Posts by natu02

    Hallo, Cornelius,


    Quote

    Ich nehme an, dass dort verzeichnet ist, dass er aufgrund einer Verwundung verlegt wurde?

    Deine Annahme ist korrekt. Die handschriftliche Eintragung lautet wie folgt:


    5.2.42 v. Tr. i/Res.Krgs.Laz. Zyrardow, Lkb. 8028 Multipl. Gran.Spl.Steckschüsse bd. U'sch. u. bd. Füße, Erfr. li. Fuß


    Das im Langtext bedeutet:


    von Truppe in Reserve-Kriegs-Lazarett Zyradow, Lazarettkrankenbuch 8028 Multiple Granat-Splitter-Steckschüsse beide Unterschenkel und beide Füße, Erfrierung linker Fuß


    Grüße


    Marianne: Den Thread hat Cornelius gestartet. Es sollte hier auch ausschließlich nur um sein Anliegen gehen, zumal es keinerlei Parallelen zu Deiner Suche gibt. Bitte respektiere dies.

    Guten Morgen, Tom,


    Quote

    Leider kann ich allerdings nicht alles Lesen und hoffe Ihr könnt mir bei der Übersetzung noch etwas helfen.

    aber selbstverständlich doch; hier der Lebenslauf


    Oberfeldwebel

    Uria Arnold

    Feldpost-Nr. L 52365 A

    Lgpa. Königsberg


    O.U. den 30.10.1943


    Mein Lebenslauf!

    Ich wurde am 4. April 1919 in Hamburg als dritter Sohn

    des Kesselschmied Karl Arnold und meiner Mutter

    Emma Arnold geb. Horlbeck geboren. Ich besuchte die Volks-

    schule von 1920 bis 1928 und wurde in der evg. Kirche zu

    Hollenstedt Kreis Harburg konfirmiert. Da der Verdienst

    meines Vaters gering war, da ich noch acht Geschwister habe,

    mußte ich mir mein Brot selbst verdienen und arbeitete

    bei verschiedenen Firmen als Bauarbeiter. So zuletzt vor

    meinem freiwilligen Eintritt in die Luftwaffe bei dem

    Dampfsägewerk und Zimmermeister Heinrich Cohrs in

    Wenzendorf bei Hamburg. Im Herbst 1935 meldete ich

    mich zur Luftwaffe und wurde am 1. April 1936 bei der

    4. Flea. 19 Stade eingestellt. Nach halbjähriger Rekruten-

    ausbildung kam ich als Flugzeugwart zum Horstwesselge-

    schwader und hab auch daselbst meine Ausbildung als

    Flugzeugmechaniker bekommen. Seit Kriegsbeginn bin ich

    an den verschiedenen Fronten eingesetzt gewesen, so in

    Polen, Frankreich, in den Balkanstaaten und in Afrika.

    Jetzt gehör ich einem Nachtjagdverband an und bin 1. Wart

    und Flugzeug-Oberfeldwebel bei dem Gruppenkomman-

    deur Herrn Major Peters und soll auch als sein Bord-

    mechaniker fliegen.


    Uria Arnold


    Grüße

    Guten Tag, fortox,


    Quote

    Weiterhin interessiere ich mich sehr für das Thema und möchte mich in die Zeit zurück denken. Wie hat es wohl dort vor vielen Jahren ausgesehen?

    das kann ich gut verstehen, daran ist auch überhaupt nichts auszusetzen.


    Quote

    Was hat er dort erlebt und gesehen?

    Vermutlich nichts Gutes, immerhin fand er - und zahlreiche seiner Kameraden - an diesem Ort in einem heftigen Gefecht den Tod.


    Wie gesagt, viele Soldaten fielen am 4.3.1942 in besagtem Ort und wurden neben Deinem Großvater bestattet. Schaut man sich deren Gräberkarteien genauer an, benötigt man keinerlei Gräberskizzen, um den Bestattungsort auf den Punkt genau zu finden. Deshalb ist Zurückhaltung und Vorsicht bei Herausgabe von Informationen einfach geboten.


    Es gibt genau zwei Möglichkeiten. Entweder beläßt man den Soldaten ihre Ruhestätte - oder aber man bittet den Volksbund um eine Umbettung, arbeitet dem Kasseler Team so viel wie möglich an Informationen zu und hofft, daß sie eines Tages in naher Zukunft eine Erlaubnis zum Umbetten in der Region erhalten.


    Das kannst Du selbstverständlich gerne alleine tun oder aber unter Mithilfe des FdW. Evtl. ist ja sogar eines der Mitglieder der ArGe Erstgrablagen bereit, Dich entsprechend zu unterstützen. Eine vernünftige Ausarbeitung mit allen Daten und Informationen - immerhin ist die Grablage größer 20 - dürfte sicherlich/hoffentlich beim Volksbund Gehör finden.


    Grüße

    Hallo zusammen,


    ohne Frank vorgreifen zu wollen, nehmen wir doch als Quelle des Todes von Habersaat das Standesamt Prettin; Bestattungsort war Eutin/Oldenburg (gefunden bei ancestry).


    Beste Grüße

    Files

    • Habersaat.jpg

      (630.51 kB, downloaded 10 times, last: )

    Moin zusammen,


    eigenartigerweise habe ich schon tagelang - heute mit eingeschlossen - überhaupt keine Probleme mit einem langsamen Forum mehr. Früher war das gerne auch anders.


    Parallel mehrere Fenster des Forums offen, Arbeiten im Quellcode werden sofort abgeschlossen.


    Alles irgendwie merkwürdig ....


    Grüße

    Hallo, Bernd,


    mit großer Freude habe ich Deinen Geschichten und Bildern aus Ostpreußen gelauscht. Im April 2017 war ich dort selbst auf einer einwöchigen Entdeckungstour zu den ostpreußischen Pferdegestüten. Eine meiner schönsten Urlaubsreisen überhaupt - und die emotionalste auf jeden Fall. An die Mengen von Vodka mag ich mich gar nicht mehr erinnern .... :rolleyes:


    Wenn man nicht einmal selbst dort gewesen ist, hat man keine Vorstellung von der Schönheit dieser Landschaften. Einerseits die wieder wunderbar hergerichteten und restaurierten Gestütsanlagen mit heutiger Trakehnerzucht, andererseits die der inzwischen der Natur überlassenen verfallenen Anlagen, die nur noch ein Abklatsch einzigster Herrlichkeit sind.


    Ich wünsche Euch eine schöne Zeit dort und hoffe, daß Ihr uns viele neue Bilder mitbringen werdet. Mitkommen kann ich leider nicht. Aber wenn wir nochmal hinfahren sollten, dann wird es eine Reise im September. Weniger Kälte, aber dafür mehr Mücken ... vermute ich ;)


    Gute Reise!

    Hallo zusammen,


    Leopold

    Helmwein,

    Obst u. Grünwahrenhändler,

    XIV Märzstrasse N 134


    Luft ....,

    Gummimantel-

    erzeuger


    Was da nach "Luft" steht, da fehlt mir irgendwie die Phantasie.


    Beste Grüße

    Hallo, Auguste,


    ob es von dem Oberleutnant Fotos gibt, weiß ich nicht. Vielleicht in seiner Personalakte? Da könnte was sein.


    Ich kann Ihre Sorgen und Anliegen sehr wohl verstehen,

    habe ich doch selbst schon hin und her überlegt, ob denn nicht doch

    ein Anhaltspunkt vorhanden sei. Leider hat es meine Schwadron

    aberso derb erwischt, daß ich kaum noch jemand habe, der irgend-

    eine Auskunft gebe könnte. Ein Sanitäter hat ihn noch in den

    nächtlichen Kampf mit einigen Worten gesprochen, kann aber zur

    Stunde nicht sagen, ob es der Obgefr. Schmidt, der z.Zt. in einem

    Lazarett liegt, oder der Obgefr. Richter, der in diesen Tagen aus

    dem Urlaub zurückkehrt, gewesen ist. Ich meine Richter müßte

    es gewesen sein. Jedoch wußte auch er weiter nichts, als daß

    Ihr Mann sagte: Aus dem Loch muß ich raus, hier schießt

    zu sehr. Ein Uffz. ist noch da aus jenem Zuge, Uffz. ..agal

    19480. Eben nimmt er noch an einem Kursus teil. Will

    ihn gern nochmal ausfragen nach seiner Rückfahrt.

    Wir lagen in jener Nacht dem Russen auf etwa

    20-30 m gegenüber. Die Möglichkeit, daß Ihr Mann

    in Kriegsgefangenschaft geraten sein könnte besteht leider.

    Ich weiß wohl, daß die ganze Ungewißheit sehr schwer

    zu tragen ist und wünsche doch, daß Sie und Ihrer

    Familie willen die Kraft dazu finden mögen.


    Mit Gruß

    A.   Donat Oblt.


    Beste Grüße

    Guten Morgen, Auguste,


    folgendes kann ich beisteuern:


    bringen. Ich darf Sie noch darauf

    hinweisen, daß Sie später einmal

    an der Wehrmachtsauskunftsstelle für

    Kriegsverluste u. Kriegsgefangene

    in Berlin W30 Hohenstaufenstr.

    47/48 Auskunft einzuholen

    versuchen können.



    Mit dem Ausdruck per-

    sönlicher Anteilnahme und

    stillem Gruß



    A. Donat

    Oblt. u. Schwadronchef


    -------------


    Seit Ihr Mann von der Schwa-

    dron vermißt wurde, haben wir leider

    noch immer kein Zeichen von ihm.

    Auch unsere Gedanken an ihn sind nicht

    anders, wie Sie sie hegen.

    Ihrem Wunsche betreffs des Pullo-

    vers wird selbstverständlich entsprochen.

    Als ich neulich mal für einige Tage

    von der Front zu meinen rückwärti-

    gen Teilen der Schwadron kam, habe

    ich befehlsgemäß die eingegangen Päck-

    chen der Verwundeten, Gefallenen und

    Vermißten geöffnet, die Eßwaren

    verderblichen Inhalts herausnehmen

    lassen und die anderen Sachen wieder

    an die Absender fertigmachen lassen. Ich

    kann es jetzt vorn an der Front

    nicht überprüfen, aber ich meine mich

    zu erinnern, daß unter den mancherlei

    Päckchen eines von Ihnen war.


    -Seite 2


    Von uns geht auf alle Fälle

    ein Päckchen solchen Inhalts zurück.

    Ich wäre Ihnen dankbar, wenn

    Se mir den Erhalt bestätigen

    würden.

    Mit Gruß

    Alexander Donat

    Oblt.


    Auguste, darf ich fragen, von wann die Briefe stammen? Rittmeister Alexander Donat - 1. Kompanie Radfahr-Abteilung 24 - ist übrigens auch gefallen, und zwar am 18.2.1943 bei Parkusi.


    Beste Grüße

    Hallo, Auguste,


    sehr gerne :)



    darum läßt sie durch mich Ihnen

    ihre tiefe Anteilnahme aussprechen.

    Ich selbst habe diese Schwadron erst

    verhältnismäßig kurze Zeit, aber doch

    war mir gerade Ihr Mann ein

    besonders wertvoller Soldat ge-

    worden. Ich hatte ihn gern ob

    seines frohen Wesens, ob seiner

    unbedingten Zuverlässigkeit und

    seiner Tapferkeit. Wie bin ich

    froh, daß er noch einmal in Ur-

    laub hat sein können. - Möge

    Gott Ihnen Kraft geben, diesen

    Schmerz zu tragen, der Sie ob

    dieses schweren Verlustes überkommen

    mag.

    Sie dürfen sicher sein, daß Sie

    sofort Nachricht erhalten, sobald wir

    etwas über Ihren Mann in Erfahrung


    Beste Grüße

    Hallo, Auguste,


    dann schauen wir doch mal, was wir für Dich tun können ;)


    doch die Nachricht zukommen

    lassen, daß Herbert Kühnrich ent-

    weder gefallen und durch einen an-

    deren Truppenteil geborgen worden

    ist oder aber als vermißt gelten

    muß. Diese Nachricht wird Sie

    und ihre Familie sehr schwer

    treffen. Ihr Mann hat sich dem

    Vaterland geweiht. Für die Größe,

    für den Bestand, für die Freiheit

    und für die Zukunft unserer über

    alles geliebten Heimat ist er in

    den Kampf gegangen und hat

    gestritten als ein besonders tapferer

    Soldat. Die Schwadron betrauert

    tief den Verlust gerade dieses

    Kameraden, der mit ihm als

    getreuer Waffengefährte den ganzen

    Ostfeldzug mitgemacht hat. Eben


    Beste Grüße

    Guten Morgen zusammen,


    Quote

    dass nicht alle Einheiten des Regiments in den Kessel gerieten...

    Falko, davon ist ganz sicher auszugehen. Ich vermute sogar, daß selbst die Kompanien - in dem Fall die 3. - nicht vollständig an einem Ort eingesetzt waren. Während ein Teil im Kessel von Stalingrad den Tod fand oder vermißt wurde, waren Teile der 3. Kompanie in der Ukraine unterwegs. Ich schaue hier gerade auf einen Feldpostbeleg Front/Heimat vom 15.12.1942 (Luftfeldpost), Absender FPN 20311 E, gestempelt durch Dienststelle FPN L 05117. Stalingrad ist auszuschließen.


    Ich frage mich nur, wie die Feldpost eine Zuordnung/Verteilung bei Heimat/Front-Briefen vornahm, wenn der eine Teil irgendwo bei Stalingrad war und der andere irgendwo in der Ukraine?


    Beste Grüße

    Guten Morgen zusammen,


    Quote

    im Anhang die FPN 58227,erst im November 1944 gehörte die FPN zum Gren.u.Ausb.Btl. 53 !

    ein klares Nein in zweierlei Hinsicht: die Feldpostnummer war ausschließlich an das Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 53 vergeben - und das auch erst ab April 1945. Denn erst ab diesem Zeitpunkt wurde die Einheit mobil gemacht. So steht es auch im verlinkten Lexikon. Tessin und FPÜ sagen nichts anderes.


    Quote

    Das heißt, daß für den Zeitraum Ende 44/Anfang 45 nur die Einheit Stab u. Einheit Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 53 diese Nummer hatte.

    Achim, auch hier ein klares Nein. Die in Klammern dargestellten Daten geben nur den ungefähren Vergabezeitraum dar und sind als "Hilfskrücke" zu betrachten, deren sich Herr Kannapin bediente. In diesem Fall ist das Datum hinter den Klammern ausschlaggebend.


    Vor Mobilmachung des Grenadier-Ausbildungs-Bataillons 53 hat diese Einheit ziemlich sicher eine offene Truppenanschrift geführt.


    Quote

    464. Gren.-Ers. u. Ausbld.- Division

    Bernd, eine solche Division in dieser Bezeichnung hat es nicht gegeben. Die Ausbildungs-Division 464 wurde erst im März 1945 aufgestellt, und zwar durch Umbenennung der Division Nr. 464. Dementsprechend kann die Ausbildungs-Division 464 Ende 1944 gar nicht im Bereich Schlesien, Oppeln usw. gewesen sein.


    Woher kommen denn die Angaben? Vielleicht können wir das ja irgendwie aufdröseln.


    Beste Grüße

    Hallo, Felix,


    ist Dir bekannt, ob Dein Urgroßvater tatsächlich in Königsberg/Ostpreußen geboren wurde?


    Die Heirat Deiner Urgroßeltern wurde unter anderem in der evangelischen Kirche zu Liegnitz (dem Geburtsort der Urgroßmutter) angezeigt - und dort lautet der Eintrag zu Deinem Urgroßvater Wolfgang Erdmann, Hauptmann und Eskadron-Chef 6. Preuß. Fahr-Abteil. Wolfenbüttel, geb. 13.11.1898 in Wolfenbüttel.


    Was davon ist richtig?


    Vielleicht läßt sich ja das zumindest genau aufklären.


    Grüße