Posts by Operation Bergahorn

    Hallo zusammen,


    Hallo tac,



    solltes es denn hier nicht um christliches Handeln gegen Nazis gehen?

    Vor allem wäre es doch zudem falsch beispielsweise das Verhalten des Major Gutschmidts zwingend auf seinen christlichen Glauben zurückführen zu wollen.


    Hartmann schreibt dazu folgendes:


    ,,Zu dieser „Kultur des Krieges" gehörteauch die Forderung,

    daß die gefangenen Gegner „mit Menschlichkeit behandelt werden" sollten -

    so die Haager Landkriegsordnung, in der die ungeschriebenen
    Regeln und Gebräuche des Krieges vor 1914 ihre Kodifizierung gefunden hatten.

    Gutschmidts Reserviertheit gegenüber den nationalsozialistischen Machthabern, sein
    oft spürbarer Konservativismus dürfte ihn in diesem Ethos bestärkt haben. Ob sich
    in dieser Haltung auch der kirchliche Beruf seines Vaters erkennen läßt, bleibt indes
    Spekulation."


    Auch hier wirst du sicherlich zustimmen können,dass Spekulationen für eine seriöse und objektive Bewertung fehl am Platze sind!

    Von daher wäre die von dir verlinkte Dokumentation Christian Hartmanns doch lediglich für ein Thema wie "Menschlichkeit im Kriege" geeignet.



    Das allein deckt doch kaum die Perspektive auf das Geschehen von 10 Millionen gläubigen Soldaten im Vernichtungskrieg ab?

    woher stammt denn die Zahl von 10 Millionen gläubigen Soldaten?

    War der Grossteil der deutschen Soldaten denn nicht sowieso christlichen Glaubens?



    Ich wollte letztendlich nur zum Ausdruck bringen, dass sich Bodos Befunde aus Nachkriegserinnerungen entgegen Justus Skepsis in jüngsten wissenschaftlichen Monographien exakt bestätigt haben.

    Könntest dazu bitte mal ein Beispiel anbringen?

    Wie sieht es zudem denn aber mit der Tatsache aus,dass selbst Nachkriegserinnerungen sowie Tagebuchaufzeichnungen zwangsläufig nicht immer ein vollständiges Geschehen wiedergeben?





    Gruss Chriss

    Hallo Falko,


    Aber weißt Du vielleicht auch, wofür die beiden Troddeln stehen? Ich habe bisher nur ein Foto im Internet gesehen, wo ein polnischer Soldat nur einen der Troddeln trägt... :/ Ist es doch eine polnische Schützenschnurr?

    das kann ich dir leider nicht genau sagen.

    Ich würde mich deiner Annahme,dass es sich dabei um eine Schützenschnur handelt aber anschließen.



    Gruss Chris

    Hallo Falko,


    auf dem von dir eingestellten Bild handelt es sich um einen einfachen Soldaten der polnischen Armee.

    Dies lässt sich anhand der Schulterklappen in Kombination mit der Mütze und der Verzierung auf den Kragenpatten feststellen.


    Aufgrund der schwarz weiß Aufnahme kann die Waffengattung allerdings nicht eindeutig festgestellt werden.


    Bei dem Abzeichen über der linken Brusttasche handelt es zudem um das polnische Sportabzeichen.



    Gruss Chris


    (Quelle:Mollo - The Armed Forces of WWII,Rosignoli -Army Badges and Insignia of WW2)

    Hallo tac,


    Das darfst du natürlich nicht wörtlich nehmen, es ist eine sarkastische Übertreibung

    natürlich musste deiner schwachen Argumentation hier wieder eine Relativierung folgen.

    Aus welchen Gründen stellst du dann solche Zitate hier ein,wenn es sich dabei nur um sarkastische Übertreibungen handelt?


    Das Thema umfasst eigentlich nicht das gesamte Dritte Reich mit über 90 Millionen Reichsbürgern, nicht die Wahlen 1933 und nicht die Entstehungsgeschichte der NSDAP. Allerhöchstens sollten Rückgriffe auf Sozialisierung der erwähnten Akteure stattfinden.

    Warum hast du dann Erich Kästner erwähnt?

    Lediglich daraufhin habe ich doch das Beipiel vom Gau Sachsen angebracht.




    Aber in militärhistorischen Kreisen sehr aussagekräftige Fundstücke sind. Hier mal spontan zwei christlich-konservative Beispiele. Nur wenige interessiert leider ein knöcherner, 65 Jahre alter Wehrmachtsoffizier, der sich freut, wenn ihn wegen der guten Behandlung die russischen Gefangenen bereits auf 50 Meter Entfernung mit Absetzen der Mütze grüßen?

    Diese Dokumentation ist mir bereits bekannt.

    Christian Hartmann versteht es zudem auch die Tagebuchaufzeichnungen objektiv zu bewerten.

    Inwiefern aber eignet sich diese Dokumentation zum Thema "Christen gegen Nazis" ?




    Hartmann stellt beispielsweise folgendes fest :


    Quote

    ,,Verweigert hat Gutschmidt die verbrecherischen Befehle also nicht. Auch sonst hat er deswegen keine Konsequenzen gezogen;

    sein Abschied wäre jederzeit möglich gewesen, wenn auch die Frage berechtigt ist, wer ihm dann als Kommandant nachgefolgt wäre.

    Statt dessen versuchte er - und hier deckt sich seine Reaktion mit der in seinem Tagebuch -, diese üblen Geschichten, so gut es ging, zu ignorieren.

    Eine Angelegenheit des I c, mit der er nichts zu tun haben wollte. Das mag ihn moralisch entlasten.

    Doch ändert dies nichts an der hohen Mitverantwortung, die er als Lagerkommandant an diesen Verbrechen zwangsläufig hatte."




    Das sollte kein Problem sein, die Wissenschaft hat für Skeptiker längst ausreichend hieb- und stichfeste Tagebücher sowie Feldpostbriefe editiert. Bereits seit einigen Jahrzehnten, die es aufgrund ihrer Langweiligkeit weder auf die BILD-Titelseite noch in die Wehrmachtsausstellung geschafft haben.

    wie genau soll man diese Bemerkung bitte verstehen?

    Willst du damit sagen, dass die Wissenschaft "ausreichend hieb- und stichfeste Tagebücher sowie Feldpostbriefe" absichtlich manipuliert hat?








    Gruss Chris

    Hallo Bodo,



    Vielleicht wollte er sein Tagebuch (was nicht als Buch veröffentlicht wurde) als "authentisches Zeitzeugnis" erhalten. Wenn es viele Jahre umfaßt, hat er diese hitlertreuen Einträge eventuell vergessen oder beim Durchblättern übersehen. Und keine Anmerkungen hinterlassen.

    Ja,vielleicht!!! - Vielleicht aber auch nicht!!!

    Man kann natürlich auch alles in Frage stellen und anders interpretieren wenn man will.Spekulationen bringen uns aber sicherlich keinerlei stichfeste Erkenntnisse!

    In diesem Thread soll es doch sicherlich um mehr als nur Spekulationen gehen.


    Das vielleicht zur möglichen Klärung dieser Frage, die aber (nach meiner Meinung) keinesfalls seine Glaubwürdigkeit als Zeitzeugen tangiert, wonach unter 100 Offizieren seines Regiments nur ein gläubiger Nazi erkennbar war.

    Ich hatte vorher bereits schon versucht zu erklären warum man mit gewissen Aussagen durchaus vorsichtig sein muss.

    Möchtest du etwa Justus Aussage dazu ,

    Quote

    Abgesehen davon, dass nach dem Krieg und dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur es natürlich keiner gewesen sein wollte, keiner mitgemacht und etwas gewußt hat (und eigentlich immer dagegen war), sind nach dem Mai 1945 verfasste Berichte nicht mehr objektiv verwendbar bei dem Versuch, Erkenntnisse zu gewinnen. Mehr als eine bestenfalls ausgewogene Sammlung von Eindrücken und Einzelmeinungen wird in diesem Thread nicht möglich sein, wenn man differenziert bleibt.


    wiedersprechen?


    Dazu würde ich aber gerne wissen was genau das Beispiel mit der Anzahl der Offiziere hier mit dem Thread zu tun haben soll?


    Ebenso gehst du auch nicht auf meine Frage ein,wer sich zu DDR Zeiten als Hitler Anhänger preisgeben hätte wollen?

    Denkst du etwa nicht das dies im Bezug auf die Wertung von Nachkriegsäusserungen wichtig ist?



    Was meinst Du mit es ging ihnen "besser"? Meinst Du Hitlers Wirtschafts- und Arbeitsbeschaffungsprogramm vor dem Krieg?


    Dem stimme ich zu. Manche aus der Kriegsgeneration haben noch Jahrzehnte später von Hitlers Wirtschaftspolitik der Vorkriegszeit geschwärmt. Und die anschließenden furchtbaren Kriegsfolgen ausgeblendet.

    Genau davon hatte ich eigentlich gesprochen.






    Hallo tac,



    Der leider oftmals nur zum Kinderbuchautor degradierte Erich Kästner hat es in seinem geheimen Tagebuch für mich durchaus nachvollziehbar in zynischer Form auf eine kurze Formel gebracht.


    "Da haben nun die drei größten Mächte der Erde fast 6 Jahre gebraucht, um die Nazis zu besiegen, und nun werfen sie der deutschen Bevölkerung, die antinazistisch war, vor, sie habe die Nazis geduldet! Deutschland ist das am längsten von den Nazis besetzte und und unterdrückte Land gewesen, - nur so kann man die Situation einigermaßen richtig sehen. Sie sollen nur statistisch feststellen, wie viele Deutsche von den Nazis zugrunde gerichtet worden sind! Dann werden sie merken, was los war."


    Und diese Formel soll dann als allgemeingültig gelten?


    Wie passen dann die Äusserungen des in Dresden geborenen Erich Kästners mit der Tatsache zusammen,dass insbesondere Dresden als "regimetreu" galt und darüberhinaus auch der Gau Sachsen für die grösste Anzahl von NSDAP Parteimitgliedern sowie einer grossen Anhängerschaft Hitlers bekannt war?


    Wie kann man denn ersthaft allgemein behaupten das die deutsche Bevölkerung antinazistisch war?

    Natürlich stelle ich dazu hier die Opposition zu Hitler in Deutschland auch überhaupt nicht in Frage.




    Ob solche Allgemeinplätze hier dienlich sind? Zumal der Satz sinnbildlich nicht passt, Millionen Kriegsgefangene in feldgrauer Uniform konnten ihre Teilnahme am Krieg ja schlecht leugnen, meintest Du das eher in Bezug auf deren begeisterte Anhängerschaft für den Nationalsozialismus?

    Die Frage müsste doch eher lauten inwiefern dein Geschichtsbild hier überhaupt dienlich ist.

    Ich hatte zudem schon vorher geschrieben wie man diese Aussage verstehen soll.(grosse Verschwiegenheit über die Anteilnahme im Krieg gegen die "gloreiche Rote Armee")




    Gruss Chris

    Hallo Justus,


    als Erstes möchte auch ich mich bei dir für deinen wirklich guten Beitrag mit samt den Informationen zu deinem Opa bei dir bedanken!

    Ich denke das du damit ein sehr anschauliches Beispiel zur durchaus weit verbreiteten optimistischen Haltung der Bevölkerung zu Hitler abgegeben hast.
    Schließlich ging es doch Millionen von Deutschen durch Hitlers "Taten" deutlich besser.



    Ebenso sollte man dazu auch nicht vergessen,dass gerade die nazinalsozialistische Propaganda in weiten Kreisen auch tatsächlich gewirkt hatte.


    dass nach dem Krieg und dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur es natürlich keiner gewesen sein wollte, keiner mitgemacht und etwas gewußt hat (und eigentlich immer dagegen war),

    von diesem Phänomen sprach mein Vater zu DDR Zeiten auch des öfteren.Er fragte sich damals ,wie Deutschland überhaupt im Stande war einen Krieg zu führen wenn angeblich niemand dagewesen sein will?





    Gruss Chris

    Hallo Tac,



    Was liest du dort im Thread heraus?

    das hatte ich vorher bereits erklärt.

    Ich muss leider feststellen das du auch noch andere Dinge die ich bereits geschrieben habe nicht verstanden hast.

    Ebenso waren bestimmte Fragen wie vorher auch nicht an dich ,sondern an Bodo gerichtet.

    Andere Fragen dagegen hast du widerum nicht einmal beantwortet.


    Darf der Thread nicht von einem isolierten Sample handeln ? Bei den vielen Post, die das Denken und Handeln der Ordnungspolizei beinhalten, fügt man auch nicht aus Gründen der ausgleichenden Gerechtigkeit einige Ansichten und Schmähworte des Henning von Tresckow als Beitrag hinzu.

    Damit hat natürlich niemand ein Problem!

    Offensichtlich bin ich aber nicht der einzige gewesen ,der es fehlverstanden hatte das die Betonung in diesem Thread auf den christlich-humanistisch gesinnten Soldaten liegt!

    Warum man sich hier dann aber beispielsweise der Äusserungen Kordulas Vaters bedient ohne seinen genauen Hintergrund zu kennen,kann ich nicht verstehen.

    Alles was irgendwie dazu geeignet erscheint die eigene Ansicht zu untermauern wird dann hier trotz dem Fehlen des direkten Bezugs zum Thema genutzt.

    Das ist allerdings gerade für eine objektive Betrachtung nicht zielführend.


    Wäre es für diesen Thread doch aber nicht besser wenn man hier alle Soldaten berücksichtigt?Dann könnten sich eventuell auch andere Forumsmitglieder mit den Erinnerungen ihrer Verwandten etc. an diesem Thread beteidigen.

    Stattdessen haben wir hier quasi nur eine Alleinunterhaltung Bodos mit ein paar zusätzlichen Beiträgen von ehemaligen Mitgliedern welche allerdings aus guten Gründen aus dem Forum rausgeworfen wurden.

    Wie dieser Thread allerdings laufen soll hat Bodo zu entscheiden.




    Hast Du bessere Überzeugungsnazis im Angebot, die ganz vorne mit dabei waren (Außer GFM Schörner)?

    es sind mir da durchaus einige bekannt!

    Allerdings hat das doch wohl nichts mit diesem Thema zu tun...




    Gruss Chris

    Hallo Bodo,


    erstmal bedanke ich mich für deine sachliche Antwort und Erläuterungen!

    Wie Justus es bereits schon angemerkt hatte,ist es mir auch nicht ganz offensichtlich gewesen worum es in diesen Thread hier eigentlich gehen sollte.


    Aufgrund der von dir erwähnten Äusserungen deines Vaters, sowie auch deiner Frage:

    wie prominente und weniger prominente deutsche Soldaten die Nachricht vom Putschversuch 1944 erlebt und für sich eingeordnet haben?,


    bin ich persönlich davon ausgegenagen ,dass hier die Erlebnisse aller Soldaten (nicht nur diese von frommen Christen) in diesem Thread mit behandelt werden sollten.

    Kann man aber nicht davon ausgehen das es unter den SA-SS Angehörigen etc. nicht auch christlich-humanistisch gesinnte Soldaten gab die trotzdem voll zu Hitler standen?




    Um nocheinmal auf die Sache mit den Tagebuchauffzeichnungen des Generalobersten Georg Hans Reinhardts zurückzukommen....


    Du hattest daraufhin auf die Äusserung Johann Adolf Graf von Kielmanseggs verwiesen:

    "Wenn ich, um nur ein persönliches Beispiel zu geben, an meine Aufzeichnungen denke, die ich in der Einzelzelle in der Prinz Albrecht-Straße in Berlin gemacht habe, damit sie von der Gestapo gelesen wurden, was mir auch gelungen ist, dann bin ich ganz froh, daß sie nirgendwo gedruckt sind. Nach ihnen, ohne Erläuterung von Zweck und Umständen, wäre es heute ziemlich naheliegend, mich noch im Herbst 1944 als getreuen Gefolgsmann des Führers zu sehen. "


    Mir stellt sich dann natürlich dann die Frage warum Georg Hans Reinhardt nach dem Kriege denn dann seine Äusserungen nicht auch " zur Imagepflege korrigiert" hat?

    Die Möglichkeit dazu hätte er ja wohl allemals genauso gut gehabt.




    Am Anfanhg dieses Thread hattest du auch die Äusserungen Kordulas Vaters erwähnt,welcher bei einem Verhör sagte:

    Die Abteilung hatte 31 Offiziere, von denen nicht einer ein Nazi war. Im ganzen Regiment (mit über 100 Offizieren) gab es nur einen, auf den wie ein Rhinozeros gezeigt wurde. ...


    Etwas später in diesem Thread schrieb Kordula aber auch noch folgendes:

    Bisher stimmten alle Angaben, die mein Vater gemacht hat, also frage ich mich, wieso er hier etwas erinnert, was es nicht gegeben haben kann; irgendwie paßt das nicht zu den bisher überprüften und immer korrekten Aussagen; kann mich nicht recht damit zufrieden geben. Sollte es wirklich so sein, daß seine Erinnerung definitiv falsch ist, dann gibt es nur eine Erklärung: er hat wissentlich und absichtlich eine falsche Bezeichnung der Einheit angegeben - schließlich hätten ihm die Vernehmer in der DDR-Haft nur zu gern - neben allem anderen - auch noch irgendeine Beteiligung an Verbrechen während des Krieges nachgewiesen.


    Dies Aussagen ihres Vater sollten daher auch wie generell alle Nachkriegsäusserungen mit Vorsicht behandelt werden!

    Ich weiß nicht inwiefern dir die Verhältnisse in der ehemaligen DDR dazu bekannt sind...?

    Den damaligen Veteranen war es nicht möglich so wie in der BRD öffentlich über den Krieg oder Hitler zu reden.

    Veteranentreffen gab es dazu auch nicht.

    Und wer wollte sich denn bitteschön damals bei der neuen sozialistischen Regierung als Hitler Anhänger preisgeben?




    Zu Hartmut Miegel:

    Er selbst hatte sich damals freiwillig als 17jähriger im Jahre 1942 als Offizierbewerber gemeldet.

    An seine Mitgliedschaft in der HJ oder an einen Nazi Lehrer kann ich mich allerdings nicht entsinnen.Bei Bedarf kann ich aber gerne in dem Buch danach Ausschau halten.






    Hallo Tac ,



    Impliziert eine Parteimitgliedschaft oder die SS-Zugehörigkeit automatisch ein boshaftes Herrenmenschentum mit totaler Verachtung jeder christlichen Werte?

    wer hat denn hier soetwas behauptet?

    Ich bitte um Aufklärung!


    Du sprichst hier übrigens wie auch in anderen Threads ständig nur von christlichen Werten,christlichen Ermessen......Menschlichkeit,christlich-humanistisch geprägten Offizier,alles ist bei dir immer christlich humanistisch.
    Seit wann war ein Krieg denn jemals christlich humanistisch?Du sollst nicht töten?

    Mit deinen Äusserungen hier machst du die Wehrmacht zu einer Heilsarmee welche am besten noch die feldgraue Uniform gegen eine rosé-farbende eintauschen müsste.


    Hast du persönlich denn eigentlich irgendwelche Familienangehörigen gehabt die in der Wehrmacht gedient haben?

    Falls dies der Fall sein würde,dann müsstest du wissen das ein Krieg nicht christlich humanistisch ist!




    Über braune Goldfasanen und Drückeberger in den heimatlichen Gauen wusste man an der Front sehr gut zu schimpfen

    Ist dir bekannt das die NSDAP seit Kriegsbeginn 1939 nur die "wichtigsten" Stellen weiterhin von Politischen Leitern ausüben hat lassen und unwichtige gestrichen worden um so weiteres Personal für den Kriegsdienst frei zu machen?

    Von einer reinen Propaganda konnte der NS Staat schließlich auch nicht leben und so musste man ja schließlich dem Volk auch etwas "beispielhaft vorleben".

    Hier im Forum finden sich übrigens auch mitunter immer mal ein paar Fälle,in welchen ein Angehöriger erst Politischer Leiter war und dann zur Wehrmacht eingezogen wurde oder sich freiwillig gemeldet hatte.


    aber einen persönlich als Kameraden zu tolerieren ?

    Würde das dann nicht gegen die von dir so hoch gepriesene christlich-humanistische Nächstenliebe verstossen?




    Selbst die Bundeszentrale für politische Bildung kann keinen nennenswerten Grad einer "nationalsozialistischen Durchseuchung" attestieren, man verweist lediglich schmalspurig auf die 1300 zur Wehrmacht abgestellten NFO-Offiziere.

    Was sollen denn NFO-Offiziere sein?

    Meinst du etwa die nationalsozialistischen Führungsoffizie?

    Diese wurden übrigens mit NSFO abgekürzt!


    Weißt du überhaupt welche Aufgabe die nationalsozialistischen Führungsoffizie hatten und wie diese verteilt waren?




    Gruss Chris

    Hallo Bodo,


    ich finde Deine Kritik an den von mir eingestellten und kommentierten Geschichtsquellen nicht sehr stichhaltig.

    diese Reaktion konnte ich ehrlich gesagt schon fast vermuten,da bereits schon die Einwände von Dr.Rudolf (wie er es ausgedrückt hatte) abgebügelt wurden!

    Ich gebe dir natürlich Recht das in meiner Formulierung hinter den "frommen Heeresgeistlichen" ein " etc. " erscheinen hätte müssen.


    Hier stellt sich doch die Frage, wie im Einzelfall die Meinungsäußerungen aus der höchsten Generalität nach dem 20. Juli 1944 historisch einzuordnen sind. Gerade Generaloberst Reinhardt mußte doch um seinen Kopf fürchten, hatte er doch bereits am 9. Juli 1944

    Hitlers unerbittliche Haltebefehle für die Ostfront als "Wahnsinn" bezeichnet.

    Das finde ich natürlich durchaus interessant!Diese Tagebuchaufzeichnungen waren doch keinesfalls irgendwelche direkt an Hitler gerichtete Glaubensbekenntnisse!

    Hier kann Reinhardt also schonmal keine öffentliche "Arschkriecherei" vorgeworfen werden!

    Der Einwand das ein verräterisches Tagebuch ihm das Genick hätte brechen können wenn die Gestapo ihn gefilzt hätte,scheint mir persönlich leider auch wieder nur eine Relativierung meines Beitrages zu sein.

    Der von dir erwähnte Vorgesetzte Reinhardts,Generalfeldmarschall Walter Model,welcher zudem als strategischer Experte gilt,konnte wohl sicher selbst die mlitärische Lage bestens beurteilen.Gerade von ihm ist bekannt das er Hitler

    genau über seine (wenn auch differenzierten Ansichten) unterrichtete.


    Mir kommen Reinhardts Eintragungen deutlich übertrieben vor ("Gott sei Dank ist er gerettet", "Unfassbare Tat", "Völlig gebrochen").


    Jeder Offizier und Soldat wußte doch, daß nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler die Nazis jede noch so kleine Opposition gewaltsam verfolgen würden.

    Wie sieht es denn aber mit Option aus,dass jeder Offizier und Soldat sich verpflichtet fühlte Deutschland zu dienen und daher das Attentat als unsoldatischen Verrat gewertet hat?

    Warum wird soetwas nicht von dir in Erwähnung gezogen?

    Merkwürdigerweise gehst du auch auf die Erinnerungen des Oberfähnrichs Hartmut Miegel auch nicht ein.

    Wie wertest du denn seine Ansichten? - Seine Auffassung kann doch nicht etwa auf einen Einzelfall beschränkt werden.


    Wie sieht es zudem mit der von mir angesprochenen unterschiedlichen Haltung der Soldaten aus den verschiedenen Rekrutierungsgebieten zur NSDAP aus?

    Ebenso müssen wohl auch die Hunderttausende frühere SA Mitglieder,etliche SS Angehörige sowie eine Vielzahl von NSDAP Mitgliedern, welche ihren Dienst in der Wehrmacht geleistet haben,auch in diesem Thread berücksichtigt werden.

    Natürlich handelt es hier dann auch wieder nur um einen Prozentsatz zu den insgesamt knapp 18 Millionen deutschen Soldaten,aber diese hat es doch sehr wohl auch gegeben genauso wie eine Vielzahl allgemeiner Sympathisanten Hitlers welche kein Parteimitglied oder gross politisch interessiert waren.



    Zu deinem angebrachten Zitat Joseph Goebbels:

    Und am 4. März 1944:

    "[...] Die Generalität insgesamt hält der Führer, wie er mir schon häufiger gesagt hat, für denkbar ekelhaft. Die Generäle haben kein inneres Verhältnis zu ihm; sie stehen in Reserve und möchten zum großen Teil lieber heute als morgen Schwierigkeiten machen.

    möchte ich dir nur mit einer Passage aus dem Buch von Johannes Hürter "Hitlers Heerführer" entgegenen welcher auf Seite 603 schreibt:


    ,,Neben den abfälligen Urteilen Hitlers über die Heeresgeneralität, die sich nach der Katastrophe von Stalingrad


    häuften, sind auch Äußerungen überliefert, die belegen, dass der Diktator


    doch auf die Loyalität und das „Funktionieren" der Oberbefehlshaber baute. Im


    Zusammenhang mit der Rolle der italienischen Generalität beim Sturz Mussolinis


    wurde Hitler im September 1943 von Goebbels gefragt, „was augenblicklich unsere


    Marschälle machen. Er ist mit ihrer Haltung sehr zufrieden. Er äußert sich


    sehr positiv über Kluge, Küchler und auch Manstein, wenngleich er ihn für etwas


    übertrieben ehrgeizig hält. Kleist schließt sich sehr eng an den Führer und an die


    nationalsozialistische Bewegung an. Bock führt ein etwas kränkliches Pensionärsdasein..."


    Dies soll lediglich wie Hürter selbst schreibt nur ein Beleg dafür sein das auch andere Äußerungen Hitlers überliefert sind.

    Von Weichs Äußerung "auch wenn der Mordanschlag gelungen wäre" drückt jedenfalls nicht die erwünschte Rettung Hitlers aus,

    Das hängt natürlich auch davon ab wie man diese Äusserung interpretieren möchte.

    Hier scheint es ja offensichtlich so das jedes Beispiel welches nicht mit deiner persönlichen Meinung übereinstimmt, von dir nicht anerkannt wird.

    Da bedarf es schon wirklich mehr als nur Wikipedia zur Hilfe zu nehmen oder alles kleinzureden!

    Dies entspricht keinesfalls einer objektiven Betrachtung!




    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    Hallo Tac,


    wie Bodo in seinen Eingangspost geschrieben hatte,sollte es in diesem Thread darum gehen "wie prominente und weniger prominente deutsche Soldaten die Nachricht vom Putschversuch 1944 erlebt und für sich eingeordnet haben.

    Und welche Konflikte es vorher und danach mit überzeugten Nazis in Wehrmachtsuniform gab."


    Die Kritik von Dr.Rudolf ist allein schon deswegen vollkommen berechtigt,weil bis jetzt in diesem Thread zur Einschätzung meist nur einseitige Darstellungen von frommen Heeresgeistlichen herangezogen werden.

    Desweiteren stellt sich doch ebenso die Frage inwiefern die Ansichten eines Theodor Groppe (welcher aufgrund seiner politisch unzuverlässigen Haltung 1941 aus der Wehrmacht entlassen wurde) überhaupt irgend einen objektiven Aussagewert haben?!




    Nachstehend möchte ich einmal auf die Tagebuchauffzeichnungen des Generalobersten Georg Hans Reinhardts sowie des Generalfeldmarschalls Maximilian von Weichs eingehen wie diese das Attentat vom 20 Juli 1944 eingeordnet haben.


    Reinhardt schrieb am 20. 7. 1944: „Attentat auf Führer, Gott sei Dank ist er gerettet. Nachts seine Rede. Unfassbare Tat. Warum auch das noch?"


    und am 21. 7. 1944: „Völlig gebrochen. Unfassbar! Was hat man mit dieser Tat unserem Off.Stande angetan? Wir können uns nur tiefst schämen." (Quelle:Johannes Hürter - Hitlers Heerführer)





    von Weichs schrieb in seinem Tagebuch am 21. 7.1944 :„Putsch. Furchtbare Lage, auch diese


    Unruhe im Innern. Ein Gelingen hätte das Chaos herbeigeführt. Ein wahnsinniger Gedanke, zu

    glauben, durch solche Maßnahmen einen raschen Frieden herbeiführen zu können. Ein Dolchstoß


    wie 1918, doch schlimmer, da er von einer Seite kommt, von der man das Gegenteil zu erwarten gehabt


    hätte. Erschütternd, welche Namen in dieser Revolte beteiligt waren. Wie wird die Armee,


    die, namentlich Offizierkorps und Generale, jedes Vertrauen einbüßen wird, diese schlimme Erschütterung


    aussitzen? Wie wird dieser Schlag auf die Bundesgenossen wirken? Die Folgen sind


    noch nicht abzusehen."


    und am 22. 7. 1944 schrieb er : „Jedenfalls ist es unverständlich,


    wie ehemalige Generalstabsoffiziere eine solche nicht nur verbrecherische, sondern


    auch furchtbar dumme Idee haben konnten, ein Unternehmen, das in nichts vorbereitet war. Man


    hat sich nicht einmal davon überzeugt, wen man eigentlich hinter sich hat. Denn auch wenn der


    Mordanschlag gelungen wäre, wäre auch so der Putsch in sich zusammengebrochen, da kein Soldat


    den Befehlen dieser Führer Folge geleistet hätte." 

    (Quelle:Johannes Hürter - Hitlers Heerführer)






    Ein weiterer Faktor der hier bis jetzt noch keinerlei Erwähnung fand,ist die Frage inwieweit die Rekretierungsgebiete Einfluss auf die Haltung der Soldaten zur NSDAP hatten.

    Das dieser Punkt nicht unwesentlich zu sein scheint beschreibt Christian Hartmann in dem Buch "Wehrmacht im Ostkrieg" wie folgt:


    auf Seite 236/237

    ,,Keine Kampfdivision unseres Samples war so wenig nationalsozialistisch imprägniert wie die 45. ID. Ursachen dafür waren nicht allein eine Rekrutierungsbasis, in der die „Bewegung“ erst spät Fuß gefasst hatte, oder
    die Schwierigkeiten, die sich bei der Integration dieser Soldaten in die Wehrmacht ergeben hatten, sondern auch Divisionskommandeure, deren Weltbild eher nationalkonservativ als nationalsozialistisch war."


    und auf Seite 238

    ,,Tatsächlich waren die Ausgangsbedingungen der 296. ID nicht sehr günstig. Die Mannschaftssoldaten waren unerfahren oder überaltert, und ihre Motivation ließ oft zu wünschen übrig, was wohl auch damit zusammenhing, dass es kaum einRekrutierungsgebiet gab, wo die Leute dem Nationalsozialismus so gleichgültig gegenüberstanden wie in Niederbayern und der Oberpfalz."







    Von der Empörung über das Attentat auf Adolf Hitler berichtet zudem auch der damalige Oberfähnrich Hartmut Miegel (welcher keineswegs als Nationalsozialist galt ) in seinem Buch "Bei der Kavallerie 1942-1945".

    Darin schreibt er auf Seite 68 von seinem letzten Urlaub:


    ,,Mutter und ich verbringen einige nette Stunden bei Freunden in Ringenwalde und werden erst am Abend durch die Sondermeldung überrascht: <Auf den Führer wurde heute ein Sprengstoffanschlag verübt...>

    Unfaßbar für uns.Wir sind zutiefst betroffen.Mitten im Krieg einen Attentat auf den Obersten Befehlshaber?"




    Gruss Chris



    Hallo zusammen,


    zum Schluss noch ein Artikel aus dem Blatt "Deutsches Nachrichtenbüro" sowie ein Ausschnitt aus der Zeitschrift "Die Wehrmacht" von der feierlichen Übergabe des Infanterie Regiments 18 am 25.April 1939 an den zum Chef des Regiments

    ernannten Generaloberst Gerd von Rundstedt.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    im Anhang noch ein Bericht aus dem Blatt "Deutsches Nachrichtenbüro" von der feierlichen Übergabe des Infanterie Regiments 61 am 20.Oktober 1938 an den zum Chef des Regiments ernannten General der Infanterie a.D. Ritter von Epp.




    Gruss Chris

    Files

    Hallo zusammen,


    im Anhang ein Bericht aus der Zeitschrift "Deutsche Reiterhefte" über die Ernennung des Generalobersten Freiherr von Fritsch zum Chef des Artillerie Regiments 12 und dessen Übergabe am 11.August 1938

    auf dem Truppenübungsplatz Groß-Born.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    nachstehend ein Bericht aus dem Blatt "Deutsches Nachrichtenbüro" über die Ernennung des Generalfeldmarschalls Werner von Blomberg zum Chef des Infanterie Regiments 73 sowie dessen Übergabe am 14.August 1937.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    am 9.August 1936 wurde der ehemalige Generalfeldmarschall August von Mackensen durch den Reichskriegsminister Generalfeldmarschall Werner von Blomberg zum Chef des Reiter Regiments 5 ernannt,

    welches ihm am 19.August 1936 in Stolp feierlich Übergeben wurde.

    Im Anhang dazu 2 Artikel aus dem Blatt "Deutsches Nachrichtenbüro".



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    anlässlich seines 70. Geburtstag wurde Generaloberst Hans von Seeckt am 22.April 1936 von Adolf Hitler zum Chef des Infanterie Regiments 67 ernannt.

    Im Anhang dazu ein Zeitungsartikel der "Altoner Nachrichten".




    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    nachstehend einmal ein Ausschnitt sowie zwei Darstellungen aus dem Buch von Eberhard Hettler "Die Uniformen der Deutschen Wehrmacht"

    über die Uniform eines Generals als Chef eines Regiments.


    Uniform Chef.jpg



    Gruss Chris