Posts by Albert64

    Hallo zusammen,


    habe ich gerade in der NARA-Rolle T1022 - 4047 "Kriegstagebuch des Kommandant im Abschnitt Memel" gelesen:


    Eintrag zum Datum 30.07.1944


    "Mimi Horn" aus (Memel) mit 4800 Hitlerjungen und 50 Zivilpersonen nach Pillau.


    Gruß

    Lothar

    Hallo Thilo,


    richtig.


    Hans Grünberg war Besatzungsangehöriger des deutschen Fischdampfers "München".


    Hier ein kleiner Auszug aus Wiki zum Fischdampfer "München" und deren Beschlagnahmung.


    "Während die "München" im April 1940 in der Barentssee fischte, erfolgte am 9. April der deutsche Überfall auf Norwegen. In Unkenntnis dieser Sachlage lief das Schiff am 11. April zu Beginn seiner Heimreise nach Deutschland den kleinen Fischereihafen Honningsvåg auf der Nordkapinsel Magerøya an. Dort wurde es von der örtlichen Freiwilligenmiliz konfisziert".


    Fischdampfer München


    Die Besatzung wurde gefangen genommen und im Gefangenenlager Skorpa interniert.


    Ein kleiner Auszug aus einem Brief: "G. war an dem Vorfall gänzlich unbeteiligt. Er lag im festen Schlaf, als eine wohl als Warnschuss gedachte Kugel seinen Hals durchschlug. G. war sofort tot...."


    Quelle: NARA T 1022-3346, PG-74800


    Hans Grünberg müsste somit Zivilperson gewesen sein. Trotzdem tragisch.

    Gruß

    Lothar

    Gudde Uwe,


    vielen Dank für die Rückantwort. Da ich auch nicht dabei war, hatte ich gedacht einige weitere Informationen diesbezüglich zu bekommen.


    Der Brief, der in dieser NARA-Rolle abgelichtet ist, wurde vom damaligen Korvettenkapitän Alfred Schulze-Hinrichs geschrieben und zu den Eltern eines umgekommenen Matrosen Grünberg zugesand. Korvettenkapitän Alfred Schultze-Hinrichs war nach der Versenkung seines Schiffes im Gefangenenlager Skorpa interniert. Ob der Korvettenkapitän beim Tod von Oberleutnant Hattenbach dabei war, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe bis jetzt noch keinen Anhaltspunkt diesbezüglich gefunden. Im Schreiben wird nur über den "Mörder" des Matrosen Grünberg geschrieben.


    Die Seite mit den Brief aus der NARA-Rolle habe ich im Anhang.


    Quelle: NARA 1022_3346_PG 74800


    Vielleicht ergibt sich ja noch einige Informationen darüber.


    Gruß

    Lothar

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    Hallo zusammen,


    ich bin gerade an der Durchsicht einer NARA-Rolle der Marine. Dort ist eine Verlustliste eines Zerstörers enthalten die, die gefallenen Besatzungsmitglieder aufführt. Des Weiteren sind noch in Gefangenschaft geradene Marinesoldaten sowie zwei weitere Angehörige der Marine bzw. der Luftwaffe enthalten.


    Bei der Person der Luftwaffe handelt es sich um Oberleutnant Hans Hattenbach der am 06.06.1940 in Norwegen verstarb.


    https://www.volksbund.de/graeb…272829062c8e2ccf472e58b43


    Bei der weiteren Durchsicht der Seiten habe ich in einen Brief von 04. April 1941 folgenden Satz gelesen:


    "Auf den beigefügten Bild sehen Sie links auch das Grab des Oberleutnant der Luftwaffe Hattenbach, der dort einige Wochen später ebenfalls von der norwegischen Wache ermordet wurde und den wir an der Seite Ihres lieben Sohnes beisetzten".


    Hat jemand zu diesem Fall weitere Angaben ?. Was war geschehen ?. Was wurde aus der norwegischen Wache ?.


    Vielleicht kann jemand helfen.


    Gruß

    Lothar

    Hallo,


    ich verbinde den "River-Kwai-Marsch" mit den Kriegsfilm "Die Brücke am Kwai" :)


    "Die Rote Zora" ist für mich ein Kinderfilm um eine Jugendbande.


    Gruß

    Lothar

    Hallo Kordula,


    ich weis nicht was ich dazu sagen soll. Du wirst deine Gründe haben. ich finde es jedenfalls schade, daß Du dich zurückziehst. Vielleicht können Wir von Dir hier hinundwieder etwas lesen, wäre super.


    Ich möchte mich jedenfalls für deine Arbeit im Forum bedanken :thumbsup:


    Viele Grüße aus Hessen

    Lothar

    Hallo zusammen,


    auch ich bin der Meinung, dass das Tread von Andre hier hin gehört. Die von Andre eingestellten Dokumente sind einige von vielen Soldaten die aufgrund ihrer Überzeugung, der Krieg ist verloren, ihr Leben lassen mußten.


    Ich möchte hier auch an Johann Christian Süß erinnern, der am 11. Mai 1945, also drei Tage nach der Gesamtkapitulation, in Kiel-Mürwik erschossen wurde. Ein Gnadengesuch von Johann Christian Süß an den damaligen Vizeadmiral Bernhard Rogge, Gerichtsherr und Befehlshaber des Ausbildungsverbandes der Flotte, wurde abgelehnt. Er hatte kurz vor Kriegsende mehrere Gnadengesuche von zum Tode verurteilten Marinesoldaten abgelehnt.


    VDK


    und hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46273234.html


    Welche steile Karriere Vizeadmiral Bernhard Rogge nach dem Krieg macht , kann jeder im www nachschauen. Oder Hans Filbinger, Marinerichter.

    Die kleinen werden zum Tode verurteilt und die großen machen Karriere.


    Ich schweife vom Thema ab. Entschultigung


    Fakt ist, es ist und bleibt ein Kriegsverbrechen.


    Gruß

    Lothar


    Hallo Dieter,


    hast Du mein Nachtrag gelesen. Im forum.axishistory.com schreibt der User kgvm das es sich hier nicht im die "Wullenwever" handelt, sondern um die "Scorpion" ex. "Newhaven". Das Bild von Dir ist es als Führerschiff der 16. Vorpostenboot-Flottille aktiv. Er hat auch in seiner Post 495 ein Bild mit dem Flottillenwappen an der Brücke abgebildet.


    Gruß

    Lothar

    Hallo Dieter,


    ich würde auf die ehemalige Kanalfähre "Rouen" tippen. Sie wurde im August 1940 Kriegsbeute in Bordeaux und ab März 1941 als "Schiff 50" für Sonderzwecke für die Kriegsmarine in Dienst gestellt. Ab Juni 1941 Umbau zum Versuchsschiff. Im November 1941 als "Wullenwever" für die N.V.K. (Nachrichtenmittel-Versuchs-Kommandos) in Dienst gestellt. Am 25.4.1943 in der Ostsee nach Minentreffer gesunken. Später wieder gehoben und nicht mehr instandgesetzt. 1949 in Dieppe abgebrochen.


    Aber auch das Schwesterschiff "Newhaven" sah sehr ähnlich aus. Dieses wurde im Juli 1940 Kriegsbeute in Bayonne. Als Handelsstörer für den Kanal umgebaut und unter den Namen "Scorpion" in Dienst gestellt. Aufgrund von Personalmangel nicht in Fahrt. Später als V 1601 (Führerschiff der 16. Vorposten-Flottille) in Dienst. Danach wechselhafte Geschichte. 1948 abgebrochen.


    Quelle:

    Gröner Band 3

    Gröner Band 5

    Gröner Band 8


    Einige Infos auch hier: https://forum.axishistory.com/…ic.php?t=148739&start=480


    ab Post 491


    Nachtrag: Wenn ich mir die Beiträge auf forum.axishistory.com durchlese, dürfte es sich bei dem Bild um die "Scorpion" handeln, das Führerschiff der 16. Vorpostenboot-Flottille.


    Gruß

    Lothar

    Hallo Andi,


    selbstverständlich gibt es hier im Forum Spezialisten die Kurrent/Sütterlin in Hochdeutsch übersetzen können. Wenn Du die Texte einstellen willst, sehr gerne. Bitte aber die Fotos nicht schräg, lieber direkt von oben. Besser noch sind scans als jpg.


    Gruß

    Lothar

    14.01.45 westlich von Brüsterort durch sowjetische FlugzeugeHallo zusammen,


    zur Aufklärung der diversen "Mimi Horn" versuche ich hier eine kleine Folge der Schiffe zu starten. Definitiv sind nicht alle "Mimi Horn" gleichzeitig auf den Weltmeeren rumgeschippert. Die Quellen habe ich aus den WWW mit entsprechenden Seiten, sowie die Lektüren.


    Suchlisten für Schiffsnamen, Erich Gröner, J.F.lehmanns Verlag München

    Die Handelsflotten der Welt 1942 und Nachtrag 1944, Erich Gröner, J.F.Lehmanns Verlag München

    Die Deutsche Handelsflotte 1939 - 1945 Dinklage/Witthöft, Nikol Verlagsgesellschaft

    Die deutsche Handelsschifffahrt 1919 - 1939 Schiffsregister, Schmelzkopf, Verlag Gerhard Stalling


    Hierbei handels es sich um die bei Schömer & Jensen, Tönning gebaute "Mini Horn".Während des Baues, wurde das Schiff 1902 an die DSAS Skjalm Hvide (Man. Holm & Wonsild), Kopenhagen, Dänemark, umbenannt in „Asger Ryg“, verkauft. Das Schiff wurde am 6. April 1916 vom deutschen U-Boot UB 29 (Herbert Pustkuchen) westlich von Beachy Head versenkt. 15 Tote.


    Link: UB-29


    https://en.wikipedia.org/wiki/…cks_in_April_1916#6_April

    "Asger Ryg"


    Hierbei handelt es sich um den auf der AG Neptun, Rostock gebaute "Mimi Horn". 1914 wurde das Schiff in Vigo interniert, 1918 Heimatort Schleswig, 1919 an Großbritannien abgegeben, 1921 an Byron Steamship Co. verkauft, London, umbenannt in „Maid of Crete“, 1931 an Jugoslawien verkauft, umbenannt in „Tivat“, 1933 an Fenchurch Steamship Co., London in „Trade“ umbenannt, 1935 verkauft in E. Milano & Co., Triest, Italien, umbenannt in „Pasubio“, Am 16.02.1943 torpediert und vom englischen U-Boot „Unrivaled“ versenkt.


    Link: https://uboat.net/allies/warships/ship/3553.html



    Hier handelt es sich um die auf der Werft Henry Koch, Lübeck gebaute "Mimi Horn". 1926 an A. Hansen verkauft, Flensburg umbenannt in „Ceres“, 1932 an DS Vesterhavet AS verkauft, Esbjerg (Man. J. Lauritzen), Dänemark, umbenannt in „Helene“, 1940 von französischen Kriegsschiffen beschlagnahmt, anschließend von den Deutschen in Bordeaux beschlagnahmt, 1941 Rückgabe an den dänischen Eigentümer, umbenannt in „Hilma“, 1942 umbenennung in „Hilma Lau“, Am 13. Oktober 1944 torpediert vom russischen U-Boot „Lembit“ und versenkt.


    Link: http://warsailors.com/forum/read.php?1,2966,3006#msg-3006

    https://en.wikipedia.org/wiki/…hipwrecks_in_October_1944


    https://www.wrecksite.eu/wreck.aspx?146274



    Die "Mimi Horn" hat sich am 28. März 1940 beim nähern des brit. Hilfskreuzer HMS "Transylvania" in der Dänemarkstraße selbst versenkt. Keine Opfer.


    Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Mimi_Horn



    Und diese dürfte auch bekannt sein. Versenkt nach einem sowjetischen Lufttorpedotreffer am 14.01.45 westlich von Brüsterort. Es gab hier 4 Tote.


    Im Anhang Bild (Caprinus) der "Mimi Horn" V..


    Und natürlich der Link: http://www.theshipslist.com/ships/lines/horn.shtml#1


    Es dürfte nach meiner Meinung nur um die "Mimi Horn" V. handeln, die HerbertP sucht. Hier dürfte ein Blick in das Geburtsregister im Geburtsort helfen. Vielleicht ist hier ein Randnotiz im Geburtseintrag hinterlegt. Sterbedatum ?


    Gruß

    Lothar

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