Posts by heinrich1912

    Hallo an alle,


    ich kann aus den Forschungen zu meinem Großvater, und auch aus Berichten erster Hand von ihm und zweiter Hand von meinem Vater bestätigen, dass das 44 neu aufgestellte SSPol.Rgt. 2 Anfang Januar 45 im Elsass war. Mein Opa gelangte dorthin über das SSPol.Rgt 13, das 44 noch in Nord-Jugoslawien/Kärnten eingesetzt war. Mein Großvater hat leider einige Orpo-Einheiten durchlaufen, zunächst Pol.Btl. 311 (Jena), mit dem er 40/41 zunächst bei/in Neu-Sandez beim BdO Krakau ist. Am 22.6.41 geht er mit seinem Btl. über den San bei Przemysl und folgt als Teil des AOK17 und der 444. Sicherungsdivision der Heeresgruppe Süd über Lemberg, Winniza, Uman nach Dnjepopetrowsk (Dez. 41). Möglicherweise Beteiligung eines oder mehrer Kompanien seines 311er Bataillons an Massenexekution von 5000 Juden in Kherson Ende September 1941. (Suche dazu noch Primärquellen, bisher nur italienische Quelle und eine nicht zugängliche amerikanische Quelle; Wolfgang Curila und Stefan Klempp verneinen Beteiligung des 311 an Aktion in Kherson, da 311 AOK 17 und nicht dem HSSPF unterstellt gewesen sei.) Wird Feb. 42 bei Losowaja (Ukraine) verwundet als die Rote Armee bei Isjum zum Gegenangriff übergeht. April 42 über Lazarett in Krakau-Syrohomli in die Reserve in Jena abgestellt und dort auf dem 1.Polizeirevier, hat er im Dezember 42 eine Affäre mit einer französischen Kriegsgefangenen beim Zeisswerk Jena.In der Familienerzählung hat er das aber nie gesagt. Da sagte er, er sei verurteilt worden, weil er einem Kameraden unerlaubt Urlaub gegeben habe. Beschönigende Schutzbehauptung. Unklar, ob Affäre oder Missbrauch oder schlicht Prostitution oder alles zusammen. (Habe seine Personalakte im Staatsarchiv Weimar gefunden und eingesehen). Wird kurzzeitig Feb 43 vom Polizeirevier Jena in das 5. Wachbtl. Weimar versetzt, während sein Verfahren vor dem SS- Polizeigericht noch läuft. (Suche Infos zu diesem nirgends verzeichneten Bataillon. Gehörte es zu Wachmannschaften in oder um das KZ Buchenwald?) Wird wegen der Affäre mit der Französin schließlich verurteilt und vorübergehend ins SS-Polizeigefängnis Danzig-Matzkau bei Danzig gebracht. Für 2 Monate. Danach Frontbewährung. Diese beginnt Juli 43 in Bialystok im besagten SS-PolRegt. 13. Vermutlich Teilnahme an schlimmen Verwüstungsaktionen in Weißrussland. (Suche hierzu noch nach genaueren Angaben. Für Hinweise sehr dankbar.) Dann „Rehabilitation“ im Dezember 43. Dazu werden leider konkrete Tötungen an der Front im November 43 als „Bewährungstaten“ aufgelistet. Im März 44 ist sein SSPol.Reg. 13 in Kärnten/ Slowenien im Einsatz. Nach der Neuaufstellung des SS-Pol.Rgt. 2 Mitte 44 stösst mein Opa im Sommer 44, nach einem Zwischenaufenthalt in der Polizeiwaffenschule Dresden-Hellerau, gegen Ende des Krieges zu diesem neu aufgestellten Regiment 2 und er wird Januar/Februar 45 in Herrlisheim im Elsass, vermutlich im Rahmen des letzten Offensivangriffs der Operation Nordwind, verwundet. Wie ich hier lerne, wohl als Teil einer Kampfgruppe Gieseke, die offenbar Teil einer/der Div.905 war, die evtl. als Teil der 16. Volksgrenadierdivision im Verband des LXIV. Armeekorps eingeordnet war. Verbindung zur 19. Armee und/ oder Heeresgruppe Oberrhein oder Heeresgruppe G (Blaskowitz) noch nicht ganz klar. Es gibt aber auch Hinweise auf eine Kampfgruppe Sarnow innerhalb dieser Großverbände der Heeresreste. Die angebliche Verlegung des Pol.Rgt 2 nach Februar 45 vom Oberrhein in die Lausitz, auf die ich auch immer wieder als Info stoße, passt nicht recht zu dem weiteren Gang meines Großvaters. Ich kann die Kritik an dieser Verlegungsbehauptung mit einer sicheren Nachricht aus meiner Familiengeschichte aus erster Hand stützen: Zunächst im Februar 45 im Lazarett in Bad Dürrheim, taucht mein Opa in den letzten Kriegswochen, vermutlich April 45, also noch während des Krieges, in Bayern, in Sandsbach bei Verwandten auf. Wäre er zu der Zeit in der Lausitz gewesen oder von dort her gekommen, etwa als Teil der Hgr. Weichsel, wäre das praktisch ausgeschlossen gewesen. Bin deshalb sehr an den allerletzten Kriegswochen interessiert, denn er erschien in Sandsbach in Zivil. Er hatte sich aus dem Lazarett in Bad Dürrheim nach eigenen Aussagen „selbst entlassen“, ist also defacto desertiert. Seine Uniform hatte er in Sandsbach/Bayern nicht mehr an. Das muss extrem riskant gewesen sein. Er musste dabei die Deutschen mehr fürchten als die Amerikaner. Er geht ja im Grunde mit der zurückweichenden deutschen (Rest-)Front vom Südschwarzwald, Richtung Niederbayern, bei Regensburg, das östlich Sandsbach liegt und das erst am 28.4. kampflos an die Amerikaner übergeben wird. Er verbringt die letzten Kriegstage dann „auf einem Heuboden in Sandsbach“. Wer weiß Genaueres über das ganz finale Ende des SS.Pol.Rgt. 2 „im April 45“ in Bayern? Ist er vielleicht doch erst kurz vor Sandsbach desertiert oder tatsächlich 350km von West nach Ost in der aufgelösten Kampfzone „zwischen den Fronten“ oder knapp hinter der deutschen Front nach Osten, Richtung Sandsbach desertiert? Gibt es noch Ortsangaben, Zeitangaben, letzte Befehlsstrukturen??


    Bin für alle Hinweise entlang der „Route“ meines Großvaters dankbar. Kein schönes Kapitel, aber lehrreich. Ich weiß, dass viele meiner Anmerkungen hier nicht direkt zum aktuellen Thread passen. Muss meinen Langtext wohl mal zerlegen und meine Fragen auch an anderen Stellen platzieren. Aber der Hauptfokus meiner Frage schließt sich am Ende meines Langtextes direkt an das Threadthema an. In diesem Sinne.


    Liebe Grüße


    Christoph, Berlin

    Hallo an alle Interessierten zum Polizeibataillon 311,


    ich hatte vor etwa eineinhalb Jahren Kontakt mit Frank Döbert. Er schien seinerzeit an einem Buch zum Thema zu arbeiten, aber mehr als der Hinweis auf den Artikel im Verlag für Polizeiwissenschaften habe ich von ihm ebenfalls nicht. Allerdings stehen darin gute Informationen.


    2017 habe ich im Thüringischen Staatsarchiv von Weimar die Personalakte meines Großvaters, eines Angehörigen der 2. Kompanie des 311er Bataillons, eingesehen. Es ist sehr vielversprechend dort nach Personalakten zu suchen. Sie war deshalb dort zu finden, weil er nach einem Oberschenkeldurchschuss bei Losowaja im Februar 1942 - das muss bei der ersten großen russischen Front-Gegenoffensive im Frontbogen bei Isjun gewesen sein, zwischenzeitlich in die Polizeidirektion Jena versetzt wurde, sozusagen in den "Innendienst" im Reichsgebiet. Die dort angelegte Personalakte war mir zugänglich also indirekt, nicht als Bataillonsakte, sondern als Revierakte. Natürlich trifft das nicht auf jeden anderen Angehörigen eines Polizeibataillons zu. Andererseits haben viele Angehörige nicht durchgängig der Front-Einheit angehört, sodass sich Akten ggf. auch anderwärts finden lassen. Interessant sind auch die Querverbindungen, die offenbar vom Heimatstandort Jena des Bataillons nach Weimar bestanden haben müssen. Es haben dort Ausleihen etwa zum 5. Polizei-Wachbataillon/Weimar stattgefunden. Leider lässt sich in den Unterlagen zum KZ Buchenwald nicht herausfinden, welche Art Wachmannschaften genau im und um das KZ im Einsatz waren. Es finden sich allgemeine Aussagen zu den Totenkopfverbänden der SS, aber das genannte Wachbataillon findet sich nirgends in einschlägigen Auflistungen.


    Kurz zur Stationierungssituation der 2. Kompanie 311 in Polen, wie sie sich aus meinen Unterlagen ergibt:

    - Die 2. Kompanie muss wohl in Neu-Sandez (Nowy Sacz) stationiert gewesen sein, jedenfalls von Beginn 1941 bis zur Verlegung in den Raum Reichshof/Przemysl unmittelbar vor dem Überfall auf die Sowjetunion im Mai bzw. Juni 1941. Von Neu Sandez liegt mir eine Krankenmeldung meines Großvaters vor (Sprunggelenksverletzung).Das deckt sich mit anderen Angaben zu anderen Kompanien des 311, die z.T. im Umkreis von Krakau eingesetzt waren, obgleich die 1. Kompanie wohl in der ulica Piekarska in Warschau untergebracht gewesen sein soll. Gleichzeitig muss eine Verwaltungstube der 2. Kompanie aber in Krakau selbst gesessen haben, denn mir liegt ein Führungszeugnis mit dem Briefkopf Krakau vor.


    Wozu ich zuletzt verstärkt recherchiert habe, ist die mögliche Beteiligung des 311 an dem Massaker an 5.000 Juden in Cherson, vermutlich im September 1941. Hat hier jemand zu dieser Frage Primärquellen? Ich finde hier bei Curilla und in italienisch-sprachigen Quellen Behauptungen, die verschlungen auf eine Quelle bei dem amerikanischen Historiker Breitman verweisen, der wiederum ein Itinerar Himmlers zitiert, das sich aber ominöserweise nirgends auffinden lässt. Weiß da jemand Genaueres?


    Liebe Grüße

    Christoph

    Lieber Roland, lieber Daniel,


    sehr herzlichen Dank für diese fast unglaublich konkreten Informationen. Damit schließt sich die Lücke doch ziemlich stark. Demnach könnte mein Großvater zwar mit dem Pol Btl. 311 in den Osten, Richtung Dnjepropetrowsk gelangt sein. Wenn ich deren Einsatzgeschichte richtig erlese, dann hat dieses Bataillon auch an Ghettoräumungen und Massenerschießungen teilgenommen (Cherson). Aber mein Großvater wäre demnach nicht zur Zeit der Unterstellung unter die Kampfgruppe von Gottberg im SS-Polizeiregiment 2 gewesen.


    Die Frühzeit im Pol.Btl. 208 verstehe ich noch nicht richtig. Mir ist auch nicht klar, warum eine Erkennungsmarke "verliehen" wurde. War das ein Akt?

    Liebe Forumsmitglieder,


    ich habe im Dezember 2013 eine WAST-Anfrage zu meinen beiden Großvätern gestellt. Jetzt im Mai 2015 liegen die WAST-Daten für meinen Großvater väterlicherseits vor. Es gibt keinen Wehrmachtspass. Aber es gibt einige Einträge zu seiner Truppenzugehörigkeit, etwa mittelbar über Einträge der Polizeiverwaltungen, über seine Erkennungsmarke und über Lazaretteinträge. Einige der anfänglichen Vermutungen, wo mein Großvater im Krieg war, die wir aufgrund von Erzählbruchstücken in der Familie hatten, haben sich damit als nicht stichhaltig erwiesen, andere schon. Vor allem das Stichwort: "Partisanenkampf".


    Das sind die Kerndaten, sie beinhalten u.a. seine Zugehörigkeit zum Polizei-Bataillon 208 in Mährisch-Ostrau.
    WAST-Daten: ((eigene Einfügungen in Doppelklammern))


    Heimatdienststelle: Polizeiverwaltung Jena/Thüringen
    Erkennungsmarke: -311- 208.Pol.Btl.
    Truppenteile lt. Erkennungsmarke - ohne Zeitangabe- Polizei Bataillon 208 - eingesetzt in Mährisch Ostrau/Protektorat


    ((Dann geht es weiter in eine andere Einheit, ein Bataillon 211, von dem ich hier noch gar nichts gelesen habe:))
    lt. Meldung vom 11.04.1941 und vom 18.02.1942: II. Polizei-Bataillon 211, 2. Kompanie


    ((Dann liegen bis Dezember 1944 keine Truppenmeldungen vor.Aber:))
    lt. Meldung vom 17.01.1945 und Febr. 1945: SS-Polizei-Regiment 2


    Dazu liegen Lazarettdaten vor, die ich hier in eigener Prosa mit den Kerndaten der WAST wiedergebe:
    Danach hat mein Opa zunächst im April 1941 eine marginale Verletzung im Feldlazarett Neu-Sandez (Südpolen) auskuriert, wurde am 18.02.1942 schwerer in Dnjepropetrowsk verwundet wurde (Kriegslazarett 4/561). Er gelangte zunächst in das Teillazarett Krakau III, Syrohomli und schließlich mit dem Lazarettzug 2117 in das Reservelazarett Le(m)berg (Beides März 1942). Von dort wurde er am 08.04.1942 als "kriegsverwendungsfähig" in Richtung "Polizei-Ersatz-Bataillon Jena" entlassen.
    Hier beginnt die schon genannte "Überlieferungslücke" bei der WAST. Im Januar 1945 ist er dann nachweislich Mitglied des SS-Polizeiregiments 2. Das wird auch dadurch erhärtet, dass er im Januar eine Verwundung in Herlisheim/Elsass erleidet - also an der Westfront. Die Polizeiregimenter wurden Ende 1944 aus Weißrussland an die Westfront beordert, nachdem dort die Heeresgruppe Mitte zusammengebrochen war. Auch war der Leiter der Kampfgruppe Gottberg, der das SS-Polizeiregiment 2 nachweislich eingegliedert war, schon für Partisanenbekämpfung in Frankreich vorgesehen. Dazu kam es aber wegen des raschen Vorstoßes der Alliierten in Frankreich nicht mehr.
    -Ende WAST-Daten-


    Die Überlieferungslücke von Mitte 1942 bis Ende 1944 ließe sich relativ zwanglos dann erklären, wenn ich davon ausginge, dass mein Großvater im Zeitraum Mai-Oktober 1942 im Zuge der Umorganisation der Polizei-Bataillone in Polizei-Regimenter schon damals in das spätere SS-Polizeiregiment 2 eingegliedert worden ist. Es wurde nach Webrecherchen zu dieser Zeit eingerichtet. Das würde sich mit seinen kolportierten Kriegserinnerungen decken, wonach er oft im Kampf gegen Partisanen eingesetzt gewesen sei. Als Teil der Kampfgruppe Gottberg hat das SS-Polizeiregiment 2 nachweislich an brutalen Vernichtungsaktionen in Weißrussland teilgenommen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kampfgruppe_von_Gottberg


    Für diesen Thread interessieren mich jetzt diese Fragen:
    1) Wer weiß mehr über das Polizeibataillon 208? Wann wurde es eingerichtet? Woher kamen seine Mitglieder? Ab wann war es in Mähren stationiert? Was war seine Aufgabe dort?


    2) Gehörte das Polizei-Bataillon 208 zu jenen Besatzungs-Bataillonen in der Tschechoslowakei, die schon vor dem Start des Zweiten Weltkriegs, also im Frühjahr und Sommer 1939, an der Besetzung der sogenannten "Rest-Tschechei" teilgenommen haben? Waren diese Bataillone dann nicht am Polenfeldzug beteiligt, sondern standen erst einemal als Besatzungsmacht im Protektorat? Bedeutet dann die Überführung in das Polizeibataillon 211 ca. 8 Wochen vor dem Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941, eine (Re)-Aktivierung dieser Bataillone in den aktiven Kriegseinsatz an der Ostfront? Ist die Überführung meines Großvaters von Btl. 208 nach Btl. 211 ein Vorläufer oder Teil der Neufassung in Polizei-Regimenter, die im Sommer 1942 stattgefunden haben soll? Gibt es dazu nähere Informationen anderswo?


    3) Gibt es mehr Informationen über die konkrete Gründung und Zusammenstellung des SS-Polizeiregiments 2 ab Sommer 1942 und über seine personelle und Einsatzentwicklung in den Jahren 1943, 1944? Es könnte sein, dass mein Großvater erst zu einem späteren Zeitpunkt in das SS-Polizeiregiment 2 eingegliedert wurde. Welche wesentlichen Vorgänger-Gruppierungen kommen dann in Frage? Konkret: Lässt sich vom "Polizei-Ersatz-Bataillon Jena" (08.04.1942) ein Weg zum SS-Polizeiregiment 2 nachvollziehen?


    Über Informationen und Hinweise, die mir hier weiterhelfen können, würde ich mich sehr freuen.


    Herzliche Grüße
    Christoph

    Lieber Daniel,


    vielen Dank fuer diese sehr ausfuehrlichen Informationen. Das ist beeindruckend und erschreckend zugleich. Das Buch von Schaefer habe ich schon bestellt, ich will es ganz lesen.
    Zu deiner Frage vom Anfang: Ja, die Zugehoerigkeit ist zunaechst nur eine Vermutung. Ich weiss, dass es ohne klaren Hinweis aus dem militaerischen Werdegang Spekulation ist. Was mich hat aufmerken lassen, war der Umstand, dass er zum Jahrgang 1912 gehoert, einem relevanten Jahrgang fuer die Einziehung und eben bei der Polizei in Frankfurt gearbeitet hat. Ich kontaktiere nun das Hessische Staatsarchiv, dort sollen die Polizei-Personalakten fuer Frankfurt fuer die Zeit bis 1945 liegen. Dann waere ich einen Schritt weiter. Was mich aus dem Text oben noch etwas irritiert, ist die im Kontext des Bataillon 306 erfolgte Erwaehnung von "Fronturlaubern" und Gerichtsverfahren in der Truppe dazu, in Verbindung mit Verschiebeaktionen. Es deckt sich so eindeutig nicht mit dem Inhalt dessen, was meinem Grossvater widerfahren sein soll (Unbefugte Urlaubsgewaehrung und daraufhin Verweis in eine Strafeinheit) aber, es ist eine vage Andeutung mehr. Nichtsdestotrotz ist es keine klare Lage, dazu sind meine Erinnerungen an die Gespraeche auch zu unpraezise und ich war relativ jung 8, 9 Jahre und habe nicht wirklich nachgefragt damals.


    Vielen Dank auf jedenfall schonmal, das hat mir schon weitergeholfen!
    Christoph

    Ich finde hier im Bereich "Polizeibataillone" keine Informationen zum Polizeibataillon 306. Ich bin neu hier. Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich hier die entsprechenden Informationen finden kann?
    Über jeden Hinweis würde ich mich freuen.


    Kurz zu meinem Hintergrund:
    Ich (Jg 1968) suche nach dem Was, Wo und Wie des Werdegangs meines Großvaters väterlicherseits. Ich habe extrem wenige Informationen, nur Bruchstücke aus wenigen Gesprächen in Kindertagen. Keine Feldpostnummer oder dergleichen. Anfrage an WAST habe ich gestellt, wird aber noch Wochen dauern. Bekannt ist: Mein Großvater (Heinrich Link), Jahrgang 1912, geboren in Frankfurt am Main hat vor dem Krieg als Polizist in Frankfurt am Main gearbeitet.
    Die Polizei wurde nach meinen ersten Recherchefunden großenteils in Polizeibataillone überführt. In Frankfurt wurde das Polizeibataillon 306 (in der Gutleutkaserne) aufgestellt. Es sollen aber "nur" wenige hundert Mann gewesen und auch etliche Nicht-Frankfurter dabei gewesen sein. Ein Indiz dafür, dass mein Großvater doch über diesen Weg eingezogen sein könnte, ist sein Geburtsjahrgang, da die Jahrgänge 1909-1912 besonders für das Bataillon berücksichtigt worden sein sollen.


    Das Polizeibatallion 306 soll später umgruppiert und unter II.Polizeiregiment 15 geführt worden sein. GIbt es hier einen Thread zu dem Thema?


    Aus den wenigen Gesprächen über den Krieg weiß ich immer nur von "Partisanenbekämpfungen im Osten". Es gibt keine Erzählung über eine Teilnahme an einer der großen Frontschlachten. "Polizei" und "Partisanen", das gibt Hinweise darauf, dass er in den "rückwärtigen Gebieten" eingesetzt war.


    Ich bin über jede Information zum "Polizeibataillon 306" oder zum II.Polizeiregiment 15 und zur Struktur und Mitgliedschaft der "Ordnungspolizei Frankfurt am Main im 3. Reich" dankbar.


    MfG
    Christoph