Posts by Friesengeist

    Moin Uli,


    stimmt, die Antwort des DRK ist recht spärlich ausgefallen. Ne typische SB-Antwort halt. Da wäre interessant zu wissen, was genau Du seinerzeit angefragt hattest.


    Wenn man die Frage, welchem der Thread zugrunde liegt, mal umformuliert, kommt man der Sache evtl. allerdings ein bisserl näher. Die sollte besser lauten: "Wem nutzt Er (der Heimkehrer) ?"


    D.h., juristisch kommt man hier nicht weiter, man muß sich fragen, welche Bedeutung ein Heimkehrer seinerzeit "suchdiensttechnisch" für das DRK hatte. Und hierbei war der Heimkehrer von zentraler Bedeutung für die Suchdienstarbeit.


    Der Heimkehrer, erstmal egal ob Militärangehöriger oder Zivilist, war immer auch potentieller Wissensträger. Hierbei konnte man Informationen abschöpfen, welche für die Nachforschung nach bis dato immer noch Vermissten/Verschollenen von elementarer Bedeutung waren.


    Für eben diesen Zweck gab es - der deutschen Gründlichkeit folgend - ein exakt festgelegtes Prozedere bzw. Protokoll. Hierin enthalten mind. die entspr. "Lager/Gefängniskarriere" des befragten Heimkehrers.


    Was alles dann schlußendlich - wenn auch erst sehr spät - zum Aufbau einer entspr. Heimkehrerkartei geführt hat. Warum, weshalb - das ist ein abendfüllendes Thema...


    Lange Rede...: Nachfassen beim DRK sollte sich disbezüglich also lohnen. Der damaligen Systematik folgend, sollten zu der "Person X" dort noch paar mehr Erkenntnisse vorliegen.



    solong & Grüße


    Kai

    Moin Thomas,


    ach so, gepeilt Danke. Hatte mich vorhin vor dem Absenden nur noch nicht getraut, da draufzudrücken.... :/


    Noch was fällt mir auf: Wenn ich oben auf den "LdW-Vogel" klicke, öffnet sich leider nicht mehr eine neue Registerkarte zum LdW.


    Das fand ich vorher sehr praktisch zum Recherchieren, da ich somit dann immer nach belieben zwischen Forenbeitrag und Ldw-Eintrag hin und her Switchen konnte.....



    mfg.


    Kai

    Moinsen,


    beim Beitrag schreiben fiel mir unten der Button "erweiterte Antwort" auf.


    Wozu issen der gut ? Auch vermisse ich in dem Zusammenhang die gute, alte "Vorschau" - Funktion.


    Oder hab' ich was verpeilt und "erweiterte Antwort" ist jetz die ehemalige "Vorschau" ?

    Quote

    Original von Birgit S.
    Gibt es jemanden der mir Auskünfte über ihn geben kann?


    Moin Birgit,


    eindeutiges Ja !



    Du solltest diesbezüglich eine Suchanfrage beim DRK-Suchdienst anschieben, siehe hier.....


    https://www.drk-suchdienst.de/de/suchanfragen


    https://www.drk-suchdienst.de/…projekte/akten-aus-moskau



    Mit etwas Glück können dort u.a. vorliegen:


    - Datensatz zur Kriegsgefangenenakte Deines Vaters in sowj. Gewahrsam.


    - Antrag auf Leistungen nach dem Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz f. sog. Spätheimkehrer. (falls von diesem beantragt...)



    In beiden Unterlagen/Dokumenten sind i.d.R. umfassende Hinweise bezüglich der "Lagerkarriere" & Einheitenzugehörigkeit des Heimkehrers enthalten.



    Viel Glück ! :)



    mfg.


    Kai

    Quote

    Original von Albert64
    In der Vermisstenbildliste Buch FV, Seite 343 ist der Angehörige abgelichtet mit Angaben zur letzten Nachricht vom 12.8.1944 Deprezen, Nähe Jassy.


    Moin Albert,


    das stimmt so nicht. Der Eintrag zu dem Gesuchten aus Nauheim spricht lediglich von "Jassy", so wie es auch bei 99% der anderen, dort Gelisteten der Fall ist.


    Da die Wast ganz offensichtlich zu dem Gesuchten auch keine namentliche Verlustmeldung vorliegen hat, also incl. Tages & Ortsangabe, bleibt die Frage, woher die Ortsbezeichnung "Deprezens" jetzt genau stammt.


    Der Werdegang der Einheit steht dafür eigentlich nicht.


    Möglicherweise haben das die Angehörigen innerhalb der 3 Jahre seit dem Verschwinden bis zur Vermisstenmeldung irgendwann hinzugedichtet, als sich rauskristallisierte bzw. bekannt wurde (Heimkehrer...?), das es offensichtlich eine kleine Anzahl von Angehörigen dieser Truppe bis nach Ungarn geschafft hatte.
    Dann würde man das anschl. natürlich auch gerne für den eigenen Angehörigen annehmen wollen - ist ja nur zu gut verständlich.


    Oder aber, der Vermisste hatte evtl. in der Phase vor dem sowj. Großangriff Heimaturlaub und ist von dort über Ungarn zu seiner Truppe zurückgekehrt und hätte dann von unterwegs aus Debrecen/Ungarn eine Nachricht an die Angehörigen abgesetzt.
    Solche Fälle hatten wir hier auch bereits einige Male. Damit würden die Angaben der Angehörigen auch wieder einigermaßen plausibel.


    Oder aber, es gibt tatsächlich doch noch nördlich Jassy ein Kaff, welches den o.g. Namen trägt, theoretisch nicht unmöglich.



    Also viele Konjunktive. Meiner persönlichen Meinung nach sollte man aber wahrscheinlich eher davon ausgehen, das der Gesuchte im Rahmen der sowj. Großoffensive in oder um Jassy seinerzeit zu Tode gekommen ist. (...keinerlei Lebenszeichen mehr nach dem 12.08.44, das paßt alles irgendwie zu gut zum Schicksal tausender anderer zu der Zeit & dem Ort damals...)



    mfg.


    Kai

    Moin Albert,


    der einzige Ort, der dem gesuchten grammatikalisch in etwa entspricht und auch zum Werdegang der o.g. Einheit passen könnte, wäre dieser hier:


    https://maps.google.de/maps?q=…Mswatw4HwAg&ved=0CK4BELYD


    Siehe hier...


    http://www.lexikon-der-wehrmac…nteriedivisionen/79ID.htm


    ...und als Zitat daraus nachfolgend...


    "Einigen kleineren Gruppen gelang es sich über die Kaparten nach Ungarn durchzuschlagen. Die Aufteilung der Reste der Division wurde im Raum Debreczen(Ungarn) vorgenommen."



    Da will aber eigentlich das Datum der letzten Nachricht nicht so recht dazu passen.


    Woher genau stammen denn die Angaben zum Ort & der Zeit der letzten Nachricht des Gesuchten ?


    Ist der Gesuchte in der Gräberdatei des Volksbundes verzeichnet ?



    mfg.


    Kai

    Moin,


    also offensichtlich kein irgendwie gearteter Bezug zur Vermisstensuche.


    Wohl eher in Richtung Facebook auf Russisch, oder...?


    Mein Viagra bestell' ich auch woanders - komisch. Naja, egal, auf jeden Fall Danke für die Erleuchtung !



    mfg.


    Kai :)

    Quote

    Original von kkn
    ist es immer noch sinnvoll, Gutachten zu sammeln?


    Moin Kordula,


    meiner Meinung nach eindeutig ja.


    Wäre eigentlich ein sehr gutes Instrument, um Suchenden für eine bestimmte Schicksalsgruppe, welcher auch dessen Gesuchter angehört hat, mal einen ersten Überblick über das Geschehen seinerzeit zu verlinken.


    Das dies in der Vergangenheit aber leider eher selten getan wurde (werden konnte...), liegt wohl hauptsächlich daran, das sich hier...


    http://www.forum-der-wehrmacht…ght=&hilightuser=0&page=1


    leider kein entspr. Register, nach Einheiten sortiert, vorab befindet.


    Das sollte man vielleicht mal nachholen....



    mfg.


    Kai

    Moin,


    das ist ein Verwandter einer Freundin aus den USA. Für Sie hatte ich mal sämtliche Kriegsteilnehmer der Familie recherchiert.


    Somit habe ich auch die entspr. Wast-Daten von Peter Koetz.


    Koetz, Peter
    geb. 29.11.1923 in Brachtenbach (Luxemburg)
    EM: -195-4./SS Unterführerschule Posen-Treskau
    Am 20.11.1943: 2. Kompanie SS-Karstwehrbataillon
    20.11.1943: Gefallen in Oberkrain, Infanteriegeschoß Kopf
    lt. Meldung vom 20.11.1943: SS-Jäger



    mfg.


    Kai

    Quote

    Original von T.K.
    Ich suche Informationen über die folgenden Soldaten auf dem Gemeindefriedhof Bohinjska Bistrica begraben:

    SS-Jg. Koetz Peter 20-11-43
    SS-Uscha Köhnke Günther 20-11-43


    Vielen dank!


    Moin Darko & T.K.,


    obige Person ist genau die, zu der auch ich Info's bräuchte, d.h., ob es das Grab in Bohinjska Bistrica noch gibt bzw., ob wenn ja, es möglich wäre, davon ein Bild zu bekommen.


    Derjenige war übrigens Angehöriger der 2./SS-Karstwehrbataillon. Gefallen am 20.11.1943 durch Infanteriegeschoß.


    mfg.


    Kai

    Moin Darko,


    ich suche Informationen über eine Grablage in Bohinjska Bistrica, auf dem dortigen Gemeindefriedhof.


    D.h., ob das Grab noch existiert und wenn ja, ob es möglich wäre, davon dann ein entspr. Bild zu machen.


    Hast Du da evtl. entspr. Verbindungen/Möglichkeiten in der Gegend ?



    Danke & Grüße


    Kai

    Vermisstenbildlisten


    Herausgeber:


    DRK-Suchdienst



    Datenbasis:

    Staatliche Kriegsgefangenen- und Vermisstenregistrierung von 1950 im Westen (BRD & Berlin-West), der Aktualisierungsaktion 1955 sowie späteren Nachregistrierungen, durch die eigenen (nächsten) Angehörigen der bis dahin immer noch nicht heimgekehrten ehemaligen Wehrmachtsangehörigen.



    Verwendungszweck:


    Befragung von Heimkehrern (= potentiellen Wissensträgern) nach Vermissten und Verschollenen der ehemaligen Deutschen Wehrmacht.



    Erscheinungszeitraum:


    1957 – 1966



    Auflage:


    Insgesamt 118.400 Bände, wobei ein kompletter Satz 199 Bände umfasst. Diese wurden jeweils u.a. den seinerzeit existenten DRK-Kreisverbänden für deren Nachforschungszwecke vor Ort zur Verfügung gestellt.



    Inhalt:


    Personalangaben von 1.4 Millionen Kriegsverschollenen, wovon ca. 900.000 Personen mit Bild gelistet werden konnten.



    Gliederung: (genaue Aufschlüsselung folgt noch.....)


    135 Hauptbände = Registrierungen von März 1950 – August 1957.


    39 Bände 1. Nachtrag = (Nach-)Registrierungen von Juni 1958 – Mai 1959.


    13 Bände 2. Nachtrag = (Nach-)Registrierungen von 1960 – 1966.


    5 Bände Leitverzeichnis (1959/60) = Registerbände, sortiert nach Feldpostnummer, offener Truppenanschrift sowie Lagernummern und alphabetischem Namensverzeichnis der Lager.


    5 Bände Einheitenrahmen (1961/62) = Numerisches Verzeichnis von insg. 439 Divisionen incl. deren Gliederung zum leichteren Auffinden entspr. Fundstellen innerhalb der VBL.

    2 Bände Divisionsschicksale (1958-60) = Beschreibung der Einsatzwege von 426 Wehrmachtsdivisionen incl. Einsatzskizzen.



    Der Eintrag zu einem Vermissten/Verschollenen kann hierbei maximal enthalten:


    Bild des Gesuchten, sofern ein solches seinerzeit von den Angehörigen zur Verfügung gestellt werden konnte. Die weiteren Angaben im Einzelnen:


    1. Zeile: Familienname, Vorname


    2. Zeile: Beruf, evtl. „Sternchen“


    3. Zeile: Geburtsdatum, LND-Buchstabe


    4. Zeile: beheimatet 1939 (= Heimatanschrift mit Land- oder Kreisangabe am 1.9.39)


    5. Zeile: Dienstgrad, Zusatzbuchstabe zur Feldpostnummer (bei Lagerverschollenen Zeit der letzten Nachricht)


    6. Zeile: Ort (Raum) und Zeit der letzten Nachricht (bei Lagerverschollenen Nummer oder Name des Lagers)


    Zu 2. - „Sternchen“:
    Mit einem Sternchen sind diejenigen Fälle gekennzeichnet, bei denen mangels eindeutiger Lagerhinweise für weitere Ermittlungen auch die Einheit, von welcher der Betreffende letztmalig Nachricht gab, zugrunde gelegt wird. D.h., die betreffende Person hatte zu keiner Zeit selber aus einem Lager geschrieben und wurde somit „zur Sicherheit“ auch bei Ihrer jeweiligen, letzten Einheit, sozusagen „doppelgelistet“.

    Zu 3. – „LND-Buchstabe“:
    Dieser kennzeichnet die seinerzeit existierenden Landesnachforschungsdienste, welche innerhalb des DRK enstpr. regional verteilt, mit der Suchdienstarbeit vor Ort beauftragt waren. Hierbei gibt der LND-Kennbuchstabe einen Hinweis auf den Wohnsitz der Angehörigen und damit (soweit es sich nicht um Heimatvertriebene oder Flüchtlinge handelt) auf die landsmannschaftliche Zugehörigkeit des Vermissten.


    LND-Kennbuchstabe:


    A – Bayern
    B – Baden-Württemberg
    C – Hessen
    D – Bremen
    E – Elsaß-Lothringen
    F – Luxemburg
    G – Niederlande
    H – Saarland
    J – Süd-Baden
    KS – Schleswig-Holstein
    L – Rheinland-Pfalz
    NO – Berlin und sowjetische Besatzungszone
    P – Österreich
    R – übriges Ausland
    S – Hamburg
    T – Niedersachsen
    U – Braunschweig
    V – Oldenburg
    W – Nordrhein
    X – Westfalen-Lippe
    Z – Belgien


    Zu 5. – „Zusatzbuchstabe zur Feldpostnummer“:
    Innerhalb eines Bataillons bzw. einer Abteilung ist die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kompanie durch Buchstaben A – E bezeichnet, wobei i.d.R.


    A – den Stab, evtl. mit Stabskompanie


    B – die 1., 5., oder 9. Kompanie (Batterie, Schwadron)


    C – die 2., 6., oder 10. Kompanie (Batterie, Schwadron)


    D – die 3., 7., oder 11. Kompanie (Batterie, Schwadron)


    E – die 4., 8., oder 12. Kompanie (Batterie, Schwadron)


    kennzeichnet, je nachdem, ob es sich um das I./, II./ oder III Btl. (Abt.) handelt.



    Fazit:


    Von Oktober 1958 bis Ende 1964 konnten mit Hilfe der Bildlisten durch den Suchdienst mehr als 2,6 Millionen Heimkehrer befragt und dadurch ca. 300.000 Aussagen (Heimkehrererklärungen) gesammelt werden.
    Demnach waren 27.000 Personen gefallen, 67.384 vermutlich gefallen, 33.843 in Gefangenschaft geraten und 112.638 verwundet worden.



    Nachfolgend jeweils noch ein Beispiel eines Eintrages für einen Vermissten sowie den eines Lagerverschollenen:

    Moinsen,


    da in der Vergangenheit im Zuge von Suchanfragen immer mal wieder Fragen i.V.m. mit den Vermisstenbildlisten aufgetaucht sind, hab' ich nachfolgend dazu mal eine kleine Abhandlung verfasst.


    mfg.


    Kai


    P.S.:


    Das an dieser Stelle angekündigte "kleine Kompendium zur Vermisstensuche" muß ich, nach reiflicher Überlegung, leider kurzfristig aus Zeitmangel erstmal mindestens auf Eis legen, sorry....  :(

    Moin Monika,



    Woher stammen die bisherigen Info's ?


    Ist Dein Großvater Heimkehrer, vermisst oder gefallen ?



    Die von Dir gesuchte Einheit stellte ab März 1940 Ersatz für das Brückenbau Bataillon 548.....


    http://www.lexikon-der-wehrmac…ecken/GliederungBrBau.htm


    Über diese Truppe wiederum hätte ich evtl. bei Bedarf bisserl was an Info, da ein Kriegsvermisster aus unserer Familie bei dieser Einheit war.



    mfg.


    Kai