Posts by Policeman

    Hallo Interessierte,


    vielleicht hilft es jemanden mal weiter.

    Ich habe zur Einheit keinen passenden Thread gefunden und daher einen neuen aufgemacht.


    In einem Fotoalbum eines ehemaligen Angehörigen des Pol.-Ausb.-Batl. Mariaschein (Sudetenland), dann Pol.-Batl. 255, fanden sich zahlreiche Aufnahmen zu seiner RAD-Zeit. Bevor er also Rekrut in einem Polizei-Bataillon wurde, diente er bei der RAD-Abt. oder -Gruppe 2/205 (laut Ärmelabzeichen). Mit dieser Einheit war er Ende Juni, Juli, vielleicht auch August 1940 im Westen in Frankreich eingesetzt. Einsatzort war der Raum Roye - Mairie - Plainville (nördlich von Paris). Es wurden scheinbar u.a. franz. Gefangene bewacht.


    Grüße

    Daniel

    Hallo Frank,


    wie immer vielen herzlichen Dank für deine Mühen, sehr interessant. :thumbsup:

    ...

    SS-Oberscharführer Alfred PFISTERER,

    seine Eltern wohnten vermutlich in Lehrensteinsfeld, Kreis Heilbronn, Württemberg.

    ...

    ...

    Zu Alfred Pfisterer (*02.09.1902 Kochersteinsfeld, Heimatdienststelle Stapo Oppeln).

    ...

    Dann ist das ein Übersetzungsfehler meinerseits und die Eltern wohnten also auch in Kochersteinsfeld und nicht in Lehrensteinsfeld.

    Ich konnte die Anschrift auf den Feldpostbriefen und -karten nicht eindeutig entziffern.


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo,


    vor einigen Jahren wurde bei eBay zum Thema ein kleines Foto- und Feldpostkonvolut eines ehemaligen Angehörigen der SiPo und des SD Lublin angeboten. Die Sachen stammten von


    SS-Oberscharführer Alfred PFISTERER,

    seine Eltern wohnten vermutlich in Lehrensteinsfeld, Kreis Heilbronn, Württemberg.

    Einsatzorte beim KdS u. d. SD im Distrikt Lublin:

    00.00.1939/40 Krasnik

    00.12.1942 Zamosc

    00.03.1944 Hrubieszow


    01.jpg

    SS-Oscha Pfisterer vermutlich mit Frau und Kind


    02.jpg 03.jpg

    Krasnik


    Grüße

    Daniel

    Hallo Frank & andere Interessierte,


    der nächste Kandidat, der mich brennend interessiert ist


    Erich GUDDAT,

    Kriminaloberassistent und SS-Hauptscharführer,

    30.05.1907 geboren in Ischdaggen,

    00.00.1942 Judenreferent beim KdS in Radzyn, Distrikt Lublin,

    25.06.1942 durch Feindeinwirkung (?) in Radzyn gefallen,

    29.06.1942 Überführung des Sarges nach Lublin, anschließend Beisetzung auf dem Heldenfriedhof in Lublin.


    Ich hatte im Forum auch schon mal eine Suchanfrage zur Person gestellt, siehe dazu bitte hier: Erich Gudat


    Johann und ein weiterer aufmerksamer Mitleser des Forums, an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an beide, hatten dazu bereits weitere wichtige Quellen eruiert.


    Frank, kannst du zur Person noch weiter präzisieren?


    Zum Abschluss noch zwei Fotos von der Aufbahrung und der Überführung von Guddats Leichnam von Radzyn nach Lublin.


    01a.jpg 1b.jpg

    Die Ehrenwache am Sarg im Palast Potocki in Radzyn hielten vier Schutzpolizisten und zwei Angehörige der SiPo/SD.


    02b.jpg 2b.jpg

    Im Hof des Palast Potocki standen 14 weitere Schutzpolizisten spalier, gegenüber standen Zivilisten. Den Sarg zogen Angehörige der SiPo/SD auf den Lastkraftwagen herauf.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Frank


    ...

    das ist das Ergebnis der Arbeit mehrerer Jahre, ich muß hauptamtlich auch noch mein Brot verdienen ;)

    ...


    Ich bzw. wir wissen wovon du sprichst, es geht uns allen so. ;) Meine Wenigkeit macht das in jeder freien Minute seit etwa 2005, unser Rolandus schon viel viel länger. Tausende Seiten je nach Thematik bestellen, lesen, auswerten und alle brauchbaren Infos abtippen. Nicht wenige Menschen würden sagen wir sind krank. :D8)


    Quote

    Vielleicht findet sich sein Name ja noch in den KVK-Vorschlags- und Verleihungslisten aus dem Jahr 1944, die ich bisher nur teilweise durchgearbeitet habe.


    Laut Hänschen, S.141, müsstest du Engels im Verleihungsvorschlag zum EK 2. Klasse des KdS und des SD Warschau vom 01.06.1944 finden.


    Quote

    Übrigens: auch die Angaben in den Ermittlungsakten der Hamburger Staatsanwaltschaft sind nicht immer vollständig richtig ...


    Ich selbst bin zwangläufig auch kein Freund von Ermittlungsakten, denn dort stimmt meistens nur die Hälfte. Jeder belastete andere, nur ja nicht sich selbst. Wenn möglich, vergleiche ich gern verschiedene Quellen miteinander, z.B. Täter- und Opferaussagen (aus Tagebüchern, Ermittlungsverfahren oder sonstigen Erinnerungen) mit Primärquellen aus den Archiven. Nur so wird ein Schuh draus. Sekundärliteratur halte ich persönlich ebenfalls für teilweise problematisch, da manche Autoren auch Interpretationsschwierigkeiten haben und leider zu fehlerhaften Schlüssen kommen. Ich selbst will mich davon natürlich nicht ausnehmen. Schwieriges Thema halt, man könnte sich darüber sicherlich einen ganzen Abend unterhalten.


    In den nächsten Tagen melde ich mich nochmal, denn ich habe weitere Fragen bezüglich spezieller Personen aus dem Bereich Lublin an dich. ;)


    Nochmals besten Dank & liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Frank,


    vielen herzlichen Dank für deine Mühe.

    Verstehe ich das richtig, Engels kann somit bis Kriegsende max. den Rang eines SS-Untersturmführers erreicht haben? Das heißt, er war mit relativ großer Wahrscheinlichkeit nie ein Offizier! SS-Hauptstumführer wäre somit generell ausgeschlossen?


    Warum Frage ich? Aus einigen Offz.-Biografien der OrPo sind mir andere Karrieresprünge bekannt.


    Über den Grund bzw. Inhalt der "Anerkennung f.besonders hervorragende Leistungen" ist nichts weiter bekannt?


    Grüße

    Daniel

    Hallo Johann,


    danke für den Hinweis zum Hamburger Verfahren. Ich gehe davon aus, dass Hänschen für sein Buch die Akten bereits ausgiebig ausgewertet hat. Daher habe ich eigentlich mehr Hoffnung in andere diverse Primärquellen gesetzt, die er u.a. noch nicht ausgewertet haben könnte, wie z.B. die Befehlsblätter der SiPo und des SD. Ich kenne den Aufbau der Blätter jetzt nicht genau; wenn dort aber Versetzungen, Beförderungen oder Ordensverleihungen aufgeführt sind, ähnlich zur OrPo, müßte Engels doch dort auftauchen. Oder irre ich mich da? Das selbe gilt für die Tagesbefehle des KdS Warschau. Interessant wäre der Zeitraum von November 1942 bis August 1944.


    Meine Frage richtet sich diesbezüglich an Frank/micha18, denn er scheint der Experte auf dem Gebiet SiPo und SD zu sein. ;)8)


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Frank & Johann,


    vielen Dank für eure Unterstützung, bitte weiter so.


    Laut eines Quittungsbelegs hatte das Haupt- bzw. Erfassungslager der "Aktion Reinhard" in Lublin, Chopin Str. 27, am 29. Mai 1942 vom Sonderkommando des Grenzpolizei-Kommissariats Zamosc, welches zur Zeit in Izbica stationiert war, 212 goldene Ringe erhalten.

    (Quelle: Yad Vashem)


    Diese Wertgegenstände stammen mit relativ großer Wahrscheinlichkeit von ermordeten Juden. Chef der Gestapo-Aussenstelle in Krasnystaw, mit Amtssitz in Izbica, war der berüchtigte und spätere SS-Hauptsturmführer Kurt ENGELS. War das oben bereits erwähnte Sonderkommando des Grenzpolizei-Kommissariats Zamosc, z.Zt. in Izbica, mit Engels Arbeitsplatz in Izbica identisch? Ich bin der Meinung, dass Engels beim Kriminal-Kommissariat Krasnystaw, mit Dienstsitz in Izbica, tätig war. Wer kann anhand von Primärquellen aufklären?


    Kurt Engels

    03.08.1915 geboren in Köln-Klettenberg

    00.00.1932 Eintritt in die Armee, dort Dienst in einem Artillerie-Regiment

    00.00.1935 im Range eines Unteroffiziers der Reserve und Offiziersanwärters aus der Armee ausgeschieden

    00.00.1936 Beginn einer zweijährigen Ausbildung als Kriminalangestellter bei der Gestapo Köln

    00.00.1937 Eintritt in die SS, zunächst im Range eines SS-Hauptscharführers

    00.00.1939 bei der Gestapo in Biala-Podlaska

    00.00.1940 Wechsel zur SiPo nach Zamosc

    00.06.1941 Dienst- und Wohnsitz in Izbica

    00.11.1942 aus Izbica bzw. Krasnystaw abgezogen, angeblich Einleitung eines Verfahrens wegen Diebstahls

    00.00.1942/43 Versetzung nach Warschau (Wann genau?)

    00.08.1944 während des Warschauer Aufstandes bei den Kämpfen um das zentrale Postgebäude verwundet

    17.08.1944 Verleihung des EK 2. Klasse

    00.00.1954 hatte bis zu diesem Zeitpunkt unter falschem Namen in Mannheim gelebt

    00.00.1955 Eröffnung eines Cafe`s in Hamburg unter seinem richtigen Namen "Cafe` Engels"

    00.02.1957 Eröffnung des Hauptverfahrens gegen Kurt Engels beim Landgericht Hamburg

    31.10.1958 Verhaftung

    31.12.1958 Selbstmord duch Vergiftung
    (Quelle: Steffen Hänschen, Transitghetto Izbica, S.137-147 u. 486-492)


    Für weitere Hinweise und Primärquellen zur Person Kurt Engels oder zu SiPo- und SD-Dienstellen im Kreis Krasnystaw wäre ich sehr dankbar.


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo poloberst

    ...

    Hat das Bataillon während der Reise zum Kampfgebiet Tannenberg besucht?

    ...

    Ja, kann ich bestätigen. Das Tannenberg-Denkmal bei Hohenstein in Ostpreussen wurde von den einzelnen Kompanien des Res-Pol.-Batl. 131 vor Beginn des Russlandfeldzuges besucht. Irgendwo habe ich davon auch noch Fotos, muss ich aber erstmal in Ruhe heraussuchen.


    Edit:

    Doch schneller gefunden als ich dachte. Ordnung ist halt das halbe Leben. ;):thumbsup:


    01.jpg 02.jpg


    Grüße

    Daniel

    Hallo,


    hier ein paar wenige Fundstücke bezüglich Versetzung und Abordnung von Angehörigen der Sicherheitspolizei und des SD mit Bezug zum Distrikt Lublin.


    1941

    Krim.-Komm. ECKARDT, Ludwigshafen, nach Lublin

    Krim.-Komm. HEIDELBERGER, Stuttgart, nach Lublin

    Krim.-Rat KLEYER, Bochum, nach Lublin


    1942

    Krim.-Rat VON DORPOWSKI, von Radom nach Lublin, KdSPuSD

    Krim.-Rat KLEYER, von Lublin nach Lemberg, KdSPuSD


    1943

    Pol.-Oberinsp. SCHÖNFELDER vom RSHA zum Kdr. Lublin

    SS-OStuf. u. Krim.-Komm. OSTERFELD von Bremen nach Lublin

    SS-Hstuf. GEHRMANN zum Kdr. Lublin

    SS-Ostuf. BOHLMANN zum Kdr. Lublin


    Quelle: Die Deutsche Polizei, Personalnachrichten


    Grüße

    Daniel

    Hallo Dieter,


    von mir nicht viel.


    Rudolf Schmücker

    1915 geboren

    1933-1938 Hitlerjugend

    1939 SS und NSDAP

    Mitte 1942 als KK und SS-Ostuf. zum VKM, dann Kdr. SK 7c

    1944 als SS-Hstuf. zur Stapoleitstelle Posen


    Der Chef der Sicherheitspolizei -Kommandostab-, Meldung aus den besetzten Ostgebieten Nr. 26, 23.10.1942:

    Sonderkommando 7c (SS-OStuf. Schmücker), Standort: Roslawl, Trupp in Jelnja


    Der Chef der Sicherheitspolizei -Kommandostab-, Meldung aus den besetzten Ostgebieten Nr. 31, 27.11.1942:

    Sonderkommando 7c (SS-OStuf. Schmücker), Standort: Roslawl, Trupp in Jelnja

    (Quelle: für sämtliche obige Angaben siehe Mallmann/Matthäus/Cüppers/Angrick, Deutsche Berichte aus dem Osten - Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion, S.501, 503 u. 553)


    Einsatzbefehl Einsatzgruppe B vom 20.10.1943: Unternehmen "Heinrich"

    ...

    1.) Für das Großunternehmen "Heinrich" werden folgende Führer, Unterführer und Männer zur Einsatzgruppe von Gottberg abgestellt:

    ...

    c.) SD-Kommando I bei der Gruppe Nickel (SS-Pol. 13, SS-Sonderbatl. Dirlewanger u. zugeteilte Einheiten):

    Führer: SS-Obersturmführer Schmücker, nimmt gleichzeitig die Geschäfte des Ic bei Gruppe Nickel wahr

    ...

    (Quelle: Angrick/Mallmann/Matthäus/Cüppers, Deutsche Besatzungsherrschafft in der UdSSR 1941-1945 - Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion, S.597)


    Befehl der Einsatzgruppe von Gottberg vom 28.10.1943: Einsatz der SD-Kommandos

    ...

    1) Zu den Gruppen der Einsatzgruppe v. Gottberg treten SD-Kommandos in Stärke von 1/18 zuzüglich Kraftfahrer und Funker. Die Führer dieser SD-Kommandos nehmen gleichzeitig die Geschäfte des Ic bei der Gruppe wahr. Es treten als Ic zur Gruppe Nickel SS-Obersturmführer Schmücker, ...

    (Quelle: Angrick/Mallmann/Matthäus/Cüppers, Deutsche Besatzungsherrschafft in der UdSSR 1941-1945 - Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion, S.599)


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Lucacs,


    hier nochmal die Aufschlüsselung meiner Interpretation bzw. Deutung und wie gesagt, ich bin kein Arzt.


    Zur reinen Begriffserklärung "Hypospadie" siehe Verschuer, Leitfaden, S.150 und Bauer/Fischer/Lenz, Erblehre, Band 1, S.402. Die Einstufung als schwere Mißbildung ergibt sich m.M. nach nach der Defintition in Verschuers, Leitfaden, S.228/229. Denn Hypostpadie galt als eine erblich bedingte und sichtbar werdende Störung des Körpers ("körperliche Mißbildung"). Ich konnte anfangs nur die darauffolgende Anmerkung nicht deuten: ".... , welche außerhalb der normalen Variationsbreite gelegen ist." Das würde m.M. nach bedeuten, wenn Hypospadie innerhalb der normalen Variationsbreite liegt, dann ist es keine schwere Mißbildung, wenn außerhalb, dann eine schwere Mißbildung. Im nächsten Satz findet man dazu aber auch eine genaue Festlegung, die heisst: "Alle angeborenen, also während des vorgeburtlichen Lebens entstandenen, aber auch die während des nachgeburtlichen Wachstums sich herausbildenden Körperfehler sind somit gemeint. ..."


    Weiter kann ich auch nicht helfen.


    Grüße

    Daniel

    Hallo Gerard,


    identifizieren kann ich es leider nicht, aber ich kann sagen zu welcher Einheit es gehörte. ;):thumbsup:

    Das Emblem gehörte zum Polizei-Bataillon 67 (Heimatstandort: Essen) während des Holland-Einsatzes.


    Unfortunately I can't identify it, but I can tell which unit it belonged to.

    The emblem belonged to the Police Battalion 67 (home location: Essen), during the Holland mission.


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo Lucas,


    ich kann dir darauf leider auch keine zufriedenstellende Antwort geben.

    Meine obige subjektive Deutung des Leitfandens für Rassenhygiene etc. ist des weiteren auch nur mit Vorsicht zu genießen.


    Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass es schließlich auch zahlreiche homosexuelle und nervenkranke NS-Größen gab und die wurden meines Wissens ebenfalls nicht ins KZ eingeliefert oder zwangsterilisiert. Paul hat es ja schon angemerkt, ich glaube, dass hier noch viele weitere Faktoren eine Rolle gespielt haben.


    Grüße

    Daniel

    Hallo,


    als Ergänzung.


    Franz Heitzinger (PV Wien)

    02.12.1889 geboren in Stadl-Paura

    verheiratet, 1 Kind, kein SS-Mitglied (Stand 01.09.1944)

    00.00.1914 - 00.00.1918 Weltkriegsteilnehmer, erhaltene Auszeichnungen: kleine silberne Tapferkeits-Medaille, Eisernes Verdienstkreuz mit der Krone, Karl-Truppen-Kreuz

    01.07.1927 Hauptmann d.SchP. (m.W.v.)

    27.02.1934 Major d.SchP. (RDA), m.W.v. 01.01.1934

    01.04.1941 Eintritt in die NSDAP, Mitgliedsnr. 8.238.656

    seit 25.09.1941 Ia beim Kommandeur der Ordnungspolizei Galizien in Lemberg, gleichzeitig stellvertretender Regiments-Kommandeur des Polizei-Regiment Galizien

    00.02.1942 Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern

    21.06.1942 Oberstleutnant d.SchP. (RDA), m.W.v. 01.10.1942

    ab 16.07.1943 Chef des Stabes in der Kampfgruppe Thier (während der Bekämpfung der Kolpak-Bande)

    00.08.1943 Verleihungsvorschlag zum Eisernen Kreuz II. Klasse

    00.00.1944 Tarnow in Haft (?)

    20.04.1945 Oberst d.SchP. (m.W.v.)


    Grüße

    Daniel

    Hallo Lucas,


    bin kein Arzt, aber ich versuche es einmal anhand der vorliegenden Quellen.

    Hypospadie galt nach dem "Leitfaden der Rassenhygiene" von Verschuer als "meist einfach dominat erbliche Missbildung", die ausserdem als schwer eingestuft wurde, siehe dazu Definition in Bauer/Fischer/Lenz, "Menschliche Erblichkeitslehre und Rassenhygiene". Wenn ich das zusammen richtig interpretiere, schlug der Leitfaden bei "Diagnose: schwer erbkrank" vor, dass "die Erzeugung von Nachkommen in jedem Fall verhindert werden" soll. Den Rest kann man sich denken, glaube ich.


    Grüße

    Daniel

    Hallo Christian,


    vielen Dank für deine ergänzende Erklärung, dazu fällt mir aber noch folgendes ein.

    ...

    Zum Thema Alkoholismus: "In allen weniger typischen Fällen ist die Sippenuntersuchung die wertvollste Stütze der Erbdiagnose. Besonders beweisend ist der Nachweis von weiteren Fällen von Alkoholismus bei nächsten Sippenangehörigen. Aber auch das Vorkommen von Schwachsinnigen in der Familie [...] hat als Ebbeweis zu gelten."

    Hier scheint der Verdacht des Alkoholismus bereits auszureichen, jemanden zwangsweise sterilisieren zu lassen. Leider habe ich keine Zahlen zu den WK1-Veteranen, die als "Kriegsschüttler" (Schwachsinnige?) oder Alkoholiker heimkehrten und bei deren in zwischen erwachsenen Kindern (> nächste Sippenangehörige) Alkoholmißbrauch vermutet wird.

    ...

    Bei der Erstellung von Diagnosen wird heute in einer Psychotherapie genau so vorgegangen wie damals, nur es werden andere zeitgemäßere Fachbegriffe verwendet. So zum Beispiel wird heute nicht der Begriff "Sippenuntersuchung", sondern "Familienuntersuchung" oder für das "Vorkommen von Schwachsinnigen in der Familie" wird der Begriff "Psychische Vorerkrankung in der Familie" genutzt. Viel entscheidender ist heute aber letztendlich ein anderer Umgang, nämlich nicht die deinerseits vermutete damalige Zwangssterilisation anzuwenden, sondern die Behandlung (Therapie) der Erkrankten. Aus heutiger Sicht natürlich unverständlich, aber zum damligen Zeitpunkt gehörte die Steriliesation zum "Fortschrittsdenken", um die Kette der vermeintlich erblich bedingten Krankheiten zu unterbrechen.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo S89,


    vielen Dank fürs zeigen der Bilder.


    01: In Lublin 1941 war er laut seiner Schulterklappen also ein Polizei-Unterwachtmeister (niedrigste Rang)

    02: Wird privat aufgenommen worden sein.

    03: Das Foto ist im Hof der Polizei-Kaserne in Frankfurt/Main aufgenommen worden.


    PS: Noch als kleinen Hinweis, bitte Forumsregeln (siehe Grußformeln) beachten!


    Grüße

    Daniel

    Hallo S89,


    erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.

    Dein Urgroßvater scheint nach den schweren Abwehrkämpfen im Osten mit den Resten des II. Polizei-Regiment 15 (ehemals Pol.-Batl. 306) nicht mit zur Neuaufstellung des Regiments nach Norwegen gekommen zu sein, da ich ihn anhand von vorliegenden Bataillonslisten dort nicht nachweisen kann. Das passt auch sehr gut zu seinem Lazarettaufenthalt auf Grund der erlittenen Erfrierungen. Also müssen wir nun danach ansetzten oder auch schon früher.


    Was für Fotos liegen denn vor? Was zeigen sie? Eventuell kann man daraus mehr herauslesen, also wenn möglich bitte hier einstellen.

    ...

    Dazu mache ich einen separaten Thread auf.

    ...

    Übrigens keine gute Idee. Zum Schluss weiss keiner mehr wo was steht und worauf man wo antworten soll. Es geht einfach die Übersicht verloren, dass nur so aus der bisherigen Erfahrung anderer Threadverläufe. Wir müssen ja erstmal rausfinden, wo er danach eigesetzt war. Einen neuen Thread zu Fragen zu einer speziellen Einheit kann man in Zukunft immernoch starten, eventuell gibt es diesen Thread aber auch schon. Daher immer die Ruhe, alles ist möglich.


    Beste Grüße

    Daniel