Posts by flugschüler

    Hallo,

    aus einem Beitrag des Ostpreußenblattes aus dem Jahre 1995.

    "Ein Wiedersehen feierten ehemalige Kameraden des im Januar 1945 in Brüsterort zusammengestellten 1. Ostpreußischen-Hitler-Jugend-Bataillons (auch Panzervernichtungsbrigade genannt), zu dem sogar einer aus den Vereinigten Staaten anreiste. Die meisten Ehemaligen der Jahrgänge 1928 und 1929 sahen sich nach 50 Jahren zum ersten Mal wieder. So gab es über damals gemeinsam Erlebtes viel zu erleben.

    Anhand von Notizbucheintragungen ihres Kompanieführers Werner Strahl wurde der leidvolle Weg der Kampftruppe noch einmal nachvollzogen. ... Zum Schluß des Treffens wurde mehrfach der Wunsch geäußert, gelegentlich eine Zusammenkunft zu wiederholen. Auch bekundeten einige Teilnehmer ihr Interesse an einer gemeinsamen Fahrt zu ihren Einsatzorten, zu denen Königsberg, E-Werk Peyse, Bärwalde, Pillau, Schmergrube, Nassenheide-Berlin und Havelberg gehörten."

    Hat jemand was zu dieser Einheit? Mich interessiert besonders der Weg nach Nassenheide und der dortige Einsatz.

    Grüße aus Oranienburg Uwe

    Hallo,

    in einen älteren Heft "Jägerblatt" steht folgende Suchanzeige:

    J.G.54 8.Staffel

    Versorgungsangelegenheit

    Fw. Wulfers, gefallen am 22.12.43 bei Hohen-Neuendorf/Berlin. 1938/39 4.Flg.Ausb.Rgt. 11 Schönwalde, 1940Flugzeugführerschule Tulln, 1943 J.G.54.

    Wer kannte Fw. Wulfers und kann Angaben zu seiner Verpflichtung machen ?

    Bei Prien/Stemmer/Rodeike/Bock "Die Jagdfliegerverbände der Deutschen Luftwaffe 1934 bis 1945" Teil 10/I steht auf Seite 474

    "Die III./JG54 war von Ludwigslust aus im Einsatz; nach dem Alarmstart und dem Sammeln wurde die Gruppe in westlicher Richtung an die feindlichen Verbände herangeführt. Über dem Raum Quakenbrück kam es kurz nach 14.00 Uhr zur Feindberührung mit einen jagdgeschützten B-24-Verband, aus dem die Gruppe am Ende zwei Viermotorige abschiessen konnte; hinzu kamen zwei P-47 und eine P-51. Allerdings büsste sie dabei selbst drei Maschinen der 8.Staffel ein- ein Flugzeugführer wurde bei Herzlake im Luftkampf tödlich abgeschossen, zwei weitere mussten bei Osnabrück verwundet mit dem Fallschirm aussteigen."

    Jetzt zu meinen Fragen: Herzlake und Hohen-Neuendorf liegen ja über 400 Km Luftlinie entfernt, ist der bei Herzlake gefallene Flieger Fw. Wulfers ?Gibt es Bei Herzlake einen ähnlich klingenden Ort wie Hohen-Neuendorf ? Wo ist die Grablage ? Gibt es zum Fall eine GQM ?

    Liebe Grüße aus Oranienburg Uwe

    Hallo,

    Giesebitz (Flugwache Stolp 10), der Standort war auf Höhe 39 etwa 2 km nordwestlich von Wittenberg.

    Dann ist ja vermutlich der Bauernberg die Höhe 39.

    1942 (und davor) wurde das Flugwachkommando Stolp von der 15./3 (15.Kompanie Luftgau-Nachrichtenregiment 3) und ab 1943 von der 1./93 (1. Kompanie Luftnachrichten-Flugmelde-Regiment 93) bedient. Wann das genaue Datum der Umbenennung (Umstrukturierung) war, entzieht sich meiner Kenntnis. Müßte aber, wenn noch vorhanden, in Ernst Bernhard Gresens Soldbuch stehen.

    Gruß Uwe

    Hallo,

    vielen Dank euch dreien für die Beantwortung meiner Frage. Ich bin begeistert.

    Birkenwerder und Hohen-Neuendorf gehen ja fließend ineinander über, zumindest im Bereich der heutigen B96. Mal sehen ob man den genauen Unfallort noch heraus bekommt.

    Liebe Grüße aus Oranienburg Uwe

    Hallo,

    hier mal ein Beitrag aus dem Beobachter-Friesack Nr. 284 vom 4. Dez. 1939

    Generalarbeitsführer von Wenckstern Führer des Arbeitsgaues IX Brandenburg

    Der Reichsarbeitsführer hat als Nachfolger für den nach Oppeln versetzten Generalarbeitsführer Herbert Bormann Generalarbeitsführer von Wenckstern mit der Führung des Arbeitsgaues IX Brandenburg beauftragt.

    Der Generalarbeitsführer von Wenckstern ist aus dem AG IX hervorgegangen, er kennt also nicht nur die hiesigen Verhältnisse genau, sonder steht noch mit einen großen Teil der Führer des Gaues Brandenburg in Verbindung, so das er für diese kein Fremder mehr ist.

    Ferner hat der Reichsarbeitsführer den Oberstarbeitsführer Rudolf Maßmann, bisher Führer z.b.V. bei der Arbeitsgauleitung IX Brandenburg, nach dem Arbeitsgau IV Pommern - Ost in Stolp versetzt und mit der Führung des Gaues beauftragt. Oberberstarbeitsführer Maßmann gehörte über 3 Jahre dem Arbeitsgau IX Brandenburg an.

    Der Zeitungsartikel ist zu finden im BLHA unter der Signatur: Rep. 8 Stadt Friesack Nr.1258

    Gruß Uwe

    Hallo,

    Ich stelle mal die Textpassage von Seite 309 über die 9.Staffel JG 3 ein

    ... Noch härter wurde die 9. Staffel getroffen, die mit Uffz. Hubert Hirt und den Gefr. Alfred Helmer zwei Gefallene auf die Verlustliste setzen mußte und zudem mit Fw. Willi Hommel noch einen Schwerverwundeteten zählte, der zwar noch mit dem Fallschirm hatte abspringen können, wobei sich dessen Verletzungen jedoch als so schwerwiegend erwiesen, dass ihnen Willi Hommel am 5. Juni 1944 im Lazarett erlag.

    Buch: Jochen Priem/Gerhard Stemmer "Messerschmitt Bf 109 im Einsatz bei der III./ Jagdgeschwader 3

    Gruß Uwe

    Hallo,

    in Oranienburg baute die SS am A.H.-Damm (jetzige Bernauerstraße) einige Holzhaüser. Dort wohnten dann folgende SS-Angehörige.

    Petersen, Heinrich

    Klapsch, Hugo

    Reich, Otto

    Braun, Georg

    Dr. med. Wolf, Helmut

    Wegener, Kurt

    Christoph, Fritz

    Grabow, Kurt

    Wedelburg, Otto

    Zollhöfer, Emil

    Dr. Hup, Josef

    Albrecht, Heinrich

    Lüttich, Bernhard

    Jansen, Eduard

    Kaltofen, Hansheinrich

    Kinne, Rudolf

    Schulz, Willy

    Swoboda, Steffan

    Dallinger, Max

    Zu Petersen und Reich habe ich im Netz ihren Werdegang bei der SS gefunden. Die Restlichen sind mir völlig unbekannt. Verbindungen zur SS-Totenkopf-Standarte "Brandenburg"oder KL-Lager Orbg. sind wahrscheinlich. Hat jemand Infos über diese Personen?

    Die Namen sind aus dem Oranienburger Adressbuch von 1937/38

    Hallo,

    laut Akte R3/423 (Bundesarchiv) erteite das RLM der oben genannten Firma für die Fertigungsstätte ein Barackenlager in der Größe von 56 Unterkunftsbaracken und 12 Wirtschaftsbaracken. Geplant waren sie vom Typ "RLM",

    also 12,5 mx 42,5m. Dort sollten 5570 Arbeitskräfte untergebracht werden. In der Akte steht unter geplanter Baubeginn: bereits begonnen.(23.9.44)

    Ist nach dem Kriege davon etwas übrig geblieben?

    Gruß Uwe

    Hallo,

    aus einer Akte des BLHA:

    Der Abteilungsführer der RAD-Abtl. 6/96 Bartschendorf Oberstfeldmeister Fischer teilte heute fernmündlich mit, dass die Baracken des Bartschendorfer Lagers, dessen Verlegung nach Friesack in Aussicht genommen war, auf Anordnung der Gauleitung des RAD jetzt abgebrochen werden und die Abteilung bis auf weiteres nach dem Osten des Reiches verlegt wird....

    (Interne Mitteilung an den Bürgermeister von Friesack vom 4.April 1941)

    Hallo,

    bei Balke "Kampfgeschwader 100" ist auch nur eine folgende kurze Textpassage zu finden.

    Nach Rückkehr von einen Feindflug am 20.7. stürzte eine DO 217 K3 (Werk Nr 4713) der 9. Staffel, mit der Besatzung Ofw. Wilhelm Schneckener, ab. Bis auf den Bordfunker Fw. Werner Hetsch, der verletzt wurde, fand die Besatzung den Tod. (Seite 308)

    Im Anhang auf Seite 415 findet man:

    20.7.44 9/100 Toulouse Absturz

    FF Ofw. Wilhelm Schneckener tödl. verunglückt

    Bo Ltn. Heinrich Wackerbeck tödl. verunglückt

    Bf Fw. Werner Hetsch verletzt

    Bm Ofw. Karlheinz Schrickel tödl. verunglückt


    Gruß Uwe

    Hallo,

    vielen Dank Thilo!

    Ich hatte angenommen das eventuell Karl-Heinz Graudenz später in russische Kriegsgefangenschaft geraten ist, das scheint aber nicht so gewesen zu sein. Der Grund meiner Annahme, woher kennt ein Jounalist der Konsomolskaja Prawda diesen Namen bzw. auch seine Tätigkeit. Jetzt gehe ich davon aus, das bei der Besetzung Peenemündes erheblicher Aktenbestand in die Hände der Roten Armee gelangt ist, u.a. auch zu diesen Vorgang. Das wird wohl seine Quelle gewesen sein.

    Leider aber auch nur Spekulation.

    Gruß Uwe

    Hallo,

    den Fall "Dewjatajew" verfolge ich schon seit dem Jahre 1985. Damals erschien in einer Wochenzeitung der DDR (Wochenpost) ein recht ausführlicher Artikel mit dem Titel: Flucht mit dem Flugzeug. Hier mal ein Ausschnitt aus diesen Beitrag : Der 8. Februar 1945 zeigte sich auch noch am Mittag naßkalt und wolkenverhangen. Karl-Heinz Graudenz, Flieger-As der Nazi-Luftwaffe, war gerade aus dem Offizierskasino vom Essen gekommen und ordnete in seinem Arbeitszimmer Flugunterlagen, als das Telefon läutete.

    "Wer ist denn bei Ihnen wie ein Wilder gestartet?" vernahm er die wütende Stimme des Leiters der Flugabwehr. "Bei mir - niemand"

    "Ich habe doch mit dem Feldstecher gesehen, das die "Gustav Anton" gestartet ist....

    Das waren die Ansatzpunkte um einige Jahre später nach Kauf des Buches " Kampfgeschwader 53 "Legion Condor" von Heinz Kiehl dort weiter zu machen. Bei Kiehl steht auf Seite 289 : Vom letzten Einsatz mit V1 bis schließlichzur Auflösung des Geschwaders noch die Erinnnerung des Kommodore Oberstleutnant Pockrendt: " Auffüllung der übrigen Frontgruppen durch IV. Gruppe und Umrustung auf V1 -Einsatz . Unterstellung Ausbildungskommando Graudenz in Karlshagen-Peenemünde.

    Das war eine wichtige Erkenntnis, es gab einen Offizier mit Namen Graudenz und das noch in Karlshagen, aber leider steht nicht mehr dazu.

    Die Maschine müßte ja dann die Kennung A1+GA gehabt haben, war meine Schlußfolgerung.

    Als Autor des Artikel in der Wochenpost wird Wassili Peskow genannt und er gekürzt aus der "Komsomolskaja Prawda" ist.

    Herzliche Grüße Uwe