Posts by Jürgen Fritsche

    GUten Tag Jürgen,

    ich danke Dir vielmals für Deine Atnworten und Tipps! Schade, dass die die anderen zwei Angaben vom Dezember 1944 keine Ortsangabe aufweisen. Wie weit lagen die Feldlazarette (mot) meistens hinter der Front? Kann man darüber statistische Angaben machen?

    Moin "Peacemaker",


    einfach mal die hier angebotenene Recherchemöglichkeiten nutzen und mit einer Suche nach entsprechenden Begriffen ausgiebig stöbern!

    In dem, diesem Forum hier (dem Forum der Wehrmacht, FdW) angeschlossenen "Lexikon der Wehrmacht" (LdW, siehe Link ganz oben auf der Forumsseite zu "Lexikon") findest Du bspw. Informationen zur "Verwundetenversorgung in der Wehrmacht".


    Aber: Die angegebenen, empfohlenen / vorgeschriebenen Entfernungen sind lediglich Anhaltswerte! Grundsätzlich waren für bewegliche San.-Einheiten in erster Linie die lebens- und überlebensnotwendigen Betriebsparameter wie z. B. Frisch- und Abwasserversorgung, Erreichbarkeit für Krankenfahrzeuge, Wetterschutz für die Einrichtungen (möglichst feste Gebäude), nicht erreichbar für feindliche Waffensysteme und Truppen, Beweglichkeit der Frontlinien, usw., usw., für den Ort des Einsatzes der San.-Einheit maßgeblich.

    Statistische Angaben darüber gibt es verständlicherweise nicht, denn allein schon aus Gründen der o. g. Anforderungen waren die Entscheidungen vor Ort jedesmal neu zu treffen.

    Trier selbst kommt nicht in Frage, Ich hatte zunächst an das Lazarett Helenenberg gedacht, welches sich etwa 10-15 km hinter der damaligen HKL befand. Allerdings bestand dieses bis März 1945 und wurde meines Wissens nach nicht als Armee-Feldlazarett (mot) bezeichnet.

    Trier sollte auch nur ein ungefährer Anhaltspunkt sein, da in diesem Raum das LXXX. A.K. im Einsatz war.


    Wenn wir den Einsatzort des A.Feldlaz. (mot) 666 hingegen am Einsatzraum des AOK 7 festmachen (was für das A.Feldlaz. (mot) 666 als Heerestruppe allerdings in erster Linie in Frage kommt, so lange wir keine Zuweisung seitens des Armeearztes AOK 7 ans LXXX. A.K. nachweisen können), dann kommt zunächst mal ein Riesenraum zwischen Westgrenze, Mosel, Rhein und Aachen, dort dann aber, den Suchraum einschränkend uns auf den südlichen Bereich (wg. des nachgewiesenen Verlustfalls eines Soldaten der 212. VGD im Verband des LXXX. A.K.) kommt theoretisch jeder Ort in Frage ...


    Hier ist übrigens der Bericht eines damaligen Soldaten der 212. VGD für genau diese Tage nachzulesen, der ebenfalls am 24.12.1944 verwundet wurde, und zwar unmittelbar sw. von Echternach - seiner Vermutung (!) nach könnte außer dem (mit 10 km Entfernung sehr nahen) nordöstlich gelegenen Helenenberg auch das (etwa doppelt so weit entfernte) nördlich gelegene Bitburg als Einsatzort des "Feldlazaretts" in Frage gekommen sein, in das er verbracht wurde.

    Jedoch dieses Zitat: "Ein Arzt untersuchte mich kurz und sagte mir dann, daß hier lediglich die Wunden versorgt würden, die notwendigen Operationen jedoch nicht durchgeführt werden könnten, aus diesem Grunde sollte ich in ein anderes Lazarett kommen."

    Reine Erstversorgung zur Herstellung der Transportfähigkeit in ein Feldlaz. deutet auf jeden Fall auf einen H.V.Pl. einer San.Kp. hin, denn in einem Feldlaz. konnte grundsätzlich operiert werden! Vielleicht war es dann Helenenberg statt Bitburg - siehe weiter.


    Zu Helenenberg findet sich zudem die Angabe, daß dort Anfang Januar 1945 eine "Sanitätskompanie" (ohne Nummernangabe), also eine bewegliche Feldeinheit, unter ihrem Chef Dr. Kaufmann im Einsatz war. Das konnte durchaus der Fall sein.

    Und im Bericht eines am 08.01.1945 vor Bastogne verwundeten Soldaten wurde Helenenberg als "Verbandsplatz" bezeichnet, was in Form eines H.V.Pl. auf jeden Fall dem dortigen Einsatz einer San.Kp. entsprechen würde.


    Helenenberg und Bitburg liegen für zügige Verwundetentransporte beide verkehrstechnisch sehr günstig.


    Wie man auch hier wieder sieht, muß man mit solchen "Einheiten"angaben wie in diesen Fällen hier grundsätzlich sehr vorsichtig sein. Gerade in solchen Schilderungen wurde zur Bezeichnung der San.-Einheit häufig der erstbeste san.-dienstliche Begriff gewählt, der dem Autor zur Definition eines "Ortes, an dem Verwundete behandelt wurden" einfiel oder geläufig war!


    Reservelazarette (ortsfeste Einrichtungen) hingegen gab es gegen Kriegsende in praktisch jedem Ort des Reichs, in größeren Orten sogar mehrere, teils auch noch mit Teilazaretten.


    Der damalige Einsatzort des A.Feldlaz. (mot) 666 ist statistisch natürlich nicht errechenbar, siehe oben! Ohne ein entsprechendes Dokument muß der Ort weiterhin offen bleiben!

    Liegen Dir darüber Informationen in Deiner Datenbank vor?

    Außer den oben zu Helenenberg bereits erwähnten Informationen, leider nein ...

    Moin "Peacemaker",


    habe zwischenzeitlich mal in meiner DB nachgesehen:


    Das Armee-Feldlazarett (mot) 666 (das ist die vollständige Bezeichnung) ist hinsichtlich allgemein aufzufindender Verlustmeldungen offenbar nicht sonderlich in Erscheinung getreten. Mir liegen, außer Deiner Angabe zum 24.12.1944, seit Sommer 1942 nur vier weitere Ereignisse mit Angabe dieser San.-Einheit vor.


    Deine und eine weitere, unmittelbar 2 Tage zuvor vom 22.12.1944, jedoch weisen leider beide keine Ortsangabe auf!


    Da das A.Feldlaz. (mot) 666 Heerestruppe war, war es im Dez. 1944, in Verbindung mit Verwundeten der 212. Volks-Gren.Div., sicher dem Armee-Arzt der in diesem Raum operierenden 7. Armee unterstellt, evtl. von seiner Seite aber auch dem Korpsarzt des im südlichen AOK-7-Raum eingesetzten LXXX. Armee-Korps zugewiesen (als dessen Korpstruppe ist es nämlich nicht genannt), und daher in deren weiteren bzw. engeren Einsatzraum im Einsatz.


    Da die Ardennenoffensive in diesen Tagen auch und gerade in diesem Raum (mit der 212. Volks-Gren.Div. in schweren Abwehrkämpfen in und dann unmittelbar südlich von Echternach, Luxemburg) letztlich zum Stocken kam, kann man für beide Tage den unbestimmten Einsatzort des A.Feldlaz. (mot) 66 im Großraum der 7. Armee bzw. im Unterraum des LXXX. AK ansetzen, für letzteren Großverband wohl im Raum Trier oder in Trier selbst.


    Möglicherweise tauchen ja noch aus NARA-Beständen zur 7. Armee entsprechende Berichte oder Einsatzbefehle des Armee-Arztes AOK 7 o. ä. Dokumente auf, in denen das A.Feldlaz. (mot) 666 genauer lokalisiert wurde.

    es gab eine Seite www. petschenga-parkkina .de auf der die Gefallenen alle verzeichnet war, teils sogar mit Bild.

    [...]

    Ich weiss nicht wie der ehemalige Betreiber dieser Seite vorgegangen ist, wenn jedoch er die Namen hatte und der Volksbund nicht...??

    Moin zusammen,


    Georg Didlof (das war der Betreiber) hatte seine Seiten "Petschenga-Parkkina" über die Jahre auf mehrmals wechselnden Servern / Domains eingerichtet (u. a. http://www.petschenga-parkkina.de), von denen sie aus den einen oder anderen Gründen ab und zu zur nächsten migriert wurden. Endgültig wurden die Seiten zum August 2014 vom Netz genommen. Leider. Aber wie gesagt, Georg hatte seine Gründe ...


    Es ging auf seinen Seiten allerdings nicht allein um Petschenga-Parkkina und die Gefallenen der Eismeerfront, sondern Georg hatte dort auch viele weitere Seiten mit Gefallenen zu Bergen-Solheim, Botn-Rognan, zum Ehrenfriedhof Ekeberg, Narvik, Trondheim-Havstein, Rovaniemi-Norvajärvi, Salla, Helsinki-Hietaniemi, Helsinki-Honkanummi, Göteborg-Kviberg, Helsingborg, Trelleborg sowie zur "Scharnhorst", zur "Blücher", zur "Tirpitz", zu "Die Grauen Wölfe" sowie zur "Luftwaffe im Norden" im Netz.

    Tatsächlich hieß seine Webseite "Kriegsgräberstätten & Soldatenfriedhöfe im Norden Europas".

    Moin "Peacemaker",


    das Bundesarchiv-Militärarchiv verfügt über Akten zum Feldlaz. (mot) 666 für den Zeitraum bis Mai 1945.

    Möglicherweise wirst Du dort fündig.


    Auch bei diesen schweren Kämpfen gegen Kriegsende wurde verständlicherweise nur noch das Allernötigste dokumentiert und / oder gemeldet, wenn überhaupt. Die Nennung von genauen Einsatzorten bleib da meist auf der Strecke, der Aufenthalt dort war ohnehin von immer weniger Dauer. Und wenn Meldungen abgesetzt wurden oder überhaupt noch abgesetzt werden konnten, war es fraglich, ob sie die Dienststelle (WASt) noch erreichten. Auch beim Rückzug ging viel verloren.


    Aber offenbar blieb in diesem Fall hier dann doch einiges erhalten und konnte letztlich beim BA-MA archiviert werden ...


    Das Feldlaz. (mot) 666 war Heerestruppe.

    Moin zusammen,


    ich habe zum o. g. Unfallort "Astamhsee" mal in meiner DB nachgesehen ...


    Es handelt sich um den Ozero Ashtakhma (russ. Name), finn.: Astahmajärvi (in dt. Truppen- bzw. Gefallenenmeldungen oft vertippt als "Aschtachna-See").

    Er liegt ca. 33 km nnö. von Kiestinki (russ.: Kesten'ga), Rep. Karelien, Rußland. Koordinaten: 66° 9' 30" N 32° 04' E.

    Bei Google Maps fälschlich als "Ozero Agitakhma" eingetragen!

    er war bei der 1./SS-Geb.JR.1, mehr kann ich leider auch nicht dazu beitragen.

    Moin Charly,


    wir beide wissen das, aber zum Verständnis anderer Leser: Die "1" ist ein Tippfehler ...

    Es gab (auch schon im Okt. 1942 so bezeichnet?) nur das SS-Gebirgsjäger Regiment 11 "Reinhard Heydrich" und das SS-Gebirgsjäger Regiment 12 "Michael Gaissmair" ...

    Otto schrieb oben vom SS-Gebirgsjäger Regiment 12.

    Leider erhalte ich von der WAST Berlin keine genauen Auskünfte über den Verbleib meines Onkels Otto Stinauer (wahrscheinlich auf Grund der Zugehörigkeit einer gewissen Waffengattung). SEHR WOHL HAT GENAU IN DIESEM MOMENT AUF GRUND SEINER WAFFENZUGEHÖRIGKEIT AUCH DIE SOGENANNTE DEUTSCHE GRÜNDLICHKEIT VERSAGT. Oder ist dies genau aus diesem Grund ein Indiz der Verschwiegenheit und Verschlossenheit? ich finde, jeder Nachfahre hat 70 Jahre nach Ende des WW II Anspruch auf lückenlose Dokumentation. Oder wird noch immer mit zweierlei Mass gemessen?

    Moin Otto,


    auch wenn Du das hier wohl kaum noch lesen wirst, es ist sicherlich auch erklärend für andere, die bei der WASt - fast immer vergeblich - nach Auskünften zu Waffen-SS-Angehörigen suchen.

    Ich empfehle allen mit Anfrageabsicht dringend, sich vor etwaigen ungerechtfertigten, öffentlichen Beschwerden über die hervorragende und absolut neutral geführte Arbeit der WASt sich intensiv mit den auf ihrer Homepage auf zahlreichen, gut strukturierten Seiten angebotenen Informationen zu beschäftigen!


    Ja, von der WASt hast Du erstens aus Gründen seiner Zugehörigkeit zur Waffen-SS "keine genauen Auskünfte" erhalten - allerdings liegen diese Gründe völlig anders, als Du vermutest, siehe unten! Die WASt dürfte Dich in ihrer Auskunft auch darauf hingewiesen haben ...

    Und zweitens hat diesbezüglich die "deutsche Gründlichkeit" absolut nicht versagt!

    Und drittens gibt es hier auch absolut keine "Verschwiegenheit und Verschlossenheit"!


    Nur zu "erstens" (zweitens und drittens klären sich damit ebenfalls):

    Die WASt war Dienststelle des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) und wurde und wird daher als "Wehrmachts-Auskunftsstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene" bezeichnet. Die Wehrmacht umfaßte bekanntlich nur die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine.

    Dein Onkel war jedoch Angehöriger der Waffen-SS.

    Wie die WASt für die Soldaten der Wehrmacht zuständig war und ist, hatte die Waffen-SS (und ebenfalls in ähnlicher Form die Polizei) eine eigene "Auskunftsstelle für Kriegerverluste der Waffen-SS", zuletzt ansässig in Bamberg. Dort wurden kurz vor Kriegsende fast alle Bestände durch Brand vernichtet. Was noch erhalten blieb, wurde beim Einmarsch der Amis von ihnen in unbekanntem Umfang beschlagnahmt und erst Jahrzehnte, in ebenfalls unbekannter Vollständigkeit, an Deutschland zurückgegeben. Die WASt erklärt das alles auf ihrer HP:


    [...] Jürgen und Jörg hatten eine Diskussion über Skoganvarri hier im Land. Es ging um den Namen oder Bezeichnung zum Lazarett. Vermutet wurde Lazarett Name Eismeer. Ein Bekannter hat Kontakt zu Jagt Es wurde vor einiger Zeit ein Metall -Teil gefunden was beschriftet ist mit 4 / 68 ( weiß auf militär- grau )

    Moin Kevin,


    danke für Deine Beteiligung an der Lazarettsuche in Skoganvarre. Allerdings hatten wir dort kein Lazarett (oder welche San.-Dienststelle auch immer) namens "Eismeer" diskutiert.


    Im finnischen Lappland wurde zwar ein Feldlazarett in der Sprachgewohnheit der dortigen Soldaten österreichischer Herkunft, als Bezug zu ihrer Heimat, als "Edelweiß-Lazarett" oder "Feldlazarett Edelweiß" tituliert, es hieß jedoch korrekt "Feldlazarett (mot) 680"!


    Wie alle Sanitätsdienststellen (San.-Einheiten) trugen auch Feldlazarette und Kriegslazarette (damals die beiden einzigen San.-Einheitentypen in Lappland mit "-lazarett" in ihrer Bezeichnung) immer den Typ ihrer Einheit (also bspw. "Gebirgs-Sanitäts-Kompanie" oder "Feldlazarett") im Namen, dann eine nach einer bestimmten Regel (meist für den Großverband wie eine Division, der sie angehörte) vergebene Nummer (also bspw. "68" als Einheit der San.-Einheit der dort im Einsatz befindlichen 3. Gebirgs-Division) und (bei Existenz von mehr als einer solchen San.-Einheit) zusätzlich zu dieser Nummer vor der Nummer eine weitere fortlaufende Untergliederungs-Numerierung wie "1./..." und "2./..." - also auf Lappland bezogen bspw. die "Gebirgs-Sanitäts-Kompanie 2./68" und das "Feldlazarett 68".


    Die einem Feldlazarett und Kriegslazarett ähnlich lautende Bezeichnung Ortslazarett war hingegen eine San.-Einrichtung, betrieben von einer San.-Einheit, war selbst jedoch keine keine San.-Einheit).

    In Skoganvarre gab es jedenfalls ein Ortslazarett (Lasarettmoen), kein Feldlazarett. Es fehlt also nur noch die Bezeichnung der damals dieses Ortslazarett Lasarettmoen betreibenden San,-Einheit.


    Auch danke für Deinen Hinweis auf den Fund. Der hat allerdings, anhand der Aufschrift "4 / 68" beurteilt, ganz sicher nichts mit einer damaligen Sanitätseinheit dort zu tun. Es gab keine keine San.-Einheiten der Numerierung "68", die eine fortlaufende Untergliederungs-Nummer "4" trugen. Alle existierten nur zweigleisig mit den Nummern "1" und "2", das Feldlazarett war alleine.


    Allerdings verfügte die 3. Gebirgs-Division über zahlreiche weitere Einheiten, die mindestens bis "4./" durchnumeriert waren und eher mit dem Metallfund zu tun haben dürften.

    anbei ein Bericht des Divisionsarztes der 6. Geb.-Div. vom 8.6.42.

    Darin auch die Standorte der unterstellten San.-Einheiten.

    Moin zusammen,


    genau genommen wird im Monatsbericht des Div.Arztes 6. Geb.Div. konkret nur der Standort des Feldlaz. (mot) 2 genannt - das arbeitete in Parkkina ...


    Die anderen Orte sind nicht die Standorte der San.-Einheiten, sondern die Ortsangaben der von ihnen jeweils betriebenen San.-Einrichtungen wie H.V.Pl. bzw. L.V.S.Pl. (im Monatsbericht auch exakt so bezeichnet).

    Will heißen: San.-Einheit (bzw. San.-Dienststelle) San.-Einrichtung!


    Ortsangaben an der Eismeerfront (z. B. "Winkelsee", nach dem Winkelsee in der Steiermark) wurden von den deutschen Truppen i. d. R. frei erfunden, in Erinnerung an die österreichische Heimat und an dort ähnlich aussehende Formationen wie Berge (Herzberg, Langkogel, Herzogstein, Kärntner Höhe, Katschberg, usw.) und Seen (Stiefelsee, Herzsee, Budersee, u. ä.).

    Nur hin und wieder werden im extrem dünn (einzelne Fischerorte am Meer) bzw. weithin gar nicht besiedelten Gebiet einheimische samisch-finnische Namen für Seen, Dörfer bzw. Wohnplätze und Bergformationen verwendet.


    Bei den Bezeichnungen für Lage der San.-Einrichtungen wie "Nord", Titowkabrücke" (sic!), "Lizabucht" und "Russenlager" orientierte man sich teils frei an der Himmelsrichtung (es gab bspw. auch einen H.V.Pl. Süd der Geb.San.Kp. (mot) 2./91), an einer markanten lokalen Position der Einrichtung an den beiden dortigen Flüssen Litsa (Liza) und Titowka (sic!) und drittens wie hier an dem zu Beginn der deutschen Vorstöße eingenommenen Lager der sowjetischen Truppen (auch ein "Titovkalager" gab es).


    All diese Orte sind aufgrund dieser speziellen Namensherkunft selbstverständlich nicht auf normalen Karten des Raumes zu finden, sondern nur auf einigen deutschen Karten eingetragen bzw. auf entsprechenden Karten-Zeichnungen in der Literatur zu finden.

    es gab anscheinend in der Wehrmacht doch die Funktion des Hilfsoffiziers.

    Anbei ein Auszug aus der NARA T-77 R 963.

    In den Rollen 937 - 963 gibt es noch einige solcher Beispiele.

    Moin zusammen,


    ganz sicher jedoch in anderer Bedeutung ...


    Reinhard Stumpf jedenfalls erwähnt in "Die Wehrmacht-Elite - Rang- und Herkunftsstruktur der deutschen General und Admirale 1939 - 1945" (1982), daß in den Jahren länger vor Kriegsbeginn eine Neuordnung der Offizierslaufbahnen diskutiert wurde, jedoch ohne Erfolg und ohne Umsetzung der Gedankengänge.

    Anlaß war das von starkem Elitedenken getriebene Bestreben einiger weniger Generale, die Laufbahn der Truppenoffiziere ganz entscheidend und deutlich von denen anderer Offizierslaufbahnen und der Wehrmachtbeamten abzusetzen und die Dominanz des "Truppenführers" besonders zu betonen..

    Das in diesen Gedankengängen neben einen "Truppenoffizierskorps" und einem "Verwaltungsoffizierskorps" entwickelte "Hilfsoffizierskorps" (oder auch noch abwertender: "Offizierskorps in Hilfsdiensten") sollte in Herabstufung zum Korps zweiter Klasse aus den Sonderlaufbahnen der Sanitäts- und Veterinäroffiziere sowie der Höheren Verwaltungsbeamten bestehen. Die bisherige Offiziersuniform wollte man diesen "Hilfsoffizieren" großzügigerweise belassen. Sanitätsoffiziere z. B. sollten dann jedoch nicht mehr als bspw. Oberstabsarzt, sondern als "Major im Sanitätsdienst" bezeichnet werden.

    Letztlich wurde jedoch aufgrund weiterentwickelter eigener Überlegungen auch seitens der Initiatoren, unter Berücksichtigung der militärischen Realität und des zu erwartenden enormen Widerstandes der betroffenen Offiziere aller Art, dieses zudem von der Mehrheit der deutschen Generalität als undurchführbar bezeichnete und abgelehnte Vorhaben fallengelassen. Der Standpunkt des Führers war ohnehin "Es gibt nur ein Offizierskorps!".


    Wie wir alle wissen, wurden also weder die bis dato existierenden Laufbahnen geändert, sondern unangetastet gelassen (bis auf die am 21.04.1939 neu geschaffene Laufbahn der Truppeningenieure, in Angleichung an das Ingenierkorps der Marine; die Luftwaffe schloß sich im Mai 1940 an) noch wurden die absurden Dienstgradbezeichnungen für San.Offz., usw, geschaffen.


    Somit muß es sich bei der Funktion dieses "Hilfsoffiziers für Panzer-Späh-Ausbildung", der sich in dem von Dir, Roland, eingestellten Dokument und ggf. weiterer Dokumente findet (und der ja gerade der Truppenoffizierslaufbahn, angehörte - ebenso wie der darin ja auch erwähnte "Aufsichtsoffizier für Panzer-Grenadiere" oder der "Offz. zur Marschüberwachung"), aufgrund völliger Abweichung von den oben von Stumpf beschriebenen, in den 1930er Jahren diskutierten und letztlich fiktiv gebliebenen Inhalten der Laufbahnänderungen um etwas anderes handeln - sicherlich um die Beschreibung einer temporären Zusatzfunktion und -aufgabe zusätzlich zur eigentlichen Dienststellung und Aufgabe.


    In dem von Christian "jonny3/141" erwähnten, in Mölln gehaltenen Vortrag soll es sich ja zudem explizit (da in einem Res.Laz.) um Sanitätspersonal gehandelt haben - was allerdings, wie bereits erwähnt, unzutreffend ist!

    Ich bin auf der Suche nach einem Lazarett oder Hilfslazarett, dass sich ab Ende 45 in Clausthal-Zellerfeld befunden hat. Dorthin ist mein Vater gekommen nachdem er im Einsatz bei der Division Deneke verwundet worden ist.

    Moin Burkhard,


    als Angehöriger der Division Denecke muß er ja bereits im im Januar / Februar 1945 verwundet worden sein, und zwar so schwer bzw. kompliziert, daß er noch Ende 1945, wie Du angibst, in einem Lazarett versorgt werden mußte.


    Leider sind das reichlich magere Angaben. Es fehlen bspw. Angaben Deinerseits, wo Du bereits eigene Ermittlungen angestellt hattest und welche, und was deren Ergebnis war ...


    In Clausthal-Zellerfeld gab es nicht erst ab Ende 1945, sondern bereits früh im Verlauf des 2. Weltkriegs zumindest schon mal ein, zwei Reservelazarette - gegen Kriegsende ohnehin, wie überall im Reich angesichts nahender Fronten und steigender Anzahl der Verwundeten, Verletzten und Erkrankten, auch in Clausthal-Zellerfeld ebenfalls in der Anzahl zunehmend, bereits eine Reihe von Lazaretten, z. T. mit Teillazaretten. So z. B. die Res.Lazarette "Heilstätte Schwarzenbach" und "Voigtslust".


    Es wird uns hier nicht möglich sein, anhand Deiner knappen Angaben das für die Versorgung Deines Vaters zutreffende Lazarett zu ermitteln.


    Hilfreich wäre sicher einerseits ein Antrag bei der WASt auf ausführlichen militärischem Werdegang Deines Vaters, um aus der WASt-Auskunft konkrete Lazarettaufenthalte zu erfahren.

    Zusätzlich könntest Du auch im Stadtarchiv von Clausthal-Zellerfeld nach entsprechenden, Ende 1945 noch existierenden bzw. betriebenen Lazaretten anfragen.


    @ Mods und Admins:

    Bitte Burkhards Anfrage als eigenen Thread eröffnen, da hier in diesem Thread eine andere Themen-Ausrichtung besteht ...

    Hallo zusammen,
    gerade habe ich schon eine Antwort aus Mölln erhalten.
    Sie kam von einem Mitarbeiter des Stadtarchivs, der im letzten Jahr einen Vortag über die Stadtgeschichte im 2.Weltkrieg gehalten hat.
    Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.


    [...]
    Versorgt wurden die Verwundeten 19 Sanitätsoffiziere, Unterärzte und Hilfsoffiziere, 56 Sanitätsdienstgrade und 324 Schwestern, Lazaretthelferinnen und weiteres vorwiegend weibliches Personal.

    [...]

    Moin zusammen,


    es gab in Wehrmacht und Waffen-SS keine "Hilfsoffiziere", auch nicht im Sanitätsdienst.


    Im Sanitätsdienst gab es jedoch die Dienststellung eines Hilfsarztes.

    Dieser jedoch konnte vom Dienstgrad her (als approbierter Arzt) sowohl San.Offz. als auch Unterarzt, San.Uffz. oder San.-Mannschaftsdienstgrad sein sowie (als angehender Arzt und Student im Klinikum und Angehöriger der Militärakademie) Feldunterarzt sein.


    Daher würde in der obigen Aufzählung des erwähnten Vortrags der Begriff "Hilfsoffiziere" auch dann nicht passen, wenn er im Sinne von "Hilfsärzte" gemeint gewesen sein sollte.

    Moin zusammen


    bei der suche nach San. Einheiten kann und will ich euch nicht reinreden, nur denkt daran das es auch alles eingearbeitet werden muss/sollte.

    [...]

    Wichtig wäre zu diesen Einheiten alles ab zu suchen, damit so viel wie möglich beim erstellen der Tabellen drin ist.

    Moin many,


    das ist allerdings nur auf normalem Weg mit einer Suchmaschine, wie z. B. Google, möglich - und abhängig von einer mehr oder weniger geschickt formulierten Suche dann auch im Ergebnis mehr oder weniger lückenhaft ...


    Da der VDK selbst leider aber keine Online-Suche nach "Todesort" anbietet und damit den dort (wenigstens bei einem Teil der Gefallenen) eingetragenen Begriffen wie der Bezeichnung einer bestimmten San.-Einheit oder einer San.-Einrichtung (bspw. H.V.Pl.), ist es nicht anders möglich als so oder ähnlich vorzugehen, wie es Mathias oben für seine Suche beschreibt ...


    Falls Eure Kontakte zum VDK gut genug sind, könntet ihr dort ja mal vorschlagen, daß in Erweiterung der Suchmaske der Datenbank "Gräbersuche Online" als weiterer Suchparameter ein Feld "Todesort" integriert wird. Das würde auch Deine / Eure Arbeit daran enorm unterstützen!

    Moin zusammen,


    Pustoshka wurde bereits am 27. 02.1944 von der Roten Armee eingenommen.

    Wichtig ist nun das tatsächliche Datum der Verwundung: War es nun der 02. oder der 20.03.1944? Das muß geklärt werden!

    Der hier noch derart unsichere, längere Zeitraum von immerhin drei Wochen macht hinsichtlich des Verlaufs und Fortschritts der weiteren Rückzugskämpfe von Pustoshka aus Richtung Westen, nach Lettland, und damit der Lokalisierung des gesuchten Ortes einen deutlichen Unterschied!

    Ach Dieter ...


    Wie Du wissen solltest, gibt das Bundesarchiv an, was welche Signaturen beinhalten ...


    Also:

    RH 34

    Truppenkomandanturen der Reichswehr und Wehrmacht

    >> Platzkommandanturen

    >>Platzkommandantur Verona


    Platzkommandantur Verona

    BArch RH 34/261

    Belegungsliste des Platzkommandanturbereiches 11/1009, Kommandanturbefehl Nr. 23 vom 26. März 1945 (Bestimmung vom Standort-Ältesten), Liste der Dienststellen und Einheiten in Verona


    Wenn Gentile die s. Blankdraht-Kompanie 161 unter dieser Signatur für April 1945 in "Gazzano" geortet haben will, dann ist das nun mal zweifelhaft, da der Befehl eben bereits vom 26. März datiert ...


    BA-Aktenbestände zur hier behandelten Einheit s. Blankdraht-Kompanie 161:


    BArch RH 44/36

    Eisenbahn-Fernsprech-Bau-Kompanie / schw. Blankdraht-Kompanie 141 - 161 (früher 1 - 21)


    BArch RH 44/42

    schw. Eisenbahn-Blankdraht-Kompanie (mot) 151


    Zur s. Blankdraht-Kompanie 161 liegen dem BA also u. U. nur unter RH 44/36 Akten vor.

    Nur zur s. Blankdraht-Kompanie (mot) 151 liegen unter RH 44/42 offensichtlich eigene Akten vor.


    Falls Du es aber ganz genau wissen möchtest, empfiehlt sich halt ein Besuch des BA.