Posts by Policeman

    Hallo Freunde,


    ich bräuchte mal eure Hilfe.


    Am 2. April 1942 erlitt ein gewisser Brigadeführer KATZNER auf der Strecke Richtung Hrubieszow, ca. 30 km östlich Lublin, einen Autounfall (Achsenbruch).

    (Quelle: Schreiben (fernmündlich), SS-Standortkommandantur Lublin an Gend.-Posten Lublin, 02.04.1942)


    Wer war dieser Mann?:?:


    Da die Meldung durch einen gewissen SS-Rottenführer HEILING von der SS-Standortkommandantur Lublin durchgegeben wurde, gehe ich erstmal davon aus, dass der Mann auch ein SS-Brigadeführer war. Oder liege ich da vollkommen falsch? Ich habe bisher nichts über diese Person finden können, weder bei SA noch bei SS. :/


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Gerard,


    ein sehr interessantes Fotoalbum, danke fürs einstellen.


    Könnte das Truppenkennzeichen tatsächlich ein Hinweis auf eine K-Staffel einer berittenen Abteilung der Schutzpolizei sein? :/

    Hier mal ein subjektiver Vergleich meinerseits. Kam mir einfach so in den Sinn. Die Ähnlichkeit kann auch nur Zufall sein.


    1.jpg2.jpg


    Edit: Ein paar Bilder im Album sind übrigens auch in Częstochowa (dt. Tschenstochau), ehemals Distrikt Radom, entstanden, Stichwort Paulinerkloster.


    Sicher bin ich mir auf keinen Fall. Die Fotos mit den Pferden erinnern mich irgendwie auch an ein Offiziers-Reiten. Ich sehe da auch Offizere der Luftwaffe.


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Ulf & Kollegen,


    als Ergänzung aus dem Archiv unseres allseits geschätzten Forumsmitglieds RolandP. Herzlichen Dank dafür. 8):thumbup:


    00.00.1940

    Kommandeur der Schutzpolizei (KdSch) Metz

    Major der Schutzpolizei Arthur FLADRICH

    (Quelle: Hans Kirsch, Sicherheit und Ordnung betreffend - Geschichte der Polizei Kaiserslautern und in der Pfalz 1276 -2006, S.44)


    Ein SS-Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei Arthur FLADRICH war am 07.01.1942 beim Kommando der Schutzpolizei, Abschnittskommando Saarbrücken tätig.

    (Quelle: war ersichtlich aus einem Dokument, welches im Internet zum Verkauf stand, heute leider nicht mehr auffindbar)


    Grüße

    Daniel

    Hallo kojot,


    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich habe sehr viele Fotos von Jaslo. Denn in Jaslo waren abwechselnd einige Polizeieinheiten stationiert, so zum Beispiel meines Wissens:

    Polizei-Reiter-Abteilung I (aufgestellt in Jaslo ab Juli bis spätestens November 1941)

    Polizei-Reiter-Abteilung II (von Oktober 1941 bis Frühjahr 1942)

    Polizei-Reiter-Abteilung III (im April/Mai 1942)

    Reserve-Polizei-Bataillon 45

    Reserve-Polizei-Bataillon 106

    Reserve-Polizei-Bataillon 111 (1942)

    Polizei-Bataillon 303

    Polizei-Bataillon 311

    Polizei-Bataillon 313

    7./Polizei-Regiment 23

    Gendarmerie-Zug Jaslo

    Gendarmerie-Posten Jaslo


    Was suchst du speziell?

    Für den Anfang zwei Fotos, die ich bereits an anderer Stelle hier im Forum veröffentlicht hatte.


    1.jpg

    Verwaltungsbeamte des Res.Pol.Batl. 45 am 11.06.1941 auf dem Marktplatz in Jaslo


    2.jpg

    Angehörige der K-Staffel/Pol.Batl. 303 posieren vor der zerstörten jüdischen Synagoge in Jaslo


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Freunde,


    heute bin ich zufällig über dieses doch recht unbekannte Polizei-Bataillon gestossen, an dieser Stelle vielen herzlichen Dank an Rudi. :thumbsup:


    Ein namentlich bekannter Meister der Gendarmerie, der im Distrikt Lublin eingesetzt war, gab in einem Nachkriegsermittlungsverfahren an, dass das Polizei-Bataillon 20 im Herbst 1941 in Bilgoraj stationiert war.


    Im Januar 1942 soll das Polizei-Bataillon 20 in oder bei Minsk eingesetzt gewesen sein.

    (Quelle: Klemp, Nicht ermittelt, 2. erw. u. überarb. Auflage, S.492)


    Curilla schrieb dazu:

    "Am 05.01.1942 traf die Spitze des Polizeibataillons 20 in Minsk ein. Die meisten Lastkraftwagen lagen mit Schäden verstreut auf der Rollbahn zwischen Warschau und Minsk. Da die Heeresgruppe auf den Fronteinsatz des Polizeibataillons drängte, schickte der HSSPF Rußland-Mitte dem Bataillon eigene LKW entgegen."

    (Quelle: Curilla, Die deutsche Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum und in Weißrussland 1941-1944, S.696)


    Bei Tessin und Michaelis fand das Bataillon überhaupt keine Erwähnung.:/


    Klemp und Curilla gaben als Quelle das KTB von dem Bach-Zelewski an, bei dem bis heute Fälschungen nicht ausgeschlossen werden können.


    Wer hat weitere Informationen über das Polizei-Bataillon 20?

    War es überhaupt existent?


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Gerard

    ...

    Aber ich denke, dieses Foto zeigt die Polizei, die mit bandera Militia (armband) arbeitet. Wenn jemand weiß, welche Einheit dies sein könnte, würde ich interessiert zu hören.

    ...

    Das sind mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Angehörige des Polizei-Bataillon 311 (Heimatstandort: Jena). Auf dem Ärmelband steht übrigens "Deutsche Wehrmacht". Man erkennt die Polizisten des Bataillons an den hellen Verpflegungsbeuteln. Diese Umhängetasche habe ich bisher nur beim Jenaer Bataillon feststellen können.


    1.JPG 2.jpg 3.jpg 4.jpg


    Siehe dazu auch hier: !!! Ausstellung zum Polizeibataillon 311 Jena !!!


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Dieter,


    Sandkühler bezeichnete das SS-Polizeiregiment 4 in Klammern dahinter als "Polizeiregiment Galizien", nicht Stach.

    (siehe dazu Sandkühler, Endlösung in Galizien, S.106)


    Da ich mich bis heute noch nicht tiefgründiger mit der OrPo in Galizien befasst habe, kann ich nicht sagen, ob Sandkühler zu dieser Frage kompetent ist. Auf den ersten Blick scheinen ihm zu diesem Thema kleinere Denkfehler unterlaufen zu sein. Wir wissen aber selbst, dass die Organisationsstruktur oder Gliederung der OrPo in den besetzten Gebieten manchmal recht schwierig ist zu verstehen.


    In der Vergangenheit fiel mir noch auf, dass bei ca. 300 ehemaligen Angehörigen des Pol.-Batl. 256, dann III./Pol.-Regt. 26, in der Personalkarteikarte folgende immer identische Angabe vermerkt ist.


    Dienststelle/Verwendung/seit:

    AE, Polizei-Regiment Lemberg, II. Bataillon, 01.01.1943 :/:?:


    Was es mit der Bezeichnung auf sich hat, konnte ich bis heute nicht klären bzw. deuten. Denn das Pol.-Batl. 256 war dort zu keinem Zeitpunkt eingesetzt. Es gab nur eine kleine Überschneidung beim Einsatz des Pol.-Regt. 26 im Sommer 1943 gegen die Kowpak-Bande im Grenzgebiet der Distrikte Lublin und Galizien.


    Weiterhin kann ich noch eine Polizei-Reiter-Schwadron Galizien und zwei Polizei-Geschütz-Batterien Galizien bis mindestens Juni 1944 im Distrikt nachweisen.


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Dieter,


    gern geschehen, kein Problem. Zum Thema hab ich noch folgendes gefunden.


    Sandkühler schrieb u.a. zum ominösen Polizei-Regiment Galizien:

    "Auch im Bereich Ordnungspolizei wurde für den Distrikt Galizien kein zusätzliches Personal abgestellt und bis 1943 kein eigenes Polizeiregimemt aufgestellt. Katzmann behalf sich zunächst mit zwei Schupo-Einzelkompanien aus Gleiwitz und zwei Bataillonen des Polizeiregiment Radom, dessen Kommandeur, Oberstleutnant Stach, zugleich erster KdO für Galizien war."

    (Quelle: Sandkühler, Endlösung in Galizien, S.82)


    Edit:

    Er bezeichnet später das Polizei-Regiment 4 als "Polizeiregiment Galizien".:/


    Zu Weise schrieb Sandkühler:

    "Für den Einzeldienst bestanden zwei Schupo-Kommandos in Lemberg unter Major Weise mit angegliedeter NSKK-Verkehrskompanie ...)

    (Quelle: Sandkühler, Endlösung in Galizien, S.83)


    Es gibt auch noch weitere OrPo-Einheiten (hauptsächlich Pol.-Bataillone) die Lemberg auf dem Weg nach Osten durchquerten und dort mehr oder weniger halt machten. So z.B. das Polizei-Bataillon 311 (Jena), welches ab 30. Juni 1941 für ca. drei bis vier Wochen in der Stadt verblieb. Es beteiligte sich an Razzien, Erschießungen und überwachte teilweise das erste Progrom gegen die jüdische Bevölkerung kurz nach dem Einmarsch.


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Dieter,


    zu Lemberg fallen mir spontan noch diese beiden Einheiten ein.


    I./Polizei-Wach-Bataillon VIII Breslau, von mindestens Februar 1943 - bis Juli 1944, nur die 3. Kompanie war zeitweise im Distrikt Lublin eingesetzt


    3. Kompanie des Reserve-Polizei-Bataillon 111 (Hannover), wurde am 25.02.1942 von Przemysl nach Lemberg verlegt, Grund und Dauer unbekannt, bei Bettendorf und Curilla finden sich dazu leider keine Hinweise, meine Vermutung: im März 1942 begann die erste große Aussiedlung ("Märzaktion") im Lemberger Ghetto


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Mardesche,


    erst einmal herzlich Willkommen hier im Form.

    Um sich einen groben Überblick zu verschaffen, hier ein gekürzte Zusammenfassung zur Bataillonsgeschichte aus dem Archiv unseres Forumsmitglieds RolandP, herzlichen Dank dafür. 8):thumbup:


    Polizei-Bataillon 301 FPNr. 09 159

    (Bochum), 1940 Bildung als Res.Pol.Btl, aus Pol.Ausb.Komp.Bochum, Dortmund, Recklingshausen, September 1940 Ostrow-Macziewicki, November 1940 Warschau, Massenerschießungen und Ghettobewachung, im Etat 1941 (Juni 1941) im Gen.Gouv., als Btl.Warschau I, April 1942 Konstantin nahe Warschau, Mai 1942 Koydymowo, III./Pol.Rgt Mitte, Juli 1942 Rußland-Mitte, Partisanen- und Fronteinsatz (Smolensk, Mogilew, Minsk, Borissow, Polozk, Lemberg, Karpaten, wird III./Pol.Rgt 13 (s.d.), bis Herbst 1944 Osteinsatz, dann Holland/ Belgien (? Slowenien)

    (s.a. Klemp, Nicht ermittelt, S. 435, Tessin, Kannapin, Fronteinsatz, S. 635)


    Die Einheit wurde als Polizei-Ausbildungs-Bataillon Bochum-Buer 1939/40 aufgestellt. Sie bestand aus drei regulären Kompanien und einer vierten, sogenannten schweren Kompanie, die mit MG ausgestattet war. 1940 erfolgte die Umbenennung in Pol.Btl 301.

    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, S.231, s.a. Klemp, Vernichtung, S. 73)


    Die Umbennenung bzw. Umgliederung des Pol.A.Btl. Bochum-Dortmund in das Pol.Btl. 301, welches aus den Pol.Ausb.Kompanien Bochum, Dortmund und Recklinghausen gebildet worden sein soll, muss bis mindestens zum 14.9.1940 erfolgt sein.

    (s.a. Tessin, Kannapin, Fronteinsatz, S. 635)


    14.09.1940

    Abschrift Schnellbrief RFSS vom 14.9.1940, betreffend die Ablösung der im Generalgouvernement eingesetzten Pol.Batl. 6, 7, 8, 43, 45, 51, 72, 73, 106, 111 in der Zeit vom 25.9.-15.10.1940 durch die gem. Erlaß vom 17.8.1940 aufgestellten Pol. Batl. 301, 303-311

    (BayHStA MInn 71992 Polizeibataillone Fiche 1)


    Die Ablösung ist zu den nachstehenden Terminen wie folgt durchzuführen:

    a) am 24.09.1940:

    Pol.Batl. 6 (Standort Ostrow) durch Pol.Batl. 301 (Heimataufstellungsort Bochum-Buer)

    (Hauptstaatsarchiv München, MInn, Sign. 71988, Mikrofilm)


    15.09.1940

    Befehl zur Verlegung des Pol.Btl 301 nach Ostrow-Mazowiecki, östlich von Warschau, wo es dem Pol.Rgt Warschau (s.d.) unterstellt wurde.

    (Klemp, Nicht ermittelt, S.231, Vernichtung, S. 73)


    10.11.1940

    Am 10. November 1940 zog das Pol.Btl 301 nach Warschau, wo es im Gebäude des ehemaligen polnischen Parlamentes, des Sejm, untergebracht wurde.

    Bataillonskommandeur war Oberstleutnant Erich Klein,

    Adjutant Lt./Oberlt.(?) Willi Thomas,

    Führer der 1. Kompanie war Hauptmann Walter Wilken, der 2. Kompanie Hauptmannt Erich Fredrich, der 3. Kompanie Hauptmann Karl Leineweber und Chef der 4. Kompanie war Hauptmann Edmund Berke.

    Während der Unterbringung im Sejm gab es auch ein Polizei-Jagdkommando unter Leutnant Ernst Lederer.

    (Klemp, Nicht ermittelt, S.231-232, Vernichtung, S. 73-74)


    Laut dem damaligen Polizeimeister Heinrich K. wurde das Pol.Btl. 301 auch „Bataillon von der Dorfstraße“ genannt, zu dieser Bezeichnung kam es, weil das ehemalige Parlamentsgebäude an einer Seite an einer Straße lag, die die Deutschen in „Dorfstraße“ umbenannt hatten. (Klemp, Vernichtung, S. 73)


    Das Pol.Btl. 301 hat vermutlich in der Anfangszeit das Ghetto bewacht und später andere Aufgaben erfüllt. Es hatte aber auch ein eigenes Arbeitskommando, das aus jüdischen Ghettobewohnern bestand.

    (Klemp, Vernichtung, S. 75)


    00.06.1941

    Im Etat für 1941 (etwa Juni 1941) ist das Pol.Btl. 301 als Pol.Btl. Warschau I im Generalgouvernement genannt.

    (Tessin, Kannapin, Fronteinsatz, S. 635) 00.09.1941 (?)


    Im Herbst 1941 soll das Pol.Btl 301 mehrfach zu Erschießungen von sowjetischen Kriegsgefangenen herangezogen worden sein. Diese Erschießungen wurden u.a. in Siedlce durchgeführt. Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Erich Klein gab nach dem Krieg an, auf Befehl des Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Petsch, mindestens eine Kompanie dazu abgestellt zu haben.

    Bei einer Aktion führte der Kommandeur des Pol.Btl 308 (Pol.Btl Warschau III), Major Hans Fleckner, das Kommando.

    Bestätigt sind Erschießungskommandos für die 1. Kompanie, Hauptmann Wilken und für die 3. Kompanie, Hauptmann Leineweber.

    (Stefan Klemp, Nicht ermittelt, S.232 - 234)


    Während des Einsatzes in Warschau führten Angehörige des Pol.Btl. mehrere Massenerschießungen durch, von polnischen Zivilisten und – nach Juni 1941 – sowjetischen Kriegsgefangenen.

    (Klemp, Vernichtung, S. 76, nach dem Krieg konnten weder Daten noch Zahlen der Opfer ermittelt werden)


    Als einer der wenigen Polizisten des Pol.Btl. 301 gab Hermann G. an, dass in einem Fall Kompaniechef Fredrich für den nächsten Tag eine „unangenehme“ Aufgabe angekündigt habe. „... Auf höheren Befehl müssten Gefangene erschossen werden, die verhungert waren und sich selbst aufgefressen hätten...“

    (Klemp, Vernichtung, S. 76)


    00.04.1942

    Im April 1942 löste Major d.Sch. Hermann Dahm den bisherigen Kommandeur des Pol.Btl 301, SS-Obersturmbannführer und Oberstleutnant d.Sch. Erich Klein ab, der Ia-Offizier bei der Kampfgruppe Jeckeln vor Leningrad wurde. Kurz danach wurde das Bataillon nach Konstantin in der Nähe von Warschau verlegt.

    (Klemp, Nicht ermittelt, S.232, Klemp, Vernichtung, S. 74)


    Von da aus ging es weiter zum Mittelabschnitt der Ostfront. Dort wurde es dem Pol.Rgt Mitte unterstellt, dessen Kommandeur Oberstleutnant Petsch gewesen sein soll.

    (Klemp, Nicht ermittelt, S.232, Klemp, Vernichtung, S. 74)


    07.05.1942

    In dem Korpsbefehl Nr. 103 des Kommandierenden General der Sicherungstruppen und Befehlshaber im Heeresgebiet Mitte, Ia, vom 7.5.1942 heißt es unter Ziffer 3.): „ …

    Im Einvernehmen mit dem Höh. SS u. Pol.Führer werden die im Laufe des Monats Mai eintreffenden neuen Pol.Btle. wie folgt zugeführt:

    Pol.Btl. 6 )

    Pol.Btl. 85 ) welche das Pol.Rgt. nach Smolensk

    Pol.Btl. 301 ) Mitte bilden,

    Pol.Btl. 51 und 122 nach Mogilew

    Pol.Btl. 91 (für Sich.Brig. 203) nach Bobruisk

    Pol.Btl. 134 (für Sich.Div. 286) nach Orscha

    Pol.Btl. 111 (für Sich.Brig. 201) nach Polozk …“

    (BA-MA N 756, Kopie aus Begh.i.H.Geb.Mitte, RH 22/231, im Besitz des Verfassers, s. a. Pol.Rgt Mitte)


    Ab Juli 1942 gehörte das Pol.Btl 301 als III. Bataillon zu dem aus dem Pol.Rgt Mitte hervorgegangenen Pol.Rgt 13 (s.d.)

    (Klemp, Nicht ermittelt, S.231, Klemp., Vernichtung, S. 74, der Verf. 7.2005, Tessin, Kannapin, Fronteinsatz, S. 635)


    Existieren von deinem Vater eventuell noch Fotos oder sonstige Dokumente aus seiner Zeit bei der Schutzpolizei? Sie könnten möglicherweise weitere Aufklärung bringen. In meinem Bestand bzw. Archiv befinden sich diese drei Nachlässe, die ich in den letzten Jahren vor der Zerstörung retten konnte.


    Polizei-Bataillon 301 Bochum

    Fragmente eines Fotoalbums: Ausbildung Bochum-Buer, Fahrt nach Polen, Warschau, Minsk, Mogilev, Glebokie, Karpathen-Einsatz 1943

    41 Fotos aus einem Nachlass der 2. Komp.: Warschau, Russland

    1 Fotoalbum: Ausbildung, Fahrt nach Polen, Warschau


    Wenn ich wieder mehr Zeit habe, werde ich sicherlich das eine oder andere Foto zum Thema hier im Thread einstellen.


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Sebastian und weitere Interessierte,


    hier meine mittlerweile stark überarbeitete und auch erweiterte Stellenbesetzung zum Gendarmerie-Posten Irena. Es ist das vorläufige Ergebnis von ca. einjähriger Recherche zum Thema.


    Gendarmerie-Posten Irena, vorher Gendarmerie-Hilfszug Irena

    Postenführer:

    Bez.-Leutnant d.Gend. August PHILIPPI, Heimatdienststelle: KdGend beim Württembergischen Innenministerium in Stuttgart, als Posten- und stellv. Zugführer nach Pulawy versetzt (ab 16.06.1940 – bis 15.01.1943)

    Bez.-Leutnant d.Gend. Walter RECH, kam vom Gendarmerie-Posten Pulawy (ab 15.01.1943 – bis 17.04.1943)

    Bez.-Leutnant d.Gend. Walter MIELKE, kam vom Gendarmerie-Posten Pulawy als stellvertretender Postenführer (ab 17.04.1943 – 15.11.1943)

    Weitere nachweisbare Angehörige des Gendarmerie-Posten Irena:

    Meister d.Gend. Otto RUDOLPH, stellvertretender Postenführer, geboren am 17.12.1894 in Seestadt, Kreis Wismar (10.06.1941 – 00.00.1944)

    Meister d.Gend. Friedrich BLUM (21.01.1944)
    Meister d.Gend. Friedrich KÜHNE, Heimatdienststelle: Reg.-Präs. Merseburg (23.03.1942)

    Meister d.Gend. VOSS, Hundeführer, Name des Diensthundes: Astor v.d. Dubina (14.02.1942)

    Meister d.Gend. Kurt KERNER (01.10.1943 – 30.06.1944 gefallen)

    Meister d.Gend. KRÜLL (29.06.1943)

    Meister d.Gend. Ernst HÖFLINGER (am 02.11.1943 im Kampf mit Banditen gefallen)

    Meister d.Gend. Walter PROCHNOW, als Postenführer zum Gend.-Posten Cholm-West versetzt (bis 22.10.1942)

    Meister d.Gend. Wilhelm STÖSSL, zum Gend.-Posten Warez versetzt (bis 07.09.1942)

    Meister d.Gend. HAMMER (08.07.1942)

    Hauptwachtmeister d.Gend. Christian PETERSEN (08.07.1942 – am 14.06.1944 gefallen im Kampf mit Banditen)

    Hauptwachtmeister d.Gend. HOBARSCH (29.06.1943)

    Bez.-Oberwachtmeister d.Gend. Gottfried BAUER, geboren am 23.09.1909, eignete sich als Zureiter, Heimatdienststelle: Reg.-Bez. Steiermark (00.00.1940)

    Oberwachtmeister d.Gend. RENGER (am 30.06.1944 gefallen)

    Oberwachtmeister d.Gend.d.Res. Max KUBOTH (21.01.1944 – am 30.06.1944 gefallen)

    Oberwachtmeister d.Gend.d.Res. Oskar HANSCH, geboren am 06.01.1901, Beruf: Tischler, letzter bekannter Wohnort: Kauder/Schlesien, vermisst bei Radom im Januar 1945 (20.02.1942 – 15.04.1944)

    Oberwachtmeister d.Gend.d.Res. Alois TEUCHERT (15.04.1944)

    Oberwachtmeister d.Hipo Roman PUSCH (09.10.1943)

    Wachtmeister d.Gend. Gustav SCHULZ, Heimatdienststelle: Reg.-Präs. Posen (01.07.1942 – 31.01.1944)

    Wachtmeister (?) KNAPHEIDE, Heimatdienststelle: KdGend beim Reg.-Präs. Trier, hat nachweislich Juden gequält und erschossen (00.03.1942)

    Wachtmeister d.Gend. Robert KIRSCH, geboren am 02.06.1917, vorher Hilfspolizist, im September 1940 zum Reitlehrgang nach Bychawa abgeordnet, war dort auch als Zureiter tätig, 1942 zeitweise zur Gend.-Schule Zakopane abgeordnet (26.09.1940 – 30.06.1944)

    Wachtmeister d.Gend.d.Res. Hugo ZOCHER (21.01.1944 – am 30.06.1944 gefallen)

    Wachtmeister d.Gend.d.Res. Walter MOCHEL, kam für den Außendienst vom Gend.-Posten Teratyn (ab 10.10.1943)

    Rottwachtmeister d.Gend. Robert ABEL, vorher Hilfspolizist, im September 1940 zum Reitlehrgang nach Bychawa abgeordnet, später Heimatdienststelle: Reg.-Präs. Posen (26.09.1940 – am 16.11.1943 gefallen bei Wola-Zycka, Gemeinde Trojanow, Kreis Pulawy)

    Rottwachtmeister d.Gend. Reinhold JAUERNEK oder JAUERNECK, vorher Hilfspolizist, war bereits im Juni 1940 ein Angehöriger der III. Gend.-Hauptm. Radzyn, später Heimatdienststelle: Reg.-Präs. Posen, dann zur Wehrmacht einberufen (03.08.1940 – 01.07.1942)

    Rottwachtmeister d.Gend. Jacob FÖLKLE, Heimatdienststelle: Reg.-Präs. Posen, 1942 zeitweise zur Gend.-Schule Zakopane abgeordnet (01.07.1942 – 08.07.1942)

    Unterwachtmeister d.Gend. SCHMIDT (29.06.1943)

    Unterwachtmeister d.Hipo Julius SCHMIDT, könnte mit dem obigen identisch sein (?), kam vom Gend.-Posten Cholm-West (ab 22.10.1942 – 26.11.1942)

    Hilfspolizist (HiPo) Johann GIRING I, geboren am 15.05.1911, angeblich nur für die Dauer des Krieges dienstverpflichtet (24.11.1940)


    Über weitere Ergänzungen und Hinweise zum Thema würde ich mich sehr freuen


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Freunde,


    hier noch ein paar Ergänzungen zum Führungspersonal des II./SS-Polizei-Regiment 22.


    II./SS-Polizei-Regiment 22

    Bataillons-Führer (nur mit der Führung beauftragt):

    Hauptmann d.SchP. Wilhelm CALLSEN (13.03.1944 - 14.03.1944)

    Hauptmann d.SchP. Walter TORNOW (18.03.1944)


    Batl.-Adjutant:

    Leutnant d.SchP.d.Res. Dr. Carl HAMMEL, PV Mannheim, geb. 26.08.1905 in Bartenstein (seit 13.02.1944 - 14.03.1944)


    Batl.-Arzt:

    Ass.-Arzt d.Res. Dr. HAHN (14.03.1944)


    5./SS-Polizei-Regiment 22, ehemals Res.Pol.Komp. Frankfurt/Oder (FPNr. 57181 B)

    Kompaniechef:

    Oberleutnant d.SchP. Friedrich WERTZ, PV Frankfurt/Oder, geb. 13.11.1909 in Rakowie (13.02.1944 - 14.03.1944),

    war bereits seit 01.03.1942 im Generalgouvernement eingesetzt


    6./SS-Polizei-Regiment 22, ehemals Res.Pol.Komp. Gleiwitz (FPNr. 57181 C)

    Kompaniechef:

    Oberleutnant d.SchP. Josef GELSEN, PV Breslau, geb. 21.05.1910 in Hindenburg (seit 13.02.1944 - 14.03.1944),

    war bereits seit 01.03.1942 im Generalgouvernement eingesetzt


    7./SS-Polizei-Regiment 22 (FPNr. 57181 D)

    Kompaniechef:

    Oberleutnant d.SchP.d.Res. Arthur STEINBERG, PV Breslau, geb. 29.06.1906 in Bunzlau (13.02.1944 - 18.03.1944),

    war bereits seit 01.04.1942 im Generalgouvernement eingesetzt


    unbekannte Dienststellung (?):

    Hauptmann d.SchP. Franz REISENHOFER (26.02.1944)


    Grüße

    Daniel

    Hallo Kollegen,


    hier weitere Ergänzungen zur Stellenbesetzung des Bataillons.


    I./Pol.-Wach-Batl. VIII Breslau

    Batl.-Kommandeur:

    Major d.SchP. Gustav DUDLER, geb. 24.09.1891 (26.04.1944 - 06.05.1944)


    2./Pol.-Wach-Batl. VIII Breslau in Lublin

    Kompaniechef:

    Hauptmann d.SchP. Kurt KROEPELIN, geb. 28.12.1905 (28.10.1943)

    Oberleutnant d.SchP.d.Res. Karl RAUER, PV Breslau, geb. 05.11.1908 (10.03.1944 - 18.03.1944)


    3./Pol.-Wach-Batl. VIII Breslau

    Kompaniechef u. stellv. Batl.-Kdr.:

    Hauptmann d.SchP. Friedrich von ERLER, SS-Nr. 393.356, geb. 02.03.1899 (30.03.1943 - 19.11.1943)

    Oberleutnant d.SchP.d.Res. Karl RAUER (26.04.1944)


    Grüße

    Daniel

    Hallo Gerard,


    hier ein wenig Personenidentifikation meinerseits.

    Die Fragmente des Fotoalbums stammen vom ehemaligen Leutnant d.SchP. Richard Ventzke (PV Berlin), 1944 vom Rev.-Hptm.d.SchP. zum Hptm.d.SchP. befördert (passt auch zu den Fotos im Album).


    1939 Geschäftszimmerdienst beim Pol.-Batl. 201 Kolin:

    Pol.-Meister Hans Wichard (PV Berlin)

    Pol.-Meister Adolf Michel (PV Berlin)


    1939 Geschäftszimmerdienst beim Pol.-Batl. 204 Tabor:

    Pol.-Hauptw. Arthur Wendtland (PV Berlin)


    Obltn. d.SchP. Maximilian Ehrle, geb.03.10.1914

    Obltn. d.SchP. Georg Kirsch, geb. 06.02.1911


    Beste Grüße

    Daniel

    ...

    Betr.. Verlegung der Pol.-Hochgebirgsschule Innsbruck


    1.) Pol.-Hochgebirgsschule Innsbruck wird in voller Stärke und Bewaffnung mit Lehrgangsteilnehmern, die am 4.6.1944 eintreffen, unter Führung von Major d.Gend. Paar in den Bereich der Heeresgruppe C verlegt und mit dem Eintreffen territorial und einsatzmäßig der Heeresgruppe C unterstellt.

    ...

    Hallo Rolandus,


    super Hinweis, sehr interessant. 😳 Vielen herzlichen Dank dafür. 👍

    Major d.Gend. Ignaz Paar war nämlich vorher Führer der I. Gendarmerie-Hauptmannschaft Lublin, gleichzeitig stellvertretender KdGend Lublin und Gerichtsoffizier.


    Liebe Grüße

    Daniel