Posts by Jens

    Quote

    Original von UHF51


    Die Ursache dazu liegt im Friedensdiktat von Versailles.


    Kann gar nicht sein, denn Hitler will Lebensraum in Russland erobern. Was hat das mit dem Versailler Vertrag zu tun?

    Quote

    Original von cpa95
    wenn du dazu etwas gelesen haben solltest, ist das ein Schlag in das Gesicht derjenigen, die Widerstand geleistet haben.
    Wenn Du nichts darüber wissen solltest - was ich annehme - ist das ein voreiliger Schluss, fahrlässig.


    Widerstand?


    Zitat aus "Der Krieg der Generäle":


    "Am späten Abend des 20. Juli mußten Stauffenberg und seine jüngeren Offizierskameraden voller Verzweiflung einsehen, daß man mit ganzen fünf von über 3500 Generälen und Admirälen nichts bewirken konnte, und es half auch nichts mehr, daß etwa 15 Generäle mit ihnen sympathisierten."


    Quelle: Carl Dirks, Karl-Heinz Janssen, Der Krieg der Generäle, München 2001, S. 190


    Und das Paradebeispiel ist immer Ludwig Beck, aber der war auch ein Kriegsbefürworter (siehe Eingangsbeitrag), er hielt den Krieg lediglich für zu gefährlich.

    Quote

    Original von weers
    Das ist ganz einfach zu beantworten: Weil die deutschen Generale keine Verbrecher waren, sondern Soldaten, die einen Eid geschworen hatten und sich daran gebunden fühlten.


    Und so ein Eid rechtfertigt es in andere Länder einzufallen und Millionen von Menschen abzuschlachten? Was soll man noch bringen um zu beweisen, das das deutsche Militär Mördergesindel war?

    Quote

    Original von Kai G.


    Da man die Frage, inwieweit Moltke d.Ä. am Zweiten Weltkrieg schuld ist, leicht beantworten kann, ebenso die seines Urenkels, der aktiv im Widerstand gegen Hitler tätig war, sollte man sehen, wie Moltke über den Krieg dachte.


    Inwieweit Moltke am 2. Weltkrieg schuld ist, ist schwer zu sagen, in jedem Falle sehr wenig. Das Zitat von Moltke soll ja auch den allgemeinen Geist preußisch-deutscher Generäle zeigen.


    Du ziehst im übrigen ein Zitat heraus, ohne die anderen zu beachten.


    Quote

    Wenn man nichts vom sogenannten relativen Bellizismus weiß,


    Relativer Bellizismus? Das Zitat spricht eine deutliche Sprache.



    Quote

    Interessant auch eine seiner letzten Reden vor dem Reichstag:
    „Meine Herren, wenn der Krieg, der jetzt schon mehr als zehn Jahre wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern schwebt, wenn dieser Krieg zum Ausbruch kommt, so ist seine Dauer und sein Ende nicht abzusehen. Es sind die größten Mächte Europas, welche gerüstet wie nie zuvor, gegeneinander in den Kampf treten; keine derselben kann in einem oder in zwei Feldzügen so vollständig niedergeworfen werden, daß sie sich für überwunden erklärte, daß sie auf harte Bedingungen hin Frieden schließen müsste, daß sie sich nicht wieder aufrichten sollte, wenn auch erst nach Jahresfrist, um den Kampf zu erneuern.
    Meine Herren, es kann ein Siebenjähriger, es kann ein Dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der Europa in Brand steckt, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert“
    - Moltke, 14.05.1890 (12)


    Das sagt er öffentlich. Das hat nichts zu bedeuten.


    PS Beitrag verbessert, Satz gelöscht.
    @ Jens, bitte unterlasse Beleidigungen, Raffael

    Ich denke, der entscheidende Grund für Hitler den Krieg 1939 zu entfesseln, war der Rüstungsvorsprung, den man fürchtete bei längerem warten zu verlieren.


    Folgende Zitate beweisen, das die deutsche Führung von einem Rüstungsvorsrpung ausging:


    Hitler am 23. November 1939 vor den Oberbefehlshabern:


    „Heute haben wir eine Überlegenheit, wie wir sie nie gehabt haben […]
    Zusammenfassend:
    1. Zahl der aktiven Verbände in Deutschland ist am größten.
    2. Überlegenheit der Luftwaffe.
    3. Flak außer jeder Konkurrenz.
    4. Panzerwaffe.
    5. Große Zahl der Tank-Abwehrgeschütze, fünfmal so viel wie 1914 M.G.
    6. Deutsche Artillerie hat durch das 10.5 Geschütz große Überlegenheit.
    7. Französische Überlegenheit bei Haubitzen und Mörsern ist nicht vorhanden.
    Zahlenmäßige Überlegenheit, aber auch der Wert der Truppe ist höher als bei den andern.[…]
    Kein Zweifel das unsere Wehrmacht die beste ist.[…] Wir sind heute dem Gegner überlegen,
    auch zahlenmäßig im Westen. Hinter der Armee steht die stärkste Rüstungsindustrie der
    Welt.“(1)




    Der Chef des Wehrwirtschaftstabes Oberst Thomas führte am 24.Mai 1939 aus:


    "Aus den wenigen zugelassenen Fabriken des Versailler Vertrages ist die mächtigste
    Rüstungsindustrie entstanden, die zur Zeit in der Welt besteht. Sie ist zu Leistungen
    herangewachsen, die teilweise die deutschen Kriegsleistungen erreichen, teilweise sogar
    übertreffen, Die Rohstahlproduktion Deutschlands ist heute nächst Amerika die größte der
    Welt, die Aluminiumerzeugung übertrifft die Amerikas und der anderen Staaten ganz
    erheblich. Die Fertigungsleistungen unserer Gewehr-, MG- und Geschützfabriken sind zur
    Zeit größer als die jedes anderen Staates. [...] Die Nachrichten, die bisher vorliegen, lassen
    nicht darauf schließen, daß in den westlichen Großstaaten die Aufrüstung schon mit der
    Energie betrieben wird wie hier bei uns. Wenn die politische Lage aber dazu führt,
    daß es zu einem längeren Wettrüsten kommt, so müssen wir uns natürlich klar sein, daß die
    Westmächte bei den Rüstungsausmaßen ihrer Wirtschaft in der Lage sein können, in etwa 1-1
    ½ Jahren den deutschen Rüstungsvorsprung einzuholen."(2)




    Hitler am 20. April 1939 gegenüber Göring, Raeder, Brauchitsch und
    Keitel:


    "Es ist ganz klar, daß dieser Rüstungsvorsprung von Jahr zu Jahr geringer werden wird; und
    wenn man etwas Entscheidendes erreichen will, dann muß man schnell handeln."(3)



    (1) Hans-Adolf Jacobsen, 1939-1945, Der Zweite Weltkrieg in Chronik und Dokumenten,Darmstadt 1961, S. 136 ff.
    (2) Gerhard Förster, Olaf Groehler, Der Zweite Weltkrieg, Dokumente, Berlin 1972, S. 42 ff.
    (3) David Irving, Hitlers Weg zum Krieg, München/Berlin 1979, S. 365

    Was für "Rachegelüste"? Ihr solltet nicht so schlecht von den Mitgliedern denken. Die Option könnte doch hilfreich sein, besonders interessante Themen zu finden.

    Quote

    Original von cpa95


    Sollte das derselbe "Geist von Zossen" sein, den Hitler so störend empfunden hat? Dem er am 23.11.1939 Vernichtung angedroht hat, wenn er ihm in die Quere kommen sollte? Den er im November 1937 für einen Krieg präparieren wollte, mit dem Ergebnis, dass wenig später 3 von 5 Teilnehmern aus den Ämtern waren? Den er am 22.8.1939 - überwiegend - Zuversicht einpeitschen mußte, um ihm die Angst vor dem Zweifrontenkrieg zu nehmen?


    Ich würde mal stark vermuten das einige Generäle, Hitlers Pläne für zu gefährlich fanden und deswegen gegen den Krieg waren aber nicht aus Pazifismus. Außerdem hat Hitler ja genug Generäle gefunden die bereit waren den Krieg zu führen.


    Die Zitate sollen beweißen wie das Militär allgemein zum Krieg standen und sie sprechen eine deutliche Sprache.

    Die Russen haben ja viel mehr auf Masse gesetzt als auf Klasse und haben damit gewonnen. Zum Beispiel bei Panzern.
    Hätte Deutschland auch lieber auf Masse setzen sollen?

    Ohne das kriegerische deutsche Militär hätte Hitler niemals den Zweiten
    Weltkrieg entfesseln können, dem deutschen Militär kommt daher eine
    große Schuld am Weltkrieg zu.
    Um den Kriegswillen dieses Militaristengesindels zu beweißen hier ein paar Zitate:



    Generalfeldmarschall Graf v.Moltke im Jahre 1880:


    "Der Frieden ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ist ein Glied in
    Gottes Weltordnung. In ihm entfalten sich die edelsten Tugenden des Menschen, Mut und
    Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit mit Einsetzung des Lebens. Ohne den Krieg
    würde die Welt im Materialismus versumpfen." (1)



    General Friedrich von Bernhardi in seinem Buch „Deutschland und der nächste Krieg“


    1912 veröffentlichte der bekannteste deutsche Militärtheoretiker General Friedrich von
    Bernhardi sein Buch „Deutschland und der nächste Krieg“ das 1913 bereits in 6. Auflage
    erschien und viele Sprachen übersetzt wurde. Im ersten Kapitel „Das Recht zum Kriege“
    stellte er den Krieg als ökonomische und biologische Notwendigkeit zur Weiterentwicklung
    der deutschen Rasse dar. Bernhardi postulierte das „Recht auf Eroberung“ für den Stärkeren.
    Im zweiten Kapitel „Die Pflicht zum Kriege“ forderte er die Größe eines Staatmannes besteht
    darin den Krieg zu einem günstigen Zeitpunkt herbeizuführen. In den weiteren Kapiteln ging
    er davon aus das Deutschland bei der letzten Teilung der Welt zu kurz gekommen sei und es
    sei seine historische Mission das Versäumte nachzuholen. Er forderte Osteuropa als
    Siedlungsraum. Am Schluß seines Buches zitierte er Friedrich II. „ Ist das Wort Angreifer so
    schrecklich? Es ist eine Vogelscheuche, mit der man nur Feiglingen Angst einjagt.“ (2)



    General Wilhelm Groener an Friedrich Ebert im Jahre 1919:


    "Wir dürfen niemals der Selbsttäuschung pazifistischer Ideologen unterliegen, als ob durch
    Unterdrückung jeglichen nationalen und kriegerischen Geistes in einer Nation der ewige
    Frieden und die menschliche Glückseligkeit erreichbar wären. [...] Nur im dauernden Kampf
    um das Leben werden die geistigen und sittlichen Kräfte gestärkt und gestählt, die allein die
    Schwingen bilden für den Aufstieg eines Volkes. Welches Volk gegen dieses Naturgesetz
    verstößt, ist innerlich krank und zum Niedergang bestimmt. Falsche Propheten sind es, die
    dem Volke empfehlen, im Kampf um das Dasein auf die Stählung und die Anwendung auch
    der physischen Kräfte zu verzichten." In den folgenden Friedensjahren müsse sich
    Deutschland "als großes Volk, das nicht niedergehen will, das den Willen zum Kampf ums
    Dasein festhält und diesen Kampf mit den Völkern der Erde wieder aufnimmt in dem Maße
    und mit den Mitteln, die ihm vernünftigerweise nach dem Zustand seiner Kraft zu Gebote
    stehen." (3)



    Generaloberst Ludwig Beck in den dreißiger Jahren


    "Das letzte Mittel im Verkehr der Staaten untereinander wird auch in Zukunft der bewaffnete
    Kampf bleiben." Jeder Staat sei "grundsätzlich berechtigt, das Schwert zu gebrauchen". Denn
    der Krieg sei nun einmal "ein Glied in Gottes Weltordnung". "Den Krieg können wir nicht
    abschaffen. Jedes Nachdenken über die von Gott gewollte Unvollkommenheit der Menschen
    muß immer wieder zu diesem Resultat kommen." (4)




    General Seeckt im Jahre 1936


    "Der Krieg ist die höchste Steigerung menschlicher Leistung, er ist die natürliche, letzte
    Entwicklungsstufe in der Geschichte der Menschheit." (5)




    Aus der Denkschrift des Oberkommandos der Wehrmacht, "Die Kriegsführung als Problem
    der Organisation" vom 7.3.1938:


    "Was ist der Krieg der Zukunft?
    Der Krieg in seiner absoluten Form ist die gewaltsame Auseinandersetzung zweier oder
    mehrerer Staaten mit allen Mitteln.
    Trotz aller Versuche, den Krieg zu ächten, bleibt er ein Naturgesetz, das sich eindämmen,
    aber nicht beseitigen lässt und der Erhaltung von Volk und Staat oder der Sicherung seiner
    geschichtlichen Zukunft dient.
    Dieser hohe sittliche Zweck gibt dem Kriege sein totales Gepräge und seine ethische
    Berechtigung." (6)






    (1) Wolfram Wette, Die Wehrmacht, Franfurt am Main 2005, S. 144
    (2) Förster, Helmert, Otto, Schnitter, Der preußisch-deutsche Generalstab, Berlin 1966, S. 87 f.
    (3) Wette, S. 148 f.
    (4) Wette, S.150
    (5) Gerhard Förster, Totaler Krieg und Blitzkrieg, Berlin 1967, S. 24
    (6) Wolfgang Michalka, Deutsche Geschichte 1939-1945, Frankfurt am Main 1999, S.148

    Quote

    Original von Huba
    Müsste man dafür nicht auch in deren Hirn schauen?
    Oder ist das jetzt wieder was völlig anderes?


    Ja na klar, irgendwie muss man zu allen interessanten Fragen in der Geschichte, die wahren Gedanken der Handelnden rausbekommen.

    Die wahren Kriegsgründe liegen für immer unergründbar im Hirn Hitlers, das leider verbrannt ist. Denn er stand an der Spitze der Befehlshierarchie und hat den Krieg befohlen. Wir können lediglich anhand von überlieferten Äußerungen Hitlers versuchen zu rekonstruieren was Hitler wirklich dachte.


    Zum Beispiel sagte Hitler am 10. Februar 1939 auf einer Rede vor Truppenkommandeuren:


    „Ich habe mir vorgenommen, die deutsche Frage zu lösen, d.h. das
    deutsche Raumproblem zu lösen. Nehmen Sie es zur Kenntnis, dass,
    solange ich lebe, dass dieser Gedanke mein ganzes Dasein beherrschen
    wird.“


    Quelle: Wolfgang Michalka (Hrsg.), Der Zweite Weltkrieg, München 1989, S. 558


    Die Frage ist, ob neben Hitler viele andere auch den Krieg wollten oder nur auf Hitlers Befehl hin gehandelt haben.

    Ist der Krieg singulär aus dem Willen Hitlers enstanden, oder war Hitler nur ein Ausführender hinter ihm stehender gesellschaftlicher Kräfte?


    Was meint ihr?

    Das neue Design ist aber sehr gewöhnungsbedürftig.


    Ich finde es nicht gut, das nur 15.000 Zeichen in einem Beitrag erlaubt sind, sollte man auf 30.000 hochsetzen.