Posts by B_aus_MV



    Spekulation von mir -> es könnte die 122 mm Haubitze gemeint sein, nur dass jemand, vll. handschriftliche Aufzeichnungen, falsch gelesen hat? Ich meine, eine "2" wird schnell als "7" fehlinterpretiert.
    Erklärt allerdings nicht, warum dies in unterschiedlichen Quellen auftritt.

    Ich bin alt genug (1965 geb. und habe in NVA und BW als Offz. gedient), um diese Geschichten reichlich gehört zu haben.


    Aber ein Augenzeuge hier im Forum???


    In der Regel waren die Fahnenflüchtigen bewaffnet und wußten, was ihnen blüht, da soll es richtige Gefechte gegeben haben usw.
    Das ist alles glaubhaft und mehr als nur 1x vorgekommen. Aber trotzdem Hörensagen ...

    Quote

    Original von Alte61
    Am Alltag der Rotarmisten hatte sich auch später kaum was geändert. Ich erlebte wärend meiner Armeezeit oft wie einfache Soldaten von ihren Offizieren traktiert wurden ( Schläge ) wie sie bei gemeinsamen Übungen tagelang ohne Verpflegung im Wald lagen und wie sie - ohne Heimaturlaub in der DDR -bei Fahnenflucht auch an Ort und Stelle erschossen wurden. Der "Ehrendienst" in der DDR war für viele dieser jungen Soldaten die Hölle.


    Gruß-Alte61



    Ich glaube Dir das meiste ABER dass Du das erlebt hast -> "...auch an Ort und Stelle erschossen wurden" kann ich mir nicht vorstellen.

    Manchmal sind PC-Spiele doch recht hilfreich.
    Ich meine solche mit hohem Realismus, wie z.B. Silent Hunter III.
    Dort habe ich mir auch öfter gewünscht anstatt 2 Heck-Torpedos diese in den Bug-Rohren verfügbar zu haben.
    Das ging aber wohl nicht, die Hebevorrichtungen und Transportvorrichtungen an Deck waren nicht dafür ausgelegt bzw. gar nicht vorhanden.


    weers


    Dein Beispiel passt nicht.
    Prien hatte "alle Zeit der Welt", konnte in Ruhe wenden und das Ziel war unbeweglich.
    Ein klassischer Anlauf erfordert den Bugschuss, eventuell kann im Abdrehen noch das Heckrohr eingesetzt werden. Ideal ist das Heckrohr auch für einen Fangschuss, ähnlich der Situation in Deinem Beispiel.

    Wenn wir hier von der Wehrmacht sprechen (und gleiches galt für die NVA) ist der HFw eine Dienststellung.
    Diese wurde/ wird in WH, NVA und BW auch "Spieß" genannt.


    Den DstGrad HFw gibt es nur in der BW.

    Sorry, offensichtlich fehlen mir einige Zusammenhänge.
    Kann bitte jemand von den Wissenden etwas Licht ins Dunkle bringen?


    Was genau wir durch die veröffentlichte Aussage bewiesen?

    Ich kann nichts direkt zum Thema beitragen, spühre aber das Verlangen Euch einen Teil meiner Familiengeschichte zur Kenntnis zu bringen:


    Das Ganze macht mich sehr betroffen, mein Vater (leider vor 4 Jahren verstorben) kommt aus Marienburg, geboren in Stuhm (Westpreussen) im Sept 1930.
    Er ist Anfang 1945 als 14jähriger von dort geflohen, 2 seiner Brüder waren zu der Zeit im Krieg (haben zum Glück beide überlebt). Er war dann der Älteste von weiteren 4 Geschwistern. Diese 5 + seine Mutter durften per Bahn in Richtung Westen abreisen.
    Sein Vater (Kriegsteilnehmer im WK I) war zum Volkssturm eingezogen und hat Marienburg mitverteidigt. Er hat überlebt und auch die Rheinwiesen-Lager überstanden.
    Nach Aussage meines Opas hatte mein Vater großes Glück, denn kurz nachdem der Zug mit den Flüchtlingen abgefahren war (sie hatten einen der ersten Züge abbekommen, da es sich um eine kinderreiche Familie handelte), wurden alle Jungen, die als "scheinbar erwachsen" galten zurückgehalten und in den Volkssturm eingegliedert ohne Rücksicht auf ihr wirkliches Lebensalter.
    Mein Vater muss als 14jähriger schon deutlich älter ausgesehen haben, sodass mein Opa sicher war, dass auch er nicht um den Kampfeinsatz herumgekommen wäre. Mein Opa hat dann, nach eigen Angaben, noch einige Schulkameraden seiner Kinder fallen sehen.
    Wie mein Opa den langen Weg an den Rhein schaffte, weiß ich leider nicht.
    Mein Vater erzählte noch, dass er ein weiteres Mal großes Glück hatte als er wenige Stunden vor dem Luftangriff auf Dresden diese Stadt mit dem Zug verließ. Er war von seiner Familie getrennt worden, hat diese aber später wieder gefunden.
    Die Flucht führte alle, über Umwege, in die Nähe von Grevesmühlen (Mecklenburg), wo sie als "Neubauern" nach dem Krieg einen Neuanfang begannen.

    Quote

    Original von schwarzermai
    Hallo Jane, es gab sowohl deutsche Waffen in russ. Hand als auch umgekehrt....damit wäre nix bewiesen ... Uwe


    Genau das wollte ich auch schreiben und ergänzend noch: zur Unterscheidung ob Russen oder Polen (welche ja auch in Frage kommen!) als Täter in Betracht kommen, taugt der Rückschluss auf die verwendeten Waffen schon gar nichts.

    Vielleicht ganz einfach: er wollte nicht.



    Ergänzung: eventuell war er im Denken durch die Erfahrung seiner Brüder schon weiter als viele andere. Ich meine damit, dass er den Krieg ablehnte und sich nicht durch das Regime vereinnahmen lassen wollte, ohne andererseits ein "echter" Widerstandkämpfer zu sein.

    Was macht Ihr Euch solche Gedanken wegen dem Alter?


    Es heißt: " Peter ist Mitte dreißig als er aus dem Krieg kommt."


    Wenn man annimmt, dass er 1950 aus der Gefangenschaft kommt, ist er 1943 28 Jahre alt und damit ist alles im zeitlichen Rahmen.
    Wobei "Mitte 30" genausogut 33 wie 37 Jahre heißen kann und das Ende der Gefangenschaft auch Spielraum offen lässt (z.B. 1953 oder 1956).

    Ein Zugführer ist für ca. 30 Männer verantwortlich, daraus siehst Du, dass er schon einen verantwortungsvollen Posten hatte.
    Ein Zug hat übrigens 3 Gruppen (je ca. 10 Mann), die von einem Unteroffizier geführt wurden.


    "Fürchterliches erlebt" -> der Partisanenkrieg war einer der grausamsten Kapitel des Krieges. Er wurde von beiden Seiten brutal geführt.
    Es kam dabei häufig zu Übergriffen auf die Zivilbevölkerung (von beiden Seiten). Schau Dir an, was heute im Irak oder in Afghanistan passiert, das ist Partisanenkrieg!


    Schau Dir einfach die Links an, die bereits weiter oben gepostet wurden.