Posts by DR40eghs

    Hallo Dirk,


    ja natürlich. Die 4-köpfige Besatzung (Ju 52, 2803) ist mit Grabkarteikarten vollständig bei den Mormonen gelistet.

    Nur ist das halt nicht jener Willi Brandt, der als Sonderführer (PK-Kompanie x) beim KG 40 die Urkunde und den Orden erhalten hat - und damit "off topic".


    Beste Grüße, Uwe K.

    N'Abend Dieter,


    aller guten Dinge sind Drei.


    Mit dem Todesdatum und Identität von Max Grzanna dürftest Du Recht haben, es war die Nacht 25./26. Juli 1944, als die RAF den zweiten der drei im Juli 1944 aufeinander folgenden Großangriffe (24./25, 25./26. und 28./29.7.44) gegen meine Geburtsstadt Stuttgart flog. Feldwebel Grzanna flog bei seinem letzten Einsatz als Bordschütze bei der 5./NJG 6 (Echterdingen). Die Ju 88 G-1, 712403, 2Z+SN, stürzte zwischen Rouffach und Gueberschwihr im Elsass, am Ostrand der Vogesen, ab. Da die gesamte Besatzung (außer Fw. Grzanna noch (F) Ofhr. Heinrich Geißler und (Bf) Uffz. Max Finsterwald) beim Absturz ums Leben kam, lässt sich die Ursache nicht mehr so eindeutig nachvollziehen. Abschuss durch Fernnachjäger, Abwehrfeuer eines Bombers, ein technischer Defekt oder ein Flugfehler? Alles ist möglich.


    Der Absturzort liegt Luftlinie gute 40 km westlich von Freiburg/Breisgau (die Angabe "westlich FR" ist also reichlich unspezifisch!).

    Grzanna trug eine EM der 1./Erg.Kampfgruppe (Quedlinburg) (Mob.: 53576), das passt zur Zeit 1940/41 und zu einer Einsatzkarriere beim KG.76.


    Und falls das noch von Interesse ist:

    - er wurde am 21.10.1941 bei der 9./KG 76 durch Flakbeschuss verwundet. Dabei ist kein Flugzeugverlust/-schaden gemeldet. Es war wohl eine Flak-Splitterverletzung, denn es ist ein reiner Personalverlust angezeigt. Ein Ort ist nicht angegeben, die Gruppe (III./76) flog aber im Oktober 41 von Orscha-Süd aus Einsätze im Mittelabschnitt der Ostfront (Luftflotte 2).


    Zum Gruße, Uwe K.

    a) KG.40: F-S Bronze für einen Sonderführer (Z) Wilhelm Brandt vom 09.05.41, I./ KG.40 - Unterschrift: Hptm. u. GrpKdr. "Fligel"?


    zu a) Ancestry: "Willi" Brandt Fw +22.07.43 Sardinien 11./ TG 2 (Grablage unbekannt) ! Eine Übereinstimmung mit "Wilhelm" Brandt konnte ich wegen

    des fehlenden Geburtstages nicht herstellen, es ist also eine Annahme von mir.

    Hallo Dieter,


    ich noch mal ...

    Ich fürchte, dass deine Annahme nicht passt.


    - ein Sonderführer entspricht einem Leutnant und hier handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen PK-Mann (Kriegsberichter), der als "Ballast" (aus Sicht der Besatzung) zur Berichterstattung an diversen Feindflügen teilgenommen hat und sich deswegen die FF-Sp.-Bronze "erflogen" hat.

    - besagter Willi Brandt der 11./TG 2 (+ 22.7.43) war Feldwebel und Flugzeugführer der bei Sardinien abgeschossenen Ju 52.

    - Der Sonderführer hätte dann innerhalb kurzer Zeit eine komplette Flugzeugführerausbildung, einschl. der C-Schule für "mehrmotorige, schwere Kampfflugzeuge" (ELF-Schein der Luftwaffe) absolvieren müssen um Ju 52 fliegen zu können/dürfen, - um dann nachher mit niedrigerem Dienstgrad bei den Transportfliegern zu landen?

    - beim Volksbund erhalte ich 70 (!) Treffer für Gefallene mit dem Namen "Willi Brandt". Ich habe mir allerdings nicht die Mühe gemacht, darunter nach Sonderführern zu suchen

    - der spätere SPD-Bundeskanzler war es definitiv auch nicht - der hatte eine komplett andere Vita, schrieb sich im Vornamen mit "y" und hieß eigentlich Herbert Frahm (nicht ganz ernsthaft gemeint)


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Dieter,


    jeweils zum betreffenden Zeitpunkt galt:

    Gruppenkommandeur der I./KG 40 war Hptm. Fritz Fliegel (RK, +18.7.41, posthum Major)

    Kommodore des KG 76 war Obstlt. Dr. Ernst Bormann (RK, EL; schon Wk.I Fliegertruppe, später noch Gen.Major, *1897, + 1960)


    Zu beiden könnte man natürlich noch viel mehr schreiben.


    V. Grüße, Uwe K.

    Guten Tag zusammen.

    In Bezug auf einen Nachlass habe ich unter Anderem das Fliegerbuch von Willi Hertelt erhalten.

    Er war der Bordschütze und hat den Absturz zusammen mit Georg Fengler überlebt.

    Der Absturzort dürfte Dostrup bei Vejen gewesen sein.

    Grüß Gott,


    wir nähern uns den Fakten. Jetzt muss noch das R an die richtige Stelle im Ortsnamen.


    Es handelt sich um Drostup, ca. 4,5 km nördlich Vejen, in Dänemark. Datum war die Nacht 15./16. Februar 1944 (RAF Angriff auf Berlin).

    Die Besatzung gehörte zum Gruppenstab IV./NJG 1 und flog die Bf 110 G-4, 720083, G9+GE (100% Schaden).

    Fengler war zu diesem Zeitpunkt der Gruppenadjudant der IV./NJG 1 (Leeuwarden/NL).


    Besatzung:

    (F) Ltn. Fengler, Georg

    (Bf) Uffz. Meissner, Alfred

    (Bw) Uffz. Hertelt, Willi


    Alle drei wurden leicht verletzt.


    Mit Grüßen, Uwe K.

    N'Abend,


    anbei dazu die Kopie der Namentlichen Verlustmeldung (Originalquelle WASt., Zeitraum vor 1989, daher im Original keine Schwärzungen).

    Sorry, aber die künstlerischen Verzierungen sind m.E. aus diversen Gründen notwendig.


    Daraus ersichtlich:

    - Günther Heinzel war zum Absturzzeitpunkt Feldwebel, er wurde erst posthum zum Leutnant befördert

    - Der Absturz erfolgte bei einem "Nachthöhenflug (Bakenflug)"

    - Die restlichen Angaben sind mit den o.a. identisch


    Mit Fliegergruß, Uwe K.

    @ Uwe: Ist dir bekannt, welchen Flugauftrag die Maschine hatte?

    Guten Tag Roland,

    Uwe .... wer ist da jetzt gemeint?

    Ich unterschreibe hier im FdW immer mit "Uwe K." (K. ist die Initiale meines Familiennamens) weil eine Reihe von MItforisten den gleichen Vornamen haben, u.a. der Themeninitiator.

    Schöne Grüße, Uwe K.

    Hallo Stefan, liebe Mitforisten,


    für Helmut Singewald (Beitrag #13) steht auf der Grabkarte unter Dienstgrad: Fu. - also Funker

    Die automatische Worterkennung in Ancestry hat das ebenfalls falsch gelesen und daraus ein "Fw" gemacht.

    Liest Du die Gräberkarten auch - oder übernimmst Du unbesehen den indizierten Schrott der Mormonen?


    Jetzt sind es schon 22 potentielle Insassen.

    Ich gebe zu Bedenken, dass es für jedes Flugzeug eine Zulassung für die Maximalzahl der Insassen gibt - genau wie für Straßenfahrzeuge (PKW, Busse).

    Das gilt heute - und war bei der Luftwaffe nicht anders.

    Es mag vorkommen, dass man als Flugzeugführer (und Cheffe - egal welche Dienstgrade da gerne mitfliegen möchten!) da mal eine Ausnahme macht und es auf die eigene Kappe nimmt - ich denke da an die Evakuierungsflüge aus dem Kessel Stalingrad oder ähnliche Gegebenheiten.

    Aber im Normalfall wohl eher nicht. Gerade bei Militärs hält man sich besser in die Vorschriften, wenn man seine Fluglizenz behalten will und nicht als Infanterist enden möchte.

    Also - 22 sind für eine Ju 52 wohl deutlich zu viel. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die einander auf dem Schoß gesessen sind (was auch verboten wäre - dafür sind die Gurte nicht gemacht - und freifliegende Passagiere im "Ballastraum" in Turbulenzen sind für die Flugsicherheit auch nicht unbedingt zuträglich).


    Auffällig ist auch die Ansammlung der Namen mit "von und zu" unter den Offizieren der Pz.Aufkl.Abt. 122 und 22. Da hat wohl der Herr Major Taysen einen Club "verarmter Deutscher Landadel" gegründet bzw. um sich versammelt. Ich lächle in mich hinein ... alte Kavallerie halt.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo,


    > Es starben bei diesem Absturz von der Besatzung ...

    Der (BS) Uffz. Otto Jäckel

    wurde bei dem Absturz der Ju.52 "nur" verletzt, hat also überlebt..


    > und weitere 6 Offiziere und 17 Soldaten. ...

    die Ju.52 hatte Platz für 14 Fluggäste.


    Noch ein schöner Sonntag, Uwe K.

    Moin,


    > vielen Dank für die Information. Wie kommst Du darauf, das die EKM zur 3./KGr. 100 gehört

    das passt schon. Siehe Mob.Nr.-Tabelle in: ISBN 3-93153-353-2

    In der Datensammlung (Lw-Verlustdatensammlung, privat) gibt es noch weiter Angehörige dieser Staffel mit dieser Mob.-Nr..


    Gruß, Uwe K.

    N'Abend,


    > Scheer ist wirklich interessant. Womöglich lebte er dann in Fulda oder Künzell.

    Bis zum Ableben hatte er seinen Wohnsitz noch in München, genauer in M-Obersendling.

    Als aktives BWLV-Mitglied bekomme ich ja jeden Monat die Verbandspostille "Der Adler". In der Ausgabe 03/2019 war ein Nachruf auf Klaus Scheer abgedruckt. Hatte ich schon geschrieben, dass er auch eine Zeit lang DAeC-Präsident war?

    Von Journalisten kann er ja nun nicht mehr genervt werden<X:cursing:||, also kann ich den Wohnort hier nennen.8)


    Die Lufthanseaten wohnen alle relativ standortnah - die Immobilienpreise spielen da eine eher untergeordnete Rolle wenn man mal mit 4 Streifen auf Langstrecke in B-747 (oder A-340, A-380) auf dem linken Sitz im Cockpit fliegt. Und wer möchte schon nach einem 13 Stunden-Flug noch weit nach Hause pendeln? Oder vor Flugbeginn und der nötigen -vorbereitung (am Standort ist morgens, je nach Flugziel, "Treffen" um 5 Uhr ! - und dann wieder 12-14 Stunden in der "Kiste").

    Die internationalen Drehkreuze der LH sind Frankfurt und München (vielleicht mal BER - wenn das Drehkreuz dann echt in Betrieb geht). Dort im Umkreis von F und M wohnen in den besseren Wohnlagen die "alten Adler". Und ist die Hütte abbezahlt, dann bleibt man dort auch im Ruhestand - weil ringsum die Freunde wohnen und kulturell was geboten ist.

    Und ob man dann im Alter von 87 (im Falle von Scheer, 2010) noch mal umzieht - außer vielleicht in ein Seniorenheim wenn's dann nicht mehr geht?

    Also im Falle von Klaus Scheer: München passt.


    > Es gibt noch einen lebenden Nachtjäger, aber deren Kinder blocken alles weg

    Verständlich, "Bravo" an die Kinder.:thumbsup:

    Es wird nun wirklich "dünn" bei den "Alten Adlern". In diesem Februar verstarb in Lübeck leider auch Hans-Werner Grosse (Kampfflieger auf Ju 88 bei KG 77 und 26) im Alter von 98 Jahren, nach dem Krieg u.a. vielfacher Segelflug-Weltrekordinhaber Der Erweiterungsbau des Museums auf der Wasserkuppe ist nach ihm benannt. Er flog noch aktiv bis ins hohe Alter, bis zum Alter von 91. Für Interessierte: hier ein in youtube konservierter Kurzbeitrag vom NDR von 2014: https://www.youtube.com/watch?v=cg0eTThHAV4 . :love:


    Gruß, Uwe K.

    N'Abend,


    und noch eine Re-Korrektur:

    > Die in dem Flieger von Scheer (Ju 88) abgeschossenen beiden ...

    Es war hier im FdW schon von berufener Quelle angegeben, dass Scheer in fraglicher Nacht eine Fw 189 flog.

    Dies dürfte per Flugbuch belegt sein (das postuliere ich jetzt). Scheer flog natürlich bei anderen Gelegenheiten die Ju 88 - aber wechselte, je nach Einsatzzweck, die Maschinen. Für die U-2 Jagd war eine Fw 189 das deutlich geeignetere Sportgerät.

    Denn so langsam wie die U-2 kann die Ju 88 unmöglich fliegen. Und bei 150-200 km/h Geschwindigkeitsunterschied kann die U-2 jedem Anflug mit eine "Haken" problemlos ausweichen. Ich vermute, dass sich die U-2 auch noch mit 80 km/h anständig fliegen lässt - die Ju 88 wird unter 200 km/h "sauer". Manchmal ist auch Langsamkeit eine Stärke!


    Anbei ein aus dem Internet "ausgeliehenes" Foto. Es zeigt Klaus Scheer am Leitwerk seiner Fw 189.

    Leider Verstarb Klaus Scheer (* 23.9.1923 in Hirschberg/Schlesien, +4.1.2019) vor jetzt etwas über 2 Jahren im stolzen Alter von 95 Jahren - man kann ihn also heute nicht mehr selbst nach der U-2 fragen.

    Falls noch nicht bekannt: Klaus Scheer verbrachte die ersten Nachkriegsjahre in den USA, wo er "so nebenbei" ein Jurastudium absolvierte. Seine Liebe zur Fliegerei brachte ihn aber 1954 wieder zurück nach Deutschland, wo er in die wieder auflebende Lufthansa eintrat und bis zu seinem Ruhestand weitere 30 Flugzeugtypen - von der DC 3 bis zur B-747 ("Jumbo") flog und 18.000 Flugstunden also Verkehrsflugzeugführer absolvierte. Auch im Ruhestand blieb er der Fliegerei treu. Erwähnenswert sind seine Tätigkeit im DAEC (Deutscher Aeroclub) und im Vorstand des Fördervereins des Deutschen Segelflugmuseums Wasserkuppe. Das Museum hat er maßgeblich mit aufgebaut. Da sollte jeder mal hin. Und natürlich den "Adler" (das Denkmal) streicheln.

    Ok - das musste jetzt sein.


    Aber noch ein weiterer Ansatzpunkt (immer noch ganz kostenlos):

    - ohne jetzt in Flugbüchern tiefer nachzurecherchieren gehe ich gerade davon aus, dass die 4./NJG 100 in der fraglichen Zeit vom Flugplatz Nasielsk aus ihre Einsätze flog.

    - der Platz ist auch heute noch für die Privatfliegerei und Allgemeine Luftfahrt in Benutzung und liegt bei: 52,5747° Nord, 20,869871° Ost

    Die ehemalige befestigte Piste (1200 m) ist im Luftbild noch sehr gut erkennbar - einschließlich der aufgefüllten Trichter, die durch die Sprengung beim Rückzug bzw. kurz nach Besetzung durch die Rote Armee entstanden sind. Der Flugbetrieb wird heute auf 2 Graspisten abgewickelt.


    Und jetzt der Tipp/Plan:

    - auf den meisten Flugplätzen gibt es einen "Geschichtsfreak", meist in der gleichen Altersklasse wie ich, in den 60ern

    - und/oder einen noch etwas älteren "Guten Geist", der über so gut wie alles Bescheid weiß, dem der Arzt aus Gesundheitsgründen das Medical verweigert hat, und der sich trotzdem die meiste Zeit auf dem Flugplatz herumtreibt. Ebenso Geschichtsfreak - oder der kennt einen.

    - die Fliegerfreunde sind weltweit erfahrungsgemäß recht interessiert in historischen Fragen rund um die Fliegerei - speziell wenn es um die Geschichte des heimischen Flugplatzes geht. Zumindest diejenigen in meiner Generation.

    - der Flugplatz wäre für mich ein Ansatzpunkt für weitere Recherchen. Dorthin lässt sich sogar - standesgemäß, wie es sich gehört - hinfliegen, das geht viel schneller als das Auto (aber sicherlich nicht billiger) - und man kann sogar das fragliche Gebiet in Form einer "Befliegung" (jetzt mit lokalem "Guide") aus der Luft betrachten. Das Sprachliche lässt schon irgendwie meistern. Zumindest unter Fliegern findet sich immer eine Form der Verständigung.

    - Für Bodenexkursionen lässt sich auch in Polen schnell ein Mietwagen organisieren


    Ist nur so eine Idee ... das wäre jedenfalls meine persönliche Methode.


    Grüße, Uwe K.

    Files

    • scheer2.jpg

      (24.76 kB, downloaded 49 times, last: )

    N' Abend,


    schon ok - ich bräuchte ja nicht zu antworten - niemand zwingt mich.

    Ich mag nur nicht, dass das Forum und dessen gesammelten Spezialwissen wie eine Telefonauskunft behandelt wird.


    > Ich danke Euch, ja, wie gesagt ich habe auch bezahltes recherchieren dazu angeboten.

    Ich für meinen Teil komme finanziell gerade so klar und betreibe das als Hobby.;):whistling:


    Zum Thema:

    > Meine Hoffnung war einfach die Stelle ungefähr zu finden.

    Schon klar.

    Mal aus fliegerischer Sicht:

    - Ich bezweifle stark, dass die beteiligten Nachtjäger so genau wussten, wo sie zum fraglichen Zeitpunkt waren.
    Grob auf +/- 25 km ja - genauer braucht es auch nicht.

    - die Ziele finden sich da, wo es am Boden blitzt und Leuchtkugeln geschossen werden - da ist die Frontlinie.

    - Alles was sich "jenseits" der Front (da wo es blitzt) sich am Boden oder in der Luft zeigt, ist "Feind" - und wird beschossen oder beworfen

    - im Sommer wird es in diesen Breiten nie komplett dunkel. Wenn zusätzlich der Mond scheint, sind - gegen den helleren Horizont, den Mond oder Nebel/Bodeninversion/dünne Wolken betrachtet - auch Feinflugzeuge rein optisch erkennbar (und wenn es ein eigenes ist (z.B. eine Nachtschlachtmaschine: Pech, dumm gelaufen). Speziell solche unförmigen Doppeldecker wie die U-2 brummen rum wie betrunkene Motten und "nerven" kolossal.

    - Die Fluggeschwindigkeiten lagen unter 150 km/h (Fw 189 versus U-2) - das ist alles beherrschbar

    - die eigene Position zu kennen ist für den Nachtjäger nicht nötig - den eigenen Platz findet man per Funknavigation (solange die Peilanlage o.k. ist) und dort wird zur Landung die Bahnbefeuerung eingeschaltet.


    Zum Guße, Uwe K.

    LieberUwe,

    Ich habe nun diese Daten des zweiten mal versucht bei Google Umrechner einzugeben. Da kommt aber eine Stelle links von Ostroleka,
    Du schreibst Mittig, was laut den Aussagen der Russischen Dokumente eher logisch ist.

    Was mache ich falsch ?

    Tach,

    meine Methode führt zur Ortsangabe wie aus angefügtem Bild ersichtlich.

    > Was mache ich falsch ?

    Keine Ahnung - muss mich das kümmern?

    Was ist das hier, "Betreutes Recherchieren"?

    Ciao, Uwe K.

    Hallo Uwe,
    Danke für Deine Antwort.
    ich kenne die Verbände der U-2. Ich meinte aber die Verbände der Deutschen am Boden, welche die Ziele waren.
    das müssten Verbände etwa in WOLA ZAMBROWSA gewesen sein, also südlich von ZAMBROW.

    Das 588. lag nach meinen bisherigen Recherchen nördlich von ZAMBROW.

    Guten Tag,


    ok - ich war wohl wieder zu schnell.


    Auf der Suche nach dem genaueren Absturzort gibt es genau 2 Möglichkeiten

    a) die U-2 mit den Mädels (?) kam(en) über russischem Gebiet herunter

    b) über (noch) von der Wehrmacht gehaltenem Gebiet


    Meine Antwort zu den bereits genannten Einheiten bezogen sich auf (a).

    Denn bei (b) wären die Absturzstellen in den Erfolgsmeldungen genauer benannt (Abschusszeugen am Boden, Ortsnennung, nicht in Lw-Planquadratangaben).

    Bei (a) führt der weitere Rechercheweg über die Russischen Luftkriegsforen und russische Verlustunterlagen - die eigentlich relativ detailliert sind. Dabei ist zum schnellen Einstieg die Kenntnis von Datum und Einheit sehr hilfreich.Russische Sprachkenntnisse natürlich auch - fast zwingend. Hier im FdW gibt es Mitglieder die Russisch als Muttersprachler beherrschen - ich gehöre nicht dazu.


    Meine (vermutlich zu schnelle) Nachricht bezog sich also auf (a) - und war als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht.

    Conclusio weiterer Lösungsweg: Datum + Einheit => Russisches Fachforum => detailliertere Infos


    Option (b) und/oder Interesse an Berichten zu diesem speziellen Suchthema aus der "Bodensicht mit Wehrmachtsaugen", Einstieg über beteiligte Wehrmachtseinheiten (Ort und Datum als bekannt vorausgesetzt):

    - Suchmethode über Ancestry, Eingabemodus Datum (Zeitraum 20.-30.8.44) und Todesort (z.B. Zambrow)

    - Mögliches Ergebnis: Gräberdateikarte(n) mit Nennung der Einheit(en)

    - Das habe ich letzte Nacht versuchsweise durchgeführt => +30 Treffer, ca. 4-5 Einheiten (Regimentsebene)

    - Oder Suche via Suchmaschine(n), Suchmuster: <<"Zambrow" "1944">> => viele, viele Treffer


    Zitat [Ursprung unbekannt]: "Selbst ist der Mann" !


    Gruß, Uwe K.


    P.S.:

    Zugegeben - ich wollte nicht die ganze Nacht am Rechner sitzen - und setze oft zu viele Vorkenntnisse/Eigeninitiative voraus (ich selbst beschäftige mich +40 Jahre mit dem Interessengebiet "Luftkriegsgeschichte bis 1945" - es gibt FdW-Mitglieder, die das noch deutlich länger "treiben" - die haben in diesen "Schachtelthreads" bereits geantwortet !)

    N'Abend Karl,


    ich gebe Dir grundsätzlich Recht. Mich haben natürlich die in #61 genannten "Flugunfälle" auf die Liste gelockt. Wobei natürlich ein direkter Link auf die momentane Originalquelle:

    http://www.content.landesarchi…03-pdf/aprbrrep030-03.pdf

    mir den Umweg über diese sau-nervige "yumpu" Webseite erspart hätte. Wenn ich nicht schon eine Lesebrille hätte, dann bräuchte ich sie jetzt - oder gleich eine gelbe Binde für den Oberarm mit 3 schwarzen Punkte plus trainierter Hund und weißer Stock. Man zweifelt doch beim ersten Blick auf die "yumpu"-Seite schnell an sich selbst.


    Ok - die Hinweise auf die Flugunfälle in dieser Zentralkartei waren für mich eher enttäuschend - aber nun kenne ich zumindest (fast) alle Serienmörder der jüngeren deutschen Geschichte - und habe für mich ein neues Recherchegebiet entdeckt. Schlimme Sache.


    Eine kurze Suche in der großen Suchmaschine hat mich auch zu einem früheren Thema aus 2013 hier im FdW geführt,

    "SS-Fälle" Zentralkartei für Mordsachen Berlin

    wobei der damalige Direktlink auf die Datei heute "ins Leere" läuft.

    Bei "Ahnenforschers" wird die Datei auch gerne genutzt., wie mir die Suchmaschinen verraten.


    Und ich habe sogar - 2 "Gäugl-Suchen" und Webclicks weiter - das für mich neue Wort "Fallschwertmaschine" gelernt.

    Sogar Internetinhalte, die sich mit der Frage beschäftigen, wie lange der Kopf noch weiterlebt nach einer Enthauptung (3 clicks weiter).


    In dieser Zentralkartei sind aber nicht nur die Täter genannt - sondern auch die Opfer (teilweise mit Geburtsdatum und Ort), in mehreren Fälle auch bei vollendeter Vergewaltigung und überlebendem Opfer (die Vergewaltigte). Bei Namenserkennung darf sich also ein Betroffener fragen, ob Papa/Mama oder Opa/Oma das Resultat einer Vergewaltigung war - obwohl dies doch in der Familiengeschichte immer ganz anders kommuniziert wurde.

    In anderen Kriminalfällen sind Täter und Opfer namentlich genannt - was wiederum zu "Wiedervereinigung" der Nachkommen "der dritten Art" führen könnte (spezielle Ahnenforschung).

    In bestimmten Regionen Europas wäre nun ganz selbstverständlich eine Vendetta (Blutrache) klar geboten.


    Fazit: einerseits höchst interessant für Super-Neugierige (wie mich) - andererseits aber höchst-bedenklich, was Opferschutz und den Schutz der Privatsphäre im Falle der Nachkommen von Tätern betrifft.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo Herr Markus,


    unschwer zu erraten geht es ja wohl um die zwei U-2 Abschüsse der 4./NJG 100 am 24. und 25.8.44 (Richter und Scheer).

    In beiden Fällen ist das Abschussgebiet in der Aufstellung SEHR grob angegeben. Einmal als Großtrapez (60 x 111,5 km) und einmal als Mittelpunkt eines Mitteltrapezes (43 x 28 km).


    (1) 88/25-Ost => 57 27 30 Nord, 29 15 00 Ost (Mittelpunkt des Großtrapezes 88 auf Kartenblatt 25-Ost)

    (2) 25-Ost/DD.9.5 => 53 02 30 Nord, 21 55 00 Ost (Mittelpunkt Mitteltrapezes DD auf Jäger-Kartenblatt 25-Ost-Süd)


    Letztere Koordinate liegt ziemlich mittig zwischen Ostroleka und Zambrow.


    Erstere Angabe kann eigentlich SO nicht stimmen (die 88 ist falsch), denn der bezeichnete Ort liegt rund 56 km ONO von Ostrow/Russland und damit in dieser Zeit schon sehr weit hinter der Frontlinie. Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen. Entweder schon in der Originalmeldung, oder beim Abtippen der handschriftlichen Tabellen vom Film. Ich kenne selbst aber auch nur diese Angabe. Hier hilft nur eine persönliche Fahrt nach Freiburg/Brsg. und persönliche Recherche - oder Warten auf die passende Buchpublikation, die meines Wissens gerade von sehr kompetenter Seite in Arbeit ist.


    Die beiden Orts-/Raumangaben sind in jedem Fall viel zu ungenau für eine präzisere Lokalisierung der Abschussstellen.

    Im Übrigen wurden die Verbandszugehörigkeiten der beiden U-2 im anderen Thema bereits genannt.


    Und: Das Eröffnen immer wieder neuer Themen zum gleichen Anliegen bringt erfahrungsgemäß nur selten WIRKLICH neue Erkenntnisse.


    MfG, Uwe K.