Posts by Cristiane

    Hallo zusammen!


    Wenn es nur so einfach wäre! Es geht doch weniger um die Vermittlung der Fakten, sondern um die Beurteilung der Geschehnisse.

    Wenn z. B. bei einer Führung in einer ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt über Euthanasie, grausamste Experimente an Menschen (Kindern) etc. berichtet wird und von einem Teilnehmer die Aussage kommt "diese Versuche durch Mengele haben der Humanmedizin auch Fortschritte gebracht" (so geschehen!), dann darf man darüber nicht nur den Kopf schütteln, sondern es muss für solche Aussagen strafrechtliche Konsequenzen haben.

    Da sind wir alle gefragt, wir sind der Staat!

    Um es mit BAP zu sagen: "A... hoch, Zähn' auseinander!"


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Den Film "Nazijäger..." habe ich aufgenommen und muss gestehen, dass ich ihn nur minutenweise anschauen kann, weil ich mich schon seit meiner Jugend mit dem Thema Verbrechen im "Dritten Reich" beschäftige und es mich an meine Grenzen gebracht hat und immer noch bringt.


    Neulich las ich einen Bericht in der hiesigen Lokalzeitung über die Arbeit einer Historikerin, worin sie die Verbrechen in ihrem Heimatort recherchiert. Prompt kam als Reaktion ein Leserbrief an die Redaktion der Zeitung mit dem Inhalt, man solle doch diese Vergangenheit endlich ruhen lassen und stattdessen die Aufbauarbeiten der deutschen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg thematisieren.

    Da fehlen mir die Worte!


    Niemals dürfen wir vergessen! Wir müssen uns damit auseinandersetzen, wie schmerzlich es auch war, ist und sein wird, weil sie es erleiden mussten. Niemals dürfen wir uns der Verantwortung entziehen!


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Weil ich keinen passenden Thread bzgl. meiner Frage gefunden habe, stelle ich sie hier ein.

    Sie betrifft den Status der WH-Soldaten während ihrer Kriegsgefangenschaft. Im Familienstammbuch meiner Familie ist im Juli 1945 die Geburt meiner Schwester eingetragen und als Beruf des Kindsvaters der Rang meines Vaters (Oberwachtmeister) eingetragen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich mein Vater in westalliierter Kriegsgefangenschaft, aus welcher er Ende August 1945 entlassen wurde. Kann man daraus schließen, dass die WH-Soldaten bis zum Ende ihrer KG noch den Rang und Status, welchen sie vor Kriegsende hatten, beibehielten? Möglich auch, dass der Eintrag ins Stammbuch nach den Angaben meiner Mutter erfolgte.


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Auch in Ansbach wurde die Bombe entschärft; allerdings musste dabei der Frontzünder gesprengt werden.


    Die Bombe befand sich in der Bischof-Meiser-Straße, wo gerade ein historisches Gebäude, das "Retti-Palais", mit viel Aufwand renoviert wird.

    Übrigens gab es wegen des Straßennamens auch schon die bekannten Diskussionen über eine Umbenennung aus den im Forum an anderer Stelle genannten Gründen.


    Gruß Cristiane

    Hallo Eumex und alle anderen!


    Weil die Experten mit der Entschärfung in Fürth gebunden sind/waren, erfolgt diese in Ansbach erst am Donnerstag; hier wurde in einer Baugrube nahe des Bahnhofs wieder einmal eine 250 kg schwere Bombe gefunden. Etwa 3000 Menschen müssen evakuiert werden. Es gehe laut Medienberichten von der Bombe keine unmittelbare Gefahr aus, und sie werde außerdem bis zur Entschärfung von der Polizei bewacht.


    Schönen Abend!

    Cristiane

    Hallo zusammen!


    Das "V" könnte "Vollkost" bedeuten. Auf einem Foto meines Vaters aus dem Reservelazarett II Wien, wo er wegen einer Blinddarmentzündung operiert wurde, steht in der entsprechenden Rubrik "Sch", was in seinem Fall wohl "Schonkost" bedeutet, wie nach einer abdominellen Operation üblich.


    Gruß Cristiane

    Guten Abend zusammen!


    Die Bilder von nackten Frauen mit ihren Säuglingen auf dem Arm, zusammen getrieben zur Ermordung, Bilder für die meine Sprache keine Worte hat, nur bittere Tränen.

    Diese Schuld kann niemals vergeben werden!


    Erinnert daran! Erzählt Euren Kindern und Enkelkindern davon!


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Heute wurde in den frühen Morgenstunden erneut eine 250 kg Fliegerbombe der US-Airforce am Bahnhof Ansbach in einem Gleisbett aufgefunden. In einem Radius von 500 m müssen etwa 2500 Menschen evakuiert werden, was sich wegen andauernder heftiger Regenfälle als schwierig gestaltet und bis jetzt noch nicht abgeschlossen ist. Die Entschärfung der Bombe ist für 17 Uhr geplant. Die beiden mechanischen Zünder der Bombe seien unbeschädigt, Gefahr durch einen chemischen Zünder bestehe nicht.

    Es sind zahlreiche Einsatzkräfte, auch aus dem Umland, vor Ort. Der Oberbürgermeister hat für die Stadt Ansbach wegen des Bombenfundes und wegen Hochwassers den Katastrophenfall ausgerufen.

    Bleibt zu hoffen, dass die Entschärfung - wie zuletzt im März dieses Jahres am Ansbacher Bahnhof - problemlos gelingt; damals war übrigens eine Sprengmeisterin maßgeblich daran beteiligt.


    Danke an alle Teams, was wären wir ohne Euch?!


    Gruß Cristiane

    Guten Abend zusammen!


    Heute wurde bei Baggerarbeiten am Bahnhof Ansbach eine 250 kg schwere Fliegerbombe zwischen den Gleisen entdeckt. Im Umkreis von 500 m wurde evakuiert; die Entschärfung ist für 19 Uhr geplant.


    Schon anders, wenn man es selbst miterlebt, Feuerwehrkolonnen mit Blaulicht und Sirene durch die Stadt, Lautsprecherdurchsagen an die Bevölkerung, sehr angespannte Situation vor Ort.


    Der Bahnhof Ansbach wurde 1945 komplett zerstört, ebenso das wunderschöne nahe Postgebäude sowie viele historische Stätten; vor allem aber kamen zahlreiche Menschen dabei ums Leben, darunter eine Frau mit ihren Kindern; als der Mann unversehrt aus dem Krieg heimkehrte, war seine gesamte Familie den Bomben zum Opfer gefallen.

    Nur eine Tragödie des Zweiten Weltkrieges unter Abermillionen!


    Gruß aus Ansbach,

    Cristiane

    Memento


    Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,

    nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.

    Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?


    Allein im Nebel tast ich todentlang

    und lass mich willig in das Dunkel treiben...

    Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.


    Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr

    - und die es trugen, mögen mir vergeben.

    Bedenkt: Den eignen Tod, den stirbt man nur,

    doch mit dem Tod der andren muss man leben!


    Mascha Kaléko, 1907 bis 1975, 1938 in die Vereinigten Staaten emigriert

    Guten Abend zusammen!


    Eben fertig gelesen habe ich das Buch "Kinderseele im Bombenhagel" von Edda Peter.

    Die Autorin beschreibt in dem schmalen Band ihre Kindheitserinnerungen in Wien während der Bombenkriegs. Ausgebombt, notdürftig untergebracht in einem fremden Haushalt, noch dazu vom geliebten Vater getrennt, der sie, ihre Mutter und ihre Schwester wegen einer anderen Frau verlässt, durchlebt das kleine Mädchen eine schreckliche Zeit voller Angst und Entbehrungen.


    Bei einer Familie in Belgien, wohin Kriegskinder verschickt werden, erlebt sie glückliche Tage, bekommt gut und reichlich zu essen und freut sich z, B, über den schön gedeckten Tisch dort und das feine Geschirr; alles Dinge, die ihre Familie verloren hat.


    Man erfährt viel über den harten Alltag während des Krieges aus der Sicht eines feinfühligen Kindes, das selbst in Hunger- und Mangelzeiten nicht alles essen konnte oder die improvisierten Kleidungsstücke nur widerwillig angezogen hat.


    Das Buch werde ich bestimmt nochmal lesen und es dann an meine beiden Enkeltöchter (14 und 11 Jahre alt) weitergeben; vielleicht wird es ihnen zeigen, dass nichts im Leben selbstverständlich ist.


    Edda Peter; Kinderseele im Bombenhagel; ISBN 9781980655640


    Gruß Cristiane

    Hallo und guten Abend zusammen!


    Mich würde interessieren, wie die medizinische Versorgung Angehöriger - insbesondere von Berufssoldaten der WH - geregelt war, und zwar wenn sie nicht berufstätig und evtl. selbst versichert waren. Hatten sie z. B. freie Arztwahl, wurden die Kosten für Medikamente übernommen? Es gab ja wohl damals auch ein System vergleichbar mit dem heutigen und der Unterscheidung zwischen Kassen- und Privatpatienten.


    Gruß Cristiane

    Guten Abend Huba, guten Abend Justus!


    Ich möchte euch hiermit nicht nur grüßen, sondern euch auch meine Wertschätzung ausdrücken für das, was ihr hier im Forum leistet, welchen Aufwand an eurer wertvollen Zeit ihr hier im Forum erbringt, damit nicht nur die unschätzbar wertvollen Inhalte, sondern auch Höflichkeit und respektvoller Umgang miteinander vermittelt werden. Ihr und alle anderen ModeratorInnen (das Sternchen spare ich mir) seid ein tolles Team! Euch ist es zu verdanken, dass man nicht nur alle erdenklichen Informationen erhält, sondern dass man sich hier auch wohl fühlt und und geborgen weiß. Das ist kein Blabla-Forum, hier werden Themen behandelt, die oft viel Emotionen und Schmerz auslösen. Dann kann man sich hier im Forum anmelden, etwas schreiben oder einfach mitlesen, aber man weiß, hier sind viele Gleichgesinnte.

    Danke!


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Im Kulturmagazin des BR Capriccio kommt heute Abend um 22 Uhr ein Beitrag über "Die Tiere der Nazis".

    (...Hitlers Blondi, Bären im KZ ...)


    Gruß Cristiane

    Hallo zusammen!


    Habe gerade angefangen zu lesen, und ich weiß gar nicht, ob ich Lust habe, es zu Ende zu lesen. Das Buch "Lügendetektor" von Saul. K. Padover (war ein Geschenk, weil man um mein Interesse bzgl. Zweiter Weltkrieg weiß) beinhaltet Vernehmungen und Interviews im besiegten Deutschland 1944/45. Es zeichnet das Bild einer deutschen Bevölkerung aus allen Schichten, die im Großen und Ganzen aus Ja-Sagern, Mitläufern, Nichtwissern etc. besteht, die sich den amerikanischen Besatzern gegenüber, insbesondere dem Vernehmer, anbiedern und rechtfertigen. Voll des Jammers und des Selbstmitleids zeigen sie keinerlei Mitgefühl gegenüber den Opfern des Naziterrors.

    Ob dies vor allem der Wahrnehmung des Autors oder der damaligen Wirklichkeit entspricht, will ich hier nicht beurteilen, wie auch? Allerdings ist mir diese Darstellung zu einseitig. Und würden nicht viele Menschen nach diesen unsäglichen Kriegsjahren mit allen Verlusten und Entbehrungen nur allzu gerne bereit sein, zu erzählen was man hören will. Oder waren Rechtfertigung und auch ein gewisses Maß an Selbstmitleid Mittel und Versuche, die unfassbaren Erlebnisse, die schmerzlichen Verluste und die Niederlage zu bewältigen?

    Diese Fragen sind für mich sehr aufwühlend! Wie sehr stumpfen Menschen in Kriegs-(Krisen-)Zeiten ab, wenn es vorrangig um das eigene Überleben geht? Ist oder war das ein deutsches Phänomen?


    Nachdenklichen Gruß,

    Cristiane