Posts by DR40eghs

    Guten Abend,


    ein paar Korrekturen/Anmerkungen/Ergänzungen meinerseits:

    1. das im Januar 1944 in Norwegen aufgenommene Bild zeigt definitiv NICHT die bereits im Dezember 1942 abgestürzte Maschine. Die Flugzeugkennung F8+FR wurde immer wieder neu vergeben wenn eine Maschine verloren ging.

    2. die Leiche von Oblt. Günter Graeber (* 27.12.1915, Brandenburg) wurde in Marokko angespült, er ist dort bestattet und beim VB registriert, in vorgenannter Schreibweise des Namens. Er wurde posthum zum Hauptmann befördert.

    3. weitere DRK-VBL Suchmeldungen (Rappl, Fröhling) finden sich auf den Seiten 514 und 516, in Band LH der DRK-VBL

    4. Uffz. Fröhling war der Bordschütze (Bs)

    5. Uffz. Gerlach war ebenfalls Flugzeugführer (F) - wer an diesem Tag rechts und wer links saß ist nicht dokumentiert. Nur weil Oblt. Graeber den höheren Dienstgrad hatte und Kommandant der Maschine war, muss er nicht zwangsläufig an diesem Tag geflogen sein. Die beiden Flugzeugführer wechselten sich bei diesen langen Flügen ab.

    6. Zwei der 7 Insassen sind gefallen, ihre Leichen wurden geborgen und bestattet, die restlichen 5 sind auf See geblieben.


    MfG, Uwe K.

    Hallo Rolf,


    die Besatzung

    Uffz. Hermann Strobel (F) und

    Ogfr. Willi Radermacher (Bf)

    2./Erpr.Gr. 210 wurden in den Gen.Qu.-Meldungen (18.11.40) beide zunächst als vermisst gemeldet, Ursache: Notlandung im Kanal infolge Feindbeschuss.

    In einer späteren Berichtigung (27.11.40) wurden beide Einträge handschriftlich in die Kategorie gefallen geändert.


    Ich gehe davon aus, dass beide in der Maschine verblieben sind und es bis Kriegsende keine späteren Bergungsversuche mit Tauchern gegeben hat.

    Wie tief ist der Ärmelkanal 15 km vor Calais? Gibt es dort Grundnetzfischerei? Liegt die Bf 110 in der Fahrrinne der Fähren Dover-Calais?


    Der Abschuss der 3 Bf 110 am 17.11.40 von der Epr.Gr. 210 wird Hurricanes der 14 Squadron RAF zuerkannt. In der britischen Darstellung wird ein Jabo Einsatz auf Schiffe in der Themsemündung erwähnt, von einem Angriff auf Flugplätze wird dort nichts erwähnt. Such es dir aus - ich war nicht dabei.


    V. Grüße, Uwe K.

    Guten Abend THWler,


    eine der 5 gehörte zeitweilig zum F.AR.52, später zu einer nicht näher definierten Störkampfstaffel. Bei den anderen 4 ist keine Einheit angegeben.

    Quellen dürften in allen Fällen Fotos gewesen sein, keine Flugbucheinträge.


    Die auf dem zweiten Foto abgebildete Tiger Moth gehörte nicht zur Luftwaffe, sie trägt ja auch eine britische Zivilkennung.


    Die Fotos sind doch sicher aus der Bucht kopiert. Dass die Go 145 im Foto als De Havilland bezeichnet wird spricht für die Sachkenntnis des Autors. *Zynismus aus*


    "Motten" wurden in der Ausbildung bei befreundeten Streitkräften eingesetzt, z.B. in Finnland. Gut möglich, dass einzelne Exemplare auch als außerplanmäßige Spaßgeräte (Verbindungs-, Kurierflugzeuge von Stäben in Kampf-, Jagdfliegerverbänden usw.) eingesetzt wurden. Problem war dabei der Ersatzteilbedarf - man konnte ja kaum eine Tauschmotor aus England bestellen, oder? Mir sind aber keine dokumentierten Fälle in Luftwaffe Beständen bekannt.

    MfG, DR40eghs

    Hallo THWler,


    die 2 Fotos zeigen verschiedene Maschinen - das sieht man auch deutlich an den Verstrebungen zwischen oberer und unterer Tragfläche.


    1) Im linken Bild sieht man eine Gotha Go 145 - das passt dann auch zum Stammkennzeichen TN+__ . In einer älteren Stammkennzeichen-Datenbasis finde ich 5 Exemplare der Go 145 in diesem Stkz.-Bereich.

    2) Im rechten Bild erkenne ich eine De Havilland DH.82 "Tiger Moth". Die Flugzeugkennung ist britisch - und beginnt natürlich mit G (britische Kennungen: G-_____), von dem man den oberen Teil sehen kann.


    MfG, Uwe K.

    Hallo Rare,


    Niederstetten hat ja schon fast die Dimensionen und Betrieb eines "International Airport" und entsprechende Scherheitsmaßnahmen (Zaun, Absperrung), auch wegen der Historie als Heeresflieger-Standort. Wenn du in der Nähe von Bad-Mergentheim zu Hause bist, dann rate ich dir zum Besuch auf einem der kleineren Plätze Unterschüpf oder Rothenburg/o.T.. Dort kommst du viel näher an die Flugzeug und Piloten (zur Kontaktaufnahme) ran, beide Plätze kenne ich von eigenen "Befliegungen" (Zwischenlandungen).


    Und: Bilder sind immer gut !


    Gruß, Uwe K.

    Hallo Rare,


    geh doch mal auf einen naheliegenden Flugplatz, am Besten auf ein Segelfluggelände. Dort fragst du, ob du dir mal ein Cockpit aus der Nähe anschauen, besser noch, reinsitzen darfst. Das geht sicherlich problemlos. Aber vor Betreten des des Fluggeländes undebedingt fragen (Unfallgefahr !), man wird dich dann ans Flugzeug führen und eventuelle Fragen beantworten.


    Die in den heutigen Segelflugzeugen und Motorseglern verwendeten Gurtsysteme ähneln denen, die bis 1945 von der Luftwaffe verwendet wurden. Auch die Platzverhältnisse sind - zumindest was die Jagd- und Zerstörermaschinen betrifft, vergleichbar.


    Viel Spaß, Uwe K.


    P.S.: ich hatte noch nie einen Flugunfall (!), und musste auch noch nie Erste Hilfe leisten, zumindest nicht in der Fliegerei (auf der Straße schon). Bei der Ausbildung und den jährlichen Sicherheitsbelehrungen werden allerdings verschiedene Gefahrenquellen angesprochen - auch was das richtige Anschnallen betrifft.

    Hallo Rare,


    du bist an Details aus dem Bereich der Flugunfallforschung interessiert?

    Aus meiner eigenen, über 30-jährigen, aktiven Fliegerei habe ich folgende VERMUTUNG.


    Zunächst: die Maschine ist infolge schlechter Sichtbedingungen (Staubewölkung) mit hoher Geschwindigkeit in die Botanik geflogen (worden), wobei starke Verformungen der Flugzeugkanzel auftreten und hohe G-Kräfte auf die angeschnallte Besatzung einwirken.

    Ich vermute weiter, dass die Beschädigung vom Unfall selbst herrührt und das DKiG NICHT mit einem Hammer nachträglich in der Familie bearbeitet wurde.


    Die Bf 110 G war auf dem Führesitz mit 4-Punkt Gurten ausgestattet, d.h. ein 2-teiliger Bekengurt und 2 Schultergurte. Der 4-teilige Gurt wird am Gurtschloss zusammengehalten, das sich in geschlossenem Zustand mittig auf dem Becken, unterhalb des Bauchnabels befindet. Beide Schultergurte sind mit einem metallischen Gurtschloss ausgestattet, um das bequeme Anlegen und das Straffen vor und während des Fluges zu ermöglichen, damit bei "bockigem" Wetter die Besatzung nicht ständig aus dem Sitz gehoben wird und mit dem Kopf gegen die Kabinenhaube stößt. Die 4-Punkt Gurte haben den Nachteil, dass der zu schützende Pilot bei hoher Verzögerung nach vorne/unten aus den Gurten rutscht bzw. sich mit dem Oberbauch in den Bauchgurt schiebt. Im Extremfall reißen die Gurte oder der gesamte Flugzeugführersitz wird aus der Halterung gerissen. Bei Kunstflug werden 5-Punkt Gurte verwendet, der "Sackgurt" fixiert den Beckengurt auf dem Becken.

    Ich VERMUTE, dass die Verbiegung des DKiG durch Verhaken mit dem Bauchgurt (nach vorn/unten Herausrutschen) entstanden ist, oder durch harten Kontakt mit dem Intstrumentenbrett. Das Ganze spielt sich in ein paar Milisekunden ab.

    Ist das plastisch genug?


    Weiter:

    - das ebenfalls verbogene EK.1 wurde ebenfalls beim Unfall verbogen.

    - das andere, unbeschädigte EK ist das EK.2. Von diesem wird in der Regel nur das rot-weiß-schwarze Band getragen - das eigentliche Metallkreuz bleibt in der Schublade.

    - weitere Orden sind evtl. in den Trümmern der Maschine verblieben oder waren so stark vom Unfall zestört, dass man der Familie den Anblick ersparen wollte.


    Und noch mehr Infos.

    - Viktor Kemmer trug eine EM der 10. Staffel (IV. Ergänzungsgruppe) KG 53 mit sehr niedriger individuelle Nummer (< 20). Das lässt darauf schließen, dass er schon bei Aufstellung der Gruppe im März 1941 bei dieser Staffel eingesetzt war, und danach in die Stabskette wechselte.

    - Erste Feindflüge dürfte er noch bei den Nachteinsätzen gegen England, also vor dem Juni 41, geflogen sein.

    - Die für den EP und das DKiG erforderliche Anzahl Feindflüge "sammelte" bei Einsatz an der Ostfront


    Weitere Infos hast du ja schon im Sommer 2019 im MFF und im TOCH Forum erhalten.


    MfG, Uwe G.

    Moin,


    anbei zur Klarstellung 3 Ausschnitte aus der Namentlichen Verlustmeldung (NVM, WASt.) zum Absturz von Ofw. Viktor Kemmer am 23.11.1944.

    1) Als Verlustort ist Doenberg (Dönberg) angegeben, siehe auch (Ortsbeschreibung): https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6nberg

    Der von Thilo angegebene Ort Donnenberg liegt ca 2-3 km weiter westlich. Thilo : woher hast du das? Dönberg ist korrekt - nicht Donnenberg!

    Das ist auch logisch, weil Dönberg auf einer Kuppe liegt und die Maschine in Schlechtwetter natürlich zuerst mit höherem Gelände Bodenberührung bekommt, siehe Angeben zur Unfallursache (2).

    Die Besatzung konnte man ja nicht mehr befragen - also handelt es sich um eine Vermutung.

    2) Die Maschine befand sich nicht auf einem Transportflug, wie von Rare genannt, sondern auf einem lokalen Prüfflug. Wenn zuvor Werftarbeiten durchgeführt wurden, spricht man von einem Werkstattflug. Prüfflüge wurden regelmäßig zur Herstellung der Einsatzbereitschaft durchgeführt. Dabei werden die Funktion von Bordfunk (FT), Bord-Eigenverständigung, Funkmess und allen zur sicheren Flugdurchführung unter Nacht-/Blindflugbedingungen notwendigen Systemen des Flugzeugs (Motoren, Navigatorische Hilfsmittel, Sauerstoffanlage, ...) überprüft. Wenn alle Systeme zufriedenstellend arbeiten, wird das Flugzeug nach der Landung und Neubetankung einsatzbereit gemeldet.

    3) Erste Grablage


    MfG, Uwe K.

    Hallo Thomas,


    eine Kartenskizze des Fl.Pl. Perleberg findet sich auf Seite 242 in:

    - Karl Ries / Wolfgang Dierich : Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe. (Motorbuch-Verlag, Stuttgart, 1996)


    Die genaue Bezeichnung der von dir so genannten Fliegerschule Perleberg ist ab 1.10.1936

    Flugzeugführerschule C Perleberg (FFS C Perleberg) .

    Davor war es die Fliegerübungsstelle Perleberg.


    Die Verwendung der exakten Bezeichnungen vereinfacht die Suche in Bibliotheken und Archiven.

    Zu deiner Frage

    > Wo bekommt man Informationen über die Flugunfälle der Fliegerschule Perleberg von 1936-39 her.

    - die Quellenlage für Flugunfälle und Luftwaffenverluste außerhalb von Kriegshandlungen (z.B. Einsatz Legion Condor in Spanien) ist ausgesprochen dünn

    - ein systematisches Verzeichnis in Form von Tabellen oder Listen in Archiven ist mir nicht bekannt

    - relativ unvollständige Tabellen für Flugunfälle im Zeitraum 1935-39 sind das Resultat großer Puzzlearbeit

    - die unfangreicheren DLV-Unfallmeldungen lassen sich zeitlich nur auf ganze Monate eingrenzen und enthalten keine Verbands-, Namens- oder Ortsangaben, die Zuordnung zu Namen (Personalverluste), Einheit, Datum und Ort ist wieder Puzzlearbeit.


    Viele Grüße, Uwe K.

    Hallo,


    die Namensliste ist korrekt und alle waren Angehörige der Fallschirmschule 1 in Wittstock/Dosse.


    Als Uhrzeit für den Flugzeugabsturz habe ich 15.15 Uhr aus anderer Quelle (-> Abschrift aus Namentlicher Verlustmeldung (NVM), WASt.).

    Details zum Absturz und zum Flugzeug sind leider nicht angegeben, die Angaben in den NVM sind von Einheit zu Einheit stark unterschiedlich. Oft - wie in diesem Fall - sind in der NVM nur die reinen Personalangaben enthalten.


    Die Gen.Qu.-Verlustmeldungen der "Schulen und sonstigen Verbände" sind erst ab dem 28.8.1940 (Meldedatum) beim BA-MA Freiburg erhalten. Erst ab dem 21. Oktober 1940 (Meldedatum) sind auch die Namen der Personalverluste von Unteroffizier- und Mannschaftsdienstgraden enthalten. Die Listen reichen dann bis September 1944.


    Das o.a. Verlustdatum 21.6.1940 liegt außerhalb dieses Zeitraums, also ist auch aus dieser Quelle nichts bekannt zu Ursache oder Materialverlust (Flugzeug).


    Überlegungen

    Für eine vollbesetzte Fallschirmjäger-Absetzmaschine (Ju 52) sind es zu wenige Opfer - bei einem Totalverlust wären dabei 17 Insassen passend (3 Besatzung, 14 FS-Jäger). Aus späteren Unfallmeldungen der Fallsch.Sch. 1 ist bekannt, dass in WIttstock auch Schleppflüge mit Lastenseglern durchgeführt wurden. Es könnte sich also auch um die Insassen eines Lastenseglers handeln. Die Anzahl der Toten würde dazu besser passen.

    In den DVL-Unfallmeldungen für Juni 1940 sind zwei Ju 52 Unfälle mit einer höheren Anzahl von Toten aufgeführt. Es handelt sich um die Maschinen CF+JX (6 Tote) und die TM+BV (8 Tote). Leider ist in den DVL-Unfallmeldungen weder Ort noch Datum genannt, ein Zuordnung ist damit nicht möglich. Zumal es im Juni 1940 noch weitere, eindeutig geklärte Unfälle von Ju 52 mit jeweils 6 oder mehr Toten gab.


    Fazit: aus meiner Datenlage heraus ist für mich keine eindeutige Aussage möglich.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Alfons,


    > Hast du eine Ahnung ob in Süddeutschland auch Bombereinheiten die in Italien starteten eingesetzt wurden?

    Ja, die Bomberverbände der 15.USAAF, nebst ihren Begleitjägern.

    Ziele waren ab Februar 44 u.a. Regensburg (mehrfach), München (häufig), Friedrichshafen (mehrfach), Flugplätze der Lw in Bayern.


    > ... welche U.S.- Air Force Einheiten Budapest und Umgebung von Oktober bis Dezember 1944 angriffen?

    Wie oben - die 15.USAAF und deren Begleitjäger. Bei den strategischen Großangriffen waren in der Regel ALLE einsatzbereiten Verbände eingesetzt. Budapest war Ziel (nur Daten mit > 100 Bombern genannt) am: 3.4., 13,4,, 14.6., 27.6., 2.7., 14.7., 27.7., 30.7., 9.8., 5.9., 17.9., 18.9., 20.9.1944.

    Nach dem 20.9. taucht Budapest nicht mehr in der Einsatzliste der 15.USAAF auf. Also ab Oktober 44 waren keine US-Verbände mit strategischem Ziel Budapest beteiligt. Auch als Ausweich- oder Gelegenheitsziel taucht der Name Budapest nicht mehr in der EInsatzliste auf.


    Die Luftwaffe der Roten Armee flog überwiegend taktische Einsätze zur Unterstützung ihrer Bodentruppen. Als sich die Linien dem Gebiet Budapest näherten und während der Belagerung, waren also im dortigen Luftraum hauptsächlich die Flieger mit dem roten Stern über dem Kampfgebiet im Einsatz.


    > .... häufiger Wien das Hauptziel war und Budapest nur das Ausweichziel.

    Ziele in Österreich und speziell im Raum Wien wurden noch häufiger bombardiert als z.B. Budapest oder Bukarest. Das lag aber an der kriegswirtschaftlichen und strategischen Bedeutung dieser Ziele. Natürlich wurden sehr häufig auch Ziele wie Steyr (Industrie), Ploesti (Ölförderung und - verarbeitung) oder Wiener Neustadt (Flugzeugindustrie) angegriffen.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Jochen,


    > Ich habe (allerdings mit Fragezeichen) die Maschine der 3./KG 77 zugeordnet (als einzig passende Ju88-Einheit mit einer "7" am Schluß).

    > Die Ortsbezeichnung PQ 7241 muß zum Großquadrat 35 Ost gehören und befindet sich ca. 80-100km O Kursk/SU


    Das Fragezeichen kannst du löschen - alles ist korrekt. Die I./KG 77 unterstütze bei diesem Einsatz von Charkow-Woitschenko aus den Vormarsch der Wehrmacht auf Woronesch im Rahmen der Operation Blau (Sommeroffensive 1942), die am Vortag (28.6.) begonnen hatte.


    Allerdings frage ich mich immer noch, wieso Hercules gerade DIESES Beispiel ausgewählt hat.


    Einen guten Rutsch, Uwe K.

    Hallo Alfons (taipan90),


    noch mal zum LTL Weißenhorn. Der beschriebene Flächenangriff am 13. September 1944 durch die 8.USAAF wurde von einer Combat Box der 2. Air Division geflogen, ausgerüstet mit B-24 Liberator. Das LTL Weißenhorn war nur eines von vielen Zielen an diesem Tag. Die 8.USAAF griff von ihren Basen in England mit rund 892 Viermot Ziele in Süd- und Mitteldeutschland an, die 15.USAAF griff gleichzeitig mit rund 350 Bombern die Hydrier- und Chemiewerke in Oberschlesien (Auschwitz, Blechhammer, Odertal) an.


    Das LTL Weißenhorn wurde von 42 Maschinen angegriffen, die insgesamt 100,7 tons Sprengbomben nach Sicht abwarfen (Quelle: Richard G. Davies: Bombing the European Axis Powers; Maxwell AFB, Alabama, USA).

    Aus diesem US-Verband wurde eine B-24 durch Flak abgeschossen und stürzte bei Biblis ab (B-24 H, serial #42-95111, 453.BG/733.BS. Quelle: Keith Sowther, Aircraft of the 453rd).


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Lars,


    eine ausgezeichnete Erklärung zum Gradnetz-Meldeverfahren findet sich hier:

    http://www.stormbirds.com/eagl…ch/gradnetz/gradnetz.html


    Weitere Erklärungen und Beispiele für Dänemark und Deutschland, mit Kartenbeispielen, finden sich unter

    folgendem Link, mit Unterseiten zum Jägergradnetz: https://www.gyges.dk/reporting_grids.htm


    Bei deinem Beispiel Nr. 3 handelt es sich um einen offensichtlichen Fehler in der originalen Gen.Qu.-Verlustmeldung (Lfd.Nr 63 vom 3.7.42 unter Luftflotte 4, korrigiert bzgl. der WNr. in der Meldung vom 13.7.42, Ergänzung t). Der Fehler liegt eindeutig in der Einheit (GQM: 3./KG 27), denn das Kampfgeschwader 27 "Boelcke" hat niemals die Ju 88 in ihrem Bestand.

    Mich würde nun aus persönlichen Gründen interessieren, wieso du ausgerechnet diese Verlustmeldung als Beispiel gewählt hast.

    Denn die korrekte Einheit liegt mir gerade besonders am Herzen. Gerne auch per PM.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo,


    > der selbstlose Einsatz des Staffelkapitäns der 2. Staffel der Transportgruppe Lw. Kdo. Don Oberleutnant Hansjochen von Arnim

    > (leider keine weiteren Infos zur Person, wer hilft?)


    Oblt. Hans-Jochen (Hans-Joachim) von Arnim (* 22.10.1917, Falkenhagen, Krs. Rummelsburg)

    posthum mit Wirkung vom 1.5.43 zum Hauptmann befördert,

    starb am 11.5.1943 als Angehöriger der 13./KG zbV 1. Er wurde beim Transportflug nach Kreta als Flugzeugführer einer Ju 52 (1Z+CX) auf Höhe der Insel Milos (Ägäis) über See abgeschossen. Von der 4-köpfigen Besatzung wurde niemand aus See geborgen.


    Der ebenfalls im PDF-Text Kantemirowka_F. Held 2.pdf genannte

    Hptm. Kurt Karl Geisler (* 28.1.1914, Hennersdorf Krs. Reichenbach; RK 24.1.43)

    wurde als Staffelführer der 3./SKG 10 in einem Fw 190 Jabo bei einem Abendangriff (21.45 Uhr) über Hawstead, Bury St. Edmunds, Suffolk, von einem RAF Mosquito Nachtjäger tödlich abgeschossen. Er ist auf der Kriegsgräberstätte Cannock Chase/GB endbestattet (Grab: 1-12-465).


    Die Einsätze nach Kantemirowka wurden durch die Transp.St./Lw.Kdo. Don von den Plätzen Charkow-Nord (Distanz ca. 260 km) und Starobelsk (Distanz: ca. 85 km) aus der Ukraine heraus geflogen. Während dieser Einsätze ging "nur" eine Ju 52 mit Besatzung als Totalverluste verloren (7.1.43, Bes. Fw. Pahl, vermisst auf Flug Starobelsk - Kantemirowka) Mindesten 3 weitere Ju 52 gingen als totaler Materialverlust kaputt, 4 weitere Ju 52 wurden mit Verlustort Kantemirowka als beschädigt gemeldet, wobei anzunehmen ist, dass sie nicht repariert werden konnten und bei der Räumung zurückblieben.


    Anbei noch eine Kartendarstellung der wichtigsten, von der Luftwaffe bei den Kämpfen im großen Donbogen und um Stalingrad genutzten Flugplätze (Quelle: selbst erstellt, auf Basis von Google-Earth).


    @ Steffi (fanniewe):

    Ohne den Einsatz oder Leistungen deines Opas jetzt irgendwie schmälern zu wollen ... die heftigen Kämpfe um Kantemirowka sind ja eindringlich dokumentiert.

    Seine Einheit war zur Luftverteidigung/-sicherung der Flugplätze Millerowo und Kantemirowka eingesetzt, wobei sein Einsatz- und Verwundungsort wohl eher K. war. Von Stalingrad (Wolgograd) und vom damaligen Kessel lag Kantemirowka etwa 340 km entfernt, etwa auf halbem Weg zwischen Woronesch und Stalingrad.

    Einsatzgeschichtlich handelt es sich hier eher um die Abwehrkämpfe im großen Donbogen.


    V. Grüße, Uwe K.

    Hallo Vonharzen,


    in unmittelbarer Nachbarschaft von Schmiden (Heute: Ortsteil von Fellbach, Rems-Murr-Kreis), dem Geburtsort von Erwin Rommels Großvater, liegt der Ort Rommelshausen, heute Ortsteil von Kernen, Rems-Murr-Kreis.

    Aus der Ortsgeschichte von Rommelshausen weiß ich, dass der Ort 1146 erstmals als Rumoldeshusen urkundlich erwähnt wird und vom Namen Rumold abgeleitet ist. Auch Teile meiner Vorfahren stammen aus Öffingen und Schmiden, und ich bin unweit davon geboren und aufgewachsen (Stuttgart Bad-Cannstatt). Der Familienname Rommel hat - so VERMUTE ich - ebenfalls seinen Ursprung im Namen Rumold.


    Nichts gegen die flämische Tradition - aber in der württembergischen Geschichte spielten eher die Kelten, Römer, Franken und Merowinger eine wesentliche Rolle, sowie später die Habsburger, Hohenzollern und Napoleon.


    Ave, Uwe K.