Posts by Mwest

    Hallo Janis,


    der letzte Ort ist ziemlich sicher Ssumy (oder jetzt Sumy) in der Ukraine.

    Dort war im Frühjahr/Sommer 1943 u.a. die 68.ID meines Großvaters eingesetzt. Im Sept. 1943 begann dort der Rückzug Richtung Westen (Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte).

    Gruß

    Michael

    Hallo Tim,

    Ich verstehe die Inventurangabe „39-43 S.“ als Angabe der Textstelle aus einem Buch. D.h. das Manuskript steht auf den Seiten 39 bis 43 in einem Buch. Auch meine Version steht mit Deckblatt, Truppenkennzeichen und 6 Doppelseiten auf 5 Seiten des Buches über ostbrandenburgische Divisionen.
    Ein Archivar sollte durchaus in der Lage sein bis 43 zu zählen, daher würde eine Angabe „zwischen 39 und 43 Seiten“ keinen Sinn ergeben.

    Gruß

    Michael

    Hallo Tim,

    das Buch über die Panzerjäger-Abteilung 168 von Ernst Dippel wird dir nicht weiterhelfen, da es erst im November 1944 beginnt. Der Autor kam im Herbst 44 als 18-jähriger zur Panzerjäger-Abteilung der 304.ID, die im Baranow-Brückenkopf neben der 68.ID eingesetzt war. Infolge der hohen Verluste bei den Rückzugskämpfen aus dem Brückenkopf wurde diese Abteilung in Januar und Februar 1945 zusammen mit der Panzerjäger Abteilung 168 aufgefrischt und verblieb als Teil der PzJg-Abteilung 168 bei der 68.ID. Der Autor schildert lediglich den Zeitraum November 1944 bis zur Kapitulation in Jägerndorf am 8.5.1945.

    Im Buch „Ostbrandenburgische Divisionen“ von 1954 ist das Manuskript von Berlepsch abgedruckt. Es besteht aber nur aus 6 eng beschriebenen DIN A4-Seiten. Es kursiert allerdings noch eine zweite, kürzere Version mit 6 DIN A5-Seiten. Ob es auch noch eine längere, dritte Version gibt, weiß ich nicht. Wenn ja, dann wurde sie mit den Beständen des Kameradschaftvereins 68.ID vor einigen Jahren an das Militärarchiv Freiburg abgegeben. Allerdings weiß ich ebenfalls nicht, ob diese Bestände mittlerweile archiviert und öffentlich zugänglich sind.

    Nach den Stellungskämpfen von März bis August 1943 bei Sumy und dem Rückzug Richtung Kiew schreibt Berlepsch: „ Sie (die 68.ID) wurde bei den Mitte September beginnenden Kämpfen um Kiew eingesetzt, wobei sie der benachbarten, schwer bedrängten 86.ID (sic) wertvolle Hilfe leistete. (Das muss ein Druckfehler sein. Gemeint ist wohl die 88.ID, die mit der 75.ID die Nachbardivisionen der 68.ID bei Kiew bildeten) …. Nach Räumung von Kiew befand sich die Division weiter in zähen Abwehrkämpfen im Raum ostwärts Shitomir. General Schmidt übergab die Führung (der Division) an Oberst Scheuerpflug. Örtliche Angriffe bereiteten Anfang Dezember 1943 die Kesselschlacht bei Radomyschi vor. Die 68.ID hatte im Verein mit der LSSAH, der 7. PD und der 2. Fallschirmjägerdivision an diesen Erfolgen hervorragenden Anteil. Die Jahreswende 1943/1944 brachte schwere Abwehrkämpfe gegen starke feindliche Panzerkräfte im Raum Shitomir und Berditschew. Anschließend wurde die 68.ID zur gründlichen Auffrischung herausgezogen und auf den Truppenübungsplatz Deba verlegt. Bereits Anfang März, als die Ausbildung des Ersatzes noch im Gange war, wurde die 68.ID beschleunigt verladen und in den Raum südlich Tarnopol geworfen. Zehn Tage zügigen Vormarsches bewiesen, dass der alte Geist des „Braunen Bären“ noch ungebrochen war. Bei dem dann einsetzenden starken russischen Angriff ließ sich die Division einschließen und vereinigte sich mit den im Süden kämpfenden Truppen der 1.Panzerarmee bei Kamenez-Podolsk (Hube-Kessel). Die schweren Kämpfe in diesem Kessel kosteten der Division das Leben manches Tapferen. Erst nach 6 Wochen gelang der endgültige Ausbruch ostwärts Stanislau. Aus „KiK“ wurde wieder „KaK“ ( Kampf im Kessel und Kampf am Kessel?). Ostwärts Stanislau grub sich die Division ein, wobei Teile davon der 1. ungarischen Armee als „Korsettstangen“ zugeführt wurden. Die Kämpfe im Karpathen-Vorland fanden für die Division ihren jähen Abschluß durch Verladung in Kampftransporten, wodurch die 68.ID Ende Juli den Raum Lemberg erreichte“

    Text als Zitat, lediglich die Anmerkungen in Klammern sind von mir hinzugefügt.

    Die Nara-Rollen der 68.ID enden -bis auf einige 1C-Berichte - bereits im Dezember 1942. Eventuell findet sich zukünftig noch etwas auf germandocsinrussia. Ich habe die besten Informationen für Herbst 43 in den Rollen des VII-Armeekorps gefunden. Du müsstest dir die Rollen vom XIII-AK (Dez 1943 und Jan 1944), bzw. vom XXIV Panzerkorps oder der 1.Panzerarmee (beides Hube-Kessel, März 1944) besorgen, vielleicht sind dort mehr Details.

    Grüße

    Michael

    Hallo Christian,

    dankeschön für die Hilfe.

    Habe noch als Kommandeur des II GR169 im September 1943 Hauptmann Friedrich Wilhelm von Tresckow (Quelle Traces of War). Freut mich einen so prominenten Namen unter den Kommandeuren zu finden. Das Verwandschaftsverhältnis zu Henning von Tresckow muss ich noch mal recherchieren.

    Zu "Oberst FOGA(I)DING" finde ich allerdings auch nichts. Da ein russicher Soldat den Namen in Lautsprache nach einem scheinbar mit starkem Dialekt behafteten deutschen Soldaten aufgeschrieben hat, könnte der auch "von Gerdick" oder ähnlich heißen.

    Gruß

    Michael

    Hallo Andre,

    entschuldige, dass ich jetzt erst reagiere, aber ich war ein paar Tage weg.

    Vielen Dank für die Karten. Ich freue mich über jede Information über die 68.ID oder Teile davon, die ich bekomme.

    Die Karte vom 5/6.9.1943 zeigt genau den Frontverlauf am Tag nach der Verwundung meines Großvaters und bestätigt exakt den Ort der Verwundung. Hilft mir wirklich sehr. Hast du diese Karte eventuell noch in einer besseren Auflösung?

    Gruß

    Michael

    Hallo Christian,

    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Leider kann ich zur Personalbesetzung nicht viel beitragen.

    Ich weiß lediglich, dass die Divisions-Füsilier-Abteilung (Aufklärungsabteilung) in den Jahren 1944 und 1945 von Oberleutnant Busso Konrad Sittich Freiherr von Berlepsch geführt wurde. Er hat auch ein Manuskript über die 68.ID verfasst, welches nicht zu finden ist, ich aber im Nachlass des Kameradenkreises 68.ID im Militärarchiv Freiburg vermute.

    Dein Großonkel ist dann bei den Verteidigungsgefechten westlich des Baranow-Brückekopfes gefallen.

    Leider habe ich zu September gar nichts, nur zum August 1944:

    "12.8.44 Beim XXIV PzK wurde von der 68.ID im Zusammenwirken mit KGr 8.Pz im Angriff die Gegend ca 5km nordwestlich Nowotaniec erreicht.

    13.8.44 Der Angriff wurde weiter fortgesetzt.

    14.8.44 68.ID konnte nach Abwehr mehrerer Feindangriffe im eigenen Angriff 2km Boden gewinnen und drang mit 8.PzD in Zarszyn ein.

    Die 208.ID stieß in Zusammenwirken mit der 68.ID entlang der Rollbahn bis an den Westrand Zarszyn vor.

    15.8. Die 68.ID richtet sich zur Verteidigung ein. Bei den tagelangen schweren Kämpfen in diesem Raum hatte der Gegner hohe blutige Verluste und büßte 44 Panzer ein."

    Danach ging es dann nur noch Richtung Westen...

    Dann erst wieder am 12.1.45:

    "Die Division ist vom russischen Großangriff aus dem Baranow-Brückenkopf am 12.Januar 1945 voll getroffen worden und nur vereinzelte Teile konnten sich dem Inferno entziehen. Diese Reste kämpften dann in Oberschlesien als Kampfgruppe dem XI. und LIX. Armeekorps unterstellt."

    Alle Informationen stammen von Usern des FdW. Suche mal nach 68.ID.

    Ich hoffe nächstes Jahr endlich mal nach Freiburg zu kommen. Bin aber beruflich noch einige Zeit ziemlich eingespannt. Wenn ich es geschafft habe, melde ich mich mit weiteren Informationen.

    Gruß

    Michael

    Hallo Buski,

    mein Großvater war im GR169 und nicht im GR196 wie Bruno Sutkus. Ist aber beides 68.ID.

    Leider habe ich zu diesem Zeitraum überhaupt keine Informationen zur 68.ID

    Erst ab 1. Februar 1945 kann ich die Division wieder in Zory lokalisieren.

    Anfang März dann nordwestlich Loslau und dann die Kapitulation in Jägerndorf (Krnov) Anfang Mai.

    Leider habe ich es immer noch nicht geschafft zum Militärarchiv nach Freiburg zu fahren um die mittlerweile vom aufgelösten Verband der Ehemaligen 68er dorthin abgegebenen Unterlagen durchzusehen.

    Zu den Partisaneneinsätzen der 68.ID habe ich lediglich einen kurzen Hinweis zum Einsatz des GR169 im Rahmen eines anderen Verbandes in Nordslowenien gesehen. Finde es im Moment nicht, aber meine, dass es eher Anfang 1944 war.

    Zu "Bandenkampfabzeichen" der 68.ID habe ich ebenfalls keine Informationen. Ich weiß, dass mein Großvater an solchen Einsätzen beteiligt war, allerdings hat er darüber nicht im Detail gesprochen und war auch nicht stolz darauf.

    Gruß

    Michael

    Hallo Uwe,

    ich habe eine Karte von Kleve vom 27.2.45, in denen die Fallschirmregimenter 6,7 und tle. 8 eingetragen sind. Lt. Lexikon der Wehrmacht gehörte 45 aber nur noch das Fallschirmjägerregiment 7 zur 2. Falschirmjägerdivision. Eventuell war Trautmann Angehöriger des 7. Fallschirmjägerregimentes.

    Den Ursprung der Karte kann ich leider nicht mehr angeben, da mich meine Heimatregion nur am Rande interessiert und ich methodisch eher im Osten unterwegs bin.

    Gruß

    Michael

    Hallo Margitta,


    vielen Dank für die zusätzlichen Informationen.
    Ich bin sehr an weiteren Details zu den 4 jungen Männern und den Standorten des Feldstrafgefangenenlagers 16 am Niederrhein interessiert. Auch weitere Informationen zum Standort Glatz wären für mich interessant, da meine Großeltern in der Nähe zuhause waren (Giesshübel im Adlergebirge). Wenn du uns an der Geschichte deines Vaters teilhaben lässt, würde ich mich auch sehr freuen. Hast du Informationen, weshalb die 4 Männer verurteilt wurden?


    Gruss

    Michael

    Hallo HSBiene,

    du kannst im Bundesarchiv eine Anfrage zu personenbezogenen Daten stellen:

    Bundesarchiv

    Du benötigst den Namen und Geburtsdatum und Geburtsort für diese Anfrage.

    Dauert allerdings je nach Tagesform 1-2 Jahre bis du eine Antwort erhältst und kostet ein paar Euro.

    Lohnt sich aber immer. Bitte auch nach Kopien der Unterlagen fragen.

    Gruß

    Michael