Posts by Operation Bergahorn

    Hallo Harald,


    Ich weiß, daß 1939 in der Wehrmacht der Dienstgrad Stabsfeldwebel für Unteroffiziere mit Potetee eingefühert wurde.

    der Richtigkeit halber möchte ich noch darauf hinweisen,dass der der Dienstgrad Stabsfeldwebel bereits durch die Verfügung Hitlers vom 14.9.1938 eingeführt wurde (HVBl. 38 A Nr.102).





    Hallo Wolf,


    Was waren denn die Aufgaben eines Stabsfeldwebels? Irgendwie meine ich, dass er doch zumindest Zug- oder Kompanieführer gewesen sein müsste?

    daruf gibt es natürlich keine allgemeingültige Antwort!

    Vielmehr hängen die Aufgaben des Stabsfeldwebels von desssen Verwendung im Truppendienst,Funktionsdienst oder in den Sonderlaufbahnen ab.


    Gruss Chris

    Hallo Stfw68,


    Welche Voraussetzungen mussten erfüllt sein um zum Stabsfeldwebel befördert zu werden?

    gemäss der L.Dv.76/1a "Bestimmungen über Beförderung und Ergänzung der Unteroffiziere und Mannschaften der Luftwaffe unter besonderem Einsatz" vom 25.1.1941,konnten Feldwebel und Oberfeldwebel nach einer Gesamtdienstzeit von 12 Jahren zum Stabsfeldwebel befördert werden.



    Gruss Chris

    Hallo Karl,


    es gab mal die Überlegung, dass der Kopf des Adlers in Blickrichtung rechts Parteiorgane/Staat und links Wehrmacht oder umgekehrt zeigen muss.

    Quelle habe ich bis jetzt nicht mehr gefunden.

    sachdienliche Beiträge und Ergänzungen sind natürlich in diesem Thread immer erwünscht.

    Welchen Nutzen soll aber bitte dein Post hier für diesen Thread haben,wozu zum ersten ein klare Quelle fehlt und zumal,wie die Geschichte uns nunmal gezeigt hat,eine solche Änderung nie eingetroffen ist.

    Von daher ist diese "Info" wirklich mehr als belanglos.




    Hallo Dierk,


    meinst Du dieses Bild?

    hierzu möchte ich nur anmerken,dass das Hoheitszeichen des Deutschen Reiches,wie es auf dem von dir eingestellten Bild zu sehen ist,1933 noch nicht einmal eingeführt wurde.

    Dieses wurde erst durch die Verordnung im Jahre 1936 offiziell als Hoheitszeichen des Reiches eingeführt.



    Ich möchte ebenso hiermit einmal höflichst darauf hinweisen,dass die "Spamerei" dieses Threads bitte zu unterbleiben hat.

    Ich bitte ebenso die Forumsleitung die letzten beiden Posts inklusive diesen Post von mir hier bitte zu löschen.


    Der Thread soll,wie im Eingangspost bereits erwähnt,die Einführung des Hoheitsabzeichens der NSDAP bei der Wehrmacht behandeln und als Übersicht dienen.



    Gruss Chris

    Hallo Dierk,


    in diesem Zusammenhang für die Mitleser vielleicht interessant, daß die ersten Koppelschlösser, die das Reichswehrmodell mit dem Weimar-Adler ablösten, zunächst in die gleiche Richtung blickten wie das Reichswehrmodell zuvor.


    dies könnte natürlich der Einführungsverfügung des neuen Koppelschlosses vom 24.1.1936 (HVBl 1936 Nr.114) geschuldet sein,in welcher es lediglich heisst,dass auf der Vorderseite des Koppelschlosses das Hoheitsabzeichen wie es am Stahlhelm getragen wird aufgeprägt ist.Auf die Blickrichtung des Adlers wir in dieser Verfügung nicht eingegangen.


    Bei Schlicht/Angolia heisst es diesbezüglich,dass um 1936 aus unbekannten Gründen auch Koppelschlösser mit nach rechts gewendetem Kopf hergestellt wurden.




    Gruss Chris

    Hallo zusammen,



    Durch die Verfügung vom 15.3.1935 (Rw.Min. VA V5 IIIa) wurde bereits ein neues Hoheitsabzeichen für die Schirmmütze eingeführt,welches dem silbernen Hoheitsabzeichen am weißen Rock für Offiziere in verkleinerter Form entsprach.1935.jpg2.Muster.jpg



    In der Folgezeit wurde das Hoheitsabzeichen auch an einer ganzen Reihe weiterer Bekleidungsstücke getragen:


    - als "Wehrmachtsportabzeichen" durch Verfügung vom 14.5.1935 (AHM 1935 Nr.222) am Sportanzug/Sporthemd,wobei dieses Abzeichen in Form und Gestalt dem gewebten Hoheitsabzeichen am Tuchrock/Feldbluse entsprach.


    - am durch Verfügung vom 29.6.1935 (HVBl 1935 Nr.334) eingeführten Waffenrock


    - an Feldmütze und Schutzmütze für mit gepanzerten Kampffahrzeugen ausgestattenten Einheiten der Kraftfahrkampftruppen durch Verfügung vom 24.10.1935 (HVBl 1935 Nr.646)


    - das auf schwarzen Baumwollstoff gewebte Hoheitsabzeichen in Größe und Gestalltung des für die Feldbluse

    der Unteroffiziere und Mannschaften eingeführten Abzeichens durch Verfügung vom 11.11.1935 HVBl 1935 Nr.690,auf der rechten Brustseite der schwarzen Feldjacke,dem Trainnings und zivilen Skianzug,der Fussball und Handballbluse sowie auf dem linken Oberarm des Fechtanzuges.


    - an der Bergmütze durch Verfügung vom 11.2.1936 (HVBl 1936 Nr.190)


    Heer.jpg





    Aufgrund der Verordnung zur Neugestaltung des Hoheitszeichens des Reiches vom 7.März 1936 (RGBl 1936 S.145),wonach der Kopf des Adlers entgegen dem des ursprünglichen Hoheitszeichen der NSDAP nach rechts gewendet ist,

    hatte der Reichskriegsminister von Blomberg entschieden,dass an dem Aussehen der sogenannten Wehrmachtadler nichts geändert wird und der Kopf des Adlers deshalb nach links gewendet bleibt.

    In der entsprechenden Verfügung vom 9.4.1936 (HVBl 1936 Nr.473) wurde weiterhin darauf hingewiesen,dass die Hoheitszeichen der Wehrmacht die Zusammengehörigkeit von Wehrmacht und Partei betonen sollten.

    HVBl36 Adler.jpg




    Gruss Chris


    (Fortsetzung zur Kriegsmarine und Luftwaffe folgt)

    Hallo zusammen,



    Bereits durch Verfügung vom 5.4.1934 (Der Reichswehrminister 64c 32 V 3 VIa Nr. 513.4.34) wurde das Versuchszeichen am Stahlhelm jedoch durch ein verbessertes Hoheitsabzeichen ersetzt.

    Diese waren widerum sofort nach Eintreffen,jedoch innerhalb eines Standortes gleichzeitig am Stahlhelm anzubringen.


    Die Ausführungsbestimmungen für die Hoheitsabzeichen am Rock/Feldbluse vom 24.4.1934 (Der Reichswehrminister 64 c 32 V 3VI A Nr.616.4.34) regelte ausserdem,dass das Hoheitsabzeichen erstmals am 1.5.1934 anzulegen war.

    Demnach trugen:

    -Generale und Beamte mit Genaralsabzeichen handgestickte Hoheitsabzeichen aus Goldgespinst.


    -Offiziere und Beamte mit Offiziersabzeichen am Gesellschaftsrock hangestickte Hoheitsabzeichen aus Silbergespinst,

    am Dienstrock (Feldbluse) aus Aluminiumgespinst gewebte und auf Tuch aufgesteppte Hoheitsabzeichen,

    am weissen Rock aus Neusilber (Generale in Gold) gestanzte Hoheitsabzeichen mit Anstecknadel


    -Unteroffiziere und Mannschaften am Dienst- und Ausgehrock (Feldbluse) aus silbergrauem mercerisiertem Baumwollgarn gewebte Hoheitsabzeichen,

    am eigen Rock aus Aluminiumgespinst gewebte und auf Tuch aufgesteppte oder auf Tuch handgestickte Hoheitsabzeichen


    Bilder vom Volksrenntag in Karlshorst am 29.4.1934 zeigen jedoch den damaligen Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg bereits mit den neuen Hoheitsabzeichen an der Uniform.


    Diese Neuerungen an den Uniformen des Reichsheeres wurden ebenso der damaligen Presse vorgestellt,wie in diesem Artikel der Altoner Nachrichten vom 26.4.1934.

    Altonaer Nachrichten1934 04 26 .jpgPresse 1.jpgPresse 2.jpgPresse 3.jpg




    Ergänzend habe ich im Anhang dazu noch die Anlage 10 der H.Dv.122 A "Anzugordnung für das Reichsheer" vom 14.November 1934 als Übersicht der Hoheistabzeichen innerhalb des Reichsheeres beigefügt.



    Gruss Chris

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    Hallo zusammen,


    in diesem Thread soll es einmal über die Einführung des Hoheitsabzeichens der NSDAP bei der Wehrmacht und zur allgemeinen Übersicht,um dessen Ausführungen an den verschiedenen Bekleidungsstücken gehen.



    Um die Verbundenheit der Wehrmacht mit Volk und Staat zum Ausdruck zu bringen wurde per Verordnung des damaligen Reichspräsidenten Hindenburg am 17.2.1934 das Hoheitsabzeichen der NSDAP bei der Wehrmacht eingeführt.


    Gemäss dieser Verordnung war die Landeskokarde an der Mütze des Reichsheeres abzulegen und durch das neue Hoheitsabzeichen zu ersetzen.Gleichzeitig war auf der rechten Seite des Stahlhelms des Reichsheeres das Schild in den

    Reichsfarben schwarz-weiß-rot und auf der linken Seite das neue Hoheitsabzeichen in weißer Ausführung anzubringen.Desweiteren war das Hoheitsabzeichen in sibergrauer Stickerei über der Tasche auf der rechten Brustseite des Rockes bzw.der Bluse anzubringen.


    Für die Reichsmarine waren die entsprechenden Hoheitsabzeichen in goldener bzw. goldgelber Ausführung anzubringen.



    Gemäss der Verfügung des Chefs der Heeresleitung (Nr.440/34 Wehr A.Allg.IV A.Z.64) vom 17.2.1934 hatte die Veröffentlichung der Verordnung in der Presse durch das Reichswehrministerium in den Zeitungen frühestens am 20.2.1934 zu erfolgen,wobei

    eine Benachrichtigung der Presse zu unterbleiben hatte.


    Passend dazu habe ich nachstehend einen Presseartikel der Hamburger Nachrichten vom 20.2.1934 über die Einführung des Hoheitsabzeichens der NSDAP bei der Wehrmacht.

    Hamburger Nachrichten 20 Feb..jpg



    Am 20.2.1934 wurde vom Reichswehrminister verfügt (Az.64 c 32 V 3 VI A Nr.121.2.34),dass die Truppen der Standorte Berlin und Potsdam das neue Hoheitsabzeichen zum Heldengedenktag am 25.2.1934 am Stahlhelm tragen sollte.

    Verfügung .jpg



    Dabei handelte es sich um ein versuchsweise getragenes Hoheitsabzeichen,zu welchem nach Adolf Schlicht und John Angolia "Die Deutsche Wehrmacht - Uniformierung und Ausrüstung 1933-1945 Band 1 Das Heer" keine näheren Informationen vorliegen.

    Im Anhang habe ich dazu einmal ein Bild dieses Stahlhelm-Versuchszeichens sowie einen Ausschnitt vom Heldengedenktag 1934,bei welchem dieses zum ersten mal in der Öffentlichkeit getragen wurde.





    Gruss Chris

    Hallo Eifeler,


    Und da gibt es dieses Photo, auf das ich mir keinen Reim machen kann.

    auf dem Bild handelt es sich um die Uniform eines Angehörigen der Heeresunteroffiziervorschulen.

    Diese trugen sogenannte altpreussische Litzen auf den Kragenpatten,wie sie in ähnlicher Ausführung auch beim RAD getragen wurden.




    Gruss Chris


    (Quelle:Schlicht/Angolia - Das Heer)

    Hallo zusammen,


    im Anhang habe ich zwei Schreiben des damaligen SS-Obergruppenführer und Chef des SS-Hauptamtes Heißmeyer vom August/September 1939,in welchem das Tragen der feldgrauen Bekleidung für Angehörige des SS-Hauptamts und der Allgemeinen SS geregelt wurde.



    Gruss Chris


    (Quelle Nara:T-175 R-103 SS-FHA)

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    Hallo zusammen,


    zu Otto Schramme noch eine Ergänzung, vielleicht auch für die Polizeisammler im Forum interessant.

    ergänzend dazu habe ich noch eine weitere Anzeige zum Tod des damaligen Hauptmanns Otto Schramme aus der Zeitschrift "Der SA Führer" Heft 7 1941.



    Gruss Chris

    Hallo Johann,


    nachstehend habe ich zu Major Kloß noch ein Bild aus dem Buch "Im Auge des Jägers - Der Wehrmachts-Scharfschütze Josef Allerberger" von Albrecht Wacker,in welchem auch von den Todesumständen des Major Kloß geschrieben wird (Treffer russischer Artillerie).

    Major Kloß.jpg


    Als Mitglied der NSDAP könnten sich weitere Unterlagen zu seiner Person auch in den Akten des BDC (Berlin Document Center) finden.



    Gruss Chris

    Hallo Justus,


    ein Merkmal des NS-Staates war die insbesondere unter der Federführung Paul Ludwig Troosts, Ludwig Ruffs oder natürlich Albert Speers entwickelte pompöse "neue" Architektur, die auch als Neoklassizismus bekannt ist. Es waren dies aber nicht nur repräsentative Gebäude, sondern auch Zweckbauten, die eine bestimmte, verordnete Stilrichtung prägte.


    passend zum Thema habe ich einmal einen Bericht aus der Zeitschrift "Wille und Macht" Heft 2 1938 über Bauten der Wehrmacht,in welchem auch einige "kraftvolle und künstlerische" Bauwerke des 18. Jahrhunderts sowie auch Kasernenbauten aus dem "künstlerich wirren und erlahmenden 19. Jahrhundert" beschrieben werden.Für den Nationalsozialismus galt es daher an die preußische Klassik anzuknüpfen und Bauwerke zu schaffen,welche den "Ausdruck der Lebenskraft des Volkes und der Macht des Staates" durch höchste Ordnung,straffe Gliederung,und disziplinierte Haltung widerspiegeln.



    Gruss Chris

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    Hallo Bert,


    Um 1934 sagte Hitler:

    "Wie wahrhaft jammervoll aber ist das Verhältnis zwischen Staat und Privatbau heute geworden. Würde das Schicksal Roms Berlin treffen, so könnten die Nachkommen

    als gewaltigste Werke unserer Zeit die Warenhäuser einiger Juden und die Hotels einiger Gesellschaften als Ausdruck der Kultur unserer Tage bewundern."

    ich weiß zwar nicht woher du deine Informationen bezüglich des Jahres 1934 hast,der Richtigkeit halber möchte ich nur darauf hinweisen,dass das von dir angegebene Zitat aus Hitlers Buch "Mein Kampf" stammt (S.291) und somit aus der Zeit vor 1934 stammt.


    Diese Passage wurde dazu ebenfalls bereits im Illustrierten Beobachter von 1931 Folge 23 Seite 477 abgedruckt.

    Verfall.jpg




    Gruss Chris

    Hallo Bert,


    als Hitler auf dem Nürnberger Parteitag 1934 in einer „Kulturrede“ erklärte, der nationalsozialistische Staat müsse sich verwahren gegen „das plötzliche Auftauchen jener Rückwärtsgewandten, die dem deutschen Volk Straßenbenennungen und Maschinenschrift in echt gotischen Lettern aufdrängen wollen".Damals musste Hitler noch auf die Alldeutschen Rücksicht nehmen.

    woher genau stammt denn diese Zitierung?

    Die von dir angegebene Passage ist nämlich vollkommen aus dem Zusammehang gerissen,sodass eine sachmässige Beurteilung Hitlers Anführungen so unmöglich ist!


    So hiess es in der besagten Rede diesbezüglich :

    ,,Zum zweiten aber muss der nationalsozialistische Staat sich verwahren gegen das plötzliche Auftauchen jener Rückwärtse,die meinen,eine ,,teutsche Kunst" aus der krausen Welt ihrer eigenen romantischen Vorstellungen der nationalsozialistischen Revolution als verpflichtendes Erbteil für die Zukunft mitgeben zu können.

    Sie waren niemals Nationalsozialisten gewesen! Entweder hausten sie in den Einsiedeleien einer von Juden stets als lächerlich empfundenen germanischen Traumwelt oder sie trabten fromm und bieder inmitten der Heilsscharen einer bürgerlichen Renaissance.

    Sie haben es nie der Mühe wert gefunden ,sich mit dem nationalsozialistischen Gedankengut vertraut zu machen. Im Gegenteil,sie pflegten von der Höhe der Sprossen ihres bürgerlichen Parteistalles nur mitleidsvoll herabzublicken auf das unangenehme, tumultuose Leben und Treiben der nationalsozialistischen Unruhestifter.''


    Weiter heisst es ausserdem:

    ,,So offerieren sie heute Bahnhöfe in original-deutschen Renaissancestil,Strassenbenennungen und Maschinenschrift in echt gotischen Lettern,Liedertexte frei nach Walther von der Vogelweide,Modeschöpfungen nach Gretchen und Faust,Bilder nach Art des Trompeters von Säkkingen,Bidenhänder und Armbrust,aber womöglich als Wehr und Waffen.Sie haben keine Ahnung davon,dass deutsch sein klar sein heissen könnte,sonst würden sie sich besser als Versteinerungen in die Museen zurückziehen,denn als aufdringliche Geister die Mitwelt erschauern lassen.Weil wir die Gesamtleistungen der Vergangenheit auf das tiefste respektieren,bilden sie sich ein,dass wir alles aus ihr auch für die Zukunft angewandt sehen möchten.'' (Quelle:Der Kongress zu Nürnberg 1934)





    Im Gegensatz dazu sprach Hitler sich zuvor ebenso gegen die Bestrebungen ,,Neues um jeden Preis" aus.


    Seit dem Parteitag 1934 war eigentlich klar, dass Hitler kein großer Freund "gotischer Lettern" war

    woran genau willst du dies denn ausmachen?

    Umso unverständlicher ist dann doch widerum die Tatsache,dass selbst Hitlers Buch ,,Mein Kampf" noch viele Jahre in Fraktur aufgelegt wurde!


    In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich dann auch die Frage,von wem eigentlich die Behauptung ausging das die Frakturschrift von Juden erfunden wurde.

    Bisher ist mir diesbezüglich nur der bereits erwähnte Befehl Himmlers von 1939 bekannt.




    Gruss Chris

    Hallo Bert,


    selbst überzeugte Volksgenossen der damaligen Zeit erkannten wohl, dass die uralt wirkenden Frakturschriften einer Modernisierung bedurften.


    worauf genau beruht denn diese Aussage?

    Liegen dir hierzu irgendwelche Kenntnisse vor?


    In diesem Zusammenhang ist eventuell auch eine Stellungnahme der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe zu der Klärung der Frage,ob die gotische Schrift jüdischen Ursprunges ist, von Interesse.


    Dazu hatte bereits am 9.1.1939 der damalige Reichsführer-SS Heinrich Himmler angeordnet,dass zukünftig alle Bücher und sonstige Drucksachen in der Antiqua gedruckt werden sollten.Dies hätte zusätzlichlich den Vorteil,dass insbesondere Ausländer diese Schrift besser lesen könnten.Desweiteren stellte Himmler ebenso die Behauptung auf,dass "seines Wissens" sogar die gotischen Lettern von Juden erfunden wurden.(Quelle: Der Chef des SS-Hauptamtes / SS- Zentralkanzlei ZK/Az. 30 0/9.1.39 W/P.)


    Die Stellungnahme der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe bezüglich dieser Anordnung legte dazu dar,dass die gotische Schrift keineswegs jüdischen Ursprunges sei.

    Vielmehr sei die gotische Schrift ganz organisch aus der Schreibschrift des deutschen Hochmittelalters entwickelt worden.

    Desweiteren wurde ebenso ausgeführt,dass ansonsten generell den Juden die Gabe eigenen schöpferischen Schaffens abgesprochen werde,in diesem Zusammenhang aber den Juden der Verdienst der Erfindung der gotischen Schrift nun fälschlicherweise anerkannt wird.(Quelle:Briefwechsel des Deutschen Ahnenerbes mit dem Reichsführer-SS)



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    Hallo Karl,


    Ich möchte aber trotzdem die H.Dv. 275 " Sportvorschrift für das Heer"


    hierbei ist dir offensichtlich ein kleiner Schreibfehler unterlaufen!

    Bei der H.Dv. 275 handelt es um die sogenannte Felgendarmerie-Vorschrift,in welcher das Boxen natürlich nicht erläutert wird.






    In Bezug auf die waffenlose Nahkampfausbildung sind eventuell auch die Punkte der Sportvorschrift für die Kriegsmarine vom 10.6.1938 von Interesse.

    Darin wird die Nahkampfschule,welche sich aus Verteidigung,Entwaffnung und Angriff zusammensetzt, in Schlagübungen,Fallübungen,Befreiungsgriffe,Transportgriffe,Wurfarten,Bodengriffe und Entwaffnungsgriffe unterteilt.



    Gruss Chris

    Hallo Anton,


    Der "bestrichene Raum" ist im Deutschen ein Standardbegriff, den bei uns jeder kennt (vom Heer oder von der Jagdprüfung).


    Gibt es im Englischen einen gleichwertigen Begriff, bzw. ein gleichwertiges Konzept?

    der bestrichene Raum wird im Englischen "beaten zone" genannt.


    in der amerikanischen Vorschrift FM 23-6 "Basic Field Manual - U.S. Rifle,Caliber .30" vom 3.August 1942 heisst es dazu:
    ,,...The beaten zone is the area on the ground struck by the bullets forming a cone of dispersion.When the ground is level, the beaten zone is also a horizontal shot group. The slope of the ground has great effect on the shape and size of the beaten zone. Rising ground shortens the beaten zone. Ground that slopes downward and in the approximate curve of the trajectories greatly lengthens the beaten zone. Falling ground with greater slope than the trajectory will escape fire and is said to be in defilade."



    Gruss Chris