Posts by Jürgen Fritsche

    Hallo Paul,


    mein Vater, der Anfang Mai 1945 als Arzt im Stab des Kriegslazaretts 3/591 Aussig bei der beabsichtigten Verlegung des Lazaretts nach Karlsbad den Auftrag bekam, getrennt vom Kriegslazarett eine Gruppe Krankenschwestern nach Karlsbad vor den Sowjets in Sicherheit zu bringen, flüchtete mit den Krankenschwestern vor der dann kurz zuvor doch schon in Karlsbad einmarschierten Roten Armee zu Fuß nach Norden über Graslitz zur deutschen Grenze (http://www.genealogie-fritsche.de/az_4.htm). Dort wurde die Gruppe am 12. Mai 1945 von US-Truppen in Empfang genommen. Die Krankenschwestern wurden von ihm getrennt, er wurde ins Auffanglager Eger auf dem zerstörten Flugplatz gebracht.


    Allerdings, so seine Aufzeichnungen, brachen nach einigen Wochen Krankheiten aus und die Amerikaner begannen mit der Entlassung der kriegsgefangenen deutschen Soldaten.


    War wohl das Glück der Soldaten, denn kurz darauf zogen die Amis nach Westen ab und übergaben Eger der Roten Armee.


    Was aus dem Kriegslazarett 3/591 selbst geworden war, erwähnt er nicht, hat er wohl auch nie erfahren, aber überall brachen in diesen Tagen sowjetische Truppen ins Sudetenland ein ...

    Danke für die Erklärung, mra.


    Allerdings sieht zumindest der Arztwagen anders aus als der MCi-Wagen auf Deinem Foto. Muß die Fotos von meinem Vater mal heraussuchen und einscannen.

    Hallo Karl, Andreas und Pionier,


    danke für Eure Mithilfe und Antworten.


    Zumindest einen Arztwagen hatte der Lazarettzug 024 jedoch, denn ich besitze ein Foto, das meinen Vater am Türfenster des Arztwagens zeigt (Beschriftung "Arztwagen").


    Möglicherweise war der Lazarettzug 024 ja auch nicht immer behelfsmäßig eingesetzt.


    @ Pionier: Was sind "MCi-Wagen"?

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    Original von Emerick
    ...
    Da von dort alles ausziehen musste (von Spätsommer 1944), und wurden die Truppen der HGR E immer schwächer, war wahrscheinlich einfacher unter die HGR F einfach unterordnen


    Das ist so nicht ganz richtig. Bereits bei Aufstellung der HGr F wurde am 12. August 1943 wurde ihr die seit dem 1. Januar 1943 bestehende HGr E unterstellt (diese wurde aus dem AOK 12 aufgestellt). Kommandeur der HGr F war Generalfeldmarschall von Weichs, der ab dem 25. August 1943 zugleich als Oberbefehlshaber Südost fungierte. Der HGr F unterstand neben der HGr E von September 1943 bis November 1944 auch die 2. PzA, das ist richtig. Die HGr F wurde am 25. März 1945 aufgelöst, die HGr E bestand weiter bis Mai 1945.


    Vermutlich war die Historie der (eher nominellen) HGr E als AOK 12 und die dadurch geringere Stärke sowie ihre weite Verteilung im östlichen Mittelmeerraum und dem Balkan der Grund für ihre Unterstellung unter die HGr F bei deren Aufstellung.

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    Original von kkn
    ...
    alles, was ich bisher geprüft habe, stimmt bis ins Detail ... z.B. sogar die Uhrzeit eines Angriffs auf den Westwall 1940 ...


    Hallo Kordula,
    welchen Angriff 1940 meinst Du? Oder ist es ein Tippfehler?
    Am Westwall, ausschließlich auf dt. Territorium errichtet, fanden nach meiner Kenntnis 1940 keinerlei Kampfhandlungen statt. Die 1. Armee war ab Beginn des Polenfeldzugs dort aufgestellt; in der Folge fanden Kämpfe während des Frankreichfeldzugs bereits weiter westlich auf frz. Gebiet an der Maginotlinie statt. Die frz. Armee befand sich nie am Westwall.
    Der Westwall wurde nach Ende des Westfeldzugs in den Folgejahren vernachlässigt und erst 1944 im Zuge der allierten Invasion wieder aufgerüstet. Erst die amerikanischen Truppen lieferten sich mit den dt. Truppen schwere Gefechte am Westwall, am bekanntesten ist wohl die Schlacht im Hürtgenwald.

    Dieter hat recht.


    San-Staffeln sind a) Bezeichnungen für San-Einheiten mit einer bestimmten Personalstärke und b) wird diese Bezeichnung nur bei bestimmten Waffengattungen und deren Einheiten verwendet, z. B. in der Luftwaffe, aber auch beim Heer und der Marine.


    Die SanStaffel schlägt z. B den Truppenverbandplatz für das Bataillon auf, dem sie angehört, und sorgt für dessen Betrieb. So werden im TVPl Verwundete versorgt oder zum Transport zum Hauptverbandplatz bzw. Feldlazarett vorbereitet. Chef war üblicherweise ein Stabsarzt.


    Ich selbst habe Dienst in einer LwSanStff eines FlaRakBtl als SanTruppFührer der Stabsbatterie des Bataillons getan: 1 Truppenarzt, 1 Zahnarzt mit jeweils eigenen Behandlungsräumen, SanMat (Sanitätsmaterial und TVPl-Zelte), G-Kartei (Krankenkartei für jeden Soldaten des Bataillons), Geschäftszimmer, eine kleine Krankenstation sowie Krkw (Sanka) mit Fahrern. Personelle (Friedens-)Stärke ca. 20 SanSoldaten. Das Personal der SanStff stellte vier SanTrupps (einen je Batterie), die aus einem SanTrpFhr, einem SanSoldaten und einem Sanka-Fahrer bestanden und die über einen Sanka mit entsprechender Ausstatttung verfügten. Außerdem gab es noch einen ABC-Trupp.

    Hallo Hagen,


    lt. "Krankheiten-Verzeichnis der Deutschen Wehrmacht für die Zeit vom 01.09.1939 bis 08.05.1945" (* Quelle: Rohr/Strässer, Bundesversorgungsgesetz, Bd. V, A 22 ff) handelte es sich um folgende Erkrankungen bzw. Verwundungen Deines Vaters:


    9 Wechselfieber (Malaria)
    31 Verwundungen und Erkrankungen durch Feindeinwirkung


    Die Ziffern, die Augustdieter oben nennt, sind zwar richtig definiert, sind jedoch keine Krankheitsziffern und definieren daher keine Krankheiten bzw. Verwundungen, sondern körperliche Fehler. Sie stammen aus der "Fehlertabelle für die Deutsche Wehrmacht" (Quelle: Rohr/Strässer, Bundesversorgungsgesetz, Bd.V, A 20 ff), die bspw. bei Musterungen zur Einstufung der Tauglichkeit zugrunde gelegt wurden. Sie hatten nichts mit Erkrankungen bzw. Verwundungen im Feld zu tun.


    Die dazu angegebenen Gruppierungen A und B waren Eingruppierungen im Frieden:
    Gruppe A:
    Fehler, die die Tauglichkeit nicht beeinträchtigen
    Gruppe B:
    Fehler, die noch bedingte Tauglichkeit" zulassen
    Gruppe Z:
    Krankheiten und Fehler, die den Untersuchten zeitlich untauglich machen, aber beseitigt oder doch so vermindert werden können, dass Tauglichkeit eintritt
    Gruppe L:
    Krankheiten und Fehler, die nur eine beschränkte dienstliche Verwendung zulassen ("beschränkt tauglich"), die Arbeitsfähigkeit aber nicht wesentlich beeinträchtigen
    Gruppe U:
    Krankheiten und Fehler, die im allgemeinen den Waffendienst der Wehrmacht nicht zulassen, die aber eine nutzbringende geregelte Arbeitsleistung noch erlauben.
    Gruppe vU:
    Krankheiten und Fehler, die keine nutzbringende geregelte Arbeitsleistung erlauben.


    Im Krieg lauteten die Definitionen für Eingruppierungen wie folgt:
    Gruppen A und B: kriegsverwendungsfähig (k.v.)
    Gruppe Z: zeitlich untauglich (z.u.)
    Gruppe L: bedingt kriegsverwendungsfähig (bed.k.v.)
    Gruppe U: arbeitsverwendungsfähig (a.v.)
    Gruppe vU: wehruntauglich (w.u.)


    Dein Vater hatte also einmal eine Malariainfektion bekommen und wurde zwei Mal durch Feindeinwirkung verwundet (z. B. Durchschuss re. Oberarm), einmal leichter, einmal schwerer, beide Male jedoch kriegsverwendungsfähig.

    Hallo cmzander,


    gut beobachtet, aber das wäre wohl leider zu einfach und kaum noch zufällig ...


    Diese Boden- und Wandfliesen sind wohl in Hunderten OPs, Kreißsälen, Sektionssälen, u. ä., verlegt worden, und in vielen liegen sie heute noch.


    Der Sektionssaal des Pathologischen Instituts der Uni Gießen, in dem ich 1982/83 mal ein halbes Jahr seziert habe, war genauso ausgestaltet.

    Hallo Michel,


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    Weitere Photos werden folgen, ich habe leider gerade keinerlei Lust, etwas einzuscannen... ;)


    niemand drängt Dich. Mir geht's oft ebenso, oder aber mir fehlt die Zeit - meist letzteres.


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    P.S. Zu dem Thema "Dokumente" ist dieses Forum erstklassig.
    Link: http://www.dokumentenforum.de/forum.php


    Danke für den Tip, das Forum kannte ich noch nicht; sieht vielversprechend aus.

    Hallo Michel,


    ich meinte ja auch nicht Deine Fotos (oder die anderer), die hier oder anderswo eingestellt und damit bereits veröffentlicht werden/wurden. Ich finde es toll, daß Ihr diese Scans mit uns teilt - vielen Dank dafür. Nicht umsonst heißt es ja, daß Bilder mehr als tausend Worte aussagen können.


    Es gibt aber immer mal private Aufnahmen, Urkunden, Texte, Briefe, u. ä., die nicht jeder gerne veröffentlicht sehen möchte. Gründe dafür gibt es genug.


    Ich möchte daher denjenigen, die mir private Fotos, Urkunden, Texte, Briefe, u. ä., zum Projekt "Sanitätseinheiten von Wehrmacht und Waffen-SS" zusenden möchten (und ich möchte alle, die so etwas besitzen, hiermit ermuntern und bitten, dies zu tun - genealogie@ib-fritsche.de), ganz einfach verläßlich versichern, daß ich sämtliche mir privat für das Projekt zur Verfügung gestellte Unterlagen absolut vertraulich behandele, und daß alles allein bei mir verbleibt und schon gar nicht irgendwie "vermarktet" wird.


    Wenn Ihr aber Fotos von höherer Auflösung habt (die hier oder anderswo in dieser Auflösung nicht veröffentlicht werden sollen), dann wäre ich für das Projekt natürlich sehr an diesen besseren Varianten interessiert. Und das könnte dann ja privat mit mir abgewickelt werden.

    Hallo Karl, Stefan, ACDC und Tbird,


    vielen Dank an Euch für die Literaturtips, die San-Einheiten und die Fotos. Das werde ich alles bei mir ablegen und verarbeiten.


    Noch ein grundsätzlicher Hinweis:
    Ich gebe niemals Fotos, Urkundenscans, o. ä. Dinge, die mir privat zugesendet werden, an Dritte weiter. Vertrauenswürdig zu sein ist ein ein Grundprinzip von mir. Ich vermarkte grundsätzlich nichts und Auskünfte von mir kosten natürlich auch nichts!
    Ich gebe natürlich auch keine in Foren eingestellte Unterlagen weiter, aber diese Dinge sind bereits öffentlich gemacht und auf sie kann jeder zugreifen.


    Hallo Michel,


    danke für Deine Informationen zu den Alben und die beabsichtigte Mitarbeit am Projekt - und auch danke für die guten Wünsche zum Projekt. Mit Deiner / Eurer Hilfe wird das mit der Zeit schon werden :]


    Zur erfolgreichen Klebstoffentfernung:
    Wäre das nicht einen konkreten Tip für alle wert, denn u. U. haben auch viele andere Geschichts- und Ahnenforschungsinteressierte (ich glaube, ich in meinen Ahnenforschungsunterlagen teilweise auch) mit derart "dauerhaft" (offenbar aber wohl doch nicht ... ;)) eingeklebten Fotos zu tun?


    Die Schrift auf der Rückseite des Fotos erinnert mich übrigens sehr stark an die Handschrift meines verstorbenen Vaters, von dem ich aus der Kriegszeit auch einige Fotos besitze. Ich werde sie noch auf meiner HP bei seinen Lebenserinnerungen einbauen.

    Hallo Arnold,


    vielen Dank für den interessanten Literaturtip - ja, auf dieses grundlegende Werk bin ich schon hingewiesen worden. Es mir auszuleihen, muß ich aber noch hinausschieben, denn zum Lesen bzw. Durcharbeiten fehlt mir vorläufig leider einfach die Zeit ...  :(


    Also sammele ich einfach erst mal mit Eurer Hilfe die erreichbaren Daten, natürlich auch unter Zuhilfenahme des LdW und anderer Online-Nachschlagewerke.


    Alles andere, auch aus relevanten Büchern, kann dann später immer noch peu à peu eingearbeitet werden - dafür ist eine DB ja da und gut geeignet.


    Und wo vorab zu klärende Fragen aufkommen, wende ich mich einfach an Euch Experten hier :) .


    An dieser Stelle mal ein herzliches "Dankeschön" an alle hier, die ihre Kompetenz zur Verfügung stellen!
    Ich bemühe mich ebenso, Euch mit meinem Wissen hier und da behilflich zu sein und mich nützlich zu machen.

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    Original von TransportAdlersKind
    ...
    Wer kennt die Unterschrift? Wer kennt den Grafiker? Wer ließt welchen Namen?


    Hallo "TransportAdlersKind",


    gut zu erkennen: Die Signatur der Zeichnungen lautet "G. Baberg 44" (wobei "44" das Entstehungsjahr der Zeichnung ist).

    Hallo Jan,


    der Divisionsarzt (IV b des Divisionsstabes), meist ein Oberstarzt (OTA), war fachlicher Vorgesetzter des Sanitätspersonals und führte die Sanitätstruppen der Division.


    Dein Großvater wurde von der Ausbildungseinheit zunächst formell zum DivA 334. ID kommandiert, der ihn dann anhand des Bedarfs an Sanitätern innerhalb der vier genannten Tage dem GebJgRgt 756 zuteilte.


    Im GebJgRgt 756 war der Regimentsarzt fachlicher Vorgesetzter der Sanitätsdienste.
    Jedes Bataillon des Regiments verfügte über eine Sanitätsgruppe. Diese Sanitätsgruppe richtete im Gefecht den Truppenverbandplatz (TVPl) ein, der Transport der Verwundeten aus der Gefechtslinie zum TVPl erfolgte durch die Sanitäter der Kompanien, ggf. verstärkt durch Hilfskrankenträger.
    Jeder Zug der Infanterie-Kompanie (auch der Gebirgsjäger) verfügte über einen ausgebildeten Sanitätssoldaten.
    In jeder Kompanie der Bataillone gab es im Kompanietrupp einen Sanitäter und einen Sanitätsunteroffizier, diese beiden Soldaten traten im Gefecht zum Bataillonsarzt beim Truppenverbandplatz.


    An einer dieser vielen San-Stellen innerhalb der Bataillone des Regiments, in den Kompanien oder in den Zügen war Dein Großvater vom DivA bzw. dann wohl vom RgtA eingesetzt worden.

    Hallo in die Runde,


    ich suche alle erreichbaren Informationen über den Lazarettzug 024.


    Hintergrund: Vom 17.03.1944 bis zum 03.04.1944 war mein Vater vom Feldlazarett 642 (besp) zum Lazarettzug 024 abkommandiert. Oberarzt war Dr. König.


    Habt Ihr zu diesem Lazarettzug evtl. Informationen, wie zeitliche Angaben zu Einsatz, Einsatzräume und -strecken, Personal, usw.?


    Was ich bisher habe:


    FPN 36275
    (12.3.1943-7.9.1943) behelfsmäßiger Lazarett-Zug 024
    (23.4.1944-24.11.1944) 17.11.1944 gestrichen


    Frage: Was bedeutet in diesem Zusammenhang "behelfsmäßig"?


    Vielen Dank im voraus für Eure Unterstützung.

    Hallo in die Runde,


    ich suche alle erreichbaren Informationen über das Feldlazarett 642 (besp), wie z. B. Unterstellung unter bzw. Zugehörigkeiten zu welchem Verband/Großverband der Heeresgruppe Süd (-> 04.04.1944 HGr Nordukraine -> 28.09.1944 HGr A -> 26.01.1945 HGr Mitte), Einsatzorte/-räume, Personal, Ausrüstung (Fahrzeuge, Geräte, ...)


    Hintergrund: Mein Vater wurde am 21.08.1943 dorthin einberufen und war dort seit dem 25. August 1943 als Arzt eingesetzt. Seine Lebenserinnerungen zu dieser Zeit sind knapp und nicht immer genau.


    Was ich bisher habe:


    Aufstellung:

    • 1941

    Feldpostnummer

    • Mobilmachung - 01.01.1940: 08663

    Chef:

    • August 1944 - ?: Oberfeldarzt (Oberstabsarzt?) Dr. Hamann (Augenarzt)

    Einsätze:

    • August - 23. September 1943: Snamenka (Znamenka, Znam’yanka), Ukraine
    • 23. (oder 25.) September 1943: Verlegung über Kirowograd nach "Nowo Alexojoka" (?, sicher Novo-Alekseyevka bei Novopavlivka, Ukraine)
    • 20. Januar bis zum 17. März 1944 [lt. WASt (Standortkartei): Jan. bis Febr. 1944]: Rybniza (Rybnitsa; heute Moldawien)
    • 6. Mai bis 20. Juni 1944 [lt. WASt (Standortkartei): Juli 1944]: Drohobycz (damals polnisch; heute Drohobyc, Ukraine)
    • September 1944: Skawina (Polen)


    Vielen Dank im voraus für Eure Unterstützung.

    Hallo Koenenstijn,


    vernmutlich existierte die LwSanBereitschaft 4/XI zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn das Flughafen-Bereichs-Kommando 4/XI wurde erst 1941 in Schleswig aufgestellt (s. u.).


    Bei den Flughafenbereichen wurden motorisierte Sanitätsbereitschaften aufgestellt, die aufgrund ihrer Ausstattung mit zwei Chirurgengruppen sowohl als Hauptverbandsplatz als auch als Ortslazarett eingesetzt werden konnten. Sie waren unabhängig von stationären Einrichtungen und wurden deshalb den Flieger- und Flakkorps zugeteilt. Ihre Steuerung erfolgte durch den Luftflotten-Arzt.
    (Quelle: Bundesarchiv, RL 26)


    Luftgau XI
    Aufgestellt am 12. Oktober 1937 in Hannover, im März 1940 nach Hamburg verlegt.
    Seit 04.1939 Erweiterung auf Mecklenburg, nördl. Vorpommern und die Prignitz. Umfaßte damit die Hansestädte Hamburg und Bremen, die Provinz Schleswig-Holstein, Mecklenburg, die Regierungsbezirke Aurich, Hildesheim, Lüneburg, Stade und Hannover, das Land Schaumburg-Lippe, das Land Oldenburg, das Land Braunschweig und den Kreis Ballenstedt (Land Anhalt); seit dem Frühjahr 1940 auch Dänemark.


    Flughafen-Bereichs-Kommando 4/XI


    Kommandeure:


    * GenMaj Anton Heidenreich, 04.01.1941 - 02.12.1942
    * Oberst Martin Altermann, 12.1942 - 13.03.1943
    * Oberst Curt Estler, 13.03.1943 - 03.04.1943


    Aufgestellt 01.1941 in Schleswig als Flughafen-Bereichs-Kommando Bukarest.
    Am 30.03.1941 umbenannt in Flughafen-Bereichs-Kommando 4/XI.
    Aufgelöst am 03.04.1943.


    Einheiten:
    * Fliegerhorst-Kommandantur E 19/XII Giulesti
    * Fliegerhorst-Kommandantur E 20/XII Targsorul-Nou
    * Fliegerhorst-Kommandantur E 33/XII Bukarest-Baneasa
    * Fliegerhorst-Kommandantur E 6/VI Obliwskaya [8.42 - 12.42]
    * Fliegerhorst-Kommandantur E 61/XI Tazinskaya [8.42 - 12.42]
    * Fliegerhorst-Kommandantur E 12/XVII Morosowskaya [8.42 - 12.42]


    Einsätze:
    * 01.1941 - 17.02.1941 Schleswig unter dem Luftgau-Kommando XI
    * 17.02.1941 - 28.08.41 Bukarest-Baneasa
    * 28.08.1941 - 10.1941 Balti
    * 10.1941 - 06.1942 Cherson
    * 07.42 - 08.1942 Saki
    * 08.1942 - 12.1942 Tazinskaya
    * 03.1943 Uman (Vorbereitung der Auflösung)


    (Quelle: WW2.dk, Flughafen-Bereichs-Kommando 4/XI)

    Ich habe vor kurzem begonnen, Informationen über sämtliche Sanitätseinheiten von Wehrmacht und Waffen-SS zu sammeln. Ich möchte das dann später mal mit Hilfe einer Datenbank dokumentieren und zugänglich machen.


    In persönlichen Briefen (Feldpost), in Gefallenenmeldungen, in DRK-Angaben, in Informationen des Krankenbuchlagers, der WASt, in Online-Datenbanken (wie z.B. der des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge) u.v.m., aber auch sekundär auf Homepages, in Foren, usw., werden vielfach auch Hinweise auf Verwundungen, auf Sanitätseinheiten im Feld (Sammelstellen, Sanitätstrupps und -kompanien, Truppenverbandplätze, Hauptverbandplätze, Feldlazarette, Lazarettzüge, Kriegslazarette, usw.), auf Lazarettaufenthalte in der Heimat in Orts- oder Reservelazaretten, u.ä., gegeben, die von Fall zu Fall auch die Zuordnung (oder räumliche Nähe) der San-Einheit zur kämpfenden Truppe angeben.


    Wer von Euch hierzu Angaben machen kann, den bitte ich um private Zusendung der entsprechenden Informationen per Mail.


    Nach Möglichkeit benötige ich immer folgende Angaben:

    • Name der San-Einheit
    • Feldpost-Nr. (FPN) der San-Einheit
    • San-Personal (Namen, Dienstgrade) der San-Einheit
    • Zeitpunkt, Zeitraum der Nennung
    • Einsatzort, -gebiet der San-Einheit
    • San-Einheit war zugehörig zu (Einheit, Verband)
    • San-Einheit war unterstellt unter (Einheit, Verband)
    • Quelle der Information
    • Bemerkungen


      Es geht mir um wirklich jede San-Einheit von Wehrmacht (Heer, Luftwaffe, Marine) und Waffen-SS, ganz gleich, ob mobil oder stationär, und egal, ob im Feld oder zuhause im Reich, auch egal, wie groß, also von der Verwundeten-Sammelstelle bis zum Kriegslazarett. Auch Fotos, Urkunden, Texte, Karten, Links, ..., usw., zu San-Einheiten sind natürlich willkommen.

    (Hinweis: Ich erfasse keine Personenangaben zu den betreffenden Verwundeten/Gefallenen)
    Meldungen zu San-Einheiten bitte direkt an mich: genealogie@ib-fritsche.de. Falls Ihr möchtet, könnt Ihr sie natürlich außerdem auch noch hier im Forum einstellen.


    Mit diesen Informationen kann man nach und nach (bei genügend Datenmaterial) bspw. auch die Bewegungen der Einheiten und Verbände nachvollziehen, denen die San-Einheiten zugeteilt waren. Gerade von San-Einheiten, insbesondere den beweglichen im Feld, ist bekanntlich nur sehr wenig Material erhalten - sehr verständlich, wenn man sich vor Augen führt, wie häufig San-Einheiten gerade im Osten wegen plötzlicher, weitreichender Feindeinbrüche überstürzt verlegen (flüchten) mußten und das San-Personal dann nur noch das Leben der Patienten und sein eigenes retten konnte (und allzu oft leider auch nicht ...)


    Falls Ihr zu diesem Projekt noch Anregungen habt, gerne, immer her damit.