Posts by dr.rudolf

    Hallo Veronika,


    die von Dir gesuchten Feldpostnummer(n) waren wie folgt belegt:


    FPN 23491

    (Mobilmachung-1.1.1940) Stab I Flak-Regiment 29.


    FPN 23941

    (Mobilmachung-1.1.1940) 2. Kompanie Grenzwacht-Unterabschnitt I Grenzwacht-Abschnitt 21, u. gestrichen

    (2.1.1940-27.4.1940) Flakmesszug 3

    (16.2.1941-18.7.1941) gestrichen

    (15.2.1942-30.7.1942) 4. (Park) Kompanie Festungs-Bau-Bataillon 7

    (24.8.1943-5.4.1944) 23.9.1943 4. (Park) Kompanie Festungs-Pionier-Bataillon 7


    So kommt m.E nur 23941 in Frage, denn "23491" ist eine Luftwaffen-Einheit.

    Außerdem käme es darauf an, wann die Feldpostnummer genutzt worden ist.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    vielleicht ist diese Dissertation von Interesse

    Hallo Reinhard,


    vielen Dank für die Einstellung. Dadurch wird die Ausgangsfrage aus meiner Sicht

    erschöpfend beantwortet.

    Dabei geben die Seiten 17 ff. einen guten Überblick; bezeichnend für mich ist

    besondersi, dass auch hier das NS-Regime mit seinen verwirrenden/verworrenen

    Untergliederungen und Zuständigkeiten (mal wieder) kein ideologisch geschlossenes

    Bild abgibt, sondern - wie so oft - geprägt ist durch verschiedenste Rivalitäten und

    Konkurrenzkämpfe.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Ab diesem Zeitpunkt wurde die "Afrika-Zulage" bezahlt.


    Hallo Andreas,


    das war ja mein "Verdacht" von Anfang an; hast Du denn auch eine Quelle

    für diese Erklärung ?


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. Habe es selbst gefunden:

    "Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939–1945"

    von Dietrich Eichholtz, Seite 688

    ". . . Eine Besonderheit stellte die "Afrika-Zulage" dar. Sie wurde für Aufenthalt in Afrika gezahlt,

    nicht mit anderen Zulagen verrechnet und erst nach Rückkehr aus Afrika oder im Urlaub in

    Deutschland ausgezahlt - für Offiziere vier RM, Unteroffiziere drei RM und Mannschaften

    zwei Mark pro Tag."

    Der Autor bezieht sich auf:

    Absolon, Rudolf; Die Wehrmacht im Dritten Reich, Band V; Boppard 1988, Seite 357


    Militärisch organisiert gab es bereits in der "Anlage zu Ia 2036/43g.v. 30.30.3.43 GEHEIM, Abschrift von der Anlage zu Obkdo. der Heeresgruppe B,
    Ia Nr. 7142/42g v. 4. 9. 42: Richtlinien für Jagdkommandos"


    Hallo Karl,


    nur damit hier nicht ein falscher "Zungenschlag" hineinkommt:


    "Jagdkommandos" und der von ihnen geführte "Jagdkampf" ist eine reguläre infanteristische

    Gefechtsart, für die es in jeder Armee der Welt in Vergangenheit und Gegenwart regulär

    ausgebildete Truppenteile gab/gibt.

    Diese haben Kombattantenstatus und müssen sich an das Kriegsvölkerrecht halten.

    Das hat nichts mit der "Werwolf-Organisation" zu tun, die weder Kombattanten-Status

    hatte, noch irgendeine Reglementierung durch das Kriegsvölkerrecht, (auch wenn wohl

    gewisse Anleihen beim regulären Jagdkampf gesucht wurden.).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    ich hatte das schon vor einiger Zeit angemerkt. Ich habe zwar keine Unterlagen darüber,

    aber es könnte ja durchaus sein, dass für den Einsatz in besonderen Gebieten, d.h. Gebieten,

    in denen der Soldat besonderen Erschwernissen oder Gefahren ausgesetzt war, eine Zulage

    oder sonstige Entschädigung zum Wehrsold gezahlt wurde. Für Beginn und Ende der Zahlung

    musste es einen objektiven (und nachprüfbaren) Sachverhalt geben. Und das könnte das

    "Betreten des afrikanischen Bodens" gewesen sein.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    auch an Prora sollte man in diesem Zusammenhang denken...…….

    Hallo Det,


    sicherlich ein bedrückender Beleg für die Gigantomanie des NS-Regimes, aber - selbst wenn

    ein Trakt ab 1944 als Lazarett genutzt wurde - kein Beispiel für die Unterstützung der Wehrmacht

    durch die DAF-Organisation KdF !


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    "Werwolf" war eine von Himmler (unter propagandistischer Unterstützung von Goebbels)

    ausgerufene Partisanen-Oganisation. Verlässliche Angaben über Art, Umfang und Aufbau

    der Organisation gibt es wenig.

    Spektakuläre (und auch propagandistisch genutzte) Aktionen wie die Ermordung des Aachener

    Oberbürgermeisters OPPENHOFF ließen die Werwolf-Organisation sicherlich größer und

    durchorganisierter erscheinen als sie tatsächlich war.

    In der Rückschau ergab sich - v.a. auch in der örtlich betroffenen Bevölkerung - die Ansicht,

    dass jeder fanatische Hitlerjunge, der mit einer Panzerfaust gegen anrückende Panzer vorgegangen

    ist, ein "Werwolf" war. Der Wahrheitsgehalt solcher Darstellungen lässt sich heute kaum noch

    nachvollziehen.

    Der propagandistische Erfolg der Werwolf-Organisation - v.a. im Hinblick auf die einrückenden Gegner -

    war sicherlich größer als ihre tatsächliche (kämpferische) Wirkung oder gar ihre Auswirkung auf

    eine Verlängerung der Kampfhandlungen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo zusammen,


    in diesem Zusammenhang sei auch auf die KdF-Schiffsflotte hingewiesen, der

    nach und nach auch militärische Verwendungen (z.B. Lazarett-Schiffe,

    Truppentransporter, Wohnschiffe) zugedacht wurden.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Also kann man davon ausgehen das er an diesem Datum dort eingeteilt wurde, oder ist das eine zuorndungsnummer der ganzen Kompanie?


    Hallo Suchender,


    die Feldpostnummer wird einer bestimmten Einheit/Kompanie für einen bestimmten

    Zeitraum zugewiesen. Sie stellt (primär) eine Art "Leitweg-Code" für die Feldpost dar,

    d.h. mit der Feldpostnummer konnte man die Kompanie (und damit auch jeden

    Kompanie-Angehörigen) erreichen, egal wo sie gerade eingesetzt war.

    Darüber hinaus hatte es sich auch eingebürgert die Feldpostnummer auf sämtlichen

    Schriftstücken statt des Klarnamens des Truppenteils zu Verschleierung zu verwenden.

    So konnte der Gegner nicht sofort den Truppenteil erkennen.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Hallo Suchender,


    herzlich willkommen hier im FdW !


    Die angegebene Feldpostnummer war wie folgt belegt:


    (Mobilmachung-1.1.1940) Pferde-Transport-Kraftwagen-Kolonne 2/517, u. gestrichen

    (2.1.1940-27.4.1940) Sanitats-Kompanie 556

    (28.4.1940-14.9.1940) gestrichen

    (12.7.1941-26.1.1942) 6. Kompanie Luftnachrichten-Regiment 201

    (15.7.1942-24.1.1943) gestrichen

    (1.8.1943-23.3.1944) 1.11.1943 Stab u. 1.-4. Kompanie Feldersatz-Bataillon 104


    Du siehst, um sie eindeutig zuordnen zu können, benötigen wir den fraglichen

    Zeitraum der Verwendung. Da jedoch der Unterscheidungsbuchstabe "D" angegeben ist,

    kommt aus meiner Sicht nur die letzte Verwendung in Frage:

    Er müsste also Angehöriger der 3./Feldersatz-Bataillon 104 gewesen sein.


    Die eingekreiste "10" war damals eine Postleitzahl. Schau mal hier:

    Postleitzahlen Deutsches Reich


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S. "Feldersatz-Bataillon 104

    Aufgestellt am 28. Juli 1943 für die 102. Infanterie-Division. Das Bataillon wurde im November 1943 wieder aufgelöst.

    Neu aufgestellt im November 1943 in Rußland aus dem Feldersatz-Bataillon 216." (aus LdW)

    Hallo Andrea,


    Tod (auch Freitod) ist ein "personenstandsrechtliches Ereignis", das ausschließlich von

    einem zuständigen Standesamt beurkundet wird; also muss auch dort die Urkunde

    liegen bzw. im zuständigen Archiv aufbewahrt sein. Dass sie (in Kopie) noch irgendwo

    anders abgelegt ist, kann nicht ausgeschlossen werden. Wenn alles korrekt gelaufen

    ist, müsste der Tod auch als "Randvermerk" auf der Geburtsurkunde beim Standesamt

    seines Geburtsortes AMBERG zu finden sein.


    Ich habe ein wenig den Eindruck, dass Du zu viel an exakten Informtionen erwartest.

    Viele Unterlagen sind im Zusammenhang mit dem Krieg verloren gegangen und im

    übrigen gibt es auch Archivierungsfristen, nach deren Ablauf Archivgut vernichtet wird.


    Im Hinblick auf Exaktheit: Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass in den von Dir geposteten

    Unterlagen der Gesuchte mit drei(!) unterschiedlichen Geburtsdaten (21.11.1910, 12.11.1915

    14.6.1919) auftaucht !?! Wie "belastbar" sind dann die übrigen Einträge ?


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Welche Truppenteile der Wehrmacht waren dort stationiert oder zu Ausbildungen untergebracht?

    Hallo Rosa,


    ein Truppenübungsplatz hatte i.d.R. nur das Personal der Kommandantur dort ständig

    stationiert. Die Masse der übrigen Truppenteile war "übende Truppe" und nur zeitlich

    begrenzt (Wochen) dort untergebracht. Später im Krieg wurden die Übungsplätze auch

    als Aufstellungsort neuer Truppenteile genutzt.


    Im Anhang ein Beispiel vom Gebirgsjäger-Regiment 100, das in der Anfangszeit des Krieges

    öfter dort geübt hat.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    Das erwähnte "Winterschießen 39" könnte sich mit dem von Johann Heinrich eingestellten Anhanhg decken !?!

    Hallo Polaris,


    kennst Du schon die Aufstellung der "Lager im Osten" (mühevolle Zusammenstellung

    von ehansl02 auf der Basis von Unterlagen des DRK-Suchdienstes) ?


    Schau mal hier:

    Lager im Osten


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)


    P.S.

    Hinsichtlich seines Aufenthalts im o.g. Offiziersstraflager soll meines Wissens eine Verurteilung erfolgt sein.

    Das war so "üblich", denn mit einer Verurteilung (z.B. wegen Kriegsverbrechen) wurde der Kriegsgefangene

    automatisch "Strafgefangener" und konnte sich u.a. nicht auf den Schutz der Genfer Konvention berufen

    (die die UdSSR ja sowieso nicht ratifizert hatten).

    Davon waren v.a. Offiziere betroffen; es wurden i.d.R. Todesurteile verhängt bzw. 25 Jahre Arbeitslager.

    Damit verfügte man über ein Potential an Arbeitskräften für den Aufbau des zerstörten Landes.

    Aber wenn diese Truppen eingesetzt wurden, war es also im Bereich vom Korps, oder ?

    Ja, das hast Du korrekt verstanden; Korpstruppen dienten der Führungsfähigkeit, Versorgung usw. des

    Korps und wurden daher i.d.R. im Korps-Gebiet eingesetzt.

    Kann man sagen,dass alle anderen Truppen, Heerestruppen waren?

    Nein, das stimmt so nicht !

    Heerestruppe waren sehr oft "Spezial"-Truppenteile, oft auch zahlenmäßig begrenzt, deren

    Einsatz, Verwendung und/oder Unterstellung das OKH veranlasste, um einen bestimmten

    Großverband besonders zu unterstützen, zu verstärkn oder einen Schwerpunkt zu bilden.

    Ob ein Truppenteil in diesem Sinne "Heerestruppe" war, konnte durchaus auch wechseln.

    Ein (hoffentlich einsichtiges) Beispiel für "Heerestruppe" sind (bestimmte) Eisenbahn-Artillerie-

    Abteilungen.

    Oder wie war es für Grosse Verbände von der SS oder grosse Pz Div zBs? Sie waren doch dem OKW direkt unterstellt ? Also keine Heerestruppen.?

    "Normalerweise" war die Unterstellungshierarchie folgendermaßen:


    - OKW oder OKH (je nach Kriegsschauplätz und Zeit)

    - Heeresgruppen

    - Armeen

    - Armeekorps

    - Divisionen

    - Regimenter


    Und das sind dann alles Truppenteile des Heeres, der Waffen-SS usw. (aber keine "Heerestruppe" !).


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Kann es dann sein das er trotzdem erst zum RAD musste?


    im Jahr 1937 wurde niemand zur Wehrmacht eingezogen, der nicht vorher seine

    Dienstpflicht beim Reichsarbeitsdienst absolviert hatte.


    . . . mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen !


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

    Was Korpstruppen betrifft, habe ich ich die Erklärungen gut verstanden .So wie Dr Rudolf meint , sind es die Truppen , die organisch Großverbänden unterstellt sind .

    Aber insofern können sie vom Korps getrennt und mit anderen kämpfenden Einheiten eingesetzt werden?

    Konnte das Korps ohne diese Truppen funktionnieren??


    Hallo Johannes,


    ganz so stimmt das nicht !

    Die Korpstruppen waren unbedingt für die Funktion des Korps vonnöten. Nimm als

    (einfaches) Beispiel die Korps-Nachrichten-Abteilung; ohne diese war eine Führung

    des Korps/der einzelnen Divisonen kaum möglich. Genauso war es mit Feldjäger-Trupps

    zur Verkehrsregelung usw.

    Das Besondere an den Korpstruppen war halt, dass sie nicht den Divisionen, sondern

    unmittelbar dem Korps-Kommando unterstellt waren.

    Die Heerestruppen waren dagegen nicht für die Funktionsfähigkeit irgendwelcher

    Großverbände notwendig, sondern sie wurden lagebezogen zur Unterstützung und/oder zur

    Schwerpunktbildung zugewiesen/unterstellt.


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)