Posts by jockel55

    Guten Tag,

    am 5.4.1945 bezeichnete sich Oberstleutnant Cord von Hobe als „Ia der Division von Massenbach“ in einem Schreiben an die Stadt Iphofen:

    "Division von Massenbach Ia Gef.Stand, den 5.4.45

    An den Bürgermeister der Stadt Iphofen

    Ich erkläre hiermit die Stadt Iphofen zur offenen Stadt. Iphofen ist mit Rotkreuzflaggen zu kennzeichnen (beim Zeigen von weißen Tüchern wird der Bürgermeister zur Verantwortung gezogen.)

    Das Parken von Kraftwagen ist in Iphofen verboten .

    Hobe"

    (Quelle: "Der Weg Iphofens zur offenen Lazarettstadt" von Susanne Kornacker in "Jahrbuch für den Landkreis Kitzingen" 2020).

    Grüße
    Jockel

    Guten Tag,

    zu der reißerischen Überschrift passt eher das Pogrom von 1941 in Jassy/Iași:

    Rumänische Polizisten, Gendarmen und Zivilisten, aber auch rumänische und deutsche Soldaten, töteten mehrere Tausend Juden im Juni 1941 aus Jassy/Iași. Nach einem Bericht des rumänischen Geheimdienstes vom 23. Juli 1943 soll es exakt 13.266 Opfer gegeben haben. Das Pogrom ist gut dokumentiert. Deutsche und rumänische Militärs sowie Geheimdienstler fotografierten die Gräueltaten und schickten stolz die Aufnahmen, als Souvenir von der Ostfront, an ihre Angehörigen in der Heimat. Rund 130 dieser Aufnahmen liegen in einem Fotoband vor: https://www.wallstein-verlag.de/9783835334496-…ijuli-1941.html

    https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/p…sche-holocaust/https://www.hagalil.com/2019/06/jassy/

    Grüße
    Jockel

    Lieber uwys,

    "mit dem Feuer" spielt alleine Putin.

    Götz Aly in der Berliner Zeitung vom 29.3.24:

    "Ich lese gerade viele Hitler-Reden. Sie erinnern mich leider in ihrem inhaltlichen und formalen Aufbau an Putin: die völlig wahnwitzigen Ausflüge in angeblich geschichtliche Tatsachen, die ständigen Wiederholungen, die Hasstiraden gegen angebliche ausländische Verschwörer, die ordinäre Ausdrucksweise und auch die unglaubliche Härte gegen vermeintliche innere Feinde und angebliche Verräter."

    Grüße
    Jockel

    Guten Tag,

    die Überlegungen von Präsident Macron, französische Soldaten in der Ukraine einzusetzen, führten zu einer Anfrage an die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages.

    Aus einem noch unveröffentlichten sogenannten Sachstand der Expertenabteilung des Parlaments:
    „Ein militärisches Engagement französischer Bodentruppen zugunsten der Ukraine würde auf der Grundlage des kollektiven Selbstverteidigungsrechts nach Art. 51 VN-Charta erfolgen und wäre damit völkerrechtlich zulässig“, heißt es in dem Papier und weiter: „Eine militärische Reaktion Russlands gegen Ziele in Frankreich würde dagegen einen (völkerrechtswidrigen) „bewaffneten Angriff“ i.S.v. Art. 5 NATO-Vertrag darstellen, der die tatbestandlichen Voraussetzungen für eine Proklamation des Nato-Bündnisfalles begründete.“

    https://www.faz.net/aktuell/politi…g-19619622.html

    Grüße
    Jockel

    Weshalb Selenskyj nicht verstärkt junge Ukrainer zum Kriegsdienst einzieht und die Abwanderung von Millionen Ukrainern hinnimmt, das ist im Wesentlichen nicht nachvollziehbar.

    Guten Tag,
    diese Frage wurde auch von einem Leser des "Kyiv Independent" gestellt:

    Frage:
    Ich habe gelesen, dass die Kampfeinheiten an vorderster Front extrem unterbemannt sind und sich Sorgen machen, unter Druck zu brechen. Warum ist Zelensky so resistent, mehr Bürger aufzurufen, wenn die Notwendigkeit so extrem ist?

    Antwort von Oleksiy Sorokin, stellvertretender Chefredakteur:
    Die Ukraine hat keine zusätzlichen 500.000 Männer, die bereit sind zu gehen und zu kämpfen. Um die Reihen aufzufüllen, muss die Ukraine Männer einziehen, von denen einige dagegen wären, Waffen zu nehmen. Dies ist eine äußerst komplizierte Entscheidung, sowohl aus militärischer als auch aus politischer Sicht.
    Aus militärischer Sicht könnte eine große Anzahl unmotivierter und schlecht ausgebildeter Soldaten zu einem schwächeren Militär führen, nicht zu einem stärkeren. Aus politischer Sicht wird die Popularität der Regierung verringert, wenn Männer gegen ihren Willen eingezogen werden.
    Und ab sofort gibt es keine Möglichkeit, dieses Problem zu lösen. Die Regierung versucht, das Dienen attraktiver zu machen, während sie versucht, Soldaten anderswo zu finden. Bisher scheint es nicht zu funktionieren.

    Grüße
    Jockel

    Guten Tag,

    die Deutsche Bundesbank hat die Geschichte der Reichsbank als Zentralbank während der NS-Zeit untersuchen lassen. Eine 100-seitige Broschüre „Von der Reichsbank zur Bundesbank“ beschreibt, wie die Reichsbank an der Finanzierung der Aufrüstung vor 1939 mitwirkte, wie sie im Zweiten Weltkrieg zur finanziellen Ausbeutung der von Deutschland besetzten Gebiete beitrug und wie sie sich an der Beschlagnahme und Verwertung von Raubgold und anderen Wertgegenständen beteiligte. Die Broschüre ist online und auch in gedruckter Form kostenlos erhältlich:

    https://www.bundesbank.de/de/publikation…ndesbank-926388

    Grüße
    Jockel

    Guten Tag,

    noch ein Dokument (D - 747) zum Thema:

    Eidesstattliche Aussage des Max Pauly geboren am 1. 6. 1907 in Wesselburen:

    "Zur Zeit meines Dienstantrittes als Kommandant des Konzentrationslagers Neuengamme im November 1942 bestand die gesamte Mannschaft aus Waffen-SS. Später, im Sommer 1944, kamen einzelne Mannschaften oder auch kleinere Einheiten des Heeres und der Luftwaffe, die von der Waffen-SS übernommen wurden. Sie erhielten neue Soldbücher der Waffen-SS und wurden eingekleidet. Im Sommer 1944 erhielt das Lager noch SS-Helferinnen und Aufseherinnen, die nicht der SS angehörten.

    In Fällen, wo Häftlinge für die Kriegsmarine arbeiteten, wurden die Wachmannschaften von der Kriegsmarine gestellt, wo Häftlinge Aufräumungsarbeiten in der Stadt Hamburg leisteten, wurden die Wachmannschaften von der Polizei gestellt. Gleichfalls stellte die Luftwaffe Mannschaften in den Außenkommandos Porta, Helmstedt und Hannover, wo Arbeiten unter der SS-Sonderinspektion I ausgeführt wurden.

    Im November 1942 war die Gesamtstärke der SS in Neuengamme ungefähr 500-600 Mann. Im Sommer 1944 war die Zahl auf ungefähr 2500 angewachsen und zur Zeit der Kapitulation dürfte die Zahl der im Lager und den Außenkommandos verwandten SS-Truppen ungefähr 2500-3000 gewesen sein.

    Die Ersatzmannschaften von Neuengamme kamen von jeder Einheit der Waffen-SS. Von 1944 bestand ein großer Teil aus Volksdeutschen aus der Slowakei, dem Banat, Danzig-Westpreußen etc.

    Die Mannschaften wurden von sämtlichen Ausbildungs- und Ersatzbataillonen der Waffen-SS gesandt, irgendwelche bestimmte Einzelheiten zu nennen, ist daher unmöglich.

    Mit Rücksicht auf die steigenden Ansprüche der kämpfenden Verbände der Waffen-SS fand ein Wechsel der Mannschaften statt. Die Jüngeren wurden durch ältere Jahrgänge ersetzt. Dieser Wechsel erfaßte ungefähr 500-1000 Mann. Während meiner Dienstzeit vom November 1942 bis April 1945 haben daher ungefähr 4000 SS-Mannschaften zu der einen oder anderen Zeit Dienst in Neuengamme und den Außenkommandos getan.

    Es bestand keinerlei Unterschied in der Verwendung der Mannschaften, sei es innerhalb des Lagers oder als Wachmannschaft. Ein Mann konnte jederzeit vom Wachbataillon zum Lagerstab versetzt werden und umgekehrt, was dauernd geschah."

    Grüße
    Jockel

    Guten Tag,

    nachfolgend die Eidesstattliche Erklärung vom 19. März 1946 über Stärke und Zusammensetzung des Personals der Konzentrationslager im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess von August Harbaum :

    "DOKUMENT 750-D (Beweisstück US-818)

    Ich war Leiter der Hauptabteilung A / V 4 des WVHA, erst als Hauptsturmführer und dann als Sturmbannführer der Waffen-SS. Meine Abteilung befaßte sich mit Versetzungen, Beförderungen etc. der Waffen-SS-Mannschaften und Unterführer (Sturmscharführer), die in Konzentrationslagern Dienst taten.

    Ich trat meinen Dienst im März 1942 an und verblieb auf dieser Stelle bis Mitte April 1945.

    Im März 1942 waren ungefähr 15 000 Mann Waffen-SS in den Konzentrationslagern als Wachmannschaften und Lagerstab verwandt.

    Im April 1945 versahen ungefähr 30 000-35 000 Mann der Waffen-SS Dienst in den Konzentrationslagern. Diese Zahl schließt Personal ein, das von den Landesschützen und der Luftwaffe in die Waffen-SS seit 1944 versetzt worden ist.

    Mit Rücksicht auf Versetzungen zur Front und anderweitige Versetzungen möchte ich annehmen, daß ungefähr 10 000 Mann Waffen-SS ersetzt worden sind und dementsprechend in der Zeit von März 1942 bis April 1945 ungefähr 45 000 Mann Waffen-SS zur einen oder anderen Zeit in den Konzentrationslagern gedient haben."

    https://de.wikipedia.org/wiki/August_Harbaum

    Grüße
    Jockel

    Peiper war für mich einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten, dass zeigt sich besonder auch darin, die volle Verantwortung für seine Mannschaft zu übernehmen um diese vor dem Galgen zu bewahren.

    Guten Tag,

    wen hat Peiper durch Übernahme der "vollen Verantwortung" vor dem Galgen bewahrt? Der Malmedy-Prozess kann hier doch nicht gemeint sein? Die Verantwortung versuchte er bei jeder Gelegenheit seinen Untergebenen anzuhängen. Nachzulesen mit Bezug auf die Gerichtsprotokolle bei "Westemeier: Himmlers Krieger".

    Grüße
    Jockel

    Guten Morgen,

    im Juli und August 1939 wurden für die vier Luftflotten die Luftwaffen-Propaganda-Kompanien Nr. 1 - 4 in Berlin, Braunschweig, München und Wien und für das Luftwaffenkommando Ostpreußen ein selbständiger Propaganda-Zug in Königsberg aufgestellt.

    Im Laufe des Jahres 1940 kamen die Luftwaffen-Kriegsberichter-Kompanien 5 - 8 sowie eine Fallschirm-Kriegsberichter-Kompanie und die Luftwaffen-Kriegsberichter-Kompanie z.b.V. hinzu.

    Quelle: https://portal.ehri-project.eu/units/de-002525-rl_15

    Grüße
    Jockel

    Guten Tag,

    in der Hafenstadt Plymouth (England) wurde eine deutsche 500 Kilogramm Bombe gefunden. Laut einem Bericht des "Guardian" wurden mehr als 10.000 Menschen evakuiert. Das britische Verteidigungsministerium sagte, es sei eine der größten Evakuierungen von Zivilisten in Großbritannien seit dem Ende des zweiten Weltkriegs gewesen. Die Bombe wurde auf dem Meer von Marinetauchern zur Explosion gebracht. Die Entscheidung, die Bombe aufs Meer zu transportieren, wurde nach einer Einschätzung von Bombenexperten getroffen, die zu dem Schluss kamen, dass ein hohes Zerstörungsrisiko bestünde, wenn sie am Fundort explodieren würde.

    Zwischen Juli 1940 und April 1944 erlebten die Menschen in Plymouth 602 Warnungen und 59 Bombenangriffe, die zum Tod von 1.174 Zivilisten führten. Mehr als 4.000 Immobilien wurden zerstört und 18.000 beschädigt.

    https://www.theguardian.com/uk-news/2024/f…xplosive-relief

    Grüße
    Jockel

    Guten Tag,

    als ergänzende Literatur zu diesem Thema ein Hinweis auf diese Veröffentlichung:

    Peter Bürger / Jens Hahnwald / Georg D. Heidingsfelder †:
    „Zwischen Jerusalem und Meschede"
    Die Massenmorde an sowjetischen und polnischen Zwangsarbeitern im Sauerland während der Endphase des 2. Weltkrieges und die Geschichte des „Mescheder Sühnekreuzes"

    http://www.sauerlandmundart.de/pdfs/daunlots%2076.pdf

    Grüße
    Jockel

    Leider kursieren ja mittlerweile einige Artikel von verschiedenen Zeitungen, die wahrscheinlich alle auf den einen Artikel zurückzuführen sind.

    Guten Tag,

    die Vergangenheit des Großvaters von Baerbock war im Mai 2021 Thema des russischen Sender RT-Deutsch mit dem Titel „Annalena Baerbock – Wiedervereinigung Europas auf den Schultern ihres Wehrmacht-Großvaters?“
    Das kremlnahe Medium behauptete damals, die Bundesaußenministerin trete ideologisch in die Fußstapfen ihres Vorfahren. Man müsse darauf achten, dass „ihr ‚Kampf‘ und ihr ‚Europa‘ keine Ähnlichkeit haben mit den Vorstellungen ihres Großvaters“, so der Sender damals.

    Der "Tagesspiegel" berichtete damals: "Der Beitrag ist ein Beispiel für die Agitation des Putin-Regimes im Vorfeld der Wahlen zu Bundestag und Landtagen. Die Sicherheitsbehörden beobachten mit Sorge, dass Russland versucht, sich mit Desinformation und Cyberangriffen einzumischen."

    In der aktuellen Berichterstattung der so oft gescholtenen "Bild" wurde aber auch die wirklich interessante Frage gestellt:

    "Vor dem Hintergrund des Großvaters von Außenministerin Annalena Baerbock, dessen NS- und Wehrmachts-Vergangenheit durch Aktenfunde ins Rampenlicht rückt, stellt sich die Frage erneut: Was wissen wir eigentlich über die ganz persönliche Verstrickung unserer Familien in den Angriffskrieg Nazi-Deutschlands auf Polen, Frankreich, Russland und den Rest der Welt? Und über den Beitrag unserer Vorväter zum millionenfachen Mord an den Juden Europas?"
    https://www.bild.de/politik/inland…07842.bild.html

    Grüße
    Jockel