Posts by dr.rudolf

    Habe in den Unterlagen meines Vaters die Truppenbezeichnung


    Tropen.San.Feld.Ers.Kp.


    gefunden. was heißt das und wo kann ich weiter suchen?


    Hallo Guenter,


    bei dem Truppenteil handelte es sich um einen (Feld-)Ersatz-Truppenteil, der

    Personalersatz für die Sanitätstruppe - in diesem Fall speziell für "tropische"

    Einsatzgebiete - bereitstellte.

    Wenn die zeitliche Abfolge der Verwendungen so war wie Du Deine Fragen

    formuliert hast, wäre das auch folgerichtig:

    - Tropen-Sanitäts-Feld-Ersatz-Kompanie --> ergänzende Ausbildung / Bereitstellung

    - Hyg.Bakt. Untersuchungsstelle --> "Einsatz" als Sanitätssoldat/Laborhelfer in der U-Stelle


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    . . . es war normal, bedeutende Brücken schon beim Bau mit Sprengkammern zu versehen, war auch nach dem Krieg noch so.


    Hallo Thilo,


    im Prinzip hast Du recht. Aber sowohl im I. als auch im II.Weltkrieg (und dessen Vorbereitungen)

    ging man nie von einem Krieg im eigenen Land aus. D.h. die von Dir richtig erwähnten vorbereiteten

    Sperrmaßnahmen beschränkten sich größtenteils auf den Bereich der Grenzbefestigungen, sowohl

    im Westen als auch im Osten.

    (Während des "Kalten Krieges" wurden dagegen nicht nur Brücken, sondern auch Straßen bundesweit

    taktisch mit Sprengschächten (und sonstigen vorbereiteten Sperren) versehen, und die Sprengmittel

    wurden auch bereits in unmittelbarer Nähe eingelagert.)


    Gerade in der Endphase des Krieges war es ja das "Dilemma" für die Verteidiger, dass die Brücken

    nicht unbedingt baulich vorbereitet waren und/oder keine geeigneten Sprengmittel bereitstanden.

    So wurde tw. alles was detonieren konnte, wie Artilleriemunition, einfach auf die Brückenfahrbahn

    gestapelt und gezündet. Offen verlegte Zündkabel wurden zerschossen. Die Zerstörung erfolgte

    dann nicht oder nur sehr unvollständig. Berühmtes Beispiel ist die Brücke von REMAGEN.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Ich habe versucht, es zu kaufen, aber es ist ausverkauft und niemand will ihre Kopie verkaufen

    Hallo HenFre,


    hast Du vielleicht schon mal an "Fernleihe" gedacht ?!?

    (Dazu müsstest Du aber vermutlich eine DEUTSCHE Stadtbücherei

    aufsuchen ?!?)

    Das Werk ist ausleihbar:

    Hannover, Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

    Oldenburg, Landesbibliothek


    Gemeinsamer Verbund-Katalog


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    . . . daß der Matrose einer Einheit zugehörte, die unter Aufsicht der Briten dafür sorgte, daß die Demobilisierung bzw. Entlassung der deutschen Truppen geordnet vor sich geht . . .


    Hallo zusammen,


    das würde sicherlich passen, denn die Briten haben sich - im Gegensatz zu den übrigen alliierten

    Siegermächten - die Organisationsstrukturen der ehemaligen Wehrmacht rigoros zunutze gemacht

    (und waren damit auch erfolgreich). Das war wohl auch der Grund, dass vergleichbar verheerende

    Folgen für die deutschen Kriegsgefangenen wie in den Rheinwiesenlagern in Norddeutschland

    größtenteils vermieden werden konnten.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Carsten,


    hoffentlich ist Dir bei Deiner Fragestellung bewusst, dass es dabei sehr oft keine

    "Schwarz/Weiß-Antworten" geben wird.

    Wohl auch, um negative Auswirkungen auf die Hinterbliebenen-Versorgung zu

    vermeiden, wurde eine Suizid-Absicht durch bewusstes Aussetzen der feindlichen

    Waffenwirkung in die Tat umgesetzt. Dabei fällt der Nachweis einer Suizid-Absicht

    naturgemäß schwer.

    Ein prominentes Beispiel war wohl Freiherr von Fritsch; bei GFM Model handelte es

    sich dagegen eindeutig um Suizid. In dieser Bandbreite werden sich die von Dir

    gesuchten Fälle bewegen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    "Zivilpersonen zum Fronteinsatz verpflichtet" ist ein anderer Ausdruck für zum Wehrdienst einberufen.

    Hallo Thilo, hallo zusammen,


    "Wehrdienst" und "als Zivilperson zum Fronteinsatz verpflichtet" ist m.E. etwas grundverschiedenes:


    - "Wehrdienst" ist uns allen bekannt, dagegen waren auch Schauspieler nicht gefeit. Zur Frage der

    Praxis des Einziehens möchte ich auch einschränken: Grundsätzlich jahrgangsweise, aber "dazwischen"

    war auch alles möglich - Zurückstellung bis hin zur uk-Stellung (was ja gerade bei renommierten

    Schauspielern und dem Einfluss von GOEBBELS gängige Praxis war).


    - Bei "als Zivilperson zum Fronteinsatz verpflichtet" denke ich eher (und gerade bei Schauspielern) an

    Verwendungen z.B. in der Truppenbetreuung. Diese erfolgte i.d.R. nicht im Status "Soldat".


    (Wobei ich vermute, dass der Fragesteller wirklich ausschließlich "Wehrdienst" (d.h. Dienst als Soldat)

    gemeint hat.)


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Die KM - wie schon die Kaiserliche Marine- bezog ihren Personalersatz aus dem GANZEN Deutschen Reich.

    Hallo Ingo,


    das ist mir durchaus geläufig !

    Ich bezog mich aber auf die Bemerkung des Fragestellers, dass der Gesuchte das Erzgebirge

    nach seiner Kenntnis nie verlassen hätte. (. . . und da käme dann nur die reitende Gebirgs-

    Marine in die engere Wahl !)

    Er war Revierförster vor, während und nach dem Krieg im Erzgebirge.

    Er war auch nie an der Front hatte nur einige Kriegsgefangene für seine Arbeit zur Verfügung.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    Hallo Uwe,


    eine gewisse "Ignoranz" kann ich Dir nicht absprechen, denn das, was Du hier hinterfragst,

    hättest Du schon längst dem von mir zitierten Thread "Fliegertechnische Vorschulen" entnehmen

    können.

    Ich hänge daher - extra für Dich - noch einmal das Merkblatt für die Vorschüler an, dem Du alles

    Wissenswerte entnehmen kannst.


    Schönen Sonntag !

    Rudolf (KINZINGER)

    Zweck der Fliegertechnischen Vorschule

    bin ich mir nicht so sicher. Es dürfte sich hier wohl um eine Art paramilitärisches Begleitprogramm (als HJ-Ersatz) zur Lehrlingsausbildung gehandelt haben.

    Denn die technische Ausbildung ("Berufsschule") fand ja bei Heinkel statt.


    Hallo Uwe,


    so ein Thread lebt (auch) davon, dass man die Beiträge seiner "Vorredner"

    zumindest zur Kenntnis nimmt !

    Sinn, Zweck und Organisation der Fliegertechnischen Vorschulen wurden

    von mir (mit Verweis auf den im FdW bereits vorhandenen Beitrag) ausführlich

    erläutert.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)