Posts by Operation Bergahorn

    Hallo Christian,


    Eine Beförderung ist der Schritt zum höheren Dienstgrad so, wie man sich das so vorstellt.

    Die Ernennung ändert das Dienstverhältnis z.B. vom Wehrdienstler zum Berufssoldaten.

    so ist das allerdings nicht richtig!

    Generall versteht man unter Beförderung,die unabhängig von der widerruflichen Beleihung mit einer Dienststelle vorzunehmende Beförderung zu einem höheren Dienstgrad.

    Im Gegensatz dazu versteht man unter Ernennung lediglich nur eine Verleihung einer Dienstgrad-,Dienststellen-, oder Dienstbezeichnung.

    Mit Ernennungen war zudem keine Gebührniserhöhung verbunden.


    Beispielsweise konnte man vom Schützen zum Oberschützen ernannt werden,ohne das dies mit einer Änderung des Dienstverhältnises (Wehrdienstler zum Berufssoldaten) verbunden war.




    Gruss Chris


    (Quellen:H.Dv.29 a vom 1.12.1940)

    Hallo Alex,


    Gab es analog zu der Doktrin der amerikanischen Streitkräfte auch eine Dienstvorschrift/ Doktrin zum Einsatz der Panzerjäger (explizit der motorisierten Panzerjäger, soweit ich mich erinnere gibt es solche Vorschriften für Pak-Geschütze)?

    diesbezüglich gibt es das Merkblatt 75/3 "Richtlinien für Einsatz und Verwendung der Panzerjäger-Kompanie 7,5/IV (neu)" vom 2.10.1943 ,in welchem die Verwendung von stark gepanzerten Panzerjägern sowie deren Kampfweise behandelt wird.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    in den letzten Tagen und Wochen vor Kriegsende wird es wohl durchaus zu Beteiligungen von Frauen an Kampfhandlungen gekommen sein.

    passend dazu einmal zwei Rundschreiben der NSDAP Partei-Kanzlei über die Freiwilligenmeldung von Frauen und Mädchen zum Kampfeinsatz gegen den Feind sowie zur Ausbildung von Frauen und Mädchen im Gebrauch von Handfeuerwaffen.



    Gruss Chris

    Hallo Cristiane,


    Hatten sie z. B. freie Arztwahl, wurden die Kosten für Medikamente übernommen?

    Es gab ja wohl damals auch ein System vergleichbar mit dem heutigen und der Unterscheidung zwischen Kassen- und Privatpatienten.

    diesbezüglich waren die Bestimmungen des Einsatz-Wehrmachtgebühnisgesetzes (EWGG) vom 28. August 1939 massgebend.Demnach hatten die Soldaten des Friedensstandes den Anspruch auf freie ärztliche Behandlung ihrer Ehefrau und Kinder wobei die Behandlung durch den Truppen- oder Standortarzt oder deren militärärztliche oder zivilärztliche Vertreter zu erfolgen hatte.
    Gleichfalls galt dieser Anspruch auch für Arznei- und Verbandmittel.


    Familienangehörige,die allerdings auf Grund gesetzlicher Verpflichtung Mitglieder einer Krankenkasse waren,blieben gemäss diesen Bestimmungen lediglich auf diese angewiesen.



    Gruss Chris

    Hallo Anja,


    Und warum wurde das nicht einheitlich getragen? Bei der Marine trug man das auch links.

    bei der frühen Reichswehr (von Mai 1919 an) wurde vom Sanitätspersonal gemäss Gemäss Verfügung vom 5.5.1919 (Armee-Verordnungsblatt 1919 Ziffer 811) noch auf beiden Oberarmen ein Armspiegel mit Äskulapstab getragen.

    Gemäss der Neuregelung der Bekleidung und Ausrüstung des Reichsheeres vom 22.12.1920 (HVBl.1920 Ziffer 1368) wurde dann ab dem 1.Januar 1921 von Unterärzten das Dienststellungsabzeichen (Äskulapstab) auf dem rechten Unterarm getragen.

    Diese Regelung wurde dann auch später beim Heer innerhalb der Wehrmacht beibehalten.



    Ist das heute beim Heer auch noch anders, wie bei der Wehrmacht?

    Soweit ich weiss wird solch ein Abzeichen beim Heer der Bundeswehr vom Sanitätspersonal am Feldanzug nicht getragen.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    gemäss der H.Dv. 122 Teil A "Anzugordnung für das Reichsheer" vom 14.11.1934 wurde vom Sanitätsunterpersonal das Abzeichen mit dem Äskulapstab am rechten Unterarm getragen!





    Hallo Justus,


    aus dem Röntgenthread von neulich folgendes Bild: Aesculapstab am linken Arm

    das hängt nun wieder damit zusammen,dass es bei der Kriegsmarine natürlich andere Bestimmungen gab!

    Gemäss der M.Dv.260 "Bekleidungs- und Anzugs- Bestimmungen für die Kriegsmarine" vom 31.10.1935 wurden die Laufbahnabzeichen der Mannschaften unmittelbar über dem Mannschaftsdienstgradabzeichen getragen.




    Gruss Chris

    Hallo Thilo,

    umso peinlicher, wenn dann das Haus Wachenfeld fälschlich Haus Wachenheim genannt wird...

    hier kann man allerdings doch nur den Verfasser des Artikels die Schuld geben!


    Die von Johann Heinrich eingestelleten Zeitungsausschnitte sind zum Teil nicht alle inhaltlich richtig.


    Dies ist schliesslich nicht das erste mal das in diesen Fundstücken deutliche Fehler vorgekommen sind.

    Ich erinnere dort nur einmal an den Zeitungsausschnit zur Heeres-Reit-und-Fahrschule Krampnitz bei welchem fälschlicherweise als Leiter des Springstalls ein

    gewisser Rittmeister Monnie genannt wurde.



    Eventuell wurden dieser Fehler aber in einer späteren Ausgabe von der Redaktion korrigiert.


    Gruss Chris

    Hallo Thomas,


    die besagte Verfügung vom 13.03.1939 (M.V.Bl. 1939 S.181-182) ergänzte bzw. berichtigte die Marine Bekleidungs- und Anzugsbestimmungen und regelte somit auch die

    entsprechenden Abzeichen für die Marine-Artillerie.

    Hier ist dazu einmal der entsprechende Ausschnit der Verfügung.Verfügung.jpg




    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    Hallo pvt.snafu,


    Warum sollte die Wehrmacht die russische Zivilbevölkerung besser behandeln als die Soldaten der Roten Armee?

    diesbezüglich kann ich dir ebenso den Thread Verhältnis der Wehrmacht etc zur Landbevölkerung an der Ostfront empfehlen,in welchem gerade auch auf die Wichtigkeit einer guten Behandlung der russischen Zivilbevölkerung durch die Wehrmacht eingegangen wird.



    Hallo Justus,

    Einmal (provokant) umformuliert: Gab es seitens der deutschen Wehrmacht etwa weniger Vergewaltigungen als in anderen Armeen, weil die "Manneszucht", also die Aufrechterhaltung der soldatischen Disziplin innerhalb der Wehrmacht, eine so herausragende Wertigkeit besaß?

    natürlich ist dies eine sehr schwierige Frage,dennoch muss man schon die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Manneszucht innerhalb der Wehrmacht als wirklich sehr hoch einstufen.

    Insbesondere die unzähligen Befehle ,welche sich permanent mit jeglichen Verstössen gegen die Disziplin und Manneszucht beschäftigen, geben diesbezüglich einen sehr guten Hinweis auf deren besonderen Stellenwert.


    Gerade das Ansehen der Wehrmacht sollte demnach stets gewahrt werden und wurde somit auch immer wieder ausdrücklich betont.


    So heisst es z.B. im Merkblatt für das Verhalten des deutschen Soldaten in den bestzten Ostgebieten vom 8 Juni 1942:


    ,,Der deutsche Soldat ist in den besetzten Gebieten der Repräsentant des Deutschen Reiches und seiner Macht.Er soll sich als solcher fühlen und entsprechend auftreten.

    Dieser Standpunkt allein ist geeignet,dem deutschen Heer im fremden Lande die gebührende Achtung zu sichern.''


    Sowie an anderer Stelle:


    ,,Einwandfreie Haltung,tadelloses Auftreten in der Öffentlichkeit und straffe Disziplin sind am besten geeignet,dem deutschen Soldaten Achtung bei der Zivilbevölkerung der besetzten Grebiete zu verschaffen.''




    Gruss Chris

    Hallo pvt.snafu,



    Wie Paul Spohn schon erwähnt hatte wurde das Standrecht erst zum Ende des Krieges gegen die eigenen Streitkräfte eingeführt. Davor gab es das Standrecht nur bei der Polizei, Gestapo und SD zur Aburteilung von Zivilisten.

    das ist allerdings vollkommen falsch!


    Gemäss der Vierten Verordnung zur Durchführung und Ergänzung der Verordnung über das militärische Strafverfahren im Kriege und bei besonderem Einsatz vom 1. November 1939

    wurde die Kriegstrafverfahrensordnung (KSTVO) um den §13a "Standgerichte" bereits erweitert.


    Den Bestimmungen der KSTVO waren zudem alle Soldaten und Wehrmachtbeamten bei begangenen Straftaten unterworfen.



    Gruss Chris

    Hallo Johannes Maria,


    Dabei ist oft die Rede von " Reiterregiment" und " Kavalerieregiment" und ich frage mich, ob es nur eine Umbenennung ist oder ob es gewaltige Unterschiede zwischen beiden gibt .

    da Reiterregimenter und Kavallerieregimenter bis zur Mobilmachung zeitgleich nebeneinander bestanden,gab es demnach natürlich auch einige Unterschiede in deren Organisation.

    Ein Kavallerieregiment bestand damals aus 5 Reiterschwadronen,3 Radfahrschwadronen,1 motorisierten und 1 Nachrichtenschwadron.

    Im Gegensatz dazu bestand ein Reiterregiment aus 5 Reiterschwadronen mit leichten und schweren Maschinengewehren und 1 Stabsschwadron,welche wiederum Pionier-, Pak und einen Kavalleriegeschützzug beinhalteten.


    Aus den Kavallerieregimentern sollten zudem im Kriegsfalle sowie für Manöver insgesamt 3 Aufklärungsabteilungen gebildet werden.

    Des weiteren finden sich bei den Kavallerie- sowie Reiterregimentern auch zahlenmäßige Unterschiede bei den Friedensstärkenachweisungen.



    Gruss Chris


    (Quelle:Freiherr von Wechmar,Dienst bei den Waffen - Heft 2 Kavallerie)

    Hallo pvt snafu,


    Da es sich im Osten um einen Rassenkrieg handelte war eine Vergewaltigung eine "Schwäche im Charakter".

    Einvernehmlicher sexueller Kontakt viel unter die Rassenschande (auch Blutschande genannt) und war eine Straftat.

    Diese Behauptung die du hier aufstellst ist vollkommen falsch!

    Die russische Bevölkerung setzte sich gemäss nationalsozialistischer Ansicht rassisch auch aus einem großen Teil artverwandten Blutes zusammen,sodass der Begriff Rassenschande (Blutschande) hier keinesfalls zutrifft!


    Gruss Chris