Posts by Atlantis

    Hallo Kordula, hallo J.H.,

    vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

    Da nach meiner unmassgeblichen Meinung die LZfPB meines Wohnlandes - im Vergleich zu vielen Bundesländern- nicht so breitgefächert ist, werde ich mir den Weg in die Landeshauptstadt ersparen und sooo lange warten, bis dieser Titel antiquarisch reduziert ist.....

    Oder ich nutze einfachere Wege:D.

    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Silvio,


    da die Landeszentrale "meines" Bundeslandes augenscheinlich "solche" Titel nicht anbietet=O, frage ich mich, ob ich als "Nicht"-Landeskind auch z.B. in Brandenburg oder Ba-Wü kaufen darf:/?


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo zusammen,


    ich suche nähere Personalangaben zu dem Luftwaffenoffizier Oberst i. G. Adolf Fuchs, die über den Inhalt in den "Luftwaffe Career summaries A-F" hinausgehen:

    Oberst i.G. Adolf Fuchs [24.09.1902 - ?]

    Seit 15.2.1944 Kommandeur des Fallschirmjäger-Regiment 10 [4.Fsch.Jg.Div.]

    1.10.1944= Beförderung zum Oberst

    Ich wage nicht zu hoffen, dass jemand auch ein Foto des Oberst Fuchs besitzt??

    Beste Grüße

    Ingo

    Hallo Cyril,


    leider ist das Ärmel-Abzeichen sehr schlecht zu erkennen.

    Die Brigade Ramcke trug m.W. als Abzeichen einen stilisierten "schwarzen" (oder dunkelfarbigen) Skorpion auf weissem (hellem) Grund.

    Vielleicht zeigt das "verkrumpelte" Abzeichen auf den Foto einen solchen??

    Beste Grüsse

    Atlantis

    Hallo Rüdiger,

    für die gefährlichen Arbeiten mit hochgiftigen Kampfstoffen des Abfüllens mit Tabun und ab 1994 auch mit Sarin [gesamte Tagesproduktion aller Kampfstoffe 1944 ca. 17 Tonnen], wurden direkt bei der Fabrik zwei Außenkommandos des KL Groß-Rosen gebaut: 1942 wurde "Dyhernfurth I" errichtet; 1943 das erheblich größere "Dyhernfurth II".

    Das innerhalb der Fabrik gelegene Lager I bestand aus drei Baracken mit etwa 150–200 Häftlingen. Sie arbeiteten in der Kampfstoffproduktion und bei Abfüllung von Bomben und Artilleriegranaten („Dyhernfurth I“).

    Das Lager "Dyhernfurth II", von den SS-Männern zynisch „Elfenheim“ genannt, („Häftlinge erschienen und verschwanden dort wie Elfen“), befand sich in der Nähe der Fabrik zwischen den Bäumen ca. 1 Kilometer entfernt. 2.000 bis 3.000 Menschen, die am weiteren Ausbau der Fabrik arbeiteten, wurden dort dauerhaft untergebracht.

    Während das Lager I, in das "arbeitsfähige" Menschen geschickt wurden, "erträgliche" Bedingungen aufwies [soweit man von einem Leben in einem KL überhaupt als erträglich reden kann?], war Lager II ein echtes Vernichtungslager: So überlebte zum Beispiel von einem, im August 1944 eingetroffenen Transport von 2.200 ungarischen Juden, bis zur Befreiung am 23.Januar 1945 niemand.

    Noch ein Nachtrag zum Unternehmen des Gen.Maj. Sachsenheimer vom 5. Februar 1945:

    Ziel war nicht nur, das dort gelagerte Gas und die Anlagen und Gerät zu vernichten.

    Es ging wohl auch um die Evakuierung von zwei Professoren, die in der Gasproduktion tätig waren, eines von der Heeresgruppe "Mitte" abgeordneten Offiziers der Chemietruppen und achtzig Facharbeitern. Die Rote Armee hatte augenscheinlich in der Kürze der Zeit bei ihrem Vorstoß zur Oder noch nicht genau erkannt, worum es sich bei dieser Anlage handelte und diese bisher wohl "links liegen gelassen".

    Die unverhoffte Anwesenheit dieser Fachleute vor Ort eröffnete auch zusätzliche bzw. effizientere Möglichkeiten, die in der Fabrik angesammelten Kampfstoffe zu beseitigen – sie kannten die Ausrüstung und die technischen Vorgänge.

    Das Gas befand sich in zwei riesigen unterirdischen Fässern. Von dort sollte es zur Oder gepumpt werden, wo es zersetzt und neutralisiert werden sollte – ohne Gefahr, dass der Feind chemische Analysen durchführen könnte. Das bloße Sprengen voller Tanks konnte dies wohl nicht garantieren.

    Beste Grüße

    Ingo

    Hallo Frank,


    die 17. Panzer-Division hatte mit diesem Einsatz bei Dyhernfurt nichts zu tun, obwohl auch sie der 4. Panzerarmee unterstand.

    Den Auftrag Dyhernfurt erhielt Generalmajor Max Sachsenheimer, Kdr. der "Kampfgruppe 17. Infanterie-Division" am 3. Februar 1945 von der 4. Panzerarmee. Mit Hilfe ortskundiger Führer von HJ und Volkssturm erkundete Generalmajor Sachsenheimer persönlich die Lage bei Dyhernfurt, da ihm der vorgeschlagene Angriffsplan der 4. Panzerarmee zu unsicher war.

    Geführt wurde der Angriff selbst meines Wissens nach von Major Ludwig Jooß [GrenRegt. 21, RK-Träger]. In den sehr frühen Morgenstunden, noch bei Dunkelheit des 5. Februar 1945 setzen Teile der geschwächten Grenadier-Regimenter 55 [Führer: Major Jacobs] und 95 ( Reste der GrenRegter. 95 und 21) [Führer: Major Heim(?); Hauptmann Wickmann] der 17. Inf.Div., über die teilweise zerstörte Eisenbahnbrücke über die Oder, deren östliches Ende von sowjetischen MG-Stellungen gesichert war.* Ihre Stoßrichtung waren die Fabrikanlagen.

    Der größte Teil der Angriffstruppen setzte 30 Minuten später in drei Wellen mit 56 Sturmbooten (d.h. max. 336 Soldaten pro Welle) der unterstellten leichte Sturmboot-Kompanie 906 [Kp.Chef. Oberleutnant Röhrig] über die Oder und gingen ober- und unterhalb der IG-Farben Fabrik Anorgana in Stellung, um einen temporären Brückenkopf um die Fabrikanlagen zu bilden. Unterstützt wurde der Flussübergang durch Granatwerfer der Infanterie und leichte Artillerie des Artillerie-Regiments 17 [Führer Major Jilke].

    Die beiden Infanteriewellen gingen jeweils an den Flusskilometern 286 und 288 in Stellung. Eine dritte, kleinere Welle setzte unbemerkt Pioniersprengtrupps des Pi.Batl. 17 [Führer Oberleutnant Max Friedrich] oberhalb der Fabrik über. Ein Zug (25 Sturmboote) der leichten Sturmboot-Kp. 906 bildete an der Eisenbahnbrücke eine Reserve, für den Fall, dass der Sturmangriff über die Brücke abgewehrt würde. Alle Kampfgruppen trafen auf Widerstand von sowjetischen MG-Stellungen.

    Der der ca. 2 Kilometer Brückenkopf sollte solange gehalten werden, bis die zuständigen Chemiker die in den unterirdischen Fässern gelagerten Nervengase, vermutlich Sarin und Tabun, durch eine betriebseigene Pipeline in die Oder abgeleitet, Vorräte und Rohstoffe vernichtet und Pioniere die wichtigsten Anlagen gesprengt hatten.

    Am Nachmittag des 5. Februar 1945 waren alle Fässer entleert und Pioniere des Pi.Batl. 17 legten Sprengladungen an betriebswichtigen Anlagen, Rohstoffen, Verbindungen und Ventilen. Während dieser Arbeit platzte ein Ventil, wodurch zahlreiche Pioniere und Techniker zum Teil stark kontaminiert wurden.

    Da während dieses deutschen Angriffs, Marschall Konjews Umgliederung im Brückenkopf Steinau noch nicht abgeschlossen war, fühlte sich kein sowjetischer Truppenführer für die Beseitigung der kleinen "faschistische Eiterbeule" bei Dyhernfurt verantwortlich.

    So trafen erst gegen 13:00 Uhr mit dem 780. Schützenregiment (214. Schützendivision) erste stärkere sowjetische Kräfte ein. Diese wurden von 18 Feindpanzern (T 34/85) unterstützt , die aus nördlicher Richtung von Seifersdorf aus, mit hoher Geschwindigkeit den Brückenkopf angriffen. Alle Panzer wurden, teils von Panzerjagdkommandos mit Panzerfäusten, teils von zwei Jagdpanzern "Hetzer" und einer 8,8 cm Flak-Batterie aus 500 bis 700 Meter Entfernung vom Westufer der Oder her, in der nächsten Stunde ausgeschaltet.

    Kurz vor Einbruch der Dunkelheit stießen weitere 7 T 34, unterstützt von Begleitinfanterie aus der Richtung des Dorfes Kranz auf den Brückenkopf vor. 6 der 7 T 34 wurden von der 8,8cm Flak-Batterie vom Westufer der Oder aus vernichtet; der siebte entkam mit hoher Geschwindigkeit. Dieser kurze letzte, aber entscheidende Kampf schien die Sowjets "paralysiert" zu haben, denn sie griffen nicht mehr an.

    Inzwischen war es völlig dunkel geworden und es wurde begonnen, die deutschen Truppen über die Brücke und mit Sturmbooten wieder an das westliche Oder-Ufer zurückzubringen. Im Laufe des Abends des 5. Februar 1945 waren allen deutschen Einheiten mit wenigen Verlusten wieder auf der westlichen Oder-Seite.

    Quellen:

    - Ulrich Saft: Krieg im Osten. Seite 363-364 (sehr kurz und ungenau)

    - Joachim Karl Scholz: The Dyhernfurth Raid, online http://ww2f.com/threads/the-dyhernfurth-raid.18479 (englischer Text; sehr detailliert)

    - Randolf Kugler: Das Landungswesen in Deutschland seit 1900, Seite 594.

    - Günther Gellermann: Der Krieg der nicht stattfand. Überlegungen und Entscheidungen der obersten deutschen Führung zur Verwendung chemischer Kampfstoffe im 2. Weltkrieg.

    * Dyhernfurth wurde am Morgen des 5. Februar 1945 nur von sehr schwachen sowjetischen Kräften geschützt: die 3./ unabhängige MG-Batl. 334 im Werk Anorgana, sowie die 3./selbständige MG-Batl. 332 des 73. Schützenkorps (52. Armee) an der Oder-Eisenbahnbrücke und am Bahnhof von Dyhernfurth.

    Das Werk Dyhernfurth selbst wurde am 5. Februar nur wenig zerstört. Die Rote Armee demontierte es und nahm 1946 nach dem Wiederaufbau in der Sowjetunion die Produktion wieder auf.

    Beste Grüße

    Ingo

    Hallo Erich,

    einen Oberst Guber kann ich leider nicht finden.

    In der DAL 1944 findet sich ein Oberstleutnant Guder [RDA 1.7.42 (1b)], der nach seinem Tode nachträglich mit RDA vom 1.7.44 zum Oberst befördert wurde.

    Seine letzte Friedens-Dienststellung als Hauptmann [RDA 1.7.34 (52)] war Chef der 10./Gebirgsjäger Regt. 138 in Admont/Österreich. Ich vermute, dass Guder ein 1938 übernommener Offizier des österreichischen Bundesheeres war:/?

    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo zusammen,

    über die Rolle bzw. Qualität der BILD mag man trefflich streiten. Fakt ist, dass sie eine extreme Reichweite besitzt und deshalb, wie Bert bereits zitierte, "eine Macht im Staate" ist.

    Jedoch "seriöse" Zeitungen und nicht zuletzt der FOCUS haben diesen "Schmarren", auch (wohl) ohne eigene Recherche abgedruckt.....

    Alex hat schon auf die im BA-MA Freiburg vorhandene Offizierspersonalakte hingewiesen.

    Als mir zum erstenmal im Text der "Kr.O." begegnete, hatte ich sofort an eine Ltn./Oltn.-Beförderung gedacht.

    WENN dem Artikelschreiber diese Akte vorgelegen haben sollte, hat er die dortigen Unterlagen schlecht bis garnicht verstanden. Aber warum sollte man sich auch fachlichen Rat vor dem Verfassen einholen, wenn doch die Intention des sich seiner/ihrer Sache sehr sicheren Schreibers/Schreiberin augenscheinlich in die richtige Richtung läuft:/?

    Mit nachdenklichen Grüssen

    Ingo

    Hallo Hans,

    diese Pressemeldung zum Grossvater Waldemar B. ist von keinerlei Sachkenntnis geprägt!! Der/die Verfasser(in) dieser Agenturmeldung (?) huldigt wohl dem Grundsatz: "Wir ersetzen Sachkenntnis durch dumme Behauptungen, aber dennoch immer feste druff"...:(

    Einige Punkte hast Du schon zutreffend aufgezeigt. Ein "Oberfeldwebel" ist eben kein "Oberst" und auch kein Kr.O. [Kriegsoffizier], wie z. B die BILD vollmundig berichtet. Und von der grotesken Verkennung des Charakters des "Kriegsverdienstkreuzes" schweigen wir lieber=O...

    Man muss Frau B. nicht mögen, aber solche primitiven und in der Sache unkorrekten Anwürfe, die mit ihrer Person nicht das Geringste zu tun haben, hat keine im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehende Person verdient!

    Solche Artikel sind meines Erachtens nach, einfach nur jämmerlich, um nicht zu sagen unwürdig, und sollten eigentlich in keiner seriösen Zeitungen abgedruckt werden...


    Mit nachdenklichen Grüssen

    Ingo

    Hallo zusammen,

    Schmilauer scheint ein österreichischer Experte für Fahrzeugtechnik gewesen zu sein.

    Schon in den 30er Jahren muss er sich mit Holzgas-Antrieben zur Einsparung von Otto- und Dieselkraftstoff beschäftigt haben(?).

    In der österr. Zeitschrift "Truppendienst Heft 3/1973" findet ein Aufsatz "Ersatztreibstoffe" von Oberst a.D. Oskar Schmilauer.

    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Bernhard,

    Major Schmilauer war seit 10.11.1938 im Stab der 4.Pz.Div. als Leiter [Divisions-Ingenieur] der Abteilung H.Mot.

    Vorher war er im Stab der 1.Pz.Div. Davor in der KraftfahrAbteilung 7.

    Er scheint nicht in der Reichswehr gewesen zu sein, da nicht in den Ranglisten bis 1932/33 auffindbar. Möglicherweise kam er aus dem Österreichischen Bundesheer oder er war "E-Offizier"?

    Beförderung zum Major mit RDA 1.10.1936 [134]

    Nach seiner Verwundung wurde er nicht mehr in Frontverwendungen eingesetzt, da er seit nur noch in der "minderen" "DAL S" [Offiziere in Sonderverwendung] geführt wurde.

    Letzte Beförderung zum Oberst mit RDA 1.4.42 [101].

    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Hans,

    von "Leib Companie" hatte der Schlesische Husar (ein Vorname wäre schön) bereits in seinem Eingangsthread geschrieben.

    Der Begriff "Leib-Compagnie" verweist m.E. auch weg von den Husaren hin zur Infanterie. Denn bei den preußischen Kavallerieregimentern um 1803 war das Äquivalent zu einer "Compagnie" grundsätzlich die "Escadron".

    Noch etwas Grundsätzliches zur "Leib-Compagnie" bzw. "Leib-Escadron".

    Zitat vom Schles. Husaren: "Soweit ich es mir anlesen konnte gab es nur wenige Regimenter welche sich als Leib Companie bezeichnen durften?"

    In der "Altpreußischen Armee" (bis 1806) gab es die Eigentümlichkeit der Regiments- und Kompaniewirtschaft. Das (vom König verliehene) Regiment gehörte wirtschaftlich gleichsam dem Regimentsinhaber bzw. "Regimentschef". Die Inhaber, welche meistens Generale waren, waren auch automatisch wirtschaftlicher Chef der 1. Compagnie bzw. der 1. Eskadron. Diese wurden als "Leib-Compagnie" bzw. "Leib-Eskadron" bezeichnet. Demnach hatte alle 60 Infanterieregimenter eine "Leib-Compagnie" und alle Kavallerieregimenter eine "Leib-Eskadron".

    Beste Grüße

    Ingo

    Hallo Schlesischer Husar,

    meines Wissens nach, lag um 1803 kein Kavallerieregiment, geschweige denn ein Husarenregiment in Schweidnitz.

    1803 lagen 4 der 10 preußischen Husarenregimenter in Nieder- und Oberschlesien.

    Die Husarenregimenter Nr. 1, Nr. 3, Nr. 4 und Nr. 6 waren auf 40 Garnisonen(!) verteilt.

    In Schweidnitz lag 1803 das Infanterie-Regiment von Steinwehr (Nr. 40) mit seinen Garnisonen Schweidnitz (I. und II. Batl.); Striegau (Grenadier-Batl.); Cosel (3. Batl.).

    Der Rangliste des IR. Nr. 40 sind an ähnlich klingenden Namen zu "Jossa" die Majore v. Hoya , bzw. v. Herda sowie der Seconde-Lieutenant v. Jurgas.


    Beste Grüße

    Atlantis