Posts by Atlantis

    Hallo Avia,


    Zitat: „ …Beförderung eines FF im Range eines Gefreiten zum Leutnant durch den Dicken im Herbst 1939 …“

    Ab September 1939 kam auf Sylt das Erprobungskommando 88 (Bestand 18 JU A-0 und A-1) unter dem Befehl von Hptm Pohle zum ersten Fronteinsatz. In kurzer Folge wurde diese verstärkte Staffel in die I./KG 25, ab Mitte September in dann I./KG 30 umbenannt.

    Diplom-Ingenieur Carl Francke, Leiter der Abteilung E 7 der Erprobungsstelle Rechlin, ein sehr erfahrener Ingenieur und Testpilot, hatte sich seinem Freund Pohle zuteilen lassen, um das auch für ihn relative neue Flugzeugmuster im Kriegseinsatz zu testen.

    Bei dem Angriff von vier Ju 88 A-1 der I./KG 0 am 26. September 1939 auf einen britischen Flottenverband, glaubte Flugzeugführer Gefreiter Francke, mit einer seiner SC-500-Bomben einen Treffer auf einem Flugzeugträger erzielt zu haben. Francke war zwar ein exzellenter „Zivil-„Flieger, als Kampfpilot jedoch nicht ausgebildet. Als deutsche Aufklärer kurz darauf keinen Flugzeugträger mehr beim britischen Flottenverbandentdecken konnten, folgerte das dt. Oberkommando, der Träger, die HMS Ark Royal, müsse gesunken sein: Ein Erfolg, der in der Goebbelschen Propaganda gefeiert wurde. Und Carl Francke zur Beförderung zum Leutnant durch Generalfeldmarschall Göring verhalf.


    Ab Oktober war Francke maßgeblich an der Entwicklung der He 177 in Rostock beteiligt.

    1941 wurde er Direktor der Erprobungsstelle Rechlin, bevor er 1942 als Technischer Direktor zu den Heinkel-Werken wechselte.


    Beste Grüße

    Ingo

    Hallo Bernd,

    leider kann ich an der feldgrauen Uniform des Albert Krüger keinerlei Dienstgrad-Distinktionen erkennen( keine Gefreiten-Knöpfe, Uffz-Litzen geschweige denn Offiziersabzeichen).

    M.E. war Krüger z.Zt. der Aufnahme einfacher Mannschaftsdienstgrad ( zB Musketier etc.)

    Die Zahl auf der Schulterklappe könnte eine "3" oder "8" sein. Wenns Infanterie wäre, kämen die 3. Grenadiere aus Königsberg oder die 8. Leibgrenadiere aus Frankfurt/O. in Betracht.

    Wenn Krüger einfacher Soldat war, ist es nahezu ausgeschlossen, dass auch nur einer seiner Söhne Offiziersschüler in einer Kadettenanstalt werden können!

    In Frage käme die Zöglinge einer Unteroffiziers-Vorschule (Uffz-Lehrlinge;) zwischen dem 14.-17.Lebensjahr. Da die beiden Kinder viel zu jung aussehen, auch die (Offiziers-)Schirmmützen nicht von Uffz-Vorschülern und Uffz-Schülern getragen wurden, und alle Militärschüler lange(!!) Hosen trugen(und nicht kurze Hosen mit Kniestrümpfen), halte ich diese Mäntel für zivile Stücke, die - wie die Kieler Matrosenanzüge- von patriotisch gesinnten Eltern für ihre Kinder als Sonntagsanzug gekauft wurden.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Patrick,


    der Ltn.(W) Schüller war " Facharbeiter für Munition und Gerät (Waffenwesen)".

    Das (W) weist Schüller als Waffen-Offizier aus. Diese "Fachoffiziere" , oft ausgebildete Feuerwerker, bildeten eine eigene Laufbahn. Sie waren u.a. für die Belange der Waffensysteme (wie zb Artillerie- und Pakgeschütze) und der Munition und Sprengstoffe verantwortlich.


    Der Registratur-Sekretär war ein Wehrmachtsbeamter des " mittleren Dienstes". Er war für alle Geheimsachen verantwortlich, führte das Briefbuch. Über seinen Tisch lief der Ein- u Ausgang der gesamten Dienstpost u Fernschreiben der Div.

    Er unterstand auf Divisionsebene dem IIa-Offizier.

    IVz war häufig ein Wehrmachtsbeamter im Range eines Stabszahlmeisters. Er unterstand der Abteilung IV bzw. den Weisungen des Quartiermeisters (Ib).

    Der IVz verfügte über eine Rechnungsstelle und die Divisions-Feldkasse. Damit wickelte er den gesamten Zahlungsverkehr der Div. ab( u.a. Wehrsoldzahlung, Bar-Einzahlungen der Soldaten in die Heimat, Ankauf von Versorgungsgütern aller Art " aus dem Lande"etc.)


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Armin,

    hier noch ein online-Fund aus dem Fundus des Heimatforschers Dietrich Grund:


    Gemeindeverwaltung Feldmoching bei München:

    ".....Am Abend des 30. April 1919 rissen einige Rote das Gleis zwischen Feldmoching und Schleißheim auf, um schon hier ein weiteres Vordringen des Panzerzuges [der „Weißen“] zu verhindern. Die Nacht zum 1. Mai 1919 war sehr unruhig. Am Vormittag des 1. Mai rückte der Panzerzug langsam … vor. Die Mannschaft reparierte unter Bedeckung das aufgerissene Gleis und gegen Mittag konnte der Zug bis in Feldmoching Bahnhof einfahren. Die Gleisaufreißer vom 30. April waren in der Nacht von Regierungstruppen verhaftet worden“. Die Rote Armee musste sich nach München zurückziehen.


    Online-Quelle:

    Dietrich Grund: Im Bannkreis der Landeshauptstadt. Revolution im Bezirk München 1918/19


    Da es von Dietrich Guund noch einige andere Arbeiten zur Revolutionszeit aus dem Raum München gibt, könnte es sich eventuell lohnen, diese auch noch durchzusehen.(dietrich-grund.de)

    Beste Grüße

    Ingo

    Hallo Hohlladung,

    auf SZ-Photo findest Du das Foto eines Freikorps-Panzerzugs, der am 1.Mai 1919 am Münchener Südbahnhof einlief, um die sogn."Weißen" Truppen gegen die "Rote Armee" der sozialistischen Räterepublik zu unterstützen.Er fuhr angeblich bis zum Hauptbahnhof und soll dort "Rotarmisten" beschossen haben.


    Bestr Grüsse

    Ingo

    Hallo Thilo,

    selbstverständlich gab es ein Reichswehr-Schützen-Regiment 107.

    Es war Teil des "200.000 Mann-Übergangsheeres" und wurde zum Mai 1920 aufgelöst.

    Das Regiment war Ende 1919 aus dem "Freikorps Lichtschlag" gebildet worden und wurde im März 1920 von der Reichsregierung beim sogn. "Kapp-Putsch" in Westfalen, später Wetter/Ruhr(Batterie Hasenclever) und an anderen Orten zur blutigen Niederschlagung des Arbeiteraufstands eingesetzt.

    Studienrat Oberleutnant d.R. Heinrich Mahnken war Adjutant des Freikorpsführers Hauptmann Lichtschlag.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo DBrunner,


    herzlich willkommen im Forum.

    An solchem Material besteht hier immer großes Interesse:).

    Was den militärischen Lebensweg des Schwiegervaters angeht, wäre - so glaube ich- die genaue Darlegung der Soldbuch-Einträge der ideale Anfang.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Peter,


    Du hast recht mit den 6 bzw 7 Winkeln des "Senior Master Sergeant":thumbup:.

    Ich gerade mal im Script von BL Spink " A Chronology of the enlisted rank chevron of the geschmökert und festgestellt, dass die USAF ihre Mannschafts- und Unteroffiziers abzeichen verflixt hãufig seit 1947/48 geändert hat=O....


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Natascha,


    mir erscheint diese Figur ein wenig " zusammengestoppelt" und z.T. unkorrekt.:/

    Zur Oliv-Montur kann ich wenig sagen.

    Das Wappen auf der Brust soll wohl " the US Airforce Command in Europe" darstellen.

    Das Dienstgradabzeichen ist m.E. falsch. Wenn es ein "Master Sergeant"(OR7) sein soll, ist unten 1 Winkel zu

    viel.

    Soweit ich weiss, gibts bei der US Air Force keinen Dienstgrad, der unten 3 Winkel besitzt.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Luc,

    willkommen im Forum.

    Es wäre für unsere "Kriegsgräber-Experten" schon von großer Bedeutung, wenn Du das richtige Geburtsdatum von L. Scheckenbach einstellen könntest.

    Ich glaube zwar (manchmal) an medizinische Wunder, aber nicht daran, das ein erwachsener Gefreiter sieben Tage vor seiner Geburt stirbt=O;)....

    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo zusammen,

    das GrenadierRgt "Scharnhorst" 1 wurde von Major Mathias Langmaier geführt.

    I. Batl. = Hauptmann Karl Rieger

    II. Batl. = Hauptmann d.R. Peter Rettich

    Quelle: Heinz Ulrich:"Die Inf-Div Scharnhorst",Oschersleben 2012, Seite 13f


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo David,


    willkommen hier im Forum.

    Du suchst Informationen über Deinen Großvater, von dem Du annimmst, dass er ein "Nazi"(?) war.

    Viele Fragen zu seiner Frühzeit 1934-1939 in der VT, beantwortet Band 1 der Truppengeschichte der SS-Division "Das Reich" von Otto Weidinger.

    Zwar ist Weidinger als hoher SS-Führer eher ein "Nazi", der die fünfbändige Divisionsgeschichte sicherlich mit gewissen "apologetischen" Intentionen geschrieben hat. Aber gerade Band 1 gibt einen Einblick in die chaotischen und ärmlichen Verhältnisse bei der Aufstellung der ersten Truppen 1934/35.

    Es erscheint mir auch nicht ausgeschlossen, dass manche der jungen Freiwilligen nicht unbedingt aus tiefster NS-Überzeugung den bewaffneten Verbänden der SS beitraten, sondern auch wirtschaftlicher Not oder mangels besserer beruflicher Aussichten:/....


    Noch einige kleine Anmerkungen:

    Die SS Standarte " Germania" entstand am 25.8.1934 mit der Aufstellung der "Politischdn Bereitschaft Hamburg" in den Auswanderehallen in Hamburg-Veddel.

    Die Männer kamen aus Hamburg, Pommern,Niedersachen, Mecklenburg,Schl.-Holstein,Bremen.

    1936 lagen die 3 Bataillone der SS-Standarte 2 "Germania" in:

    I./G Hamburg-Veddel, später HH-Ochsenzoll

    II./G Arolsen/Land Waldeck

    III./G Wolterdingen/Soltau, später Radolfzell


    Den Dienstgrad "Obersturmmann" gab es m.W. nie. Auf den Sturmmann(=Gefreiter) folgte schon der Rottenführer(=Obergefreiter).


    Spätestens ab März 1944 war der Großvater in der "Versorgungstruppe" eingesetzt, so in der 3. Kompanie des Wirtschafts-Bataillons 1" LSSAH" der 1. SS-PzDiv.


    Vielleicht magst Du die WASt-Unterlagen und die Fotos hier noch einstellen?


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo zusammen,


    nach den Ausführungen des sehr detaillierten militärischen und SS-Lebenslaufs , den Dieter Zink ins AHF eingestellt hat, ist davon auszugehen, dass Hptm.d.R. Bock zum gesuchten Zeitpunkt

    "Führer" bzw Kdr des III./ GR 97 war.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo zusammen,

    alle diese Fragen werden ausführlich in der online verfügbaren Dissertation von Matthias Molt "Von der Wehrmacht zur Bundeswehr. Personelle Kontinuität u Diskontinuität beim Aufbau der deutschen Streitkräfte 1955-1956",

    Kapitel 9 ab Seite 449, erläutert.

    Wie Rainer schon schrieb, war der Einsatz ehemaliger Wehrmachtssoldaten freiwillig.

    Als Reservisten wurde 1955/56 in der Mob-Planung nur auf gediente Wehrmachtsjahrgänge ab 1914 bis 1927 zurückgegriffen. (dh max 42 Jahre alt).

    Mehr dazu findet sich im Molt.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Arnd,


    aber weder Franke noch Maringele wurden (direkt) vom Rottenführer zum Untersturmführer befördert.

    Beide nahmen den "Aufstieg" zum Tapferkeitsführer "durch die Ränge" ( also sukzessive Beförderung zum UScha-OScha-HScha).


    Beste Grüsse

    Ingo


    PS: Für mich ist immer noch die Ausgangsfrage ungelöst, wie ein SS-Rottenführer zum Heeres-Leutnant werden konnte?

    Hallo Heidy,


    für die Lösung der Frage ist es wichtig, dass die Begriffe klar sind.

    Der SS-Rottenführer ist ein Dienstgrad der SS (hier der Waffen-SS).

    Leutnant ist ein Dienstgrad der Wehrmacht. Er wurde nicht -zumindest nicht offiziell- in der Waffen-SS geführt.

    Wenn er 1945 nicht zur Wehrmacht versetzt worden ist (was ich für unwahrscheinlich halte) hätte seine Dienstgradbezeichnung korrekt "SS- Untersturmführer" lauten müssen.


    Da er wohl 1943 als Rottenführer auch Reserveführer-Anwärter (RFA) wurde, ist er als Rottenführer , möglicherweise auch als Unterscharführer, zum Junkerlehrgang (für aktive Soldaten) oder Waffenschule (für Soldaten der Reserve) kommandiert worden.


    Mit der Kommandierung wurden die Anwärter zu SS-Junkern ernannt.

    Nach der Zwischenprüfung zum SS-Standartenjunker. Nach bestandener Schlußprüfung zum SS-Standartenoberjunker.

    Die anderen von Dir genannten Dienstgrade spielten bei der Ausbildung zum SS-Führer keine Rolle, da diese nicht planmäßig durchlaufen werden mussten.


    Was mich verwundert, ist die Bezeichnung und die niedrige Ordnungszahl "4. Junker-Lehrgang" ohne nähere spezifische Bezeichnung (zb " Kriegs-Junker-Lehrgang" oder "Kriegs-Reserve-Führeranwärter-Lehrgang"etc.).

    Mir ist auch keine SS-Ausbildungsstätte in Königsbrück bekannt.

    Enthält die WASt-Auskunft keine näheren Angaben bzgl. des " Junker-Lehrgangs Königsbrück"?


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo Ulf,

    der Vater auf dem Foto trägt das Abzeichen (der Stern) eines " Oberschützen". Das ist der Dienstgrad zwischen "Schütze etc." und Gefreiter.

    Die Schnur auf den Schulterklappen ist zu schmal für Unteroffiziers-Tressen. Die Schnur zeigt eine helle Waffenfarbe- wahrscheinlich "weiß" für Infanterie (deshalb Ober"schütze" bzw ab Ende 1942 "Ober"grenadier).

    Der Gefreite hat eine sehr dunkle Waffenfarbe, evtl. "schwarz" für Pioniere.


    Beste Grüsse

    Ingo

    Hallo zusammen,


    @ Georg_S

    Zitat: ".... meine Führerliste der SS / Waffen-SS wie ich arbeitete am." ...."Meine Manuskript mit Offizieren der SS/Waffen-SS ist Heute am 767 Seiten und jedem tag ein bisschen langer..."

    Du hast ja schon einige Angaben aus deiner Liste hier in einzelne Threads eingestellt.:thumbup:

    Willst Du dieses umfangreiche Manuskript eines Tages in Buchform veröffentlichen?


    @ et al

    Hat schon jemand dass auf der Internet-Seite von Georg-S befindliche "SS-Forum" besucht, welches man nur als angemeldetes Mitglied betrachten kann und kann zum Inhalt bzw. "Tenor" etwas sagen?

    Zur Erklärung: Ich tue mich immer etwas schwer mit der Anmeldung in Foren, die ich vorher nicht unverbindlich einsehen kann/darf. Wie gesagt, dass ist mein persönliches Problem.


    Beste Grüße

    Ingo