Posts by DR40eghs

    Hallo,


    es handelt sich um


    Major Helmut Peters, * 7.10.1910


    1942 war Peters Kommandeur der Erg.Gr./NJG 1, am 1.11.42 in III./NJ.Sch. 1 (Nachtjagdschule 1) umbenannt.


    Gruß, Uwe K.

    Hallo Dieter,

    wie Stefan korrekt schrieb: "Actio und Reactio"

    Seit der Invasion (Juni 44) wurden relativ ungezielt V1, später V2 auf England geschossen. An London konnte man trotz der Ungenauigkeit kaum vorbeitreffen.

    Gegen die V2 gab es keine Gegenwehr - die kam mit rund 6-facher Schallgeschwindigkeit, eine Flucht in Schutzräume war unmöglich, weil vor dem Einschlag nicht zu hören.


    Heute wenig im Bewußtsein der Allgemeinheit:

    - in der Nacht vom 19/20. April 1941 (Führers Geburtstagsgeschenk von der Luftwaffe) warfen 712 Flzg. der Lfl.2 und Lfl.3 in 2-3 Einsätzen jeder Gruppe, auf London.

    zwischen 21.15 – 04.15 Uhr; insgesamt 1026 to Spreng- und 153 to Brandbomben ab. Dies war allerdings der einzige 1000-to Angriff auf England, der der Luftwaffe während des 2.WK auf England gelang.

    Auch englische Städe wurden zwischen 1940 und 1944 nahezu ohne Pause bombardiert. Und dass die Luftwaffe auch 1940 nur militärische Ziele angriff, bzw. traf, war immer schon ein Gerücht.


    Die RAF hatte Ende 1944 die Maschinerie des Tötens aus der Luft fast zur Perfektion entwickelt.

    Insgesamt kann Europa froh sein, dass die A-Bombe erst im Juli 45 fertig wurde. Wie hätte der Gegner reagiert - mit C-Waffen (die Lager waren auf beiden Seiten voll damit). ?


    Mann darf nicht aufrechnen und auch ich denke jedes Jahr an die Luftkriegstoten in den europäischen Städten. Wie in Heilbron traf es u.a. Wuppertal, Hamburg, Kassel, Darmstadt ... und nach Heilbronn noch viele andere Städte, u.a. Freiburg, Pforzheim, Dresden, Chemnitz, usw. .Glaub mir - die entsprechenden Daten kenne ich ziemlich gut - und kann sie dir auswendig runterbeten.


    Nur um es ganz klarzustellen: ich finde jedes Zivilopfer unnötig und schlimm !


    Meine eigene Heimatstadt Stuttgart hat die vergleichsweise geringe Zahl an Luftkriegstoten nur den in Relation sehr guten Luftschutzeinrichtungen zu verdanken.

    Meine Mutter hat jeden Bombenangriff im Keller oder im Luftschutzstollen miterlebt und hatte Glück, dass die schweren Brummer weit genug (100 m) entfernt einschlugen. Meine Oma hat das Haus 3 mal gelöscht - die blieb immer im Keller.

    Als Kind habe ich während der frühen 60er in den letzten Bombenruinen in den Stuttgarter Vororten gespielt - und die letzten Spuren am Elternhaus bei der Generalsanierung in den 70er Jahren beseitigt.

    Und dass meine Verwandschaft ebenfalls Opfer in Heilbronn beklagte, habe ich schon an anderer Stelle geschrieben.

    Mein Vater hat die Flucht aus Ostpreußen als Kind erlebt - da gab es andere Gräuel.

    Trotzdem kenne ich niemanden aus der Familie, der Groll hegt, oder von "Schuld" spricht.


    Aber bei allem Unglück hat trotzdem niemand geschrieben, dass die toten Zivilisten ihr Schicksal selbst verschuldet hätten.

    Solche Fake-News sollte man nicht in die Welt setzen - weil es nicht der Wahrheit entspricht.

    Das tut auch der Reputation dieses Forums nicht gut.


    Habe fertig,

    Zum Gruße, Uwe K.

    Hallo Dieter,

    ich habe mir jetzt den Artikel in der "Stimme" 4 mal durchgelesen - und die Videodoku angesehen.

    Ich kann aber beim besten Willen nirgens - auch nicht sinngemäß - die Behauptung erkennen, dass die Helbronner Bevölkerung ES VERDIENT HAT "bestraft" zu werden.

    Das ist in meinen Augen von deiner Seite aus pure Polemik, indem du den Autoren einen moralisierenden Hintersinn unterstellst. Das kann ich nicht erkennen.

    Ich finde, dass der Artikel die Zusammenhänge sachlich darstellt - eine Wertung kann ich nicht erkennen. Die Video-Dokumentation enthält Ungenauigkeiten.

    Danke für den Link.

    MfG, Uwe K.

    Hallo "Silberfuchs",


    > Gleichzeitig diskriminiert die örtliche Journaille diese großteils unschuldigen Opfer, um Parallenen mit heutigen, missliebigen Zeitgenossen zu ziehen und legitimiert den Massenmord von Zivilisten

    > mit sinngemäßen Aussagen wie " sie haben es ja schließlich so verdient".


    Das möchte ich gerne selbst lesen.

    ich bitte daher um einen konkreten Quellennachweis (Link auf Zeitungsartikel, Scan eines Artikels mit nachwollziehbarem Quellennachweis).

    Ich bezweifle, dass eine solche Aussage veröffentlicht wurde.


    Danke und Gruß, Uwe K.

    Guten Tag,


    zum oben berichteten "Fund" auf dem ehemaligen Flugplatz Vechta muss ich auch noch meinen "Senf beitragen".


    Zunächst die bekannten historischen Fakten:

    - Es handelt sich um die Short Stirling, serial "R9247", code "AA-W", der 75 Squadron RAF, gestartet gegen 18 Uhr von der Air Station Newmarket.

    - Der Abschuss um 19:56 Uhr am Abend des 17.12.42 wurde dem Nachtjäger Hptm. Walter Milius von der 1./NJG 3 zuerkannt. Milius war zu diesem Zeitpunkt Staffelkapitän der 1.Staffel, später Kommandeur der I.Gruppe.

    - Milius erzielte insgesamt 8 Nachtjagdabschüsse, davon alleine 3 (!) am Abend des 17. Dez. 42. Die o.a. Stirling "AA-W" war die zweite davon.

    - Von den 7 Mann an Bord der Stirling überlebte niemand den Abschuss.Zu den Namen der 7 RAF Männer, siehe angefügtes Umbettungsprotokoll (Quelle: CWGC). Die weiteren persönlichen Daten der 7 Toten können der CWGC-Website entnommen werden.


    Zum aktuellen Fund:

    - Das Wrack und die 7 Gefallenen RAF-Angehörigen wurden selbstverständlich geborgen, die Toten (soweit auffindbar) zunächst auf dem "Russischen Friedhof" in Vechta erstbestattet, dann im Oktober 1947 auf die CWGC Kriegsgräberstätte nach Rheinberg umgebettet.

    - Wie damals üblich wurden alle sichtbaren, größeren Leichenteile eingesammelt und bestattet. Die Wrackteile wurden dem Wertstoffkreislauf der Kriegswirtschaft zugeführt. Kleinere Wrackteile, und darin "eingebettet" wohl auch noch Leichenteile, wurden oft in Bombentrichter wie sie auf Fliegerhorsten zu finden waren, verfüllt und mit Erdauswurf überdeckt.

    - Derlei Leichenteile und Kriegsrelikte (aus den letzten 2000 Jahren !) sind in ganz Europa aufzufinden. Dort wo es mehr Kampfhandlungen und Tote gab, häufiger.

    - Auch auf den Schlachtfeldern des 1. und 2.Wk, besonders in Frankreich, Belgien (Ypern), der ehemaligen Sowjetunion ..., usw., finden sich überall noch Relikte der letzten Kriege. Besonders wenn man mit heutigen technischen Möglichkeiten (Metallsonden, Bodenradar, Luftbildern) gezielt danach sucht.


    und:

    - Selbstverständlich sind alle ehemaligen Luftwaffen-Fliegerhorste in ihrer Gesamtheit als "Militärische Altlastverdachtsfläche" ausgewiesen, denn Flugplätze waren stets vorrangiges Ziel für feindl. Luftangriffe und willkommenes Ausweichziel.

    - Persönlich kann ich nur jedem raten, sich vor dem Kauf eines Grundstückes gründlich über Verdachtflächen zu informieren.


    Beste Grüße, Uwe K.

    Files

    Hallo,

    das sieht für mich wie ein Holzleitwerk und wie eine G-10 oder K-4 aus. Beides war im Sommer 44 noch nicht im Einsatz. Das Feld scheint auch nicht abgeernet, sondern sieht eher wie eine trockene Weide nach dem Winter aus,noch vor der Wachstumsperiode. Das Wrack kann natürlich über den ganzen Winter bereits dort gelegen haben. Die 2 Soldaten in "Montur" deuten aber auf ein Datum noch vor Kriegsende. Ich tippe auf Februar/März 45.

    Ist aber alle nur Spekulation.

    Gruße, Uwe K.

    Hallo Byron,


    die I. bis IV. Gruppe KG zbV 1 wurden im Mai 1943 in I. bis IV. Gruppe TG 1 (Transportgeschwader 1) umbenannt.

    Aus der 15./KG zbV 1 wurde die 15./TG 1.


    Wenn wir für Mai 1944 in der Literatur, Primärquellen, usw. nach dem St.K. der 15. Staffel suchen, dann finden wir mit dem Suchbegriff "KG zbV 1" nichts mehr, nur noch unter 15./TG 1.

    In den Verlustmeldungen des TG 1 ab Mai 44 bis Kriegsende habe ich den Namen nicht gefunden. Evtl. findest du den Namen in den deZeng-Offizierslisten (unter 15./TG 1).

    Die FB-Kopie ist mir zu klein und undeutlicht (mit Bildschirmzoom) um den Namen entziffern zu können.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo,


    > naheliegend ist der Ofw. als Bordschütze entweder für die beiden Seitenwaffen oder die Bola mitflog.


    Ofw. Häring war ja ausgebildeter Beobachter/Flugzeugführer mit jahrelanger Flugerfahrung bzw. Einsatz in der Ausbildung.

    Ich vermute, dass er bei dem Nachtflug als "Navigator" und zweiter Flugzeugführer zur Unterstützung von Fw. Hans Bourdon mitflog.

    Häring hatte eine EM der 10./KG 53, Pinkert, König und Vogel von der 11./KG 53. Bourdon war früher mal beim JG 26 (ebenfalls aus der EM).

    Zumindest Häring, Pinkert, König und Vogel kannten sich also schon vom KG 53.


    Was die Stationierung der verschiedenen Teilverbände des KG 4 angeht, lohnt sich ein Blick auf die Internetseite der tschechischen Forscherkollegen: http://www.vrtulnik.cz/ww2/protektorat-hk2.htm

    Dort wird berichtet, dass die 7. und 9./KG 4 erst am 10.4.45 von Österreich (Wels) nach Königgrätz verlegten. Die andereren Teile des KG 4 folgten.


    Davor werden von allen KG 4 Einheiten für das Beladen zu den Versorgungsflügen in die "Festungen" überwiegend die Flugplätze in Sachsen und im südöstlichen Brandenburg benützt (Klotzsche, Alt-Lönnewitz). Grund dafür ist einfach der, dass dort die Nachschublager und Logistik noch gerade so funktionierten. Die große Flucht der Lw-Einheiten nach Böhmen erfolgte erst, als die Fronten von beiden Seiten der Elbe näherrückten.


    Die genaue Dislozierung der Einheiten bzw. Einzelbesatzungen lässt sich eigentlich nur aus Flugbüchern rekonstruieren, wobei bei mir diese Quellenlage für 1945 beim KG 4 sehr dünn ist. Das KG 4 war bis jetzt aber noch nicht im Fokus meines speziellen Interesses, nachdem die ehem. III.Gruppe den Geschwaderverband mit ihren Ju 88 im Oktober 1940 verlassen hat und zur III./KG 30 wurde.


    Was zur Dislozierung des KG 4 in den bekannten Internetseiten von Michael Holm, deZeng - aber auch hier im "Lexikon" - für die Zeit Februar bis April 45 (einschl.) steht, genieße ich eher mit großer Vorsicht. Da schreibt Jeder von Jedem ab (Tschul'jung - aber es ist einfach so).


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo,


    > dem kurzen Gruppenbalken der Zweiten Gruppe

    und

    > in Betracht. Jg2, 4, 6, 51 und 300. Ich tippe auf das JG 51 oder noch passender auf 300


    (Rhetorische) Gegenfrage:

    Flog denn die II./JG 300 im Zeitraum ab Herbst 44 nicht nur Fw 190 (Sturmjäger Versionen)?

    Beim JG 300 finde ich die G-10 nur bei der I. (Stab, 1.-4.Staffel), III. (Stab, 9.-12. Staffel) und IV. Gruppe (Stab, 13.-16.St.).


    Die II./JG 4 flog auch die Fw 190 (Sturmjäger-Version). Das JG 4 mit Balken der II.Gruppe kommt also auch nicht in Frage.


    Die genannten WNr.-Blöcke 151xxx und 157xxx finde ich in den Verlusttabellen erst ab Feb. 45.

    Mit der Auslieferung an die Einsatzverbände dürfte daher ab Jahreswende 44/45 begonnen worden sein.

    Damit scheidet auch das JG 2 aus, denn das Geschwader flog im Feb 45 und später "reinrassig" Fw 190.

    Wegen des "Gruppenbalkens" und Datum ab Feb 45 schließe ich das JG 6 aus.


    Bei der II./JG 51 finde ich auch keine G-10 der Blöcke 151/157.


    Beim KG(J) 6 flog nur die I.Gruppe in Prag die G-10 aus den WNr.-Blöcken 490, 130, 150 und 151.

    Bei der II./KG(J) 6 finde ich in der Verlustliste nur K-4 der Blöcke 331/332. Daher schließe ich auch das KG(J) 6 aus.

    Zusätzlich zu den in der Liste genannten JGs und Merkmal "II.Gruppe" kommt noch in Frage: II./KG(J) 27.


    Letztgenannte Einheit wäre daher nach den geschilderten Merkmalen mein Favorit.


    Grüße, Uwe K.

    Hallo Steffen,


    die 3 Ju 52 gehörten zur 2. und 3. Staffel KGr. zbV 101.

    Alle 3 Maschinen gingen am 20.5.41 verloren.


    Die "KL" wurde bei Irkalion durch Flak abgeschossen, 2 Mann der Besatzung sind in Maleme endbestattet, 2 gelten als vermisst. Die beiden Maschinen der 2. Staffel (EK und GK) sind in der Verlustmeldung bei Ort und Ursache "unbekannt" angegeben, Feinflug Kreta. Allerdings sind von den 8 Mann der letzteren 2 Besatzungen 3 Mann in Maleme bestattet, 5 gelten als vermisst. Ich nehme daher an, dass beide Maschinen über der Suda-Bucht von Flak abgeschossen wurden und in die See stürzten.


    Du findest die Namen und sonstigen Flugzeugdaten auf Seite 261 im Buch von Byron Thesapsides: Die Deutsche Luftwaffe in Grichenland.


    Falls nicht bekannt:

    Das Buch (413 Seiten) ist in Deutsch geschrieben und enthält eine sehr umfassende Datensammlung zu den Lw-Einheiten in GR (Land und Seegebiet, einschl. Agäis-Inseln, Kreta), aufgelockert durch Original-Dokumente und Fotos. Das Buch behandelt neben den fliegenden Verbänden auch die Verbände der Flak, Ln-Einheiten und Fallschirmjäger. Byron ist auch hier im Forum vertreten !


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo DorGrufti und Mitforisten,


    die Mob.Nr. ist schon mal falsch, das kann so nicht stimmen. Ist das ein Test?

    Wenn die EM so an die WASt übermittelt wurde, schreiben die Sachbearbeiter klar zurück: "nicht gefunden", denn die entsprechende Liste "59730" existiert nicht (habe gerade extra noch mal im Höidal nachgeschlagen). Und wenn die Mitarbeiter genervt sind - was bei manchen Zuschriften sicher verständlich ist - dann sitzen sie weitere Anfragen aus und grinsen sich eins. Wie üblich macht der Ton die Musik.


    Die 59739 gehört zur 1./Erg.JGr. Ost, umbenannt in 1,/JGr. Ost, umbenannt in 1./EJG 1.

    Die 59740: 2./(Erg.)JGr. Ost => 10./EJG 1


    Ich nehme an, dass es sich um einen Ablesefehler für 59739 handelt. Die höchste mir bekannte EM für diese EM ist die "826". Das Feldgrab mit dieser EM (und Name !) ist im W.Girbig Buch "Die nicht zurückkehrten" abgebildet. Der Träger fiel am 17.3.45 bei Kalkar am Niederrhein und gehörte zur 1./JG 27.


    Ich schlage vor, wir setzen die Suche nach dem Träger mit 59739 / 824 fort.

    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo,

    > Alle drei hatten LK im Raum Prag Ruzye - Böhmen.

    Deshalb hab ich sie nicht aufgeführt - zu weit von Pretzsch entfernt.

    In meinem Beitrag ging es mir auch um Fhr. Moll vom JG 3 - der für das Grab vom 2.3.45 nicht in Frage kommt.


    Alleine für den 2.3.45 habe ich 139 Flugzeug-Verlustmeldungen, mit 53 Gefallenen, 20 Vermissten und 26 Verwundeten (Luftwaffe komplett).

    Die jetzt alle einzeln aufzuführen und zu diskutieren wäre wenig zielführend für die Eingangsfrage, nämlich das "Grab in Pretzsch".

    Zumindest die Verluste der JG 300 und 301 lassen sich ja in den Geschwaderchroniken von Lorant und Reschke gut nachlesen.


    MfG, Uwe K.

    Hallo Vonharzen, Nicco,


    je, es kam gelegentlich vor, dass (H)-Verbänden während Verlegungen kurzfristig eine Ju 52 - nebst Besatzung (!) - zur Verfügung gestellt wurde.

    Aber nur für 1-2 Tage.

    Im Kriegsstellennachweis (KStN) war das keinesfalls aufgeführt.


    Die Ju 52 erforderte in der Landversion zum Fliegen auch den "Erweiterten Luftwaffen Flugzeugführerschein Land" (ELF Land). Für die Seeversion der "ELF See".

    Die Hs 126 konnte man mit dem gewöhnlichen "Luftwaffen Flugzeugführerschein Land" (LF Land) fliegen, den die "H" Piloten im Normalfall hatten. Den ELF hatten sie nicht.


    Im Gegensatz zu den Fernaufklärern ( F-Staffeln). Die dort verwendeten Do 17 und später Ju 88 (gelegentlich auch He 111) erforderten auf jeden Fall den ELF (Land).


    Ich halte die Flugzeuganzahl "13", die Nicco oben aus dem KStN errechnet hat, für einen Tippfehler. Es müsste 12 heißen.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Nicco,


    > Gerät: 13 Flugzeuge (Aufklärer H), 2 2cm Flak 30, 35 Kfz, 17 Anhänger, 6 Krad (Beiwg.), 6 Fahrräder.

    Wieso 13 Flugzeuge?

    Normalerweise hatte eine Staffel laut KStN 12 Maschinen (9 + 3).


    Gruß, Uwe K.

    N'Abend,


    die 3.(F)/10 flog im Mai 1940 die Do 17 P mit 3 Mann Besatzung (Flugzeugführer, Beobachter, Bordfunker).

    Kennung: T1+_L

    Während des Westfeldzuges hatte die Staffel 5 Flugzeug-Totalverluste (12.5. / 18.5. / 2 x 20.5. / 26.5.) mit 3 Gefallenen, 2 Verletzten und 5 (vorübergehend) Kriegsgefangenen.


    Die Abkürzung "Art. Aufklärer" Steht meist für Artillerie-Aufklärer (Ziel-, Feuerleit- und Wirkungsaufklärung).


    Bei Interesse am Luftkriegsgeschehen im "Westen" (Benelux, Frankreich) während des "Sitzkrieges" (ab 3.9.39) bis Ende "Westfeldzug" (22.6.40) empfehle ich die Dokumentation:

    Peter Cornwell : The Battle of France - Then and Now. (After the Battle Verlag, 2008).


    Zum Gruße, Uwe K.

    Hallo,


    sorry wenn ich mich einmische, aber

    > Kriegsgefangenschaft: Keine Unterlagenam 26.06.1945 von einer britischen Entlassungsstelle registriertletzter Truppenteil (vermutlich eigene Angabe):

    > Flughafen-Betriebskompanie der 11. Staffel Kampfgeschwader 4.


    Aber das kann so nicht stimmen. Entweder 11. Staffel KG 4 - oder Fl.H-Betriebskompanie (eines Flugplatzes). Eine Fl.H.-Betriebskompanie war keiner fliegenden Staffel unterstellt, sondorn gehörte zum Flugplatz bzw. -hafen, und diente zur Aufrechterhaltung des allgemeinen Flugbetriebes (Tankstelle, Fahrtdienst, usw.). Diese hatten mit den Flugzeugen der stationierten fliegenden Verbände nichts zu tun.


    Die fliegenden Gruppen und Staffeln hatten eigenes, einzelnen oder mehreren Flugzeugen zugeteiltes technisches Bodenpersonal (Flugzeug- und Motorenwarte). Diese hielten die Flugzeuge "in Schuss".

    Zusätzlich waren den Geschwadern noch Flugbetriebskompanien (FBK) zugeteilt. Bei Kriegsbeginn hatte z.B. ein Kampfgeschwader typischerweise 6 FBK, dies wurde etwa ab Jan. 1943 auf 3 FBK verringert - Personalstraffung.


    "Die Hauptaufgabe der Flugbetriebskompanien (FBK) war die Wartung und Reparatur aller Flugzeuge für die übergeordnete Einheit. Die FBK waren den Gruppen der Fliegenden Einheiten der Luftwaffe angegliedert, einschl. Kampfgeschwader, Sturzkampfgeschwader, Zerstörergeschwader, sowie verschiedenen Aufklärungs- und Transportverbände. Die FBK waren vollmotorisiert, bestanden aus etwa 150 Soldaten und waren in 4 Züge - 3 Betriebszüge und 1 Werkstattzug – gegliedert. Die FBK folgten den zugeordneten Stammeinheiten (Gruppen) zu den verschiedenen Standorten."


    Die o.a. Einheit kann so nicht stimmen - da wurden verschiedene Begriff in einen Sack geworfen und kräftig durchgeschüttelt. Nur kommt dabei keine sinnvolle Gesamtbezeichnung heraus.

    Es ist also müßig, über das KG 4 zu diskutieren.


    Gruß, Uwe K.

    Hallo Karin,


    > Um deine Verwirrung zu vergrößern, habe ich den Bordfunkerschein (Außen und Innen) für Dich fotografiert.

    Nein im Gegenteil - jetzt ist meine Welt wieder in Ordnung!


    Denn in deinem Dateianhang "PapasAufzeichnungen.pdf" hast du die Ausstellung des Bf-Scheines und Unterschrift von Major Babekuhl auf den 13.8.1943 datiert. Das Datum in 1943 passte nicht in meine Vorstellungswelt.

    Auf dem Bf-Schein steht aber klar lesbar der 13.8.1942 - also ein ganzes Jahr früher! Und dieses Datum fällt nun genau in die Dienstzeit von Babekul als Kdr. der BFS 7 in Radom - und er war auch noch Major.

    Nun passt es.


    Bitte tu dir selbst einen Gefallen und ändere das Datum in der Mil.-Biographie ab - sonst führt es immer wieder zu Verwirrungen.


    Gruß, Uwe K.


    P.S.:

    ich habe jetzt noch das letzte(3.) Bild betrachtet. Dort steht als Datum der nächstfälligen Verlängerung der 13.8.43. Das ist aber nicht das Ausstellungsdatum - sondern die Gültigkeitsdauer. Jeweils für ein Jahr (ab dem 13.8.42)