./ VAK 408 verließen Remichampagne in der Nacht zum 26.12.44 in Richtung Hompre.

    26.12.44: Ein Gefangener der 1./ VAK 408 sagte aus, dass sich die Batterie mit sechs Geschützen in Remichampagne in Stellung befinden würde. Die 1./ VAK 408 wurde an diesem Tag in Remichampagne vernichtet. 2 Soldaten der 8./ VAK 408 gerieten nordöstlich von Warnach in amerikanische Gefangenschaft. Beide waren VB’s und sagten aus, dass die Batterie am 25.12.44 vier gezogene FH 105mm in Stellung hatte. Der Gefechtsstand der V./ VAK 408, die 13./ und die 14./ VAK 408 befanden sich in Bavigne. Bei der 14. Batterie waren nur noch 4 Geschütze vorhanden.

    10.01.45: Die 4./ VAK 408 befand sich bis zu diesem Tag in Doncols in Stellung, danach führte die Batterie einen Stellungswechsel mit unbekannten Ziel durch. Die Batterie hatte bis zu diesem Zeitpunkt 3 Haubitzen im Einsatz verloren.

    11.01.45: Die 10./ VAK 408 ging östlich von Schimpach in Stellung. Die Batterie hatte zuvor 3 Haubitzen in die Instandsetzung abschieben müssen.

    12.01.45: Die 10./ und 11./ VAK 408 befanden sich im Raum Schleif in Stellung, die Trosse der IV./ VAK 408 waren in Oberwampach untergezogen.


    Quellen:

    ·         G2-Berichte III US Corps vom 26.12.44, 28.12.44, 12.01.45, 13.01.45, 14.01.45.

    ·         BA-MA WF 03-4694, KTB OB West, Bd. 6, S. 75.

    ·         Tagebuch 4th US Arm Div, 23.12.44, 26.12.44.


    Die Namen sind mit Vorsicht zu genießen, da die Amerikaner in den G2-Berichten die Namen häufig nur phonetisch erfasst haben.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Carsten,


    auch wenn Dein Thread schon ein wenig älter ist, darf ich fragen, was Deine Anfrage bei der WASt erbracht hat? Bei "Großdeutschland" und Goldap im November 1944 muss ich zuerst an die Führer-Grenadier-Brigade denken.


    Beste Grüße

    Timm

    Hallo Micha,


    es handelt sich bei den 10 Sturmpanzern in Warschau nicht um Fahrzeuge der Stu.Pz.Abt. 216 sondern um Fahrzeuge der Stu.Pz.Kp. z.b.V. 218.


    Beste Grüße
    Timm

    Hallo Sven,


    nachdem ich ein von mir eingestelltes Foto Wochen später bei eBay als billige Kopien wiedergefunden habe, stelle ich unveröffentlichtes Fotomaterial nicht mehr im Internet ein! So weit zu diesem Thema.


    Da ich normalerweise ausschließlich zur Endphase des II. Weltkriegs forsche, habe ich zwar den Tessin (Verbände und Truppen), den Schmitz & Thies (Truppenkennzeichen) sowie
    den Mehner (Geheime Tagesberichte) für allgemeine Recherchen zur Hand, aber dort finde ich keine Aufstellung der Verbände, die mit dem "Marder I" ausgerüstet wurden. Die Aufstellungen, die ich im Internet finden konnte, sind definitiv nicht vollständig und haben bei den aufgelisteten Einheiten keinen Bezug zum Raum Amiens herstellen können. Was ich also primär suche ist eine vollständige Liste der mit "Marder I" ausgerüsteten Einheiten, den Rest kann ich mir selbst heraussuchen. Und ja, die Bilder gehören zusammen.


    Grüße
    Timm

    Hallo Sven,


    bitte nicht falsch verstehen, aber das Einstellen des Bildes wird definitiv nicht zur Identifizierung der Einheit beitragen. Drei "Marder I" vor einem Wald aus einer Entfernung von ca. 300 Metern aufgenommen, davor ein Sturmpanzer IV in Querfahrt. Es sind selbst bei höchster Auflösung keine Einheitsabzeichen, Balkenkreuze und Tarnmuster zu erkennen.


    Grüße
    Timm

    Hallo zusammen,


    ich habe eine Serie von Bildern, die im Mai/Juni 1943 im Raum Amiens gemacht wurden. Die Bilder zeigen Übungen der 26. Panzer-Division und Sturmpanzer-Abteilung 216. Dabei ist allerdings auch eine Aufnahme, die einen Sturmpanzer IV zusammen mit drei Panzerjägern vom Typ "Marder I" zeigen. In meinen Unterlagen finde ich leider keine Informationen darüber, welche Panzerjägereinheit mit "Marder I" sich zur gleichen Zeit in diesem Raum aufgehalten hat. Wer kann mir weiterhelfen?


    Danke und Grüße
    Timm

    Hallo Wolf,


    ich denke nicht, dass besagter Heinz Wolf, der am 17.12.44 gefallen ist, Dein Onkel ist. Erstens hatte die Ardennenoffensive am 17.12.44 den Raum Villers noch gar nicht erreicht. Sollte er tatsächlich vor Weihnachten in diesem Raum gefallen sein, kann man auch seine Zugehörigkeit zur Waffen-SS mit nahezu 100 prozentiger Sicherheit ausschließen, da die Waffen-SS Verbände erst nach Weihnachten in den Raum Bastogne verlegt wurden, nachdem der Angriff der 6. Panzer-Armee am Nordflügel endgültig gescheitert war.
    Ich denke es macht daher wirklich Sinn, dass Du die WASt-Auskunft einholst, danach gibt es in diesem Forum genug Leute, die Dir gezielt weiterhelfen können.


    Viele Grüße
    Timm

    Hallo Andre,


    sehr interessante Information. Ich denke solche Fälle belegen in erster Linie, dass im letzten Kriegsjahr schlicht und einfach Offiziere und Unteroffiziere fehlten, um die entsprechenden Stellen zu besetzen, so dass man gezwungen war, die erfahrensten Mannschaftsdienstgrade auf diese Posten zu setzen.


    Viele Grüße
    Timm

    Hallo Sebastian,


    in Ermangelung von Unteroffiziersdienstgraden konnte ein erfahrener Rottenführer auch einen Panzer führen, wie wir am Beispiel des SS-Pz.Rgt. 1 in den Ardennen nachweisen konnten. Das dürfte dann aber auch das höchste der Gefühle für einen Mannschaftsdienstgrad gewesen sein.


    Grüße
    Timm

    Hallo Lothar, hallo Wolf,


    dies ist der Tiger 103 der s. Pz.Abt. 506, den ich in meiner Antwort angesprochen habe. Der Ort ist aber Lutremange, gut 1 km nordöstlich von Villers-La-Bonne-Eau und die 506 war keine Einheit der Waffen-SS.


    Grüße
    Timm

    Hallo Wolf,


    vieles hängt in der Tat vom Todesdatum Deines Onkels ab. Das SS-Pz.Gren.Rgt. 1, verstärkt durch Teile der SS-Pz.Jg.Abt. 1 waren im Raum Villers-La-Bonne-Eau vom 30.12.44-11.01.45 im Einsatz und hatten erhebliche Verluste. Einsätze der s. SS-Pz.Abt. 501 und der s. Pz.Abt. 506 lassen sich nicht nachweisen, allerdings hat die s. Pz.Abt. 506 Anfang Januar einen Tiger nahe Lutremange verloren.


    Grüße
    Timm

    Hallo Manu,


    am 11. Januar 1945 erreichten die Spitzen der 90th US Inf Div die wichtige Straßenkreuzung östlich der Ortschaft Doncols an der Straße Bastogne - Nothun und schnitten damit zahlreiche Einheiten der 1. SS-Panzer-Division von ihren rückwärtigen Verbindungen ab. Dazu gehörten auch Teile des SS-Panzer-Artillerie-Regiment 1, die bisher im ausgedehnten Waldgebiet südöstlich von Bastogne in Stellung gegangen waren. Der Befehl zum Stellungswechsel in weiter östlich gelegene Feuerstellungen war erst in der Nacht 10./11.01.45 beim Regiment eingetroffen, viel zu spät um ein ungefährdetes Ausweichen zu ermöglichen. Die 90th US Inf Div nahm am 11./12. Januar 1945 zahlreiche Angehörige des SS-Panzer-Artillerie-Regiments 1 im Raum Doncols-Bras gefangen. Ein amerikanischer Bericht vom 12.01.45 erwähnt sogar explizit die Gefangennahme von Angehörigen der 2. Batterie in diesem Raum. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass Dein Großvater in diesem Raum von den Amerikanern gefangen genommen wurde.


    Beste Grüße
    Timm