Posts by Jürgen Fritsche

    Thema ist durch.

    Moin Alex,


    Moment! Ein Thema ist nicht etwa deswegen "durch", nur weil Du das so festlegen möchtest! Du bist hier kein Moderator!


    Hast schon damals im VKSVG-Forum als sog. "Moderator" nicht ordentlich und neutral funktioniert, als Du dort dem weithin in allen sonstigen Foren (auch hier im FdW) bekannt-berüchtigten und daher überall gesperrten Dieter Schwenker alias "Italodito", "Thor" (oder welche Tarnnamen auch immer er nach und nach nutzte, um nicht so rasch erkannt zu werden) immer wieder genügend Raum für seine Unflätigkeiten und Aggressionen geboten hast!

    Hallo Jürgen,


    schön dass du deine altbekannte Weise an den Tag legst. Hatte ich schon vermisst, dass du ja andere immer klein machen musst.

    Moin Alex,


    wer wie Du schlecht oder gar nicht recherchiert, ohne juristisches Wissen Unrichtiges und Halbwahrheiten verbreitet und dazu noch untermalend (Zitat Henry Jones / Alex: "die WASt -VO ist mit Übergang zum Bundesarchiv außer Kraft getreten. Siehe auch den Staatsvertrag zwischen Bund und Berlin.") auf einen Staatsvertrag verweist, in dem der betreffende Begriff weder behandelt noch überhaupt erwähnt wird, muß von vornherein damit rechnen, daß man ihm das auch genauso vorhält und die Behauptungen zerpflückt!
    "Kleingemacht" hast Du Dich damit vorher schon selbst.

    Aber es bleibt jemand ja selbst überlassen ob er es versucht und ggf. eine Absage bekommt oder gleich vor Angst den Schwanz einzieht und vor Paragraphen in Ohnmacht fällt.

    ... und der sich dann im Rückzugsgefecht auf derart Banales wie "Ich weiß eigentlich nichts Genaues - probiert es doch einfach mal aus" und auf Albernheiten wie "Angst" und "Ohnmacht" zurückziehen muß ...

    die WASt -VO ist mit Übergang zum Bundesarchiv außer Kraft getreten. Siehe auch den Staatsvertrag zwischen Bund und Berlin.

    Moin Alex,


    leider falsch informiert (manche sagen auch "fake news" dazu) ...

    Quote from Staatsvertrag über den Übergang der Aufgaben der WASt ...

    Staatsvertrag über den Übergang der Aufgaben der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht

    Artikel 5

    Inkrafttreten; Außerkrafttreten

    ... "tritt die „Vereinbarung über die Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht (WASt) und das Amt für die Erfassung der Kriegsopfer (AEK)“ zwischen dem Bund und dem Land Berlin vom 9. Januar 1951 nach Maßgabe ihres § 8 außer Kraft" ...

    Die "Vereinbarung über die Aufgaben der WASt" von 1951 war nicht die "WASt-Verordnung" und da steht auch sonst nix von WASt-Verordnung im von Dir herangezogenen Staatsvertrag, Jungchen!


    Die "WASt-Verordnung" ist / war vielmehr die "Verordnung über die Verarbeitung personenbezogener Daten bei der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht (WASt-Verordnung) vom 29. März 1994"!


    Vielmehr sieht es nach dem BArchG folgendermaßen aus:

    Also gegenüber den bisherigen Aufgaben der WASt keinerlei Änderung ...


    Betroffene und Angehörige werden im BArchG zuvor in § 1 wie folgt definiert:

    Quote from § 1 BArchG

    Im Sinne dieses Gesetzes ist oder sind

    1. Angehörige: Ehegatten, Lebenspartner sowie Kinder, Enkelkinder, Großeltern, Eltern und Geschwister der Betroffenen.

    [2.]

    3. Betroffene: Bestimmte oder bestimmbare natürliche Personen, zu denen Informationen vorliegen.

    [4. - 11.]

    Da jedoch als Angehörige im BArchG nach wie vor (also wie bei der bisherigen WASt) ausschließlich als direkte Angehörige ("Ehegatten, Lebenspartner sowie Kinder, Enkelkinder, Großeltern, Eltern und Geschwister der Betroffenen") beschrieben werden, erhält augenscheinlich nach wie vor auch nur dieser Personenkreis Auskunft bzw. "Stellungnahmen" vom BA!

    Die Betroffenen sind nach wie vor die von WASt bzw nun vom BA verwalteten "Militärpersonen und diesen in personenstandsrechtlicher Hinsicht gleichgestellten Personen", über die berechtigte Angehörige Auskunft beantragen können.

    Für die Bestände der ehem. WASt gilt jetzt das Bundesarchivgesetz und dessen Sperrfristen. Sollte also bei Personen die länger als 10 Jahre tot sind, kein Problem mehr sein. Braucht man auch kein berechtigtes Interesse o.Ä.

    Da die auskunftsberechtigten Angehörigen in §1 BArchG ja exakt definiert wurden ("Ehegatten, Lebenspartner sowie Kinder, Enkelkinder, Großeltern, Eltern und Geschwister der Betroffenen") und ansonsten gemäß dem neuen BArchG aufgrund tatsächlich sonst fehlender (aber von Euch irgendwo versteckt vermuteter) Regelungen auch weiterhin, wie bisher von der WASt, nicht an andere als an die Angehörigen von Betroffenen beauskunftet wird und werden darf, sind diesbezüglich irgendwelche sonstige, hier sachlich gar nicht zutreffende Archiv-Sperrfristen gar nicht erst anzuwenden ...

    Da gilt der Schutz des Gesetzes vor den Regelungen irgendwelcher Fristen!


    Sollte also doch auch weiterhin ein "Problem" sein (nur eben nicht für Angehörige!) ...


    Zudem schreibt § 6 BArchG unmißverständlich folgendes vor:

    Das ist deutlich genug!

    Nix mit Vermutungen Jürgen Fritsche


    Gruß Alex

    Ja, Henry Jones , das wäre in Deinem Fall wirklich besser gewesen ... ^^


    Fazit

    Zumindest juristisch sieht das, was ich oben anhand der Gesetzesbestimmungen kommentiert habe, deutlich danach aus, daß auch weiterhin an niemanden anderen als einen direkten Angehörigen beauskunftet wird und werden darf. Schlließlich sind die gesetzlichen Bestimmungen ganz zweifelsfrei und eindeutig angelegt!

    Weshalb auch sollten, wie ich schon oben hinwies, plötzlich der jahrzehntelang juristisch streng gewahrte Persönlichkeits- und Datenschutz der Betroffenen und ihrer Daten hinfällig geworden sein, nur weil die Behörde letztlich ja nur umbenannt wurde und vor allem der Gesetzestext auch nichts anderes, Neues hergibt?

    es könnte sein, dass es sich bei der Örtlichkeit an der das 429. IR. der 168. ID. im November 1942 kämpfte, um Dogulewka und die Höhe 186 handelt.

    [...]

    Einen Ort mit Namen Dogulewka kann ich auch nicht mehr finden. Ein Ausschnitt aus einer alten Verwaltungskarte Woronesh Nord zeigt Storoshewoje.

    Moin "Alebo",


    der Ortsname "Dogulevka" ist unsauber überliefert!

    Der Ort hieß korrekt "Dovgalëvka", hat die Koordinaten 51°10' N 39°05' E und liegt (als Ortsteil?) mit dem heutigen Ortsnamen "Novo-Uspenka" im Oblast Woronesch im Dreieck mit Storozhevoye-1 (5 km nö.) und Uryv-Pokrovka (5 km sö.).

    bezüglich des Datenschutzes...jetzt ist ja das Bundesarchiv zuständig. Archive haben andere Richtlinien, Schutzfristen.

    Moin Frieda,


    welchen Gesetzen oder Richtlinien die bisherigen WASt-Bestände nun beim BA tatsächlich unterliegen, ist nirgendwo explizit nachzulesen. In Foren und Mailinglisten findet man seit Monaten (!) nur Vermutungen, Annahmen, selbst gefundene Schlüsse!

    Es gibt keine direkten Angehörigen. Auch keine Nachfahren. Dieser Zweig der Familie ist leider ausgestorben.

    Das ist jedenfalls ein Aspekt, den auch die WASt bei zunächst unberechtigt erscheinenden Anfragen berücksichtigen kann, sofern man anhand der Familienforschung möglichst genau und plausibel nachweisen kann, daß der betreffende Soldat (hier der Cousin Deiner Oma) keine Kinder hatte, es also keine direkten Nachfahren geben kannn (oder falls doch Kinder, inzwischen keine lebenden direkten Nachfahren mehr existieren). Dann bist bspw. Du eine der nächsten Nachfahren, denen dann auch die WASt Auskunft erteilen kann. Auf Basis dieser familiären Konstellation würde ich das an Deiner Stelle versuchen.

    Und es geht ja nicht um Daten die der Geheimhaltung unterliegen. Korrigiert mich bitte falls ich falsch liege. Für Auskünfte über den Bruder meiner Oma habe ich vor ein paar Jahren eine Vollmacht meiner Oma gebraucht (und bekommen). Aber inzwischen müsste die Sachlage anders aussehen. Ich (bzw. meine Oma) haben ja als Angehörige ein berechtigtes Interesse (Ahnenforschung usw.).

    Mit Geheimhaltung hatten und haben WASt-Datenbestände nie etwas zu tun. Schutz beruht nicht auf Geheimhaltung.

    Daher hatte ich mich oben auch auf den von der WASt bisher gesetzlich strikt einzuhaltenden Daten- und Persönlichkeitsschutz bezogen! Dafür gab es seit Jahrzehnten immerhin sowohl ein eigenes WASt-Gesetz als auch eine spezielle WASt-Verordnung! Streng, nicht von ungefähr. Es könnte also durchaus sein, daß diese Daten- und Persönlichkeitsschutz-Vorschriften nicht doch für genau diese bisherigen WASt-Bestände auch im BA weiterhin Gültigkeit haben.

    Daran ändert dann, wie bisher, auch ein beanspruchtes, sog. "berechtigtes Interesse" Dritter an den Daten des Cousins Deiner Oma nichts ...

    Und weißt du zufällig auch ob es vor Ort ein Feldlazarett oder dergleichen gab? Mir ist bisher nicht bekannt ob er sofort verstorben ist. Hierzu werde ich noch eine Anfrage an die Wast stellen.

    Moin Frieda,


    über ein Feldlazarett verfügte die 168. Inf.Div. nicht.

    Es kämen daher für die Verwundetenversorgung - eine Verwundung vorausgesetzt - als Sanitätstruppen nur die beiden San.Kp. 1./248 und 2./248 und ihre im Divisionsbereich eingesetzten Hauptverbandplätze (H.V.Pl.) in Frage und vom Truppensanitätsdienst der Truppenverbandplatz (T.V.Pl.) seines Bataillons oder evtl. der einer der Nachbarbataillone des Gren.Rgt. 429, je nach dem, wo er eingesetzt und verwundet bzw. wohin er nach Verwundung verbracht wurde. Ggf. könnten auch auch H.V.Pl. oder T.V.Pl. von naheliegenden Nachbarverbänden in Frage kommen.

    Insofern ist dies ohne konkrete Information wie z. B. von der WASt alles nur reine Spekulation, von der ungeklärten Frage einer evtl. Verwundung mal ganz abgesehen.


    Zur WASt und dem von ihr gesetzlich strikt einzuhaltenden Daten- und Persönlichkeitsschutz hinsichtlich (daher abzulehnender) Anfragen nicht direkter Angehöriger: Ein Cousin Deiner Oma ist nicht in direkter Linie mit Dir verwandt, es müßten also direkte Angehörige von ihm die Anfrage stellen. Die Bearbeitungszeit einer Auskunft beträgt mittlerweile deutlich über 2 Jahre!

    hier mal ein Lazarett von der Westfront 1945

    vielleicht mal interessant für euch.


    Gr.Reken, Ortslaz.Maria-Veen

    Moin zusammen,

    ein Ortslazarett ist allerdings eine San.-Einrichtung, keine San.-Einheit.

    Im vorliegenden Fall müßte erst ermittelt werden, welche San.-Einheit dieses Ortslazarett am 16.03.1945 betrieb.


    Allerdings gab es schon seit 1944 in Maria Veen mindestens ein Reserve-Lazarett (im Benediktus- und im Bernardushof - im ersteren war der OP-Saal).

    Es müßte also auch geprüft werden, ob es sich bei dem für den 16.03.1945 erwähnten "Ortslazarett" überhaupt um eine solche Einrichtung oder vielleicht eher um das Res.Laz handelte (all diese "Lazarett"-Begriffe wurden "gerne" und häufig verwechselt und beliebig verwendet) ...

    @ Eumex: Danke für den Tip mit der Stempelseite. Allerdings verstehe ich die Info nicht ganz. Da wird der Stempel mit dieser Nummer für den auch oben erwähnten Zeitraum dem RAD-Arbeitsgau-Führer XVI zugewiesen (28.4.1940-14.9.1940 RAD-Arbeitsgau-Führer XVI), aber dann behauptet der Stempel sei so bis Mai 1945 in Betrieb gewesen. Entweder es gibt Belege dafür, dann kann man den obigen Zeitraum erweitern. Oder es gibt keine, dann sollte man es nicht behaupten. Für ene Erklärung wäre ich dankbar. Mein Stempelabschlag stammt vom 8. November 1941.

    Moin "Dschäi Ar",


    Gerhard "mika1606" hatte Dir oben die gesamte Belegung der FPN 12655 angegeben, nicht nur die von Dir angefragte, für den 08.11.1941 gültige:

    Hier die Belegung:


    (Mobilmachung-1.1.1940) 1. Kompanie Infanterie-Regiment 96,

    (2.1.1940-27.4.1940) gestrichen, wurde Fp.Nr. 12966 B,

    (28.4.1940-14.9.1940) RAD-Arbeitsgau-Führer XVI.

    Für das angefragte Datum 08.11.1941 war also nur "(28.4.1940-14.9.1940) RAD-Arbeitsgau-Führer XVI" gültig!


    Hinsichtlich der Angaben der Feldpost-Übersicht (FPÜ) muß man zudem wissen (wie oben von Matthias dann noch erklärt), daß der in Klammern stehende Zeitraum nicht der Gültigkeitszeitraum der betreffenden FPN war. sondern den Vergabezeitraum der FPÜ angibt.


    Mit anderen Worten: Im FPÜ-Vergabe-Zeitraum 28.4.1940-14.9.1940 wurde die FPN 12655 (die im vorhergehenden FPÜ-Zeitraum 2.1.1940-27.4.1940für die 1./Inf.ERgt. 96 gestrichen worden war) der FPÜ-Einheit RAD-Arbeitsgau-Führer XVI zugewiesen.

    Da in der Folge nach dieser Vergabe für diese letzte Einheit keinerlei Streichung oder Vergabe einer neuen FPN (we bei der 1./Inf.ERgt. 96) mehr in der FPÜ eingetragen ist, galt die FPN also durchgängig bis Kriegsende!


    Es ist also völlig unnötig, für die weiterlaufende Verwendung und Gültigkeit nach dem o. g. Vergabezeitraum irgendwelche Belege zu fordern.

    Moin Volker,


    ok, soweit alles klar!


    Bei Verwendung von Quellen ist stets vorauszusetzen, daß selbst Primärquellen bei Begriffen, Ortsangaben, usw., durchaus falsch liegen können! Man muß jeweils bestrebt sein, durch genaues Hinterfragen der relevanten Quellenangaben und durch akribische Erforschung des gesamten Themenumfelds den Wahrheitsgehalt herauszubekommen.


    Der DRK-Suchdienst bspw. ist eine Quelle, die ihre Angaben im Wesentlichen den damaligen Suchhinweisen der Angehörigen entnahm, mit entsprechend hohem Irrtums- und Unkenntnispotential! Wo es möglich war, ergänzte der Suchdienst diese Angaben durch stete Befragung von Rückkehrern der betreffenden Einheiten - was jedoch im Falle des zahlenmäßig offensichtlich vollständigen Verschollenseins Deines Großvaters, seines T.V.Pl.-San.-Personals und aller Verwundeten nicht in Betracht kam.


    Den "russischen" statt sowjetischen Major hatte ich hier nur ergänzend zu den Fachbegriffen als "Nebenschauplatz" gewählt, um auch mal daran deutlich zu machen, was man so alles falsch verwendet / verwenden kann, wenn man sich keine Gedanken um den Sinninhalt und um den korrekten Begriff macht - selbst damals wurden schließlich auch offiziell statt Sowjets, Sowjetunion und Sowjetarmee bzw. Rote Armee, etc., häufig die sachlich unrichtigen Begriffe "Rußland" und "Russen" verwendet (das war gedanklich und sprachlich halt einfacher, allerdings kein Grund, all das - insbesondere noch heute - unkritisch einfach so weiterzuverwenden). Deutsche sind auch nicht alle "Baiern", "Sachsen" oder "Hessen" ...


    Ich bin es eben in wissenschaftlicher Hinsicht grundsätzlich gewohnt und ausnahmslos bestrebt, so exakt wie nur möglich zu arbeiten. Soweit das nicht möglich ist, gebe ich das an oder lasse einen Beitrag lieber ganz weg. Das allein schafft Qualität im Ergebnis, verursacht allerdings bei dem / der einen oder anderen, der / die Unrichtigkeiten halt nicht so ernst nimmt, durchaus auch mal "Verdauungsbeschwerden" wie z. B. "Aufstoßen" ... :D


    Und unfehlbar bin auch ich in "meiner" Materie selbstverständlich nicht, denn damals, im Krieg, gab es durchaus immer wieder unvermutete und / oder unerklärliche Ausnahmen von Grundsätzen und Regeln, und manchmal können wohl auch mal Dokumente auftauchen, die vielleicht auch andere, neu gültige oder einmalige Ausnahme-Sachverhalte nachweisen.

    Das ist auch der Grund warum Du FdW-Insider bist.

    Nee, der Grund für diesen "Forums-Dienstgrad" ist allein die gewertete Anzahl meiner Beiträge, wie bei Euch anderen auch ... ;)

    Dir vielen Dank und alles Gute Dein Volker

    Gerne, und danke, Dir auch!

    Moin Christian,


    das findet sich im Prinzip alles verteilt in diesem Sammel-Thread hier ...


    Allerdings hatten wir in diesem Zusammenhang immer wieder über die Eismeerfront in Nordfinnland und die Finnmark in Nordnorwegen diskutiert.

    Bei Deinem Fund handelt es sich jedoch um Südostfinnland / Nordwestrußland (Gebiet Vyborg), also um die Ladoga-Stellung in Karelien und um die Seen Ägläjärvi und Tolvajärvi n. des Ladogasees.


    Nachtrag:

    Ab Juli 1941 bis Januar 1942 wurde im Raum der gleichnamigen Seen und Orte Ägläjärvi und Tolvajärvi die 163. Inf.Div. zur Unterstützung der finnischen Verbände zur Rückeroberung von Ladoga-Karelien eingesetzt. Daraus kann man schließen, daß dort die beiden San.Kpn. 234 im Einsatz waren.

    In meiner DB liegen mir zumindest im Zeitraum Ende Juli bis Ende August 1941 fünf Verlustereignisse für die beiden Orte vor, allerdings vier davon ohne Hinweis auf eine San.-Einheit und einer auch nur mit dem Hinweis auf die San,-Einrichtung "H.V.Pl.", jedoch ohne Nennung der betreffenden San.Kp.. Vom Datum her dürfte der letzte derselbe wie der von Dir oben eingestellte Verlustfall sein. Ich habe allerdings für diesen Tag noch zwei weitere Fälle.

    Hallo Jürgen,

    vielen dank für Deine Mail. Für konstruktive Anregungen und Kritiken bin ich jederzeit empfänglich. Vielleicht sollte man sich aber nicht in Kleinigkeiten, deren Sinngehalt(e) ja aber klar ist / sind wie z.B. russ. oder sowjet. Major oder T.V.Pl. oder H.V.Pl. ( aber auch Krankensammelstelle ) verrennen

    Moin Volker,


    wenn ich mir hier die Arbeit mache, immer wieder auf korrekte Fachbegriffe hinzuweisen, dann sind das eben keine "Kleinigkeiten" und es ist kein "Verrennen"! Derartige Abqualifizierungen meiner hohen Genauigkeit, meiner Erklärungen und Hilfen verbitte ich mir nachdrücklich :rolleyes:

    Insofern sind jedenfalls meine Beiträge absolut und maximal konstruktiv und eben nicht nur "beliebig" und lediglich "ungefähr" oder "in etwa" formuliert!


    In anderen Fachsprachen muß man sich ebenso an die richtigen Begriffe halten, sonst wird nur "Bahnhof" verstanden.

    Ein T.V.Pl. ist eben kein "Lazarett", keine Krankensammelstelle und auch kein H.V.Pl.! Zwischen diesen Begriffen gibt es eben ganz signifikante Unterschiede!


    Es geht auch keinesfalls um einen möglicherweise gedachten, aber daher für den Leser als solcher nicht erkennbaren, klaren Sinngehalt, sondern ausschließlich um das, was geschrieben dort steht. Frei gewählte Synonyme, sofern sie fachsprachlich überhaupt jemals als gleichbedeutend zutreffen können, sind nicht hilfreich, sondern das sind eben jeweils nur die exakten Fachbegriffe, um genau das auszudrücken, was jeder andere Diskussionsteilnehmer und Leser unter Anwendung der Fachsprache exakt genauso verstehen kann - und nicht erst herumraten muß, was der andere damit wohl gemeint haben könnte.


    Sonst kann man (kann ich) das alles hier lassen und jeder spricht nur völlig unbestimmt einfach so, wie ihm sein Wissen und "der Schnabel" gewachsen ist ...
    Korrekt und im richtigen Sinn verstehen (und ggf. sogar noch weitergeben) wird dann hier wohl kaum noch jemand etwas.

    Ich habe mein Wissenstand hier, DURCH EUCH !!!, schon immens erweitern können und werde versuchen, mich in der Zukunft noch klarer auszudrücken damit Irretationen vermieden werden.

    Und solage es unbestimmte, unklare Ausdrücke gibt (nicht nur Deinerseits), werde ich mir im Sinne der Qualität meiner eigenen Arbeit und der des FdW erlauben, immer wieder auf die korrekten Ausdrücke, die zudem stets weitere relevante Zusammmenhänge implizieren, hinzuweisen! Es ist für Euch, wie es auch für mich mal war, eben ein Lernprozeß, den man durchlaufen muß, um irgendwann von allen verstanden mitreden und sämtliche Unterschiede zwischen Begriffen verstehen und anwenden zu können.

    Im Übrigen habe ich Inhalte meiner Aussagen aus Briefen befreundeter Ärzte, nach dem Rückzug der deutschen Truppen aus TIM und Schreiben an meine Großmutter übernommen.

    Dann mache das bitte auch als solche Zitate oder Begriffsübernahmen, von woher auch immer, entsprechend kenntlich.


    Merke: "Hier wird man geholfen, falls man sich helfen läßt ..."

    Hallo Jürgen,

    danke für Deine Antwort .Natürlich ist mir klar, das dort kein Lazarett war sondern nur ein Verbandsplatz. Ich habe lediglich die Inhalte aus Briefen befreundeter Ärzte übernommen.Diese haben die Bezeichnung Lazarett verwendet. Auch die Behandlung des Gegners nach der Übernahme kann man sich vorstellen bzw. Ist durch div. Berichte belegt...

    Allerdings hat ein gefangener russ. Major vom Weiterbetrieb des HVP berichtet. Daher ist vielleicht doch die Gefangenschaft möglich gewesen.

    Moin Volker,


    wenn Dir das alles bereits klar und bekannt war, dann haben wir das jedenfalls bisher noch nicht von Dir erfahren ...


    Und: Der gefangengenommene sowjetische Major (wir wissen nicht, ob es ein Russe war ...) würde verständlicherweise niemals zugegeben haben, daß der T.V.Pl. (nicht: H.V.Pl.) von seinen Truppen vernichtet wurde ...

    vllt. erst mal ein Brief - leider sind ein paar Leerstellen dabei.


    Abs. Oberarzt Kügler 27641 (?)

    Moin zusammen,


    27641 ist die FPN des III. Btl. des Inf.Rgt / Gren.Rgt. 429:


    27641

    (Mobilmachung-1.1.1940) Stab III u. 9.-12. Kompanie Infanterie-Regiment 429,

    (24.8.1943-5.4.1944) 9.11.1943 gestrichen


    Damit wissen wir nun, in welchem Btl. Felix Kügler Truppenarzt war ...

    Seit 1989 bin ich auf der Suche nach meinem Großvater Stabsarzt d. R. Dr. Felix Kügler. Felix wurde als Bat.Arzt \ Gren. Regiment 429 in der 168 ID am 08.02.1943 mit dem Lazarett und 400 Verwundeten der Roten Armee übergeben.

    Moin Volker,


    Dein Großvater als Btl.Arzt bzw. Truppenarzt leitete in dieser Dienststellung kein Lazarett, sondern vielmehr den Truppenverbandplatz (T.V.Pl.) eines der drei Bataillone (das oben nicht angegeben ist) des Gren.Rgt. 429.


    Lazarette, welchen Typs auch immer, waren San.-Einheiten, also Sanitätstruppen.

    T.V.Pl. hingegen waren San.-Einrichtungen des Truppen-Sanitätsdienstes.

    Seit dem Tag verliert sich jede Spur. Ich habe einen Ordner voller Infos aus dieser Zeit aber nichts Konkretes. Kann jemand helfen ????

    Auch bei derartigen "geordneten" Übergaben an die Rote Armee, in der Hoffnung auf anständige Behandlung, muß so gut wie immer das Schlimmste befürchtet werden. Sie zogen meist sofortige gräßliche Massaker an San.-Personal und Verwundeten nach sich. Beispiele gibt es leider zuhauf.

    M. E. wird sich daher auch nichts Konkretes über den Verbleib alles Betroffenen finden lassen.

    Entdeckt und dokumentiert wurden derartige Kriegsverbrechen der Sowjets nur dann, falls deutsche Truppen kurz darauf im Gegenstoß die Opfer bzw. deren Überreste noch finden konnten.

    es war jetzt nicht so einfach aber hier ist das Foto. Wir mussten erst alles ab tauen da im Gegensatz zu Deutschland der Schnee hier sehr gut ist.

    Moin Kevin,


    da steht jetzt aber "4/60" drauf - und nicht "4/68", wie Du in #615 geschrieben hattest ...


    Was diese Numerierung damals in der Finnmark bedeutet haben könnte, ist unklar.

    Divisionseinheiten mit der Nummer "60" waren jedenfalls Teile der 9. Panzer-Division und die war bis Frühjahr 1944 in Südrußland und in der Ukraine im Einsatz, danach in Frankreich, dann in Belgien, am Niederrhein und in den Ardennen ...


    Frohe Weihnachten und alles Gute zum Neuen Jahr für Euch im hohen Norden! Wenigstens bei Euch ist es (noch) schneesicher ...

    Moin Manfred,

    leider musste er die Seite wohl aus gesundheitlichen Gründen einstellen.

    Es gab weitere Gründe, u. a. Urheberrechtsprobleme.

    Aber eigentlich ging es darum das dort die Namen gelistet waren, während der Volksbund diese scheinbar nicht hat.

    Der VDK hat die KGSt Parkkina-Petschen'ga errichtet und auf 31 Stelen die Namen der an der Eismeerfront Gefallenen eingravieren lassen.

    Daher ist es nicht vorstellbar, daß ihm viele dieser Namen nun angeblich fehlen sollten ...

    Soweit sie heute (noch) nicht in der "Gräbersuche Online" des VDK abrufbar sind, heißt das dann doch letztlich nur, daß der VDK (wie er ja selbst erklärt) noch längst nicht alle Gefallenen und Vermißten in seine DB aufnehmen konnte:

    Die Erfassung der Daten ist noch nicht abgeschlossen. In den nächsten Jahren werden noch ca. 500.000 Namen in die Datenbank aufgenommen. Sollte der Gesuchte noch nicht erfasst sein, so haben Sie die Möglichkeit, ein Suchformular auszufüllen.