Posts by dr.rudolf

    Mich wunderts nur das Abgang und Zugang vom Sallbau Recklinghausen war.

    Hallo Oliver,


    das habe ich Dir doch versucht, zu erklären:

    Im Res.Laz. Lengerich war er lediglich vom 24.02.1945 bis zum 09.03.1945;

    vieleicht zu einer Untersuchung oder einem operativen Eingriff, auf den

    das Lazaret spezialisiert war ?!?

    Wenn er "Tripper" hatte, stand immer die Wehrstraftat "Selbstverstümmelung" im Raum;

    zusammen mit der Aussage "Lengerich=Psychiatrie" könnte es sein, dass dort versucht

    wurde, diesen Vorwurf zu verifizieren (oder auszuräumen).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Heißt das, dass Angehörige des Landes-Schützen-Batl. XVII / XIII und der Stab des Korück 585 nicht "im Feld gekämpft" haben? Was haben die denn da gemacht? Ab 18.8.44 war er ja beim 2./Ld. Schtz. Batl. 828. Waren das auch keine Feldtruppen?

    Hallo Axel,


    die Landesschützen rekrutierten sich i.d.R. aus lebensälteren Wehrpflichtigen und

    hatten v.a. Aufgaben wie Sicherung wichtiger Objekte, Gefangenenbewachung u.ä..

    Dies führten sie im Heimatkriegsgebiet, aber auch im Feindgebiet rückwärts der

    "kämpfenden Truppe" aus.

    "Stab des Korück" war ein Stab, also ein Führungselement, per se nicht zum Kampf

    in der vordersten Linie vorgesehen. Und "Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets"

    besagt ja auch, dass der Stab "ganz weit hinten" lag. Das bedeutete natürlich nicht -

    bei zunehmender Partisanen-/Banden-Bedrohung - dass hier nicht auch mit der Waffe

    in der Hand gekämpft werden musste.

    Aber Du kannst davon ausgehen, dass die Einheiten, die für Deinen Großvater angegeben

    sind, grundsätzlich nicht für den Einsatz in der HKL vorgesehen waren.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Oliver,


    es handelt sich um Auszüge aus den Krankenbüchern zweier

    Lazarette:

    - Res.Laz. GE-Buer

    - Res.Laz. Lengerich

    Dazwischen fehlt etwas.


    Im Res.Laz. Lengerich war er lediglich vom 24.02.1945 bis zum 09.03.1945;

    vieleicht zu einer Untersuchung oder einem operativen Eingriff, auf den

    das Lazaret spezialisiert war ?!?

    Vorher und nachher war er im TeilLaz. Saalbau Recklinghausen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Axel,


    die angegebenen Truppenteile sind sämtlich keine Feldtruppenteile; von

    daher ist eine Verwendung in der Entlassungsstelle - wie beschrieben -

    nicht abwegig.

    Für seine Verwendungen könnte es ja Gründe gegeben haben wie vorgerücktes

    Lebensalter oder mangelnde Feldverwendungsfähigkeit, das musste nicht auf

    einer Verwundung beruhen, sondern könnte auch eine gesundheitliche

    Verwendungseinschränkung gewesen sein.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. Mein Großvater hatte als Weltkrieg-I-Teilnehmer im Zweiten Weltkrieg

    ähnliche Verwendungen.

    es kommt hier selten vor, dass jemand den Beweis augenscheinlich auf den Tisch legt!


    Hallo Karl,


    das ist jetzt fast 50 Jahre her und meine persönliche "Kriegsgeschichte", da entscheide

    ausschließlich ICH, was ich einstelle (Datenschutz hin oder her !) Und auf den

    Einzelkämper-Lehrgang bin ich auch noch stolz !

    Viel schlimmer finde ich die "Selbstdarsteller", die in Fatzebuck rücksichtslos Fotos

    ihrer minderjährigen Kinder einstellen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Sind die handschriftlichen Ergänzungen bei den Unterschriften,

    z.B. Kdr. Gr.Rgt. 1087 oder Kdr. A.R. 1545, von Deinem Vater?


    Hallo Kordula,


    ja das hat mein Vater vermerkt. Die Vorgesetzten/Kameraden waren ja

    teilweise noch recht neu. Der Begriff "alte Kampfgemeinschaft" ist vor

    dem Hintergrund der damaligen Ausfälle - gerade auch bei den Offizieren -

    sicher relativ zu sehen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. Nach Gen.Maj. OBENAUS hat mein Vater einige Monate später auch seinen Divisionskommandeur

    bei der 78. Sturmdivision Gen.Maj von HIRSCHFELD verloren.

    GM v. Hirschfeld

    Hallo zusammen,


    trägt zwar nicht zur weiteren Klärung bei, aber im Anhang Genesungswünsche ins

    Lazarett an meinen Vater mit u.a. den Unterschriften "OBENAUS" und "KEHR".

    Gen.Maj. OBENAUS war der Divisionskommandeur meines Vaters.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    jein, bei Jagdkampf war nix mit waschen. Nach vier oder fünf Tagen in den gleichen Klamotten ohne Waschen roch man einfach etwas.

    Hallo Rainer, hallo zusammen,


    jein ! Nach 5 Tagen im Sauwaldhof in Schongau (Ende November) wurde befohlen, dass wir

    uns zu waschen hätten. Das war aber nicht das schlimmste; wir wurden auch verdonnert,

    uns zu rasieren. Damit hatten wir nicht nur nicht gerechnet, sondern waren auch nicht

    vorbereitet.

    Immer Elektrorasur (alle 2-3 Tage) gewohnt, wurde die Rausur mit geliehenen Nass-Rasierern

    und eiskaltem Wasser aus dem Bergbach zum reinsten "Schlachtfest". Wir sahen aus !

    Blutig, aber frisch gewaschen und rasiert !


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    der "Fahnenjunker mit Unteroffiziersschulterklappen und Stern auf dem Arm" muss dann aber frühe Bundeswehr gewesen sein


    Hallo zusammen,


    ich kann kein genaues Datum benennen, aber den Stern auf dem Unterarm trugen die Offizieranwärter

    der Bundeswehr bis Mitte der 70er-Jahre. Ich (Beförderung zum Leutnant 1971) trug ihn auch noch.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für die (letztendlich doch verstehenden) Beiträge !

    Ich bin - vielleicht berufsbedingt - manchmal etwas geradeheraus;

    dabei ist meine Maxime allerdings: Wer austeilen kann, muss auch

    einstecken können !

    Dochi bleibt es bei diesem unpersönlichen Medium "Internet" bisweilen

    nicht aus, dass man mißverstanden wird. (Und das passiert nun mal eher

    bei Kritik als bei nett gemeinten Beiträgen wie von Justus.)

    Ich fände es da angenehmer, man könnte mit seinem Gegenüber persönlich

    und offen von Angesicht diskutieren. Da merkt man Mißverständnis und/oder

    Zustimmung unmittelbar ("just in time").


    In diesem Sinne

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    das ist immer das Problem, wenn aus dem Zusammenhang gerissen eine (Teil-)Aussage

    zitiert wird.

    Zur Erläuterung;


    Meine Aussage stand unter dem großen Thema "Nichtssagende Überschriften". Und in diesem

    Zusammenhang habe ich meinen Eindruck formuliert, dass das FdW primär als "Dienstleistungsangebot"

    wahrgenommen wird, und damit eben auch nictssagende Überschriften die Folge sind.


    Meine Meinung ist und bleibt weiterhin, dass auch der "Neuling" dazu kommen sollte/dazu angehalten

    werden sollte, das FdW als "sein Ding" zu betrachten. Schon mit seiner ersten Fragestellung macht

    er den Schritt, dass er das Forum mitgestaltet. Und da gehört es m.E. eben dazu, dass er sich Gedanken

    über eine Überschrift macht, die aussagekräftig ist, vielleicht ohne Tippfehler und die auch mit der

    Suchfunktion gefunden wird.


    Diese Forderung hat sehr viel mit Außenwirkung und "Forums-Handling" zu tun, das Thema ist natürlich noch

    erhblich umfangreicher, wenn man sich in die Position des Antwortenden begibt. Man denke nur an

    die sinnvolle Forderung, mit der ersten Fragestellung, den gesamten Wissens-/Ermittlungsstand "auf

    den Tisch zu legen" und nicht den Gutwilligen recherchieren zu lassen mit dem Ergebnis "Das wußte ich

    aber schon !"


    Doch das Thema in Gänze auszubreiten, würde hier zu weit führen. Ich hoffe dennoch, dass meine Position

    und die Zielrichtung meiner Aussage mit dieser Erläuterung nun in meinem Sinne angekommen ist,


    Schönen Abend !

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. Seht es doch einmal so, dass auch der Neuling mit jeder Fragestellung, jeder Unterlage und jedem

    Dokument, das er einstellt, einen Beitrag zum Forum leistet. Davon lebt das Forum, davon leben wir, und

    nicht selten hat eine interessante Fragestellung dazu beigetragen, dass selbst der "älteste Hase" noch

    etwas lernen konnte. Ist es da zu viel verlangt, sich bei der Formulierung seines Anliegens (einschl.

    der Überschrift) etwas Mühe zu geben ?

    Gibt es eine - auch für den Laien durchführbare - Methode, die Papierreste schonend zu entfernen?

    Hallo Cristiane,


    das Problem sind vermutlich nicht die Papierreste, denn damals waren (fast) alle Klebemittel

    (bis hin zum Mehlkleister) relativ leicht wasserlöslich. Das Problem ist dann aber die Schrift:

    Wenn es Tinte oder Kopierstift war, dann wird sie Dir in jedem Fall verlaufen . . .


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hello mrcarlo,


    M 14542

    (1.2.1941-11.7.1941) 3. Torpedoboots-Flottille Schiffskasse.


    M 51750

    (12.3.1943-7.9.1943) 6. Vorposten-Flottillen-Kommando.


    M 17903(1.2.1941-11.7.1941) 6. Sperrbrecher-Flottille Kommando.


    M 10284

    (Mobilmachung-1.1.1940) 1. Vorposten-Flottille

    (2.1.1940-27.4.1940) 1. Vorposten-Flottillen-Kommando

    (15.9.1940-31.1.1941) 3. Sperrbrecher-Flottillen-Kommando.


    M 35078

    (Mobilmachung-1.1.1940) Kreuzer "Lutzow".


    M 14971

    (Mobilmachung-1.1.1940) Fahrzeug der 7. U-Flottilledann 7. U-Flottille "Wegener" Kommando Beischiff "Hamburg",

    (2.1.1940-27.4.1940) Kommando der 7. U-Flottille Beischiff "Hamburg"

    (1.2.1941-11.7.1941) Kommando der 7. U-Flottille

    (27.1.1942-14.7.1942) 7. U-Flottillen-Kommando

    (24.3.1944-6.11.1944) 21.9.1944 6. u. 7. U-Flottille Kommando .


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Harald,


    um es noch einmal einfach darzustellen:

    Ersatz-Truppenteile hatten den Auftrag, den (personellen) Ersatz für

    die zugehörigen Feldtruppenteile bereitzustellen.

    Zu Beginn des Krieges wurde das System (noch) idealtypisch eingehalten:

    Mit der Mobilmachung wurde zu jedem Feldtruppenteil ein Ersatztruppenteil

    aufgestellt; also "Infanterie-Regiment XY" --> "Infanterie-Ersatz-Bataillon XY"

    oder "Artillerie-Regiment YZ" --> Artillerie-Ersatz-Abteilung YZ".

    Der Einfachheit halber verblieben die Ersatztruppenteile oft in den Kasernen-

    anlagen der ausgerückten Feldtruppenteile.

    Da das Ziel war, den Feldtruppenteilen den feldverwendungsfähigen Soldaten

    zuzuführen, wurden Rekruten und Gediente nicht nur zu den Erstztruppenteilen

    einberufen, sondern hier auch untersucht, ausgerüstet und ausgebildet. Dazu

    verfügten die Ersatztruppenteile über entsprechendes Stammpersonal.

    Im Laufe des Krieges wurden die Ersatztruppenteile auch zum "Parkplatz" für

    Verwundete/Genesende, die noch nicht wieder frontverwendungsfähig waren.

    Diese wurden dann auch als Ausbildungspersonal eingesetzt.


    Im Verlauf des Krieges wurde dieses System jedoch zunehmend durchbrochen,

    bis hin zur Endphase, wo dann auch Ersatztruppenteile an die Front geworfen

    wurden.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Rast,


    wenn Du willst, stell doch mal das Foto hier ein (vielleicht ist ja

    irgendein Hinweis darauf zu erkennen ?!?).


    Wohnhaft im Land Hadeln setzt nicht voraus, dass er auch "heimatnah"

    einberufen wurde. "Heimatnah" ist auch eher ein Begriff aus der

    Vorkriegszeit; mit Kriegsbeginn gab es - Zug um Zug - keine Friedens-

    stationierung mehr. Die Kasernen wurden zum Teil mit Ersatztruppenteilen

    belegt. Neuaufstellungen von Divisionen erfogten dann oft auf Truppenübungs-

    plätzen.


    D.h. es bleibt Dir nur der bereits geratene Weg, eine Auskunft zu beantragen !


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)