Posts by dr.rudolf

    Hallo zusammen,


    bei allen verordnungsgemäßen Regelungen darf nicht außeracht bleiben,

    dass lagebezogen zeitlich/örtlich begrenzt immer mal wieder Urlaubssperren

    verfügt wurden. Dies führte dann oft zu nicht unerheblichem "Urlaubsstau",

    der in den Einheiten und Verbänden versucht wurde, durch möglichst gerechte

    Auswahlkriterien (Familienstand, letzter Urlaub usw.) abzubauen.

    Von einem Anspruch auf Urlaub war man da meistens weit entfernt; was zählte,

    war die Einsatzbereitschaft des Truppenteils.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    es berührt mich etwas seltsam: Der Befehl des OB der Heeresgruppe Mitte

    ignoriert völlig, dass es durchaus auch "gewichtige" Gründe für die Benutzung

    eines Gehstocks gab. Sowohl als WW I-Teilnehmer als auch aus dem laufenden

    Krieg gab es beinamputierte Offiziere, die auf eine derartige Gehhilfe angewiesen

    waren.

    (In meiner aktiven Dienstzeit habe ich im Gelände und zur Bewältigung längerer

    Strecken auch immer einen Gehstock benutzt.)


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    aus wiki:

    "Schweres Wurfgerät 40/41

    Das schwere Wurfgerät 40 (Holz) und das schwere Wurfgerät 41 (Stahl) konnten sowohl den 28-cm-Sprengwurfkörper als auch den 32-cm-Flammwurfkörper abfeuern. Beim Wurfgerät 40 waren vier hölzerne Packkisten von 30 kg Gewicht auf einem 52 kg schweren Gestell untergebracht. Ersetzt wurde es 1941 durch das schwere Wurfgerät 41 (Stahl), bei dem vier Raketen jeweils in einer 20 kg schweren Stahlpackkiste auf einem 110 kg schweren stählernen Gestell untergebracht waren."


    aus Hans-Günther UNGER; Landsknecht oder idealistischer Trottel ?

    "Schweres Wurfgerät 40, eine einfache Werferart. Aus ihr wurden Sprengwurfkörper der Kaliber 28/32 cm verschossen. Wegen ihrer Wirkung und des durchdringenden Aufheulens beim Abschuß bezeichneten sie die Deutschen als "Stukas zu Fuß", die Russen als „brüllende Kühe“ oder „Hitleresel“."


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    es liegt mir fern, Euren Exkurs zum "Fugen-s" weiter zu verkomplizieren.

    Offensichtlich gibt es tatsächlich kein eindeutiges Regelwerk und das

    Streichen des Fugen-s auf Behörden- und/oder Amtsdeutsch zu schieben,

    halte ich für sehr weit hergeholt.


    Ein Teil des Fugen-s-Gebrauchs erklärt sich m.E., wenn man das "s" als

    genitivisches Relikt betrachtet, so wie ich es vor (gefühlten) 100 Jahren

    gelernt habe:

    Der Offiziersdolch ist zwar der Dolch des Offiziers, aber der Offizieranwärter

    ist eben kein Anwärter des Offiziers, sondern Anwärter zum Offizier.

    Das Verbandsabzeichen ist zwar das Abzeichen des Verbands (z.B. Wappen der Division),

    aber der Verbandkasten ist eben kein Kasten des Verbands, sondern ein Behältnis

    zum Aufbewahren von Verbandmaterial.


    Dabei bin ich mir durchaus bewusst, dass damit nur ein Teil des Fugen-s-Gebrauchs

    zu erklären ist.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Denn die letzte Nachricht meines Onkels kam aus dem Lazarett in Troppau, im März 1945. Also könnte es sein, daß er bei dem Bombenangriff, im Lazarett verstorben ist.

    Hallo Bruck,


    das ist EINE Möglichkeit !

    Mein Vater war zu der Zeit auch in einem Lazarett in der Gegend. Im Angesicht des bevorstehenden

    Kriegsendes setzten mehr oder weniger umfangreiche Absetzbewegungen nach Westen ein. Vor

    den Kampftruppen betraf das v.a. auch die Lazarette.

    Dabei wurden Verwundete auf dem Marsch des öfteren von der zunehmend erstarkenden

    Freischärlerbewegung angegriffen. Das wäre eine (weitere) Möglichkeit, wie er zu Tode gekommen

    sein könnte.

    Ich würde mich also nicht (ausschließlich) auf TROPPAU und das Lazarett konzentrieren; daher kam

    nur die letzte bekannte Nachricht !


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Die in der Waffenfarbe gehaltenen Litzenspiegel hingegen sind zudem auch recht hell (evtl. weiß),sodass die Infanterie als Waffengattung durchaus in Betracht kommt.

    Hallo zusammen,


    ich möchte Chris noch unterstützen, denn auch die Ordnungszahl auf

    der Schulterklappe war in Waffenfarbe gehalten; also: "Infanterie" durchaus

    möglich !


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Dieter,


    im vorliegenden Fall würde die "Vollstreckungsverjährung" greifen:

    "Die Vollstreckungsverjährung beginnt mit dem Eintritt der Rechtskraft.

    Die Fristen im einzelnen betragen 25 Jahre bei Freiheitsstrafen von mehr als zehn Jahren,

    20 Jahre bei Freiheitsstrafen von mehr als fünf Jahren bis zu zehn Jahren, zehn Jahre bei

    Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren, fünf Jahre bei Freiheitsstrafen

    bis zu einem Jahr und bei Geldstrafen von mehr als dreißig Tagessätzen, drei Jahre bei Geldstrafen

    bis zu dreißig Tagessätzen. Diese Fristen der Vollstreckungsverjährung können vom Gericht

    einmal um die Hälfte der gesetzlichen Zeit verlängert werden, wenn der Verurteilte sich in

    einem Gebiet aufhält, aus dem eine Auslieferung nicht möglich ist."


    Das Ganze ist aber lediglich der (theoretisch)-juristische Aspekt; gerade in der unmittelbaren

    Nachkriegszeit hatte die z.T. noch nicht wieder funktionsfähige deutsche Justiz sicherlich

    andere Probleme.


    Man kann darüber hinaus davon ausgehen, dass es bei "Fremdvollstreckung" durchaus

    Meldeauflagen des zuständigen Gerichts an den vollstreckenden Truppenteil gab.

    (Auch heute gibt es in Strafsachen eine enge Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaften/

    Gerichten und Disziplinarvorgesetzten.)


    Gruß
    Rudolf (KINZINGER)



    Hallo Barbara,


    das Jäger-Regiment 204 bzw. die 97. Jäger-Division gehörten zur 1. Panzer-Armee.

    Deshalb sind für Dich alle Quellen/Veröffentlichungen interessant, die sich mit dieser

    Armee befassen. Leider habe ich mir aus den in Frage kommenden Werken nur

    die Zeiträume kopiert, in denen mein Vater bei der Truppe (78. St.Div.) war und nicht

    im Lazarett lag. Du müsstest Dir also die Bücher (s. Anhang !) ggf. per Fernleihe besorgen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Dietmar,


    dann fang ich mal an:


    - "Als Pferdepfleger verwendet"


    - "Hauptmann d(er) L(andwehr) und Depotführer"


    - "Vfg." bzw. "gem. Vfg." = Verfügung bzw. gemäß Verfügung


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Versetzung gem. Korpsarzt XXXVI (Geb.) A.K. Tgb.Nr. 60/44 geh.AZ. 21 v.15.3.44

    Hallo Christine, hallo Ludwig,


    also erstens, es heißt eindeutig "geheim". Das ist militärischer Schriftverkehr (auch heute noch):

    Es handelt sich um ein Schriftstück (Befehl, Weisung o.ä.), das vom Korpsarzt herausgegeben

    wurde und das als "geheim" eingestuft wurde. Dieser Schriftverkehr wird in einem Postausgangstagebuch

    eingetragen, hier unter der lfd. Nummer 60 aus dem Jahr 1944. Zum leichteren Auffinden wird

    jedes Schriftstück mit einem Aktenzeichen (Az 21) gem. Einheitsaktenplan versehen.


    Zweitens, in diesem Schriftstück wird die Versetzung/der Versetzungsgrund für einen bestimmten
    Personenkreis befohlen/angeordnet sein. Mit dem Verweis auf dieses Schriftstück in einer

    Versetzungsverfügung erspart man sich, die gesamten Angaben (noch einmal) zu zitieren.

    Und da damals allen betroffenen Truppenteilen das Bezugsdokument vorlag, wusste jeder,

    was gemeint war.

    Da es sich bei diesem Dokument eher um ein "untergeordnetes" Schriftstück gehandelt hat,

    wäre es ein Glücksfall, wenn es im Bundesarchiv abgelegt wäre; eher wären da die NARA-

    Dokumente eine Fundquelle, aber wo soll man da mit der Suche beginnen ?


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Versetzung gem. Korpsarzt XXXVI (Geb.) A.K. Tgb.Nr. 60/44 geh.AZ. 21 v.15.3.44

    Hallo Christine,


    dieser Verweis deutet eher auf eine Versetzung aus gesundheitlichen/medizinischen Gründen hin.

    Genaueres kann jedoch erst ausgesagt werden, wenn man den Befehl/die Weisung des Korpsarztes

    vorliegen hätte.

    (U.U. wäre es auch hilfreich, von wo nach wo diese Versetzung erfolgt ist !)


    Gruß
    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Volker,


    "Cages" waren "Unterlager", meist auf dem Gelände des (Haupt-)Lagers, also keine

    irgendwie abgesetzten Bereiche, sondern lediglich abgetrennte "Käfige".

    Mein Autor war auch inhaftiert bei CHERBOURG im Lager 19 (FOUCARVILLE).

    Vielleicht helfen Dir die angefügten Beschreibungen aus seinen Erinnerungen !?!


    Friedrich BEHRENS; Haarscharf am Abgrund vorbei . . .


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

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    Liebe Leute,


    wer hat denn "dieses Fass aufgemacht" ?

    Wusstet Ihr (noch) nicht, dass "Kommiss" von "komisch" kommt ?


    Ich habe auf die Schnelle die unterschiedlichsten Schreibweisen gefunden:


    1. Unterrichtsbuch für Soldaten von Hauptmann Weber. Verlag "Offene Worte" 1938 (Anhang_01)

    - S.m.K.L.spur-Patrone

    - S.m.K.L'Spur-Geschoß


    2. Der Dienstunterricht in der Luftwaffe von Generalmajor Tschoeltsch, Verlag E.S.Mittler 1941 (Anhang_02)

    - SmKL'-Spurgeschoß

    - SmKL'-Spur-Patrone


    Na ja, Kordula wird's schon richten. "Wir schaffen das !"


    Gruß und alles Gute für 2019 !

    Rudolf (KINZINGER)