Posts by dr.rudolf

    Hallo zusammen,


    ich möchte mich mal hier in eigener Sache "Bücher, von unseren Mitgliedern

    geschrieben, herausgegeben . . ." zu Wort melden und hoffe dabei, dass ich

    auch im Namen meiner Mit-Autoren/-Herausgeber spreche:


    Nachdem ich - nicht zuletzt durch das überragende Interesse der Mitglieder

    dieses Forums - Bücherumsätze erzielen konnte, die weit im vierstelligen

    Bereich liegen, hält sich die Resonanz - positiv wie negativ - in recht bescheidenen

    Grenzen. So kann man bei amazon vielleicht zusammengenommen zwei Handvoll

    Rezensionen lesen. Es wäre schön, wenn sich das ändern würde !


    Es ist doch ganz einfach, z.B. bei amazon einen "Dreizeiler" einzustellen mit

    der Beschreibung, was einem gefallen hat oder was nicht, oder auch eine kurze

    Beschreibung, wie der Inhalt subjektiv empfunden wurde. Das wäre für manchen

    potentiellen Käufer hilfreich.


    In diesem Sinne !

    Rudolf KINZINGER

    Ich möchte nur Informationen über den Verbleib der Unterlagen haben .

    Hallo Jörg,


    informier Dich doch mal über die Aufbewahrungsfristen von wichtigem (öffentlichem)

    Schriftgut. Da wirst Du feststellen, dass selbst vermeintlich "archivierwürdige" Akten

    schon nach 30 Jahren vernichtet werden.

    Da es sich bei den von Dir gesuchten Unterlagen um völlig "nachrangige" Akten handelte

    (z.B. im Gegensatz zu Personenstandsakten), wirst Du vermutlich nichts finden. Die einzige

    Chance wäre eben die Familie des ehemaligen Eigentümers, denn er muss ja Leistungsbescheide

    und Empfangsquittungen erhalten haben (aber wer hebt den so etwas über 80 Jahre auf ?).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Für viele Zeitgenossen ist das schon "viel zu weit weg" und damit kaum mehr relevant.

    Hallo zusammen,


    wenn man bedenkt, wie viele Zeitgenossen <30 Jahre schon mit der deutschen Teilung

    und dem Mauerbau nichts mehr anfangen können . . .

    Und neben dem Zeitfaktor kommt auch immer wieder hinzu, wie unbegreiflich und

    unfassbar das jeweilige Geschehen war. Und das Geschehen während des NS-Regimes

    übersteigt nun einmal jegliches Verstehen !

    Je weiter die Zeit fortschreitet, desto eher wird den "Holocaust-Leugnern" Glauben

    geschenkt werden. Darin besteht in der Tat eine große (gesellschaftliche) Gefahr.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Was erfuhren die Angehörigen des Soldaten davon? Wurde das üblicherweise totgeschwiegen oder erhielten diese eine Benachrichtigung über den unehrenhaften Tod?

    Hallo zusammen,


    i.d.R. wurden die Angehörigen offiziell informiert. Das war wichtig, denn z.T. wurden

    sogar noch Kosten geltend gemacht (der deutsche Bürokratismus läßt grüßen !).

    Es wurden regelmäßig auch entsprechende Verhaltensgebote erlassen, z.B. keine

    Todesanzeigen !

    Über den Verbleib der sterblichen Überreste gibt es sämtliche "Varianten"

    bis hin zu der Tatsache, dass z.B. über den Verbleib des Leichnams des OLt. z.S.

    Oskar KUSCH bis heute nichts bekannt ist.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    vielleicht komme ich jetzt "völlig aus dem Mustopf", aber ich

    habe gerade festgestellt, dass der 200-seitige Katalog zur

    Dauerausstellung SANDBOSTEL von 2015 jetzt als PDF

    verfügbar ist:

    Katalog SANDBOSTEL


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Frank,


    im Rahmen der Gleichschaltung und der Übernahme des Innenressorts durch

    Heinrich HIMMLER wurden viele Polizeibeamte (zwangsweise) in die SS, Gestapo

    usw. übernommen und hatten dann zwei Dienstgrade.

    "KK" müsste m.E. "Kriminalkommisar" heißen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Das war 1971 und kein Hahn krähte danach, wenn man lange Haare hatte. Bei der Einkleidung bekam jeder ein Haarnetz, ob lange Haare oder nicht.

    Ja, ja, das war (neben der BigBand der Bundeswehr) das Erbe von Helmut Schmidt !

    Aber an der Luftlande-/Lufttransport-Schule kümmerte sich kaum einer darum.

    Wir gingen zum Friseur neben dem Wachlokal, der fragte "Fallschirmspringer oder

    Einzelkämpfer ?" und bei "Einzelkämpfer" gab es kein Halten mehr, die Haare waren

    weg . . . restlos !


    Zum Problem des Rasierens:

    Wir haben das auch nicht so ernst genommen, unsere Ausbilder aber schon. Im Waldlager

    beim Sauwaldhof entdeckte der Hauptgefreite leichte Flaumspuren an Kinn und Wangen

    der angehenden Einzelkämpfer, also lautete der Befehl: "In 10 Minuten stehen Sie hier, aber rasiert !"

    Wir waren nicht darauf gefasst, aber einer hatte Einwegrasierer dabei. Nun an den Gebirgsbach

    mit dem Spiegel vom Kompass geschaut und mit eiskaltem Wasser und Einwegrasierer zur

    Tat geschritten. Das glich eher einem "Schlachtfest", aber der "Bart" war ab und der Ausbilder

    zufrieden . . .


    Gruß
    Rudolf

    Hallo Roland,


    schade, dass der Befehl nicht besser lesbar ist !

    Ich habe mal die dazu passende Schilderung der Kämpfe aus "meinem" Buch

    Hans-Günther UNGER; Landsknecht oder idealistischer Trottel ?

    Teil II, Norderstedt 2017

    angehängt. Diese Kämpfe waren ein Fiasko für das Bataillon.

    Aber vielleicht sind die Auszüge ja für den einen oder anderen von Interesse.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. Zwei weitere Auszüge hänge ich anschließend wegen der Dateianzahl an.

    gestern lief um 23.50 Uhr in der ARD eine Dokumentation mit dem Titel "Soldaten",

    Hallo J.H.,


    das ist die "begeisternde" Programmpolitik der öffentlich-rechtlichen

    Sendeanstalten:

    Um 20:15, zur besten Sendezeit, gibt es nur Mist (3. Wiederholung eines

    "Amsterdam-/Bozen- oder sonstigen Krimis" und die interessanten Beiträge

    kommen zu Zeiten, wo jeder normale Mensch schläft . . .


    Weiter so !

    Rudolf

    Hallo J.H.,


    Du traust Dich aber was: Jetzt noch Fußball ?

    Und dann auch noch ausgerechnet englischen !


    (Aber vielleicht wurde ja schon damals die Grundlage

    für unser vorgestriges Debakel gelegt ?!?)


    Gruß

    Rudolf

    Man wollte keine höheren Offiziere in die BW übernehmen, die von der SED geprägt waren.

    Mein lieber Bert,


    ganz so einfach war das Ganze dann doch nicht; denn eine Entlassung eines

    ehemaligen NVA-Offiziers musste im Zweifelsfall auch "gerichtsfest" sein und

    im Falle einer Klage Bestand haben.

    Die Übernahme/Nichtübernahme ist eindeutig im Einigungsvertrag in

    "Anlage I Kapitel XIX B II Sachgebiet B" geregelt.

    Hier nur zwei Auszüge (Beispiele):


    - "§ 7

    (1) Ein Soldat auf Zeit oder Berufssoldat der ehemaligen Nationalen Volksarmee ist zu entlassen, wenn er dies beantragt. Ein Soldat auf Zeit ist zu entlassen, wenn die festgesetzte Dienstzeit endet. Ein Berufssoldat kann entlassen werden, wenn er die nach bisherigem Recht geltende Mindestdienstzeit erreicht oder überschritten hat. Ein Soldat auf Zeit oder Berufssoldat kann ferner entlassen werden,

    1.wenn er wegen mangelnder fachlicher Qualifikation oder persönlicher Eignung den Anforderungen nicht entspricht,

    2.wenn er wegen mangelnden Bedarfs nicht mehr verwendbar ist oder

    3.wenn die bisherige Beschäftigungsstelle ganz oder teilweise aufgelöst wird oder bei Verschmelzung, Eingliederung oder wesentlicher Änderung ihres Aufbaus die bisherige oder eine anderweitige Verwendung nicht mehr möglich ist.

    . . .

    (2) Ein Soldat auf Zeit oder Berufssoldat der ehemaligen Nationalen Volksarmee ist zu entlassen, wenn er

    1.gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder Rechtsstaatlichkeit verstoßen hat, insbesondere die im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 19. Dezember 1966 gewährleisteten Menschenrechte oder die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 enthaltenen Grundsätze verletzt hat oder

    2.für das frühere Ministerium für Staatssicherheit/Amt für Nationale Sicherheit tätig war

    und dadurch die Fortsetzung des Dienstverhältnisses unzumutbar erscheint."


    - "§ 8

    (4) Der Bundesminister der Verteidigung entscheidet über eine Verlängerung der Dienstzeit und über die Übernahme zum Berufssoldaten. Er hört vor der Übernahme von Offizieren zu Berufssoldaten einen unabhängigen Ausschuß zur persönlichen Eignung an. Zusammensetzung, Befugnisse und Verfahren dieses Ausschusses regelt die Bundesregierung. Die Ernennung zum Berufssoldaten ist in der Regel nicht zulässig, wenn der Bewerber das 50. Lebensjahr vollendet hat."


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)