Posts by DR40eghs

    Hallo Jörg,


    insgesamt starben bei dem Tagesangriff der 8.USAAF am 9. August 44:

    - 39 Deutsche (31 m, 8 w) und 106 Ausländer ("Fremdarbeiter")

    weiterhin wurden verletzt

    - 125 Deutsche (73 m, 46 w, 6 Kinder) und 176 Ausländer/"Fremdarbeiter" (175 m, 1 w)


    Quelle: Erich Lacker: Zielort Karlsruhe.

    Hier ist die 2., erweiterte Auflage mit dem Bildanhang aus dem Fotoarchiv von Manfred Koch zu empfehlen.


    Wie alle Kriegsgräber in Baden-Württemberg, sind auch die Karlsruher Friedhöfe digitalisiert:

    https://www2.landesarchiv-bw.d…002&anzeigeKlassi=002.007


    Leider, aus meiner Sicht, schildert die o.a. Dokumentation das Luftkriegsgeschehen mit "Zielort Karlsruhe" fast ausschließlich aus ziviler Sicht (Bombenschäden an Gebäuden und Infrastruktur, Opfer unter der Bevölkerung und der Garnison Karlsruhe). Alles was sich militärisch in der Luft abspielte, wird in der Dokumentation nur oberflächlich behandelt. Hier ist auf die Spezialliteratur zu verweisen.


    Der Zielpunkt für den Bombenteppich am 9.8.44 auf das Ausweichziel Karlsruhe waren die "marchalling yards" - die Gleisanlagen des Rangierbahnhofes und der Hauptbahnhof. Das Ziel wurde relativ genau getroffen, was auch die hohe Zahl der Reichsbahnbediensteten unter den Opfern bestätigt.


    Am Angriff auf Karsruhe war eine "combat-box" mit 48 Viermot beteiligt, von denen 7 von der USAAF als Verlust zu verbuchen war. 41 warfen ihre Bomben über Karlsruhe ab. Weitere Ziele dieses Tages und des gleichen Einfluges (Bomberstrom) der Amerikaner waren: Ulm, Sindelfingen (Daimler-Benz), Saarbrücken, Pirmasens. Insgesamt verlor das 8. Bomber Command bei dieser "Mission 533" 18 4-mot Bomber. Auf Karlsruhe wurden dabei 117,5 tons Bomben (90 t Spreng, 27,5 t Brandbomben) geworfen.


    V. Grüße, Uwe K.

    Moin Manni,

    deine weiteren Fragen:

    1) Das RLM bzw. die WASt führte einen gesonderte Aktenbestand mit Vermisstenfällen der Fliegertruppe. Die 14386 ist die laufende Nummer in dieser Datei. Also die Fallnummer zum schnellen Auffinden der Akten im Archiv. Der Eintrag stammt noch aus Kriegszeit.

    2) Der Eintrag unter Friedensgebührnisstelle lautet: Fl.H.Kdtr. Sorau

    Also: Flughafenkommandantur Sorau

    Das war die im Heimatgebiet zuständige Dienststelle. Ähnlich den heutigen Kreiswehrersatzämtern.

    3) Todeserklärung erfolgte auf Antrag. Z.b. falls die Witwe wieder heiraten wollte. Bis dahin (1955) kehrten ja auch noch Kriegsgefangene heim. Oder es hatte mit Versorgungsansprüchen (Witwenrente) oder Erbfällen zu tun.

    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Uwe,

    als ich ihn mal zwecks eines Flugbuchtausches angeschrieben hab, da hab leider ich bis heute noch keine Antwort bekommen.:(


    Viele Grüße

    Frank

    Hallo Frank,


    der Flugbuchsammler bzw. -auswerter und Webmaster der gemeinsamen Website ist Andreas Zapf, der Junior von Jürgen.

    Andreas ist gelegentlich auch hier im FdW aktiv (azapf1972). Wegen der Fliegerhorst-Buchreihe muss man sich an JÜRGEN wenden.


    Am Samstag habe ich mich in Speyer länger mit beiden unterhalten - wir kennen uns ja seit einigen Jahren.

    Ich habe Jürgen dabei kurz nach den Quellen zum Kartenmaterial, speziell zu den Flugplätzen in den neuen Bundesländern befragt. Mit folgendem Ergebnis:

    - viele der Karten und sonstigen Infos kam direkt aus den Beständen der Bundeswehr und NVA, kurz nach der Wende bzw. "Wiedervereinigung"

    - Kartenmaterial stammt u.a. vom MGFA (Miltärgeschichtliche Forschungsamt der Bundeswehr)


    Dazu muss man wissen:

    - Jürgen war Berufsoffzier bei der Bundesluftwaffe

    - kurz nach der Wende war er dienstlich mit der Frage befasst, welche ex NVA- (ab 1990) und Sowjet-Fliegerhorste (nach deren Abzug, 1994) für eine Weiternutzung durch die Bundesluftwaffe unter militärischen und wirtschaftlichen Aspekten generell in Frage kommen (meine Worte)

    - in diesem Zusammenhang sammelte er das Material und führte zahlreiche Dienstreisen zur Inspektion der Anlagen "vor Ort" durch. Bei diesen Gelegenheiten entstanden durch ihn auch die Fotos "Zustand heute"


    Nach seiner Pensionierung entstand aus diesem Material die bekannte Buchreihe.


    MfG, Uwe K.

    Vielleicht handelt es sich im Buch von J.Zapf auch um ein alliierten Kartenausschnitt des Großblattes 88. Das genau suche ich.

    Hallo Frank,


    was spricht dagegen einfach mal den Jürgen Zapf zu Kontaktieren und um Auskunft zu bitten?

    Auf seiner Website: http://www.flugplaetze-der-luftwaffe.de/

    stehen im "Impressum" die Postanschrift und E-Mail Adresse. Nur Mut - der Jürgen ist ein ganz Netter.:)

    Heute und Morgen dürfte er allerdings in Speyer (Flugzeugteilebörse, beim Museum) sein - und dort wie immer die meiste Zeit auf dem bekannten Bücherstand des Verlages aus Zweibrücken.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Norbert,


    falls du dich intensiver mit der zeitgeschichtlichen Erforschung von Gahro und Umgebung beschäftigen möchtest - und bereit bist für hervorragendendes Luftbildmaterial ein wenig zu investieren - dann möchte ich dich auf den professionellen Luftbildservice der Luftbilddatenbank Carls hinweisen, siehe

    https://www.luftbilddatenbank.de/main/index.php


    Ich selbst habe mir dort schon vor längerer Zeit (> 10 Jahre her) Luftbilddateien aus dem Raum Karlsruhe von 1944/45 heraussuchen und kopieren lassen - und habe den Service nicht bereut. Die Luftbilder in Jürgens (Zapf) Fliegerhorst Buchreihe stammen ebenfalls von Carls. Verschiedene Kampfmittelräumdienste der Bundesländer und Stadtplaner (Altlastenuntersuchung bei Bauvorhaben) zählen ebenso zur Kundschaft von Carls.


    Zum Service gehören:

    - Heraussuchen von relevanten Aufnahmen für das gewünschte Gebiet

    - Angebotserstellung (Abdeckung der Aufnahme/Maßstab, Qualität, Zeitpunkt der Aufnahme)

    - Bei Auftragserteilung/Bestellung: Kopie der Bilddatei(en) auf CD im gewünschten Format und Zusendung

    Die typische Auflösung der Bilddateien liegt in der Größenordnung 10.000 x 10.000 Pixel. Das ist nicht zu vergleichen mit allem was man für "umsonst" im Internet finden kann.


    Der Service ist übrigens auch für jeden Käufer von unbebauten Grundstücken mit potentieller Kampmittelbelastung sinnvoll - denn nach dem Kauf haftet nach deutschem Recht der (neue) Grundstückseigentümer und ist für die Beseitigung der Gefahren (Blindgänger, Munition) verantwortlich!


    V. Grüße, Uwe K.

    Bf 110 C (3U + 6P *) beim Landeanflug² mit einem Motor vor Westerland/Sylt in die See (**)

    Hallo Dieter,


    die "6" wiederspricht aber allen Regeln der Verbandskennzeichnung. Mir ist natürlich klar, dass dies so (falsch!) unter Ziffer 70 der DVL-Unfallmeldungen für den April 1940 geschrieben steht. Das lese ich auch auf meiner Papierkopie. Eine kritische Einstellung zum Wahrheitsgehalt der Quelle scheint mir aber in diesem Fall sehr angebracht. Der Verfasser der Liste bei der DVL hat hier wohl falsch abgelesen/abgeschrieben (die DVL-Liste ist eigentlich schon als Sekundärquelle zu werten).


    "3U" ist klar, das steht fürs ZG 26. Das "P" ist auch ok, steht für 6. Staffel. Aber die "6" stört mich kolossal. Da müsste ein Buchstabe stehen. Nach Lehrbuch sogar ein "A", für die erste Maschine der Staffel, geflogen vom Staffelkapitän. Natürlich wurden die Flugzeuge oft auch untereinander getauscht - man flog was gerade einsatzbereit war. Und wer sollte dem "Chef" auch das Fliegen dieser Maschine verbieten?


    Ich für meinen Teil habe ganz frech aus der Ziffer "6" den Buchseben "G" gemacht, und in meinen Daten das Kennzeichen als 3U+GP eingetragen (mit Hinweis auf ..+6P in der DVL-Liste). Man muss ja nicht alle Fehler für alle Ewigkeit weiterpflegen.


    Was hälst du davon?


    Mit Grüßen, Uwe K.


    P.S.: mir fehlt auch noch der Name und weitere Daten zum ebenfalls getöteten Bordfunker. Eine Idee dazu?

    Hallo Karl,


    danke für deine Hinweise zum Buchkauf.

    Aber die erste Auflage des Ries/Dierich steht seit 1996 in meinem Bücherschrank, ebenso seit ein paar Jahren der Band von G. Matiello. Außerdem die meisten der Bände von "zulufox" (Jürgen Zapf), bei einigen habe ich sogar ein wenig mitgewirkt.

    Und da ich seit deutlich mehr als 30 Jahren die aktive (Privat-)Fliegerei betreibe - ich hoffe dass ich nächstes Jahr mein "medical" auch wieder bekomme - habe ich neben dem geschichtlichen Interesse natürlich zum Thema Luftfahrt-Infrastruktur ein sehr enges emotionales Verhältnis. Eine nicht unerhebliche Anzahl der in Frage kommenden Plätze habe ich selbst schon "beflogen"

    Trotzdem vielen Dank für deine - sicherlich nur sehr gut gemeinten (!) - Ratschläge.


    Ich hatte eigentlich mit meinem Beitrag bezweckt und erhofft, dass du - nur der Vollständigkeit halber - "deine" obige Liste um die Kategorien:


    > Verkehrsflughäfen (Verkehrslandeplätze)

    > Industrieflugplätze (Industriehäfen)


    noch ergänzt. Mein "Wink mit dem Zaunpfahl" wurde offensichtlich nicht richtig verstanden. Mein Fehler.


    Um einem möglichen "aaaaber" im Hinblick auf den Unterschied zivile/militärische Nutzung zuvorzukommen:

    - ALLE zivilen Plätze wurden auch militärisch genutzt. Für Zwischen-, Sicherheits- und Notlandungen.

    - Umgekehrt, also die zivile Mitnutzung von Militärplätzen - gilt das nur für Sicherheits- und Notlandungen (den Unterschied erkläre ich gerne)

    - oft gab es auch (und gibt es natürlich heute noch) eine parallele zivile/industrielle/militärische Nutzung (Beispiel bis 1945 und auch heute: Stuttgart-Echterdingen, Hamburg-Fuhlsbüttel, Hannover-Langenhagen, Oberpfaffenhofen usw.)


    Übrigens würde sich für alle Interessierten auch ein Blick in das aktuelle "Luftrecht" lohnen. Dort sind die "Flugplätze" und deren unterschiedliche Bezeichnung nach Kategorien (Nutzung, Betriebspflicht) ganz klar definiert.

    Und: die Sprachregelungen habe sich in den letzten 80 Jahren nicht wesentlich geändert.


    In diesem Sinne - und nichts für ungut,

    mit Fliegergrüßen,

    Uwe K.


    P.S.: ein alter Spruch eines Piloten aus den frühen Tagen der Fliegerei: ich muss Starten, Fliegen, Navigieren, Funken und Landen können ... um den Rest kümmert sich mein (Flugzeug)Wart.

    Heute würde ich das noch ergänzen um "und das Luftrecht kennen und beachten - sonst landest du ganz schnell im Knast, oder wirst in den finanziellen Ruin verklagt."

    Hallo Karl,


    in welche Kategorie gehörten Berlin-Tempelhof, München-Riem, Köln-Butzweilerhof und Böblingen?

    Und wie würde man Rostock-Marienehe oder Regensburg-Obertraubling eingruppieren?


    Mit Grüßen, Uwe K.

    Hallo,


    und hier noch ein Ausschnitt aus dem Stadtmagazin für die Innsbrucker Bevölkerung, "Innsbruck Informiert" (Ausgabe: Dezember 2012).

    Darin erschien ein schöner Artikel über die Fliegerei im Raum Innsbruck mit dem Titel: "Flugpioniere heute und gestern".

    Den passenden Ausschnitt habe ich hier beigefügt.


    Dies beantwortet die Frage welchen Bezug Kurt Ploner zur Fliegerei und damit zur Luftwaffe hatte.

    Dazu noch ein Bild eines "Rhönadler" - nicht zu verwechseln mit der K-7, die bei Schleicher/Poppenhausen erst nach dem Krieg entwickelt wurde und die ebenfalls "Rhönadler" genannt wurde.


    V. Grüße, Uwe K.

    da stellt sich immer noch die Frage, was Dr. Kurt Ploner mit der Luftwaffe zu tun hatte.

    Hallo,


    hier versagen wohl "Kracker" (Aircrew Remembered) und "deZeng/Stankey" (Luftwaffe Officer Career Summaries) ?:P

    Ich stelle fest: am 30.10.2018, 11:20 Uhr, sind diesbezügliche Daten in den Datenbanken von Kracker und deZeng/Stankey nicht enthalten.


    Hptm. Dr. Kurt Ploner (* 22.2.1906 in Innsbruck-Wilten, + 8.4.1940 bei Westerland/Sylt)

    war bei seinem Tod Staffelkapitän der 6./ZG 26 und stürzte in einer Bf 110 C beim Landeanflug mit einem Motor vor Westerland/Sylt in die See (**).


    Mit Grüßen, Uwe K.


    (**) Quelle: BA-MA Freiburg, Ob.d.L, Genst.Gen.Qu. (IB) - "Flugzeugunfälle und Verluste bei den Verbänden am 8.4.40"

    Hallo Jörg,


    ich beschäftige mich ja ein wenig mit der Fliegertruppe ...

    Bei Durchsicht meiner Datensammlung mit Filter Moers (Endgrablage) bin ich - zusätzlich zu den bereits Genannten - noch auf einige weitere Namen von Angehörigen der Fliegrtruppe (oder bei Flugunfällen/Einsatzflügen/Feindhandlungen verstorbenen) gestoßen:


    Name Todesdatum Grablage (laut VdK)

    Ltn. Seddig, Alfred (+ 1.8.40) Moers-Rheinkamp, 7a-15

    Fw. Falk, Peter (+ 24.7.42) Moers, Grab 22

    Ogfr. Wintzen, Helmut (+ 1.7.43) Moers, Klever Str., Grab 49

    Ltn. Wardemann, Artur (+ 30.11.43) Moers, Klever Str., Grab 54

    Uffz. Hartmann, Matthias (+ 18.12.43) Moers, Grab 55

    Ogfr. Ingenfeld, Jakob (+ 5.4.44) Moers, Grab 14

    Uffz. Illbruck, Heinrich Karl (+ 18.7.44) Moers, Grab 11

    Uffz. Schlomberg, Günther (+ 11.8.44) Moers, Grab 10

    Uffz. Dantschke, Albrecht (+ 23.9.44) Moers, Grab 4

    Ltn. Schmitz, Hans (+ 25.9.44) Alpen b. Moers, Gemeindefriedhof, Einzelgrab

    Uffz. Pannen, Gerhard (+ 25.9.44) Moers, Familiengrab

    Uffz. Wirtz, Helmuth (+ 4.3.45) Moers-Utfort, 1-030


    Stehen diese Namen ebenfalls in der Liste ?

    (Anm.: Selbstverständlich habe ich auch die weiteren Personaldaten, wie Geburtsdatum/-ort ... - ich wollte die Tabelle aber nicht überladen).

    Darüber hinaus noch rund 1 Dutzend Gefallene/Vermisste mit Geburtsort Moers, aber Grablage "in der Fremde".


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Hubert,


    bei Todesfällen innerhalb des Heimatgebietes (Grenzen Deutsches Reich, Sudetenland und Protektorat, Österreich, ...) wurde bis etwa Herbst 1944 an den Heimatort überführt und dort bestattet. Ab Herbst 44 wurde mangels Transportvolumen und aus politischen Gründen (Moral der Heimatbevölkerung - zu viele Tote schmälern den Glauben an den Endsieg) am Todesort bestattet. Bei Todesfällen in besetzten Gebieten wurde in der Regel NICHT heimatüberführt und vor Ort auf Kriegsfriedhöfen bestattet - Ausnahmen bestätigen die Regel.


    Der Heimatort und zu benachrichtigende nächste Angehörige waren bei der Truppe bekannt (Steht auch im Soldbuch) - die Adresse ist in der Regel in der "Namentlichen Verlustmeldung" (WASt) genannt. Bei Verheirateten war die Person die Ehefrau - bei Ledigen waren dies die Eltern. In selteren Fällen sind auch entferntere Verwandte unter der Heimatadresse aufgeführt (ältere Geschwister, Onkel/Tanten, Großeltern).


    Auf den Kriegsgräberlisten hier in Baden-Württemberg sind die Bezugspersonen genannt (Name, Adresse).

    Im vorliegenden Fall wurde wohl direkt vom Fundort an die Heimatadressen der 2 Toten (**) dieses Unfalls überführt (ohne Umweg über Kitzingen), das ließ sich ja telefonisch regeln.

    Ich vermute stark, dass die Heimatadresse (Bezugsperson) weiter rechts auf dem Sterberegister steht, auf den von Jörg abgeschnittenen Spalten.


    V. Grüße, Uwe K.


    (**) in den Gen.Qu. Verlustmeldungen der "Schulen und sonstigen Verbände" ist der Abturz (Bf 110 F-4, 4681) unter dem Meldedatum 5.3.44, Lfd.Nr. 26 aufgeführt (Ref.: BA-MA Freiburg, RL 2 III/778, Seite 61). In der Meldung ist außerdem ein "E" (für Einsatz) vermerkt. Ich gehe davon aus, dass die Besatzung gegen den RAF-Einflug gegen Augsburg in der Nacht 26./27.2.44 angesetzt war. In der Verlustmeldung steht aber unter Ursache ganz klar: "Absturz infolge Bedienungsfehler" und als Ortsangabe: "bei Heidenheim". De Flugzeugführer war übrigens Uffz. Georg Uhl (+)

    Wieso man an die Angehörigen "Gefallen im Luftkampf" übermittelte anstatt den wahren Absturzgrund zu nennen ... lohnt sich hier nicht zu kommentieren..

    Guten Abend,


    zu Nr. 3 : Ofw. Bongers, Wilhelm

    Er gehörte als Fluglehrer zur 3. Staffel, Jagdgeschwader 110 (3./JG 110) in Pomßen (ca. 19 km SO Leipzig, bei Grimma).

    Er wurde am 3,2,44 bei einem Rollunfall auf dem Platz Pomßen tödlich verletzt, als eine Bf 109 in eine Personengruppe rollte.

    Außer Ofw. Bongers wurden 2 weitere Flugschüler von der Maschine erfasst, die den Unfall aber verletzt überlebten.

    Viele Grüße, Uwe K

    Hallo,


    Uffz. Scholz gehörte zur 2. Staffel, Nachtjagdgeschwader 102 (2./NJG 102).

    Der Absturz erfolgte bei einem Einsatzflug infolge Bedienungsfehler bei Bolheim, ca. 6 km südlich Heidenheim/Brenz (Baden-Württemberg).

    Die Einheit (ein Nachtjagd-Schulgeschwader) lag auf dem Fliegerhorst Kitzingen - der Sterbeort ist allerdings Bolheim (nicht Schweinfurt).


    Im Sterbebuch sind also Sterbeort und Umstände falsch eingetragen (kein Luftkampf !).


    V. Grüße, Uwe K.

    Guten Abend Manni,


    > Hat jemand Informationen zu dem Luftkampf ?

    Die III./JG 2 war im Luftkampf mit P-38 der 392., 393 und 394.FS der 367.FG aus Clastres/F (A-51), die zur 9th.AF gehörte.

    Die Amerikaner bekamen für den Zeitraum 09:05 bis 09:10 Uhr insgesamt 6 Fw 190 als "victory credits" zuerkannt (**). Beantragt hatten sie aber weitaus mehr.


    Der Geburtsort von Gerhard Eichler war: Mittweida (Sachsen).
    Zum Bestattungsort kann ich keinen Beitrag liefern. Und bzgl. Foto(s) solltest du mal bei den Richthofen-Spezialisten im Raum Marburg/Gießen anfragen (Dirk, Horst).


    V. Grüße, Uwe K.


    (**) Frank Olynyk: Victory Credits in Air-to-Air Combat (European Theater), Seite 151

    Hallo Luis,


    ein Ansatz für eigene Recherchen wäre z.B. ein Besuch auf dem örtlichen Friedhof und die Recherche nach den Kriegsgräbern.

    Hier der direkte Link zur Kriegsgräberliste Baden-Württemberg für den Friedhof Nufringen:

    https://www2.landesarchiv-bw.d…?bestand=24488&id=3956374
    (Bedienung: oben links Bild 2 auswählen, dann mit der Maus den Darstellbereich aufziehen)


    Dort finden sich schon mal 3 Gräber mit Todedatum 21.4.45, darunter ein Hptm. Franz Jacobs, Führer des "Einsatzbatl. Deggingen".

    Das ist schon mal ein Ansatzpunkt für weitere Recherchen. Aus welchen Truppen bestand dieses "Einsatzbattailon", an welchen Kampfhandlungen war es beteiligt, ... ?


    Dann suchst du die weiteren Friedhöfe in der Umgegend im Landkreis Böblingen und weiter nach Osten und Südosten ab:

    https://www2.landesarchiv-bw.d…eKlassi=001.001&zeigeD0=1


    Das Ganze hat mich jetzt 5 Minuten gekostet (das Eintippen dieses Beitrags nicht gerechnet).


    Ich hoffe mal, dass es dir tatsächlich um die Geschichte geht - und nicht um die Suche nach "Relikten" (Sondelei).


    V. Grüße, Uwe K.

    Uwe weißt du mehr dazu?

    (DR40eghs)

    N'Abend,


    was wird denn noch gesucht? "georg800" liest wohl nicht mehr mit ?!

    Die wesentlichen "Fakten" sind ja genannt - Flugzeugmuster, Werknummer und Kennung ebenfalls.


    Einheit:

    5./KG 51 (5. Staffel, II./Gruppe, Kampfgeschwader 51) ist auf jeden Fall richtig.

    Datum war die Nacht 11./12.5.1944 (nach Mitternacht)

    Die Maschine war laut Ultra Meldung um 23:15 Uhr gestartet.


    Absturzort, Umstände:

    2 km nordöstlich Beauvais/Oise

    Durch RAF-Fernnachtjäger (Intruder) abgeschossen

    Die II,/KG 51 nutzte den Flugplatz Beauvais-Tille als vorgeschobenen Einsatzhafen für Schnellbomber-Aufträge nach Südengland. Die rückwärtige Basis der Grppe war im Mai 44 Gilze-Rijen.

    Als Auftrag für die Besatzung Bieber ist in der NVM nur "Einsatz West" angegeben.


    "Abschießer":

    Eine Mosquito FB VI der 151.Squadron RAF, geflogen von S/L Harrison und radio-op P/O Horrex.

    Die abgeschossene Maschine wurde als "Ju 88" angesprochen, der Absturzort mit "50 miles east of St.Andre" (-de-l'Eure, der Zielort) angegeben. Tatsächlich liegt Beauvais ca. 85 km NO von St.Andre.

    Trotzdem "passt" alles. Ju 88 wurden in dieser Nacht und Großraum nicht abgeschossen - es liegt eine Verwechslung mit der Me 410 vor.

    Siehe auch: http://www.151squadron.org.uk/


    Klatsch und Tratsch:

    - Bieber ist in Rastenburg/Ostpr. geboren, dort lebten zum Todeszeitpunkt auch seine Eltern (Heimatadresse in der NVM).

    - Biebers EM stammte von der 5./KG 40.

    - Clohsen ist in Köln-Mühlheim geboren, seine Eltern lebten in Köln-Buchforst.

    - Clohsens EM stammt noch von der Erpr.St. 210

    - beide waren zum Todeszeitpunkt nicht verheiratet - da jeweils die Eltern unter dem letzten Wohnort genannt sind.


    Das ist so ziemlich alles, was ich an Infos aus den vorhandenen Primär- und Sekundärquellen "herauspressen" kann.

    Es sei noch auf die Geschwaderchroniken zum KG 51 von Wolfgang Dierich und Jan Horn hingewiesen.


    MfG, Uwe K.