Posts by merlin

    Stefan,


    das Dokument in #14 zeigt das persöhnliche Emblem von G.d.F. Curt Pflugbeil, das er als Kommandeur des IV. Fliegerkorps auf seiner He 111 Reisemaschine getragen hat. Die Einheit lag im Herbst 1943 in Kirowograd.

    Meine Frage war eher dahingehend zu verstehen, dass ich Archive, Boards, Foren, Bibliotheken oder was auch immer suche, in denen es möglich ist, die Historie einer konkreten Maschine anhand der Werksnummer nachzuvollziehen.


    Diese Daten stehen im Flugzeugbordbuch das zu jeder Maschine existierte und in das alle Flüge einzutragen waren, was für die Bestimmung der Inspektionsintervalle von Zelle und Motor wichtig war. Das Heft ist in den allermeisten Fällen nach Verlust der Maschine vernichtet worden.


    Alternativ würde mich interessieren, ob es möglich ist, irgendwo Bestandlisten aufzutreiben, die eventuell Werksnummern enthalten - ich weiß beispielsweise, dass Ende Dez. 43 der Bestand an Ju 88 in der Einheit 5 Stk. D-1 und 5 Stk T-1 waren, aber die Werknummern dazu kann ich nicht finden. Dh ich weiß dass Maschinen da waren, aber nicht WELCHE.

    Ich weiß schon, ein Luxusproblem. Aber es würde mich interessieren, ob es möglich ist, den Bestand einer Einheit zu einem bestimmten Zeitpunkt detailliert, also auch mit WNr. aller (oder der meisten) Maschinen aufzuschlüsseln.


    Solche Listen sind, wenn überhaupt, nur auf Einheitsebene geführt worden und waren ohne Wert wenn alle Maschinen auf der Seite nicht mehr im Bestand waren. Anstelle einer Liste hätte ich diese Daten auf Karteikarten zusammengetragen, das ist viel einfacher auf Stand zu halten. Solch eine Liste habe ich bisher nur ein einziges Mal von einer Staffel des NJG 2 gesehen, wo von 1940 bis 1945 alle Flugzeuge mit Typ, Werknummer, Übernahmedatum, Kennung sowie Abgabe- bzw. Verlustdatum aufgeführt waren.

    Hallo Markus,


    die Werknummer 430719 dürfte die richtige sein. Diese Maschine ist als 4U+LK drei Tage später in Tatoi bei einem Zusammenstoß mit einer Ju 52 zu 95% beschädigt worden.

    Elmar,


    mit Hilfe der Abendmeldungen vom Lw.Kdo. West, die Uwe eingestellt hat, kann man die Einheit aber eingrenzen:

    - die 3./NAGr 13 war viel zu weit im Süden.

    - der Aufklärungsraum der beiden Staffeln der NAGr 1 endete ca. 40 bis 50km südlich bzw. südwestlich der Absturzstelle.

    - die III./JG 27 hat am Tag vorher (24.03.45) neun Totalverluste im Luftkampf gehabt, diese Gruppe war am 25.03., wenn überhaupt, nur mit schwachen Kräften unterwegs. Über Erfolge oder Verluste liegen keine Angaben vor.

    - die II./JG 27 ist beim Früheinsatz (ca. 6:45) im Raum Bocholt - Dinslaken an eine große Gruppe alliierter Jäger (Mustang und Tempest) geraten von denen sie drei abschießen konnten, selbst aber auch Verluste zu beklagen hatte. Von den Totalverlusten sind vier namentlich bekannt. Da die systematischen Personalverlustlisten dieser Gruppe mit dem 11.03.45 aufhören, ist der Obgefr. Grob höchstwahrscheinlich ein weiterer Verlust aus diesem Luftkampf.

    Hallo Elmar,


    Laut Volksbundverzeichnis:


    Der Ogefr. Gerhard Grob (geb. 29.04.25 in Stuttgart, gefallen 25.03.45) ruht auf der Kriegsgräberstätte in Rees-Haldern, Endgrablage: Grab 276.


    Das ist gleich um die Ecke von Mehrhoog. Leider sind im Volksbundverzeichnis nie Einheiten angegeben, aber vielleicht findet man die Angabe auf dem Grabstein.

    Stefan,


    das erste Foto zeigt eine W34 für die nur die Kennung NG+KO passt. Diese Maschine ist als Trainer 1939/40 auf der FFS (See) Pütnitz gewesen und nach dem Umbau als Scheibenschleppmaschine (erkennbar an dem eckigen Kasten unter dem Rumpf im Bereich des "K") habe ich sie im Frühjahr 1943 beim Luftdienstkommando 65 in Rahmel bei Danzig und im Sommer 1943 beim Luftdienstkommando 64 in Kiel-Holtenau.


    Der Aufenthalt in Quedlinburg dürfe sich auf die Zeit nach der Genesung bei der Frontfliegersammelgruppe Quedlinburg beziehen wo Angehörige des fliegenden Personals nach der Wiederherstellung auf eine neue Verwendung warteten.


    In Theville lag 1943/44 als einzige fliegende Einheit die Aufklärerstaffel 4.(F)/123 mit Bf 109G. Diese Staffel hat im Juni 1944 nur zwei Totalverluste gehabt, deren Piloten namentlich bekannt sind.

    Felix,


    Ein bisschen noch dazu:

    Bei der Maschine handelt es sich um die Ju 88A-4 Werk.Nr. 4603 gebaut erst im Dezember 1941 bei Norddeutsche Dornier Werke in Wismar. Eine Kennung ist in der Verlustmeldung nicht angegeben.


    Die II./KG 76 war zu der Zeit in Orscha stationiert und die Maschine ist durch Flak abgeschossen worden.

    Gerhard,


    "Artillerieflieger" war keine spezielle Einheit sondern nur eine Tätigkeit der normalen Heeres-Aufklärer. Andere Aufgaben waren die Frontaufklärung über gegnerischem Gebiet, Tarnüberwachung der eigenen Stellungen und zeitweise die Vernebelung eigener Häfen an der Kanalküste.


    Für die Ausbildung gab es bei der Ergänzungsaufklärergruppe des ObdH einen Artilleriefliegerlehrgang in Jüterbog mit Hs 126 und Fw 189 ab Januar 1941. Nach Umbenennung der Einheit in Ergänzungsnahaufklärergruppe im April 1942 blieb der Artilleriefliegerlehrgang zunächst in Jüterbog, er wurde im Februar 1943 nach Mourmelon le Grande (bei Reims) verlegt, wo er bis zur Auflösung im September 1944 bestand.

    Jürgen,


    Zu diesem Bruch:


    MARSCHOLIK, Siegfried *13.12.1914

    07.08.1941 Lt., 5.(H)/Aufkl.Gr.21 Verwundung im Einsatz (HS126) bei Bobrinez mit 20% Schaden.


    gehörte die WNr. 3176.


    Die WNr. 3416 gehörte zur 6.(H)/12 und wurde ebenfalls in Bobrinez am 25.09.41 zu 30% beschädigt.

    Folgendes habe ich bisher aus Flugbüchern zur Belegung von Pyritz zusammengetragen:


    09.39 - 03.44 Arbeitsplatz der Sch./FAR 12 später FFS A/B 12 aus Königsberg/Neumark und ab 06.43 in Prenzlau

    04.42 - 05.42 Arbeitsplatz der BFS 8 aus Stargard

    03.43 - 07.44 Arbeitsplatz der FFS A/B 118 aus Stettin

    12.44 - 01.45 Arbeitsplatz der 16./KG 200 aus Prenzlau (nur Schulflugzeuge).


    Die FFS C Pyritz sollte im Sommer 1938 in Pyritz aufgestellt werden, da der Platz aber noch nicht fertig war ist sie in Sorau stationiert worden und dort auch nach Umbenennung in FFS C 1 bis Herbst 1942 geblieben. Die neue FFS C 1 lag ab 03.43 bis 07.44 immer in Schweinfurt, sie hat primär Ausbildung für angehende Transporterbesatzungen geflogen.


    Die Autoren der Aufstellung im Beitrag #4 liegen völlig daneben. Die Vorschulung für Komet-Piloten auf dem sogenannten Stummel-Habicht erfolgte ab Frühjahr 1944 in Gelnhausen und danach von 11.44 bis 03.45 in Rangsdorf, in Pyritz sind die nie gewesen.

    Ich habe ca. 25 Fw 58 mit CA+ in meiner Sammlung. Wahrscheinlich ist das eine Maschine von der I./JG 1 aus Jever, die hatten 1942 die CA+VS und CA+DX als Reisemaschinen im Bestand.

    Hallo,


    hier in den Beiträgen ist aber einiges durcheinander geraten:


    Die 54+S0K war ein Transporter der Stabsstaffel/KG 255 mt dem Flugzeugbuchstaben “S“ gefolgt von “Null“ und “K“. Aus Flugbüchern habe ich von anderen Einheiten noch eine 2L+S0K, L1+S0K, 25+S0K und 53+S0K.


    Zu der D-ASOK habe ich folgendes:


    12.34 Einflug in Dessau

    01.36 bei der DVS Stettin

    05.36 – 03.38 Kampffliegerschule in Tutow

    07.38 FFS C Ludwigslust

    Frühjahr 1940 als G5+DH bei der Transportstaffel V./Fliegerkorps

    01.41 von der 4.(F)/14 übernommen und später im Osten von 06.41 bis 03.42 als 5F+SM geflogen

    28.08.42 Verlust in Orscha bei der 2./KGrzbV 105 als G6+JY.

    Hallo Uwe,


    warum Ewald Seidel auf einer späteren Maschine der Einheit mit seinem Namen geehrt wurde und ob auch die anderen bei dem ersten Verlust der Einheit am 12.01.43 getöteten bzw. verletzten Besatzungsmitglieder in gleicher Weise geehrt worden sind, dazu habe ich keine Nachweise finden können.


    Zum Beispiel war es gängige Praxis bei den beiden Nahaufklärerstaffeln 4.(H)/31 und 6.(H)/31 alle Gefallenen der Staffel mit ihrem Namen auf einer späteren Maschine zu ehren.

    Hallo Josef,


    deines Vaters Einheit ist 1939 als Kurierstaffel 2 aufgestellt worden und ab Oktober 1939 immer für die 16.Armee in Frankreich und ab Juni 1941 im Nordabschnitt der Ostfront eingesetzt gewesen. Am 5.11.43 wurde die Bezeichnung in 29./FlVG 2 geändert, die Zuordnung zur 16. Armee blieb bestehen. Mit der Armee zusammen kam sie in den Kurlandkessel und wurde dort am 24.03.45 formell aufgelöst.


    Eventuell noch vorhandene Flugzeuge der Staffel (in der Hauptsache Störche neben einzelnen Ju 52, He 111, W 34 oder Fw 58) kamen wohl noch zu anderen Verbänden. Am 8.05.45 flogen flogen mindestens sechs Störche von Hela aus nach Store Heddinge auf Seeland. Sie gehörten alle zur Verbindungsstaffel/Luftwaffenkommando Ostpreußen. Die Namen der Besatzungen und Passagiere dieser Maschinen sind mir nicht bekannt.