Posts by Operation Bergahorn

    Hallo zusammen,


    Hallo Karl und Ingo,


    meines Wissens gab es in der SA nur einen Sturmhauptführer.


    Bei der SA gab es den Sturmhauptführer bis 1945.

    Der Dienstgrad Sturmhauptführer wurde im Jahre 1939 bei der SA sowie auch beim NSKK (wie zuvor bei der SS im Jahre 1934) in Hauptsturmführer umbenannt.

    Dementsprechend findet sich dieser Dienstgrad auch in den zeitgenössischen Übersichten,wie beispielsweise im nachstehenden Ausschnitt aus dem Organisationsbuch der NSDAP von 1943.

    SA Dienstgradabzeichen (800x628).jpg


    Gruss Chris

    Hallo Thomas,

    Quote

    am 15.04 habe ich schon die Frage nach dem NSKK gestellt,

    woran man das festmacht


    das ist mir natürlich damals auch schon nicht entgangen.


    Eventuell kann uns aber der clan01 diesbezüglich noch aufklären.

    Für mich ist es nämlich auch ein Rätsel warum sich hier auf das NSKK versteift wird.


    Gruss Chris

    Hallo Christian,


    Hast Du eine Idee wie es zu den hellen Soutachewinkeln ohne entsprechende Vorstöße kommen kann?

    das kann u.A. den Lichtverhältnissen,den Winkel der Aufnahme sowie auch der Produktion unterschiedlicher Uniform-Effekten Hersteller geschuldet sein.

    Selbst auf manchen Portraitaufnahmen erscheinen z.T. die Vorstösse nicht immer den exakt selben Farbton zu besitzen.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,



    und die Waffenfarbe der Schulterstücke ist nicht Weiß wie es bei der Infanterie sein müsste.


    Der weiße Rand am Schulterstück müßte m.E. aus der Perspektive, aus der das Bild aufgenommen wurde, deutlich erkennbar sein und sich gut vom dunklen Rest abheben.


    Hallo Colin und Christian,


    auf dem ersten Bild ist eine eckig geschnittene Schulterklappe zu erkennen, bei welchen es vorschriftsmässig keinen Vorstoss in der Waffenfarbe gab.



    Gruss Chris

    Hallo Wolfgang,


    Sturmriemen, Binder (Krawatte), Schulterriemen, Koppel und Dolchgriff erscheinen mir schwarz.

    leider ist es nun aber nicht zweifelsfrei feststellbar ob das Lederzeug etc. schwarz oder ein dunkleres Braun ist.


    Die SS fällt allein schon aufgrund der Uniformjacke (Farbe) sowie des Fehlens des Totenkopfes and der Schaftmütze aus.

    Aus diesem Grund kann der Dolchgriff auch nicht schwarz sein.


    Das NSKK trug später zudem schwarzes Lederzeug sowie auch schwarze Kragenspiegel auf dunkelbraunen Kragen des Dienstrockes/Dienstbluse.Zwar fehlt das NSKK Hoheitsabzeichen sowie auch das schwarze Mützenband an der Schaftmütze,dies könnte allerdings mit dem frühen Aufnahmedatum zusammenhängen.


    Ohne die Beinbekleidung sehen zu können ist eine genaue Bestimmung der Zugehörigkeit auch leider nicht möglich.Voraussgesetzt das wir von vorschriftsmässiger Bekleidung ausgehen.


    Die bisherigen Hinweise sprechen allerdings mehr dafür das es sich auf dem Bild um einen Obertruppführer der Sturmabteilung handelt.



    Gruss Chris

    Hallo Thomas,


    Dennoch halte ich den Parteiapperat Allgemeine SS für viel komplexer als den der SA,

    dazu die SS-Hauptämter, die SA dürfte da wohl nichts Vergleichbares gehabt haben.

    Das Gegenstück zum SS-Hauptamt stellte bei der SA die Oberste SA-Führung dar mit all den Nebenämtern wie dem Führungshauptamt,Personalhauptamt,Erziehungshauptamt,Gesundheitshauptamt,Verwaltungshauptamt,Gericht- und Rechtsamt,usw..




    Gab es bei der SA all die Referenten, die bei der SS installiert wurden?


    aufgrund der unterschiedlichen Aufgabenbereiche ist dies zum Teil sicher nicht der Fall gewesen,allerdings gab es bei der SA für so "fast alles" auch Referenten wie z.B. Musikreferenten,Referenten für Presse und Propaganda,Sportreferenten,Referenten für Bauwesen usw...


    Komplex und in vielen Aspekten weitestgehend unbekannt ist die Sturmabteilung allemal.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    Hallo clan01,



    Ist das Originalbild eventuell etwas größer?Zur genauen Bestimmung dieses eher qualitativ schlechten Bildes,würde es helfen wenn man eventuell auch die Hosen erkennen könnte.


    Der junge Mann wird nur als "Alter Kämpfer des Stahlhelms" bezeichnet, der mit seinen anderen Brüdern das "Stalhelm-Ehrenzeichen der Alten Garde" trägt.

    Was dies auch immer sein mag.

    bei dem Abzeichen scheint es sich wohl um ein Stahlhelm Diensteintrittsabzeichen mit entsprechender Jahreszahl zu handeln.

    stahlhelmbund-diensteintrittsabzeichen.jpg




    Hallo Colin,


    Was haltet ihr denn von meiner Idee der Feldherrnhalle Standarte, dafür spricht doch so einiges.


    die SA-Standarte "Feldherrnhalle" fällt allein schon aufgrund des Aufnahmedatums des Bildes (1934) aus.



    Hallo Thomas,


    Vor 7 Jahren habe ich ich mal versucht, analog zur Allgemeinen SS, sowas wie eine ArGe zur SA zu begründen,

    haute aber nicht hin,

    vielleicht fehlte der Wille Zeit zu investieren,

    vielleicht schreckte die Arbeit daran ab,


    hierzu musst du natürlich auch bedenken, dass die Sturmabteilung der NSDAP insgesamt deutlich grösser war als die Allgemeine SS.Die Ausarbeitungen der Arge. Allg. SS wären selbst wenn sie vollkommen abgeschlossen wären,nur ein Bruchteil von dem was für die SA ausgearbeitet werden könnte.



    Gruss Chris

    Hallo jostdieter,


    War vielleicht für die Heiratsgenehmigung im NS-Staat der Nachweis der arischen Abstammung vorgeschrieben ?

    gemäss dem Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutchen Ehre vom 15.September 1935, waren Eheschliessungen zwischen Juden und Staatangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes verboten.

    Dies hat natürlich vorrausgesetzt,dass vor der Eheschliessung ein Ehetauglichkeitszeugnis nachgewiesen werden musste.


    Gruss Chris

    Hallo Uwe,


    Ich wollte eigentlich nur auf die Ausgangsfrage von JOHANNES MARIA eingehen, die sich nach meinem Verständinis

    auf die Bezeichnungen Reiter-Regiment und Kavallerie-Regiment bezog, die als Einheiten des Feldheeres etwa zeitgleich
    ab Frühjahr 1940 im Zusammenhang mit der 1. Kavallerie-Division auftauchen.

    unter diesen Gesichtspunkt verstehe ich deine Ausführungen natürlich.

    In diesem Zusammenhang ist die in Klaus Christian Richters Buch "Die Geschichte der deutschen kavallerie 1919-1945" gegebene Erklärung zu dem von dir diesbezüglich genannten Reiter-Regiment 21 auch von Interesse,wonach das Regiment am 14.2.1940 aus dem Divisions-Verband unter gleichzeitiger Umgliederung zum Kavallerie-Regiment 21 ausschied.Ursprünglich sollte dieser Verband zu einem selbstständigen Korps-Kavallerie Regiment verstärkt werden.



    Gruss Chris

    Hallo Johann,


    leider war zum weiteren militärischen Werdegang des Oberst Hesse ab 1941 bis zur Gefangenschaft kaum etwas zu finden

    laut dem vom damaligen Oberst Hesse für die US Army Foreign Military Studies selbst verfassten Bericht "Die Verteidigung von Paris im Sommer 1944", war Hesse

    von Dezember 1942 bis Ende August 1944 Feldkommandant der F.K.758 in St.Cloud.


    Während der Kämpfe um Paris übernahm Oberst Hesse zudem am 26.August 1944 eine Kampfgruppe,welche aus einem Bataillon des Sicherungsregiments 66,einem Versprengten-Bataillon (inklusive einer Kompanie Fallschirmjäger und Pionier-Kompanie/Sicherungsregiment 66), sowie aus 5 leichten Flak-Batterien und einer 8,8cm Flak-Batterie bestand.


    Die Kampfgruppe Hesse war zu diesem Zeitpunkt in kleinere Gefechte verwickelt, bis am 29.August dann das Zurückweichen auf eine Stellung 30km nördlich der Oise durchgeführt wurde.


    Gruss Chris

    Hallo Johann,


    Hesse war u.a. Autor des Buches Das Marne-Drama des 15. Juli 1918. Wahrheiten aus der Front (1919)

    ergänzend dazu sollen insbesondere auch die Bücher "Soldatendienst im neuen Reich"(1935) sowie "Die soldatische Tradition"(1936) erwähnt werden,welche in den "Richtlinien für den Unterricht im Erziehungs- und Truppenwesen" der Inspektion des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres vom August 1940, als geeignetes Schrifttum für die Ausbildung der jungen Offiziere gelistet sind.

    Zusätzlich dazu sind in den Zusammenstellungen der damaligen Inspektion der Kriegsschulen des Reichskriegsministeriums auch noch weitere seiner Bücher für das Selbststudium jüngerer Offiziere aufgeführt.



    Desweiteren wurden einige seiner Artikel auch im Völkischen Beobachter sowie in der von Alfred Rosenberg herausgegebenen Schriftenreihe "Nationalsozialistische Monatshefte" veröffentlicht.


    Gruss Chris

    Hallo Sven,


    Anbei ein Ausschnitt aus einem Feldpostbrief vom Mai 1944

    und erstmals vielen Dank für das Einstellen dieser Passage!

    Mir sind bei der Auswertung von Felpostbriefen in den Akten der entsprechenden Feldpostprüfstellen ebenfalls solche Passagen,auch zu einem noch späteren Zeitpunkt schon aufgefallen.


    So schrieb beispielsweise der damalige Oberfeldwebel Heinrich Moser am 20.9.1944 an seine Frau:

    ,,...Die Zeit spricht ja mal nicht für uns,aber auch diesen Stunden werden wir durchhalten.Es ist ja furchtbar für die Westdeutschen wenn sie ohne Hab und Gut ihr Heim verlassen müssen,doch was gilt heute schon Besitz?

    Die Hauptsache ist gesund zu sein und bis zum letzten Atemzug,Deutschland treu zu bleiben.Wir wollen natürlich nicht verzagen,aber ehe mich die Engländer,Amerikaner oder gar die Russen kaschen da gebe ich mir lieber zuvor selbst einen Gnadenschuss.Wir haben keine Humanität zu erwarten und wir wünschen sie auch nicht,im Gegenteil kampf dem jüdischen Gesindel, es lebe Deutschland.Wir werden siegen und wir müssen siegen.Habe Vertrauen auf unseren Führer und wenn der uns mal genommen wird,dann haben wir auch nichts mehr auf dieser Welt verloren."




    Gruss Chris

    Hallo Uwe,


    Ich glaube dass die Systematik in der Bezeichnung folgendermassen ist :

    selbständige berittene Einheit = Kavallerie-Regiment

    berittene Einheit im Rahmen eines grösseren Verbandes = Reiter-Regiment

    hierzu musst du allerdings bedenken,dass das Reiter-Regiment 1 seit Oktober 1939 ebenfalls der 1.Kavallerie-Division unterstellt war und dort auch als Reiter-Regiment bestehen blieb.


    Die bei Georg Tessin beschriebene Umgliederung des Reiter-Regiments 21 in das Kavallerie-Regiment 21 vom 14.2.1940 bestätigt doch gerade die bereits genannten Unterschiede der Reiter bzw Kavallerie-Regimenter in deren Organisation.



    Gruss Chris

    Hallo Thomas,


    Originaldokumente sind eine feine Sache zum 'Garnieren' und korrigieren, aber das Rad neu zu erfinden angesicht der ausgezeichneten Literaturlage wäre überflüssig. Das tut das Lexikon der Wehrmacht sinnigerweise auch sonst nicht.

    hierzu muss ich dir allerdings widersprechen,da allein Andreas ja beispielsweise vor kuzem nicht umsonst nach zeitgenössischen Vorschriften und Merkblättern für das Lexikon gefragt hat.Nichtsdestotrotz werde ich dir in dein Vorhaben der Gestaltung einer solchen Aufstellung nicht hineinreden und bin gespannt auf deine Ausarbeitung.


    Frohes Schaffen!


    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    Hallo Matthias,



    Wenn mit Rangklasse tatsächlich Leutnante, Hauptleute etc. gemeint sind, dann könnte man bei obigem Zitat doch glatt "bei gleicher Rangklasse" streichen, ohne dass sich eine Bedeutungsänderung ergäbe:

    "Bei der gegeseitigen Grußpflicht hat bei gleicher Rangklasse der im Dienstgrad Niedere dem im Dienstgrad Höheren, bei gleichem Dienstgrad der Jüngere dem Ältern zuvorzukommen."


    diesbezüglich heisst es auch in der massgebenden Vorschrift H.Dv.131 "Standortdienst-Vorschrift" Ausgabe 1934,in welcher die Ehrenbezeigungen geregelt waren auf Seite 47:

    ,,...Der im Dienstgrad Niedere oder im Dienstalter Jüngere soll dem Gruß zuvorkommen."


    Im Neudruck der selben Vorschrift vom 24.10.1939 wurden dazu dann der Wortlaut leicht verändert:

    ,,...Der im Dienstgrad (Dienstrang) Niedere oder im Dienstalter Jüngere grüßt zuerst."

    Ich wollte / will recherchieren, ob es tatsächlich einen nicht eindeutig definierten Bereich gab, wo sich beide Offiziere im Recht wähnen konnten, zuerst vom anderen gegrüßt werden zu müssen.


    Bezüglich der oben bereits genannten Regelungen sowie deiner speziellen Fragestellung heisst es dazu ergänzend in den "Richtlinien für den Unterricht im Erziehungs- und Truppenwesen" der Inspektion des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres vom August 1940 auf Seite 74:

    ,,...Im Gruß kommt die Stellung der Offiziere zueinander klar zum Ausdruck:Der Jüngere erweist dem Älteren eine Ehrenbezeigung aber in einer Art,die das gegenseitige Kameradschaftsverhältnis erkennen lässt. Das ist alt überlieferte Form.Mit dieser Auffassung des Grußes ist es nicht vereinbar, auf den Gruß eines anderen,vermeintlich Jüngeren,zu warten."




    Hallo Karl,


    Beachte auch Ehrenbezeigung: Wird erwiesen im Gehen, stehen oder sitzen (Reiten).."Deutscher Gruß".aufrechte Haltung usw.

    in diesem Zusammenhang sollte noch daruaf hingewiesen werden,dass der Deutsche Gruss bis zum 24.7.1944 von Soldaten der Wehrmacht nur ohne Kopfbedeckung erwiesen wurde.



    Gruss Chris