Posts by Operation Bergahorn

    Hallo Bert,


    Die Italiener waren auf diesen Krieg nicht vorbereitet und noch dazu miserabel ausgerüstet. Sie fühlten sich letztendlich von Hitler in das Kriegsgeschehen

    hineingezogen.

    sollte man diesbezüglich nicht auch bedenken,dass Italien das Deutsche Reich in den Krieg auf dem Balkan und in Afrika hineingezogen hat?

    Das man von deutscher Seite aus ebenfalls eine militärische Unterstützung der Italiener gemäss den Regelungen des Dreimächtepaktes erwartet hat,sollte dazu wohl durchaus verständlich sein.


    Gruss Chris

    Hallo Richard,


    Über Interesse, Fragen oder Anregungen würde ich mich sehr freuen.

    mich würde zu deiner Arbeit einmal interessieren,zu welchem Ergebnis du bezüglich der Effektivität von Waffen-SS Einheiten im Vergleich zu den Panzerdivisionen der Wehrmacht gekommen bist.

    Hast du dafür eventuell eine kleine Zusammenfassung?


    Wurden zudem bei deiner Untersuchung auch die 17.SS-Panzer-Grenadier-Division "Götz von Berlichingen" berücksichtigt oder wurden nur die Leistungen der SS-Panzer-Divisionen ausgewertet?



    Gruss Chris

    Hallo Karl,




    es gibt eine ganze Menge von Veröffentlichungen vorgesetzter Dienststellen für die Soldaten der Wehrmacht*

    Z. B. "Merkblätter, Nachrichtenblatt der Panzertruppe," etc., diverse Zeitungen und anderes mehr.

    hierzu muss man natürlich einmal erst zwischen den vom OKW,OKH usw. veröffentlichten Merkblättern und den Schriften von anderen Dienststellen unterscheiden.

    Die Erstgenannten waren zudem auch für die Handhabung von Waffen und Sprengstoffen maßgebend (bis auf spezielle Ausnahmen wie Überarbeitungen etc.).




    Nun frage ich mich: Sind vor allem die "Merkblätter über die Handhabung von Waffen und Sprengstoffen" auch bei der Truppe in vorderster Front angekommen?

    Sind Druckauflagen zu wichtigen Merkblättern und der Verteilerschlüssel bekannt?


    die Verteilung der von dir genannten Merkblätter über die Handhabung von Waffen und Sprengstoffen war natürlich von enormer Wichtigkeit und sollte dementsprechend auch zeitlich sichergestellt werden.

    Mir ist dazu aber auch ein Fall beim AOK 9 bekannt,wonach aufgrund von Nachschubstörungen die Belieferung von Vorschriften/Merkblättern etc. nicht pünktlich erfolgen konnte.



    Sofern wichtige Merkblätter etc. gefehlt haben,konnten diese ggf. aber auch von anderen Einheiten leihweise zur Verfügung gestellt werden.

    Desweiteren enthielten aber die von den Divisionen geführten Besonderen Anordnungen für die Versorgung (BAV) ebenso wichtige Hinweise und Anlagen zum Waffen und Gerätewesen in welchen auch Sicherheitshinweise etc. beschrieben wurden.


    Eine Liste von übersandten Merkblättern/Verteilerschlüssel ist mir erst neulich beim "Durchforsten" von Akten verschiedener Fronteinheiten untergekommen.

    Ich werde diese beim Wiederauffinden dann gerne nachreichen.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    im Anhang noch ein Erfahrungsbericht der Pz.Abt. 300 vom 22.Juni 1942 über den Einsatz von ferngelenkten Sprengstoffträgern inklusive des Typs "Goliath" vor Sewastopol.



    Gruss Chris

    Hallo Bert,


    Völlig unverständlich aus heutiger Sicht war die Regelung von 1935, bei Soldaten das Wahlrecht "ruhen zu lassen". Soldaten waren immerhin Staatsbürger und somit regelmäßig wahlberechtigt.

    wie bereits schon erwähnt ist dies keinesfalls unverständlich!


    Du musst ja schliesslich bedenken,dass trotz der nationalsozialistischen Machtergreifung es dennoch immer wieder auch zu kommunistischen Anschlägen mit Todesopfern kam.



    Der Sinn des §26 des Wehrgesetzes war deshalb ,dass die aus dem ganzen Volke rekrutierten Soldaten der Wehrmacht bewusst aus der Politik herausgehalten werden sollten.

    Durch die Ausschaltung politischer Betätigung sollte allem Debattieren und politischen Meinungstreiten von vornherein der Boden entzogen werden.Demnach kann man dies

    auch als eine reine Vorbeugemassnahme gegenüber einer Zersetzungsgefährdung verstehen.

    Desweiteren wurde der Soldat außerhalb des politischen Tageskampfes allein in den aktiven Wehrdienstgestellt um dadurch die Schlagkraft der Armee zu gewährleisten.


    Wie bereits erwähnt gab es diesbezüglich viele Schriften,welche sich mit dem Thema Politik und Wehrmacht beschäftigten.

    So z.B. auch ein Aufsatz des damaligen Majors im OKW Hellmuth Pfeifer "Soldat und Politik" oder auch das Buch des damaligen Majors Dr.Kurt Hesse "Soldatendienst im neuen Reich".



    Gruss Chris

    Hallo Bert,


    es verwundert sehr, wie das Wehrgesetz von 1935 die Wehrmacht politisch neutral ausrichtete

    das verwundert bei weitem nicht wenn man sich mit diesem Thema intensiv und auch ernsthaft auseinandersetzt.

    Diese Regelung war damals nämlich gut durchdacht und hatte auch einen tieferen Sinn über welchen die Wehrpflichtigen gemäß eines Erlasses des damaligen Oberbefehlshabers des Heeres von 1935 damals auch zu belehren waren (AHM 1935 Nr.293).

    Über die Fehleinschätzung des politisch neutralen Soldaten gibt es zudem eine Vielzahl von zeitgenössischen Schriften der frühen 30iger Jahre die mit dieser Ansicht aufräumen.



    Ich möchte dazu auch erinnern ,dass es sich bei der Wehrmacht um eine staatliche Einrichtung gehandelt hat und somit deren poilitische Ausrichtung auch automatisch vorbestimmt war.


    Deine Frage kann sich dementsprechend dann auch nur auf die politische Ausrichtung einzelner Soldaten der Wehrmacht beziehen.




    Gruss Chris

    Hallo Dieter,


    musst nicht im Rahmen der Eroberung der Festung die Swernaja??-Bucht von Teilen der 24. ID überquert werden?

    damit hast du auch vollkommen Recht!

    Allerdings wurden für dieses Übersetzen der Swernaja-Bucht zwei Kampfgruppen aus Teilen der 22.ID und der 24.ID gebildet.(Quelle:Robert Forczyk - Sevastopol 1942)



    Gruss Chris

    Hallo Karl,


    bei dem von mir erwähnten Buch heisste es,dass die Detonation dieser 1kg Ladungen bis in den Geschützraum wirkten.Von verklemmten Verschlüssen ist dort nicht die Rede.


    Der Schaden an dem Rohr ist meines Wissens nach mit der Anbringung der 50kg Hohlladung entstanden.



    Gruss Chris

    Hallo zusammen,


    im Anhanng einmal ein Bericht des AOK 14 vom 30.April 1944 über ein Stosstruppunternehmen an der Nettuno-Front,bei welchem auch Goliaths der Pz.Pi.Kp.811 zur Unterstützung eingesetzt wurden.



    Gruss Chris

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    Hallo Thomas !


    Ich begrüße euere Entscheidung,Justus hier als Moderator im Forum arbeiten zu lassen,wirklich sehr!

    Man brauch ja schließlich auch die richtigen Leute am richtigen Platz!


    Und so bin ich auch aller Zuversicht,dass beispielsweise auf dem Gebiet der Störungen der von dir besagten Personen im Kaliber von Udorudi und Konsorten durch die Mithilfe von Justus mit aller Härte entgegengewirkt wird!



    Hallo Justus,


    dir wünsche ich natürlich viel Erfolg und ein gutes Gelingen bei deiner neuen Nebentätigkeit!

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das du dich speziell durch deine Objektivität,dein Bestreben für eine gute Zusammenarbeit im Forum sowie auch durch dein von Thomas schon erwähntes Rechtempfinden

    besonders ausgezeichnet hast.

    Wie gesagt wünsche ich dir alles Gute!



    Beste Grüsse Chris

    Hallo Bodo,


    erstmals vielen Dank für deine Stellungnahme!


    Ich persönlich habe ebenso wie du das Buch Thomas Karlauf's nicht gelesen und bin daher nicht in der Lage darüber zu urteilen.

    Sicherlich mag es vielen Personen bitter aufstoßen (inklusive Frau von Bechtolsheim) wenn an dem Bild Stauffenbergs gerüttelt wird.


    Bei einer objektiven Geschichtsforschung sollte man aber nicht auf die Gefühle Anderer Rücksicht nehmen müssen!

    Es ist zudem doch auch fraglich,wie objektiv denn eigentlich das Buch von Frau von Bechtolsheim ,,Mein Großvater war kein Attentäter'' ist.





    Aber im Prinzip liegt der Fall doch auf der Hand: ein im Verlagswesen ausgebildeter (aber nach eigenen Angaben nicht wissenschaftlich arbeitender) Autor Thomas Karlauf legt eine neue Biographie vor und bezichtigt darin Stauffenberg und seine Brüder, glühende Anhänger des NS-Regimes und von dessen Gewaltpolitik gewesen zu sein (u.a. mit der angeblich begeisterten Teilnahme am Bamberger NS-Fackelzug).

    Diese Aussage versteh ich nicht ganz.

    Du selbst hast das Buch von Thomas Karlauf doch gar nicht gelesen!

    Woher weißt du dann bitte so genau das Karlauf von einer glühenden Anhängerschaft des NS-Regimes sowie einer begeisterten Teilnahme am Bamberger Fackelzug spricht?


    Zu den Hintergründen von Karlaufs Arbeitsweise ist auf der Seite der Historikerin Katharina Kellmann eine lesenswerte wissenschaftliche Rezension seines Stauffenberg-Buches erschienen

    Hier finde ich es allerdings sehr interessant,dass der britische Historiker Ian Kershaw in diesem Bericht nun aber von einer „sehr eindrucksvolle(n) und überzeugende(n) Analyse" des Herrn Karlaufs spricht!

    Wie passt das denn nun wieder zusammen?

    Ian Kershaw ist ja nun durchaus ein sehr bekannter und auch angesehener Historiker,welchen du in einem anderen Thread mit einem seiner Bücher selbst schon als Quelle genutzt hast!


    Bei der von dir eingestellten Rezension handelt sich am Ende aber auch wieder nur um eine persönliche Ansicht der Historikerin Katharina Kellmanns!

    Dazu schreibt sie ja beispielsweise auch :

    ,,Dass Claus Schenk Graf von Stauffenberg Antisemit war, steht außer Frage.''


    Würdest du diese Aussage denn auch uneingeschränkt teilen?



    Stauffenberg war damals am 30. Januar 1933 allein unterwegs und nur Leutnant, während von Manteuffel bereits Rittmeister also Hauptmann war. Konnte sich ein Hauptmann gegenüber seinem Oberst nicht mehr herausnehmen als ein einfacher Leutnant am Beginn der Offizierslaufbahn?

    Man kann sich natürlich auch alles irgendwie passend reden.

    Die militärischen Vorschriften,welche ja in diesem Fall von der Historikerin Martina Metzger als Beleg genommen wurden,gelten dann also nicht für alle Angehörigen der Reichswehr?
    Nach deiner Logik wäre es dann also auch einem Major möglich gewesen der NSDAP beizutreten,da dieser sich noch mehr als der damalige Rittmeister von Manteuffel herausnehmen hätte können?





    Gruss Chris

    Hallo Bodo,



    leider muss ich feststellen ,dass du meine Fragen nicht wirklich beantwortet hast!


    Du bringst hier angebliche Argumente in Form von Beiträgen bestimmter Historiker vor,welche die gesamte Diskussion (wie so üblich) immer unübersichtlicher werden lassen.

    Die von dir eingestellte Passage der Historikerin Metzger habe ich speziell auf deren Logik angesprochen.


    Ich wollte dazu gerne wissen warum angeblich nur von Manteuffel und nicht auch Stauffenberg in der Lage gewesen sein soll gegen die militärischen Vorschriften zu verstossen?


    Und was kam nun von dir als Antwort?


    Quote

    Peter Hoffmann hat zu Stauffenbergs früher Haltung (1934) gegen die NS-Parteiorgane geschrieben:

    .........

    Also hier muss ich mich schon ernsthaft fragen ob du meine Frage nicht verstanden hast,nicht verstehen willst oder ggf. ein anderes Problem vorliegt.

    Inwiefern denkst du denn bitte das es sich dabei um eine Antwort auf meine Frage handelt?


    Frau von Bechtolsheim meint doch wohl mit ihrer Kritik, es gebe keinen ausführlichen Bericht über einen Fackelzug der SA wie Karlauf ihn mit Stauffenberg als aktivem, begeisterten Teilnehmer dargestellt hat.

    Hast für diese Annahme denn klare Belege oder handelt es sich hier wieder nureinmal um deine Interpretation?




    Aber die große Mehrheit der deutschen Wahlbürger lehnte das primitive und aggressive Auftreten der Nazis doch strikt ab

    Die große Mehrheit also?

    Dafür erzielte doch die KPD bei der Reichstagswahl im November 1932 auch immerhin 16,9 Prozent!

    Zusammen mit dem Ergebnis der NSDAP machen das also schon einmal 50% der gesamten Stimmen aus!

    Somit wurden also 2 Parteien gewählt welche beiderseits durch ihr aggressives Auftreten bekannt waren.


    Letzden Endes heisst das nun doch aber das die Hälfte der deutschen Wahlbürger für das Radikale gestimmt haben!





    Gruss Chris

    Hallo Bodo,


    es ist ja wirklich sehr erstaunlich wieviel Zeit du dir bei dem Versuch genommen hast ,

    den Geschehnissen am Tag der Machtübernahme in Bamberg (Fackelzug) auf den Grund zu gehen.


    Welcher deiner "Einwände" widerlegt denn nun aber eigentlich die Existenz des besagten Zeitungsberichts?

    Darum allein ging es doch genauso wie um die Tatsache das Frau Bechtolsheim

    der Meinung war/ist,dass sich zu diesem Fackelzug kein Zeitungsbericht finden lasse!


    Ehrlich gesagt verstehe ich auch überhaupt nicht,wieso man so darauf versteift ist das Stauffenberg nicht an diesem Fackelzug teilgenommen hat?


    Selbst wenn er in der ersten Reihe mitgelaufen wäre,hätte dies ihn ja schließlich zu keiner Zeit ails überzeugten Nazi ausgewiesen!


    Vor allem sollte man wohl auch dazu berücksichtigen das das Wiedererstarken der Nation

    zu dieser Zeit ein weit verbreiteter Wunsch war und somit auch die Machtergreifung der Nationalsozialisten in weitesten Teilen der Bevölkerung begrüßt wurde!

    Warum sollte denn nun Stauffenberg nicht auch zu jenen gehört haben?


    Das viele Menschen der neuen Regierung abwartend und mit Skepsis gegenüberstanden ist dazu ja auch vollkommen klar.Dennoch hatte man sich doch eine allgemeine Besserung der damaligen Verhältnisse unter den Nazis erhofft.





    Quote


    Martina Metzger, eine Historikerin am Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt und der Universität Lüneburg,

    hat das in einer neuen Veröffentlichung über "Offiziersehre und Widerstand. Das Reiterregiment 17 und die Wurzeln des Staatsstreichs vom 20. Juli 1944" so dargestellt:

    Zitat :In der älteren Literatur enthaltene Behauptungen, dass Stauffenberg am 30.Januar 1933, dem Tag der "Machtergreifung" - aus spontaner Begeisterung heraus an einem Fackelumzug in Bamberg teilgenommen haben soll, können inzwischen als widerlegt gelten. Sehr wahrscheinlich liegt in dem Zeitzeugen-Bericht von Peter Sauerbruch, auf dem diese Episode beruht, eine Verwechslung mit dem Rittmeister von Manteuffel, einem Regimentskameraden Stauffenbergs vor. Ein solches Vorgehen hätte einen klaren Verstoß gegen die geltenden militärischen Dienstvorschriften bedeutet. Der damalige Bamberger Kommandeur, Freiherr von Perfall, legte großen Wert darauf, dass das Gebot der parteipolitischen Unabhängigkeit im Offizierskorps des Reiterregiments 17 befolgt wurde."
    (Martina Metzger, Offiziersehre und Widerstand. Das Reiterregiment 17 und die Wurzeln des Staatsstreichs vom 20. Juli 1944, Bayreuth 2016 (Veröffentlichungen des Bayerischen Armeemuseums Bd. 14), S. 268, Anm. 72.)

    Diese Argumentation ist ja nun vollkommen lächerlich!


    Demnach war also nur der Regimentskamerad Von Manteuffel in der Lage gegen die militärischen Vorschriften zu verstoßen und Stauffenberg nicht?

    Hier bitte ich einmal um Aufklärung!



    Gruss Chris