Posts by dr.rudolf

    Nun bleibt noch zu klären ist sie Ziviler oder militärischen Ursprungs, wenn Militärisch, von wem und wann?

    Hallo M.D.,


    wenn nicht jemand ein gleichartiges "Beleg-Exemplar" auf einem Foto

    in seiner originären Verwendung hat, wird das alles Spekulation bleiben.


    Auffällig ist doch, dass es sich um Zwei-Stärken-Gläser handelt. Das ist/war

    erheblich teurer als Gläser mit einer Stärke. Wenn nicht ganz spezifische

    Sehfehler vorliegen, ist der Mensch im Wehrpflichtigen-Alter kurz- oder

    weitsichtig; beides läßt mit Ein-Stärkengläsern beheben.

    Darüber hinaus wurden beim Militär auch noch nach dem Krieg eher zwei

    Brillen (1 x nah, 1 x fern) aus Kostengründen verschrieben als eine Mehrstärken-

    Brille (später Gleitsichtbrille).


    Beim Träger der Brille muss es sich also vermutlich um einen älteren Menschen

    (>50) gehandelt haben. Er musste also sowohl in die Ferne, als auch in die

    Nähe gut sehen können und beides mit der Möglichkeit, "abzublenden",

    entweder vor dem Sonnenlicht oder einer Strahlung, die unmittelbar von

    der Arbeit (in der Nähe) herrührte.

    Die seitlichen Blenden weisen auf eine ungewöhnlich hohe Lichtintensität

    hin.


    Wenn es sich um eine Sonnen-/Blendschutzbrille handelte, könnte es sich

    m.E. lediglich um einen Träger gehandelt haben, der unter starker Lichteinstrahlung

    sowohl in die Ferne (Beobachtung) als auch in der Nähe (Kartenlesen) gleich

    gut sehen können musste (z.B. Kdr eines Gebirgsjäger-Regiments ?!?).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    auf dem ersten Foto kann man relativ deutlich die Schweißspritzer

    erkennen.

    Und falls die Brillengläser nicht dunkel genug erscheinen: Für das

    Autogenschweißen waren Schutzgläser mit geringerer Schutzwirkung

    ausreichend.

    Sicherlich war man zu der Zeit schon sehr Detailverliebt aber hat man es wirklich so weit getrieben und eine Schweißerbrille mit angepasster Sehstärke hergestellt?

    . . . dass hat nichts mit "detailverliebt" zu tun, sondern war einfach eine Notwendigkeit;

    andernfalls hätte der Schweißer eben nicht schweißen können. (Warum hatte jeder

    Brillenträger eigentlich eine ABC-Schutzmaskenbrille ! Auch aus "Detailverliebtheit" ?)


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. Es ist auch nicht ganz auszuschließen, dass die Brille - entgegen ihrer

    eigentlichen Zweckbestimmung - z.B. nach dem Krieg als Schweißbrille verwandt

    wurde.

    Hallo zusammen,


    das Einverständnis der Forumsleitung und der Moderatoren vorausgesetzt,

    möchte ich hier (wieder einmal) in "eigener Sache" tätig werden:


    Weihnachten steht vor der Tür (und kommt - wahrscheinlich wie jedes

    Jahr - wieder sehr plötzlich). Da ergibt sich oft das Problem eines Geschenks

    in letzter Minute.


    Es haben sich hier so viele Bücher angesammelt, die von Mitgliedern des

    Forums geschrieben und/oder herausgegeben wurden. Da wäre es doch

    schön, wenn diese "Werke" bei der Geschenksuche auch berücksichtigt

    würden. Dabei gibt es durchweg interessante Lektüre für kleines Geld.


    Und da man mit diesen "Nischenprodukten" nachweislich keine Reichtümer

    erlangen kann, wäre es auch eine kleine Anerkennung/Wertschätzung

    gegenüber denen, die sich die Arbeit gemacht haben.


    Vielen Dank !

    Rudolf (KINZINGER)

    Mein Vater war als Leutnant mehrere Monate lang Kompanieführer.

    Hallo zusammen,


    das war v.a. in den letzten beiden Kriegsjahren an der Tagesordnung. Ausschlaggebend

    war wohl neben den hohen Ausfallzahlen auch die Tatsache, dass viele der "jungen"

    Offiziere über ein enormes Maß an Erfahrung verfügten, weil sie als Mannschaften/

    Unteroffiziere bereits einen großen Teil des Krieges mitgemacht hatten.


    Als Leutnant waren sie dann aber "lediglich" Kompanie-Führer im Gegensatz zum

    etatmäßigen Kompanie-Chef (i.d.R. ein dienstälterer Oberleutnant, der zur Beförderung

    zum Hauptmann heranstand).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    wie auch in dem weiter oben verlinkten - ziemlich umfangreichen - Post

    erwähnt, war die gliederungsmäßige Struktur der Bataillone/Regimenter

    im Hinblick auf Stab/Stabskompanie im Verlauf des Krieges durchaus

    unterschiedlich.


    Ohne weiter verwirren zu wollen, stelle ich einmal Fotos aus dem Album

    meines Vaters ein. Dabei hatte das Infanterie-Regiment 110 bereits 1939

    ein Stabskompanie; KpChef war ein Oberleutnant/Hauptmann. Wenn man

    die Fotos interpretiert, dann gehörten Reiter-Zug, Nachrichten-Zug und

    Pionier-Zug organisch zur Stabs-Kompanie. Dazu kam dann noch das

    Stabspersonal (Mannschaften), hier als "Unter-Stab" bezeichnet. Mein Vater

    war - im Stab "großgeworden" (begonnen als Regiments-Schreiber) - als

    Unteroffizier Führer des Unter-Stabs.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Die kleine 3 dürfte die Nummer des Stempels sein, um z.B. bei mißbräuchlicher Verwendung feststellen zu können, welches Dienstsiegel verwendet wurde.

    Hallo zusammen,


    so ist es in der Tat !

    Für eine Einheit (Kompanie, Batterie usw.) bzw. einen Verband (Bataillon, Abteilung, Regiment usw.)

    war festgelegt, welche Offiziere ein Dienstsiegel führen durften, und diese Anzahl wurde beschafft/

    zugewiesen.

    Zur Unterscheidung waren die (gleichlautenden) Dienstsiegel/Dienststempel durchnummeriert.

    Dies erfolgte - wie von Thilo begründet - aber auch bei Verlusten musste dann nur das in Verlust

    geratene Dienstsiegel für ungültig erklärt werden.

    Die Nummern selbst hatten keine Bedeutung; d.h. der Kommandeur musste nicht zwingend die

    "Nr. 1" haben.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Christoph,


    die Stadtverwaltung müsste der richtige Ansprechpartner sein, denn die

    Umbenennung von Straßen bedurfte (auch hier) eines Verwaltungs-/Rats-Beschlusses.

    Dieser müsste auch archiviert worden sein, denn aus mannigfaltigen Gründen

    muss so eine Umbenennung auch nach Jahrzehnten noch eindeutig nachvollziehbar

    sein.

    (Ich will nicht hoffen, dass hier die Kriegswirren/das (erfolgreiche) Kriegsende einen

    "Strich durch die Rechnung" gemacht haben !)


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo vprager,


    Du willst offensichtlich "mit Gewalt" hier eine Bestimmung und/oder Regelung

    erhalten, wie so eine (ausnahmsweise) Beförderung zum Offizier wg. außergewöhnlicher
    Tapferkeit erfolgte; und das geht nicht.


    Jede dieser Beförderungen war eine höchst individuelle (einmalige) Einzelfallentscheidung.

    Ich habe keine statistischen Daten, aber diese Beförderung an sich war schon eine der

    höchsten Ehrungen, da wurden i.d.R. für denselben Tatkomplex nicht auch noch höchste

    Orden verliehen.


    Deine Fragen nach Ritterkreuzverleihungen könntest Du Dir eigentlich selbst beantworten,

    wenn Du Dir einmal die Namenslisten der Verleihungen ansiehst: Das Ritterkreuz wurde

    an sämtliche Dienstgrade verliehen ! Ein "Ungleichgewicht" kommt lediglich hinein, weil

    die Verleihung an höhere Dienstgrade quasi eine Ehrung des gesamten Truppenteils

    darstellte. Und ein Jagdflieger hatte natürlich erheblich größere Chancen, sich zu bewähren

    (und damit ein RK verliehen zu bekommen) als ein Mannschaftssoldat irgendwo im Graben.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    in meiner Gemeinde war ein Tapferkeitsoffizier. Welche Voraussetzungen musste ein Soldat vorweisen um einen solchen Rang zu bekommen?


    Hallo vprager,


    "Tapferkeitsoffizier" ist kein Rang, sondern die Bezeichnung für einen Offizier, der

    an sämtlichen Beförderungsbestimmungen vorbei Offizier geworden ist.

    Dabei handelte es sich um bemerkenswerte, außergewöhnliche Einzelfälle,

    die m.E. nicht durch irgendwelche Vorschriften "untermauert" waren. Von daher

    sind die Gründe, warum ein Soldat auf diesem Wege zum Offizier befördert

    wurde ebenso vielfältig wie die einzelnen Fälle.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    bei Erfrorene (z. B. Lawinenopfer) ist das also sehr empfehlenswert, die werden sich zwar anfänglich dagegen wehren, sobald aber das Wärmegefühl erst einmal eingetreten ist, sich bedanken.

    Hallo Wolfgang,


    das ist buchstäblich "Schnee von gestern". Sämtliche aktuellen Erkenntnisse zur

    Ersten Hilfe lauten:

    "Keinesfalls sollten Sie den Betroffenen mit Eis oder Schnee einreiben, um den

    Kreislauf zu mobilisieren, die erfrorenen Stellen mit Atemluft anhauchen, heiße

    Bäder durchführen oder Wärmflaschen oder Heizdecken verwenden."


    Das kannst Du auf allen einschlägigen Seiten (z.B. DRK, ASB, Johanniter)

    nachlesen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    ich hätte nie gedacht, dass die Ausbildung bei der Bundeswehr so hart sein konnte.


    Hallo Wolfgang,


    das war in den 60er- und Anfang der 70er-Jahre !
    Das war die Zeit des ILLER-Unglücks und der NAGOLD-Affäre; die Bundeswehr

    war noch auf der Suche nach ihrer Stellung in der demokratischen Gesellschaft,

    und die Mehrheit der Vorgesetzten/Ausbilder hatte Vordienstzeiten in der

    Wehrmacht.

    Das ist sicherlich nicht mit heute vergleichbar.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Uli,


    für die Entscheidung, ob "Landesschützen" oder "Infanterie" könnte auch

    das Lebensalter des Gesuchten ausschlaggebend sein.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Uli,


    es könnte ein Übertragungsfehler sein und "I.E.B.7" (also: Infanterie-Esratz-Bataillon 7)

    heißen.

    Im übrigen ist die Aufschrift auf der Erkennungsmarke das "Unwichtigste", was es

    in der Ahnenforschung gibt, denn im Prinzip handelt es sich lediglich um eine Kennung,

    die einmalig ist und den Inhaber der Erkennungsmarke eindeutig identifiziert. (Da

    könnte also auch 4711-08/15 draufstehen, wenn das mit dem Inhaber in einer Liste

    verknüpft ist).

    Der Truppenteil auf der Erkennungsmarke ist lediglich der ausgebende Truppenteil,

    d.h. der EKM-Inhaber war zum Zeitpunkt der Ausgabe Angehöriger dieses Truppenteils,

    aber wann und wie lange, darüber kann man keine Aussage machen. Von daher leistet

    die EKM-Aufschrift auch nur in den wenigsten Fällen einen schwerwiegenden Beitrag

    zum militärischen Werdegang eines Gesuchten.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Offiziell haben wir über die NVA nichts erfahren.

    Hallo Rainer,


    diese Aussage kann ich für mich nicht bestätigen. So wurde beispielsweise

    das "Standardwerk"

    Thomas M. Forster; Die NVA (414 Seiten)

    in der Offizierausbildung zur Lektüre empfohlen und stand auch in jeder

    Soldatenbücherei.


    In meinem Regal steht noch die 6.(!) Auflage von 1983 (da kann man sich

    ausrechnen, wie verbreitet das Buch war).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

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