Posts by Mwest

    Hallo Uwe,


    ich habe eine Karte von Kleve vom 27.2.45, in denen die Fallschirmregimenter 6,7 und tle. 8 eingetragen sind. Lt. Lexikon der Wehrmacht gehörte 45 aber nur noch das Fallschirmjägerregiment 7 zur 2. Falschirmjägerdivision. Eventuell war Trautmann Angehöriger des 7. Fallschirmjägerregimentes.

    Den Ursprung der Karte kann ich leider nicht mehr angeben, da mich meine Heimatregion nur am Rande interessiert und ich methodisch eher im Osten unterwegs bin.

    Gruß

    Michael

    Hallo Margitta,


    vielen Dank für die zusätzlichen Informationen.
    Ich bin sehr an weiteren Details zu den 4 jungen Männern und den Standorten des Feldstrafgefangenenlagers 16 am Niederrhein interessiert. Auch weitere Informationen zum Standort Glatz wären für mich interessant, da meine Großeltern in der Nähe zuhause waren (Giesshübel im Adlergebirge). Wenn du uns an der Geschichte deines Vaters teilhaben lässt, würde ich mich auch sehr freuen. Hast du Informationen, weshalb die 4 Männer verurteilt wurden?


    Gruss

    Michael

    Hallo HSBiene,


    du kannst im Bundesarchiv eine Anfrage zu personenbezogenen Daten stellen:

    Bundesarchiv

    Du benötigst den Namen und Geburtsdatum und Geburtsort für diese Anfrage.

    Dauert allerdings je nach Tagesform 1-2 Jahre bis du eine Antwort erhältst und kostet ein paar Euro.

    Lohnt sich aber immer. Bitte auch nach Kopien der Unterlagen fragen.


    Gruß

    Michael

    Hallo HSBiene,


    die Feldpostnummer gehörte zur Panzerjägerabteilung 34 (2. oder 3. Kompanie).

    Diese Einheit gehörte zur 34.ID

    PZ Jg Abt. 34

    Auf den Seiten des DRK kannst du nach Feldpostnummern suchen:

    Feldpostnummern

    Band FP Seite 328 findest du die Vermisstenbildlisten zu dieser Feldpostnummer.


    Gruß

    Michael

    Hallo Veit,


    die NARA-Rollen T-315 R-1039 bis 1042 der 68.ID findest du auf dem Server von John Calvin (Suchfunktion des Forums).

    Die Rolle 1039 müsste den besagten Zeitraum auf Divisionsebene abdecken. Leider habe ich nur eine extrem schlechte Kopie, auf der man die Seiten für August 1941 quasi überhaupt nicht lesen kann. Ansonsten mal nach 68.ID im Forum suchen, dann findest du die Leute, die sich intensiver mit der 68.ID beschäftigen. Thomas (Huba/ehem. Moderator) hat mir damals auch detailliete Gefechtsberichte für meinen Zeitraum (Sept. 1943) rausgesucht und zugeschickt. Du kannst ihn ja mal freundlich fragen, ob er auch Unterlagen zum August 1941 hat.


    Gruß

    Michael

    Hallo Dieter,


    ich muss leider alle Mitlesenden/Beitragenden noch etwas vertrösten. Meine Frau wird in der nächsten Zeit eine Zusammenfassung der vorhandenen Daten und Quellen zusammenstellen. Kann aber etwas dauern, da es sie emotional doch mitunter mehr mitnimmt als gut wäre. Kommt aber auf jeden Fall noch.


    Hallo Johann-Heinrich,

    Danke für den Link. Leider habe ich dort zu dem besagten Attentat und der darauf folgenden Hinrichtung nichts gefunden.


    Gruß

    Michael

    Hallo allerseits,


    meine Frau hat am Wochenende noch eine Entscheidung des Versorgungsamtes Duisburg gefunden, in der -zumindest vom Revisionsausschuß- ein Selbstmord von H.H. Pennings ausschlossen und seiner Frau eine Witwenrente zugesprochen wird.

    Die Entscheidung wird analog obiger These damit begründet, dass ein Häftling nicht an eine Waffe gelangen kann.

    Allerdings scheint es irgenwo noch weitere Unterlagen zu geben, da hier noch erwähnt wird, dass er durch seine "Dienstwaffe, ein Gewehr" zu Tode gekommen ist. Diese Unterlagen sind uns bisher unbekannt.

    Natürlich stellt dies keinen Beweis für einen "Gewalttod" dar, sondern man vertrat lediglich die plausibelste Version seines Todes.


    Gruß

    Michael

    Hallo JR,


    ich muss mich wieder entschuldigen. Für einen Niederrheiner ist alles nördlich von Hannover „Hamburg“. Ich muss mich da zwingend bessern.

    Es gibt keinerlei Belege, an welchem Tag sie nach Hamburg kam und wann sie genau nach Uelzen umgezogen ist. Im Brief erwähnt H.H. Pennings die Schillerstrasse, also muss seine Frau am 16.3.45 (Datum des letzten Briefes) schon in Uelzen gewohnt haben. Und da diese Adresse auf der Sterbeurkunde steht, muss sie -wie auch er- zum Todeszeitpunkt noch in Uelzen gewohnt haben.


    Gruss

    Michael

    Hallo JR,

    Seine Frau war ab September 1944 bereits in Hamburg.
    Nach einem kurzen Hotelaufenthalt war die Adresse Schillerstrasse 25 in Uelzen. Wohl eine Schule, die als Notunterkunft genutzt wurde.

    Zum Todeszeitpunkt hielt sie sich auch dort auf.
    Wie du schon richtig schreibst passt der Brief nicht wirklich zu einem Selbstmord.
    Ich tendiere dazu, dass er zum falschen Zeitpunkt in der falschen Uniform alliierten Soldaten oder ehemaligen Häftlingen über den Weg gelaufen ist, d.h. bei der Befreiung des Gefängnisses zu Tode gekommen ist.


    Meine Frau hat aber gerade noch die NSB-Daten gefunden.
    NSB Rotterdam, Kring 56, Groep 28; Stammbuchnummer 91726.

    Dossiernummer CABR 96293 (PRA Rotterdam 8641)

    Arbeitgeber vor SD „Th. Buchheister, Merwehaven Rotterdam“

    Hat Postschutz damals für sie heraus gefunden.


    Gruss

    Michael

    Hallo Miteinander,


    anbei der versprochene Brief.

    Bei Interesse kann ich nach Zusendung einer Mail-Adresse per PN den Brief in einer besseren Auflösung zusenden.

    Zur Zeit stehe ich auch in Kontakt mit dem "Dutch Network of War Collections" (http://www.oorlogsbronnen.nl) um dort die Informationen zu aktualisieren.


    Alex: Danke für den Hinweis, wir werden einen neuen Antrag stellen. Selbstmord bei Kriegsende wäre naheliegend, aber es stellt sich die Frage, wie er als Häftling an eine Waffe gelangt ist und warum sich ein "kleiner" SS-Mann selbst umbringt, obwohl er sich von seiner ebenfalls in Hamburg anwesenden Frau und seinen 3 kleinen Kindern nicht verabschiedet hat und zu diesem Zeitpunkt weder ein Prozess noch eine Auslieferung in die Niederlande zur Debatte stand.


    Gruß

    Michael

    Hallo Postschutz,

    Vielen Dank für die Grüße und natürlich Gruß zurück von meiner Frau.


    Hallo Maurice,

    Danke für die Fotos. Besonders das Luftbild lässt einen guten Überblick zu. Bisher kannte ich nur Fotos, die von der Straße aufgenommen wurden.
    Da du aus Rotterdam kommst hat meine Frau aber noch eine Frage an dich:

    Angeblich hat H.H.Pennings und/oder seine Frau Gertrud in Rotterdam eine Buchhandlung oder einen Verlag, bzw. eine Druckerei betrieben. Details, Name und die Adresse sind unbekannt. Hast du eventuell alte Telefonbücher von Rotterdam, in denen du mal nachsehen könntest?

    Den Brief scanne ich morgen ein und stelle ihn hier ein. Postschutz hat ihn aber ebenfalls.


    Gruß

    Michael

    Hallo JR,

    Vielen Dank soweit. Bin mal gespannt ob noch mehr herauszufinden ist.


    Hallo Maurice,

    du kannst gerne alle hier veröffentlichten Dokumente benutzen. Ich empfehle dir allerdings dich mit Postschutz in Verbindung zu setzen. Er hat sich mit dem Thema ausführlich beschäftigt und hat auch den entsprechenden historischen/wissenschaftlichen Background.

    Er war uns eine unschätzbare Hilfe bei den Nachforschungen.
    Außerdem ist er ebenfalls Niederländer.

    Grüße

    Michael

    Hallo JR,


    das mit Hamburg war mein Fehler. Ich dachte Uelzen wäre ein Stadtteil von Hamburg. Mea Culpa an alle Uelzener. Es handelt sich aber nur um eine mündliche Auskunft ohne irgendwelche Belege. Grabstätte ist also unbekannt.
    Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass er von deutschen Stellen inhaftiert wurde, daher vermute ich eine (beabsichtige?) Inhaftierung durch englische oder kanadische Dienststellen wegen seiner Zugehörigkeit zum SD.


    Nach Rücksprache mit meiner Frau hat sie keinerlei Probleme damit, wenn du oder Postschutz weitere Informationen veröffentlichen. Wir sind für jeden neuen Hinweis dankbar und vielleicht ist es auch für andere Leser interessant weitere Informationen zu erhalten.
    Wenn ich Informationen nicht hier veröffentlicht habe, dann nicht um Details zu verbergen, sondern weil ich hier nur Mittler bin. Es ist die Suche meiner Frau. Ich selbst habe bisher wenig Interesse an und Ahnung von der allgemeinen SS, SD und Si-Po. Mein Thema ist Wehrmacht/Heer Ostfront 1943-1945 und 68.ID. Daher bitte ich eventuelle Ungenauigkeiten zu entschuldigen.
    Gruß

    Michael

    Hallo Andre,

    Tausend Dank für den Sterberegisterauszug. Auf dem Totenschein steht keine Ursache.
    ich schreibe hier übrigens immer im Namen meiner Frau, daher kenne ich nicht immer alle Details. Wir haben schon vermutet, dass er als SS-Mitglied in Hamburg von den Alliierten inhaftiert wurde. Die bestätigt ja die Bezeichnung „Häftling“. Allerdings passt dazu wohl kein Selbstmord, da er als Insasse wohl kaum im Besitz einer Schusswaffe war. Eventuell ist der Kopfschuss auch vom Attentat und damit über zwei Monate alt? Oder er hat sich bei der Verhaftung erschossen?


    Hallo Postschutz,

    schön von dir zu hören. Du hast meiner Frau damals phantastisch geholfen. Vielen Dank dafür. Er hatte einen holländischen Vater, gebürtig aber in Geldern (D). Ob er beide Staatsangehörigkeiten hatte oder nach 1940 zur Deutschen wechselte muss ich nochmal meine Frau fragen.

    Hallo JR,

    Seiner Frau war die Grabstelle bekannt, aber wir haben keinerlei Unterlagen zur Grablage.

    Angeblich ist das Grab in Ülzen.


    Rede mit meiner Frau und melde mich.
    Gruss

    Michael

    Hallo Maurice,

    es sind 10 Leute erschossen worden. Diese sind auch alle namentlich bekannt. Die „Strafmaßnahmen“ waren wohl unabhängig vom Erfolg eines Angriffs auf Deutsche. Das falsche Sterbedatum basiert auf der Annahme eines geglückten Angriffs durch den niederländischen Widerstand. Im Chaos der letzten Kriegsmonate ist diese Annahme nie korrigiert worden. Auch meine Frau ging bis vor 2 Jahren davon aus, dass ihr Großvater am 19.2.45 in Rotterdam verstorbenen ist.

    Ich werde den Brief und die Sterbeurkunde nächste Woche einscannen und hier einstellen. Habe zuhause leider keinen Scanner.


    Grüße

    Michael

    Hallo Maurice,


    vielen Dank für den Hinweis auf das Buch. Werde ich mir bestellen.

    Du kannst Hermann Pennings in der Gräberliste nicht finden, da sich mittlerweile herausgestellt hat, dass sämtliche Literatur zu diesem Vorfall in einem Punkt falsch ist: Hermann Pennings wurde bei dem Anschlag nicht getötet, sondern nur verwundet!
    Er wurde zunächst am 19.2.45 in Rotterdam in ein (Marine-)Lazarett eingeliefert. Am 16.3.45 hat er von dort noch einen Brief an seine Frau in Hamburg geschrieben, in dem er das Attentat näher schildert.
    „An der Bisse? wurde ich von einem Radfahrer überholt und gleichzeitig angeschossen. Ich fiel vom Rad und war einige Minuten bewußtlos. Soldaten brachten mich mit einem Wagen ins Lazarett. Die Kugel ging in den Kopf und ist im Nacken stecken geblieben. Ich wurde sofort operiert weil die Kugel entfernt werden musste. ....Ich kann noch von Glück sprechen, dass ich so gut davon gekommen bin. ...An der Coolsingel sind für mich 10 Terroristen erschossen worden und die sind den ganzen Tag als Vergeltung liegen geblieben.“

    Er wurde dann in ein Lazarett nach Hamburg zum Erholungsurlaub verlegt. Laut Totenschein wurde er in der Nacht vom 4 auf den 5.Mai 1945 in Hamburg, Suhrenkamp 98 tot aufgefunden. Diese Adresse gehörte zu einem KL/Strafgefangenenlager. Ob er dort von ehemaligen Insassen, von alliierten Soldaten getötet wurde oder eines natürlichen Todes gestorben ist, ist unbekannt.


    Viele Grüße

    Michael