Posts by rommel_gaj

    Hi Graugans,


    im März/April 1945. zählte Marine-Festungs-Pionier-Bataillon 313 insgesamt 1.020 Mann und 18 MGs. Von seinen vier Kompanien, zwei (wahrscheinlich 3. und 4.) waren in Triest, und die übrigen zwei in Rijeka und Istrien (1., bzw. 2.) stationiert.


    Obwohl in den mir zur Verfügung stehenden Quellen nicht ausdrücklich erwähnt, das Bataillon wurde wahrscheinlich mit dem Rest des LXXXXVII Armee-Korps, bzw. Triester Garnison in den ersten Mai-Tagen 1945. gefangen genommen. Laut Tessin waren seine Teile auch bei der Schlacht um Knin eingesetzt (November - Dezember 1944), aber dafür fehlt ein unzweideutiger Beweis.


    Im Kalteneggers Buch wird das Bataillon, soweit ich sagen kann, nicht erwähnt.


    Quellen:


    - Uroš Kostić, Oslobođenje Istre, Slovenačkog primorja, i Trsta 1945.: ofanziva 4. jugoslovenske armije (Belgrad: VII, 1978), S. 245-247;
    - Nikola Anić, "Neka operativno-strategijska razmatranja njemačke odbrane na jadranskom vojištu 1944/45. godine" in: Jugoslovenska mornarica u završnim operacijama za oslobođenje Jugoslavije: učesnici govore (=Za pobedu i slobodu VI) (Belgrad: VINC, 1985), S. 297;
    - Georg Tessin, Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945 (Osnabrück: Biblio-Verlag, 1974), Bd. IX, S. 121.


    Mit besten Grüßen,


    G.

    Hallo Gerard!


    Die Briefe von Oberwachtmeister Rohr haben die Zensoren bestimmt glücklich gemacht, da sie fast gar keine Informationen von militärischem Wert enthalten. Worauf konkret sich der Satz über die kroatischen Partisanen bezieht ist also schwer zu sagen. Vielleicht war das bloß eine Meinungsäußerung über den Krieg auf dem USK-Gebiet im Allgemeinen, vielleicht ein Hinweis auf besonders intensiven Operationen hinter der sog. Syrmischen Front im heutigen Ostkroatien. Divisionsstab z.b.V. Stephan und ihm unterstellte Polizei-Einheiten waren dabei täglich im Einsatz, manchmal mit schweren Verlusten. In der Nacht 10./11. Dezember 1944. (also etwa zehn Tage vor dem betreffenden Brief), hat die 12. Proletarische Stoß-Brigade der 12. Division NOVJ die Polizei-Besatzung (Troß/Pol.Frw.Rgt. 5) im Dorf Vrbica (etwa 24 Km W Vinkovci) angegriffen und zersprengt. Laut deutschen Angaben betrugen die Verluste 28 Tote, 11 Verwundete, und 7 Vermisste. Materialverluste waren sehr hoch, u. a. 118 Gewehre, 10 lMGs, 3 GrW, 200.000 Gewehrpatronen, 1.276 Wurfminen, 2.002 Handgranaten, 174 Landminen, alles geladen auf insgesamt 54 LKWs .


    Quellen:


    -Zbornik dokumenata NOR-a (Belgrad: AVII, 1949-1986), Bd. V, Tl. 36, S.272-6, 12. Division NOVJ an 6. Korps NOVJ (17.12.1944);
    - NARA/T311/195/157, HGF, TM 11.12.1944;
    - NARA /T314/850/1209, 1325, TM XXXIV. AK, bzw. Pol.Sich. Bereich Süd (11., bzw. 15.12.1944).


    MfG,


    Gaius

    Hallo, ich suche Informationen zur 7. Kompanie auf der Halbinsel Pelješac im heutigen Kroatien. Mein Opa Georg Stahl ist dort 1944 bei Lovište gefallen. Bin für jede Information dankbar.
    Claudia


    Hallo Claudia,


    anbei ein Auszug aus dem Kriegstagebuch des 750. Jäger-Regiments für August 1944. Der Überfall bei Lovište wurde von zwei Kompanien des 1. Bataillons der 1. Dalmatinischen Brigade (26. Division NOVJ) ausgeführt; insgesamt wurden dabei 2 MGs, 28 Gewehre, 3 MPs, und 23 Maultiere erbeutet.


    Quellen: BA-MA, RH 37/4835, KTB 750. JR, 16-17.8.1944; Mirko Novović, Stevan Petković, 1. dalmatinska proleterska NOU brigada (Belgrad: VII, 1986), S. 310.


    MfG,


    Gaius


    Hallo Kai,


    Findbücher und Inhaltsverzeichnis (Karteikasten) sind schon vorhanden, das letztere zumindest auch für das Gros der deutschen Dokumente. Kriegsgefangenen-Berichte sind vorwiegend auf Deutsch verfasst, aber ich habe auch solche Aufsätze gesehen, die von Volksdeutschen auf Serbisch geschrieben wurden.


    MfG,


    Gaius

    Hallo Kai,


    hier die Benutzungsordnung für ausländische Besucher (auf Englisch):


    http://www.vojniarhiv.mod.gov.…sadrzaja=103&active=tekst



    Ich verbrachte dort etwa zwei Arbeitswochen im Jahr 2013, und machte dabei interessante Erfahrungen. Zum Beispiel, es scheint so aus, dass man die alten, ziemlich restriktiven Regeln aus der Zeit der Sozialismus einfach übernommen hat; so kann der Benutzer nur mit denjenigen Fonds arbeiten, welche er in seinem ursprünglichen Vorstellungsbrief an das Archiv angeführt hat. Darüber hinaus kann man pro Tag nur eine beschränkte Anzahl einzelner Dokumente bestellen, wodurch das gelegentliche -und öfters lohnende- Durchstöbern ausgeschlossen ist. Wenn man Kopien ausfertigen lassen möchte, dann muss er einen gesonderten Antrag an das Ministerium richten (wieder über diplomatische Kanäle), was ziemlich lange dauern kann. Mittlerweile habe ich gehört, dass (gebührenpflichtiges) Fotografieren erlaubt ist.


    Ich habe mich damals für die originalen Polizei-Unterlagen nicht besonders interessiert, kann aber sagen, dass die Sammlung der kriegsgeschichtlichen Beiträge, der von deutschen Kriegsgefangenen verfasst wurden, recht beachtlich ist. Was die Polizei angeht, habe ich momentan nur ein Paar relevanter Signaturen:


    - Arhiva VII, k. 76—a, rg. br. 21/3—a (Aleks Sumaher [sic], Regiment "Nagel") [Schachtel 76-a, Faszikel 3-a, Dokument 21];
    - Arhiva VII, k. 76—a, rg. br. 22/3—a (Filip Safner, Regiment "Nagel");
    - Arhiva VII, k. 25—a, rg. br. 23-3 (Kristijan Stip, April 1945).


    Mit besten Grüßen,


    Gaius


    P.S.


    Seit 2006 heißt die Einrichtung einfach "Militärarchiv" (AVII ist demnach eine veraltete Bezeichnung).

    Hi rolli.m,


    Bernhard v.d. Chevallerie wurde bereits am 14. Oktober 1944 infolge einer Notlandung bei Kruševac, Serbien, von Chetniks gefangengenommen, und an die sowjetische 52. SD ausgeliefert.


    Quelle: NARA/T-314/849/666, Kommando FW Müller, Ferngespräche 15.101944 (1020h); TsAMO/956/1/142/5, 64. SK, KTB (14.10.1944).


    MfG,


    Gaius

    Quote

    Ist etwas über Kampfhandlungen bekannt. Der Grossonkel wurde am 8.11.1944 in Staro-Topolje verwundet, und zwar durch "Streifschuss an der rechten Schulter".


    Hallo Dirk,


    Angriff auf Staro Topolje am 8.11.1944 war der Kernstück einer großangelegten Aktion der 12. Slawonischen Stoß-Division der Volksbefreiungsarmee (vier Brigaden mit ca. 5000 Partisanen), mit dem Ziel, die etwa 7 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen Sapci und Andrijevci unbrauchbar zu machen. 12. Slawonische Brigade war beauftragt, das Dorf Staro Polje zu erstürmen, das laut jugoslawischen Angaben von etwa 600 Polizisten ("Gestapo-Leute") und einem NDH-Bataillon verteidigt wurde. Der Angriff begann um 22 Uhr und endete viereinhalb Stunden später mit einem Rückzug der Partisanen auf ihre Ausgangsstellungen. Der Hauptgrund für das letztendliche Scheitern des Angriffs lag an der völlig unerwarteten Präsenz eines Panzerzuges, der den jeglichen Zugang zu den deutschen Stellungen verwehrte.


    Die Gesamtverluste der Division betrugen 4 Tote, 66 Verwundete, und 7 Vermisste. Verluste der NDH-Einheiten beliefen sich auf 5 Tote, 7 Verwundete, und 1 Vermisster (Verluste der Polizei sind leider nicht erwähnt).


    Quellen:


    - Zbornik dokumenata i podataka NOR-a (Belgrad: VII, 1967), Bd. V, Teil 35, S. 79, 108-113 (Angriffsbefehl, bzw. Einsatzbericht 12. Division NOVJ, 7.. bzw. 10.11.1944), 695 (Tagesmeldung MINORS, 11.11.1944);
    - Zdravko B. Cvetković, Osječka udarna brigada (Belgrad: VIZ, 1981), S. 123.


    MfG,


    Gaius

    Hallo Thomas,


    am 1. November 1944 fanden im Raum Prijepolje Kämpfe an beiden Ufern des Lim statt. Am linken Ufer gelang es den Deutschen (begleitet von etwa 1000 Chetniks) die 3. Sandzak-Brigade der 37. Sandzak-Division der Volksbefreiungsarmee zurückzudrängen und einen Brückenkopf zu bilden. Am rechten Ufer, hingegen, wurde der Angriff von 5. Sandzak-Brigade abgewiesen; General Schmidt-Richberg nach, erlitt dabei "Polizeiregiment...einen Rückschlag " (einem Partisanen-Bericht zufolge fielen dabei 54 Deutsche [wahrscheinlich übertrieben], 3 MGs, 1 Pistole, "und mehrere Gewehre" wurden erbeutet). Verluste der Partisanen betrugen a) bei 5. Brigade 2 Leichtverwundete b) bei 3. Brigade 2 Tote, 8 Verwundete.


    Laut Heeresgruppe E war der Feind hier stark, gut organisiert und ausgerüstet; die Stärke der an den Kämpfen teilnehmenden Partisanen-Einheiten betrug:


    a) 5. Brigade - 270 Mann, 14 MGs, 2 schwere und 2 leichte Granatwerfer; b) 3. Brigade - 550 Mann, 45 MGs, 3 schwere und einige leichte Granatwerfer, sowie 3 PIAT-Ladungswerfer.


    Quellen: NARA/T-311/184, HGE, Morgenmeldung 2.11.1944; ibid., HGE an OBSO (2.11.1944); Zbornik NOR-a/I/14/508-509, 525-526, Berichte der 5. und 3. Sandzak-Brigade (2-3.11.1944); Erich Schmidt-Richberg, Der Endkampf auf dem Balkan: Die Operationen der Heeresgruppe E von Griechenland bis zu den Alpen (Heidelberg: Kurt Vowinckel Verlag, 1955), p. 57.


    Mit besten Grüßen,


    Gaius



    Cedo Drulovic - 37. Sandzacka NOU divizija (Belgrad 1983) S. 195.JPG

    Hi Stefan,


    "sichere Quelle" war die Tarnbezeichnung für die Informationen, die aus entschlüsselten feindlichen Funksprüchen gewonnen wurden. Beispielsweise, auf dem Balkan war mit diesen Aufgaben der Kommandeur der Nachrichtenaufklärung 4 (KONA 4) beauftragt.


    MfG,


    G.


    KONA in's Abk.-Verz. aufgenommen; kkn

    Hi Foxkilo,


    es geht hier wahrscheinlich um eine Rotte Me-109 der Nahaufklärungsgruppe 12, die am 19.11. bzw. 20.11.1944 eine Mission über Taranto und Brindisi, bzw. Šibenik fliegen sollen hätte, hatte aber nicht aufgrund einer nicht erfolgten Lieferung des hochoktanigen Flugzeug-Treibstoffes C3.


    Quellen:

    -The National Archives of the UK, DEFE 3 (“Ultra” decrypts), folder 308, pp. 90, 207, Early nineteenth report (20.11.44), GAFSE orders one seven hours eighteenth (19.11.44).
    - http://www.ww2.dk/air/recon/nagr12.htm (s. Flugzeugbestand und Bewegungsmeldungen)
    - http://forum.12oclockhigh.net/showthread.php?t=24915


    MfG,Gaius

    Hallo Gaius,


    eine Frage, handelt es sich bei der von dir zitierten Quelle - Zbornik NOR-a, Bd. V, Tl. 39 (Belgrad: VII, 1976), S. 48, 6. Korps an 3. Armee (2.3.1945).


    um dieses Dokument: ZBORNIK DOKUMENATA I PODATAKA NARODNOOSLOBODILAČKOM RATU NARODA JUGOSLAVIJE TOM XI KNJIGA 3


    Hallo Freiburger,


    das zitierte Dokument kommt aus ZBORNIK DOKUMENATA I PODATAKA O NARODNOOSLOBODILAČKOM RATU NARODA JUGOSLAVIJE, TOM V, KNJIGA 39.


    Ich habe bei snaci.net noch ein PDF (53_50.pfd) entdeckt, welches Berichte vom Februar 1945 (DOGAĐAJI OPSTEG KARAKTERA) enthält:


    Voller Titel dieses Buches lautet "Hronologija Narodnooslobodilačkog rata 1941.-1945." (Belgrad, VIZ, 1964).


    MfG,


    G.

    Hallo,


    nach zeitgenössischen jugoslawischen Berichten, gehörte die 200-Mann-stärke Besatzung des Ortes Vučjak Kamenski (etwa 6 km S Zvečevo), die im Laufe der Nacht 27./28. Februar 1945 von Teilen der 12. und 40. jugoslawischen Division angegriffen und zersprengt wurde, dem Polizei-Freiwilligen-Bataillon 6 (laut der offiziellen Monographie einer der beteiligten Brigaden, handelte es sich um zwei Kompanien der SS-Division „Prinz Eugen“; Schmidt-Richberg zufolge, war das das „deutsch-kroatische Pol.Bat.9“).


    Die Verluste der Besatzung beliefen sich angeblich auf 47 (oder 49) Tote und 3 Gefangene. Erbeutet waren 2 37-mm- Kanonen (vernichtet), 11 MGs, 2 MPs, 3 leichte GrW, 1 Panzerbüchse, 50 Seitengewehre und 3 Gewehre (die Monographie spricht von 33 Gewehren, was der Zahl der Toten ungefähr entspricht), eine größere Menge Munition, sowie 30 Pferdewagen mit verschiedenem Material.


    In den nächsten zwei Tagen waren Teile des 5. Polizei-Regiments und des 6. Bataillons gezwungen, Zvečevo und Voćin zu räumen, und sich über Macute nach O durchzukämpfen (s. Google Maps).


    Einige Tage später (4./5. März 1945) hat die Besatzung des Dorfes Ćeralije, „zusammengesetzt von Gendarmen, die sich zuvor aus Voćin und Zvečevo zurückgezogen hatten“, einen Angriff der Partisanen erfolgreich abgewiesen (Schmidt-Richberg erwähnt die Präsenz des 6. Bataillons in Ćeralije zu diesem Zeitpunkt).


    Am etwa 19. April 1945. befand sich das Bataillon –wahrscheinlich– in der Gegend von Bukovica (dicht NO Nova Gradiška) mit der 11. LWFD.


    MfG,


    Gaius


    Quellen:
    - Zbornik NOR-a, Bd. XI, Tl. 3 (Belgrad: VII, 1979), S. 11-16, 40. Division an 6. Korps (2.3.1945); S. 18, FN 3; S. 332, FN 4.
    - Zbornik NOR-a, Bd. V, Tl. 39 (Belgrad: VII, 1976), S. 48, 6. Korps an 3. Armee (2.3.1945).
    - Stanko Obradović, Antun Miletić, 4. NOU Brigada Slavonije (2. Brodska) (Belgrad: VIZ, 1982), S. 103-109.
    - Erich Schmidt-Richberg, Das Endkampf auf dem Balkan: Die Operationen der Heeresgruppe E von Griechenland bis zu den Alpen (Heidelberg: Kurt Vowinckel Verlag, 1955), S. 114.

    Hallo,


    laut Tagesmeldungen der Armeegruppe v. Zangen vom 3.4., bzw. 25.4.1944, die Verluste in Opicina betrugen 2 tote und 57 verwundete Mannschaften, sowie 1 toter Zivilist; beim Anschlag auf Soldatenheim in Triest starben 7 Soldaten und 1 Zivilist, weitere 37 Soldaten und 19 Zivilisten wurden verletzt.


    Quelle: NAW, T-312, Roll 1640, 000504, 556.


    MfG,


    Gaius

    Hallo,


    22. Infanterie-Division war seit 1943 auf dem Balkan stationiert. Im März 1945 wurde die Division in Volksgrenadier-Division umbenannt:


    http://www.lexikon-der-wehrmac…adierdivisionen/22VGD.htm


    Nils, wenn Dein Urgroßvater tatsächlich ein Mitglied der 22. VGD, und zudem am 8.5.1945 gefangen genommen war, dann geschah das möglicherweise nordwestlich von Zagreb. Laut jugoslawischer Historiographie, befand sich die Division am 8.5.1945 zwischen Pregrada und Veliko Trgovište (s. Anhang 1); 5 Kilometer südlich von V. Trgovište gibt es ein kleines Dorf das "Luka" heißt (s. Anhang 2). Ein Bericht der jugoslawischen 16. Stoß-Division erwähnt Kämpfe mit dem nach Westen ausweichenden Feind in der Nacht vom 8. zum 9. Mai ; am 9. Mai meldete die Division etwa 500 Deutsche Gefangene, die wahrscheinlich der 22. VGD gehörten.


    Quelle: Zbornik NOR-a, Bd. XI, Tl. 3 (Belgrad: VII, 1976), S. 616-617, 16. Stoß-Division an 3. Armee (18.5.1945).


    Banja Luka war ausschließlich mit NDH-Einheiten belegt (6. Kroatische Stoß-Division), wobei die etwaige Präsenz vereinzelter deutscher Soldaten natürlich nicht auszuschließen ist; die sind auf jeden Fall in jugoslawischen Gefangenenmeldungen nicht ausdrücklich genannt (insgesamt 144, darunter auch Domobranen, Cetniks und Polizisten).


    Quelle: Zbornik NOR-a, Bd. IV, Tl. 34 (Belgrad: VII, 1974), S. 638, Operative Korpsgruppe, Befehl vom 12.4.1945; ebd. S.776, 10. Stoß-Division an 2. Armee (30.4.1945).

    MfG,


    Gaius

    Hi,


    der Stuka-Angriff auf V. Gradište am 21.9.1941 war verursacht durch die Ablehnung der Partisanen, die neun Wasserschutzpolizei – und Zollbeamten, die zwei Tage zuvor in der Stadt gefangen genommen wurden, freizulassen. Der dienstälteste Offizier der Wasserschutzpolizei vor Ort wollte sie eigentlich gegen inhaftierte „Banditen“ austauschen, was aber ein „Leutnant des militärischen Einsatzkommandos“ nicht erlauben wollte; seiner Ansicht nach waren die Bedingungen für die Wehrmacht „untragbar“.


    Quelle: NAW, T-501, Roll 246, Anlage 84 zum KTB, Aussage Peter Strüder (23.9.1941)


    Übrigens, neben WSchP. Und Wehrmacht, dieser Bericht erwähnt auch Rumänen (die, glaube ich, auch auf einem dieser Bilder zu sehen sind), nicht aber die "normale" Polizei... ?(


    Mit besten Grüßen,


    Gaius

    Hallo Bettina und Matthias,


    Tribukeit:


    1.)Massaker an 30 Zivilisten durch die 4. Jäger-Brigade (USK) während des Unternehmens „Schwarz“ (Mai 1943).
    2.)Massaker an 60 Zivilisten in Stupni Do/Goražde (8 Juli 1943)
    3.)Erschießung von drei Personen bei Bilina/Goražde (Juli 1943)
    4.)Erschießung der männlichen Bevölkerung von Kobaš/Pelješac (Oktober 1943)
    5.)Ausplünderung der Stadt Ston (November 1943)
    6.)Erschießungen und Deportation von Zivilisten/Partisanen auf Korčula (Dezember 1943 – April 1944).


    Fortner:


    1.)Wiedergabe von verbrecherischen Befehlen an ihm unterstellten deutschen – und – USK-Truppen (Domobranen und Ustascha) und Aufhetzung zum Bürgerkrieg
    2.)Massaker an Zivilbevölkerung und Zerstörung der Dörfer in Kozara-Gebirge/Nordwest-Bosnien (Oktober 1941, Februar 1942)
    3.)Zerstörung von etwa 2.000 Häusern und Massaker an Zivilisten im Raum Travnik – D. Vakuf – Jajce (September – Oktober 1942)


    Das Gerichtsurteil im Fall Löhr/Fortner/Tribukeit/et al., mit ausführlichen Angaben über die betroffenen Ortschaften und Opferzahlen, ist abgedruckt in ihrer Gänze in


    Dr. Đorđe N. Lopičić, NEMAČKI RATNI ZLOČINI 1941-1945. (Beograd: Muzej žrtava genocida, 2009), S. 21-51.


    Auszüge aus dem Gerichtsprotokoll dienten als Basis für das Buch Jovo Popović, VJEŠALA ZA GENERALE (Zagreb: Stvarnost, 1989).


    Mit freundlichen Grüßen,


    G.

    Hallo Margot,


    laut Unterlagen der 114. Jäger-Division gab es am 20.10.43 2 Tote, ausschließlich durch Feindwirkung; Ein Tag später sind jedoch 2 weitere Soldaten "verstorben" -also nicht im Kampf gefallen- und dass könnte sich wohl auf Gefreiter Cremerius beziehen (s. Anhang 1).


    Auf der anderen Seite gibt es Anzeichen dafür, dass er möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt ums Leben gekommen ist, und zwar im Kampf gegen Partisanen: sein Name befindet sich unter diejenigen, die laut Divisionsstabsbefehl Nr. 128 vom 3.11.1943 beim "Niederwerfen tückischer Überfälle" gefallen sind (s. Anhang 2). Das Problem liegt darin, dass solche Dokumente kein genaues Todesdatum für jeden einzelnen Soldat bieten, und dass sie sich auf einen unbestimmten Zeitraum beziehen. Letztendlich kann es auch sein, dass die Division einfach alle, aus welchem Grund auch immer verstorbenen Soldaten, auf dieser Art und Weise zu würdigen pflegte.


    Quelle: NAW, T-315, Roll 2195, 000410, 000659.


    Mit besten Grüßen,


    G.