Posts by B_aus_MV

    terminus


    Es gab unterschiedliche Systeme, siehe dazu hier:


    http://de.wikipedia.org/wiki/BMD_(Panzer)


    Zitat: "... In den ersten Jahren wurden für den Fallschirmabwurf der BMD-1 zusammen mit einem Mehr-Kuppel-Fallschirmsystem (z.B. PRSM-915) auf die Plattform P-7 verlastet. Bei späteren reaktiven Fallschirmsystemen (PBS-915) war keine spezielle Plattform nötig. ..."


    In dem Video bei 4:03 ist eine Landung ohne reaktives System zu sehen, wobei ich nicht weiß, ob es sich dabei eventuell um ein Versagen der Bremsraketen handelt (muss aber nicht, da es sich offensichtlich um ein ganz anderes Fahrzeug handelt).



    Interessant aus obiger Quelle ist auch das:


    "...Am 23. Januar 1976 erfolgte erstmalig in der Welt der Abwurf eines Luflandepanzers (BMD-1) mit zwei Besatzungsmitgliedern (Oberstleutnant L.I.Scherbakow und Major A.W. Margelow) im Inneren des Fahrzeuges. ..."


    Das reaktive Fallschirmsystem dürfte auch jedem bekannt sein, der schon mal die Rückkehr einer Sojus- (Weltraum-) Kapsel gesehen hat.

    Wenn ich mich recht erinnere nennt man das "ansetzen", dafür gibts auch einen "Ansetzer", ist einfach gesagt ein "Knüppel" aus Holz.


    Da die Führungsringe der Granate überkalibrig sind und das Material relativ weich (z.B. aus Kupfer), schneiden die Züge diese schon leicht an und die Granate sitzt fest.


    Probleme gibt es dabei nicht, da die Kräfte beim Ansetzen im Vergleich zu den Kräften beim Abschuß seeehr gering sind.

    Was haltet Ihr hiervon?
    Kommt mir unglaubwürdig vor, insbesondere: "Pool erreichte die äußerst beeindruckende Zahl von 258 Abschüssen in nur 80 Tagen!"




    Staff Sergeant


    Lafayette G. Pool


    * 23.7.1919 in Odem, Texas
    + 30.5.1991



    "Ah'm leading this time"



    Lafayette G. Pool wurde am 23. Juli 1919 in Odem, Texas, USA, geboren. Der Sohn eines Farmers sollte mit 258 Abschüssen der erfolgreichste alliierte Panzerkommandant des 2. Weltkrieges werden.


    Nach seinem Abgang von der High-School 1938, versuchte Pool bei der U.S. Navy unterzukopmmen. Wegen einer Augenverletzung wurde er dort jedoch nicht angenommen. Daraufhin besuchte er eine katholische Akademie und daraufhin das A and I College in Texas wo er seinen Abschluß als Engineering Major machte. (Eine Ingenieursausbildung).


    Am 13. Juni 1941 trat er der Army bei und erhielt seine Grundausbildung in San Antonio, Texas um dann nach Louisiana versetzt zu werden, wo er in der neu aufgestellten 3rd Armoured Division ausgebildet wurde. Im Januar 1942 kam er dort in das Third Battalion des 32nd Armored Regt. Im Dezember 1942 heiratet er Evelyn Wright.


    Schon in der Schule ein Boxer, wurde er in das Team der Division aufgenommen und wurde Champion in seiner Gewichtsklasse. Im Frühjahr 1942 erhielt seine Division die neuen M4 Sherman Panzer und Pool begann sofort das Training mit den neuen Fahrzeugen und lies dafür sogar die nationalen Boxmeisterschaften ausfallen.


    Als Kommandant eines Panzer trainierte er seine Männer ausgesprochen hart und erwies sich als Perfektionist. Von seinen Männern verlangte er grundsätzlich nur das Beste. Seine Einheit wurde mehrmals auf verschiedene Übungsplätze in den USA versetzt und sollte schließlich im September 1943 nach Engalnd verschifft werden. Vor der Überfahrt wurde Pool zum Staff Sergeant befördert. Er wurde für einen Offizierslehrgang vorgeschlagen, lehnte jedoch ab mit dem Kommentar, er wolle nur die beste Panzerbesatzung der Division haben - nicht mehr.


    In England widmete Pool sich weiter dem Boxen und kämpfte 1944 sogar gegen Joe Louis. Pool zeigte sich als sehr eigenwilliger Charakter. Er machte sich genausoschnell Freunde wie Feinde. Es kam vor, das Pool Befehle die ihm nicht passten einfach ignorierte. Seine Besatzung war jedoch zweifellos eine der besten überhaupt, sie hatten sich in 2 Jahren perfekt aufeinander eingespielt.


    Im Juni 1944 landete Pool mit seinem Sherman "In the Mood" in der Normandie. Sein erster Kampf fand am 29. Juni 1944 in der Nöhe von Villierfossard, St. Lo, statt. Pool legte Wert darauf immer als einer der Ersten auf dem Schlachtfeld zu erscheinen. Er sagte selbst, der schnellste Weg nach Hause zu kommen liegt darin, die deutsche Armee in Stücke zu schlagen.


    Seinen Sherman "In the Mood" verlor er durch eine Panzerfaust in Les Forges. Seine Besatzung überlebte, bekam einen neuen Sherman der wieder "In the Mood" getauft wurde (wie alle Panzer die Pool kommandierte) und alle gingen wieder ins Gefecht.


    Pool kämpfte als einer der vordersten Panzer in Falaise, August 1944. Bei Fromentel war Pools Panzer einer derjenigen der den Ring um die deutschen Truppen schloss. Dabei verlor er seinen zweiten Panzer durch einen Bomber. Wieder überlebte die gesamte Besatzung. Bei Colombrier kollidierte Pool beinahe mit einem Panther. Der Panther schoss zweimal und verfehlte beidemale Pool. Pools Schütze feuerte einmal und schoss dem Panther den Turm vom Gestell.


    Bei Namur schoss Pool 16 Panzer an einem Tag ab. In weiteren Aktionen machte Pool sich einen Namen als mutiger Kommandant, der seinen ganzen Panzerzug mit stahlharten Nerven zu leiten schien. Seine Männer ließen sich so von Pool mitziehen, dass die ganze Einheit wie ein Uhrwerk zusammenarbeitete. Pool hatte jedoch ein Problem - er litt an Platzangst. Deshalb zog er es vor, so oft wie möglich außerhalb des Turmes zu kommandieren. Er war so gut wie immer auf dem Turm - oder er war sogar komplett draußen und kommandierte auf dem Panzer stehend. Sein Vorgesetzter sagte Pool reite den Panzer wie ein Cowboy. Pools Fahrer tat es dem Kommandanten gleich und fuhr ausschließlich mit offener Fahrerluke.


    Pool wurde trotz seiner waghalsigen Aktionen und seinem individuellen Führungsstil nicht verwundet bis zum 14. September 1944. In der Nähe von Aachen traf Pool auf eine deutsche Pak, die 76 mm Granate im Rohr war verklemmt, so dass Pools Schütze nicht schießen konnte. Die erste deutsche Granate traf den Turm und Pool wurde vom Turm geschleudert wobei sein rechtes Bein zerquetscht wurde. Er gab sich selbst Morphium und versuchte sein Bein mit seinem Messer abzutrennen. Der Panzer wurde weiter beschossen, konnte sich aber absetzen. Das Pool fehlte, war der Besatzung erst später aufgefallen.


    Pool wurde schließlich von Sanitätern geborgen, sein Bein war noch am Körper. Als er abtransportiert wurde, waren seine Worte nur "Somebody take care of my tank!" Für Pool war der Krieg zu Ende.


    Pool wurde zweimal für die Medal of Honor vorgeschlagen, jedoch ging beim ersten Mal der Antrag verloren (!) und der zweite wurde nicht mehr genehmigt. Pool erhielt: Distinguished Service Cross, Sivler Star, Legion of Merit, Purple Heart, Order of St. George Medal, belgisches Fourragere und das französische Croix de Guerre mit Bronze Stern.


    Pool erreichte die äußerst beeindruckende Zahl von 258 Abschüssen in nur 80 Tagen!


    Pool wurde 1946 aus der Army entlassen, aber 1948 wieder in den aktiven Dienst gerufen und arbeitete als Ausbilder in Fort Knox, Kentucky. 1960 wurde er als Chief Warrent Officer 2nd Class in den Ruhestand versetzt. Sein Bein mußte ihm damals abgenommen werden und er erhielt eine Prothese.


    Pool entschlief dem Leben am 30 Mai 1991.


    Quellen:
    Journals of Military Ordnance, März 1998
    Association of 3rd Armored Division Veterans


    panzerlexikon.de

    Vielleicht habe ich es überlesen, zumind. war mir nicht bewußt, dass es um Elsässer ging, diese stellen sicher einen etwas anderen Fall dar. Es waren ja eigentlich (nach damaligem Verständnis) ganz normale Deutsche oder sehe ich das falsch?


    Interessanter finde ich die Beweggründe bei "klassischen" Franzosen.

    Quote

    Original von Rainer
    Hallo,
    zu den Beweggründen des Eintritts in deutsche Dienste solltes du einmal das Buch von Pierre Rostaing, Le Prix d'un Serment, Paris 1975 lesen.
    Gruss
    Rainer


    Rainer, erzähl uns etwas darüber.
    Es ist ein interessantes Thema, das eine Diskussion wert ist.




    pitt


    "...aber lediglich
    die einfache und dumme Frechheit seines Gruppenführers gegenüber einem General."


    Sehr zweifelhafte Aussage ... wegen einer "Frechheit", zumal eines anderen, erschossen zu werden!?
    Nach heutigem und mit Sicherheit auch damaligem Rechtempfinden einfach nur Willkür!

    Ich habe "Werner Holt" bestimmt 5...6 mal gelesen (Teil 2 handelt übrigens nach dem Krieg und ist ein typisches DDR-Produkt).


    In Teil 1 kämpft Holt als Flak-Helfer im Ruhrgebiet, als RAD-Mann in der Slowakei gegen Partisanen, als Rekrut der PzWaffe in einem PzJagdKdo gegen sowj. Pz, als Funker in einem P V an der Ostfront und letztlich als Infanterist gegen die Amerikaner, bei denen er in Gefangenschaft gerät.


    Im Film ist logischerweise einiges gekürzt und insbesondere der Endkampf mit Gefangennahme findet an der Ostfront statt. Dazu hat man sich entschlossen, weil man in der DDR sehr unproblematisch an T-34 und echte Sowjetsoldaten als Statisten herankam.


    Wer im Film einen SHERMAN gesehn hat, hat keine Ahnung, sorry.

    Quote

    Original von DiWi
    Hallo Lemmy !


    Vielen Dank für die interessanten Schemazeichnungen verschiedener Marschflugkörper. Es ist schon bemerkenswert wie viele versch. Typen dieser Raketen von unseren Wissenschaftlern entwckelt wurden.
    Man kann also miit Fug und Recht behaupten, daß unsere Wissenschaftler die Vorreiter der heutigen Cruise Missiles waren.


    Frdl Grüße
    Dieter (W)



    Was hast Du nur immer mit "Marschflugkörper"!
    Weißt Du was der Begriff bedeutet?

    Da habe ich auch eine Frage.


    In dem Link -> http://www.alpha64.de/1945.htm


    finde ich folgendes: "Beim Eintreffen der Amerikaner ist die Luft im Stollen im Ührder Berg so schlecht, daß das Atmen kaum noch möglich ist. Aus einer Bierhandlung werden Kohlensäureflaschen geholt und im Stollen geöffnet (HK, 1950/1995)."


    Was hat es damit auf sich? Das dürfte doch keinesfalls eine Besserung bedeuten, eher das Gegenteil bewirken, oder?

    Welch Zufall, gerade letzte Woche war ich in Urlaub in Kalbe an der Milde und bei einer Radtour haben wir auch eine Tafel gefunden, auf der einiges zum GOLIATH geschrieben stand.


    Ich kann nur aus der Erinnerung widergeben: die Lage der Funkanlage war den Alliierten bekannt, es wurde auf eine Bombadierung verzichtet, da man ja die Funksprüche mitlesen konnte (-> Enigma usw.) und man befürchtete bei Zerstörung der Anlage könnte es auch Änderungen bei der Verschlüsselungmethode geben.

    Gerade gestern kam im NDR-Regionalprogramm ein kurzer aber interessanter Beitrag zu dem Thema:


    "Flugzeug-Oldtimer-Treffen


    Luftfahrtfreunde kamen heute auf dem Flughafen Lärz/Rechlin auf ihre Kosten. Denn dort wurden besondere historische Flugzeuge gezeigt. Aber nicht nur das: Auch ein besonderer Zeitzeuge war zu Gast."


    Der besondere Zeitzeuge war der Testpilot eines Hubschraubers (ein Modell mit 2 Rotoren wurde gezeigt), der diesen HS kurz vor Kriegsbeginn in Rechlin vor Hitler, Göring u.a. im Flugbetrieb vorführte. Der Mann ist heute über 90 Jahre alt und hat ein Buch über sein Leben geschrieben. Leider weiß ich den Namen nicht, weil ich die Sendung nur nebenbei verfolgte und zu spät darauf aufmerksam wurde.

    Zu den Fla-MG nur soviel:


    selbst heute haben viele Pz eines, wobei dies natürlich auch zur Erdzielbekämpfung genutzt wird.
    Während Russen und Amis auf Kaliber 12,7 mm vertrauen, reicht bei der BW ein Kaliber 7,62 mm.
    Für mich sind solche Infos (also was heute noch genutzt wird) immer ein Hinweis, dass es damals auch sinnvoll gewesen sein MUSS, zumal heutige Flugzeuge wesentlich schneller sind!


    Auch der Hinweis auf zusammengefasstes Feuer bei der Flugabwehr ist richtig. In den meisten Fällen und auch gem. gängiger Vorschriften feuert nicht ein einzelner Pz sondern mind. ein Zug oder besser eine ganze Kompanie.
    Dies habe ich bei der NVA bei Übungen selbst erlebt (12,7 mm-Fla-MG auf T-72), allerdings habe ich auch feststellen müssen, dass die Treffer/ Wirkung nicht gerade berauschend waren.
    Wir (d.h. mein Zug) haben dem PzRgt dann die Gesamtnote gerettet indem wir mit unseren ZSU 23-4 ausgeholfen haben =)

    Ich glaube besonders deutlich wird der Ursprung auch dadurch, dass Wernher von Braun bis in die 70er (?) Chef des amerikanische Raketenprogramms war.


    Ah, hier aus wikipedia:


    "...Sein größter Erfolg und Erfüllung langjähriger Träume aber war die bemannte Mondlandung im Jahre 1969.


    ...


    Von 1970 bis 1972 war Wernher von Braun stellvertretender Direktor der NASA und setzte sich für eine Fortführung der Projekte ein, darunter auch für eine bemannte Mars-Mission...."

    HAWK und A4 haben nix gemeinsam, wie von Augustdieter schon angesprochen.


    Und die V2 als "Marschflugkörper" zu bezeichnen ist mehr als nur weit hergeholt.