Posts by DR40eghs

    N'Abend,


    Oberst v. Obernitz starb als Mitflieger/Fluggast/Co-Pilot in einer Bf 108 "Taifun" der 4./Erg.NAGr. Bromberg (Erganzungs-Nahaufklärungsgruppe). Die Maschine wurde von Oblt. Richard Kritzler (4./Erg.NAGr.) geflogen, der den Absturz ebenfalls nicht überlebte. (Quelle: WASt, Namentliche Verlustmeldungen)


    Oberst v. Obernitz war zum Todeszeitpunkt Kommandeur der Erg.FAGr. (Ergänzungs Fernaufklärungsgruppe).


    Viel Grüße, Uwe K.

    Hallo Rolf,


    ich habe heute die Zeit gefunden, einen Suchlauf über die Daten zu deiner Frage bzgl. der LW-Angehörigen laufen zu lassen.

    An VERMISSTEN habe ich seitens fliegendem Personal
    kapp über 22.000 Vermisste

    bei Feineinsätzen, Frontflügen, Flugunfällen bei Ausbildungen (Schulen und Endausbildung bei Ersatzgruppen/-staffeln) und bei Routineflügen (z.B. Verlegungen, Flüge ohne Feindauftrag)

    .

    Darin enthalten sind zu einem geringen Prozentsatz:

    - Fluggäste von Heer und LW-Stäben, mitfliegendes Bodenpersonal

    - Fliegendes Personal das z.B. nach feindl. Bombenangriffen vermisst gemeldet wurde


    Nicht erfasst/enthalten sind bei Transportflügen vermisste Insassen von Fallschirm-/Luftlandeeinheiten, oder bei Evakuierungsflügen mitfliegende Heeressoldaten (Stichwort: Stalingrad, oder Evakuierung von sogen. "Festungen" an dar Ostfront 1945). Diese Opfer habe ich namentlich nicht erfasst bzw. diese sind in den verwendeten Quellen nicht enthalten. Dazu müsste man sich durch die NVM der gesamten Wehrmacht durcharbeiten - und dann fehlen immer noch die Vermissten der Endphase (April/Mai 45).

    - bei der Luftwaffe gibt es beim Fliegenden Personal ebenfalls Lücken aus der Endphase.

    - Ebenso sind nicht bei den Vermissten erfasst, sondern bei den Gefallenen, die nachträglich für tot erklärten Flieger


    Die Zahl +22.000 beim Fliegenden Personal erscheint zunächst hoch, aber ein hoher Prozentsatz ist tatsächlich bei

    - Einsätzen über See (Nord- und Ostsee, Ärmelkanal, Biscaya und Atlantik, Nordmeer/Eismeer/Nordatlantik, usw.) vermisst

    - An der Ostfront oder über Afrika und über feindlichem Gebiet vermisst/verschollen

    - überraschend hoch ist auch der Anteil von Vermissten an der Invasionsfront. Wobei diese wohl zu einem hohen Prozentsatz als "unbekannt" begraben wurden und auf Kriegsgräberstätten ind Frankreich bestattet sind.


    Dem Gegenüber stehen bei Fliegenden Personal

    rund 47500 Gefallene, zumeist mit bekannter Grablage.

    Zusammen sind das rund 70000 Gefallene und Vermisste.

    Dies sind die Zahlen für den Zeitraum 1.9.1939 bis 9.5.1945 (+ ein paar Tage) an allen Fronten und für alle fliegenden Verbände.

    Die noch fehlenden Namen/Daten dürften nach meiner Schätzung im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen (Lücken für Schulverbände 1939/40 und für alle Verbände für April/Mai 45).


    Die Basisdaten stammen aus Literatur, eigenen Recherchen in Gen.Qu-Meldungen und den NVM (Namentliche Verlustmeldungen, WASt.) und Austausch mit befreundeten Gleichgesinnten.


    Selbstverständlich ist der Einsatzraum und Verbandszugehörigkeit und zumeist sind auch die Flugzeugdaten bekannt (letzteres, mit Ausnahmen, ab Herbst 1940 weitestgehend bekannt. Für 1944 bei den Einsatzverbänden und bis einschl. März 45 vorhanden soweit Flugzeugdaten in NVM vermerkt). Bekanntlich sind die Gen.Qu.-Meldungen der Einsatzverbände für 1944 verschollen, also sind die Daten aus den NVM weitgehend rekonstruiert - soweit der Verband diese notiert hat.


    Eine Internet-Liste zu den vermissten Angehörigen der Jagdfliegerverbände der Luftwaffe findest Du bei Eric Mombeek unter dem Link:

    http://www.luftwaffe.be/links-…chwaders-mia-pilot-lists/

    , sortiert nach Geschwaderzugehörigkeit.


    Weitere Gefallene und Vermisste findest Du, sortiert nach Verbänden, auf den Listen des "Denkmalprojekt" unter:

    http://www.denkmalprojekt.org/covers_vl/vl_wk2_index.htm

    (enthält keine Flugzeugdaten, teilweise aus frühen Geschwaderchroniken abgetippt und in Teilen korrekturbedürftig. Z.B. bei den "Bodenplatte"-Verlusten hat John Manrho einige Verluste aufgearbeitet und geklärt). Die Vermissten musst Du aus den Listen "herauspulen".

    Diese Listen auf den "Denkmalprojekt"-Seiten stammen - mit Ausnahme der Seeflieger - aus Buchpublikationen. Die meisten dieser Geschwaderchroniken dürften aber bereits in deinem Buchschrank stehen.


    Beste Grüße, Uwe K.

    Guten Abend,


    hab ich überlesen um wen es eigentlich geht?

    Ich denke, dass es sich um


    Uffz. Werner Engelhardt (* 14.7.1920, Nürnberg) handelt.


    Er wurde am 7.4.1944 gegen 17:45 etwa 25 km SW von Pescara/Italien (gemeldet: Pl.Qu. 33 664) von Flak abgeschossen (Bf 109 G-6, 26129, weiße 7). Engelhardt konnte abspringen und geriet in Gefangenschaft.

    Auftrag bei diesem Einsatz war Begleitschutz für Fw 190 Schlatflieger des SG 4 mit Ziel Palombaro


    Das war an diesem Tag der einzige Verlust der 4./II./JG 77.

    Einheit und Datum sind ja im Wehrpass in Beitrag #7 aufgeführt als letzter Eintrag zur Truppenzugehörigkeit, also dürfte das passen.


    Alle Beiträge haben den Namen des Wehrpassinhabers bisher tunlichst vermieden.

    Gibt es dafür einen speziellen Grund? Versteckspiel?


    Mit vorzüglicher Hochachtung, Uwe K.

    Guten Abend Ulf,


    welche der von Dominik genannten Online-Quellen sind - betreffend Oblt. Seegers - an welcher Stelle genau nachweisbar falsch?

    Du scheinst hier über detaillierte Informationen zu verfügen, die Du uns nicht vorenthalten solltest.

    Bitte mal "Butter bei die Fische".


    Dnk und Gruß, Uwe K.

    N'Abend,


    @ Alex:

    Mühlbacher war am 30.4.44 Feldwebel und der Flugzeugführer der C 445

    Ofw. Kappus war Bordwart (Bw)

    Die Beiden haben die Caudron alleine überführt.

    Als Ursache genannt ist: "Absturz infolge Schlechtwetter"


    @ Hans:

    > könnte das die RC+QA Wnr. 9049/320 sein?

    Computer sagt: Nein

    Es war die C 445, WNr. 0650 (Quelle: Gen.Qu. Verluste bei "Schulen und sonstige Verbände, 9.5.44, Lfd.Nr: 25, Luftflotte Reich)


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo Dirk,


    ja natürlich. Die 4-köpfige Besatzung (Ju 52, 2803) ist mit Grabkarteikarten vollständig bei den Mormonen gelistet.

    Nur ist das halt nicht jener Willi Brandt, der als Sonderführer (PK-Kompanie x) beim KG 40 die Urkunde und den Orden erhalten hat - und damit "off topic".


    Beste Grüße, Uwe K.

    N'Abend Dieter,


    aller guten Dinge sind Drei.


    Mit dem Todesdatum und Identität von Max Grzanna dürftest Du Recht haben, es war die Nacht 25./26. Juli 1944, als die RAF den zweiten der drei im Juli 1944 aufeinander folgenden Großangriffe (24./25, 25./26. und 28./29.7.44) gegen meine Geburtsstadt Stuttgart flog. Feldwebel Grzanna flog bei seinem letzten Einsatz als Bordschütze bei der 5./NJG 6 (Echterdingen). Die Ju 88 G-1, 712403, 2Z+SN, stürzte zwischen Rouffach und Gueberschwihr im Elsass, am Ostrand der Vogesen, ab. Da die gesamte Besatzung (außer Fw. Grzanna noch (F) Ofhr. Heinrich Geißler und (Bf) Uffz. Max Finsterwald) beim Absturz ums Leben kam, lässt sich die Ursache nicht mehr so eindeutig nachvollziehen. Abschuss durch Fernnachjäger, Abwehrfeuer eines Bombers, ein technischer Defekt oder ein Flugfehler? Alles ist möglich.


    Der Absturzort liegt Luftlinie gute 40 km westlich von Freiburg/Breisgau (die Angabe "westlich FR" ist also reichlich unspezifisch!).

    Grzanna trug eine EM der 1./Erg.Kampfgruppe (Quedlinburg) (Mob.: 53576), das passt zur Zeit 1940/41 und zu einer Einsatzkarriere beim KG.76.


    Und falls das noch von Interesse ist:

    - er wurde am 21.10.1941 bei der 9./KG 76 durch Flakbeschuss verwundet. Dabei ist kein Flugzeugverlust/-schaden gemeldet. Es war wohl eine Flak-Splitterverletzung, denn es ist ein reiner Personalverlust angezeigt. Ein Ort ist nicht angegeben, die Gruppe (III./76) flog aber im Oktober 41 von Orscha-Süd aus Einsätze im Mittelabschnitt der Ostfront (Luftflotte 2).


    Zum Gruße, Uwe K.

    a) KG.40: F-S Bronze für einen Sonderführer (Z) Wilhelm Brandt vom 09.05.41, I./ KG.40 - Unterschrift: Hptm. u. GrpKdr. "Fligel"?


    zu a) Ancestry: "Willi" Brandt Fw +22.07.43 Sardinien 11./ TG 2 (Grablage unbekannt) ! Eine Übereinstimmung mit "Wilhelm" Brandt konnte ich wegen

    des fehlenden Geburtstages nicht herstellen, es ist also eine Annahme von mir.

    Hallo Dieter,


    ich noch mal ...

    Ich fürchte, dass deine Annahme nicht passt.


    - ein Sonderführer entspricht einem Leutnant und hier handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen PK-Mann (Kriegsberichter), der als "Ballast" (aus Sicht der Besatzung) zur Berichterstattung an diversen Feindflügen teilgenommen hat und sich deswegen die FF-Sp.-Bronze "erflogen" hat.

    - besagter Willi Brandt der 11./TG 2 (+ 22.7.43) war Feldwebel und Flugzeugführer der bei Sardinien abgeschossenen Ju 52.

    - Der Sonderführer hätte dann innerhalb kurzer Zeit eine komplette Flugzeugführerausbildung, einschl. der C-Schule für "mehrmotorige, schwere Kampfflugzeuge" (ELF-Schein der Luftwaffe) absolvieren müssen um Ju 52 fliegen zu können/dürfen, - um dann nachher mit niedrigerem Dienstgrad bei den Transportfliegern zu landen?

    - beim Volksbund erhalte ich 70 (!) Treffer für Gefallene mit dem Namen "Willi Brandt". Ich habe mir allerdings nicht die Mühe gemacht, darunter nach Sonderführern zu suchen

    - der spätere SPD-Bundeskanzler war es definitiv auch nicht - der hatte eine komplett andere Vita, schrieb sich im Vornamen mit "y" und hieß eigentlich Herbert Frahm (nicht ganz ernsthaft gemeint)


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Dieter,


    jeweils zum betreffenden Zeitpunkt galt:

    Gruppenkommandeur der I./KG 40 war Hptm. Fritz Fliegel (RK, +18.7.41, posthum Major)

    Kommodore des KG 76 war Obstlt. Dr. Ernst Bormann (RK, EL; schon Wk.I Fliegertruppe, später noch Gen.Major, *1897, + 1960)


    Zu beiden könnte man natürlich noch viel mehr schreiben.


    V. Grüße, Uwe K.

    Guten Tag zusammen.

    In Bezug auf einen Nachlass habe ich unter Anderem das Fliegerbuch von Willi Hertelt erhalten.

    Er war der Bordschütze und hat den Absturz zusammen mit Georg Fengler überlebt.

    Der Absturzort dürfte Dostrup bei Vejen gewesen sein.

    Grüß Gott,


    wir nähern uns den Fakten. Jetzt muss noch das R an die richtige Stelle im Ortsnamen.


    Es handelt sich um Drostup, ca. 4,5 km nördlich Vejen, in Dänemark. Datum war die Nacht 15./16. Februar 1944 (RAF Angriff auf Berlin).

    Die Besatzung gehörte zum Gruppenstab IV./NJG 1 und flog die Bf 110 G-4, 720083, G9+GE (100% Schaden).

    Fengler war zu diesem Zeitpunkt der Gruppenadjudant der IV./NJG 1 (Leeuwarden/NL).


    Besatzung:

    (F) Ltn. Fengler, Georg

    (Bf) Uffz. Meissner, Alfred

    (Bw) Uffz. Hertelt, Willi


    Alle drei wurden leicht verletzt.


    Mit Grüßen, Uwe K.

    N'Abend,


    anbei dazu die Kopie der Namentlichen Verlustmeldung (Originalquelle WASt., Zeitraum vor 1989, daher im Original keine Schwärzungen).

    Sorry, aber die künstlerischen Verzierungen sind m.E. aus diversen Gründen notwendig.


    Daraus ersichtlich:

    - Günther Heinzel war zum Absturzzeitpunkt Feldwebel, er wurde erst posthum zum Leutnant befördert

    - Der Absturz erfolgte bei einem "Nachthöhenflug (Bakenflug)"

    - Die restlichen Angaben sind mit den o.a. identisch


    Mit Fliegergruß, Uwe K.

    @ Uwe: Ist dir bekannt, welchen Flugauftrag die Maschine hatte?

    Guten Tag Roland,

    Uwe .... wer ist da jetzt gemeint?

    Ich unterschreibe hier im FdW immer mit "Uwe K." (K. ist die Initiale meines Familiennamens) weil eine Reihe von MItforisten den gleichen Vornamen haben, u.a. der Themeninitiator.

    Schöne Grüße, Uwe K.

    Hallo Stefan, liebe Mitforisten,


    für Helmut Singewald (Beitrag #13) steht auf der Grabkarte unter Dienstgrad: Fu. - also Funker

    Die automatische Worterkennung in Ancestry hat das ebenfalls falsch gelesen und daraus ein "Fw" gemacht.

    Liest Du die Gräberkarten auch - oder übernimmst Du unbesehen den indizierten Schrott der Mormonen?


    Jetzt sind es schon 22 potentielle Insassen.

    Ich gebe zu Bedenken, dass es für jedes Flugzeug eine Zulassung für die Maximalzahl der Insassen gibt - genau wie für Straßenfahrzeuge (PKW, Busse).

    Das gilt heute - und war bei der Luftwaffe nicht anders.

    Es mag vorkommen, dass man als Flugzeugführer (und Cheffe - egal welche Dienstgrade da gerne mitfliegen möchten!) da mal eine Ausnahme macht und es auf die eigene Kappe nimmt - ich denke da an die Evakuierungsflüge aus dem Kessel Stalingrad oder ähnliche Gegebenheiten.

    Aber im Normalfall wohl eher nicht. Gerade bei Militärs hält man sich besser in die Vorschriften, wenn man seine Fluglizenz behalten will und nicht als Infanterist enden möchte.

    Also - 22 sind für eine Ju 52 wohl deutlich zu viel. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die einander auf dem Schoß gesessen sind (was auch verboten wäre - dafür sind die Gurte nicht gemacht - und freifliegende Passagiere im "Ballastraum" in Turbulenzen sind für die Flugsicherheit auch nicht unbedingt zuträglich).


    Auffällig ist auch die Ansammlung der Namen mit "von und zu" unter den Offizieren der Pz.Aufkl.Abt. 122 und 22. Da hat wohl der Herr Major Taysen einen Club "verarmter Deutscher Landadel" gegründet bzw. um sich versammelt. Ich lächle in mich hinein ... alte Kavallerie halt.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo,


    > Es starben bei diesem Absturz von der Besatzung ...

    Der (BS) Uffz. Otto Jäckel

    wurde bei dem Absturz der Ju.52 "nur" verletzt, hat also überlebt..


    > und weitere 6 Offiziere und 17 Soldaten. ...

    die Ju.52 hatte Platz für 14 Fluggäste.


    Noch ein schöner Sonntag, Uwe K.

    Moin,


    > vielen Dank für die Information. Wie kommst Du darauf, das die EKM zur 3./KGr. 100 gehört

    das passt schon. Siehe Mob.Nr.-Tabelle in: ISBN 3-93153-353-2

    In der Datensammlung (Lw-Verlustdatensammlung, privat) gibt es noch weiter Angehörige dieser Staffel mit dieser Mob.-Nr..


    Gruß, Uwe K.