Posts by flugschüler

    Hallo,

    Ich möchte noch Thilos Aussage präzisieren, trägt zwar nicht zur Lösung der Frage bei, aber vielleicht interessiert es doch jemanden.

    Aus Lageberichte des Polizeipräsidenten über die Luftangriffe auf Berlin, 7./8. September 1941

    Berlin wurde in der Zeit von "Fliegeralarm" bis "Luftgefahr vorbei" von etwa 50 Flugzeugen in mehrenen Wellen aus allen Richtungen angeflogen und sowohl im Hoch- als auch im Tiefangriff bei Mondschein und klaren Himmel mit Luftminen, Spreng-, Brand-, Leuchtbomben und Brandplättchen angegriffen.

    Luftgefahr 23,18 Uhr

    Fliegeralarm 23,29 Uhr

    Luftgefahr vorbei 03,47 Uhr

    Ein paar Zeilen tiefer:

    36 Flakgranaten sind beim Aufschlag detoniert

    Im Nachtrag vom 12. Sept. 41

    Die Zahl der am Boden detonierten Flakgranaten hat sich von 36 auf 47 erhöht.

    Zu finden im LAB unter Rep.20/7245

    Im gleichen Archiv liegt die Akte " Der Führer der Landesgruppe III Berlin - Mark Brandenburg der TN " , leider ist in dieser Akte nicht alles vorhanden. Das liegt wohl mit der Auffindesituation zusammen, wenn ich mich richtig erinnere wurden die noch vorhandenen Seiten in den 70er Jahren in einen Abbruchkeller im Süden Berlins (der ein schöner Abenteuerspielplatz für Kinder gewesen ist) gefunden und gelangten dann ins LAB. Leider sind die Seiten über den Bombenangriff vom 7./8. Sept. 41 nicht enthalten. Ich glaube das dann das Problem gelöst wäre, aber man kann ja nicht alles haben.

    Gruß Uwe

    Hallo und

    danke Jochen und Thilo,

    meine Vermutung ergibt sich nur aus der Bezeichnung des Meldenden, der Bauaufsicht Oranienburg. Wenn BAL Oranienburg meldet dann müßte doch der Schadensort in deren Bereich liegen. Die anderen Flugzeugwerke hatten ja ihre eigenen Bauaufsichten, ausgeliefert scheinen ja diese Maschinen noch nicht gewesen zu sein sonst wäre ja der Empfänger auch der Meldende. Interessant finde ich auch das die Maschinen schon im Juli 41 in Rostock ablieferungsbereit waren.

    Meine Gedanken kreisen jetzt in die Richtung, was hat man in Oranienburg machen wollen oder können, was in Rostock nicht gemacht wurde.

    Gruß Uwe

    Hallo,

    in einer GQM-Meldung steht unter dem Datum 8.9.1941 , Bauaufsicht Oranienburg Ort nicht gemeldet, Bodenkrepierer bei Flakabwehr, He 111 H6 Wnr. 4302, 4307, 4305 (könnte auch 4303 heißen), 4314 und 4341 zu 30% beschädigt. Zu finden unter RL 2 III/755 Seite 190. Da die Bauaufsicht Oranienburg sich auf dem Flugplatz der HWO befand, besteht meinerseits kein Zweifel, das dort auch der Schadensfall war. Desweiteren denke ich das diese Maschinen auch in Oranienburg entmontiert wurden. Bei Manfred Griehl im Buch über die He 111 kann man der Seite 52 entnehmen, das der Werknummernblock 3427- 4990 gänzlich bei Heinkel Rostock gefertigt wurde. Diese These stelle ich in Abrede.

    Meine wichtigste Fragen sind aber: Hat man diese Maschinen wieder instandgesetzt? Wenn das erfolgt ist, welche Einheiten hatten diese Werknummern im Bestand?

    Gruß Uwe

    Hallo,

    ich schieße jetzt mal ins Blaue, Absturz einer Me 110 Südteil des Liepnitzsees. Ist meines Wissens in einen der beiden Nachtjagdverlustbüchern von Balss verzeichnet. Nach meiner Erinnerung im Teil mit dem festen Einband. Ich habe es leider im Moment nicht zur Hand.

    Gruß Uwe

    Hallo,

    habe die mir zur Verfügung stehenden Quellen über die 1.poln. Armee zu Gemüte gezogen. Der Kampfweg geht zwar nicht direkt über Werneuchen, es werden aber Orte die ca 10 km nördlich davon entfernt liegen genannt. Das, daß Foto dort entstanden ist, ist jedenfalls nicht auszuschließen.

    Zum Bild wäre noch zu bemerken, das Flugzeug liegt auf einen Feld (es ist nur das Hinterteil ab Balkenkreuz abgebildet), auf dem die Saat schon sehr weit fortgeschritten ist. Nach meiner Vermutung ein Luzernefeld und es hat schon die Höhe der Stiefelschäfte erreicht. Das Aufnahmedatum würde ich eher Mai/Juni einordnen, auf dem Nachhauseweg der Polen.

    Viele Grüße Uwe

    Hallo Uwe,

    herzlichen Dank für die neuen Fakten und deine sehr hilfreiche Einschätzung. Auf der mir vorliegenden Kopie kann ich leider keine Kennung ausmachen. Wenn ich die Bildunterschrift richtig deute, soll die Maschine von der Flakabwehr der 1. poln. Infanteriedivion abgeschossen sein. Diese Division hatte bis 23.4.45 Stellungen am Hohenzollernkanal etwa gegenüber des Ortes Malz. Dann durfte sie an der Erstürmung der Reichshauptstadt teilnehmen. Jetzt muß ich doch mal überprüfen ob die Division auf dem Vormarch zum Kanal eventuell Werneuchen tangierte.

    Gruß aus Oranienburg Uwe

    Hallo,

    habe eine schlechte Kopie eines Bildes (eventuel aus einen Kagero-Heft) vor mir liegen, auf der eine notgelandete FW 190 abgebildet ist. Die Bildunterschrift lautet: Ofiara 1.sam. dyw. art. plot, zestrzelona w rejonie Oranienburga pod konice kwietna 1945. Dann wird noch die Wnr. 730286 erwähnt.

    Zu welcher Einheit gehörte die Maschine?

    In den 2 Bänden Jagdgeschwader 300 "Wilde Sau" von Bethke/Henning sind auf Seite 137 und 387 Verlustmeldungen Wast enthalten. In der Verlustmeldung (S.387) wird u.a. der Fw. Toni Gaißmayer der 6. Staffel JG 300 mit der Fw 190 A8 gelbe 7 Werknummer 730284 aufgeführt. Die andere Meldung (S.137) nennt den Gefr. Franz Bollerey auch von der 6. Staffel JG 300. Er flog die Fw 190 A8 gelbe 15 Werknummer 730288.

    Diese beiden Werknummer liegen ja so dicht an der von mir gesuchten, daß sich vermuten lässt, die Maschine gehörte zum JG 300. Der Nachweis das es genauso ist, fehlt aber.

    Von der 8.Staffel JG 54 habe ich noch die FW 190 A8 Werknummer 730300, wobei der FF Leutnant Jürgen Ratzlaff bei Offenburg verwundet wurde.

    Die besten Grüße aus Oranienburg Uwe

    Hallo,

    unter CAMO 500 12452 Akte 290 ist auf Seite 17 und 18 eine Auflistung der Einheiten des Eisenbahntranstransportschutzes, die sich nach der Kapitulation im Norddeutschen Raum befanden. Diese Einheiten waren alle dem Flakregiment 50 E. Tr. unterstellt. Flak-Abteilungen und Batterien (E) sind Einheiten die durch ihre Mobilität an Flakschwerpunkten herangeführt wurden. Die leichten Flakabteilungen (E.Tr.), das Kürzel steht für Eisenbahntransportschutz, wurden zwar auch in Batterien gegliedert, der Kampf wurde aber nur in Trupps durchgeführt. Beispiel: ein abfahrbereiter Zug bekam am Ende und Anfang einen Flakwagen, mit dem Auftrag der Tieffliegerbekämpfung, angehängt.

    In der Auflistung sind eine ganze Reihe von Batterien aufgelistet, aber es können nicht alle gewesen sein. Wer hat mehr dazu?

    Gruß Uwe

    Hallo Uwe & Karl,

    durch Nachforschungen über die Firma Ikaria Velten, die in meinen Einzugsgebiet liegt, bin ich überhaupt auf das Thema "Reichsbahnflak gestoßen. Durch die Einstellung der Bomberproduktion ab Mitte 1944 bzw. Frühherbst waren ja erhebliche Produktionskapazitäten bei der o.g. Firma freigesetzt und diese wurden dann so weitergenutzt.

    Karl aus welcher Quelle sind die Bezeichnungen der Lafetten?

    Mich interessiert noch, wer die Flakwagen bediente? Werde dazu ein neues Thema unter Einheiten der Luftwaffe eröffnen.

    Gruß Uwe

    Hallo,

    diese Wagen wurden nicht bei Panzerzügen verwendet. Das Unternehmen "Chattanooga" der Amerikaner am 21. Mai 1944, eine großangelegte Tiefflugoperation haupsächlich zur Eisenbahnjagd, gab den Anlass. Man mußte dieser sich papide ausbreitenen Gefahr etwas entgegen setzen. Die Bewaffnung dieser Flakwagen bestand hauptsächlich aus MG 151/20 bzw. MG FF in Zwillings-oder Drillingslafette. Den Aufbau der Waggons hat Uwe (Muna Lisa) schon treffligs beschrieben.

    Gruß Uwe

    Hallo,

    fangen wir doch mal von vorne an. Ab Mitte 1944 wurden für den Eisenbahntransportschutz ca 6800 Eisenbahnwagen mit Flakwaffen und den zugehörigen Aufbauten hergestellt. Davon wurden 1800 für die Luftwaffe hergerichtet, die Waggons kamen aus der Neufertigung der Wumag in Görlitz und wurden in 10 Waggonfabriken mit den Aufbauten versehen. Nach Fertigstellung der Aufbauten ging es zum Luftzeugamt Göttingen wo sie mit Waffen bestückt wurden. Die 10 Waggonfabriken für die Aufbauten waren Busch in Bautzen,

    Beuchelt in Grünberg, Linke Hofmann in Breslau, Crede in Kassel, Fuchs in Heidelberg, Rathgeber in München, Steinfurt in Königsberg, Simmering in Wien, ? in Wismar und von Dietrich in Reichshofen.

    Die 5000 Flakwagen zum Einsatz durch die Reichsbahn wurden in den folgenden Waggonfabriken hergerichtet: Busch in Bautzen, MBA in Bln-Spandau, Beuchelt in Grünberg, Linke-Hofmann in Breslau, Crede in Kassel, Dessauer Waggonfabrik in Dessau, düsseldorfer Waggonfabrik in Düsseldorf, Westwaggon Werk Gastell, Mainz Mombach (keine Ahnung ob das 1 oder 2 Fabriken sind), Wumag in Görlitz, Fuchs in Heidelberg, Steinfurt in Königsberg, Christoph&Unmack in Niesky, Rathgeber in München, Ürdinger Waggonfabrik in Ürdingen, Simmering Graz- Pauker AG in Graz, Ringhofer Tatra-Werke in Nesselsdorf, Simmering in Wien, Osmag in Königshütte (OS) und von Dietrich in Reichshofen.

    Diese Waggonfariken waren Komplettausrüster der Drehkranz für die Waffe wurde auch dort montiert.

    Wieviele der 6800 Waggons am Ende des Krieges sich in Restdeutschland (auch SBZ) befanden und entmlitarisiert bzw. rückgebaut wurden, da kann man nur spekulieren. Die von mir genannten Firmen wären aber sehr geeignet.

    Gruß Uwe

    Hallo,

    habe auch was zum Thema gefunden! Im Begleitbrief der A.G. vorm. Skodawerke in Pilsen, General-und Kommerz.-Direktion Prag an den Hauptausschuss Panzerwagen im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion in Berlin NW 7 Mittelstrasse 46-48 kann man diese Zeile finden: Das Werk Siedlung Waldheim ist für die Endmontage von Panzerwagen Gerät 13 bestimmt. Das Dokument ist vom 31.8.44. Die Akte ist 87 Seiten stark und hat den Inhalt: Aufbau "Werk Siedlung Waldheim" (bei Königgrätz).

    Gruß Uwe

    Hallo,

    vor Jahren war ich im Bundesarchiv Freiburg und habe mir u.a. im Bestand RL 6 (Chef der Luftwehr) Akten, die mit Flugzeugabstürzen der Vorkriegszeit zu tun hatten, angesehen. Ich habe aber nur Kopien von den Fällen gemacht, die mein Interessengebiet (Berlin/Brandenburg, Mecklenburg/Vorpommern und Sachsen-Anhalt) betrafen. Die mir vorliegenden Kopien haben die Signaturen sind RL 6/117, RL 6/121 und RL6/122. Ob es die Akten RL 6/118, RL 6/119 und RL 6/120 auch noch gibt, weiß ich nicht mehr (es ist 16 Jahre her).

    Ich habe trotzdem das Gefühl das dort der Schlüssel für die Lösung des Problems liegt.

    @ Rolf, von Hüfingen nach Freiburg ist es doch nur ein Katzensprung!

    Gruß Uwe

    Hallo,

    Uwe, nach Gerhard Stemmers Beitrag habe ich mir auch erst mal eine Karte von Süddeutschland vorgenommen. Meine Ortskenntnisse für diesen Teil Deutschlands sind sehr bescheiden.

    Aber was ich bis jetzt noch nicht erwähnt habe, ist der Flugauftrag: Verbandsflug mit 3 Ju 52 im Rahmen eines Überlandfluges nach Süddeutschland. Überlandflug F. - M. über A. - N. - B. Für A habe ich Augsburg angenommen (es steht einmal ausgeschrieben im Text) bei N denke ich an Nürnberg. Welcher Ort mit B gemeint ist, keine Ahnung.

    Auch den Verbandsführer, habe ich bis jetzt nicht erwähnt, es ist ein Obltn. zur See Ko. (an Bord der Ju 52 D-AQIA) Der Leutnant zur See und der Oberleutnant zur See passen, wie du erwähnt hast, nach Parow.

    Gruß Uwe