Posts by MSR24

    Hallo Zusammen!
    Ich habe Euch mal aus dem Protokoll Göring Nürnberg 1946 was abgeschrieben.Nürnberg,14. März 1946


    DR. STAHMER: Sie sprachen gestern von der
    Röhm-Revolte. Wer war Röhm und worin bestand die
    Revolte?


    GÖRING: Röhm war seit 1931 Stabschef der SA, das heißt, er war dem Führer, der selbst der oberste SA
    Führer war, für die SA verantwortlich und führte sie in seinem Namen.
    Die Hauptgegensätzlichkeit zwischen Röhm und uns bestand darin. Röhm wollte, wie schon sein Vor-
    gänger Pfeffer, einen stärkeren revolutionären Weg gehen, während der Führer, wie ich vorhin sagte, le-
    gale Entwicklung, deren Endsieg abzusehen war, befohlen hatte.
    Nach der Machtübernahme wollte Röhm unter allen Umständen das Reichswehrministerium in die
    Hand bekommen. Das lehnte der Führer rundweg ab, da er die Wehrmacht in keiner Form irgendwie poli-
    tisch führen oder auf sie einwirken lassen wollte.
    Der Gegensatz zwischen Wehrmacht und Röhmkreis, ich spreche nicht von einem Gegensatz zwischen
    Wehrmacht und der SA, bewusst betone ich das, der war nicht vorhanden, sondern ausschließlich von
    dieser Führergemeinschaft, die damals sich SA-Führung nannte und es tatsächlich war. Er wollte die Be-
    seitigung der Hauptanzahl der Generale und höheren Offiziere, die in der Reichswehr die ganze Zeit
    gewesen waren, da er auf dem Standpunkt stand, dass diese Offiziere keine Gewähr für den neuen Staat bilden
    würden, da ihnen, wie er sich ausdrückte, das Rückgrat im Laufe der Jahre gebrochen worden sei und sie
    nicht mehr fähig waren, aktive Elemente des neuen nationalsozialistischen Staates zu sein.
    Der Führer und auch ich standen hier auf vollständig entgegengesetztem Standpunkt.
    Zum zweiten richtete sich das Streben, ich möchte sagen der für Röhm eingestellten Männer, auch in anderer Richtung auf einen revolutionären Akt.
    Sie waren gegen das, was sie als Reaktion bezeichneten.
    Sie wollten sich einen bewusst mehr links gestellten Eindruck geben. Sie waren auch verschärft gegen die
    Kirche und auch sehr scharf gegen das Judentum.
    Sie wollten alles in allem – aber nur diese Clique, die aus ganz bestimmten Persönlichkeiten bestand – einen
    revolutionären Akt vornehmen. Dass Röhm diese seine Gesinnungsmänner überall in der SA in die obersten
    Stellungen einschleuste und die anständigen Elemente entfernte und die anständige und brave SA ohne ihr
    Wissen irreleitete, ist bekannt.
    Wenn Übergriffe in jener Zeit vorkamen, so lagen sie auch immer wieder bei denselben Persönlichkeiten,
    in erster Linie bei dem Berliner SA-Führer Ernst, dem Breslauer Heines, dem Münchner Stettiner und
    so weiter. Einige Wochen vor dem Röhm-Putsch vertraute mir ein unterer SA-Führer an, dass er gehört habe,
    dass eine Aktion gegen den Führer und die zum Führer stehenden Männer der Bewegung geplant sei,
    damit das Dritte Reich schnellstens durch das endgültige Vierte Reich, wie der Ausdruck bei diesen Leuten
    war, abgelöst werden sollte.
    Ich selbst wurde gedrängt und gebeten, vor meinem Hause nicht nur Posten des Polizeiregiments stehen
    zu lassen, sondern abwechselnd auch eine Ehrenwache der SA zu nehmen. Ich war darauf eingegangen
    und hörte auch dann durch den Führer dieser Truppe nach einer gewissen Zeit, wozu diese Ehrenwache
    bestimmt sei: um im gegebenen Moment meine Festsetzung vorzunehmen.
    Ich kannte Röhm gut. Ich ließ ihn kommen. Ich hielt ihm offen die Dinge vor, die ich gehört hatte. Ich
    erinnerte ihn an die gemeinsame Kampfzeit und forderte ihn auf, dem Führer unbedingte Treue zu halten.
    Ich brachte ungefähr dieselben Argumente vor, die ich erwähnte; aber er versicherte mir, dass er
    selbstverständlich nicht daran dächte, irgend etwas gegen den Führer zu unternehmen.
    Kurz darauf erhielt ich weitere Nachrichten, dass er mit jenen Kreisen enge Verbindung habe,
    die ebenfalls in scharfer Ablehnung uns gegenüber standen. Es war einmal der Kreis um den
    früheren Reichskanzler Schleicher. Es war der Kreis um den aus der Partei ausgeschlossenen früheren
    Reichstagsabgeordneten und Organisationsleiter der Partei, Gregor Strasser. Das waren Kreise, die den
    früheren Gewerkschaften angehört hatten, und sie erstreckten sich ziemlich weit links. Ich fühlte mich
    verpflichtet, nun mit dem Führer darüber zu sprechen. Zu meinem Erstaunen erklärte mir der Führer,
    dass auch er bereits die Dinge wisse und sie sehr bedrohlich ansehe.Er wollte aber die Entwicklung abwarten und
    sorgfältig beobachten.
    Der nächste Akt ereignete sich ungefähr genau so, wie der Zeuge Körner das hier geschildert hat; ich
    kann ihn übergehen. Ich erhielt den Auftrag, in Norddeutschland sofort gegen die betreffenden Männer des
    Röhmkreises vorzugehen. Für einen Teil wurde bestimmt, dasser festgenommen werden sollte. Für Ernst,
    den SA-Führer von Pommern, mit zwei, drei anderen, verfügte der Führer im Laufe des Tages die Exekution.
    Er selbst begab sich nach Bayern, wo die letzte Tagung einer Reihe der Röhm-Führer stattfand, und
    verhaftete persönlich Röhm und diese Leute in Wiessee.
    Zu diesem Zeitpunkt war tatsächlich schon die Sache bedrohlich, weil einige SA-Formationen unter
    Vorspiegelung falscher Parolen bewaffnet und aufgeboten waren. An einer einzigen Stelle kam es zu
    einem ganz kurzen Kampf, wo zwei SA-Führer erschossen wurden. Ich übertrug die Verhaftung der Polizei,
    die damals auch schon in Preußen unter Himmler und Heydrich stand. Lediglich das Hauptquartier
    Röhms, der selbst nicht da war, ließ ich durch ein mir unterstelltes, uniformiertes Polizeiregiment ausheben.
    Als das Hauptquartier des SA-Führers Ernst in Berlin ausgehoben wurde, fand man in den Kellern
    dieses Hauptquartiers mehr Maschinenpistolen, als die gesamte preußische Schutzpolizei besaß.
    Nachdem vom Führer verfügt war auf Grund der Ergebnisse, die man in Wiessee vorgefunden hatte,
    wer aus Staatsnotstand erschossen werden sollte, wurde der Befehl zur Exekution für Ernst,
    Heydebreck und einige der nächsten Mitarbeiter Röhms gegeben. Es bestand kein Befehl, die anderen zu
    verhaftenden Leute zu erschießen. Es ist bei der Verhaftung des ehemaligen Reichskanzlers Schleicher dazu
    gekommen, dass sowohl er wie seine Frau getötet wurden. Eine darüber angestellte Untersuchung ergab,
    dass bei der Verhaftung Schleicher, nach Aussagen der beiden Leute, nach einer Pistole griff, um sich selbst
    vielleicht zu erschießen. Darauf hoben die beiden Leute ihre Pistolen, und Frau von Schleicher warf sich
    dem einen an den Hals, um ihn zu fassen, und er behauptet, dass dabei seine Pistole losgegangen sei.
    Wir bedauerten diesen Vorfall außerordentlich.
    Im Laufe des Abends hörte ich, dass auch andere Leute erschossen worden seien. Auch solche, die mit
    diesem Röhm-Putsch überhaupt nichts zu tun hatten.
    Der Führer kam am selben Abend nach Berlin. Nachdem ich das am Spätabend oder in der Nacht noch ge
    hört hatte, ging ich den nächsten Mittag zum Führer und bat ihn, sofort einen Befehl zu erlassen, daß jede
    Exekution unter allen Umständen von ihm, dem Führer, verboten sei, obwohl noch zwei Leute, die sehr
    beteiligt waren und die der Führer für die Exekution bestimmt hatte, noch am Leben waren. Diese beiden
    blieben daraufhin auch am Leben. Ich bat ihn trotzdem, das zu tun, weil ich die Sorge hatte, daß die
    Sache ihm aus der Hand gleiten könnte, wie es schon zum Teil geschehen war. Ich stellte ihm vor, dass
    keinesfalls weiteres Blutvergießen daraus werden sollte.
    Der Führer hat dann diese Anordnung in meiner Gegenwart getroffen; sie wurde allen Stellen sofort
    übermittelt.
    Die Aktion wurde dann im Reichstag bekanntgegeben und durch den Reichstag und den Reichspräsidenten als Staatsnotwehr oder Staatsnotstand gutgeheißen.
    Wenngleich es bedauert wurde, daß, wie bei allen solchen Ereignissen, eine Reihe von Mißgriffen vorkamen.
    Die Zahl der Opfer ist vielfach übertrieben worden. Soweit ich mich heute noch genau erinnere, sind es 72
    oder 76 Menschen gewesen, von denen der größere Teil in Süddeutschland exekutiert worden ist.


    DR. STAHMER:
    Hatten Sie Kenntnis von der Entwicklung, die im Laufe der Zeit die Stellung der Partei und des Staates zur Kirche genommen hat?


    GÖRING: Selbstverständlich. Ich möchte abschließend zu der Röhm-Revolte noch betonen, daß die Personen, die auf Befehl des Führers, aber durch mich veranlaßt oder der Befehl durch mich weitergegeben, erschossen wurden, Ernst und Heydebreck und einige andere, daß ich dies selbstverständlich voll und ganzverantworte und positiv zu diesem Vorgehen gegen diese Leute eingestellt gewesen bin und auch heute noch auf dem Standpunkt stehe, daß ich absolut hier richtig und pflichtbewußt gehandelt habe. Dieses hat mir auch der Reichspräsident bestätigt. Es hätte aber
    dieser Bestätigung nicht bedurft, um mich davon zu überzeugen, daß ich hier eine Gefahr für den Staat abgewehrt habe.
    Die Stellung zur Kirche: Die Stellung des Führers selbst war eine großzügige, zu Anfang vollkommen.
    Ich möchte nicht sagen positiv in dem Sinn, daß Hitler selbst ein positiver oder überzeugter Anhänger irgendeiner Konfession gewesen wäre. Aber großzügig und positiv in dem Sinn, daß er die Notwendigkeiten der Kirche anerkannte. Obwohl selbst Katholik, wünschte er eine stärkere Stellung der protestantischen Kirche in Deutschland, da Deutschland ja zu zwei Dritteln protestantisch war.
    Die protestantische Kirche zerfiel aber bei uns in Landeskirchen mit verschiedenen kleinen Unterschieden, die die Dogmatiker sehr tragisch nehmen, und weshalb sie ja früher einmal 30 Jahre lang Krieg geführt haben, die aber für uns nicht so entscheidend schienen. usw


    Wer mehr wissen will,Nürnberger Prozess Band 9.


    Gruss Dietmar

    Hallo zusammen!


    Das Buch"Erinnerungen der Pz Aufklärungsabteilung 12" ist ganz oben genanntes. Herbert Karb zeichnet für die Herausgabe und hat auch verschiedene Beiträge geschrieben.


    z.B. Aus der Geschichte der Garnisonstadt Altdamm 23 Seiten,der Polenfeldzug 11Seiten,Aufstellung und Gliederung 9 Seiten usw.


    Es sind aber auch Beiträge von Nippold,Jasper ,Kahler uva dabei.


    Viele Grüße aus Thüringen!


    Dietmar

    Hallo Scheinflugplatz!
    Fakt ist, daß die 12.Panzerdivision Anfang Juli aus der Luft versorgt wurde.
    Sie gehörte aber zu dieser Zeit zur 2.Armee, LV PK und hatte den Auftrag den Kessel um Bubruisk zu öffenen. Innerhalb des Kessels kam sie zu Gruppe von Vormann(alte 9.Armee). Beim Rückzug kam es dann zu diesen Schwierigkeiten.
    Ich habe irgendwo ein Telegramm gelesen, im orginal Telegramm-Stil "Division verschossen kein Treibstoff". Ich finde es nicht mehr. Aber ich glaube es war im KTB 2.Armee. Im Lubbs"IR 5" wird der Vorgang auf Seite 705 geschildert.
    Ich würde es Dir abtippen, habe aber Angst wegen der Urheberrechte.
    Auf einer russischen Seite habe ich dies gefunden (siehe Anhang)
    In der Chronik PzAAbt wird der Vorgang nicht erwähnt, denn sie war ja noch auf dem Transport.


    Tschüß


    Dietmar

    Hallo Scheinflugplatz!



    Ich habe das Buch heute bekommen.
    Es hat ca.400Seiten. Die Seiten sind nicht durchnummeriert. Es sind Erlebnisberichte der Kameradschaft Panzer-Aufklärungs-Abteilung 12.


    Jetzt zu Deiner Frage.
    Die PzAA 12 wurde Ende März 44 aus der Front heraus gezogen und nach Wildflecken verlegt.Dort wurde sie auf SPW umgestellt.


    Anfang Juli 44 wurde sie wieder verladen und wieder zur Ostfront( 12.PD)verlegt.Sie wurde in Wolkowysk entladen.Der Erlebnisbericht ist nicht sehr Aufschlussreich,nur 2 Seiten.


    IM KTB 9.Armee habe ich mehr gefunden.Zum andern gibt es noch das Buch; Von Minsk bis Lyck;. Ich hatte es mir mal in der Bücherei ausgeliehen.


    11.07.44 Wasiliszki


    13.07.44 Bialawieze und Piaski


    14.07.44 Ros,Pinski,Wolpa,Kaplien Mala,Putryszki,


    15.07.44 Ogryzki


    16.07.44 Karolin


    17.07.44 Mogilani


    18.07.44 Ogrodniki


    21.07.44 Zuki


    22.07.44 Zarabicze


    23.07.44 Buksztel


    Alles im blutigen Dreieck.Ich hoffe, ich habe die Namen alle richtig geschrieben.


    Leider haben die Pz-Jg. und die PzAA der 12.PD bei Bobruisk gefehlt,sonst hätte sie mehr Kameraden aus dem Kessel holen können.




    Dietmar

    Hallo Udo!
    Vielen Dank für die Hinweise.
    Das Buch Zwei Spätsommer vor Leningrad habe ich glaube schon gelesen.
    Das müßte von dem IR 25 handeln?
    "Tragödie an der Newa" werde ich mir in der Stadtbibliothek ausleihen.
    Speziell vom PR29 habe ich drei Bücher.
    "Kurt Knispel" der war Panzerschütze im PR29.
    "Im Panzer IV ander Ostfront" dieses Buch hat Alfred Rubbel geschrieben.
    "Meine Flucht nach dem Krieg" das ist von Clemens Libsig.Der war als Feldwebel der Funkausbilder bei meinem Vater.Er schildert das Ende im Kurlandkessel und seine Flucht nach Deutschland.
    Tschüß!
    Dietmar

    Über Literaturtips würde ich mich freuen.
    Schwerpunkt wäre die12.PD,speziell PR29.


    Gruß! Dietmar

    Hallo zusammen!
    Ich möchte heute einmal ein Buch nicht weiter empfehlen.Das Buch ist eine Reprint-Ausgabe von 1942.
    Titel"Die Schlacht am Wolchow".Gekauft habe ich es bei einem Internet Buchversand.(leider)
    Es kostet 19.95€ hat 200 Seiten im DIN A5.Keine konkreten Angaben.Nur allgemeines bla-bla.Es könnte an jeder Front im2.Weltkrieg spielen.



    Gruß Dietmar

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    • Wolchow.jpg

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    Hallo Scheinflugplatz!
    Für diese Zeit habe ich leider noch keine KTB.
    Die 12.Panzerdivision war aber zu dieser Zeit bei dewr Heeresgruppe Mitte,ohne Pz.Aufkl.Abt.12, Pz.Jg.Abt.2 undH.Flak Abt.303,diese sind in der Heimat oder in Lettland zur Umrüstung.(Niepold 12.PD).
    Ich werde aber weiter nachforschen.


    Grüß aus Suhl!


    Dietmar

    Hallo !
    Ich möchte nur sagen das die 12.Panzerdivision immer 2 er Nummern hatte. Das hängt damit zusammen daß die 12.PD aus der 2. Inf Div hervor gegangen ist.
    1941:Artillerieregiment 2: Oberst Schlüter
    Panzeraufkl.Battl 2: Major Wolf
    Panzerjägerabteilung 2: Major Becker
    Panzernachrichtenabteilung 2: Major Hahn
    Divisionsnachschubführer 2: Hptm Schulze
    Führer Feldgendamarie 2: Hptm Weber
    Feldersatzbattaillon 2: Hptm. von Wissmann usw.
    Jetzt die Ausnahmen :
    Kradschützen 22: Oberstlt. Bayer
    Panzerpionierbattaillon 32: Major Hammer
    Panzerregiment 29:Oberst Stenglein
    Schützenbrigade12 : Oberst Trierenberg, weil hier die Nummern schon vergeben waren.
    Die Nummern sind im Prinzip über den gesamten Krieg geblieben.Irgendwann wurden die Panzerjäger und die Panzeraufklärer zusammen gelegt.Da müsste ich noch mal nachsehen.



    Viele Güße aus Thüringen
    Dietmar

    Gen.Harpe 12.PD an 1.PD nach Verletzung,Herbst 41:
    Von Herzen Dank für Euren Gruß!
    Zur Zeit ich leider liegen muß.
    Ein Splitter traf den Kopf, den kahlen,
    der war Gottlob doch aus Westfalen.
    Wenn1.und 12.demnächst zusammen gehn,
    bin wieder ich dabei-Auf Wiedersehen!


    Gruss aus Suhl, MSR 24