Posts by Policeman

    Hallo Gerard,


    vom Fotokonvolut der 5./Polizei-Regiment 21 hatte ich mich damals für folgendes Gruppenfoto interessiert.


    5.Pol.21.jpg 5.Pol.21b.jpg

    Rückseitige Beschriftung des Fotos:

    "Abschied von Hauptmann Adamek

    Holleschau, Anfang Juli 1943"


    Bei dem Chef der 5. Kompanie, welcher zumindest bis Anfang Juli 1943 in der Kompanie Dienst tat, kann es sich nur um

    Hauptmann d.SchP. Willi ADAMEK,

    08.05.1911 geboren,

    verheiratet, zwei Kinder, kein SS-Mitglied (Stand 01.12.1941)

    01.05.1937 Eintritt in die NSDAP, Mitgliedsnr. 3.990.492,

    10.09.1940 befördert zum Oberleutnant d.SchP.

    handeln. Am 12.07.1944 ist ADAMEK noch als Kompaniechef im II./SS-Polizei-Schützen-Regiment 36 nachweisbar.


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Ingo,


    kein Problem, gern geschehen.


    Ich möchte aber nochmal kurz darauf Hinweisen, dass das Rolands jahrelangen Recherchen und Ausarbeitungen sind, die eine Antwort in dieser Art überhaupt erst möglich machen. Ich war nur der Zuträger.


    Ingo, magst du vielleicht mehr zur Intension deiner Fragestellung erzählen? Würde mich z.B. sehr interessieren.


    Liebe Grüße

    Daniel

    Hallo,


    drei Kleinigkeiten.


    05.01.1944

    Gend.-Zug (mot.) Nr. 11

    Standort: Smilowitschi


    Am 05.01.1944 war der Zug an einem Einsatz gegen das "Bandendorf" Hrywa, 1,5 km nordostwärts Lady, beteiligt. Hierbei fiel 1 Gendarm des Zuges.


    16.11.1942

    Gend.-Zug (mot.) Nr. 12

    Standort: Wileika


    Am 16.11.1942 gegen 11:00 Uhr geriet eine Gruppe des Gend.-Zug (mot.) Nr. 12 in Stärke von 7 Gendarmen, 4 Wehrmachtsangehörigen, 1 Gendarm des Gend.-Posten Dockczycza, sowie 5 Schutzmänner der Schutzmannschaft Dockczycza in der Nähe des Dorfes Nieszierowszisna in ein Gefecht mit Banditen. Hiebei wurden zwei Gendarmen des Zuges getötet.


    13.01.1943

    Gend.-Zug (mot.) Nr. 13

    Standort: Lida


    Am 13.01.1943, gegen 7:30 Uhr, geriet der Gend.-Zug (mot.) Nr. 13 in der Ortschaft Szczurek mit einer bolschewistischen Bande in ein Feuergefecht. Im Verlaufe dieses Gefechtes wurde ein Gendarm getötet.


    (Quelle: Meldungen über im Operationsgebiet gefallene Angehörige der uniform. OrPo)


    Grüße

    Daniel

    Hallo Ingo,


    hier mal die zusammengekratzten Infos zur 7./Polizei-Regiment 21 aus dem Archiv unseres Schriftführers Rolandus.

    Ich hoffe es hilft Dir irgendwie weiter.


    09.07.1942

    Der RFSS und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministeriums des Inneren, Oberkommando I (O) (3) Nr. 184/42 , Berlin, den 9.Juli 1942 betr. Zusammenfassung der Polizei – bzw. Reserve-Polizei-Bataillone zu Polizei-Regimenter und Bestimmung neuer Standorte (Anhang)


    Pol.Rgt 21

    Regiments-Kommandeur: Oberstleutnant Attenberger

    Bestehend aus Pol. bzw. Res.Pol.Bataillone a) alter Heimat-, b) neue Heimatstandort

    I. Bataillon 32 a) Berlin b) Nürnberg

    II. Bataillon 3 Komp. b) Nürnberg

    III. Bataillon 3 Komp. b) Nürnberg

    IV. Bataillon -


    Wehrkreis bzw. BdO (IdO)-Bereiche Prag

    Heimatstandort des Regimentstabes Brünn

    Derzeitiger Standort des Regimentes bzw. der Bataillone Brünn

    Zuständiges Lehr-Bataillon (Ers.Batl.) Iglau


    II. Bataillon aus Pol.Kp. Mariaschein, z.Zt. Iglau

    Schneidemühl, z.Zt. Holleschau
    Güstrow, z.Zt. Mährisch-Ostrau


    III. Bataillon aus 3 Pol.Kp., die vom BdO Prag aufzustellen sind


    Aufstellung des Pol.Rgt 21 in Brünn für das Protektorat:

    Stab aus Stab Pol.Rgt „Mähren”

    I. Btl aus Pol.Btl 32 in Brünn

    II. Btl aus Einzelkompanien in Iglau

    III. Btl aus Einzelkompanien in Prag


    Die BtlStäbe für II. und III.Btl wurden erst am 23.01.43 gebildet.

    (s.a. Phil Nix, Georges Jeromes, Uniformed Police Units of the Third Reich, S.268)


    Am 01.09.1943 lag die 7./21 mit 136 Mann in Holleschau.


    01.05.1944

    Anton G., wohl Angehöriger des II. Bataillons SS-Pol.Rgt. 21, wurde am 1. Mai 1944 anscheinend zum SS-Pol.Rgt 28 abgestellt, zusammen mit der 7. Kompanie des SS-Pol.Rgt 21: „ … Am 1.05.1944 sind wir von Holleschau nach Oberkrain. Das Regiment lag schon seit mehreren Wochen dort. Der Regimentskommandeur (so im Original) lag in Krainburg. Unsere Kompanie kam nach Stein. Da die 3. Kompanie Verluste hatte und nicht aufgeteilt werden wollte, so wurde unsere 7. Kompanie die 3. Kompanie. Zwei Unteroffiziere, Herr Drossel, mein Zugführer, und unser Gruppenführer Herr Lisske und 16 Mann wurden verteilt auf die 4. und 1. Kompanie. Herr Drossel wollte zur Kriminalpolizei. Mit 6 oder 8 Kameraden und unserem Gruppenführer, Herr Liske, kamen wir in die 1. Kompanie. Die 1. Kompanie lag damals im schwarzen Graben in Kraxen in einer Schule. … In Domschale lag das Bataillon. …“ (Quelle: Anton G. am 17.06.1982 an Wolfgang Vopersal, BA-MA N 756, Kopie im Besitz des Verfassers)


    Am 11.08.1944 lag die 7./SS-Pol. 21 immer noch in Holleschau.

    (Quelle: Liste „Waffenbestände im Bereich des Befehlshabers der Ordnungspolizei Prag“ Stand 11.8.44 (940/Dok. 13 – 18)


    Anmerkung Daniel/Policeman: Wie geht das? Wenn die 7. Kp. laut Anton G. am 01.05.1944 zum SS-Pol.Rgt. 28 abgestellt worden sein soll. Neu aufgestellt oder doch ein Irrtum? Denn im Oktober 1944 fehlt die 6. Kompanie und nicht die 7. Wie ich aus Rolands Anmerkungen herauslese war er auch irritiert.


    29.08.1944

    SS-Pol.Rgt. 21, Ia Nr. 1671. Meldung über einen Bandenüberfall am 29.08.1944 bei Moravka, Bezirk Fridek Höhe 1012 Smrzina, unterzeichnet „i.V. Salbey, Major d.Sch.


    20.10.1944

    Laut Chef der Ordnungspolizei, Kdo. g. I Org./ Ia (3) Nr. 762/44 (g.) vom 20.Oktober 1944 betrifft „Übersicht über die Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz“, Stand 20.Oktober 1944, waren im Bereich des BdO Krakau, Generalleutnant der Polizei Hitzegrad, Chef des Stabes Obertleutnant Kautsch, beim Höheren SS und Polizeiführer Böhmen-Mähren, SS-Obergruppenführer und General der Polizei K. H. Frank, eingesetzt:

    ...

    II./ SS-Pol.Rgt 21, Hptm. Burger (ohne 6. Kp.) Holleschau

    (Quelle: BA Berlin R 10 – 451/ 68- 69 Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihren Einsatz, Stand 20.Oktober 1944)


    16.11.1944

    Bandenunternehmen „Auerhahn“ des SS-Pol.Rgt 21, Attenberger, sowie eines „SS-Btl. Kanth“, zusammengesetzt aus Ausbildungskompanien aus Prag (SS-AuE 2?) vom 16. – 22.11.1944.


    21.03.1945

    SS-Polizeiregiment 21 – Ia 51 00 -, Brünn, den 21.3.1945

    Betr.: Standortänderung der Einheiten und Jagdkommandos

    Bezug: SS-Pol.-Regt. 21 – Ia 51 00 – v. 1.3.45


    Stand 20.3.1945 Nur für den Dienstgebrauch


    Einheit Standort Fernsprecher
    ...

    7./SS-Pol.-Regt. 21

    Stab und Tischnowitz Hauptschule Tischnowitz 105

    Jagdkdo. Tischnowitz für Mädchen

    Jagdkdo. Krisans Krisans Schloss Krisans 3

    Jagdkdo. Adamsthal Adamsthal Skodawerke Adamsthal 5

    Jagdkdo. Doubrawnik Doubrawnik Schule Dorobrawnik 8


    00.04.1945

    Heftige Kämpfe im Abschnitt der 8.Armee um Lanzhot im April 1945. Hier war die Frühjahrsüberschwemmung durch das Öffnen des VRANOV-STAUSEES noch vergrößert worden, um dem mit der Verteidigung betrauten SS-Pol.Rgt 21 den Kampf zu erleichtern. (Quelle: Rauchensteiner, Österreich 1945, S. 207)


    16.04.1945

    In der Nacht vom 15. zum 16.April befahl die Heeresgruppe Mitte, die Festung Brünn zum „befestigten Gebiet“ herabzustufen. Die Befestigungen der Umgebung waren nur zur Hälfte fertig, es fehlten Drahtverhaue und Minen. Auf einer Front von 30 km standen nur 6500 Wehrmachtsangehörige und 4800 Volkssturmmänner zur Verfügung. Die Bewaffnung bestand aus 9700 Karabinern, 280 Maschinengewehren und 58 Geschütze. Hinzu kam, dass man mit 200 000 Tschechen im Innern der Festung nicht kämpfen konnte. Die HGr. Mitte befahl der Festungsbesatzung, die Stadt zu verlassen und im Süden der Stadt bei Zidlochovice eine Verteidigungsstellung zu beziehen.

    Am 15. und 16.April kam es zu großen Verwirrungen auf der deutschen Seite. Den Stäben der HGr. Süd und Mitte gelang es nicht, die Handlungen ihrer Truppen im Raum Brünn zu koordinieren. Das LXXII.AK der 8.Armee blieb an der Iglau/ Jihlava bei Pohorelice stehen, die Panzer der Panzergrenadier-Division Feldherrnhalle 2 erschien ohne Munition und Treibstoff.

    Noch schlimmer war die Koordination mit den Festungstruppen Brünn. Der Volkssturm sollte die beherrschenden Höhe Vyhon besetzen, erschien aber nicht. Das SS-Polizei-Regiment 21 wurde von Zidlochovice nach Vranovice befohlen, und dann wieder zurück nach Zidlochovice. Dadurch war der Abschnitt Vranovice – Uhercice sehr schwach besetzt.

    (Quelle: Dieter Heinze, Die vergessenen Helden – Das Ende des II. Weltkriegs auf dem Territorium der Tschechoslowakei August 1944 – Mai 1945, Engelsdorfer Verlag, 2006, S. 126, Kommandant der Festung Brünn war am 14.April der General der Polizei und SS Poel, s. a. S. 124)


    18.04.1945

    Am 18.April 1945 begann ein russischer Angriff, die Kampfgruppe aus der 8.Panzerdivision, der 46.Infanteriedivision und dem SS-Polizeiregiment 21 bezog eine neue Verteidigungslinie im Abschnitt Borkovany – Sitborice Blucina. Diese stützte sich nicht auf die Ortschaften, sondern auf Hügelstellungen.

    (Heinze, S. 128)


    19.04.1945

    Fernschreiben des HSSPF Böhmen-Mähren, SS-Obergruppenführer und General der Polizei Frank vom 19.April 1945 KR-Blitz an „Herrn Oberst Attenberger, Brünn, über BdO Prag. Nachrichtlich an Heeresgruppe Mitte.

    Hiermit übertrage ich Ihnen ab sofort bis auf Weiteres die gesamte zivile Vollzugsgewalt in der Stadt Brünn und im politischen Bezirk Brünn- Land. Alle zivilen Dienststellen, einschließlich des Oberlandrat-Inspekteurs und der Landesbehörde, haben Ihren Weisungen bedingungslos Folge zu leisten. Ihre Aufgabe besteht vornehmlich darin, mit allen Mittel die deutschen Frauen und Kinder aus der Stadt herauszuführen und die Räumung des Rüstungsgutes und der Nahrungsmittelvorräte zu veranlassen. Die Heeresgruppe Mitte hat Ordnungstruppen nach Brünn abgestellt. Das Einvernehmen mit dem Kommandeur ist sofort herzustellen. Fachkräfte des Rüstungsbeauftragten für RLZ- Maßnahmen sind nach Brünn zurückbeordert und werden sich bei Ihnen melden. …“


    23.04.1945

    Am 23.April 1945 um 10.00 begann der Angriff des 18.Gardeschützenkorps an der Front bei Brünn gegen die 8. und 16.Panzerdivision, die Panzergrenadier-Division FHH 1, drei Infanterie- und eine Volksgrenadier-Division und das SS-Polizei-Regiment 21. Bis 12.00 Uhr wurde die deutsche Vereidigung durchbrochen. (Heinze, S. 132, keine weitere Erwähnung des SS-Pol.Rgt 21)


    00.05.1945

    Teile des Regiments im Raum ST.VEIT, Vernichtung der Soldbücher, britische Kriegsgefangenschaft bei KLAGENFURT.

    (Quelle: DF 3/76, S. 16)


    Grüße

    Daniel

    Hallo,


    zum Bataillon habe ich Forum kein selbstständigen oder geeigneten Thread gefunden.


    Abordnungen:

    Als Führungskräfte zum Schuma-Batl. 207 nach Michow mit 15.03.1944:

    Bez.-Oberleutnant d.Gend. Willi MEISTERL, Gend.-Zug Michow

    Hauptwachtmeister d.Gend. Alfred KERN, Gend.-Posten Michow

    Meister d.Gend. Erwin BOLDT, Gend.-Posten Reichshof

    Meister d.Gend. Franz SCHLAUDERER, Gend.-Posten Sokolow

    Meister d.Gend. Ferdinand REINSFELDER, Gend.-Posten Mielec

    Meister d.Gend. Walter ANDERS, Gend.-Posten Limanowa

    Meister d.Gend. Joachim KUMM, Gend.-Posten Wieliczka

    Meister d.Gend. Franz HOJA,Gend.-Posten Kaz.-Wielka

    Meister d.Gend. Wilhelm HERLING,Gend.-Posten Wolbrom

    Meister d.Gend. August DÖRLE,Gend.-Posten Krosno

    Meister d.Gend. Willi KEMMERLING,Gend.-Posten Krosno

    Meister d.Gend. Paul GRÖNING,Gend.-Posten Dobromil

    Meister d.Gend. Albin GROßMANN,Gend.-Posten Zmigrod

    Hauptwachtmeister d.Gend. Andreas MÜLLER, Gend.-Posten Kaz.-Wielka

    Hauptwachtmeister d.Gend. Stefan MARTH, Gend.-Posten Tarnow

    Oberwachtmeister d.Gend. Adam KUFA, Gend.-Posten Jaslo

    Oberwachtmeister d.HiPo Johann STICKEL, Gend.-Posten Sanok

    (Quelle: KdGend Krakau, Tagesbefehl Nr. 4, 17.03.1944)


    Grüße

    Daniel

    Hallo,


    eine kleine Randnotiz.


    Laut eines Tagesbefehls des BdO Krakau vom 15.10.1944 waren derzeit vom Schutzmannschafts-Bataillon 206 insgesamt 36 ukrainische Schutzmänner flüchtig, 20 Mann von der 1. Kompanie und 16 Mann von der 2. Kompanie. Ihre Dienstausweise wurden daher für ungültig erklärt.


    Grüße

    Daniel

    Hallo Beate,


    ich habe mal einen Kollegen kontaktiert, der sich mit dem Res.-Pol.-Batl. 67 sehr gut auskennt und mittlerweile schon über 500 Namen von Bataillonsangehörigen recherchiert hat. Mal sehen ob er deinen Großvater nachweisen kann.


    In meinen Unterlagen zum II./Pol.-Regt. 6 (ehemals Pol.-Batl. 311) habe ich ihn bisher nicht gefunden.


    Grüße

    Daniel

    Hallo Marcus & Beate,


    mit der Erkennungsmarke habe ich trotzdem noch so meine Probleme.


    Laut des handschriftlichen Vermerks auf der Karteikarte steht 1) + 2) wohl für Vor- und Rückseite der Marke. „-82-“ ist also nur die Erkennungsmarkennummer. Was aber „Pol.Btl. 670“ bedeuten soll ist mir ein Rätsel. :/


    Grüße Daniel

    Hallo Charade & Marcus

    Nach den meinerseits fett markierten Angaben scheint der Mann beim II./Polizei-Regiment 6 (ehemals Pol.-Batl. 311, Heimatstandort: Jena) gedient zu haben und kam später zum SS-Polizei-Regiment 2.


    Die Erkennungsmarke interpretiere ich so: 1 und 2 Pol Btl. Nr. 670


    Er hat also in zwei Bataillonen gedient, im I./Polizei-Regiment 6 (ehemals Res.Pol.Batl. 82, Heimatstandort: Kattowitz) und wie oben angegeben im II./Polizei-Regiment 6 (ehemals Pol.-Batl. 311, Heimatstandort: Jena). Nowgorod und Taganrog passen übrigens ebenfalls zu den Einsatzorten des Regiments.


    Wenn du uns den Namen verrätst, gern auch per PN, schaue ich mal in meinen Unterlagen nach. Mit ein bisschen Glück ist er dabei.


    Grüße

    Daniel

    Hallo,


    ebenfalls aus einer "Sofort-Meldung" für einen Gefallenen des Regiments vom 12. Januar 1945 geht folgendes hervor.


    III./Polizei-Freiwilligen-Regiment 1 "Kroatien"

    Batl.-Kommandeur: SS-Sturmbannführer u. Major d.SchP. BALLEIER

    Führer der 10. Kompanie: Oberleutnant d.Pol. HORVAT

    Todesdatum u. -ort: am 12.01.1945, Aufklärungsgefecht gegen Drenski-Slatinik, Kroatien

    Beigesetzt: Djakovo, Kroatien


    Grüße

    Daniel

    Hallo Wolfgang,


    erstmal herzlich Willkommen hier im Forum.

    ....

    Mir ist leider nicht bekannt, wo er im Regiment eingesetzt war. Also weder, in welchem der drei Bataillone noch der jeweiligen 4 Kompanien.

    ....

    Laut der bereits von dir erwähnten Vermisstenbildliste des DRK, Band III PA, S.22, war er Angehöriger des I. Bataillons, auch Polizei-Ausbildungs-Bataillon I (Esseg) genannt.


    Band PA_S.22.jpg


    Grüße

    Daniel

    Hallo Hannes,


    ich könnte Dir diese beiden Fotos zum Thema "Bombardiertes Aachen" ohne Copyrightzeichen kostenlos zu Verfügung stellen.


    Was mir nur wichtig wäre bei Veröffentlichung sind eine exakte Quellennennung und die Beibehaltung der Nutzungsrechte (wird nur bei einem Verlag ein Thema).


    a.jpg b.jpg


    Bei Interesse alles weitere bitte per PN.


    Beste Grüße

    Daniel

    Hallo Rafal

    ...

    Hat Polizei-Bataillon 6 Ostrow in Ostrow Mazowiecka stationiert?

    ...

    Ja, damit ist die Stadt Ostrow-Mazowiecka im Distrikt Warschau gemeint.

    Denn das Pol.-Batl. 301 (Heimatstandort: Bochum-Buer) sollte laut Schnellbrief des RFSS vom 14.09.1940 am 24.09.1940 das Pol.-Batl. 6 im Standort Ostrow ablösen.


    Das Pol.-Batl. 6 (Heimatstandort: Berlin) war seit 27.07.1940 in Ostrow-Mazowiecka stationiert.

    (Quelle: siehe u. vgl. dazu Klemp, Nicht ermittelt, 2. Auflage, S.92 mit Curilla, Judenmord in Polen, S.672)


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Rafael,


    gesicherte Angaben habe ich dazu leider nicht.


    Nach derzeitigem Kenntnisstand bin ich aber der Meinung, dass es sich dabei um kein eigenständiges Bataillon handelte, sondern eher um eine aufgabenspezifische Zusatzbezeichnung für ein dort bereits eingesetztes Polizei-Bataillon (nummeriert), welches eigens für die Ausbildung der Volksdeutschen Hilfspolizisten zuständig war.


    Es gibt verschiedene Hinweise, dass es neben der Bezeichnung Ausbildungs-Bataillon auch noch Objektschutz-, Einsatz- oder z.b.V.-Bataillone gab. In den Distrikten Krakau, Radom und Lublin bin ich über ähnliche Zusatzbezeichnungen gestolpert.


    Siehe dazu hier (beachte die jeweiligen Aufgabenbezeichnungen in den Klammern):


    Polizei-Regiment Radom:

    Polizei-Bataillon 7 Tschenstochau (Bataillon z.b.V.)

    Polizei-Bataillon 51 Radom (Einsatz-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 111 Kielce (Objektschutz-Bataillon)

    Stab und MG-Kompanie Kielce

    2 Kompanien Erzgebiet

    1 Kompanie Petrikau-Tomaszow


    Polizei-Regiment Warschau:

    Polizei-Bataillon 6 Ostrow (Bataillon z.b.V.)

    Polizei-Bataillon 10 Warschau (Wach-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 72 Warschau (Einsatz-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 43 Warschau (Wach-Bataillon)


    Polizei-Regiment Krakau:

    Polizei-Bataillon 45 Krakau (Wach-Bataillon)

    Polizei-Bataillon 106 Jaslo (Objektschutz-Bataillon)

    Stab und 1 Kompanie Jaslo, Bestreifung bis einschließlich Jedlice, Krosno

    1 Kompanie Gorlice

    1 Kompanie Brzoszow

    1 Reiterzug Ivonicz

    1 Reiterzug Jedlice

    MG-Kompanie Tarnow

    Polizei-Bataillon 181 Rzeszow (Ausbildungs-Bataillon)

    (Quelle: BdO beim Generalgouverneur in Polen, Betr.: Organisation der Ordnungspolizei im Generalgouvernement, Krakau 03.07.1940)


    In den Personalakten verschiedener volksdeutscher Hilfspolizisten, später Gendarmen, fand ich ebenfalls ähnliche Angaben, siehe dazu u.a. hier:


    Wachtmeister d.Gend. Reinhold K., geboren am 05.05.1921 in Kamin, Kreis Cholm, Religion: evangelisch, ledig, keine Kinder, wohnhaft in Gurten, Kreis Posen, eingestellt am 25.11.1939 beim Pol.-Ausb.-Batl. 106 in Lublin (?), spätere Heimatdienststelle: Reg.-Präs. Posen, mind. vom 01.07.1942 – 31.01.1944 beim Gend.-Posten Miedzyrzec im Distrikt Lublin tätig, 1942 zeitweise zur Gend.-Schule Zakopane abgeordnet, im Februar 1943 unabsichtlich durch einen Kameraden des Postens am rechten Oberschenkel verwundet ...


    Viele Grüße

    Daniel

    Hallo Interessierte,


    die Angaben im Zeitungsartikel zum Tode Petersens habe ich nun eigenständig nochmals überprüft, da von Krystian, WujekBasior, keine Rückmeldung mehr zum Thema kam.

    Der Zeitungsartikel enthält tatsächlich viele inhaltliche grobe Fehler. So zum Bespiel ist das Datum falsch, denn der Überfall passierte am 14. und nicht am 15. Juni 1944. Weiterhin ist im Artikel anfangs von einem Auto die Rede, obwohl es sich in Wahrheit um eine mit vier Mann (2 Gendarmen und 2 poln. Polizisten) besetzte Droschke handelte. Petersen war auch nie Postenführer des Gendarmerie-Posten Irena etc.

    Das einzige was den Tatsachen entspricht ist, dass Petersen in der Realität der sogenannte "Henker von Irena" war.


    Grüße

    Daniel

    Hallo Corinna,


    hier das Gruppenfoto zum abgleichen.


    b.jpg

    4. (schwere) Komp., später nur sMG-Zug, Pol.-Batl. 105 in Bremen, ab August 1940 beim Pol.-Batl. 104 im Distrikt Lublin eingesetzt
    Kompaniechef: Hauptmann d.SchP. SANDER, siehe dazu auch namentliche Aufstellung weiter oben


    Beste Grüße

    Daniel