Posts by Policeman

    Hallo Armin,


    noch nachträglich ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Ich Antworte mal hier für beide Threads.


    Ein sehr schönes Portraitfoto von Orth. Das Foto muss früher mal zum Olsen-Nachlass gehört haben.

    Ein Großteil von diesem konnte ich damals auch käuflich erwerben, aber eben nicht alles. Für mich stellt sich hier eine interessante Frage.


    Woher kannten sich die beiden Bataillonsführer?


    Die Erlaubnis zum tragen des Edelweißabzeichens betraf nicht nur das Pol.Btl. 256, wo Olsen Kommandeur war, sondern sämtliche in Norwegen eingesetzte Polizei-Bataillone, siehe nachfolgenden Erlass des Reichsführer SS vom 25.07.1941. Die hervorgehobenen Punkte 3 und 4 sind hier von Bedeutung.


    „Uniformabzeichen (Edelweiß) für die Ordnungspol.
    RdErl. d. RFSSuChdDtPol. im RMdI . v. 25.7.1941
    -O-Kdo II W (1) 100 Nr. 71/41

    (1) Für die Angehörigen der Ordnungspololizei im Hochgebirge wird ein besonderes Abzeichen (Edelweiß) eingeführt, das vom 1.11.1941 an getragen wird.

    (2) Das Edelweißabzeichen ist aus Leichtmetall und wird in zwei verschiedenen Ausführungen (I und II) geliefert. Das Edelweiß I ist hochgeprägt und silberfarbig, das Edelweiß II flachgeprägt und aluminiumfarbig.

    (3) Das Edelweiß I darf nur von der Pol.-Komp. Innsbruck, dem Hochgebirgsrevier Innsbruck und der Hochgebirgsgendarmerie getragen werden. Welche Teile der Gendarmerie zur Hochgebirgsgendarmerie gehören, wird durch Sondererlass geregelt.

    (4) Das Edelweiß II ist von den mit Gebirgsausrüstung ausgestatteten Polizei-Bataillonen (z.Z. Pol.-Bataillone 251, 252, 253, 255, 256, 302, 312 und Halbbataillon Grong) und von den Angehörigen des Stabes des Befehlshabers der Ordnungspolizei in Norwegen und des Inspekteurs der Ordnungspolizei in Salzburg zu tragen.


    (5) Das Edelweiß II tragen ferner alle Skilehrgangsteilnehmer und Skiwettkämpfer der Ordnungspolizei während der Dauer dieser Lehrgänge und Wettkämpfe, soweit sie nicht zum Tragen des Edelweißes I berechtigt sind.

    (6) Das Edelweiß darf nur an der Skimütze, Bergmütze oder Wintermütze getragen werden, und zwar auf der linken Seite der Klappe, der Stiel im Winkel von 45° zum unteren Klappenrand, das Stielende etwa 2 cm hinter dem Schirmende und etwa 2.5 cm vom unteren Klappenrand entfernt.

    (7) Fällt für die unter Abschn. 3 u. 4 genannten Einheiten usw. die Gebirgsausrüstung weg oder wird ein Trageberechtigter zu einer anderen Dienststelle versetzt, so ist das Edelweiß abzulegen.

    (8) Die Kommandeure haben die Einhaltung der vorstehenden Bestimmungen zu überwachen. Bei Verstößen, insbesondere beim Tragen des Abzeichens durch Unberechtigte, ist strafweise einzuschreiten.

    (9) Der erstmalige Bedarf an den Abzeichen wird von dem Pol.-Beschaffungsamt in Berlin auf meine besondere Anweisung ohne Wertberechnung geliefert. Jeder weitere Bedarf ist von den Pol.-Verw. (Bekleidungslieferstellen) bei den zuständigen Pol.-Beschaffungsämtern gegen Bezahlung anzufordern. Die Bedarfsmenqen für die erstmalige Ausstattung des hiernach bereits feststehenden Personenkreises zeigen mir die Pol.-Verw. (Bekleidungslieferstellen) zum 1.9.1941 an, und zwar getrennt nach Edelweiß I und Edelweiß II; für die in Norwegen eingesetzte Pol. hat mir der Befehlshaber der Ordnungspolizei in Oslo die Bedarfsanzeige vorzulegen.

    (10) Je 1 Musteredelweiß wird den Pol.-Verw. (Bekleidungslieferstellen) von dem Pol. Beschaffungsamt in Berlin ohne Wertberechnung geliefert. An alle Pol.-Behörden (außer Kripo, und Gestapo).“

    (Quelle: RMBliV 1941, Nr. 31, S.1370)


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo BAECKER & Werner


    Dank Werners Angaben 8) bin ich zum Abschluss nun auch noch fündig geworden.


    Ebenfalls laut "Personalnachrichten" in der Propagandazeitschrift "Die Deutsche Polizei", 12. Jahrgang, Nr. 13/14, vom 15.06.1944, Seite 215, wurde Zugwachtmeister und Junker d.SchP. KOCH (PV Kassel) zum Leutnant der Schutzpolizei ernannt.


    Hieran sieht man mal, wie schwer er zu finden war. Irgendwann sieht man nur noch Namen ...=O


    31.jpg


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Daniel,


    herzlichen Glückwunsch zur Lösung des Rätsels. :thumbsup:

    Wie man auf deinen Fotos sehen kann scheint dein Großvater als Luxemburger in der dt. Ordnungspolizei (OrPo) gedient zu haben.

    Ein interessantes Thema wie ich finde, auch hier schon im Forum.


    Siehe dazu u.a. hier (klick):

    Luxemburger in der Ordnungspolizei


    Ist eventuell bekannt, ob er während des Krieges in Slowenien oder in Polen (Generalgpuvernement) eingesetzt war?


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo BAECKER & Freunde,


    wenn diese Angaben stimmen, dann habe ich ihn endlich gefunden.

    ...

    Ich habe heute zudem einen Zeitungsausschnitt erhalten, in dem ein kurzer Bericht über Karl Koch anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums abgedruckt war (war nach dem Krieg ab 1953 wieder im Polizeidienst). In dem steht, dass er ausser in Dresden auch in Weimar stationiert war. Außerdem, dass er 1943 in Dresden zum Leutnannt ernannt wurde! In einem weiteren Bericht ist davon die Rede, dass er im Januar 1944 endlich seine Ernennungsurkunde zum Leutnant in den Händen halten konnte. Offenbar hat er im Jahr 1943 einen Offizierslehrgang besucht.

    ...


    Laut Personalnachrichten in der Propagandazeitschrift "Die Deutsche Polizei", 12. Jahrgang, Nr. 13/14, vom 15.06.1944, Seite 215, wurde ein Rev.-Oberwachtmeister und Junker d.SchP. KOCH (PV Weimar) zum Leutnant der Schutzpolizei ernannt.


    Grüße

    Daniel

    Hallo,


    zum folgenden Zitat muss ich noch etwas klar- bzw. richtigstellen.

    07.07.1943 Einsatzbefehl der Kampfgruppe SS-Gruf. u. GenLt. d.Pol. von Gottberg für das Bandenunternehmen “Hermann“ , Ia, Tgb.Nr. 398/43 II (g) v. 7.7.43 (auszugsweise)
    …. c) Einsatzgruppe Körner, bestehend aus u. a. Gend.-Züge (mot) 7, 13, 19 sowie SD-Kommandos (R. Michaelis, Sonderkommando Dirlewanger, S. 155-156)
    Unternehmen "Hermann" vom 13. Juli - 10. August 1943


    Hierbei handelte es sich nicht um das eigentliche Unternehmen "Hermann", sondern um ein Vorunternehmen "Hermann" zum eigentlichen Unternehmen "Hermann". Die erwähnte Einsatzgruppe Körner wurde extra für dieses Vorunternehmen zusamengestellt. Von Gottberg befahl in diesem Zusammenhang im Einsatzbefehl vom 07.07.1943 die Aufstellung der Einsatzgruppe Körner, Zitat:


    "Durchführung:

    Hierzu befehle ich: Die unter Ziffer 4 aufgeführten Kräfte werden unter Führung des Kdr.d.Schuma.Btl. 118, Major d.SchP. KÖRNER, zur Einsatzgruppe Körner zusammengefasst. Einsatzgruppe Körner führt das Vorunternehmen "Hermann" im Sinne der Ziffer 5 durch.

    Der Einsatzgruppe Körner werden zugeführt:

    a) Schm.Btl. 115 ohne 1 Kp. in Ruda-Jaworska, im Bahntransport von Slonim nach Nowojelnia

    b) Schm.Btl. 15 im Bahntransport von Lida nach Bohdanka

    c) Einheiten der OFK. 392 [Anmerkung des Verfassers: das war 1 Btl. (etwa 400 Mann), 1 IG-Zug, 1 Pak-Zug, 1 Flak-Zug] nach Nowojelnia

    d) Gend.Zug (mot) 7 von Baranowitsche nach Nowojelnia

    e) Gend.Zug (mot) 13 von Lida nach Bohdanka

    f) Gend.Zug (mot) 19 von Nowogrodek tritt zum Schm.Btl. 118 in Nowogrodek."


    Als Angriffsbeginn für das Vorunternehmen "Hermann" war der 11.07.1943, 6:00 Uhr festgesetzt, Ende des Vorunternehmens: 12.07.1943. Nach Abschluß des Vorunternehmens "Hermann" sollte die Einsatzgruppe Körner im Landmarsch mit 1 Btl. den Raum Baniewo und mit 2 Btl. den Raum Jez Okolne erreichen. In diesem Raum sollte sich die Einsatzgruppe einsatzbereit halten, um ab 15.07.1943 früh erneut eingesetzt zu werden. Das Heeresbataillon mit Ausnahme des IG-Zuges, Pak-Zuges und des Flak-Zuges war nach Abschluss des Vorunternehmens "Hermann" zu entlassen.


    Grüße

    Daniel

    Hi Darko,


    ich weiss, bisschen viel für heute, aber ich habe gerade ein wenig Zeit. :P
    Nachfolgende Aufnahmen zeigen die Beisetzung von Hauptwachtmeister d.SchP. Franz Schuhmacher, Stab/Res.Pol.Btl. 171. Samtliche vorliegenden Informationen stimmen auch mit den Angaben im Friedhofsbuch überein, nur der ehemalige Besitzer der Fotos irrte sich beim Namen des Gefallenen.


    Rückseitige Orig. Beschriftung (handschriftl.) der gesamten Fotos:

    „Beisetzung des Hauptw. Schuster [Anmerkung des Verfassers: richtig Schuhmacher]
    auf dem Friedhof in Krainburg.

    Am 25.06.1942 von Banditen in Lees
    bei einem Überfall erschossen.


    Politsch, 7.7.42
    Oberkrain

    (Jugoslawien)“


    1.jpg


    2.jpg


    3.jpg 5.jpg


    4.jpg


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo noch mal Darko,


    hier ein weiteres Foto vom Friedhof Krainburg. Die Aufnahme entstand laut rückseitiger Beschriftung am 13.01.1942 nach den Beisetzungsfeierlichkeiten für die Gefallenen von Drazgose. Es ist eigentlich eine sehr scharfe Aufnahme. Nur leider schafft es mein neuer Scanner nicht die Aufnahme so zu vergrößern, dass man alle Kreuzinschriften deutlich lesen kann. || Daher habe ich wieder eine Zeichnung der Gräber erstellt, welche die genauen Grablagen besser verdeutlicht. :/ Aufgeschrieben habe ich nur die Daten die eindeutig lesbar sind und so sind sie auch auf der Skizze wiedergegeben.


    1.jpg 2.jpg 3.jpg


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo,


    ich recherchiere gerade wann er zum Leutnant d.SchP. befördert worden sein könnte. Denn manchmal sind dort die Heimatverwaltungen oder auch die Dienststellen mit angegeben. Das ganze gestaltet sich aber recht schwierig, da sein Nachname ein Allerweltsname ist. Hier mal alle Möglichkeiten bis 1943:


    Am 14.01.1941 war beim Befehlshaber der Ordnungspolizei Krakau ein Rev.-Ltn.d.SchP. K. tätig. Er war zu der Zeit in der Abteilung K. (Kraftfahrzeugangelegenheiten) beschäftigt.

    (Quelle: BdO Kraukau, Tagesbefehl Nr. (unleserlich), 14.1.1941)

    Laut Runderlass d. RFFSuChdDtPol. vom 31.1.1941 wurden zum 20. Offiziers-Anwärter-Lehrgang in Mariaschein von der Schutzpolizei des Reiches ein

    Ernst K., Res.Pol.Btl. 91 (PV Kassel)

    und von der Gendarmerie ein

    Karl K. mot. Gend.-Bereitschaft Zichenau

    abgeordnet.

    (RMBliV)


    Beim ersten passt leider der Vorname nicht, aber Kassel schon.


    Mit Stand zum 01.12.1941 gab es keinen Leutnant d.SchP. mit Namen Karl K.

    (Quelle: RRL d.Offz.d.SchP.u.d.Gend., 3. Teil, Oberleutnante und Leutnante, Stand 1.12.1941)

    Zum 24. Offiziers-Anwärter-Lehrgang an der Pol.Offz-Schule in Berlin Köpenick, welcher vom 18.08. - 20.12.1941 stattfand, wurde ein

    K. (leider ohne Vornamen) vom Unterführer-Lehr-Bataillon Dresden-Hellerau abgeordnet. Dieser wurde dann anlässlich des Julfestes 1941 zum Ltn. d.SchP. ernannt.

    (RMBliV 1941)


    Dieser könnte eventuell schon eher passen. Aber jetzt wird es noch lustiger.


    Vom 06.01. - 20.06.1942 fand an der Kolonial-Polizei-Schule in Oranienburg der 3. Lehrgang für die Kolonialpolizei statt.

    Dazu wurde ein Hauptwachtmeister d.SchP. Karl K. (abgeordnet zur PV Posen) einberufen.

    (RMBliV 1942)


    Wenn er also zu diesem Zeitpunkt noch kein Leutnant war, wäre dieser ebenfalls durchaus möglich.


    Er könnte aber auch noch später zum Leutnant befördert worden sein können. Sehr schwierig also ...||


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo BAECKER,


    erst einmal herzlichen Willkommen hier im Forum.


    Ein Polizist, egal welchen Ranges, konnte natürlich je nach freier Stelle im Stellenplan von einer Polizeiverwaltung zur anderen versetzt werden. Das hat nicht zwangsläufig etwas mit der Einheit zu tun, in die er gedient hat.


    Sinnvoll wäre es, erst einmal alles einzustellen, was du bereits an Grundinformationen vorliegen hast. So kann man am besten weiter helfen. Private Daten, wie den Namen deines Großvaters gern auch per PN. Bei Polizei-Offizieren ist bei uns mittlerweile die Quellenlage recht gut.


    Dann kann man schauen was geht. So macht es leider keinen Sinn, denn ich weiß ja nicht nach wem ich suchen soll.


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Darko,


    wieder eine Kleinigkeit.


    Zentner1.jpg Zentner2.jpg

    Hermann Zentner

    Oberwachtmeister der Schutzpolizei

    geboren am 17.10.1909

    gefallen am 24. März 1943

    Auf dem dem Heldenfriedhof in Krainburg wurde

    er zur letzten Ruhe gebettet.


    Laut dem Friedhofsbuch Krainburg scheint Zentner zusammen mit zwei weiteren Angehörigen der Polizei-Pionier-Kompanie Alpenland gefallen zu sein. Des weiteren stimmt die Rangbezeichnnung auf dem Sterbebild mit dem Buch nicht überein.


    277

    Hegel

    Paul

    Pol.Wachtm.d.Gend.

    Pionier Komp. St.Veit a/Save

    24.03.43

    Landstrasse Untersteiermark

    278

    Maier

    Leonhard

    -“-

    -“-

    24.03.43

    -“-

    279

    Zentner

    Hermann

    Ob.Wachtm.d.Gend.

    -“-

    24.03.43

    -“-


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo,


    weiter gehts auch hier mit einem Zufallsfund ...


    Breu_a.jpg Breu_b.jpg


    und passend dazu ...


    Abordnungen:

    ...

    Ltn. d.SchP.d.Res. Rudolf BREU, PV Nürnberg,

    Ltn. d.SchP.d.Res. Erhard STIETZEL, PV Berlin und

    Ltn. d.SchP.d.Res. SCHNITTKER, PV Köln

    zum SS-Pol.Regt. 13 (schw.Komp.) gem. FS.-Erls.Chef

    Nr. 11152 vom 30.12.1944 bzw. 10.01.1945.

    ...

    (Quelle: Der HSSPF im Wehrkreis XVIII Führungsstab für Bandenbekämpfung, Tagesbefehl Nr. 4/45, 14.02.1945)


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo,


    durch einen Zufallsfund des heutigen Tages kann ich meine Frage selbst beantworten.8)

    Gab es damals in Terespol noch eine weitere Grenzbrücke über den Bug?

    Laut dem RMBliV 1941, Nr. 52, S.2277-2278, gab es definitiv zwei Grenzübergänge in Terespol über den Bug. Eine Eisenbahnbrücke und einen Straßenübergang, welche beide von Biala-Podlaska nach Brest-Litowsk führten.


    Danke, Daniel :thumbsup:;)


    Viele Grüße

    Hallo Dieter,


    beide Hauptleute der Gendarmerie sind nicht in den RRL d.Offz.d.SchP.u.Gend. des Jahres 1941 verzeichnet.

    Auch in den Personalnachrichten (Beförderungen und Versetzungen) der Propagandazeitschrift "Die Deutsche Polizei" von 1942 bis 1945 findet sich kein Hinweis zu den beiden Offizieren. Vielleicht habe ich sie auch übersehen.:/


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Dieter,


    hier noch etwas Visuelles zum Thema, wenn auch nicht in guter Qualität, aber es ist lesbar.
    Ein Beispiel am Gendaremrie-Posten Lukow im Distrikt Lublin.


    1.jpg

    1940 stand noch Gendarmerie-Hilfzug Lukow auf dem Schild über der Eingangstür.


    2.jpg

    Im Februar 1941, nach der Dezentralisierung, war es der Gendarmerie-Posten Lukow.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Freunde


    @ Peter/danuser

    Alles gut, kein Problem. Bei soviel Namen und Zahlen mit denen man sich tagtäglich beschäftigt passiert selbst mir das andauernd, und ich bin noch nicht so alt. ;) Außerdem ist die Arbeit hier im Forum keine Doktorarbeit. Daher sind Fehler auch erlaubt. Man kann ja jederzeit nachfragen sollte etwas unklar sein.


    @ IR75

    Herzlichen Dank für den Hinweis. So eine Anfrage lohnt sich eigentlich immer. Da wir aber zum heutigen Zeitpunkt bereits fünf unterschiedliche Quellen vorliegen haben, welche den 10.03.1944 bestätigen, dürfte eine Anfrage nicht mehr zwangsläufig notwendig sein.


    Folgende Quellen bestätigen den 10.03.1944 als Todestag:

    1). Klemp, Nicht ermittelt

    2). Volksbund

    3). Tägliche Lagemeldung des KdO im Distrikt Lublin vom 11.3.1944

    4). Verleihungsvorschlag zum EK 2. Kl. vom 27.03.1944 für Wachtmeister d.SchP. Ferdinand Akolk


    Zum Abschluss noch eine fünfte Quelle, die ebenfalls den 10.03.1944 als Todestag von Clausen bestätigt.


    "Der Kommandeur der Ordnungspolizei
    im Distrikt Lublin – Ia –


    Lublin, den 13.3.1944


    Betr.: Trauerfeier am 14.3.1944, 16:00 Uhr auf dem Heldenfriedhof in Lublin


    1. Im Kampf mit Banden fielen in treuer Pflichterfüllung am 10.03.1944:

    Oberlt.d.SchP. CLAUßEN, Pol.Reiterschwadron Lublin,

    Rottw.d.SchP. LÖDEL, Pol.Reiterschwadron Lublin,

    Rottw.d.SchP. PIXBERG, Pol.Reiterschwadron Lublin,

    Obw.d.SchP.d.Res. JUNG, Gend.-Zug (mot) 72,

    Zugw.d.SchP. HUMBOLDT, 6./II./SS-Pol. 4

    Zugw.d.SchP. PRZYBYL, Einheit Feldp.Nr. 57 026 C [Anmerkung d. Verfasssers: 10./SS-Pol. 17]


    2. Die Beisetzung der Gefallenen findet am 14.3.1944, 16:00 Uhr, auf dem Heldenfriedhof in Lublin statt.


    3: Mit der Durchführung der Trauerfeier beauftrage ich Hauptmann d.SchP.d.Res. GNADE [Anmerkung d.Verfassers: bis Mai 1943 Chef d. 2./Res.Pol.Btl. 101]


    4. Die Aufbahrung und die Ausschmückung des Friedhofes, die Bestellung der Särge und Kränze sowie die Beschaffung der Flaggen veranlaßt Pol.Reiterschwadron Lublin im Einvernehmen mit den zuständigen Abteilungen.


    5. Es stellen:

    a). Ehrengeleit:

    Wachkompanie,

    Pol.Geschüz-Batterie,

    K-Staffel,

    Regimentsstab,

    sämtlich dienstlich abkömmlichen Unterführer und Männer


    b). 1 Zug zur Abgabe der Ehrensalve:

    Pol.Reiterschwadron, Führer Oblt.d.SchP.d.Res. SIEBER


    c). Ehrenposten für den gefallenen Oberleutnant d.SchP. CLAUßEN:

    Oberlt.d.SchP.d.Res. BENGL,

    Oberlt.d.SchP.d.Res. SCHÜRER,

    Rev.-Oberlt.d.SchP. FUCHS,

    Rev.-Ltn.d.SchP. CHRISTOPH.


    d). Ehrenposten für die gefallenen Unterführer und Männer:

    Die hierzu notwendigen 30 Unterführer und Männer sind den unter 5a genannten Kräften zu entnehmen.


    e). Kranz- und Ordenskissenträger stellt Pol.Reiterschwadron.


    6. Antreten der unter Ziffer 5 genannten Unterführer und Männer am 14.3.1944, 15:00 Uhr, Hof der Polizei-Reiterschwadron, Sachsen-Allee.


    7. An der Trauerfeier haben ferner sämtliche im Standort Lublin stationierten Offiziere und Verw.-Beamten im Offiziersrang teilzunehmen. Sämtliche Offiziere u. Verw.-Beamten im Offiziersrang haben bis 15:45 Uhr auf dem Heldenfriedhof einzutreffen. Den Ort für die Aufstellung des Trauergefolges gibt Hauptmann d.SchP.dRes. GNADE an Ort und Stelle bekannt.


    8. Anzug:

    für die unter Ziffer 5 Genannten

    Stahlhelm, Mantel, außerdem der Zug zur Abgabe der Ehrensalve mit Gewehr

    für die unter Ziffer 7 Genannten

    Mantel und Mütze.


    9. Die Ansprache an den Gräbern erfolgt durch mich.


    10. Gestellung eines Musikkorps ist durch Ortskdtr. zugesagt.


    11. Der Verlauf der Feier richtet sich nach den von mir am 13.3.1944 gegebenen mündlichen Anweisungen.


    gez. RHEINDORF

    Oberstleutnant der Schutzpolizei

    und Regimentskommandeur"


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo,


    in schnellen Schritten gehts auch hier weiter.

    Ich suche weiterführende Angaben jeglicher Art zum Hauptmann d.Gend. Ernst KRICKL. Er war Führer der 3. Gendarmerie-Hauptmannschaft Radzyn und Nachfolger vom bereits weiter oben erwähnten Albert GOLDGRUBER.


    Krickl.jpg

    KRICKL, Ernst

    ledig, kein NSDAP- oder SS-Mitglied (Stand 01.12.1941)

    09.07.1915 geboren

    10.09.1940 zum Oberleutnant d.Gend. befördert

    01.08.1943 zum Hauptmann d.Gend. befördert, laut Personalnachrichten in der Propagandazeitschrift „Die Deutsche Polizei“

    15.08.1943 versetzt von der Wiener-Neustadt (Niederdonau) nach Potsdam, abgeordnet nach Radzyn, Distrikt Lublin (Generalgouvernement), laut Personalnachrichten in der Propagandazeitschrift „Die Deutsche Polizei“, vorher in Finnland bei der Feldgendarmerie eingesetzt

    28.10.1943 als Führer der 3. Gendarmerie-Hauptmannschaft Radzyn an den Folgen einer kurzen tückischen Krankheit im Reserve-Lazarett Biala-Podlaska verstorben, er ruht auf dem Heldenfriedhof Biala-Podlaska


    Beste Grüße

    Daniel