Posts by Atlantis

    Hallo Luca,


    einen Polizeigeneral mit Namen Hinkelmann gab es leider nicht.

    Wahrscheinlich war der gesuchte General wirklich "angeheiratet" oder sonstwie entfernt verwandt.


    Gruss

    atlantis

    Hallo Simone,

    Beim Kreta-Einsatz gehörte Fiedler zur 2./FPiBatl. Er sprang am 20.5.41 mit dem FschJägerRegt 3 im Raum Chania-Alikianu ab. Ausführlicher Gefechtsbericht mit zahlreichen Erwähnungen von Fiedler, in Austermann Seite 55-63.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Simone,


    im Standardwerk zum Fsch.PionierBataillon 1(7) finde ich Leutnant Erwin Fiedler (1917 gef. am 3.11.1941 bei Leningrad) als Zugführer der 1. Kompanie FschPiBatl.(Seite 307).

    (Quelle: Heinz Austermann: Von Eben Emael bis Edewechter Damm- Fallschirmjäger- Fallschirmpioniere, Holzminden 1971).

    Gem. Gefechtsbericht der 3./ FschPiBatl vom 23.10.41 war Leutnant Fiedler Führer des 1. Zuges.(Seite 84, 85). Am 24.10.41 wurde Fiedler zur 1./FschPiBatl versetzt ( Seite 85).

    Am 3.11.41 kämpfte Fiedler bei der 3. Kompanie und fiel beim Gegenstoß beim Dorf Abusowo (Seite 88).

    " Gegen 13:00 gelang es den Feind mit stärkeren Kräften am rechten Flügel durchzubrechen. Nach heftiger Artillerievorbereitung war er ungesehen von der rechts angelehnten Kompanie bis auf Handgranatenwurfweite herangekommen. Ein Teil der Russen besetzte den gròssten Teil von Abusowo. Hierdurch war die linke Gruppe des 2. Zuges 3./FPiBtl zeitweilig eingeschlossen.

    Sofort nach Erhalt der Meldung befahl der KompFührer Leutnant v. Albert die Verstärkung des rechten Flügels. Am Gefechtsstand des 2. Zuges traf v. Albert auf Leutnant Fiedler und mit ihm zusammen wurde die Einleitung des Gegenstoßes besprochen.

    Der Gegenstoß wurde zusamnen mit Teilen der 1. u 4. Komp. durchgeführt und das Dorf systematisch durchgekämmt. Im zum Teil erbitterten Nahkämpfen gelang es, den Gegner zu werfen u die alten Stellungen wieder zu besetzen.Sehr erschwerend war, dass das vom Feind eingesehene Gelände unter dauerndem Artillerie-, Pak- u sMG Feuer lag. Bis 24:00 war die Lage geklärt.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Heiko,


    ein "Verpflegungs-Amt" befand sich durchaus in Frontnähe.

    Es war organisch ein Teil der sogenannten "Rückwärtigen Dienste" einer Division.

    Hier handelte es sich um Einheiten der Verwaltungsdienste der 215. und 554. Infanterie-Division.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Karl,


    der Löwenanteil des dt. Bahnverkehrs mit Italien lief 1940-44 über die Schweiz. Allerdings liefen nicht 500 Züge täglich.

    1943 betrug die vereinbarte Tages- Höchstleistung für die Dt. Reichsbahn 28 Züge über den Gotthard (16 Kohlen- u. 12 Güterzüge), 15 Züge über den Lötschberg-Simplon (10 Kohlen- u. 5 Güterzüge). Davon waren idR 26 Kohlenzüge à 750 to Steinkohle.

    (Quelle: Gilles Forster: Transit ferroviaire à travers la Suisse (1939-1945)., Zürich 2001, S. 203, Diplomatic Documents of Switzerland 1848-1978 (DODIS) 12.4. 43. Maximale Zugleistung im Transitverkehr Dtld- Italien).


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Amelie,


    der Fechtsport der SS wurde 1938/39 u.a. in der "Sportgemeinschaft der SS Berlin" durchgeführt.

    Bei den Deutschen Fechtmeisterschaften 1938 schnitten SS Einzel- u Mannschaftsfechter sehr gut ab.

    Bekanntester SS Fechter war der damalige SS Gruppenführer Reinhard Heydrich.


    Beste Grüsse

    Ingo


    PS: Das Thema " SS Sportschulen" wurde hier um FdW schon mal ausführlich behandelt. Per Suchfunktion leicht zu finden.

    Hallo Luca,


    da Du augenscheinlich mit meiner Antwort unzufrieden bist, kann ich Dir in dieser Sache wohl nicht mehr weiterhelfen.

    Aber vielleicht findet sich ja jemand, der Dir eine vollständige Liste zusammenstellt:/?

    Hilfreich wäre für diese Person sicherlich dann Deine(!) Angaben, welche Namen Du bereits selbst erforscht und Deinem Vater vorgelesen hast....


    Gruss

    atlantis

    Hallo JR,


    vielen Dank für diesen Hinweis. Es würde mich schon reizen, diese Akten einsehen zu können. Aber wahrscheinlich hast Du recht mit der Vermutung von noch bestehenden Schutzfristen.

    Zum Glück ist die Klärung dieses Punktes für meine Arbeit nicht "lebensnotwendig". Aber vielleicht hilft uns der Zufall:/, wie er mir gerade im FdW mit seiner "Schwarm-Kompetenz" schon manchmal sehr geholfen hat:):thumbup:

    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Martina,


    das IR 506 gehörte zur 291. Infanterie-Division ("Elchdivision"), das IR 483 zur 263. Infanterie-Division.

    Zu allen Divisionen finden sich Angaben hier im Lexikon der Wehrmacht.

    Zur "Elchdivision" gibt es auch eine Truppengeschichte ( Conze 1953).

    Die 9./ IR 506 war hier im FdW schon mal Gegenstand eines Threads.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo zusammen,


    tja, die letzten Lebenswochen des Gen.Maj. Edgar Arndt scheinen dokumentarisch sehr verwirrend zu sein.


    Im Axis History Forum (AHF) steht folgender Lebenslauf, den ich nur in Auszügen wiedergebe:

    *01.07.1892 Lissa / Posen

    +27.08.1944 bei Les Loges-Margueron / Département Aube (von Partisanen ermordet)


    30.11.1942 General z.b.V. im Stab der 1. Armee

    09.05.1943 zugleich mit der stellvertretenden Führung der 158. Reservedivision beauftragt

    01.06.1943 zugleich mit der stellvertretenden Führung der 708. Infanteriedivision beauftragt (bis 30.07.1943)

    24.08.1944 bei Vauchassis von Partisanen des FFI gefangengenommen

    27.08.1944 im Park des Schlosses Crogny bei Les Loges-Margueron erschossen


    In seiner Generalskartei (OKH/PA) stehen folgende Einträge:

    “30.11.1942 Gen.zbV . b. AOK 1

    9.5.-

    31.5.1943 mFb. 158. Res.Div.

    1.6.-

    30.7.1943 mFb. 708 I.D.

    26.9.1944 vermisst”

    Dann hätte Arndt die 708.ID nur 1943 für knapp 8 Wochen befehligt. Wenn man die Generalskartei von Gen.Ltn. z.V. Hermann Wilck (Kdr 708. ID seit 1.3.1942) sieht, kann man vermuten, dass Wilck für diese 8 Wochen im Sommer 1943 nur von Arndt vertreten wurde, und er das Kommando bis zum 9.8.1944 wieder übernahm.


    Wahrscheinlich wird Gen.Ltn. Wilck die 708.ID Anfang August 1944 nach Nordfrankreich geführt haben. Am 15.8.1944 wurde er in die Führerreserve versetzt.

    Interessant ist der Bericht des letzten Führers der 708.ID, Oberst Bruno Gerloch. (Siehe FMS B-230 708th Infantry Division 10-19 August 1944, 8 pages). Gerloch schreibt:

    Am 6.8.44 kam ich als Arko 117 zum LXXXI.AK nach Canteleu bei Rouen. Am Nachmittag des 9.8.44 erhielt ich vom Korps den Befehl, bis auf weiteres die Führung der 708.ID zu übernhemen. Am 10.8.44 traf ich bei Domfront bei der 708. ID ein (Seite 1). Die Div. war Anfang August aus Südfrankreich an die Mündung der Gironde verlegt worden (Seite 7).

    Nach diesem Bericht ist klar, dass er vom 09.08.1944 bis zur Zerstörung der Division am 19. August mFb war. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass Oberst Gerloch das Kommando von Gen.Ltn. Wilck übernommen hat


    Gen.Maj. Arndt wird – wie diverse französische Quellen schreiben – in Südwestfrankreich verblieben sein. Zu seinem weiteren Schicksal schreibt das französische Wikipedia (unter Berufung auf Alain Hourseau, L’exécution du général Arndt und Gilbert Baumgartner, Le destin du Général Arndt.

    "Während sich die 708. ID zurückzog, verließ der Gen.Maj. Arndt am 13. August 1944 Bordeaux. Am 18. August wurde er vorübergehend zum Kommandanten von Montargis ernannt. Als die amerikanischen Truppen am Morgen des 23. August eintrafen, fuhr er mit einem Mercedes in Richtung Osten davon. Nach der Durchquerung von Vauchassis zwang eine Straßensperre das Fahrzeug, in Richtung Bouilly zu fahren. An der Ausfahrt stach eine Egge die Reifen auf und das Auto kam am Straßenrand zum Stehen. Die vier Insassen flüchteten über die Felder in Richtung des nahen Waldes. Er wurde schließlich am 24. August 1944 zusammen mit zwei seiner Kameraden, Hauptmann Wilhelm Schöps und Oberleutnant Arthur Jordan, von dem FFI-Kommando von Colonel "Montcalm" (Émile Alagiraude)1" gefangen genommen. Sie wurden am 27. August 1944 im Château de Crogny hingerichtet. Diese Exekution war eine Vergeltung für das Massaker von Buchères, das von der 51. SS-Panzergrenadierbrigade verübt wurde. Der genaue Ort ihrer Bestattung ist unbekannt, befindet sich aber im Park des Schlosses von Crogny.


    Das Massaker der 51. SS-Panzergrenadierbrigade fand am 24. 8.1944 in Buchères (Departement Aube) statt. Da Brigadeeinheiten (ein Spähtrupp der 7. Kompanie 51) angeblich aus dem Ort beschossen worden waren, wurden als „Repressalmaßnahme“ 66 Zivilisten (darunter 24 Frauen und 16 Kinder) von der 3. Kompanie 51 (SS Ostuf Günther Guse) und 3./Art.Abt.51 (SS Hstuf. Walter Möller) ermordet. Führer der 51. SS-Panzergrenadierbrigade war SS Stubaf Walter Jöckel (11.12.1914 -11.3.1992), der nach dem Kriege für diese Tat in Frankreich zu 5 Jahren Haft verurteilt wurde..

    Quelle: Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg ? Die Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44, S. 575; S.467

    Eine ausführliche Darstellung des Massakers findet sich in "1944 le temps des massacres Les crimes de la Gestapo et de la 51ème Brigade SS" von Roger Bruges.


    Die 51. SS-Panzergrenadierbrigade wurde am 25. August 1944 - nach kurzzeitiger Umbenennung in 27. SS Panzerdivision - in die 17. SS Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen „ eingegliedert.


    Wie verworren das Schicksal von Edgar Arndt ist/war, zeigt der Umstand, dass Gilbert Baumgartner in seinem o.a. Text auch die Vermutung äußert, dass Arndt den Krieg überlebt haben könnte ?!??


    Beste Grüße

    Ingo




    Hallo zusammen,


    in der Tat scheint es doch einige " Ungereimtheiten" im Fall Arndt zu geben?

    Während er bei den obigen Quellen bis zum Tod Kdr. der 708. InfDiv gewesen sein soll, schreibt Kurt Mehner in " Führung u Truppe, dass Arndt nur bis 9.8.44 DivKdr war. Ab 9.8.44 soll Oberst Bruno Gerloch bis zur Vernichtung der Div DivFührer gewesen sein.

    Wenn das so ist, stellt sich die Frage nach Arndts Verbleib in den 13 Tagen bis zum Tod?


    Beste Grüsse

    Ingo

    Lieber Thilo,


    vielen Dank für Deine Antwort.

    Tja, Gen.Ob./GFM Schörner scheint immer viele Ordonnanzoffiziere benötigt zu haben.

    Meines Wissen nach verfügten nur GFM's über je 1 "Persönlichen Begleitoffizier"( auch "persönl. Adjutant" genannt - Man denke nur an den Streit des Gen.Ob. Model mit dem OKH/PA wegen der Nichtgewährung, was dann zu einem SS Hauptsturmführer als persönl. Begleitoffz. führte8|).

    Als GFM wird Schörner auch einen gehabt haben, den er dann auf seiner Flucht per Flugzeug am 9.5.45 mit nach Österreich nahm.


    Beste Grüsse

    Ingo