Posts by DR40eghs

    Hallo Sven,

    die bisherigen Daten habe ich aus meiner Lw-Verlustdatenbank. Das Auffinden dauert bei korrekten Daten (Name, Datum) weniger als eine Minute, die von mir ausgewählten Daten übertrage ich dann per cut&paste ins FdW.


    Mit "Fülltext" alles zusammen unter 5 min..


    Wenn es absehbar länger dauert, lass ich es tagsüber an Arbeitstagen meist bleiben.

    In diesem Fall habe ich in der Lw-Verlust- und in der Abschussdatenliste, sowie in Offizier-, RK- und DKiG-Tabellen nachgesehen, da stehen ca. 120.000 Mann vom Fliegenden Personal der Lw. und ein paar wenige Frauen (u.a. Beate Uhse, Melitta v. Stauffenberg, usw. ) drin.


    Den St.K. habe ich leider auf die Schnelle nicht entdeckt.

    In den Büchern habe ich noch nicht nachgesehen.

    Grüße, Uwe K.

    Hallo Sven,


    > Hatte die 8. Staffel in den zwei Wochen direkt zwei verschiedene Führer?

    Im April 45 wurden bei der III./NJG 3 die 7., 8. und 9.Staffel zusammengefasst, übrig blieb die 7.Staffel und der Gruppenstab (nach Literatur).


    > Sind diese bekannt? Passen die Unterschriften?

    Das NJG 3 und dessen Personal ist nicht mein Spezialgebiet.

    Aber ich bin mir recht sicher, dass "man" die Info herausfinden kann. (nicht ich - dazu fehlen mir Motivation und Muse).


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo zusammen,


    die Einträge im Soldbuch zur Verleihung von EK I, Fr.Fl.-Sp.i.Silber und DKiG erscheinen mir während der Internierung der III./NJG 3 in Schleswig-Holstein, also nach dem 5.5.45 entstanden.

    Während dieser Periode gab es in der Truppe genügend Zeit und Muse, die "Papiere" in Ordnung zu bringen. Wichtig ist bei den letzten 3 Einträgen die Unterschrift.


    Die "üblichen" Listen für höhere Auszeichnungen (z.B. publiziert von V. Scherzer) enden ja aus bekannten Gründen mit Verleihungsdatum im März 1945.


    Die Verleihung des DKiG erscheint mir durchaus plausibel, weil Kurt Frank eine relaitiv lange Einsatzperiode als Bordschütze bei der III./NJG 3 flog und daher ausreichend Gelegenheit für Abschussbeteiligungen hatte.

    In den bekannten Abschusslisten wurde allerdings lediglich der Flugzeugführer genannt - für die Verleihung der Auszeichnungen war aber die Beteiligung der gesamten Besatzung (Anzahl Feindflüge, Abschüsse, Erfolge bei Nachtschlachteinsätzen) relevant.

    Ob eine höhere Anzahl von Abschussbeteiligungen vorliegt, ließe sich mit Hilfe der Flugbücher von Frank bzw. der jeweiligen Piloten (meist Einträge mit den Namen der jeweiligen Besatzung) nachvollziehen.

    Das Flugbuch von K. Frank liegt mir aber leider nicht vor.


    Die Verletzung (leichte V.) am 2./3.8.43 entstand bei einem Luftkampf mit einer Stirling im Raum Heide/Rendsburg beim letzten Angriff der RAF während der "Gomorrha" Serie auf Hamburg. Dabei wurde die Stirling abschließend gerammt, die Nachtjagdbesatzung konnte sich aus ihrer Do 217 N mit dem Fallschirm retten. Die Stirling (75 Squadron) stürzte ab. Frank wurde nach diesem Absprung im Res.Laz. Schleswig behandelt.


    Der volle Name von Kurt Frank lautete: Frank, Kurt Paul Hugo (WASt., aus NVM zur Verletzung vom 2./3.8.43).


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Stefan,


    III.Gruppe, Sturzkampfgeschwader 1, abgekürzt III./St.G. 1,

    entsprechend FP.Nr. 33979

    (Anm.Sturzkampfgeschwader - nicht Sturmkampfgeschwader. Kurz: Stukageschwader)

    ab 09/43: III.Gruppe Schlachtgeschwader 1, abgekürzt: III./SG 1 (durch Umbenennung).


    Dort gehörte er zur Stabskompanie (-> Gruppenstab).

    Die III.Gruppe bestand aus Gruppenstab (in Kompaniestärke), sowie 7. bis 9. Staffel.


    Der Gesuchte war im Gruppenstab als Kraftfahrer eingesetzt.

    Die EM erhielt er vor Gruppenzugehörigkeit, während seiner Ausbildung zum Kraftfahrer.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Dieter,


    die 3 Nachtjäger Abstürze "Ilsfeld", Hölzern und Roßfeld stimmen alle.


    Allerdings waren das alles Ju 88. Die II. Gruppe NJG 6 flog zu dieser Zeit im Einsatz "reinrassig" Ju 88 (G-1 und G-6).

    Und der Absturz bei Roßfeld passierte in der Folgenacht (5./6.12.44) und nicht im Zusammenhang mit dem Doppelangriff auf Karlsruhe/Heilbronn am Abend des 4.12.44.


    Den Absturz bei Hölzern haben alle überlebt (FSA), nur der Flugzeugführer (Uffz. Kreutzer) wurde verletzt.


    Die dritte Ju 88 (5./NJG 6) am 4.12.44 stürzte in den Wald bei Stuttgart-Möhringen, beim Anflug auf Echterdingen, wobei der Flugzeugführer (Ofw. Schöler) ums Leben kam. Die restliche Besatzung war abgesprungen.

    Die Besatzung hatte vor dem Absturz Vereisung gemeldet (Funk).


    Was die Lancaster-Verluste betrifft, von den Nachjägern wurden 10 Abschüsse gemeldet:

    - I./NJG 11 insgesamt 5, und zwar 2 x Mohr, 2 x F.K.. Müller und einer von W. Jansen

    - die II./NJG 6 meldete ebenfalls 5 Abschüsse, und zwar: Wallner, 3 x Spoden und einer von H. Bunje


    In Ba-Wü wurden 9 "Brüche" gefunden, und einer der Abschüsse von H.K. Müller stürzte im Elsass ab, was zu dieser Zeit schon von den Alliierten besetzt war.

    Brüche in Kleiningersheim, (Langen)Brettach, Beilstein, am Wildsee bei Gernsbach, Heutigsheim, Meimsheim, Baiersbronn (Freudenstadt), Unterriexingen und Bissingen.


    Als Ursache der Abstürze von 10 Lancaster wird in der Literatur (Chorley) "night fighter" genannt - was genau den deutschen NJ-Abschussansprüchen entspricht.

    Eine Lanc. flog im Nordelsass gegen den Berg (bei Le Hohwald, N Selestat), ein Überlebender, die restlichen 6 tot. Jetzt sind wir bei 11 Lancaster.

    Von den 3 weiteren im Elsass abgestürzten Lancaster (Holzwihr, Barembach und Grandfontaine) wurde eine von der Flak abgeschossen, bei den anderen 2 ist die Ursache nicht dokumentiert.


    Also - passt doch alles wunderbar.

    Was die genannten Autoren/Heimatforscher schreiben, das möchte ich hier nicht öffentlich kommentieren.


    Grüße, Uwe K.

    Hallo Dieter und weitere Interessierte,


    der Absturz von Hptm. Gang erfolgte in der nachfolgenden Nacht, also am 5./6.12.1944 !!!

    Er war mit seiner Besatzung auf eine Mosquito angesetzt, seine Ju 88 entwickelte einen Motorbrand und stürzte bei Roßfeld ab. Die restliche Besatzung konnte unverletzt abspringen (KTB NJG 6).


    Beim Angriff auf Karlsruhe/Heilbronn verlor die Luftwaffe insgesamt 6 schwere Nachtjäger, nämlich 3 Ju 88 G-1/G-6 der II. Gruppe und 3 Bf 110 G-4 der IV. Gruppe aus Kitzingen/Gerolzhofen.

    Alle 3 Bf 110 wurden durch Mosquito-Fernnachtjäger abgeschossen. Zwei der Bf 110 stürzten über dem heutigen Landkreis Karlsruhe, respektive in der Umgebung von Bruchsal, ab, die Dritte im Raum Ansbach (Bes. unverletzt).

    Primär-Quelle(n) für all dieses:

    - KTB NJG 6 (Original im BA-MA Freiburg, als Buch mit zahlreichem Zusatzmaterial im Eigenverlag publiziert von Werner Kock), sowie

    - Namentliche Verlustmeldungen (NVM) des NJG 6, WASt./Berlin (jetzt ebenfalls B.Arch.) - vom NJG 6 habe ich insgesamt 193 Blatt.


    Die RAF verlor am Abend des 4.12.44 insgesamt 14 Lancaster, davon 13 aus der 5. Group mit Angriffsziel Heilbronn und eine der 1. Group mit Ziel Karlsruhe. Die beiden Angriffsgruppen waren zahlenmäßig etwa gleich stark.

    5 der Lancaster stürzten über dem Elass ab (bzw. eine rammte in den Nordvogesen in einen Berghöhe), die restlichen 9 stürzten über Baden-Württemberg ab.

    Die Liste dieser 14 Maschinen, nebst Besatzungen und allen Details (serial, aircraft code, ...) kann der Standard-Literatur entnommen werden:

    - W.R. Chorley: RAF Bomber Command Losses - Band 1944 (Crecy Publ. 1997)

    Die Grablagen (alle Dürnbach/Bayern, bzw. Choloy/F für die in F abgestürzten) können auch über die CWGC-Online Datenbank recherchiert werden. Interessant sind hier auch die "grave relocation documents" (Umbettungslisten).


    Mit Fliegergruß, Uwe K.

    Hallo Dieter,


    du hast mit Steinhilber noch gesprochen?

    Er ist meines Wissens schon 1977 verstorben. War er persönlich an der Absturzstelle?

    Hubert Bläsi durfte ich noch bei einem der Treffen im Hetschbacher-Kreis kennenlernen. Ich schätze seine Arbeit sehr.


    Der Name Dr. Mistele sagt mir jetzt gar nichts. War er persönlich an Wallners Absturzstelle?


    Aus meinem erweiterten Familienkreis gab es am 4.12.44 in Heilbronn ebenfalls Bombenopfer. Sie sind in der Nordbergstraße im Keller ihres Hauses erstickt. Sie sind in Brackenheim bestattet worden. Die Familie wollte nicht, dass Sie ins Massengrab in Heilbronn kommen. Ironischerweise konnte der Sohn der Familie als Jägerleitoffizier den Angriff auf dem Panoramaschirm der 1.Jagddivision mitverfolgen. Bei Familienfeiern war dies immer wieder unser beider Thema. Inzwischen ist er leider auch verstorben.


    Grüße, Uwe K.

    Hallo Dieter,

    aha - da hab ich etwas dazugelernt bzgl. dem Ort "Heiligenbronn". Man dankt.

    Woher stammt die Aussage vom "Ausstieg" von Morlock, sowie zum "Befehl von Wallner"?

    Im "KTB NJG 6" (Kock) steht dazu nichts.

    Gruß, Uwe K.

    Hallo Dieter,

    soweit korrekt. Wenn schon "Kennungen" und "serials" genant werden ... dann mach ich das nun komplett.

    Die Besatzung Wallner stürzte in der Ju 88 G-1, 711129, 2Z+AP ab.


    Der Geburts- und Endgrablageort Hohenwart von Kurt Morlock gehört zu Pforzheim - also Pforzheim-Hohenwart.

    Karl Schröter ist in Löwenberg, Schlsien, geboren.

    Und der Geburtsort von Ernst Wallner ist Heiligenbronn (nicht Heilbronn - wie oben geschrieben). Heiligenbronn gehört zu Schramberg (Schwarzwald), Krs. Rottweil.


    Gruß, Uwe K.

    Hallo,


    die Anzahl der Pflichtexemplare hängt von der jeweiligen Promotionsortnung (bei mir: Ingenieurwissenschaften, Uni Karlsruhe)..


    Ich musste vor rund 30 Jahren noch 60 Pflichtexemplare abliefern - das war zu dieser Zeit etwa die Anzahl der Uni- und Landes-Bibliotheken in Deutschland.

    Die Druckkosten wurden in meinem Fall vom Arbeitgeber übernommen. Werden die Kosten vom Kandidaten aufgebracht, können sie selbstverständlich als berufsbezogene Werbungskosten bei der Steuererklärung geltend gemacht werden.

    Wenn die Publikation über einen Verlag erfolgt, genügt die Bescheinigung des Verlags zur geplanten Veröffentlichung (d.h. das Manuskript liegt vollständig in druckfertiger Quaität vor).


    Der akademische Grad darf als Titel selbstverständlich erst nach komplett abgeschlossenem Verfahren geführt werden (Diss., mündl. Prüfung, Publikationsbescheinigung).

    Mit den notwendigen Bescheinigungen (auch der Uni-Bibliothek) konnte ich dann im Prüfungsamt die Urkunde(n) abholen.

    Das Originalzeugnis kann dann beim Einwohnermeldeamt vorgelegt werden, falls eine Namenserweiterung (Eintrag in Personalpapiere) gewünscht wird.


    Gruß, Uwe K.

    Moin Jafü,

    mit Neustadt/Weinstr. Ist der Fliegerhorst Lachen-Speyerdorf gemeint. Die Brüche linksrheinisch nördlich Worms bis Hunsrück-Höhenstraße wurden m.E. von Mainz-Finthen geborgen.

    Gruß, Uwe K.

    Hallo Tornado/Uwe,

    laut Kriegstagebuch NJG 6 (Werner Kock, Wittmund, 1996) wurde die Besatzung Wallner "beim Angriff auf einen Feindbomber im Raum Ludwigsburg abgeschossen".

    Der Bordschütze konnte abspringen, Wallner und die beiden Bordfunker kamen in der Ju 88 G-1 ums Leben.

    Die Besatzung wurde zunächst vermisst gemeldet, und per Nachtrag ins KTB am 6.12. der Absturz und Tod der 3 Männer nachgetragen. Der Aufschlag erfolgte an bereits genannter Stelle an der heutigen A81.

    Der Start der Gruppe erfolgte in Hall ab 19.15 Uhr, Wallner muss gleich mit als Erster gestartet sein. Um 19.30 Uhr meldete er noch den Abschuss einer Lancaster SSO von Heilbronn, als ersten Abschuss der Gruppe in dieser Nacht. Der eigene Absturz muss dann kurz darauf beim Angriff auf eine andere Lancaster erfolgt sein.

    Laut Landesarchiv BW (Liste der Kriegsgräber) ist Wallner auf dem Ehrenfriedhof Schwäbisch Hall bestattet worden.

    V. Grüße, Uwe K.


    P.S. Ich schreibe gerade von Unterwegs, per Smartphone. Habe hier nicht alle Daten und Unterlagen verfügbar.

    Guten Abend,

    WNr 7012 ist korrekt. Habe gerade in Kopie der Primärquelle noch mal nachgesehen.

    Beide Mitflieger von Ofw. Göbel sind als (Sch) eingetragen.

    (Bm) steht übrigens für Bordmechsniker.

    Uffz. Marggraf (in GQM fälschlicherweise Markgraf) war zunächst als verletzt gemeldet, dann mit Datum 6.4.41 als tot (verstorben) ergänzt.


    Achtung:

    der (F) war zwar als "Schüler" auf der C Schule geführt, war aber als vorheriger Absolvent der A/B Schule im Besitz des LF (Luftwaffe Flugzeugführerschein). Die C Schule führte weiter zum ELF (Erweiterter LF). Beides, LF und ELF gab es für Land- und Seeflugzeuge.

    Die Typberechtigungen, also die Berechtigung zum Fliegen eines bestimmten Flugzeugtyps/-Musters, wurde gesondert im LF bzw. ELF eingetragen und erforderte jeweils eine Typeinweisung.


    Gruß, Uwe K.

    Hallo Tornado1961/Uwe,


    kleine Korrektur zu deiner letzten Post:

    Der Fliegerhorst Hessental liegt bei Schwäbisch Hall, nicht bei Schwäbisch Gmünd. Das ist ein Unterschied!


    Der ehemalige Fliegerhorst und Mtt Endproduktionsstätte für die Me 262, wurde in den letzten Jahren zum "Adolf Würth Airport" ausgebaut, ICAO Code EDTY.


    Mit Fliegergruß, Uwe K.

    Guten Morgen,


    in den Gen.Qu-Verlustlisten "Schulen und Sonstige Verbände", BA-MA Freiburg, RL2 III/770, s.067 steht dazu unter

    der Lfd.Nr. 10 :


    1.4.1941, FFS C 5, Ju 52, 7012, 100%

    Fl.Pl. Neubrandenburg

    Fehlstart

    (F) Uffz. Marggraf, Fritz +

    (Sch) Gefr. Reinherdt, Helmut +

    (Bm) Ofw. Göbel, Wilhelm +


    Mehr habe ich nicht dazu.


    @ Willi52

    Mich interessieren die Personaldaten von Wilhelm Göbel, also Geburtsdatum und -ort, sowie die Grablage.

    Als Enkel wirst du ja über diese Daten verfügen.


    V. Grüße, Uwe K.

    Salü,


    Ltn. Heinrich Rudolph, Stab I./JG 11 wurde um 15.45 Uhr der Abschuss einer B-17 bei Daxweiler zugesprochen (BA-MA Microfilm).


    Der Ort passt also exakt. Der Haken an der Sache: die fragliche B-17 gehörte zur Angriffsgruppe Regensburg und war schon etwa 3 Stunden früher über dem Raum Koblenz - St.Goar - Mainz.


    Ltn. Rudolph hat also eine der B-17 abgeschossen mit Angriffsziel Schweinfurt. Diese überflog die fragliche Gegend im Zeitraum 15.15-15.45, die Regensburg Angriffsgruppe ca. 12.15-13.00, deutscher Zeit. Die von Rudolph abgeschossene Maschine gehörte folglich zur 91., 379. oder 381. BG, die ebenfalls Verluste im Radius von 50 km um Bingen hatten und die zur Angriffsgruppe Schweinfurt gehörten.


    Dies konnten die Abschuss-Auswerter der Luftwaffe mit damaligen Mitteln nicht wissen.


    Was Absturzort und -Zeit betrifft, kommt am wahrscheinlichsten eine Gruppe von Piloten der Jagdgruppe Süd (JG 50) in Betracht. Dieser Verband aus Wiesbaden-Erbenheim war in der fraglichen Zeit und Ort am Gegner und meldete insgesamt rund ein Dutzend Ab- und Herausschüsse.


    An den meisten Tagjäger Abschüssen waren in dieser Zeit sowieso mehrere Piloten beteiligt weil die Bewaffnung der eingesetzten Bf 109 und Fw 190 noch nicht stark genug war für die erforderliche Anzahl von 20 mm Treffern, die zum Absturz einer Fortress geführt hätte.


    Fraglich ist allerdings auch schon, ob die gefundenen Teile tatsächlich zur #42-30017 gehörten, denn im Raum Ingelheim gab es 1943-45 eine ganze Reihe von B-17 Abstürzen. Zur zweifelsfreien Identifikation bräuchte es schon einen Motor oder eines der cal. 50 MGs der B-17, denn deren Seriennummern sind überliefert.


    Zum Gruße, Uwe K.

    Guten Tag,

    Abschlüsse wurden am 17.8.43 von deutscher Seite von folgenden Verbänden gemeldet:

    Stab und I., II. und III./JG 1

    I. und II./JG 2

    I. und III./JG 3

    I., II. und III./JG 11

    I., II. und III./JG 26

    JGr. Süd Ob.d.L (JG 50)

    I./JG 104 und I./JG 106

    Mtt. Regensburg (Platzschutz)

    I. und II./NJG 1

    I., II. und III./NJG 101


    Entsprechend den Wrackfunden wurden die Abschlüsse dann einzelnen Flugzeugführern bzw. Besatzungen zugesprochen als Abschuss, Herausschuss oder Endgültige Vernichtung. Die Anerkennung basierte auf Ort und Uhrzeit der Meldung, sowie Fotobeweis (Schießkamera) und Zeugenaussagen (Luft, Boden).


    Bei dem Anerkennungsverfahren kam es - gerade bei solchen Massenluftschlachten wie am 17.8.43, zu FEHLERN. Wie auch Im Fall der #42-30017.


    Mehr dazu später.

    Gruß, Uwe K.

    Hallo Dieter,


    ja, Middlebrook beleuchtet das Ereignis in seinen Büchern stets von beiden Seiten.


    Weitere Referenzen:

    - Tony Wood, Luftwaffe Victory Claims List (Internet, zusammengestellt aus BA-MA Microfilmen)

    - Buchreihe J. Prien et.al.: Jagdfliegerverbände der Deutschen Luftwaffe 1934-45

    - J. Prien et.al.: Chroniken Jagdgeschwader, Hier relevant: JG 1/11 (Band 1 von 3), JG 3 (Bände zu Stab und I. bis III. Gruppen}, JG 27 (I. bis III. Gruppen)

    ¬ G. Aders: Jagdgeschwader 51

    - J. Priller und D. Caldwell, Chroniken zum JG 26.


    Dazu kommen noch die Ansprüche der Flak und der Nachtjäger im Tageinsatz.


    Viel Lesestoff.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo,

    aus einem Artikel der. ALLGEMEINEN Zeitung zitierend, erfolgte der Teilefund im ingelheimer Wald nahe dem Forsthaus Emmerichshütte. Das liegt zwischen Rheinböllen und Daxweiler, direkt an der A61.


    Zum Doppelangriff auf Regensburg und Schweinfurt am 1?. August 1943 gibt es zahlreich Literatur. Als Einstieg sei hier genannt:

    .Martin Middlebrook : The Schweinfurt-Regensburg Mission. (Erstausgabe 1983)


    V Grüße, Uwe K.