Posts by DR40eghs

    Guten Morgen,


    versuche es bei der Suche in Fold3 doch mal mit der "serial" #43-38648 .

    Die Maschine ist notgelandet (Bauchlandung), nur gering beschädigt.

    Die MACR # lautet: 12578

    Einheit: 486.BG / 835.BS

    Pilot: Lt. William Wiley

    alle 9 Insassen haben überlebt, alle kriegsgefangen (PoW).

    Und: nein - ich habe den MACR nicht heruntergeladen bzw. verfügbar.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo zusammen,


    ich versuche mal mitzuraten.

    Aus den obigen Beiträgen / Indizien / Bildinhalt und Text (ADLER):

    - Dienstgrad Oberfeldwebel (Ofw.)

    - Nachname beginnt mit "H"

    - Vorname evtl. Paul

    - Evtl. Angehöriger einer Aufklärungsstaffel/-gruppe (Frontflugspange für Aufklärer)

    - Ostfront

    - Zeitraum: Frühjahr/Sommer 1942 (nicht im Winter 41/42 ... kein Schnee auf den Bildern - die Soldaten sind nicht in Winterbekleidung)

    - Flugzeugführer

    - vom Abschuss zurückgekehrt - daher evtl. zuvor in Gen.-Qu.-Meldung vermisst gemeldet


    Alle Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein !


    Mittels "data mining" schlage ich vor:


    17.5.42, 2.(H)/AGr. 12, Hs 126, 3200, 100%, F

    Rshew (Raum)

    Absturz infolge eigenem Flakbeschuss

    (F) Ofw. Hofmann, Paul [vermisst gemeldet und zurückgekehrt]

    (B) Oblt. Lux, Siegfried [gefangen]


    In einem Russisch-sprachigen Forum gibt es auch ein Bild, das Oblt. Lux izwischen Rote Armee Soldaten während der Vernehmung zeigt (Anm.: nein ich kann kein Russisch - aber ich kann G....e-Übersetzer !)


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo Michael und Holger,


    ich glaube, dass hier bei den vermeintlichen "He 177" eine Verwechslung stattfand, und zwar mit der Henschel Hs 130 .( siehe Bild und Beschreibung )

    In den Verlustmeldungen der "Schulen und Sonstige Verbände" (BA-MA Freiburg, RL 2 III/780, seite 174, Meldedatum 22.9.1944) wurden am 5.9.44 zwei Hs 130 durch Tiefangriff zerstört gemeldet.

    Allerdings nicht auf dem Fl.Pl. Göppingen, sondern auf dem Fl.H. Echterdingen (Stuttgart). Halter dieser Hs 130 war die Daimler Benz AG, die in Echterdingen (und Nellingen) ihr Flugmotoren Versuchsprogramm durchführte.

    Dazu gehörte auch noch eine Ju 87, ebenfalls Echterdingen und Daimler Benz.

    Weiterhin wurden in Echterdingen je eine Do 217 und eine Hs 123 durch Tiefangriff zerstört, Halter war hier die Fa. Heinkel.


    Schaut man sich nun den gesamten Encounter report der 343.FS/55.FG für den 5.9.44 an, so ergibt sich ein anderes Bild als wenn nur die Meldungen zu Göppingen gelistet sind:

    1/Lt. William H. Allen (343rd FS) - (5)Trainer destroyed (air) N/Goppingen

    1/Lt. Richard D. Bartlett (343rd FS) - (2)He-111 destroyed (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Richard D. Bartlett (343rd FS) - Me-110 destroyed (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Richard D. Bartlett (343rd FS) - Me-109 damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Richard D. Bartlett (343rd FS) (.5)Glider damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Floyd A. Blair (343rd FS) - He-177 destroyed (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Floyd A. Blair (343rd FS) - u/i a/c damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Floyd A. Blair (343rd FS) - (.5) Ju-52 damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Paul S. Dripps (343rd FS) - He-111 destroyed (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Paul S. Dripps (343rd FS) - (2)He-111 damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    2/Lt. Ted E. Hoffman (343rd FS) - (4)Trainer destroyed (air) N/Goppingen

    1/Lt. Maynard R. King (343rd FS) - Ju-87 destroyed (ground) Goppingen

    1/Lt. Maynard R. King (343rd FS) - Me-110 damaged (ground) Goppingen

    2/Lt. Floyd C. Lawrence Jr. (343rd FS) - He-111 destroyed (ground) Stuttgart/Echterdingen

    2/Lt. Gus D. Leslie (343rd FS) - Ju-52 destroyed (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. William H. Lewis (343rd FS) - (5)Trainer destroyed (air) N/Goppingen

    Capt. Douglas A. Parker (343rd FS) - (.5)Ju-52 damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    Capt. Douglas A. Parker (343rd FS) - (.5)Glider damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. William R. Perez (343rd FS) - Trainer destroyed (air) N/Goppingen

    1/Lt. William K. Pope (343rd FS) - (2)He-177 damaged (ground) Goppingen

    1/Lt. Paul R. Porter (343rd FS) - (2)He-111 damaged (ground) Stuttgart/Echterdingen

    1/Lt. Wayne E. Rosenoff (343rd FS) - He-111 destroyed (ground) Stuttgary/Echterdingen

    1/Lt. Wayne E. Rosenoff (343rd FS) - He-111 damaged (ground) Stuttgary/Echterdingen

    1/Lt. Wayne E. Rosenoff (343rd FS) - Me-410 damaged (ground) Stuttgary/Echterdingen

    Quelle: Encounter Reports


    In der Liste sieht man, dass als Ort des Tiefangriffs überwiegend Echterdingen genannt wird (eigentlich war es normalerweise nur EIN Überflug/Angriff - denn mehr ging wegen der Flak nicht) - was auch mit der Lw-Verlustmeldung übereinstimmt. Achtung - beim Encounter Report handelt es sich nur um einen ersten Tagesbericht. Eine Auswertung der Ansprüche nach Zeugenberichten und Schießkamera-Sequenzen ("gun camera") hat zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht stattgefunden.


    Die Abschüsse der Schulmaschinen (air) fanden tatsächlich im Raum Göppingen statt: in der Lw-Meldung: je eine Bü 181 und eine Bü 181 der FFS A 116 mit Totalschaden abgeschossen, und eine Bü 181 mit 15% Schaden notgelandet.


    Und: Ich denke, dass hier im Encounter report ein Fehler vorliegt bei der geographischen Zuordnung und den 2 "He 177" beim Tiefangriff von 1Lt Pope vorliegt (der Staffelschreiber war verwirrt durch die vielen Angaben !).

    Der Tiefangriff der 343.FS/55.FG fand in Echterdingen statt.

    In Böblingen fand parallel dazu noch ein weiterer Tiefangriff der 38.FS/55.FG statt (siehe obigen Link -> Encounter reports).


    Wenn man nur bei den Tiefangriffen (damaged/dstroyed on ground) aus "Goppingen" -> "Echterdingen" macht - und aus He 177 -> Hs 130,

    dann passen US-Zerstörungsmeldungen und Luftwaffe-Verlustmeldungen zusammen.


    Servus, Uw K.

    Hallo Thilo und "Avia ../h.",


    also ...

    > ... gefallen (Unfall?),

    Ja, es handelte sich um einen Verlegungsflug nach Lübeck-Blankensee, kein Einsatz.

    Die III./KG 200 war im Januar 45 durch Umbenennung aus der I./SG 5 entstanden (Kommandeur: Major Helmut Viedebantt).


    Schmidt gehörte zur 9./KG 200, das Flugzeug trug die Kennung "<< + ", war also die Kommandeursmaschine der III./KG 200 (Stab III./KG 200).

    Zusammen mit Schmidt flog im "Gepäckraum" der Fw 190 sein 1. Wart, Uffz. Uve Dethlefs (kein Vertipper - tatsächlich Uve - nicht Uwe, ich weiß wie sich mein Vorname schreibt !).


    > flog er eine Fw 190F-8/R14, das wäre eine ziemlich seltene Variante des Schlachtflugzeuges, nämlich mit ETC für Torpedoabwurf!!

    Kann ich nicht beurteilen - ich habe die Maschine lediglich als "F-8" in der Datenbasis.


    > Im Buch von Geoffrey J. Thomas und ‎Barry Ketley ist "Dimbesen" angegeben, wo immer das sein mag.

    der Absturzort ist Dibbersen (Nordheide), nördl. Buchholz (Quelle: Alsdorf, ELBE, s.79).


    V. Grüße, Uwe K.

    Guten Tag Herr. Rudolf (KINZINGER),


    > eine gewisse "Ignoranz" kann ich Dir nicht absprechen,

    genau sowas hatte ich erwartet.

    Auf diesen persönlichen Angriff gehe ich nicht weiter ein.


    Und ja, die Stichworte:

    - eigene Unterkünfte

    - vormilitärische Ausbildung

    - ausgedehnte Sportanlagen

    - segelfliegerische Ausbildung

    hatte ich gelesen und zu Kenntnis genommen.

    Sorry -ich neige halt dazu, ausschweifende und allgemein gehaltene Texte auf die für mich wesentlichen Punkte zusammenzufassen und zu verdichten, falls mir das für eine aktuelle Diskussion geboten scheint.


    Ich habe mir eigentlich mehr Detailinformation erwartet zum Punkt "vormilitärische Ausbildung" und zum Dienstplan (Tagesablauf) an der Fl.T.VS im Allgemeinen.

    In Anbetracht der damaligen 48-Stunden Woche, die ja auch für die Lehrlinge im Ausbildungsbetrieb galt, kann ja für die o.a. Zusatzinhalte nicht so viel Zeit und/oder Energie übrig geblieben sein.


    Mit vorzüglicher Hochachtung, Uwe K.

    Hallo Petra,


    vielen Dank für das Einstellen der Verpflichtungserklärung,

    Das ist für mich das wichtige Bindeglied zur Rolle der Fl.T.Vorschule.


    Ich bin jetzt keine Experte für das Deutsche Vertragsrecht vor 1949. Große Teile des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) wie wir es heute kennen basiert aber auf dem "Code Napoleon" und ist seit dem frühen 19. Jahrhundert in Gebrauch (dem Sinne nach, einzelne Paragraphen sind anders nummeriert und umformuliert).


    Ich stelle aber mal in Sachen "Verpflichtungserklärung" fest - ohne konkrete juristische Einschätzung und Gesetzeszitate:

    - als die Verpflichtungserklärung unterschrieben wurde, war der Onkel noch 13 Jahre alt - also in keiner Weise geschäftsfähig außer zum Bareinkauf von Dingen des täglichen Bedarfs (z.B. Gummibärchen beim Kiosk).

    - die Eltern (Erziehungsberechtigte) können den Sohn rechtlich zu nichts verpflichten, was ihn in der Zeit ab der Volljährigkeit in irgendeiner Weise bindet.


    Alleine dieser Schrieb hätte ihn nicht verpflichtet - es ist lediglich eine Absichtserklärung.

    Er hätte zum gegebenen Zeitpunkt (nach Eintritt der alleinigen Geschäftsfähigkeit) eine neue Verpflichtung - in eigenem Namen - unterschreiben müssen. Die Eltern können ihn maximal bis zum Eintritt der Volljährigkeit rechtlich binden.

    Wie das aber in der "Praxis" ablief (also nicht vor Gericht), kann ich mir gut vorstellen - da wird "Druck" aufgebaut


    Was nun tatsächlich in der Fl.T.Vorschule den lieben langen Tag gemacht wurde (was lief da drin ab?) erschließt sich mir immer noch nicht. Denn das ganze theoretische und praktische Handwerkszeug zur beruflichen Ausbildung haben die Jungs ja im Heinkel Werk vermittelt bekommen. Das Ganze unter Aufsicht und geprüft durch die Handwerkskammer Rostock.


    Also: was GENAU passierte in der mil. Vorschule ?

    Im Moment stelle ich mir das wie ein militärisches Voksinternat vor - wobei aber der gesamte fachlich/berufliche Unterricht extern (im Aubildungsbetrieb) stattfindet. Was bleibt dann noch?

    - Kasernen-/Internatsleben für Jugendliche (Bettenbauen, Putzen) - aber ohne Wacheschieben und scharfe Waffen (K.98)

    - staatsbürgerlicher Unterricht

    - vormiltärische Ausbildung (Waffenkunde, KK-Schießen, taktische Spielereien, "Drill", Pfadfinderspiele)

    - Sport / körperliche Ertüchtigung

    oder was ?


    V. Grüße, Uwe

    Hallo Petra,


    ich begreife nun was dich "umtreibt" - es geht dir hier vor allem um das Dreiecksverhältnis "Azubi" - Fliegerische Vorschule - Ausbildungsbetrieb.


    Dazu muss man wissen:

    - die Ernst Heinkel Flugzeugwerke waren neben Junkers und Messerschmitt der größte Rüstungsbetrieb für Militärflugzeuge im damaligen Deutschland. Gut - es gab da noch Focker-Wulf, Henschel, Fieseler, ..., usw.

    - schon vor dem Krieg wurden die ursprünglich privaten Firmen in die Machtstrukturen des RLM (Reichsluftfahrtministerium, Berlin) eingegliedert und die ursprünglichen Eigentümer weitgehend entmachtet und gleichgeschaltet. Gleiches galt für die Firmenleitungen (Geschäftsführung). Dafür wurden die Firmen großzügig mit Staatskrediten versorgt, ausgebaut, mit Rüstungsaufträgen versorgt - und in den Kriegsjahren mit Arbeitskräften (u.a. "Fremdarbeiter"/Zwangsarbeiter) versorgt.

    - die großen Rüstungsfirmen sollten u.a. nicht mehr untereinander konkurrieren und sich dem vom RLM gewünschten Rüstungsprogramm komplett unterwerfen.

    - das betraf dann wohl auch die Rekrutierung von "Azubis" (Facharbeiternachwwuchs) und deren zukünftige Bindung an die Wehrmacht (die Luftwaffe gehörte dazu), besonders nach Abschluss der Ausbildung.

    - die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, hier als Metallflugzeugbauer, erfolgte (so vermute ich) an der Fliegertechnischen-Vorschule.(Fl.T.VS). Dabei spielten wohl nicht nur die kognitiven und physischen Talente eine Rolle, sondern auch gewisse weltanschauliche Kriterien.

    - Welche weiteren Verpflichtungen zwischen Azubi (deinem Onkel) und der Schule über die Ausbildungszeit hinaus abgeschlossen werden mussten, wie z.B. Verpflichtung über eine gewissen Dienstzeit bei der Luftwaffe oder in der Rüstungsindustrie (und entsprechenden Verzicht auf Arbeitnehmer-Freizügkeit, freie Wahl des Wohnortes und des Arbeitgebers), entzieht sich meinen Kenntnissen. Dazu müsste es noch weitere Verträge (Dienstverpflichtung) zwischen Fl.T.VS und deinem Onkel, bzw. dessen Eltern geben. Anm.: als 14-jähriger ist man ja juristisch noch ein Kind - der Erziehungsberechtigte unterschreibt !

    - die eigentliche handwerkliche und fachliche Ausbildung fand definitiv im Heinkel Werk (Marienehe) statt

    - die Räumlichkeiten der Fl.T.VS boten wohl auch die Unterkunft für die Lehrlinge - ein militärisches Lehrlingswohnheim

    - gleichzeitig unterwarfen sich die Lehrlinge durch diese Vertragskonstruktion der militärischen Disziplinargewlt - soweit das jurustisch für unter 17-jährige (= gesetzliche Wehrpflicht) möglich war.


    Um den Beruf des Metallflugzeugbauers und was man dabei so lernt bzw. können muss, scheint es dir dabei gar nicht zu gehen. Auch gut - dann spare ich mir Schreibarbeit. Ist ja auch zu technisch.


    Mit freundlichen Grüßen, Uwe K.

    Guten Morgen Rudolf,


    ok - ich habe meine Bemerkung zum Zweck der "Fliegertechnischen Vorschulen" zu sehr komprimiert - du hast das ja an anderer Stelle schon ausführlich beschrieben (siehe dein Link auf das Thema, oben in Beitrag #3). Nun zitiere ich mal aus dem Thema:


    "Wie viele Aktivitäten des NS-Regimes im Jugendbereich diente auch die Schaffung

    dieser Schulen letztendlich dazu, die Faszination von Fliegen und Technik zu nutzen,

    um dem Regime linientreue Gefolgsleute zu schaffen und das Potential der Jugendlichen

    bestmöglich für die Kriegsführung zu nutzen."


    und:


    "Umbenennung in Ausbildungsheime der Flieger-HJ unter gleichzeitiger Unterstellung unter die Reichsjugendführung."


    Das sagt eigentlich Alles.

    Ergänzend dazu, nun wieder meine Worte:

    An den "Fliegertechnischen Schulen" der Luftwaffe (nicht an den Vorschulen - sondern den Schulen) wird das technische Bodenpersonal der Staffeltrupps und der Flughafenbetriebskompanien (FBK) aus- bzw. weitergebildet. Als Vorausbildung brachten die Schüler in der Regel mit:

    - abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Beruf (Schlosser, Mechaniker, Elektriker, ...), die aber aus fachfremden Industrie- bzw. Gewerbesparten kamen (Handwerksbetriebe, Maschinenbau, Fahrzeugbau, ...).

    - abgeschlossene militärische Grundausbildung, einschl. Vereidigung


    Die Tätigkeiten die an den Fliegertechnischen Schulen ausgebildet wurden:

    - Motorwart (Flugzeug)

    - Flugzeugwart (Flugzeugzelle, -fahrwerk)

    - Flugzeugelektriker (Instrumentierung, Flugzeugelektrik - außer Funk)

    - Flugzeugschlosser

    - Waffenwart (Bordwaffen, Bomben)

    - zusätzlich Flugzeug-Sattler, -tischler, -maler.

    - Flugzeug- und Motorenprüfer


    Achtung: Funkgerätewarte wurden an den Luftnachrichtenschulen (Ln.-Schulen) ausgebildet.


    Und dies typischerweise schon spezialisiert für bestimmte Flugzeugmuster oder Motorbaureihen.

    Von den "Fliegertechnischen Schulen" erfolgte in der Regel die direkte Versetzung zu den Fliegende Verbänden bzw. zu den Fliegerhost-Betriebskompanien und Flugzeugwerften.


    Im Gegensatz zu den Vorschulen qualifizierte die Vorschule NICHT für eine direkte Verwendung im technischen Dienst.

    An den Vorschulen stand - es handelt sich ja um 14-/15-jährige (!) - die Indoktrinierung für das NS-Regime und die Erziehung für die NS-Volksgemeinschaft (einschl. Rassentheorie, politischer Unterricht, Geschichts- und politischer Unterricht im Sinne des NS-Regimes) im Vordergrund. Das Ganze natürlich verpackt in für die Jugendlichen interessanten Umgang mit Flugzeugen und Technik.


    Mehr kann und will ich dazu nicht schreiben.


    MfG, Uwe K.


    Guten Abend Dieter,


    das ist ein sehr detailliertes Suchziel.

    Konkret geht es ja darum, den einen Flug aus den vielen Millionen Flügen der Luftwaffe herauszufinden.

    Und wenn die Kennung, Datum und Flugroute bekannt sind, dann natürlich auch der Pilot.


    Gib mir bitte ein paar Tage Zeit - denn ich muss dazu in meinem "Netzwerk" nach ganz speziellen Flugbüchern (I. und II./KG 4) suchen, die genau in dieser Periode und bei diesem Kommando aktiv waren.

    Vielleicht habe ich ja Glück - zumindest kann ich mal an den richtigen Stellen nachfragen bzw. suchen. Auf jeden Fall muss ich hierzu dokumentarisch "aufrüsten".


    Das "Drehkreuz" für Verwundetenflüge war eigentlich Agram (Pleso).

    Fünfkirchen (Pécs, Ungarn) wurde im Nov. 44 selbst schon Frontflugplatz (u.a.: SG 10). Am 28.11.44 sprengte dort die II./SG 10 ihre nicht flugfähigen Fw 190 und rückte ab.

    Von dort wurden eher Verwundete abgeholt als hingebracht.

    Ich bin mir also jetzt schon (noch ohne das "richtige" Flugbuch) sicher, dass dein Vater von Skolpje nach Agram-Pleso geflogen wurde.

    Agram-Pleso - das ist der heutige Internationale Flughafen von Zagreb (Airport "Franjo Tuđman Zagreb", IATA-Code: ZAG, ICAO-Code: LDZA), da kannst du per Linie hinfliegen, die Augen schließen und dir vorstellen: "Hier war Papa vor 75 Jahren !").


    Die oben beigefügte Doppelseite aus der KG 4 Chronik enthält leichte Fehler bzw. ist ausbaufähig. Dies kann ich ("on-the-fly") jetzt schon mal etwas vertiefen bzw. klarstellen.


    Hptm. Johannes Schumm ist seit dem 21.10.44 vermisst (5J+GP).

    Im Artikel liest es sich (für mich), dass "sein" Beobachter, Ltn. Walter Dörfer, mit Schumm zusammen auf dem gleichen Flug verloren ging.

    Das ist aber nicht richtig: Ltn. Dörfer ist seit dem 24.10.44 vermisst (5J+CM). Beide Maschinen sind bei Griechenland-/Ägäis-Einsatzen nicht zurückgekehrt bzw. am Ziel angekommen - beide sind bis heute vermisst (der Verlustraum +/- 30 km ist aber bekannt).,

    Das im Artikel angesprochene Ereignis mit 4 Flugzeugverlusten innerhalb einer Nacht bei Agram - waren viel eher Ju 52 (TG 1 und 4), am 25.10.44, und keine He 111 des KG 4.


    An den Flügen von/nach Agram-Pleso waren auch noch die IV./TG 1 (Ju 52), die I./TG 4 (Ju 52) und He 111 de III./KG 27 beteiligt.

    Am 9.11.44 ging z.B. eine Ju 52 der 16./TG 1 auf der Strecke Skolpje-Agram verloren (1Z+KQ).


    Die Griechischen Inseln wurden sogar noch bis in den April 1945 hinein angeflogen (Agram - Kreta/Rhodos, direkt für Post- bzw. Versorgungsflüge)., da gibt es noch eine Bruchlandung auf Kos am 28.4.45.


    Ok ... das ist für den Moment alles, was ich ohne tiefere Recherchen bzw. ohne externe Unterstützung, quasi mit "Bordmitteln" bzw. ad-hoc, schreiben kann.


    Gute Nacht, Uwe K.

    Hallo Petra,


    zunächst eine kleine Korrektur zu

    > Dann sofort zum Volkssturm eingezogen. Dann wieder die Information 6.5.1945 aus Gefangenschaft entlassen.

    Auf dem beigefügten Entlassungsschein steht als Entlassungsdatum der -> 6. Juni 45 - NICHT der 6. Mai.

    Dies nur, damit sich in deinen Aufzeichnungen zur Familiengeschichte kein Fehler einschleicht.

    Korrekte Datumsangaben erleichtern auch weitere Nachforschungen und das Auffinden von Archivalien, chronologischen Aufzeichnungen, usw. .


    Ausbildung, Ernst Heinkel AG, Rostock-Marienehe

    Die meiste Zeit dürfte dein Onkel ja in der Lehrwerkstatt des Heinkel Hauptwerkes in Rostock-Marienehe (heutiger Bercih des "Neptun Dreiecks") verbracht haben - und dort trotz der "schlimmen Zeit" viel für seinen späteren Berufsweg gelernt haben. Ist zu den Ernst Heinkel Werken schon die Wiki.-Einstiegsseite bekannt?

    Falls nicht, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Heinkel_Flugzeugwerke


    Darin findet sich auch eine kurze Passage zum Abriss der sog. "Heinkel Mauer" 2018, die bis zum Abriss unter Denkmalschutz stand.

    Die Ziegelsteinmauer war eine Seitenwand der damaligen zentralen Lehrwerkstatt - hinter der Mauer verbrachte dein Onkel also einen guten Teil seiner Zeit in Rostock.

    Im Wiki-Artikel findest du auch einen Hinweis auf vertiefende Literatur zu den Heinkel-Werken (z.B. von Volker Koos).

    In der bekannten Internet-Suchmaschine findest du unter den Suchbekriffen (beide Worte eintippen !): Heinkel Marienehe

    auch zahlreiche Links zu Zeitungsartikeln bzw. Internet-Beiträgen - sowie in der Bildsuch u.a. Luftaufnahmen vom Werksgelände in Rostock.

    Im Werk Marienehe wurden u.a. über 5600 Bomber He 111 gefertigt, rund 150 Nachtjäger He 219 "Uhu", oder die 15 Proteotypen bzw. die A-0 Kleinserie der He 177. (ohe Gewähr !).


    Zweck der Fliegertechnischen Vorschule

    bin ich mir nicht so sicher. Es dürfte sich hier wohl um eine Art paramilitärisches Begleitprogramm (als HJ-Ersatz) zur Lehrlingsausbildung gehandelt haben.

    Denn die technische Ausbildung ("Berufsschule") fand ja bei Heinkel statt.


    Volkssturm, Gefangenschaft

    Der Entlassungsschein lässt auf eine Gefangennahme (Internierung) in der britischen Zone (Schleswig-Holstein) schließen.

    Hier galt ja schon ab 4. Mai 45 die Teilkapitulation und es wurde nicht mehr geschossen - auch wenn es noch zu unschönen und unnötigen Gewaltakten kam.

    Dass dein Onkel in größere Kampfhandlungen verwickelt war, bezweifle ich eher. Ich vermute das eher den Einsatz im Objektschutz und bei der Annäherung der roten Armee das Abrücken zu den Briten.

    Einen wirklichen Kampfwert besaßen die 16-jährigen "Milchgesichter" ja nicht.


    Ok .. ich hoffe, dass sich noch weitere Ansatzpunkte zur Vertiefung deiner Familiengeschichte finden,


    Mit herzlichen Grüßen, Uwe K.

    Hallo Dieter,


    > Ps. Eine persönliche Sache, kennst Du einen Fachmann für das KG 4?


    Dr. Karl Gundelach,

    - Autor der KG 4 Geschwaderchronik,

    - Autor von "Die Deutsche Luftwaffe im Mittelmeer 1940-45" (2 Bände)

    - selbst Angehöriger des KG 4

    ist ja leider schon verstorben (er war Jahrgang 1914).


    Und

    - Ein etwas entfernterer Verwandter von mir wurde 1940 als Angehöriger des KG 4 über England abgeschossen und verbrachte den Rest des Krieges in Gefangenschaft.

    - Der Schwiegervater meines Fluglehrers (und Nachbarn) erflog sich beim KG 4 zwischen 1940 und 42 das DKiG - wir haben gelegentlich über ihn gesprochen und ich kenne einige unveröffentlichte Details über ihn und seine Fliegerei beim KG 4.

    Daher habe ich eine gewisse "Affinität" zum KG 4.


    Was möchtest du den wissen - wo drückt der Schuh?


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Dieter,

    > Uwe, liegen Dir die von Dir erwähnten Unterlagen unmittelbar des Gen.-Qu vor? Würdest Du sie mir überlassen oder mir die z.B. NARA-Quelle nennen?


    Ohje - das sind die Momente in denen ich bereue... aber dir kann (in diesem Fall ... ich habe gute Laune) geholfen werden.

    Nur zur Info: Für eine solche "Aktion" sitze ich jeweils rund 30 Minuten oder mehr am Rechner - das Verfassen der Antwort hier im FdW nicht eingerechnet (zu tun: heraussuchen der richtigen Seite, Screen Dump, in Bildbearbeitung kopieren, den passenden Ausschnitt extrahieren, Bild bearbeiten, als jpg speichern - wenn Datei zu groß zum Hochladen die Bildbearbeitung von vorne ...).


    Wenn ich dir nur die Quelle nenne - dann viel Spaß. Die Gen.Qu.-Verlustmeldungen der Luftwaffe umfassen insgesamt (Einsatzverbände und Schulen/Sonstige-Einheiten) rund 10.500 Seiten mit 10-40 Einträgen pro Seite - und zwar nicht in rein chronologischer Folge. Manche Verluste wurden erst 18 Monate später nachgetragen - manche nie. Da wärst du gut beschäftigt mit Suchen ...


    Also da liefere ich doch besser den passenden Ausschnitt - dann hast du was davon.


    Ich hoffe, dass du nicht enttäuscht bist - aber dort (GQM-Verlustmeldungen) stehen tatsächlich nur 2 Zeilen - die Originalmeldung und die Berichtigung.

    Mir dient die "Einzeiler" - falls mein Interesse geweckt ist - jeweils als Einstieg in tiefere Quellenforschung (WASt, VdK, DRK, Nat.Archive Kew, Literatur).


    Ok ... anbei die Ergebnisse meiner +30 Minuten Bildbearbeitung + 15 Min. Meldung tippen.


    Noch zur Quelle - das ist vielleicht von allgemeinem Interesse:

    - die gesamten Gen.Qu.-Meldungen stehen inzwischen auf dem FTP-Server von John Calvin als PDF-Dateien zur Verfügung - allerdings "nur" die Frontverbände. Die Schulen und Sonstigen Verbände gibt es nur in Freibug (wahlweise als Kopie, Mikrofiche, oder Digitalisiert via SELKE).

    - John hat das aber nicht aus der NARA - sondern es handelt sich um eine Kopie der Dateien aus dem IWM (Imperial War Museum, London). Das IWM bietet die Dateien seit rund 10 Jahren auf CD an.
    Die IWM-Version stammt aus Mikrofilm-Kopien, die kurz nach Kriegsende angefertigt wurden.

    - Die Originale liegen (inzwischen wieder) im BA-MA in Freiburg - als A3-Blätter in überwiegend guter Qualität. Die Microfiche Kopien aus dem BA-MA sind deutlich besser als die IWM-Dateien (Bildschärfe, Ausleuchtung).

    - Das gesamte Verlustjahr 1944 fehlt in den GenQu.-Meldungen der "Verbände" (Fronteiheiten). Die Verlusttabellen in der Literatur sind für 1944 ausschließlich aus den Namentlichen Verlustmeldungen (WASt/D-D) rekonstruiert. Dies sind aber nicht öffentlich zugänglich (seit der Zeit nach der "Ende") - denn darin stehen auch Hinweise auf Verletzungen, Krankheiten - und die Adressen des nächsten Angehörigen - hier greift der Datenschutz.


    Meine eigene Kopie stammt noch aus der Zeit, bevor das IWM die Dateien "vermarktet" hat.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo Dieter,


    Ltn. Henkemeier wurde schon am 7.9.41 abgeschossen.

    Die Eroberung von Ösel (Unternehmen "Beowulf") fand im Zeitraum 13.-27.9.41 statt. Sein Abschuss hat also keinen direkten Bezug zu dem Landeunternehmen und den Bodenkämpfen. Er war in den Gen.Qu.-Meldungen vom 9.9. zunächst vermisst gemeldet, was dann in der Meldung vom 16.10.41 in "gefallen" berichtigt wurde.

    Am gleichen Tag wie Henkemeier wurde im Seegebiet vor Ösel noch eine Ju 88 (2./806) abgeschossen - hier gab es 4 Tote.


    Im Zeitraum 13.-27.9. gab es aber durchaus noch weitere Verluste der Luftwaffe, und zwar noch weitere Ju 88 der KGr. 806 und eine der K.Fl.Gr. 906, sowie mindestens 2 Bf 110 der So.St.(GS), sowie ein Hs 126 Aufklärer. Bei allen Verlusten gab es Tote.


    Ich gehe davon aus, dass nach der Besetzung der Insel von Wehrmachtsseite alle aufgefundenen Flugzeugwracks untersucht und Gräber zunächst exhumiert wurden. Die Graböffnung erfolgte zur Identitätsklärung und zur Feststellung der Todesursache. Die Erkenntnisse zu Ltn. Henkemeier sollten eigentlich in den Offiziersakten der WASt bzw. im Bundesarchiv dokumentiert sein.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo,


    nach Gen.Qu. Verlustmeldung war Ltn. Henkemeier am 7.9.41 Angehöriger der Erg.Gr./JG 54.
    (Ergänzungsgruppe, Jagdgeschwader 54).


    Er wurde bei Kuressaare (Insel Oesel) durch Flak abgeschossen und wurde "Gefallen" gemeldet - nicht vermisst.

    Nach Verlust (bzw. Befreiung - je nach Standpunkt) der Insel Ösel wurden die damaligen Gräber unkenntlich gemacht, daher war eine namentliche Umbettung auf die zentrale Kriegsgräberstätte in späteren Jahren nicht mehr möglich - ohne erneute Identifizierung der sterblichen Überreste.


    Zum JG 54 gibt es da noch die Geschwaderchronik

    Hans-Ekkehard Bob, Jagdgeschwader 54: Die Piloten mit den grünen Herzen. (Helios Verlag, 2011)


    MfG, Uwe K.

    Hallo Frank,


    > laut seinem Flugbuch ist er mit DT IN vom 5.2. bis 10.2. 43 geflogen.


    Genau. Richtig! Am 10.2.43 flog er die DT+IN. Und das war der Flug bei dem er abgeschossen wurde.

    Und eben das war der Inhalt meiner kleinen Korrektur. Du hattest zuvor in Beitrag #15 geschrieben, dass er an dem Tag mit der "DT+IV" unterwegs gewesen sei. Das war falsch - und das habe ich verbessert. Lies bitte nach. Steht alles "oben".

    Nach dem 10.2.43 konnte er ja die "IN" nicht mehr fliegen, denn die hatte er ja am 10.2. bereits "versenkt".


    Stimmt - alles deutlich lesbar.8)


    Mit Fliegergruß, Uwe K.

    Hallo Ambrosius

    kann ich versuchen, nur sein Gesundheitszustand ist nicht mehr der beste, immerhin ist er vor 2 Monaten 100 geworden. Dein Opas Name taucht auch nicht in seinem Flugbuch auf! Am 10.2.43 startete er von Tunis aus und hatte er eine "Notwasserung im Mittelmeer" mit der Me323 DT + IV. Dies ist die einzigste "Bemerkung" in diesem Zeitraum.


    Viele Grüße

    Frank

    Hallo Frank,


    Uffz. Jörg Kleinschmager wurde am 10.2.43 in der Me 323 "DT+IN" (WNr. 1214) abgeschossen (nicht DT+IV). Die "IV" (WNr. 1222) ging am 22.3.44 verloren (Motorbrand beim Start, Warschau-Okecie).


    Was den doppelten Knöchelbruch von Kurt Baumgart betrifft, so tippe ich mal auf eine Verletzung beim Bombenangriff auf den Flugplatz Trapani-Milo am 10.5.43. Neben vielen anderen Flugzeugen (+ Lw-Personal) wurde dabei auch eine Me 323 (WNr. 1247) der I./TG 5 vernichtet. Vielleicht ist er zu Beginn des Angriffs in Panik von der Tragfläche der Me 323 gesprungen (Wartungsarbeien an den Motoren)?

    Das Me 323 "Massaker" am 22.4.43 liegt für zeitlich zu lange vor der Verlegung von Trapani nach Neapel.


    Frage an "Ambrosius": welchen beruflichen Hintergrund hatte Kurt Baumgart bevor er 1942 einberufen wurde?

    Hatte er "viele" Kinder? Kinderreichtum und technischer Beruf würden erklären, wieso er so lange uk gestellt war. Ein technischer Beruf würde auch zum Einsatz beim Bodenpersonal bei der Luftwaffe passen.


    Der Tip mit der Suche in der "Namentlichen Verlustmeldung" in den Akten der I./TG 5 (bzw. I./KG zbV 323) ist richtig. Dort findet sich am Ehestehn die Lösung zur Verletzungs-Geschichte.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo Rolf,

    > Interessanterweise habe ich auch eine Hülse gefunden, die abgefeuert wurde. In der NVM steht als Ursache "Baumberührung", wie Uwe schreibt.

    NEIN !!!

    Das habe ich sicherlich NICHT geschrieben.


    Bei Ullrich steht in der "Namentlichen Verlustmeldung" zur Ursache nichts ("Ursache: unbekannt").

    Und bei Damm steht zur Ursache "Rückentrudeln". Die Beiden sind auf einem Blatt NVM ("Namentliche Verlustmeldung") aufgelistet.


    Die Details zu den geflogenen Flugzeugen stehen in der NVM wie in der Prien-Chronik.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo Jochen,


    ich habe natürlich ebenfalls die JG 53 Chronik von J. Prien und kann daher deinen Beitrag gut nachvollziehen.

    Punktuell weichen die Angaben in der Chronik von der NVM ab, ohne dass Prien dafür eine Quelle benennt.


    Für den Absturz von Damm z.B. steht in der Chronik - wie von dir korrekt zitiert - als Ursache "Baumberührung".

    In der NVM hingegegen steht: "Rückentrudeln".


    Es lohnt fürs JG 53 übrigens auch, die sogenannten "Strichlisten" (summarische Verlustmeldungen, Materialverluste), hier BA-MA, RL 2 III/853, mit den Verlustangaben 1944 in der Chronik zu vergleichen. Ein "Aha-Effekt" ist garantiert. Insbesonders passen dann die Verluste zu den "Credits in Air-to-Air-Combat" in Frank Olynyks US-Abschusslisten (für diese Begegnungen).


    Viele Grüße, Uwe

    Hallo Jochen,


    ich habe gerade in die "Namentliche Verlustmeldung" (NVM) zu Fhr. Walter ULLRICH gesehen - dort schreibt er sich mit "Doppel-L".

    Die restlichen Angaben aus deinem Beitrag stimmen (fast) mit der NVM überein

    In der NVM steht zur Absturzursache: "Unbekannt".

    Woher stammt deine Info: "Baumberührung" ?


    Falls Jochen Prien den Namen - wie von dir genannt - mit einem "L" geschrieben hat, dann ist ihm ein Tippfehler unterlaufen.

    Oder er hat es absichtlich falsch geschrieben - eine nette und durchaus übliche Methode um "Abschreiber" zu entlarven.


    Mit besten Grüßen, Uwe K.