Posts by Herbipolis

    Hallo Gemeinde!


    Anhand der WAST-Aukunft bin ich dabei, den Werdegang meines Großvaters zu rekonstruiren.

    Da sich mein Scaner leider nicht mit Linux anfreunden möchte tippe ich die Daten mal ab.....


    Stark, Edmund, geb. 31.10.1906, Würzburg


    Einberufung: 16.02.1940

    Erkennungsmarke: -330-37.Ldschtz. KP (37. Landesschützen-Kompanie)


    Truppenteile: 16.02.1940 37. Landesschützen-Kompanie Standort: nicht verzeichnet


    19.02.1940 90. Kompanie Landesschützen-Bataillon XXIII/XIII

    Einsatzraum : Polen

    Die Einheit wird am 20.03.1940 das Infanterie-Regiment 652


    Laut Meldung vom Juli 1940 10. Kompanie III.Batailon Infanterie-Regiment 652

    ab 11.07.1940 3. Kompanie Wachbataillon Infanterie-Regiment 652

    Einsatzraum: Polen

    Am 02.07.1944 3. Kompanie Sicherungs-Bataillon 989

    Das Landesschützen-Bataillon 989 wurde am 17.12.1940 durch umbenenung des Wach-Bataillons 652 aufgestellt, und am 01.06.1942 in Sicherungs-Bataillon 989 umbenant.

    Unterstellung/Einsatzräume ab 01.06.1941 Heeresgruppe Mitte, ab 12.03.1942 Sicherungs-Division 201 in Witebsk, 1944 an der Düna


    Gefallen 02.07.1944 bei Neu Pohost 35km südlich von Druja an der Düna


    Ich denke, bei Neu Pohost dürfte es sich um Novy Pahost handeln.


    Wenn ich das richtig sehe, dürfte er durchgehend bei der gleichen Einheit gewesen sein, die lediglich mehrmals umbenannt wurde, oder?


    Es sind weder Verwundungen, noch Lazzaretaufenthalte verzeichnet.


    Laut Erzählungen mittlerweile verstorbener Verwandter soll er viel mit Partisanen zu tun gehabt haben, und mit jedem Urlaub seltsamer geworden sein.


    Leider konnte ich bisher so gut wie nichts über die Tätigkeiten seiner Einheit in Erfahrung bringen, hat evtl. jemand weiterführende Hinweise?


    Gruß Ralf

    Hallo,

    das mit dem "losen" Deckel passt schon. Meines Wissens waren die Teile meist aus Alu oder Weisblech, und die Deckel meist nur als Kappe aufgesteckt. Für Gewinde war das Material viel zu dünn. Nummern sind mir keine bekannt, waren meistens private Gegenstände.


    Oft wurden die auch aus Patronenhülsen hergestellt, ähnlich wie im ersten Weltkrieg.


    Gruß aus BW

    Ralf

    Hallo,


    da ich selbst Feuerzeuge sammle, habe ich ähnliche Stücke schon gesehen. Aufgrund des Zustandes habe ich meine Zweifel an "Original". Das Gute Stück müsste dann die letzten 70 Jahre luftdicht verpackt gelagert worden sein.

    Die Form passt in die Zeit, allerdings haben Hersteller in Fernost schon lange erkannt, das sich Gegenstände mit eingeprägtem Hackenkreuz und Adler sehr gut verkaufen lassen....


    Gruß aus BW

    Ralf

    Hallo,


    einer meiner Großonkel war nach einem Bauchschuß auf Genesungsurlaub. Laut den Erzählungen wurden nach Kriegsende im südl. Landkr. Schweinfurt alle Wehrmachtsangehörigen verpflichtet, sich auf der zuständigen Gemeindeverwaltung zu melden.


    Nach seinen eigenen Worten gingen alle in Hausschuhen hin, weil sie dachten gleich wieder nach Hause zu kommen......bei ihm dauerte es drei Jahre, da er vom Rathaus aus direkt in ein französisches Gefangenenlager transportiert wurde......


    Er hatte auch keine Möglichkeit sich zu drücken, da seine einzigen Papiere die von der Wehrmacht waren.


    Gruß
    Ralf

    Hallo Karl,
    "Klar im Kopf" war er zu etwa 90 %. Er hatte jedoch oft Krampfanfälle. Der Splitter war inoperabel, ud bewegte sich im Laufe der Jahrzehnte fast rund um den Kopf...


    Da er fast gänzlich in der NS-weltanschauung aufgewachsen ist, war "Behindert" für ihn etwas schlechtes, verwerfliches, und er wollte keinesfalls auf diese Stufe gestellt werden.


    Gruß Ralf

    Hallo Leute,


    in diesem Zusammenhang kann ich mich noch gut an meinen - mittlerweile verstorbenen - Großonkel erinnern. Er hatte seit 1942 einen Granatsplitter im Gehirn sitzen, war dadurch Schwerkriegsbeschädigter (mit entsprechender , nicht unüppiger Rente).
    er legte allergrößten Wert auf die Bezeichnung Schwerkriegsbeschädigt, insbesondere als Ende der 80ger Jahre alle Behörden auf die Bezeichnung Schwerbehindert umstellten. Er hatte diesbezüglich desöfteren Auseinandersetzungen mit Dienststellen, die ihn als "Schwerbehinderten" bezeichnet hatten....


    Gruß Ralf