Posts by rommel_gaj

    Hallo,


    nach zeitgenössischen jugoslawischen Berichten, gehörte die 200-Mann-stärke Besatzung des Ortes Vučjak Kamenski (etwa 6 km S Zvečevo), die im Laufe der Nacht 27./28. Februar 1945 von Teilen der 12. und 40. jugoslawischen Division angegriffen und zersprengt wurde, dem Polizei-Freiwilligen-Bataillon 6 (laut der offiziellen Monographie einer der beteiligten Brigaden, handelte es sich um zwei Kompanien der SS-Division „Prinz Eugen“; Schmidt-Richberg zufolge, war das das „deutsch-kroatische Pol.Bat.9“).


    Die Verluste der Besatzung beliefen sich angeblich auf 47 (oder 49) Tote und 3 Gefangene. Erbeutet waren 2 37-mm- Kanonen (vernichtet), 11 MGs, 2 MPs, 3 leichte GrW, 1 Panzerbüchse, 50 Seitengewehre und 3 Gewehre (die Monographie spricht von 33 Gewehren, was der Zahl der Toten ungefähr entspricht), eine größere Menge Munition, sowie 30 Pferdewagen mit verschiedenem Material.


    In den nächsten zwei Tagen waren Teile des 5. Polizei-Regiments und des 6. Bataillons gezwungen, Zvečevo und Voćin zu räumen, und sich über Macute nach O durchzukämpfen (s. Google Maps).


    Einige Tage später (4./5. März 1945) hat die Besatzung des Dorfes Ćeralije, „zusammengesetzt von Gendarmen, die sich zuvor aus Voćin und Zvečevo zurückgezogen hatten“, einen Angriff der Partisanen erfolgreich abgewiesen (Schmidt-Richberg erwähnt die Präsenz des 6. Bataillons in Ćeralije zu diesem Zeitpunkt).


    Am etwa 19. April 1945. befand sich das Bataillon –wahrscheinlich– in der Gegend von Bukovica (dicht NO Nova Gradiška) mit der 11. LWFD.


    MfG,


    Gaius


    Quellen:
    - Zbornik NOR-a, Bd. XI, Tl. 3 (Belgrad: VII, 1979), S. 11-16, 40. Division an 6. Korps (2.3.1945); S. 18, FN 3; S. 332, FN 4.
    - Zbornik NOR-a, Bd. V, Tl. 39 (Belgrad: VII, 1976), S. 48, 6. Korps an 3. Armee (2.3.1945).
    - Stanko Obradović, Antun Miletić, 4. NOU Brigada Slavonije (2. Brodska) (Belgrad: VIZ, 1982), S. 103-109.
    - Erich Schmidt-Richberg, Das Endkampf auf dem Balkan: Die Operationen der Heeresgruppe E von Griechenland bis zu den Alpen (Heidelberg: Kurt Vowinckel Verlag, 1955), S. 114.

    Hallo,


    laut Tagesmeldungen der Armeegruppe v. Zangen vom 3.4., bzw. 25.4.1944, die Verluste in Opicina betrugen 2 tote und 57 verwundete Mannschaften, sowie 1 toter Zivilist; beim Anschlag auf Soldatenheim in Triest starben 7 Soldaten und 1 Zivilist, weitere 37 Soldaten und 19 Zivilisten wurden verletzt.


    Quelle: NAW, T-312, Roll 1640, 000504, 556.


    MfG,


    Gaius

    Hallo,


    22. Infanterie-Division war seit 1943 auf dem Balkan stationiert. Im März 1945 wurde die Division in Volksgrenadier-Division umbenannt:


    http://www.lexikon-der-wehrmac…adierdivisionen/22VGD.htm


    Nils, wenn Dein Urgroßvater tatsächlich ein Mitglied der 22. VGD, und zudem am 8.5.1945 gefangen genommen war, dann geschah das möglicherweise nordwestlich von Zagreb. Laut jugoslawischer Historiographie, befand sich die Division am 8.5.1945 zwischen Pregrada und Veliko Trgovište (s. Anhang 1); 5 Kilometer südlich von V. Trgovište gibt es ein kleines Dorf das "Luka" heißt (s. Anhang 2). Ein Bericht der jugoslawischen 16. Stoß-Division erwähnt Kämpfe mit dem nach Westen ausweichenden Feind in der Nacht vom 8. zum 9. Mai ; am 9. Mai meldete die Division etwa 500 Deutsche Gefangene, die wahrscheinlich der 22. VGD gehörten.


    Quelle: Zbornik NOR-a, Bd. XI, Tl. 3 (Belgrad: VII, 1976), S. 616-617, 16. Stoß-Division an 3. Armee (18.5.1945).


    Banja Luka war ausschließlich mit NDH-Einheiten belegt (6. Kroatische Stoß-Division), wobei die etwaige Präsenz vereinzelter deutscher Soldaten natürlich nicht auszuschließen ist; die sind auf jeden Fall in jugoslawischen Gefangenenmeldungen nicht ausdrücklich genannt (insgesamt 144, darunter auch Domobranen, Cetniks und Polizisten).


    Quelle: Zbornik NOR-a, Bd. IV, Tl. 34 (Belgrad: VII, 1974), S. 638, Operative Korpsgruppe, Befehl vom 12.4.1945; ebd. S.776, 10. Stoß-Division an 2. Armee (30.4.1945).

    MfG,


    Gaius

    Hi,


    der Stuka-Angriff auf V. Gradište am 21.9.1941 war verursacht durch die Ablehnung der Partisanen, die neun Wasserschutzpolizei – und Zollbeamten, die zwei Tage zuvor in der Stadt gefangen genommen wurden, freizulassen. Der dienstälteste Offizier der Wasserschutzpolizei vor Ort wollte sie eigentlich gegen inhaftierte „Banditen“ austauschen, was aber ein „Leutnant des militärischen Einsatzkommandos“ nicht erlauben wollte; seiner Ansicht nach waren die Bedingungen für die Wehrmacht „untragbar“.


    Quelle: NAW, T-501, Roll 246, Anlage 84 zum KTB, Aussage Peter Strüder (23.9.1941)


    Übrigens, neben WSchP. Und Wehrmacht, dieser Bericht erwähnt auch Rumänen (die, glaube ich, auch auf einem dieser Bilder zu sehen sind), nicht aber die "normale" Polizei... ?(


    Mit besten Grüßen,


    Gaius

    Hallo Bettina und Matthias,


    Tribukeit:


    1.)Massaker an 30 Zivilisten durch die 4. Jäger-Brigade (USK) während des Unternehmens „Schwarz“ (Mai 1943).
    2.)Massaker an 60 Zivilisten in Stupni Do/Goražde (8 Juli 1943)
    3.)Erschießung von drei Personen bei Bilina/Goražde (Juli 1943)
    4.)Erschießung der männlichen Bevölkerung von Kobaš/Pelješac (Oktober 1943)
    5.)Ausplünderung der Stadt Ston (November 1943)
    6.)Erschießungen und Deportation von Zivilisten/Partisanen auf Korčula (Dezember 1943 – April 1944).


    Fortner:


    1.)Wiedergabe von verbrecherischen Befehlen an ihm unterstellten deutschen – und – USK-Truppen (Domobranen und Ustascha) und Aufhetzung zum Bürgerkrieg
    2.)Massaker an Zivilbevölkerung und Zerstörung der Dörfer in Kozara-Gebirge/Nordwest-Bosnien (Oktober 1941, Februar 1942)
    3.)Zerstörung von etwa 2.000 Häusern und Massaker an Zivilisten im Raum Travnik – D. Vakuf – Jajce (September – Oktober 1942)


    Das Gerichtsurteil im Fall Löhr/Fortner/Tribukeit/et al., mit ausführlichen Angaben über die betroffenen Ortschaften und Opferzahlen, ist abgedruckt in ihrer Gänze in


    Dr. Đorđe N. Lopičić, NEMAČKI RATNI ZLOČINI 1941-1945. (Beograd: Muzej žrtava genocida, 2009), S. 21-51.


    Auszüge aus dem Gerichtsprotokoll dienten als Basis für das Buch Jovo Popović, VJEŠALA ZA GENERALE (Zagreb: Stvarnost, 1989).


    Mit freundlichen Grüßen,


    G.

    Hallo Margot,


    laut Unterlagen der 114. Jäger-Division gab es am 20.10.43 2 Tote, ausschließlich durch Feindwirkung; Ein Tag später sind jedoch 2 weitere Soldaten "verstorben" -also nicht im Kampf gefallen- und dass könnte sich wohl auf Gefreiter Cremerius beziehen (s. Anhang 1).


    Auf der anderen Seite gibt es Anzeichen dafür, dass er möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt ums Leben gekommen ist, und zwar im Kampf gegen Partisanen: sein Name befindet sich unter diejenigen, die laut Divisionsstabsbefehl Nr. 128 vom 3.11.1943 beim "Niederwerfen tückischer Überfälle" gefallen sind (s. Anhang 2). Das Problem liegt darin, dass solche Dokumente kein genaues Todesdatum für jeden einzelnen Soldat bieten, und dass sie sich auf einen unbestimmten Zeitraum beziehen. Letztendlich kann es auch sein, dass die Division einfach alle, aus welchem Grund auch immer verstorbenen Soldaten, auf dieser Art und Weise zu würdigen pflegte.


    Quelle: NAW, T-315, Roll 2195, 000410, 000659.


    Mit besten Grüßen,


    G.

    Hallo Armin,


    In seinem Buch "Ustanak u Bosanskoj Krajini" (Belgrad: Vojnoizdavački zavod, 1969), S. 61-2, Dušan Lukač zitiert einen Bericht der deutschen 132. Infanterie-Division vom 10. Mai 1941 über diesen Vorfall. Der Bericht ist auf der Mikrofilmrolle


    London-19, Aufnahmen H-310820-4


    im Militärarchiv des serbischen Verteidigungsministeriums in Belgrad zu finden. Diese Rollenbezeichnung entspricht der


    T-120, Roll 5799 (Deustche Gesandschaft Agram)


    aus dem U.S. Nationalarchiv.


    Übrigens, laut einem Bericht des Oberkommandos des kroatischen Heeres vom 22. Mai 1941 betrug die Zahl der bei Sanski Most von Deutschen erschossenen Serben 45.


    Zločini na jugoslovenskim prostorima u Prvom i Drugom svjetskom ratu; Tom I: zločini Nezavisne države Hrvatske 1941.-1945. (Belgrad: Vojnoisttorijski institut, 1993), S. 55.


    MfG,


    G.


    Danke!


    MfG,


    G.

    Hallo Roland,


    aus dem bereits zitierten Band des Buches "Nemačka obaveštajna služba u Jugoslaviji" ("Deutscher Nachrichtendienst in Jugoslawien"):


    Quote

    Polizei-Gebiet I in Esseg
    SS-Oberführer und Oberst der Polizei
    Dr. Ferdinand von Sammern- Frankenegg 23.04.43 – 20.09.44 gef.
    (Zeitpunkt der Beförderung zum SS-Brigadeführer und Gen.Maj. d.Pol. bisher nicht bekannt)


    Nachfolger: Paul Dahm.


    Quote

    Polizei-Gebiet III in Banja- Luka
    SS-Standartenführer Paul Dahm (00.12.43)


    SS-Standartenführer (?) Egersdorff, dann Paul Dahm, und dann Kaaserer (nach September 1944).


    MfG,


    G.

    Quote

    Der Bataillonsstab war in einem Schloss untergebracht. In einem Brief schreibt er von einer mehrtägigen Belagerung mit tagelangem Sturm durch die Jugoslawen. Ist davon etwas bekannt?


    Hallo Ralf,


    dabei handelte sich um den Angriff des 6. "Slawonischen" Partisanen-Korps auf Našice vom 18.-25. November 1944. Das Ziel der Operation war die gesamte Gegend zu besetzen und damit "taktische, politische und wirtschaftliche" Vorteile zu erzielen. Man hoffte auch, dass der Angriff zur Entlastung der Einheiten der Roten Armee beitragen würde, die zu dieser Zeit in schweren Gefechten an der Donau verwickelt wurden. Laut nachrichtendienstlichen Berichten war die Stadt durch "1. und 3. Hilfspolizei-Bataillonen mit 100 Ustascha und [kroatische] Gendarmen, insgesamt 1.400 Mann mit 4 Geschützen und 6 schweren Granatwerfern" gesichert; in den umliegenden Ortschaften befanden sich noch ca. 2.000 "Soldaten" [wahrscheinlich kroatische Landwehr].


    Der Angriff auf die Stadt und deren Umgebung wurde von zwei Divisionen (12. und 40.) durchgeführt, mit etwa 9.000 Mann, 11 Geschützen und 2 Panzern. Zweier Brigaden der 40. und einer der 12. Division war es gelungen, bis 22. die gesamte Stadt außer sog. Pejačević-Schloß zu besetzen, wo sich etwa 250 deutsche Polizisten verbarrikadiert haben (KTB HG F, 20.11.1944: "Im rückwärtigem Gebiet ein Pol. Bat. in Nasice von starken Bandenkräften eingeschlossen. Entsatzangriff bisher noch nicht durchgeschlagen"). Zwei Angriffe auf das Schloss wurden abgewiesen, und der dritte, der für 24. November früh geplant war, konnte nicht durchgeführt werden, da die Entsatzkräfte schon vor der Tür standen (laut Partisanen-Angaben etwa 1.500 Mann mit 4 Panzern; hier gemeint sind wahrscheinlich zwei Bataillone mit italienischen Panzern, die die "Gruppe Kübler" laut KTB HG F am 21. November nach Našice geschickt hat). Darauf mussten die Partisanen die Belagerung abbrechen und die Stadt verlassen.


    "Die größte Schlacht des Krieges in Slawonien", wie der Kampf um Našice manchmal bezeichnet wird, war sehr verlustreich für die beiden Seiten. Das 6. Korps hatte nach eigenen Angaben 145 Tote, 731 Verwundete und 60 Vermisste zu beklagen; die deutsche Besatzung, nach ersten Meldungen der HG F, 200 Tote und 300 Verwundete. Der Bericht des 6. Korps erwähnt auch 8 erbeutete Granatwerfer, sowie 21 schw. MG, 6 le. MG, 1 Panzerbüchse und 570 Gewehre.


    Quellen: Zbornik NOR-a, Band V, Buch 35, S. 586-8, 6. Korps an Hauptstab Kroatien (2. Dezember 1944); NAW, T-311, Roll 191, 000357, 366, 394-5, KTB-Einträge für und 20., 21. und 25.November 1944.


    MfG,


    Gaius

    Hi,


    könnte es sein, dass die Nummerierung der Einsatzkommandos der SIPO und des SD der Nummerierung der Polizeigebiete entsprach? In diesem Fall, Polizeigebiet IV wäre in Zagreb gewesen, da EK 4 dort stationiert war (EK 1 - Banja Luka; EK 2 -Sarajevo; EK 3 - Osijek; EK 4 -Zagreb; EK 5 - Knin/Split; laut meinen Unterlagen, Schaffung eines fünften Polizei-Gebiets (Knin-Split) wurde zwar geplant, aber nie durchgeführt).


    Quelle: Nemačka obaveštajna služba u Jugoslaviji (Belgrad: 1958), Bd. V, S. 480-4.


    Mfg,


    G.

    Hi,


    weißt jemand mehr über einen gewissen


    (?) Pokay


    ,der im Sommer 1943 als Oberstleutnant in Kroatien stationiert war und dort auch gefangengenommen wurde? Auf dem "Panzer-Archiv" Forum habe ich einen Pokay gefunden und zwar


    Quote

    Major (E) 01.03.36 POKAY Erwin (Stab W.E.I. Linz/D) Oberst (01.12.44)


    http://forum.panzer-archiv.de/…31&highlight=pokay#198831


    Kann es sich dabei um dieselbe Person handeln?


    Vielen Dank im Voraus,


    G.

    Hi Christa,


    AHF Mitglied Grisu hat's ebenfalls versucht:



    MfG,


    G.

    Hi Christa,


    und danke für die Mühe.


    Quote

    1. Versuch: .... Hptm. Raene (?) bei Saban(?) soll 160 Gefangene Deutsche nach ... Mittwoch(?) haben, den man ... ... macht ...? Hpt(?) Tenne ... Oberfeld(?) Kogard


    "Oberfeld(?) Kogard" ist Oberstleutnant Rudolf Kogard, Ic des Befehlshabers Serbien.


    "Saban(?)" ist wahrscheinlich Sabac, eine Stadt an der Save westlich von Belgrad.


    Quote

    H. Lt. R Turner Veit Mit der Bitte um entsprechende Verhandlung. Kogard Obstlt (?) Mit General (?) Martok(?) besprochen, er hat bereits versucht, die Freilassung zu erreichen. Die (?)


    "H. Lt. R Turner"-vielleicht H. St. R. -Herr StaatsRat Harald Turner (Verwaltungschef beim Bfh. Serbien)?


    "General (?) Martok(?)"-könnte es "General Neditsch" sein (Milan Nedic, Chef d. serb. Regierung)?


    Wir sind auf dem richtigen Wege, glaube ich. ;)


    Danke nochmal,


    G.

    Hallo filigranofil und Lockenheld,


    da ihr beide offensichtlich ExpertIinnen für das Zweite Weltkrieg in Slowenien seid, hätte ich eine Frage: ist euch etwas über etwaige Fälle vom Gefangenenaustausch zwischen den Deutschen und Partisanen in Slowenien bekannt? Ich habe von einem solchen Fall gelesen, und zwar am Predil-Paß im Herbst 1943. Weiters gibt es hier


    http://med.over.net/forum5/read.php?186,6020234,6021271


    Einzelheiten über Verhandlungen in Primorska im Juli 1944.


    Danke im Voraus,


    G. :)