Posts by Obergefreiter

    Hallo, Guten Tag


    Vor einiger Zeit hatte ich Gelegenheit, den Militärfriedhof von Zeebrügge zu besuchen. Dieser ist insoweit ungewöhnlich, als dort britische und deutsche Gefallene beigesetzt sind und, soweit ich verstanden habe, der Friedhof gemeinsam von der War Graves Commission und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut wird. Auch ruhen dort alle Gefallenen und Verstorbenen unter denselben hell cremefarbenen Grabsteinen – normalerweise sind in Westeuropa helle Grabsteine den alliierten Gefallenen vorbehalten, auf deutschen Soldatenfriedhöfen gibt es nur dunkle Kreuze oder Steine. Die einzige Ausnahme auf dem Friedhof sind zwei britische Träger des Victoria Cross, die besondere Grabsteine erhalten haben.


    Betritt man den Friedhof, fällt der Blick als erstes auf das Grab des Torpedomatrosen Hermann Künne. Er ist, wie viele der dort Begrabenen, an St George’s Day 1918 beim britischen Angriff gefallen. Er gehörte einer Abteilung an, die die Geschützbatterie auf der Hafenmole verteidigte, die eines der hauptsächlichen Angriffsziele der Landungstruppe war. Er verließ seine Deckung, nur mit seinem Bordmesser bewaffnet, stürmte den Angreifern entgegen, griff einen hochrangigen britischen Offizier an und erstach ihn. Gleich darauf wurde er selbst im Handgemenge getötet. Durch seine Tat und sein Opfer hat er wahrscheinlich die Molen-Batterie vor der Erstürmung bewahrt. Die Kriegsmarine hat in den 30er Jahren einen Zerstörer nach ihm benannt, der in Narvik kämpfend unterging.


    Wer der britische Offizier war, konnte nie sicher festgestellt werden. Möglicherweise war es der Organisator und Führer des gesamten Einsatzes, Wing Commander Brock, dessen Leichnam nie gefunden wurde und dessen Schicksal ungeklärt blieb. Für ihn und die anderen Vermissten der Landungstruppe findet sich auf dem Friedhof eine Gedenkplatte.


    Studiert man die britischen Grabsteine, findet man viele unbekannte Tote („known unto God“ im britischen Sprachgebrauch). Es handelt sich um Soldaten der Royal Marine Light Infantry sowie um Seeleute („Seaman“) und Heizer („Stoker“) – eine Unterscheidung beim Marinepersonal, die einer Landratte kurios vorkommt. Die Gräber mit Namen scheinen unter den Gefallenen vom 23. April in der Minderzahl zu sein.


    Daneben sind auf dem Friedhof gefallene Flugzeugbesatzungen beigesetzt - Angehörige des Royal Naval Air Service und der zum 01.04.1918 neu gegründeten Royal Air Force. Es findet sich auch eine Gedenktafel für einen Fliegeroffizier, dessen Leichnam nicht identifiziert wurde, von dem aber bekannt ist, dass er sich unter den dort beigesetzten unbekannten Toten befindet.


    Unter den deutschen Toten finden sich Landwehrmänner älterer Jahrgänge sowie Kürassiere und Angehörige der Luftschiffertruppe, die gewissermaßen den Umbruch verkörpern, der im Großen Krieg stattfand. Außerdem gibt es ein Kameradengrab für die Besatzungen zweier untergegangener Torpedoboote.


    Grüße


    Schriftgröße normalisiert, Mathias

    Guten Abend allerseits,


    inoffizielle Sturmkompanien gab es wohl von Anfang an. Jedenfalls hat mein Vater, der vom Herbst 1939 an Soldat gewesen war, öfter erwähnt, dass seine Kompanie die Sturmkompanie des Regiments war. Später hat er dann bei der Radfahr-Kompanie des Regiments (nicht der AA!) gedient.


    Beste Grüße vom OG

    Hallo,


    schon seit dem Pz. I war es üblich, dass für die Konstruktion von Fahrwerk und Aufbau unterschiedliche Hersteller verantwortlich zeichneten und ggf. weitere in die Produktion eingebunden wurden.


    Beim Waffenträger war Krupp wohl als Generalunternehmer verantwortlich für das Gesamtprojekt, mit Rheinmetall als Subunternehmer für Teile der Bewaffnung und mit Ardelt und Steyr als konkurrierende Subunternehmer für das Fahrwerk, wobei die Entscheidung letztlich zugunsten Ardelt ausgefallen ist.


    Schaut man sich das Foto des Beutefahrzeuges an (das wohl heute im Museum von Kubinka steht) und vergleicht es mit den Konstruktionszeichnungen der Krupp-Entwürfe, scheint es sich dabei um eine Behelfslösung gehandelt zu haben. Das scheunentorgroße Schutzschild der PAK, unverändert übernommen von der Version auf Kreuzlafette, war verglichen mit den beinahe eleganten Aufbauten der Krupp-Entwürfe alles andere als vorteilhaft für den Einsatz.


    Beste Grüße vom OG

    Hallo,


    laut dem Text in Squadron hatte Krupp die Gesamtverantwortung für das Projekt "Waffenträger" inne, mit Kooperation von Rheinmetall hinsichtlich der Bewaffnung und mit Steyr und Ardelt als Wettbewerber bei der Entwicklung des Chassis. Steyr trat mit einem Laufwerk auf Basis des RSO an, Ardelt mit einem solchen auf Basis des 38(t), das den Zuschlag erhielt. Für die Produktion soll dann das weiterentwickelte 38(d) Chassis vorgesehen gewesen sein.


    Eine Ergänzung für Modellbauer: die chinesische Firma Trumpeter hat aktuell eine ganze Palette von Waffenträgern im Angebot: den "Krupp I" mit 6 Laufrollen pro Seite und 12,8 cm PAK - wohl ein reiner Papier-Panzer; den Waffenträger mit der PAK 43 wie auf dem obigen Foto; ein als "Krupp-Steyr" bezeichnetes Fahrzeug mit einem Aufbau ähnlich dem auf dem beschriebenen Foto aus dem Hermann Göring Werk; außerdem leichte Waffenträger "Krupp-Ardelt" mit PAK 43 und leFH. Vom Ardelt mit PAK 43 gab es bereits einen Bausatz von der russischen Firma Alan, der wie alle Produkte dieses Herstellers aber eher grobschlächtig ausfiel.


    Beste Grüße vom OG

    Hallo,



    in dem Squadron-Heft über den 38(t) finden sich Fotos von 3 verschiedenen Ardelt's und von einem Steyr.
    Ein Ardelt trägt die 8,8 PAK mit Schutzschild nur nach vorne, wie das von den Russen erbeutete Fahrzeug. Laut Bildunterschrift soll es sich um einen Prototyp handeln.
    Ein weiteres Foto zeigt einen Ardelt mit niedrigerer Lafettierung mit niedrigerem, seitlich bis ans Fahrzeug-Heck reichendem Schutzschild. Dieses anscheinend beschädigte Fahrzeug steht auf einer Art Fabrikgelände, wohl einer Beute-Sammelstelle, umgeben von mehreren Borgward Ladungsträgern. Auf dem Foto sind drei deutsche Soldaten und ein Brite (mit Barett) zu sehen.
    Das vierte Foto gewährt von hinten einen Blick in den "Kampfraum" des Waffenträgers mit 10,5 Haubitze und ebenfalls einen britischen Offizier.
    Demnach scheinen einige Fahrzeuge auch im Westen verblieben zu sein.
    Nach den Angaben im Squadron-Heft war für die Serienproduktion das sog. 38(d)-Fahrgestell vorgesehen: gegenüber dem 38(t) etwas vergrößert, 220 PS 12 Zylinder TATRA Diesel luftgekühlt, neues Getriebe, neues Trieb- und Leitrad.
    Erwähnt werden auch geplante schwere Waffenträger mit 6 Laufrollen auf jeder Seite, die für die 12,8 cm Kanone und die sFH vorgesehen waren. Zeichnungen davon gibt es bei v. Senger u. Etterlin ab Seite 285.


    Grüße...

    Dank an alle für die Info! Aus Sicht des uniformkundlich Interessierten ein faszinierendes Detail!


    Der Heeres-General im Hintergrund müsste in der Tat General Schörner sein. Der Orden, den er trägt, wäre dann der Pour le Mérite.


    Faszinierend auch der Film. Beispielsweise die Sequenz, wo die Pioniere in Griechenland eine Kriegsbrücke bauen. Von Interesse für den Modellbauer auch die vielen Details der Fahrzeuge.


    Und wie die Soldaten der aufgelösten griechischen Truppen in Massen nach Hause ziehen, zu Fuß oder auf Eseln reitend - wie wir es anno 2003 von den Irakern gesehen haben (die sind allerdings zu Fuß gegangen)!

    Guten Tag allerseits,


    die soeben erschienene Ausgabe 4/2012 von "Clausewitz" bringt als Titelgeschichte eine Griechenland-Krise der anderen Art: den Balkan-Feldzug von 1941.


    Ein Foto auf Seite 21 zeigt den unverkennbaren Sepp Dietrich mit Gefolge, wie er die Kapitulation der griechischen Epirus-Armee entgegennimmt. Die meisten abgebildeten deutschen Offiziere tragen die typische SS-Schirmmütze, einige auch Schiffchen. Im Hintergrund sind aber zwei, evtl. auch drei zu erkennen, die eine Bergmütze tragen. Einer ist am linken Kragenspiegel mit drei diagonal angeordneten Sternen als Unter- bis Hauptsturmführer zu erkennen, auch der Hoheitsadler am linken Oberarm weist ihn als Waffen-SS-Angehörigen aus. Bei einem anderen weiter im Hintergrund ist lediglich der rechte Kragenspiegel als solcher der SS zu identifizieren, ohne dass man erkennen könnte, welches Symbol sich darauf befindet.


    Nach meinen Informationen (die Osprey-Hefte, in der - nicht immer gelungenen - deutschen Übersetzung erschienen beim Brandenburgischen Verlagshaus) wurde zwar etwa zu der Zeit die SS-Kampfgruppe Nord formiert, aber, wie der Name schon sagt, in Norwegen, und zur Gebirgsdivision wurde sie erst ein Jahr später formiert. Die Division "Prinz Eugen" wurde ebenfalls erst 1942 aufgestellt.


    Wer können also diese Männer mit Bergmützen gewesen sein?


    Beste Grüße vom OG

    Guten Abend allerseits,


    der Beitrag von Avia B.33 bestätigt meine Einschätzung, dass es sich um Fahrzeuge auf Lorraine Schlepper Fahrgestell handelte. Bisher wusste ich allerdings nicht, dass es auch Selbstfahrlafetten mit russischer 122er gab. Meine Literatur gibt dazu leider nichts her.
    Was die Chasseurs d'Afrique für 40 mm hielten, waren vermutlich deutsche Drei-Sieben.
    Interessanter erscheint mir allerdings die Frage, warum jemand Artillerie-Selbstfahrlafetten auf die Panzerträger-Wagen setzte. Die konnten ja nur geradeaus schießen. Und für die Nah-Unterstützung des abgesessenen Infanterie-Zuges waren sie ziemlich ungeeignet.
    Und für den Film La bataille du rail hatten die Franzosen auch wieder einen Panzer draufgesetzt. Der Film gibt übrigens auch einen Einblick in die Verwendung des Panzers.


    Beste Grüße vom OG

    Guten Morgen allerseits,


    Perret/Laurier in Osprey New Vanguard Nr. 28 geben an:


    35 Ausf. A, 42 Ausf. B in 1937, 140 Ausf. C in 1938, 45 Ausf. D in 1939 vor Kriegsbeginn, ab Dezember 1939 die Ausf. E mit 280 Stück.


    Macht von A - C zusammen 217, abzüglich 6 Brückenleger ergibt die bereits genannten 211 nach Adam Riese und Eva Zwerg.


    Mit Ausf. D hätten 262 / 256 Stück bei Kriegsbeginn insgesamt zur Verfügung gestanden.


    Dieselben Zahlen finden sich bei v. Senger u. Etterlin.


    Die Abweichung von 20 Stück resultiert offensichtlich aus unterschiedlichen Produktionszahlen zur Ausf. A.


    Zum Brückenlegepanzer geben Perret/Laurier an, dass in 1939/40 kleine Stückzahlen auf Fahrgestellen der Ausf. C/D hergestellt worden sein sollen. Senger erwähnt diesen nur am Rande als Prototypen, die nicht befriedigt hätten.


    Beste Grüße vom OG!

    Guten Abend allerseits,


    auch von mir Dank an Thilo für die ausführlichen Infos und die Erläuterung zu den "Weichstahl"-Ausführungen. Diese Bezeichnungen kommen möglicherweise aus Rückübersetzungen englischsprachiger Literatur, wo von mild steel und face-hardened steel die Rede ist.


    Meine Quelle ist: Culver/Laurier, Osprey New Vanguard Nr. 25, Seite 12.


    Für den Modellbauer: der alte 1/35 Bausatz des SdKfz 251 Ausf. C von Tamiya aus den 70ern stellte ebenfalls eine genietete Version dar.


    Beste Grüße vom OG

    Guten Abend,


    die "Noppen" sind Nieten.


    Frage an Kamerad Mika: was bringt Dich zu der Überzeugung, dass nur ungepanzerte Weichstahl-Varianten genietet waren?


    Zwar waren Nieten an deutschen Panzerfahrzeugen ungewöhnlich. Nach meinen Informationen fanden sich aber beim SdKfz 251 sogar sogar noch bei der Ausf. C genietete Fahrzeuge. Denn an der Herstellung der Aufbauten waren auch Firmen beteiligt, die nicht in der Lage waren, so große Teile zu schweißen.


    So jedenfalls Culver/Laurier in New Vanguard.


    Wenn das so wäre, könnten wir jedenfalls aus der bloßen Tatsache, dass der Aufbau des Fahrzeugs genietet ist, nicht schließen, dass es sich um ein ungepanzertes handelt.


    Beste Grüße vom OG

    Hallo,
    in der Tat gab es sowohl die Unterscheidung nach Buchstaben als auch nach Ziffern. Also z.B. SdKfz. 251/9 Ausf. C oder SdKfz. 251/22 Ausf. D.
    Die Buchstaben bezeichneten unterschiedliche Baureihen, die an der Form des Aufbaus zu unterscheiden waren. Die Ausführung C findet man vor allem auf Fotos von 1942. Hier waren die Erfahrungen mit den ersten beiden Ausführungen eingeflossen und die Kinderkrankheiten abgestellt worden. Die ab 1943 gebaute Ausf. D., von der mehr als von den anderen drei zusammen hergestellt wurden, war unter produktionstechnischen Gesichtspunkten extrem vereinfacht worden, insbesondere hatte man die Zahl der Panzerplatten, aus denen der Aufbau zusammengesetzt wurde, deutlich reduziert.
    Die Ziffern bezeichnen dagegen die für unterschiedliche Verwendungen gebauten Varianten. Wobei es z.B. die 251/17 nur als Ausf. C gab und die 251/22 nur als Ausf. D.
    Die 251 mit Kartentisch waren mir bisher nur als Ausf. A vom Kriegsbeginn bekannt. Ein bekanntes Foto zeigt ein solches Fahrzeug mit dem Stander eines Regimentsstabs. Das von 1241 eingestellte Foto zeigt eindeutig eine Ausf. C, erkennbar an der Position der Staukästen auf den Kettenabdeckungen. Das rechte Fahrzeug scheint in der Tat mit einem Kartentisch ausgerüstet zu sein (es könnte sich aber auch um eine optische Täuschung handeln).
    Bei den ungepanzerten Versionen (Ausf. A) handelte es sich um Vorserien-Modelle, deren Aufbau aus Weichstahl - nicht oberflächengehärtet - hergestellt worden war und die deshalb nicht beschussfest waren. Diese Fahrzeuge wurden u.a. der Panzer-Artillerie als Zugmaschinen zugeteilt, da sie technisch der 3-Tonnen-Zugmaschine entsprochen haben.
    Beste Grüße vom OG

    Hallo zusammen,


    die Bezeichnung PzKpfw II Luchs auf einem der Bilder ist in der Tat irreführend. Es scheint sich um ein Bild aus einem Buch zu handeln, das eben den Luchs und den Aufklärungspanzer 38 (t) behandelt, da darunter eine ISBN-Nr. steht.
    Laut v. Senger u. Etterlin wurden 70 Aufklärungspanzer 38 (t) hergestellt, davon 50 mit dem Turm des Sd.Kfz. 222 (Vierrad-Spähwagen). Alle Fotos und Zeichnungen zeigen aber den Turm des zur selben Zeit hergestellten Sd.Kfz. 234/1 (Achtrad). Das macht auch Sinn, da die Produktion der Vierrad-Spähwagen bereits 1941 eingestellt worden war.
    Die übrigen 20 Fahrzeuge sollten mit der 7,5 cm KWK L/24 bewaffnet werden, wahrscheinlich wurden aber nur 2 Prototypen fertiggestellt und die übrigen ohne Turm abgeliefert.
    Laut Kliment/Doyle in dem Squadron/Signal Heft über den 38 (t) wurde der Aufklärungspanzer 38 (t) entwickelt, weil sich der Luchs als zu kompliziert und zu teuer erwiesen hatte und die Produktion eingestellt worden war. Seine Herstellung erfolgte auf gebrauchten, zur Werksüberholung zurückgeschickten Fahrgestellen, der Aufbau wurde erhöht, damit der Turm des 234/1 aufgesetzt werden konnte.
    Richtig bewährt soll sich das Fahrzeug nicht haben, da es langsamer und lauter war als der Luchs.
    Bei Kliment/Doyle findet sich auch ein weiteres Foto des auf der Webseite auf dem oberen Foto gezeigten Fahrzeugs, also desjenigen mit aufgezogenen Ketten, das die Vorderseite zeigt. Dieser Prototyp hatte eine abgeschrägte Frontpanzerung ähnlich dem Panther, und auch der Aufbau scheint ein Stück niedriger gewesen zu sein als bei dem sehr ungünstig geformten zweiten Prototyp auf dem unteren Foto.


    Beste Grüße vom OG

    Hallo zusammen,


    meine Frage paßt zwar nicht ganz hierher, aber vielleicht kann mir ja trotzdem jemand weiterhelfen.


    Ich habe ein Foto eines meiner Vorfahren in SA-Uniform gefunden. Es zeigt typisch das braune Hemd mit nur einer Schulterklappe rechts, Sam-Browne-Koppel, Litzenbesatz um den Kragen und dunkle Kragenspiegel: Ob schwarz, dunkelbraun oder dunkelrot, ist nicht zu erkennen. Der linke Kragenspiegel ist leer, der rechte trägt die Inschrift 23/R70. Die Litzen und die Schulterklappe sind zweifarbig, weiß oder silber und wohl dieselbe Farbe wie die Kragenspiegel. Keine Kopfbedeckung.


    Hat jemand eine Idee, was diese Abzeichen bedeuten?


    Viele Grüße vom OG

    Guten Tag allerseits,


    etwas kompliziert waren die Kragenspiegel der Luftwaffe. Abgesehen vielleicht von der Qualität, waren sie auf allen Uniformstücken, auf denen sie getragen wurden (Tuchrock, Fliegerbluse, auch Tropenuniform), gleich.


    Grundsätzlich waren sie einfarbig in der Waffenfarbe gehalten, also Gelb für Fliegertruppe (einschließlich des nicht fliegenden Personals) und Fallschirmjäger, Rot für Flakartillerie etc. Die Zahl der Adler, je nach Dienstgradgruppe in Verbindung mit Uffz-Litzen oder Eichenlaub, gab den Rang des Trägers an. Bei Offizieren waren die Kragenspiegel in Silber paspeliert, bei Generalen in Gold. In der Waffenfarbe paspeliert waren auch die Schulterklappen, genau wie beim Heer.
    Das Regiment General Göring trug weiße Kragenspiegel, die in Waffenfarbe paspeliert waren: rot für Flak, grün für Infanterie.
    Die Luftwaffen-Felddivisionen trugen grüne Kragenspiegel mit Paspelierung in der Waffenfarbe. Ebenso in der Waffenfarbe paspelierte Schulterklappen. Die Waffenfarben haben denen des Heeres entsprochen.


    Gepanzerte Teile der Division Hermann Göring, die die schwarze Panzeruniform trugen, verwendeten zumindest teilweise die Kragenspiegel des Heeres. Bei den Sturmgeschütz-Einheiten der Luftwaffe gab es wohl jede erdenkliche Mischform aus Luftwaffen- und Heeres-Kragenspiegeln.


    Aber um auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Bei einem S/W-Foto ist es ohne weitere Informationen ein reines Ratespiel, welche Farbe das Abzeichen hat. Auf manchen Fotos wirkt Gelb dunkler, auf anderen wiederum Rot. Das hängt von vielen Begleitumständen ab.


    Viele Grüße vom OG

    neuer Versuch für die 1. Art.SFL:


    10,5cm le.F.H.16 auf britischem Geschützpanzer Mark VI


    hergestellt mit 6 Stück (?) - eingesetzt bei A.R.227 im Okt'41 H.Gr.Nord


    siehe auch hier:


    Ab dem 29. Mai 1941 wurde noch eine 15. Sturmgeschütz-Kompanie der V. Abteilung unterstellt.



    Hallo,
    von den Fahrzeugen wurden auch schon mal Fotos veröffentlicht, soweit ich mich erinnere in einem Beutepanzer-Band des Waffen-Arsenals. Die Sfl. entsprachen vom Aufbau her schon ziemlich genau den späteren Entwicklungen.
    Es gab auch Beobachtungspanzer, bei denen man den Turm des Mark VI entfernt und die Kommandantenkuppel auf die Wanne gesetzt hatte. Außerdem wurden Munitionsanhänger für die kleinen Fahrzeuge gefertigt.
    Gruß vom OG

    Hallo,


    an dieser Stelle möchte ich auf das Osprey-Buch von Doyle und Jentz aus der Serie New Vanguard über den Pz. IV Ausf. G, H und J verweisen. Dieses wartet nicht nur mit Produktionsziffern auf, sondern listet exakt auf, ab welchem Monat die jeweiligen Änderungen in die Produktion eingeflossen sind. Danach lässt sich der Herstellungszeitpunkt von Pz. IV auf Fotos recht gut bestimmen.
    Die Autoren haben ein ebenso aufgebautes Werk über das StuG III/IV in derselben Serie veröffentlicht.


    Gruß vom OG

    Hallo Stefan,


    eigentlich meinte ich ein Kreuz, das etwas versteckt am Ortsrand in Richtung Fürweiler steht. Man findet es nur, wenn man weiß, wo es ist.
    Es steht an einem Fußweg, der die erste Serpentine aus dem Tal abkürzt.
    Das Holzkreuz ist heute leider in ziemlich schlechtem Zustand und trägt die gerade noch entzifferbare Inschrift:
    "Am 9.10.1939 erlitten an dieser Stelle tödliche Verwundungen unsere lieben Kameraden Feldw. August Landthaler und Gefr. Hornig aus Eisenbühl. Wir werden sie nie vergessen. 7. Komp."
    Wobei 7. Kompanie eigentlich gegen Pioniere spricht, die ja nur in Bataillonen organisiert waren.
    Die Platte ist im ältesten Teil des Friedhofs und trägt nach meiner Erinnerung nur Namen und Daten. Dort befindet sich übrigens auch das Grab von fünf russischen Kriegsgefangenen, die 1943-44 in der Umgebung ums Leben gekommen sind.


    Gruß vom OG