Posts by Cristiane

    Hallo zusammen!


    Heute Nacht läuft um 0.00 Uhr im MDR der Spielfilm "Emil und die Detektive" aus dem Jahre 1931 nach dem Kinderbuch von Erich Kästner (vorher um 23.05 Uhr ein Doku-Drama über ihn).
    Warum dieser Film hier als Fernsehtipp? Von allen Kinderdarstellern haben nur zwei den Krieg überlebt!

    Gruß Cristiane

    Karsamstag

    Es hat der Schmerz seine Krone,
    der Tod hat seine Gewalt,
    das Blut rann aus dem Sohne,
    der unsere Schuld vergalt.


    Die unter dem Kreuze lehnen,
    noch quält sie der traurige Wahn.
    Erlosch auch das Auge in Tränen,
    es ist noch nicht alles getan.


    Schon ahnst du die schauernde Kühle
    des aufgehobenen Steins,
    die jungen erfrischten Gefühle
    des wiedererweckten Gebeins.


    Du merkst, wie ein zartes Beginnen
    im rauchenden Acker sich regt,
    und wie dein Herz sich von innen
    mit göttlichem Hauche beschlägt.


    Heut aber ist dein Gewissen
    in Leiden und Hoffen geteilt.
    Siehe, dein Herz ist zerrissen,
    siehe, dein Herz ist geheilt.


    Sei wie die bebende Waage,
    die Gleiches mit Gleichem verhält.
    Geh, meine Seele, und trage
    auf beiden Schultern die Welt.


    Sei wie die stille, gerechte,
    die wassertragende Magd.
    Fühl die gemarterten Nächte
    und fühle die Gnade, die tagt.


    In deines Nackens Beschwerde
    füge sich beides in Eins.
    So hast du das Gleichmaß der Erde,
    so hast du die Summe des Seins.


    Hans Egon Holthusen
    (1913 - 1997)

    Hallo zusammen!


    Früher hab' ich auch geraucht, dabei ist mir noch der Ausspruch meines Vaters "Die deutsche Frau raucht nicht" in Erinnerung. So wie er es gesagt hat, war es wohl ein Zitat aus der NS-Zeit.
    Manchmal hat er auch erzählt, dass die amerikanischen Besatzer kaum gerauchte Zigaretten auf die Straße warfen und diese dann mit den Stiefeln zertraten, bevor sie von den Deutschen aufgelesen werden konnten.


    Gruß Cristaine

    Hallo Heidy, hallo alle anderen!


    Zur Beantwortung Deiner Fragen kann ich nichts beitragen, das können hier aber viele. Es finden sich in diesem Forum ein immenses Wissen und eine sehr große Hilfsbereitschaft. Mir ging es anfangs ähnlich wie Dir, auch ich hatte Scheu, mich hier anzumelden, und oft habe ich die Fragen falsch gestellt und trotzdem Antworten bekommen.


    Auch ich vermisse meinen verstorbenen Vater sehr und bereue es schmerzlich, nicht mehr und öfters mit ihm über seine Zeit als Soldat gesprochen zu haben. Damals war ich mir über die Tragweite und die Folgen des Geschehens, gerade auch für unsere Generation, nicht bewusst.


    Dieses Forum hier ist für mich persönlich eine große Hilfe; zu wissen, das hier Leute unterwegs sind, die auch forschen, wissen wollen und die nicht denken, dass alles längst vorbei wäre und uns nichts mehr anginge.


    Ich wünsche Dir, dass Du hier im Forum einiges klären kannst!


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Bert, wo kann man Laufbahnvorschriften für Berufssoldaten der Wehrmacht finden? In Friedenszeiten war es für Berufssoldaten wohl möglich, nach einer zweijährigen Dienstzeit zum Unteroffizier befördert zu werden.


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Heute Abend auf 3sat, 22:25 Uhr:
    "Hitlers Angst und Görings Lederhose - Flüsterwitze im Nationalsozialismus";
    moderiert vom unvergleichlichen Alfred Dorfer (eh kloar)


    Gruß Cristiane

    Hallo Bergmann, hallo zusammen!


    Auch von mir (Artilleristentochter, mein Vater 1938 AR 53) kommt ein herzliches Dankeschön für die Bilder.
    Die Kasernengebäude dürften so um 1936 errichtet worden sein (?); die Artilleriekasernen in Ansbach (Kaserne An der Ludwigshöhe, Bleidorn-Kaserne) sehen fast genauso aus und wurden im Jahre 1936 gebaut.


    Gruß Cristiane

    Hallo Thomas, Mathias und alle anderen!


    Danke Thomas für den Link. Wieder mal eine Nazi-"Größe" mit nahtlosem Fortsetzen der Karriere nach dem Kriege, während Millionen vor dem Nichts standen.
    Dazu fällt mir das Zitat von Max Liebermann ein:
    "Ich kann nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte".


    Das Buch stammt aus dem ererbten Fundus meines Nachbarn, der übrigens alles andere als ein "Gestriger" war.


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Ich habe es versucht, aber ich schaffe es nicht das Buch "Hotel Metropol - Tage und Nächte" fertig zu lesen. Es ist der zweite Teil der Trilogie zur Gestapozentrale in Wien. Was Menschen sich gegenseitig antun, das geht über alles Erträgliche weit hinaus.
    Wer das Buch haben möchte, dem schicke ich es gegen Rückumschlag zu.


    Gruß Cristiane

    Für Samay


    Wir kommen weit her
    liebes Kind
    und müssen weit gehen
    keine Angst
    alle sind bei Dir
    die vor Dir waren
    Deine Mutter,
    Dein Vater
    und alle, die vor Dir waren
    weit weit zurück
    alle sind bei Dir
    keine Angst
    wir kommen weit her
    und müssen weit gehen
    liebes Kind.


    Dein Großvater


    8. Mai 1985



    Heinrich Böll

    Hallo und guten Abend zusammen!


    Der Zweite Weltkrieg als "Popcorn-Kino" also, und ein Hollywood-"Schauspieler", welcher mal den griechischen Sagenhelden und dann wieder den American Hero gibt (und den ein Christoph Waltz mit dem kleinen Finger an die Wand spielt, dies nur nebenbei).
    Mir fällt dazu ein Song von Meat Loaf ein: "Is Nothing Sacred Anymore?"


    Muss man hier auch nicht unbedingt als Fernsehtipp einstellen.


    Gruß Cristiane

    Das Opfer


    Nun stirbt das Volk, es sterben hin die Reinen,
    die ohne Schuld am tiefen Fall der Welt;
    wenn nicht ein Licht aus reinem Herzen fällt,
    wird bald kein Licht mehr auf die Erde scheinen.


    Die Nacht stürmt fort, und lauter wird das Weinen
    und all der Toten unbeschütztes Zelt
    und all die Schwermut, die kein Trost erhellt
    und kühne Geister, die sich nie vereinen.


    Doch wo ist Hoffnung, wenn im Opfer nicht
    der Unbefleckten, die mit heiligem Mut
    in unsrer Sünde Todesnacht gegangen?


    Um ihre Gräber dunkelt das Gericht,
    es klagt uns an, es fordert uns ihr Blut,
    bis ihre Bitten uns dereinst empfangen.


    Robert Schneider (1903 - 1958)


    Unseren Gefallenen und Vermissten!