Posts by Policeman

    Hallo famiforsch,


    bei Recherchen zur Gendarmerie bin ich heute durch Zufall auf ein Dokument gestossen, wo der doch recht ungewöhnliche Nachname deines Großvaters auftaucht, leider aber ohne Vorname. Eventuell ist dies aber ein erster Hinweis auf einen Auswärtigen Einsatz? Der Rang, Nachname und Wehrkreis IV (Dresden) passt jedenfalls. Hier die Abschrift des Dokuments.


    "Der Reichsführer SS und

    Chef der Deutschen Polizei

    O-Kdo. I Org. (4) 1 Nr. 141/44.


    Berlin, den 9. März 1944


    An

    a) BdO Krakau

    b) Pol.Schule (Gend.) Fraustadt,

    nachrichtlich: BdO Breslau


    In Fraustadt (Pol.Schule (Gend.) wird sofort ein Gend.-Einsatzkommando mit Teilkräften in Krakau aufgestellt. Durch Fs. wurden nach Fraustadt (Eintreffetag 10.3.44) in Marsch gesetzt:


    Oberstlt. d.Gend. Stein, Aussig, als Kommandeur,

    Major d.Gend. Dr. Kuznick, Ansbach, als Stellvertr.,

    die Hauptleute d.Gend.

    Gerloff, Potsdam (GG),

    Vollmer, Zichenau

    Hegenbart, Innsbruck,

    Engel, Pol.-Schule (Gend.) Freiburg,

    als Gend.-Hauptmannschaftsführer,

    die Bez.-Leutnante d.Gend.

    Macykowski, Dresden,

    Winter, Weimar,

    Schneck, Metz,

    Wolf, Metz,

    Fackler, Saarbrücken,

    Scheuchel, Prag,

    als Gend.-Gebietsführer,

    240 Unterführer und Männer der Gend. und SchP. d.Gem. aus den BdO.-Bereichen Wien, Danzig und Posen.


    Die restlichen Kräfte (Bez.-Hauptleute der Gend. Geizenauer und Thäsler, Bez.-Leutnant d.Gend. Schönemann als Gend.-Gebietsführer und 145 Unterführer und Männer) stehen in Krakau (Gend.-Einsatzkommando Krakau) mit den einsatzbereiten Kraftfahrzeugen, Waffen und Geräten ab 10.3.44 abrufbereit. Die fehlenden Kraftfahrzeuge, Maschinenwaffen, Geräte und Revier-Verbandskästen treffen am 11.3.44 in Fraustadt ein. Falls beim Gend.-Einsatzkommando Fraustadt (einschl. Teilkräfte in Krakau) nicht genügend Kraftfahrer vorhanden sind, stellt Pol.-Schule (Gend.) Fraustadt fehlende Kraftfahrer aus vorhandenen Kräften. Ebenso sind 2 Sanitäter von Pol.-Schule (Gend.) Fraustadt zum Einsatzkdo. abzustellen. K.-Offizier (Rev.-Offz.) trifft am 10.3.44 in Fraustadt ein.

    PI. Schwiebert und PS. Schnaedter vom Gend.-Einsatzkommando Krakau sind nach Fraustadt (Eintreffen: 10.3.44) in Marsch zu setzen.

    Das Gend.-Einsatzkommando Fraustadt wird zur kassenführenden Stelle bestimmt. Bis zum Abrücken sind die Teile des Kommandos von Pol.-Schule (Gend.) Fraustadt bzw. vom Befehlshaber der Ordn.Polizei Krakau wirtschaftlich zu versorgen. Für alle den ausw. Einsatz betreffenden Angelegenheiten gilt schon jetzt die PDV. 33 mit Ausnahme der Abschn. XV und XVI, die erst vom Tage de Abrückens aus Fraustadt bzw. Krakau in Kraft treten. Abrechnung mit dem Pol.-Rechnungsamt für ausw. Einsätze in Grünheide über Erkner bei Berlin.


    Im Auftrage

    gez. Flade"


    Leider gibt es im Dokument keinen genauen Hinweis auf den zukünftigen Einsatzort.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Wolfgang,


    woher stammen deine Informationen?

    Gibt es Schriftstücke oder sind die Fotos rückseitig beschriftet?

    Bitte die Grabschleife links in bestmöglicher Vergrößerung einscannen. Eventuell kann man darauf etwas lesen.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo,


    hier weitere Bausteine zu den Polizei-Kradschützen-Kompanien in Norwegen.


    01.03.1943

    Stärkemeldung, BdO Norwegen an Adjutantur HSSPF Norwegen:

    1. Polizei-Kradschützen-Kompanie 154 Mann Kopfstärke

    2. Polizei-Kradschützen-Kompanie 154 Mann Kopfstärke

    3. Polizei-Kradschützen-Kompanie 153 Mann Kopfstärke


    01.04.1943

    Stärkemeldung, BdO Norwegen an Adjutantur HSSPF Norwegen:

    1. Polizei-Kradschützen-Kompanie 146 Mann Kopfstärke

    2. Polizei-Kradschützen-Kompanie 153 Mann Kopfstärke

    3. Polizei-Kradschützen-Kompanie 153 Mann Kopfstärke


    07.01.1945

    Einsatz der 2. Polizei-Kradschützen-Kompanie bei Durchsuchungsaktion in Drammen.

    Die Durchsuchungsaktion hing vermutlich mit der Ermordung des norwegischen Polizeileutnants Oddar Brunhildsen (NS-Mann und Frontkämpfer) zusammen, welcher am 06.01.1945 von unbekannten Tätern erschossen wurde.


    13.01.1945

    Am 13.01.1945 waren 4 Gruppen der 1. Polizei-Kradschützen-Kompanie zu einer Durchsuchungsaktion auf Anforderung des Befehlshabers der Sicherheitspolizei (BdS) eingesetzt. Dabei wurden12 Sende- und Empfangsgeräte, 2 Radio-Apparate und größere Mengen an Radioröhren und –Kabel sichergestellt und dem BdS übergeben.


    24.01.1945

    Am 24.01., 20:45 Uhr, wurde durch eine Verkehrsstreife der 3. Polizei-Kradschützen-Kompanie in Eddal ein norwegischer Lkw angehalten. Drei Insassen versuchten zu flüchten. Nach Schusswaffengebrauch der Streife ein Norweger durch Unterschenkelschuss verwundet, der zweite festgenommen, der dritte flüchtig. Der Lkw mit größeren Mengen Gewehr- und Pistolenmunition sowie Sprengstoff englischer und amerikanischer Herkunft beladen, wurde sichergestellt.


    03.02.1945

    Ein Kommando der 1. Polizei-Kradschützen-Kompanie im Zusammenwirken mit SiPo und SD am 03.02.1945 gegen 9:00 Uhr in einer Hütte 30 km nordwestlich Oslo 2 norwegische Terroristen im Feuerkampf festgenommen, einer verwundet. Beute: 3 MP, 10 Handgranaten, mehrere Eihandgranaten.


    5./6.02.1945

    Ein Kommando der 1. Polizei-Kradschützen-Kompanie in Stärke von 1/10 führte in der Nacht vom 5. zum 06.02.1945 in Zusammenarbeit mit dem SD im Stadtgebiet von Oslo 6 Festnahmen durch.


    21.02.1945

    Am 21.02., 2:15 Uhr, wurden im Raum E-Kraftwerk Gransherad, 16 km nordostwärts Notodden, Fallschirme abgesetzt. Zur Suche 2:25 Uhr ein Jagdkommando der 3. Polizei-Kradschützen-Kompanie eingesetzt.


    21.02.1945

    In der Nacht vom 20. zum 21.02. wurden durch ein Kommando der 1. Polizei-Kradschützen-Kompanie in Zusammenarbeit mit der SiPo in Oslo 17 Norweger festgenommen.


    21.02.1945

    Am 21.02.1945 wurden durch Jagdkommandos der 2. und 3. Polizei-Kradschützen-Kompanien Drolsum – Myren – Notodden 34 Versorgungsbomben und einigens Sabotagematerial sichergestellt.


    Kurze Anmerkung des Verfassers:

    Ende Februar 1945 wurden sämtliche Polizei-Kradschützen-Kompanien mit dem SS-Schijäger-Bataillon 506 verschmolzen. Es entstand mit insgesamt 6 Kompanien das SS- u. Polizei-Schijäger-Bataillon 506 (mot.).


    10.03.1945

    Eine Gruppe eines Jagdkommandos der 2./SS-Polizei-Schijäger-Kompanie hatte am 10.03.1945 gegen 11:30 Uhr bei Nykjua, 6 km südöstlich Kapelle Vikersund, Feindberührung. Eigene Verluste: 2 Tote, Feindverluste: 2 Tote, 5 Gefangene. Jagdkommando weiter im Einsatz.


    11.03.1945

    Am 11.03., 20:00 Uhr, Jagdkommando der 2./SS-Polizei-Schijäger-Kompanie vom Einsatz zurück. 1 weiterer Gefangener eingebracht. Waffen, Munition, Sabotagematerial sowie wichtiges Schriftmaterial sichergestellt. Zur Bergung von weiteren Waffen wurde erneut ein Einsatz des Jagdkommandos im gleichen Raum befohlen.


    12.03.1945

    Von dem am 12.03.1945 zur Bergung von Waffen und Munition im Raum Nykjua bei Vikesund eingesetzten Jagdkommando der 2./SS-Polizei-Schi-Jäger-Kompanie wurde Waffenlager mit etwa 25 Versorgungsbomben sichergestellt. Zur Bergung des Lagers wurde ein weiteres Kommando in Stärke 1/28 eingesetzt.

    Beute:

    2 Behälter Sprengstoff

    3 Behälter Sprengstoff, Munition, Handgranaten

    1 Behälter Sprengmittel

    1 Kanister Munition

    1 lMG.

    5 Gewehre

    8 Schnellfeuergewehre

    1 Pistole

    1 Kleinempfänger und mehrere Blinkgeräte

    1 Sack mit Schuhen (12 Paar)

    11 Schlafsäcke

    6 Fallschirme

    1 Rucksack mit 2 Fallschirmen

    1 Rucksack mit 1 Fallschirm

    2 Rucksäcke mit Munition

    3 Rucksäcke leer.


    16.03.1945

    Ein Kommando der 5./SS-Polizei-Schijäger-Bataillon 506 (mot.) kehrte von einem Einsatz im Raum Skoppum (gesprengte Bahnlinie) mit 5 Gefangenen zurück.


    01.04.1945

    Am 01.04., 19:05 Uhr, Einsatz eines Jagdkommandos der 2./SS-Polizei-Schijäger-Bataillon 506 zur Fahndung nach 10 russischen Kriegsgefangenen im Raum Hönefoss – Sandviken.


    16.04.1945

    Am 16.04.1945 zwischen 00:30 und 03:30 Uhr Sprengstoffanschlag gegen Transformatorstation in Tinnegrend, südlich Notodden. Bahnverbindung nach Skien und Rjukan unterbrochen. Erkundungsstreifen des SS-Polizei-Schijäger-Bataillon 506 (mot.) sind eingesetzt.


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Interessierte,


    leider weiterhin ein kompliziertes Thema, welches immer noch in den Kinderschuhen steckt.


    @ Diana & Anhalter ddG

    Zu beiden Personen besitze ich bisher keinerlei Informationen. ;(


    @ Gert

    Wenn er Fluglehrer war, gehe ich mal davon aus, dass er auch Flugzeugführer (Pilot) war. Liege ich da richtig? Hier wäre sein Name hilfreich. Den Namen kannst du mir gerne auch per PN (Private Nachricht) oder Email senden, wenn eine Veröffentlichung hier im Form nicht zwangsläufig gewünscht ist.


    Hier meine Stellenbesetzung der 2. Flieger-Kompanie LNS Halle/S., Stand heute.


    2. Flieger-Kompanie

    Kompanie-Chef:

    Obltn. Gerhard Kerscher (01.08.1939 - 01.04.1941)

    Hptm. Ahrens (25.11.1942 - 18.02.1943)

    Hptm. Rudolf Geisenhainer (04.09.1944)

    Hptm. Maynl (20.11.1944)                                          

    Hptm. Rudolf Geisenhainer (04.01.1945)


    Viele Grüße


    Daniel


    Hallo Paule & Dieter,


    leider beide falsch.

    Es handelt sich bei einem Großteil der Aufnahmen um das Polizei-Bataillon 318, was Paule eigentlich hätte wissen müssen. ;) Die Fotos der Ausbildungsperiode zeigen z.B. definitiv Iglau. Weiterhin steht auf einem Schild „Einheit Napp“, was ebenfalls fürs 318er spricht. Die Gefallenen sind des weiteren auch dem 318er zuzuordnen. Es spricht noch mehr dafür, aber ich denke das dürfte vorerst als Beweis ausreichen.


    Wäre schön, wenn sich Marc nochmal melden könnte, ob das Fotokonvolut so überhaupt noch existiert. :?:


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Kordula,


    warum sich Sultan/Marc nicht mehr gemeldet hat, weiß ich leider nicht. War ein damals auch für mich sehr interessantes Thema, zumal ich auch mittlerweile an Hand der Fotos das Bataillon enträtseln konnte.


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Andi,


    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Für heute ein erster Anfang. Dein interessantes Foto zeigt einen Eingang zum Krakauer Ghetto. Das Reserve-Polizei-Bataillon 74 übernahm dort mit großer Wahrscheinlichkeit Bewachungsaufgaben. In den nächsten Tagen mehr dazu.


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Freunde

    25.07.1942

    Stärkegliederung der Truppenpolizei im Gendarmerie-Hauptmannschaftsbereich Zamosc


    Kreis Bilgoraj

    Tarnogrod:

    1. Zug 3./Res.Pol.Batl. 67 1 Offizier und 39 Männer

    Bilgoraj:

    2. Zug 3./Res.Pol.Batl. 67 1 Offizier und 60 Männer

    Josefow:

    Reiterzug 37 Männer


    Kreis Hrubieszow

    Dolhobyczow:

    1. Zug 2./Res.Pol.Batl. 67 1 Offfizier und 36 Männer

    Gr. Funktrupp mot. 6 Männer

    Hrubieszow:

    3. Zug 2./Res.Pol.Batl. 67 1 Offfizier, 1 Verwaltungsbeamter und 59 Männer


    Kreis Krasnystaw

    Krasniczyn:

    3. Zug 1./Res.Pol.Batl. 67 38 Männer

    Zolkiewka:

    3. Zug 3./Res.Pol.Batl. 67 40 Männer

    Krasnystaw:

    Reiterzug 1 Offizier und 37 Männer


    Kreis Zamosc

    Zamosc:

    Bataillons-Stab 2 Offiziere, 5 Verwaltungsbeamte und 10 Männer

    Nachrichten-Zug 24 Männer

    K-Staffel 21 Männer

    1. Zug 1./Res.Pol.Batl. 67 1 Offizier und 65 Männer

    Krasnobrod:

    2. Zug 1./Res.Pol.Batl. 67 1 Offizier und 36 Männer

    Tyszowce:

    2. Zug 2./Res.Pol.Batl. 67 39 Männer

    Zamosc:

    Reiterzug 1 Offizier und 46 Männer

    Tomaszow-Lubelski:

    Reiterzug 1 Offizier, 1 Verwaltungsbeamter und 49 Männer


    Noch eine kleine Anmerkung meinerseits zum Schreiben. Neben dem Polizei-Reiterzug Zamosc, welcher dem Reserve-Polizei-Bataillon 67 unterstand, kann es sich bei den anderen drei erwähnten Polizei-Reiterzügen in Josefow, Krasnystaw und Tomaszow nur um Teileinheiten der Polizei-Reiter-Abteilung III handeln.


    Grüße

    Daniel

    Hallo Freunde,


    weiter gehts.


    26.07.1942

    Übersicht über die eingesetzten Einheiten des Res.-Pol.-Batl. d.Pol. Nr. 101

    Standort: Opole, Kreis Pulawy

    Einheit: 3. Zug, I. Schwadron, Reiterabtlg. III

    Führer: Leutn. d.SchP. RIEDEL

    Stärke: 1:32

    Standort: Miedzyrzec

    Einheit: 1. Zug, I. Schwadron, Reiterabtlg. III

    Führer: Oberleutnant d.SchP. KNACKE

    Stärke: 1:35

    Standort: Radzyn

    Einheit: 2. Zug, I. Schwadron, Reiterabtlg. III

    Führer: Hw. d.SchP. EURICH

    Stärke: 2:38


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Freunde,


    hier wieder ein paar neue Informationen zum Einsatz des I./Polizei-Regiment 4 (ehemals Polizei-Bataillon 316) im Distrikt Lublin.


    19.07.1943

    Auf Grund fernmündlicher Mitteilung des BdO – Ia –, Major von Peschke, verblieb das I./SS-Polizei-Regiment 4 im Distrikt Lublin. Das Bataillon sollte hauptsächlich im Zamoscer Gebiet zum Einsatz kommen. Der Einsatz des I./SS-Polizei-Regiment 4 hatte wie folgt zu erfolgen:

    Stab I./SS-Polizei-Regiment 4 in Szcebrzeszyn

    1./SS-Polizei-Regiment 4 davon

    2 Züge mit Kompanie-Chef in Zwierzyniec

    1 Zug in Budzyn

    Von den beiden Zügen in Zwierzyniec übernahm ein Zug das Konzentrationslager (KL) und ein Zug den Stützpunkt. Die Züge waren nach einer vom Einheitsführer festzusetzenden Zeit untereinander auszutauschen.

    2./SS-Polizei-Regiment 4

    1 Zug mit Kompanie-Chef in Szcebrzeszyn

    1 Zug in Aleksandrow

    Die Kompanie war hierbei in zwei Züge aufzugliedern.

    3./SS-Polizei-Regiment 4

    wurde Gefangenen-Transport-Abteilung in Lublin und übernahm die Aufgaben der bisherigen Transport-Abteilung des SS-Polizei-Regiment 13.


    13.08.1943

    Der Stab des I./SS-Polizei-Regiment 4 war von Szcebrzeszyn nach Krasnik zu verlegen. 3./SS-Polizei-Regiment 4 besetzte mit einem Zug des Stützpunkt Janow-Lubelski. Die 1./SS-Polizei-Regiment 4 bezog die Stützpunkte Lipa und Zaklikow (Krasnik war von dieser Einheit bereits besetzt). Die 2./SS-Polizei-Regiment 4 besetzte mit einer Gruppe nach Abrücken der 1./SS-Polizei-Regiment 4 den Stützpunkt Zwierzyniec (Stützpunkte Szcebrzeszyn und Aleksandrow waren von dieser Einheit ausserdem besetzt). Die Verlegungen waren am 13.08.1943 durchzuführen. Das I./SS-Polizei-Regiment 4 übernahm somit ab 13.08.1943 den Sicherungsabschnitt Krasnik.


    25.08.1943

    Die 3./SS-Polizei-Regiment 4 bezog ab 25.08.1943 mit 1 Zug den Stützpunkt Piotrowice, 17 km südsüdwestlich Lublin. Der Rest der 3./SS-Polizei-Regiment 4 geht nach Eintreffen des Gendarmerie-Zug (motorisiert) 71 nach Janow.


    11.09.1943

    In Erweiterung der Befehle war für den Abschnitt Krasnik ein weiterer verstärkter Stützpunkt in Krasnik durch I./SS-Polizei-Regiment 4 aufzustellen. Die vom I./SS-Polizei-Regiment 4 besetzten Stürzpunkte Szczebrzeszyn und Zwierzyniec wurden mit Aufstellung des verstärkten Stützpunktes Krasnik eingezogen.


    29.09.1943

    Laut einem Schreiben des SS- und Polizeiführers Lublin zum Meldewesen in der Bandenbekämpfung hatten Teile des I./Polizei-Regiment 4 am 29.09.1943 folgende Standorte:

    2. Kp./Pol. 4 Szczebrzeszyn

    1. Zug 2. Kp./Pol. 4 Zaklikow

    2. Zug 2. Kp./Pol. 4 Aleksandrow

    3. Zug 2. Kp./Pol. 4 Lipa

    3. Kp./Pol. 4 Janow-Lubelski

    2. Zug 3. Kp./Pol. 4 Niedrzwica


    00.10.1943

    Fernschreiben an den BdO Generalgouvernement, Betreff: Standorte der Schutzpolizei, undatiert, vermutlich im Oktober 1943

    Bezeichnung der Einheit, Standort:

    I./SS-Pol.Rgt. 4

    Stab, K-Staffel, N-Zug Krasnik

    1. Kompanie 1005 [Anmerkung des Verfassers: beim Enterdungskommando im Waldlager Borek bei Cholm eingesetzt, siehe dazu Link (klick) am Ende des Beitrags]

    2. Kompanie Janow

    3. Kompanie Zaklikow


    01.02.1944

    Lublin, den 1. Februar 1944
    An den Befehlshaber der Ordnungspolizei im Generalgouvernement, Krakau
    Betreff: Standorte der Schutzpolizei
    ...
    Bezeichnung der Einheit, Standort:
    ...
    I./SS-Pol.Rgt. 4

    Stab, K-Staffel, N-Zug Krasnik

    1. Kompanie Krasnik

    2. Kompanie Einsatz „1005“ [Anmerkung des Verfassers: beim Enterdungskommando im Waldlager Borek bei Cholm eingesetzt, siehe dazu Link (klick) am Ende des Beitrags]

    3. Kompanie Janow und Zaklikow

    Objektschutz in:

    Sägewerk Lipa

    Imprägnierwerk Lipa

    Sägewerk Janow

    Reichsgetreidelager Krasnik

    Sägewerk Zaklikow

    Phosphoritwerk Annopol

    Sägewerk Lazek

    Sicherung Bug:

    1. Komapnie Stützpunkt Swierze

    3. Kompanie Stützpunkte Wola-Uhruska und Hniszow


    Weiterführende Links zur "Aktion 1005" (Blobel):

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sonderaktion_1005

    http://www.deathcamps.org/occupation/1005_de.html


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo,


    hier wieder ein paar Fragmente.


    29.09.1943

    Laut einem Schreiben des SS- und Polizeiführers Lublin zum Meldewesen in der Bandenbekämpfung hatte die SS-Polizei-Reiter-Abteilung III am 29.09.1943 folgende Standorte:

    3. Zug 1. Reiterschwadron Horodlo

    2. Reiterschwadron Rozanka

    2. Zug 2. Reiterschwadron Sosnowice

    3. Zug 2. Reiterschwadron Kaplonosy

    3. Reiterschwadron Uchanie

    3. Zug 3. Reiterschwadron Hrubieszow

    2. Zug 3. Reiterschwadron Dolhobyczow


    04.01.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Bei der Überholung der Ortschaft Kol. Ameryka durch Truppen- [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III], Sicherheitspolizei und Wehrmacht wurden 22 Verdächtige festgenommen.


    05.01.1944

    Sicherungsabschnitt Bug:

    Am 05.01.1944 wurden bei einer Durchkämmung des südwestl. Teils des Strzelcer Waldes durch Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] unter Mitwirkung von Wehrmachtskräften 6 Banditen erschossen sowie 2 Banditen gefangen genommen und der Sipo Hrubieszow übergeben. Mehrere Bunker wurden zerstört. Keine eigenen Verluste.


    08.01.1944

    Eine Streife der Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] stieß am 08.01.1944 im Walde bei Pobolowice auf Banditen. Dabei wurden 2 Banditen erschossen und 1 Gewehr erbeutet.


    08.01.1944

    Beim Beziehen einer Lauerstellung am 08.01.1944 in dem Dorf Kolacze durch Truppenpolizei [Anmerkung des Verfassers: Polizei-Reiter-Abteilung III] wurden 1 poln. und 2 russ. Banditen erschossen.


    Grüße

    Daniel

    Hallo,


    hier in Abschrift ein Dokument in dem Jörgensen erwähnt wurde.


    "Der Kommandeur der Gendarmerie im Distrikt Lublin

    - Abt. Ia -


    Lublin, den 14. Juli 1943


    1). Schreiben:

    Urschriftlich - mit 1 Anlage -

    dem SS und Polizeiführer im Distrikt Lublin

    in Lublin - a.d.D. -

    mit der Bitte um Kenntnisnahme vorgelegt.


    SS-Sturmbannführer JÖRGENSEN hat mir am 8.7.43 zugesagt,

    wegen der SS- und Polizeigerichtsbarkeit und des Disziplinarverfahrens

    vorzusprechen, ist jedoch bis heute nicht erschienen.


    2). Vorgang:

    Erschiessung des Reichsdeutschen Ladeschaffners Franz GAMPERT

    in Staw-Nowakowski, Gem. Nielisz am 13.6.43 durch den

    Landwachtmann Friedrich ANDEL. Meldung d. Gend. Postens Zawada v. 15.6.43 Tgb.Nr. 116/43.


    3). Z.d.A. Ia 1211."


    Beste Grüsse

    Daniel

    Hallo Rolandus,


    genaueres geht aus dem Schreiben leider nicht hervor.

    Aber ich denke ähnlich wie du. In den anderen Polizei-Regimentern im Generalgouvernement gab es zusätzlich zu den Objektschutz-, Einsatz- und z.b.V.-Bataillonen auch noch Wach- und Ausbildungs-Bataillone.


    Polizei-Regiment Warschau:

    Polizei-Bataillon 6 Ostrow (Bataillon z.b.V.)

    Polizei-Bataillon 10 Warschau (Wach-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 72 Warschau (Einsatz-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 43 Warschau (Wach-Bataillon)


    Polizei-Regiment Krakau:

    Polizei-Bataillon 45 Krakau (Wach-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 106 Jaslo (Objektschutz-Bataillon)

    Stab und 1 Kompanie Jaslo, Bestreifung bis einschließlich Jedlice, Krosno

    1 Kompanie Gorlice

    1 Kompanie Brzoszow

    1 Reiterzug Ivonicz

    1 Reiterzug Jedlice

    MG-Kompanie Tarnow

    Polizei-Bataillon 181 Rzeszow (Ausbildungs-Bataillon)


    Zusätzlich sollten noch zwei Kompanien (?) aus der Heimat hinzukommen, denen dann die Standorte Neu-Sandez und Przemysl zugewiesen werden.

    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Rolandus,


    hier wieder etwas spezielles für dich. :D;)


    Zu Versorgung der verstreut liegenden Polizei-Einheiten und Gendarmerie-Posten wurde gemäß Erlass des RFSSuChdDtPol. vom 23.06.1942 beim Polizei-Regiment Lublin eine zahnärztliche Station errichtet.

    Es wurden zum Polizei-Regiment Lublin abgeordnet:

    Leutnant d.SchP.d.Res. Dr. Alfred SCHRIEWER (PV Hamburg), als Zahnarzt,

    Wachtmeister d.SchP.d.Res. LUTHERMÜLLER (PV Berlin), als Kraftfahrer.

    Die zahnärztliche Station wurde in Zamosc untergebracht.

    (Quelle: Pol.-Regt. Lublin, Regiments-Befehl Nr. 30, 17.07.1942)


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo,


    hier ein paar interessante Angaben zur Gliederung des Polizei-Regiment Radom. Man beachte die Angaben in Klammern. Demnach war angedacht, den Bataillonen feste Aufgaben zuzuteilen. Jeweils also ein Bataillon zur Objektbewachung, für Einsätze und für besondere Aufgaben.


    Polizei-Regiment Radom:

    Polizei-Bataillon 7 Tschenstochau (Bataillon z.b.V.)

    Polizei-Bataillon 51 Radom (Einsatz-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 111 Kielce (Objektschutz-Bataillon)

    Stab und MG-Kompanie Kielce

    2 Kompanien Erzgebiet

    1 Kompanie Petrikau-Tomaszow

    (Quelle: BdO beim Generalgouverneur in Polen, Betr.: Organisation der Ordnungspolizei im Generalgouvernement, Krakau 03.07.1940)


    Bei den anderen Polizei-Regimentern in den Distrikten Warschau, Krakau und Lublin war die Aufteilung ähnlich.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo

    ...

    + 13.02.1944
    Zugwachtmeister d.Gend. Franz Mayer, 4. Komp.,
    durch tragische Umstände tödlich verunglückt bei Choroanica im Distrikt Lemberg

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    Hier ein Sterbebild zu dem laut Bataillons-Befehlen "durch tragische Umstände" tödlich verunglückten Zugwachtmeister d.Gend. Franz Mayer. Interessanterweise klingen die Angaben zur Todesursache auf dem Sterbebild ein wenig anders.

    SB_Mayer_1.jpg


    Zwischen "durch tragische Umstände tödlich verunglückt" und "im Kampf gegen Banden" gefallen ist m.M. nach ein doch recht deutlicher Unterschied erkennbar. Warum diese Diskrepanz? Wurde er versehentlich während des Einsatzes von seinen eigenen Leuten erschossen? So etwas kam ja gelegentlich vor.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo,


    hier wieder eine interessante Kleinigkeit, welche u.a. Aufschluss über die Aufstellungsorte der Schwadronen gibt.


    Der RFSSuChdDtPol.i.RMdI hatte mit Erlaß vom 03.12.1941 im Interesse des Dienstes mit sofortiger Wirkung zur Verwendung als Zugführer in der Pol.-Reiter-Abt. III abgeordnet:

    Oberleutnant d.SchP. HENNINGS (PV Berlin), z.Zt. Pol.-Reiter-Abteilung, zur 3. Schwadron,

    Aufstellungsort: Pol.-Verwaltung Wien;

    Leutnant d.SchP. SEIBOLD (PV Berlin), zur 2. Schwadron,

    Aufstellungsort: Pol.-Verwaltung Kattowitz;

    Leutnant d.SchP. KNAACK (PV Berlin), zur Pol.-Reitschule Bendsburg.


    Viele Grüße

    Daniel