Posts by Onkel Horst

    Moin,


    nach meiner Kenntnis sind dem Volksbund wegen vermutlich noch laufender polizeilicher/staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen (Verdacht auf Kriegsverbrechen?) die Hände gebunden, in so einer Lage wäre eine weitere Berichterstattung zunächst ausgeschlossen.


    Es ist bedauerlich, wenn im Einzelfall angebotene Hilfen, aus welchen Gründen auch immer, abgebügelt wurden, das geht gar nicht. Aus meiner Sicht wird die Aufklärung von Kriegsschicksalen in der Zukunft ohne verstärkten ehrenamtlichen Einsatz kaum zu leisten sein. Ich kenne einige Leute, die sich darüber bereits den Kopf zerbrechen. Es ist der Pandemie geschuldet, dass in den letzten vielen Monaten vieles brach lag. Wer an der Unterstützung des Umbettungsdienstes interessiert ist, sollte sich bei thomas.schock@volksbund.de auf eine Liste setzen lassen.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,


    unter bbv-net.de (aber Bezahlschranke) ist jetzt ein Bericht zu den Bergungsmaßnahmen in Rhede zu lesen. Demnach sind bei Bauarbeiten auf einem früheren Sportgelände (DJK-Platz) in einem Massengrab fünf bis sieben Tote gefunden worden. Da auch Gewehre, Panzerfäuste und Munition zu Tage kamen, war es zunächst ein Fall für den Kampfmittelräumdienst, für den Volksbund blieb dann nur noch eine Notausbettung möglich. Weitere Untersuchungen laufen noch.


    Beste Grüße von der schwülen Ostseeküste


    Horst

    Moin,


    danke für einige Antworten und Hilfsangebote. Ob sie wegen der sehr kurzen "Vorwarnzeit" geleistet werden können, ich weiß es nicht, werde es aber in Kürze erfahren. Aus dem Bombenkrater erreichen mich viele Bilder, sie sind an Grausamkeit nicht zu überbieten und ich frage mich, ob ich sie hier veröffentlichen kann. Andererseits, wenn nicht hier, können die Folgen von Kriegen dargestellt werden. Die Fotos wirken auf mich wie von einer Großbaustelle und es ist wohl unklar (Stand heute), ob es sich uns tote russische Kriegsgefangene oder Wehrmachtssoldaten handelt. Macht es Sinn über ehrenamtliche Unterstützungen für den Volksbund nachzudenken, wenn deren eigene Ressourcen überfordert sind?


    Viele Grüße


    Horst

    Moin,


    mich bedrückt eine Meldung über einen Holocaust-Überlebenden, die ich eben bei Spiegel-online lesen mußte: "Gut, dass mein Leben vorbei ist. Ich habe nicht allzu viel Gutes gesehen." Nun harrt der 96-Jährige im zerstörten Charkiw aus. Welch eine persönliche Katastrophe, erst Hitler, dann Putin, so ein Elend.


    Gruß

    Horst

    Moin,


    in der Nähe von Wolgograd konnten jetzt durch eine Luftbildauswertung zwei Massengräber mit 44 Toten gefunden werden. Einige gefundene Erkennungsmarken ermöglichen es hoffentlich, jetzt noch Schicksale aufzuklären. Dank an die gute Arbeit des Volksbundes.


    Beste Grüße


    Horst

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    Moin,


    wenn die in westlichen Medien veröffentlichten Informationen zutreffen, dass die russischen Militärs kein Interesse an der Übernahme ihrer in Kühlzügen liegenden toten Soldaten haben, überrascht das nicht. Wenn uninformierte Wehrpflichtige in den Krieg geschickt werden, Menschheitsverbrechen als Teil der Kriegsführung gelten, dann ist eigentlich alles gesagt. Krieg entmenschlicht und ich zitiere Helmut Schmidt "Krieg ist Scheiße".


    Gruß


    Horst

    Moin,


    während meiner Reise zum Winterberg-Tunnel in der Champagne sprach mich ein Freund eines Mitreisenden auf seinen Großvater an, der Angehöriger der SS war. Es handelt sich um Heinrich Müller, geb. am 19. 07. 1921 in Dorsten. Weitere Daten zu Dienstgrad, Einsätzen und Standorten seien der Familie nicht bekannt. Bei dieser schlechten Datenlage gibt es vermutlich nur sehr geringe Chancen, hier weiteres über Heinrich Müller in Erfahrung zu bringen. Ich will aber meine Zusage einhalten, im Forum jedenfalls den Versuch zu wagen.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,


    der mir gut bekannte Journalist Michael Legband wird am 12. Mai 2022, in Kiel, Flandernbunker, Kiellinie 249, sein neues Buch "Das Mahnmal - 75 Jahre gegen das Vergessen" vorstellen. Er dokumentiert damit die bewegte und bewegende Geschichte des ersten Mahnmals in Nordeuropa und das in den 1950er und 1990er Jahren dazu herrschende politische und gesellschaftliche Klima. Initiiert hatte das Mahnmal der später legendäre Film- und Fernsehproduzent Gyula Trebitsch, der Entwurf kam von dem in den Nationalsozialismus verstrickten Architekten Fritz Höger.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,

    Putin scheint alles auf eine Karte zu setzen. Er weiß, verliert er diesen Angriffskrieg, ist er weg vom Fenster. Die Folge hiervor ist, von ihm und den ihn umgebenden hörigen Militärführern werden Kriegsverbrechen in einer Dimension veranlaßt, wie sie Europa nach dem 2. WK nicht erlebt hat. Und seine erklärten Ziele gehen weit über die Ukraine hinaus. Auch ich halte Pazifismus für die ideale Idee. Nur heute uns kampflos zu übergeben? Nein, ich bin lange genug in der Terrorismus- und weiteren Kriminalitätsbekämpfung unterwegs gewesen und weiß: wer nicht stand hält und sich nicht wehrt, wird das Opfer sein. Meine ganz feste Überzeugung: die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit, also müssen wir helfen, mt all unseren Möglichkeiten.


    LG Horst

    Moin,


    in einem Krieg geht jede Moral verloren, jede, leider sind dann internationale Vereinbarungen nur noch von theoretischem Wert. Der russische Aggressor beweist dieses in besonders krasser Form, Menschenleben zählen nicht - auch nicht die der eigenen Truppe. Zivilisten werden mit dem Ziel hingeschlachtet, den Druck auf die ukrainische Regierung zur Kapitulation zu erhöhen. Und die angegriffene Nation wehrt sich verzweifelt und verwendet dann vielleicht auch Waffen, die von den meisten Staaten geächtet sind. So ist die Lage.


    Gruß


    Horst