Posts by Onkel Horst

    Moin,


    Hweni, bleibe auf dem Teppich. Keiner kann die Behauptung aufstellen, jedes NSDAP Mitglied sei an Massenmorden der Nazis unmittelbar mitschuldig. Insofern sind nicht alle als "Täter" zu bestrafen gewesen. Bis heute staune ich aber noch darüber, dass ungezählte NSDAP-Mitglieder, teilweise in hervorgehobenen Funktionen und mit blutbefleckter Vergangenheit, in der neuen deutschen Demokratie exellente öffentliche Funktionen erhielten. Ich lebe in Schleswig-Holstein und da hat die braune Vergangenheit viele Jahre lang eine große Rolle, eine für mich unerträgliche, gespielt. Aber das alles ist Vergangenheit, dennoch bin ich voller Sorge...


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,

    in Schwentinental bei Kiel wurde jetzt ein vierter Blindgänger innerhalb sehr kurzer Zeit gefunden. Er liegt in einem geplanten Gewerbegebiet. Leider fehlt mir der Sachverstand, einen Bericht der Kieler Nachrichten von heute, kn-online.de, einzustellen, das Format (auch bei mir) stimmt nicht.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,


    na, da fällt mir doch nur einer ein....., sogar ein wirklich Guter. Als wir unsere Reise an die russisch-weißrussische Grenze antraten und bei mir eine Wurzelbehandlung mit Schmerzproblematik noch nicht beendet war, hatte dieser Gute ein Besteck dabei, kam aber nicht zur Anwendung. Eine nicht nur menschlich tolle Erfahrung.


    Beste Grüße

    Horst

    Moin,


    ich rate dazu, von diesen russischen Propagandaredaktionen die Finger zu lassen. Von dort aus werden jede Menge fake news verbreitet.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,


    der Satz "Stell dir vor es Krieg und keiner geht hin" (wohl von Carl Sandburg, nicht Berthold Brecht), ist gefällig und populär. Aber richtig ist er nicht. Werde ich angegriffen, muß ich mich verteidigen, sonst verliere ich im günstigsten Falle meine Freiheit. Aber im Kontext des Beitrages von Petzi ist dieses Zitat für mich grundsätzlich verständlich und akzeptiert. Und die Bewertung "sehr einfältig" ist wirklich sehr einfältig, das ist nicht unser Umgangston.


    Klar, die Regeln des Forums akzeptiere und verteidige ich. Aber um den terroristischen Charakter der Erschießung von Wehrmachtsangehörigen durch die eigene Truppe, z.B. wegen Fahnenflucht, unerlaubtem Entfernen von der Truppe und "zersetzender Reden", richtig einzuordnen, sind Vergleiche mit anderen deutschen Dikaturen, hier den Verbrechen der DDR, obwohl die Dimensionen unter keinen Umständen vergleichbar sind, für mich zulässig. Ein Regelverstoß wäre für mich allerdings, wenn jetzt eine Debatte um DDR-Verbrechen gestartet würde.


    Zurück zur Wehrmacht. Man konnte als Wehrmachtsangehöriger sein Leben durch Entscheidungen der furchtbaren Kriegsgerichtsbarkeit der Nationalsozialisten schon dadurch verlieren, dass man als U-Boot-Kommandant im Einsatz u.a. befahl, das Bild Hitlers abzuhängen. Das Schicksal von Oskar Kusch, im Forum hinreichend beschrieben, ist mir hier in Kiel sehr deutlich vor Augen.


    Mit dem heutigen Blick auf alle diese furchtbaren Kriegsgerichtsentscheidungen gedenke ich jedenfalls aller dieser Erschossenen. Die wahrhaft feigen Verantwortlichen für das Geschehen saßen sicher in der Heimat, geschützt von Sondereinheiten und für den schlimmsten Fall ihrer Entdeckung ausgestattet mit Giftkapseln, versteckt in ihrer Kleidung.


    Bitte laßt diesen Thread leben.


    Beste Grüße


    Horst

    Hallo,

    niemals sollte in diesem Forum ein Schlußstrich unter die Diskussion über den Holocaust gezogen werden. Diese von deutschen Nationalsozialisten begangenen Massenmorde bleiben in unser aller Erinnerung, auch zur Mahnung daran, dass in kurzer Zeit Diktatoren ein Volk "kapern" können. Selbst wenn in meiner Familie keine Angehörige jüdischen Glaubens vorhanden waren, rührt mich der Holocaust doch sehr an. Es begann schon in meiner Kindheit, die ich an der Lübecker Bucht verbrachte. Immer wieder fanden sich an den Stränden Zeugnisse von ertrunkenen KZ-Häftlingen aus den versenkten KZ-Transportschiffen. Und als ich dann Jahre später hörte, wie Neustädter Bürger mit Häftlingen umgingen, die mühsam schwimmend den Strand erreichen konnten, da ......


    Es vergeht auch kein Jahr, in dem ich nicht Gedenkstätten der früheren KZ aufsuche. Im März werde ich wieder in Fürstenberg/Ravensbrück sein. Wir sind es den Opfern schuldig, an ihre Schicksale zu erinnern. Wenn mich in meinem Leben etwas gewaltig berührt hat, dann sind das diese Verbrechen. Das ging soweit, dass ich berufliche Entscheidungen letztlich damit verbunden habe.


    Ich habe auch keine Bedenken, dass sich hier Zeitgenossen äußern, die nicht in dieses Forum gehören. Es gibt Beispiele genug, wie diese durch die Moderatoren und zahlreiche Foristen "gestellt" werden.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,


    der Hinweis von Karl ist korrekt, Deutschland ist aus verfassungsrechtlichen Gründen dem Vertrag nicht beigetreten. Sollten in Deutschland Lagen (z.B. Naturkatastrophen o.ä.) entstehen, die die vorhandenen Behörden (Landespolizeien, Bundespolizei, Katastrophenschutzorganisationen usw.) alleine nicht beherrschen, könnten im Wege der Amtshilfe andere Institutionen helfen. Dieses aber immer nur und ausschließlich unter Beachtung der hier geltenden Gesetze von Ländern und Bund. Dieses ist eine fachliche, keine politische Stellungnahme 8).


    Beste Grüße

    Horst

    Hallo Kordula und Andere,


    danke für Deine klaren Sätze, die ich uneingeschränkt teile. Jeder Versuch, auch schleichende, rechte oder rechtsextreme Argumentation und Relativierung in diesem Forum zu platzieren, muß unterbunden werden. Und der letzte Beitrag von tac gehört exakt in diese Ecke. Dieses alles ist mir in meinem Berufsleben xmal über den Weg gelaufen, da bin ich hochsensibel.


    Schönen Abend


    Horst

    Moin Justus und alle anderen,


    die Beiträge von tac, ich kenne seinen wirklichen Namen nicht, spiegeln eine Diskussion wider, wie ich sie schon in einem anderen, jetzt geschlossenen, Teilforum benannte: So formuliert die neue Rechte, immer auf der Suche nach der Relativierung der Vergangenheit. Es wird übertrieben argumentiert, bei Gegenwehr dann eingeknickt und korrigiert. Gespickt sind dann diese Äußerungen mit Hinweisen auf die tagesaktuelle Politikkritik, hier an der Bundesverteidungsministerin oder der Wehrmachtsausstellung. Ich kenne diese Diskussionsstrukturen aus vielen Beiträgen dieser "Freunde", auch aus Reaktionen nach Vorträgen vor Burschenschaften. Aus einem "Heil Hitler" wird dann ein "Grüß Gott", alles ein alter Hut, war doch alles nur ein Mißverständnis. Ja, viele Wehrmachtssoldaten sind unter dem Zwang der Verhältnisse Beteiligte an furchtbaren Ereignissen gewesen, die wirklich heftige Schuld innerhalb der Wehrmacht aber tragen Generäle und Stabsoffiziere, die in Stäben und Behörden - oft weiter hinter den Fronten und damit geschützt - entsetzliche Befehle der Nationalsozialisten in die Truppe gaben. Dieses wird tac jetzt als Gemeinplatz oder wie auch immer bezeichnen, aber das ist schlicht und einfach Stand der Forschung. Filigran kommt man da nicht weiter.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,

    mit dem wachsenden zeitlichen Abstand zum 2. Weltkrieg und den Massenmorden an Juden und anderen verschwindet für viele Zeitgenossen der klare Blick auf das Geschehene und wird durch Halbwahrheiten, Spekulationen und Ideologien ersetzt. Ich wäre daher nicht überrascht, wenn wir künftig verstärkt Angriffe aus unterschiedlichsten Ecken erlebten. Dieses Forum leistet Aufklärungsarbeit über die damaligen Geschehnisse, Strukturen und auch beteiligtes Personal - und das nüchtern, ideologiefrei und hält damit Erinnerungen an eine furchtbare Zeit wach. Für mich ist das auch Friedensarbeit. Ich würde unter keinen Umständen hier in diesem Forum beteiligt sein, wenn ich auch nur den Verdacht haben müßte, hier würden die damaligen Geschehnisse durch eine revisionistische Brille gesehen. Für mich sind Thomas und die anderen Moderatoren Garanten dafür, dass dieses Forum auch künftig frei ist von rechtsextremen Beiträgen.


    Ganz herzlichen Dank und einen schönen Abend


    Horst

    Moin,


    auch ich freue mich sehr, dass dieses so wichtige Forum Geburtstag hat. Dank an die Moderatoren - ich ahne welches Maß an Arbeit mit den Jobs verbunden ist. Es ist so unendlich wichtig auch mehr als 70 Jahre nach dem Kriegsende noch daran zu arbeiten: was war damals, wie lief es ab, damit sich diese Katastrophen niemals wiederholen werden. Vielen Dank an alle Engagierten.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin,


    ich habe keine Zweifel daran, dass Ärzte in Uniform im Einzelfall auch Menschen in Not in den besetzten Gebieten halfen. Ebenfalls zweifele ich nicht daran, dass uniformierte Ärzte an Kriegsverbrechen und Massentötungen Schuld tragen.


    Aber was soll diese Diskussion? Die Wehrmacht war keine "saubere" Armee sondern immer wieder an den Verbrechen der Nationalsozialisten beteiligt. Es gibt eine Reihe von Zitaten von Wehrmachtsführern, die die Einheit von Wehrmacht und nationalsozialistischer Ideologie belegen.


    Und dann noch dieses: Tacos mit Schaum vor dem Mund, beleidigend und ätzend geschriebene Posts erinnern mich an Beiträge in rechtsextremen Periodika. Diese banale und pseudowissenschaftliche Argumentation ordne ich dem Geschichtsrevisionismus zu. Mehr ist nicht zu sagen.


    Beste Grüße


    Horst

    Moin Kordula,


    vielen Dank für deine sehr gute Arbeit mit der du diesem Forum weit über dessen historische Bedeutung hinausgehend geholfen hast. Die Erinnerung an eine grauenvolle Zeit zu bewahren und damit dem Ziel zu dienen, eine Wiederholung auszuschließen, so sehe ich unsere Aufgabe. Ich hoffe sehr, du wirst auch weiterhin in diesem Forum aktiv bleiben.


    Beste Grüße


    Horst

    Hallo Paul,


    deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen, sogar auch die ironisch gemeinten "unterschiedlichen Grade des Anarchischen". Der äußerste Nordosten Estlands, im 2. WK ein furchtbares Schlachtfeld mit ungezählten Toten, auf russischer Seite mehr noch als auf der deutschen. Relevant ist auch, dass in dieser estnischen Region der russischsprachige Bevölkerungsanteil deutlich höher ist als der estnischsprachige. Diesen Hintergrund muß man im Auge haben, wenn man die Arbeit der dortigen Hobbyarchäologen betrachtet. Die "Konfliktlinien" sind im übrigen hochspannend, ich habe sie in Estland während mehrerer Aufenthalte so empfunden und werde mich im kommenden Sommer dort erneut mit dem Thema beschäftigen.


    Beste Grüße


    Horst