Posts by Jürgen Fritsche

    anbei ein Bericht des Divisionsarztes der 6. Geb.-Div. vom 8.6.42.

    Darin auch die Standorte der unterstellten San.-Einheiten.

    Moin zusammen,


    genau genommen wird im Monatsbericht des Div.Arztes 6. Geb.Div. konkret nur der Standort des Feldlaz. (mot) 2 genannt - das arbeitete in Parkkina ...


    Die anderen Orte sind nicht die Standorte der San.-Einheiten, sondern die Ortsangaben der von ihnen jeweils betriebenen San.-Einrichtungen wie H.V.Pl. bzw. L.V.S.Pl. (im Monatsbericht auch exakt so bezeichnet).

    Will heißen: San.-Einheit (bzw. San.-Dienststelle) San.-Einrichtung!


    Ortsangaben an der Eismeerfront (z. B. "Winkelsee", nach dem Winkelsee in der Steiermark) wurden von den deutschen Truppen i. d. R. frei erfunden, in Erinnerung an die österreichische Heimat und an dort ähnlich aussehende Formationen wie Berge (Herzberg, Langkogel, Herzogstein, Kärntner Höhe, Katschberg, usw.) und Seen (Stiefelsee, Herzsee, Budersee, u. ä.).

    Nur hin und wieder werden im extrem dünn (einzelne Fischerorte am Meer) bzw. weithin gar nicht besiedelten Gebiet einheimische samisch-finnische Namen für Seen, Dörfer bzw. Wohnplätze und Bergformationen verwendet.


    Bei den Bezeichnungen für Lage der San.-Einrichtungen wie "Nord", Titowkabrücke" (sic!), "Lizabucht" und "Russenlager" orientierte man sich teils frei an der Himmelsrichtung (es gab bspw. auch einen H.V.Pl. Süd der Geb.San.Kp. (mot) 2./91), an einer markanten lokalen Position der Einrichtung an den beiden dortigen Flüssen Litsa (Liza) und Titowka (sic!) und drittens wie hier an dem zu Beginn der deutschen Vorstöße eingenommenen Lager der sowjetischen Truppen (auch ein "Titovkalager" gab es).


    All diese Orte sind aufgrund dieser speziellen Namensherkunft selbstverständlich nicht auf normalen Karten des Raumes zu finden, sondern nur auf einigen deutschen Karten eingetragen bzw. auf entsprechenden Karten-Zeichnungen in der Literatur zu finden.

    es gab anscheinend in der Wehrmacht doch die Funktion des Hilfsoffiziers.

    Anbei ein Auszug aus der NARA T-77 R 963.

    In den Rollen 937 - 963 gibt es noch einige solcher Beispiele.

    Moin zusammen,


    ganz sicher jedoch in anderer Bedeutung ...


    Reinhard Stumpf jedenfalls erwähnt in "Die Wehrmacht-Elite - Rang- und Herkunftsstruktur der deutschen General und Admirale 1939 - 1945" (1982), daß in den Jahren länger vor Kriegsbeginn eine Neuordnung der Offizierslaufbahnen diskutiert wurde, jedoch ohne Erfolg und ohne Umsetzung der Gedankengänge.

    Anlaß war das von starkem Elitedenken getriebene Bestreben einiger weniger Generale, die Laufbahn der Truppenoffiziere ganz entscheidend und deutlich von denen anderer Offizierslaufbahnen und der Wehrmachtbeamten abzusetzen und die Dominanz des "Truppenführers" besonders zu betonen..

    Das in diesen Gedankengängen neben einen "Truppenoffizierskorps" und einem "Verwaltungsoffizierskorps" entwickelte "Hilfsoffizierskorps" (oder auch noch abwertender: "Offizierskorps in Hilfsdiensten") sollte in Herabstufung zum Korps zweiter Klasse aus den Sonderlaufbahnen der Sanitäts- und Veterinäroffiziere sowie der Höheren Verwaltungsbeamten bestehen. Die bisherige Offiziersuniform wollte man diesen "Hilfsoffizieren" großzügigerweise belassen. Sanitätsoffiziere z. B. sollten dann jedoch nicht mehr als bspw. Oberstabsarzt, sondern als "Major im Sanitätsdienst" bezeichnet werden.

    Letztlich wurde jedoch aufgrund weiterentwickelter eigener Überlegungen auch seitens der Initiatoren, unter Berücksichtigung der militärischen Realität und des zu erwartenden enormen Widerstandes der betroffenen Offiziere aller Art, dieses zudem von der Mehrheit der deutschen Generalität als undurchführbar bezeichnete und abgelehnte Vorhaben fallengelassen. Der Standpunkt des Führers war ohnehin "Es gibt nur ein Offizierskorps!".


    Wie wir alle wissen, wurden also weder die bis dato existierenden Laufbahnen geändert, sondern unangetastet gelassen (bis auf die am 21.04.1939 neu geschaffene Laufbahn der Truppeningenieure, in Angleichung an das Ingenierkorps der Marine; die Luftwaffe schloß sich im Mai 1940 an) noch wurden die absurden Dienstgradbezeichnungen für San.Offz., usw, geschaffen.


    Somit muß es sich bei der Funktion dieses "Hilfsoffiziers für Panzer-Späh-Ausbildung", der sich in dem von Dir, Roland, eingestellten Dokument und ggf. weiterer Dokumente findet (und der ja gerade der Truppenoffizierslaufbahn, angehörte - ebenso wie der darin ja auch erwähnte "Aufsichtsoffizier für Panzer-Grenadiere" oder der "Offz. zur Marschüberwachung"), aufgrund völliger Abweichung von den oben von Stumpf beschriebenen, in den 1930er Jahren diskutierten und letztlich fiktiv gebliebenen Inhalten der Laufbahnänderungen um etwas anderes handeln - sicherlich um die Beschreibung einer temporären Zusatzfunktion und -aufgabe zusätzlich zur eigentlichen Dienststellung und Aufgabe.


    In dem von Christian "jonny3/141" erwähnten, in Mölln gehaltenen Vortrag soll es sich ja zudem explizit (da in einem Res.Laz.) um Sanitätspersonal gehandelt haben - was allerdings, wie bereits erwähnt, unzutreffend ist!

    Ich bin auf der Suche nach einem Lazarett oder Hilfslazarett, dass sich ab Ende 45 in Clausthal-Zellerfeld befunden hat. Dorthin ist mein Vater gekommen nachdem er im Einsatz bei der Division Deneke verwundet worden ist.

    Moin Burkhard,


    als Angehöriger der Division Denecke muß er ja bereits im im Januar / Februar 1945 verwundet worden sein, und zwar so schwer bzw. kompliziert, daß er noch Ende 1945, wie Du angibst, in einem Lazarett versorgt werden mußte.


    Leider sind das reichlich magere Angaben. Es fehlen bspw. Angaben Deinerseits, wo Du bereits eigene Ermittlungen angestellt hattest und welche, und was deren Ergebnis war ...


    In Clausthal-Zellerfeld gab es nicht erst ab Ende 1945, sondern bereits früh im Verlauf des 2. Weltkriegs zumindest schon mal ein, zwei Reservelazarette - gegen Kriegsende ohnehin, wie überall im Reich angesichts nahender Fronten und steigender Anzahl der Verwundeten, Verletzten und Erkrankten, auch in Clausthal-Zellerfeld ebenfalls in der Anzahl zunehmend, bereits eine Reihe von Lazaretten, z. T. mit Teillazaretten. So z. B. die Res.Lazarette "Heilstätte Schwarzenbach" und "Voigtslust".


    Es wird uns hier nicht möglich sein, anhand Deiner knappen Angaben das für die Versorgung Deines Vaters zutreffende Lazarett zu ermitteln.


    Hilfreich wäre sicher einerseits ein Antrag bei der WASt auf ausführlichen militärischem Werdegang Deines Vaters, um aus der WASt-Auskunft konkrete Lazarettaufenthalte zu erfahren.

    Zusätzlich könntest Du auch im Stadtarchiv von Clausthal-Zellerfeld nach entsprechenden, Ende 1945 noch existierenden bzw. betriebenen Lazaretten anfragen.


    @ Mods und Admins:

    Bitte Burkhards Anfrage als eigenen Thread eröffnen, da hier in diesem Thread eine andere Themen-Ausrichtung besteht ...

    Hallo zusammen,
    gerade habe ich schon eine Antwort aus Mölln erhalten.
    Sie kam von einem Mitarbeiter des Stadtarchivs, der im letzten Jahr einen Vortag über die Stadtgeschichte im 2.Weltkrieg gehalten hat.
    Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.


    [...]
    Versorgt wurden die Verwundeten 19 Sanitätsoffiziere, Unterärzte und Hilfsoffiziere, 56 Sanitätsdienstgrade und 324 Schwestern, Lazaretthelferinnen und weiteres vorwiegend weibliches Personal.

    [...]

    Moin zusammen,


    es gab in Wehrmacht und Waffen-SS keine "Hilfsoffiziere", auch nicht im Sanitätsdienst.


    Im Sanitätsdienst gab es jedoch die Dienststellung eines Hilfsarztes.

    Dieser jedoch konnte vom Dienstgrad her (als approbierter Arzt) sowohl San.Offz. als auch Unterarzt, San.Uffz. oder San.-Mannschaftsdienstgrad sein sowie (als angehender Arzt und Student im Klinikum und Angehöriger der Militärakademie) Feldunterarzt sein.


    Daher würde in der obigen Aufzählung des erwähnten Vortrags der Begriff "Hilfsoffiziere" auch dann nicht passen, wenn er im Sinne von "Hilfsärzte" gemeint gewesen sein sollte.

    Moin zusammen


    bei der suche nach San. Einheiten kann und will ich euch nicht reinreden, nur denkt daran das es auch alles eingearbeitet werden muss/sollte.

    [...]

    Wichtig wäre zu diesen Einheiten alles ab zu suchen, damit so viel wie möglich beim erstellen der Tabellen drin ist.

    Moin many,


    das ist allerdings nur auf normalem Weg mit einer Suchmaschine, wie z. B. Google, möglich - und abhängig von einer mehr oder weniger geschickt formulierten Suche dann auch im Ergebnis mehr oder weniger lückenhaft ...


    Da der VDK selbst leider aber keine Online-Suche nach "Todesort" anbietet und damit den dort (wenigstens bei einem Teil der Gefallenen) eingetragenen Begriffen wie der Bezeichnung einer bestimmten San.-Einheit oder einer San.-Einrichtung (bspw. H.V.Pl.), ist es nicht anders möglich als so oder ähnlich vorzugehen, wie es Mathias oben für seine Suche beschreibt ...


    Falls Eure Kontakte zum VDK gut genug sind, könntet ihr dort ja mal vorschlagen, daß in Erweiterung der Suchmaske der Datenbank "Gräbersuche Online" als weiterer Suchparameter ein Feld "Todesort" integriert wird. Das würde auch Deine / Eure Arbeit daran enorm unterstützen!

    Moin zusammen,


    Pustoshka wurde bereits am 27. 02.1944 von der Roten Armee eingenommen.

    Wichtig ist nun das tatsächliche Datum der Verwundung: War es nun der 02. oder der 20.03.1944? Das muß geklärt werden!

    Der hier noch derart unsichere, längere Zeitraum von immerhin drei Wochen macht hinsichtlich des Verlaufs und Fortschritts der weiteren Rückzugskämpfe von Pustoshka aus Richtung Westen, nach Lettland, und damit der Lokalisierung des gesuchten Ortes einen deutlichen Unterschied!

    Ach Dieter ...


    Wie Du wissen solltest, gibt das Bundesarchiv an, was welche Signaturen beinhalten ...


    Also:

    RH 34

    Truppenkomandanturen der Reichswehr und Wehrmacht

    >> Platzkommandanturen

    >>Platzkommandantur Verona


    Platzkommandantur Verona

    BArch RH 34/261

    Belegungsliste des Platzkommandanturbereiches 11/1009, Kommandanturbefehl Nr. 23 vom 26. März 1945 (Bestimmung vom Standort-Ältesten), Liste der Dienststellen und Einheiten in Verona


    Wenn Gentile die s. Blankdraht-Kompanie 161 unter dieser Signatur für April 1945 in "Gazzano" geortet haben will, dann ist das nun mal zweifelhaft, da der Befehl eben bereits vom 26. März datiert ...


    BA-Aktenbestände zur hier behandelten Einheit s. Blankdraht-Kompanie 161:


    BArch RH 44/36

    Eisenbahn-Fernsprech-Bau-Kompanie / schw. Blankdraht-Kompanie 141 - 161 (früher 1 - 21)


    BArch RH 44/42

    schw. Eisenbahn-Blankdraht-Kompanie (mot) 151


    Zur s. Blankdraht-Kompanie 161 liegen dem BA also u. U. nur unter RH 44/36 Akten vor.

    Nur zur s. Blankdraht-Kompanie (mot) 151 liegen unter RH 44/42 offensichtlich eigene Akten vor.


    Falls Du es aber ganz genau wissen möchtest, empfiehlt sich halt ein Besuch des BA.

    Moin many und "Tetris",


    es ist richtig, was "Tetris" zu den San-Diensten 22 schreibt!


    In Nordrußland bis Kurland hingegen waren von 1941 bis 1945 die San.-Dienste 122 im Einsatz!

    Hallo Matthias,

    Verona passt natürlich, liegt ja auch nördlich von Campalano/Nogara, wo sich mein Vater wahrscheinlich Mitte März noch aufhielt.

    Im Februar passt auch noch Carpi ca. 80 KM südwestlich von Nogara.

    Gazzano/ Reggio Emilia (50 Km südwestlich von Carpi!!) im April wäre aber doch eigenartig. Es liegt auch südlich von Modena!!. Das passt doch nicht!

    Moin "KHO",


    Du hast völlig recht. Die ganze Konfusion stammt aus der Divergenz von "Gazzano, Verona, Veneto" in der DHI-DB einerseits und dem von Google Maps (oder anderen genutzten Kartenwerken) in Reggio nell'Emilia, Emilia-Romagna (so heißen Provinz bzw. Region heute) gefundenen Gazzano andererseits.


    Ein von C. Gentile in der DHI-DB als in "Verona, Veneto" liegend (und damit sicher falsch) angegebenes "Gazzano" wird von Google Maps dort jedoch nicht gefunden, sondern eben nur (und unzutreffend) in Reggio nell'Emilia, Emilia-Romagna!


    Die Stadt Carpi in der (damaligen) Provinz Modena, Region Emilia-Romagna, im Februar 1945 ist in der Tat zeitlich aufgrund der in 2 Monaten nach Norden fortgeschrittenen Entwicklung der militärischen Lage längst nicht mehr mit dem von Google Maps gefundenen Gazzano, also über 60 km ssw. von Carpi, im April 1945 in Verbindung zu bringen!


    Daher muß also erst mal konkret ermittelt werden, welcher von mehreren in Italien liegender Orte bzw. Ortsteile namens "Gazzano" oder ähnlich überhaupt in Frage kommen kann!


    Carlo Gentile hat u. a. mit Verwechselungen von Orten oder auch einer Reihe von ihm in Italien nicht gefundenen Orten in der DHI-DB leider, wie oben bereits erwähnt, ein erst bei intensiver Beschäftigung mit den DHI-Datensätzen erkennbares, mehr oder weniger großes Defizit in der geografischen Kenntnis seines Landes bewiesen und in der DHI-DB damit einige, sagen wir mal, Unordnung hinterlassen!


    Jedenfalls wurde von Gentile offensichtlich vieles, was er womöglich in Quellen schon so vorfand, nicht verifiziert, bevor er es in die DB aufnahm!


    Möglicherweise kommen aufgrund Gentiles Schreib- oder was auch immer -fehler hier eher die ähnlich lautenden Orte Gazzo Veronese oder Grezzana, beide zeitlich passend im italienischen Alpenvorland in Verona, Veneto, liegend, in Frage.

    Sie liegen ca. 32 km ssö. bzw. 10 km nnö. von Verona und ca. 60 km n. bzw 83 km nnö. von Carpi, wo die Einheit noch im Februar im Einsatz war.

    Von Carpi aus führt bspw. eine direkte Straßenverbindung, die heutige A22, über den Po und an Mantua vorbei direkt nach Verona.


    Dann gibt es außerdem noch die ebenso ähnlich lautende Möglichkeit Cazzano (C. di Tramigna), das ebenfalls in der Provinz Verona liegt, ca. 16 km onö. Verona und 82 km nnö. von Carpi.


    Alle drei Orte passen durchaus auch zu Campalano, Nogara, Verona, wo Dein Vater wohl im März 1945 im Einsatz war.


    Dies alles ist allerdings nur eine beispielhafte Vermutung meinerseits, wenn ich mir in meiner, selbst aufwendig aus italienischen Ortsverzeichnissen ergänzten DB ähnliche Orte aus "Verona, Veneto" (insgesamt etwa 100 heutige Orte) anzeigen lasse ...

    Der Raum Verona, Veneto, kommt auch zeitlich in der Entwicklung der damaligen militärischen Lage für April 1945 durchaus in Frage.

    Der mögliche Ort/Zeit und die Art der Einheit abgeglichen mit den dt.Einheiten die im April 1945 im Raum Verona/Veneto belegbar sind. Die Daten dazu kommen vom DHI-Roma

    Moin Dieter,


    weshalb so zurückhaltend mit der Nennung des direkt zur Datenbank führenden Links?
    Denn von der DHI-Startseite aus muß man schon wissen (oder suchen), wohin man sich bei der Suche nach erwähnten Angaben begeben muß!

    Hier daher der direkte Link zur DHI-DB ...


    Aber:

    Ich ziehe seit vielen Jahren hinsichtlich meiner Forschungsarbeiten zu San.-Dienststellen immer auch diese DHI-DB hinzu, wenn es sich geografisch um Italien sowie die OZAV und OZAK handelt.

    Die DHI-Datenbank "Die Präsenz deutscher militärischer Verbände in Italien 1943-1945" hat allerdings immer noch nur den alten Stand Februar 2004. Sie ist offensichtlich seit über 14 Jahren unvollständig geblieben.

    Offensichtlich war die wohl wie üblich temporär angelegte Finanzierung dieser damaligen Forschungsstelle am DHI nach vier Jahren im Jahre 2004 ausgelaufen (s. nachfolgend zum Bearbeiter C. Gentile), die Arbeiten daran jedoch noch längst nicht abgeschlossen.


    Der Bearbeiter der DHI-DB, Dr. Carlo Gentile (ein Geisteswissenschaftler, 1986 - 1994 u. a. Studium der Mittleren und Neueren Geschichte und der Judaistik in Köln, nach dem MA 1994 seither wissenschaftlich nur in der Judaistik tätig. Von 2000 - 2004: Mitarbeiter an wissenschaftlichen Projekten der Universität Pisa und des Deutschen Historischen Instituts in Rom), hat zudem sowohl aufgrund nur lückenhafter Kenntnis des militärischen Materienkomplexes (bspw. allein schon mal der häufig unrichtigen Zuordnung von Einheiten als Großverband, Verband, Bataillon, Kompanie und Zug), in der Geographie des eigenen Landes, der o. g. beiden deutschen Operationszonen als auch durch Übernahme von Lese- und Schreibfehlern aus den genutzten Quellen und zudem noch eigenen Schreibfehlern in der online abrufbaren DB eine Menge Fehler hinterlassen, die in der Folgezeit nicht erkannt und niemals korrigiert wurden.


    Diese Fehler sind kaum oder nicht zu erkennen, wenn man lediglich, wie auch hier im FdW häufig geschehen, nur einen kurzen Abfrage-Auszug aus der DB präsentiert. Sie fallen i. d. R. erst dann auf, wenn man - wie ich - länger und intensiver mit größeren Teilen oder der gesamten DB arbeitet!


    San.-Dienststellen sind bspw. sehr lückenhaft und fehlerhaft unterstellt erfaßt!


    Die Angaben in der DB sind also unbedingt mit größerer Vorsicht zu "genießen" ...


    Aber richtig, der von Dir nachgereichte, aus der DHI-DB stammende Hinweis auf die Blankdraht-Komp. (mot) 161, auf die "Eumex" bereits im April 2017 verlinkte, betrifft diese Einheit in (angeblich! - siehe mehr dazu in meiner Antwort an "KHO" unten) "Gazzano, Verona, Veneto" im April 1945:


    Ort Pro Reg Einheit Von Bis Quelle
    Gazzano Verona Veneto Blankdraht-Komp. (mot) 161 00.04.45 RH 34/261


    Es bestehen zudem auch erhebliche Zweifel, ob in der DHI-DB die unter "Quelle" genannten Archiv-Signaturen durchgängig korrekt angegeben sind. Bspw. ist die hier thematisch behandelte Blankdraht-Komp. (mot) 161 unter der dort angegebenen BA-MA-Signatur "RH 34/261" nicht zu finden!


    Jedenfalls wurde von Gentile offensichtlich vieles, was er womöglich in Quellen schon so vorfand, nicht verifiziert, bevor er es in die DB aufnahm!

    Anm.: Eine Verifizierung von Daten aller Art ist für einen korrekten, normalisierten Inhalt einer konsistenten DB unerläßlich! In meiner DB kommt so etwas nicht vor. Allerdings macht das, wie ich schon mehrfach erwähnte, enorm Arbeit und kostet damit viel Zeit! Aber dann hat man etwas Sauberes als Ergebnis vorliegen!


    Fazit:

    Man kann die DHI-DB zwar als ersten Anhaltspunkt nutzen, muß jedoch quasi jedes einzelne Datenfeld eines gefundenen Datensatzes hinterfragen und in der (echten, richtigen!) Quelle überprüfen!


    Siehe weitere Fehler-Beispiele unten in meiner Antwort an "KHO" zu Carpi und "Gazzano" ...

    Moin zusammen,


    kein Feldlazarett 128? ;)

    Das LdW listet in der Feldlazarett-Übersicht ein Feldlazarett 128 auf und verlinkt zur 23. Pz.Div..

    Dort werden dann jedoch als San.-Dienste 128 nur die fünf von Micha o. a. San.-Einheiten angegeben - kein Feldlazarett 128 ...


    Mir ist auch kein Feldlazarett 128 bekannt (was allerdings gar nichts heißen muß ... ;) )

    Gefallenenbücher der 45.I.D. als PDF in 5 Dateien oder die Daten in einer Excel Tabelle aller 5 Bände, ist wohl ein Riesenunterschied.

    Mit der richtigen Filtersetzung kann man mit Excel in Sekunden alle Peter oder alle Müller oder alle die am gleichen Tag gefallen sind oder im gleichen Ort oder alle aus einem Regiment oder alle aus einem Jahrgang usw. heraus Filtern.

    Ob oder wo zu man das brauchen kann, ist eine ganz andere Frage.

    Moin Mich@el,


    völlig richtig.

    Bei Excel als reiner, aber zunächst sehr handlicher Tabellenkalkulation kommt es allerdings irgendwann auf die Menge der angelegten Datensätze (= Tabellenzeilen) an, die Handhabbarkeit und das Verhalten von Excel erreichen irgendwann kritische Werte.

    Bei größeren Datenmengen empfiehlt sich daher halt unweigerlich eine Datenbank.


    Brauchen kann man im Rahmen von Forschungen solche Tabellen oder DB eigentlich immer - erfahrungsgemäß vor allem immer genau dann, wenn man sie nicht zur Verfügung hat ... ;)


    Nachtrag:

    Und daher brauchen wir solche tollen, im Umfang limitierten Zusammenstellungen wie die von Manfred auf jeden Fall hier im Forum - und nicht irgendwo im Cyberspace, in irgendwelchen Wolken oder sonst wo.

    Guten Morgen, Jürgen,


    Deine Erläuterungen waren nicht das Problem, sondern die Verpackung drumherum, das Vorführen von "Fehlern" anderer Mitglieder! Das ist mir aufgestoßen, nicht mehr und nicht weniger. Zumal es eben nicht das erste Mal war.

    Moin Diana,


    wenn das Dein Eindruck ist, dann behalte ihn für Dich oder schreib mir das privat (das verlangt gerade Ihr ja auch von uns!).

    Ich lasse mich nicht von Moderatorenebene herab öffentlich und unberechtigt wegen eines persönlichen "Aufstoßens" derart kritisieren!


    Ich habe niemanden vorgeführt. Ich habe auf Fehler hingewiesen, um jemandem etwas Fehlerhaftes zu erklären, das ein Dritter so eingestellt hat. Punkt.

    Wenn derartige Falschzitate, Fehler, Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten niemandem sonst auffallen, mir fallen sie eben auf und ich korrigiere sie, im Interesse aller Leser. Ja, ich bin halt genau, aber dadurch entsteht Qualität.

    Und von eben dieser meiner Genauigkeit und Qualität haben hier schon sehr viele profitiert.

    Jürgen, bei aller Liebe, aber das hat schon was von kleinkariert - und ist vermutlich August mal so eben völlig wurscht.

    Moin Diana,


    bei aller Liebe, aber meine Erläuterung als "kleinkariert" zu bezeichnen, verbitte ich mir ganz nachdrücklich!


    Wenn Du Dir mal den Thread durchliest, hatte August eingangs schon diverse Verständnisprobleme mit "Abteilungen", etc.!

    Ihm sind - völlig normal - viele Begriffe und Strukturen eben noch fremd!

    Ich wollte ihm daher hier nur deutlich machen, daß er im BA-MA nicht mehrere Reserve-Kriegslazarett-Abteilungen 515 finden kann, da das für ihn aus Jörgs Beitrag nicht ersichtlich ist.


    Mit verständnislosem Gruß angesichts solch völlig unnötiger und überzogener Kritik ...

    P. S.: Gleiches gilt natürlich für die Fundstelle BArch RH 50/12 H 71-0/12 Reserve-Kriegslazarett-Abteilungen 515, auf die mich der Sanitäter dankenswerter Weise hingewiesen hat.

    Moin August,


    zum richtigen Verständnis eine Korrektur von Jörgs ("Der Sanitäter") unvollständig herauskopierten Zitat aus dem Bestand des BA-MA:

    Es heißt dort vollständig "Reserve-Kriegslazarett-Abteilungen 515, 516, 518 - 520, 525, 527 - 530, 532, 533".

    Unter dem Plural "Reserve-Kriegslazarett-Abteilungen" werden also mehrere Abteilungen aufgeführt.


    Es gab aber nur eine Reserve-Kriegslazarett-Abteilung 515.

    Moin Dirk,


    "Mincele" könnte der Ort Meensel (b. Löwen), Brabant, Belgien (50°54' N 4°56' E) sein ...

    Moin Thomas,


    mir ist das alles durchaus bewußt, hatte ich bereits mehrfach geschrieben, da brauchte es keine Wiederholung.

    Manys Leistung ist, da wiederhole auch ich mich nochmal, anerkennenswert und aufwendig.

    Wo ich Verbesserungspotential finde, mache ich hier sinnvolle Vorschläge, weil ich die Knackpunkte kenne. Wann und ob Many sie berücksichtigt, ist natürlich seine Sache.

    Hatte ich denn irgendwo etwas Gegenteiliges geschrieben?


    Und auf "fehlende Zeit" hatte ich deswegen (vorbeugend) hingewiesen, weil beim Leser - zumindest gedanklich - leicht die Frage aufkommt: "Weshalb korrigierst Du das denn dann nicht?" …

    Und von 24 Std./Tag hatte ich auch nicht gesprochen. Nicht selten habe ich an Tagen nicht mal eine Stunde oder auch gar keine Zeit für die Mitarbeit hier ...