Posts by AviaB.33

    Moien,

    das genaue Datum und die Örtlichkeit wären schon wichtig zu nennen! Ansonsten ist das Nadelsuchen im Heuhaufen. Grundsätzlich wurde bei einem Feindjäger eine J-Meldung geschrieben die an das Luftgaukommando ging. Dazu die Abschußmeldung der beteiligten Flakeinheit etc Bei einer Bruchlandung in der Nähe eines Flugplatzes wurde die Maschine mit sicherheit untersucht und wenn noch flugfähig nach Rechlin gebracht Du meinst aber jetzt nicht die P-47 von Gabreski, 56th FG der am 20. Juli 1944 bei Bassenheim eine Bruchlandung hinlegte? Die J-Meldung ist ziemlich umpfangreich.

    Ein "Grundsätzlich" gab es nicht zu diesem Zeipunkt. Ich habe hier eine P-47 der gleichen Einheit, Bruchlandung bei Wiltingen, die lag noch dort als die US-Truppen im März 45 den Ort einnahmen. Der nächste deutsche Flugzeug war ca. 15km entfernt, Bergung erfolgte nicht

    h.

    Moein,


    nocmal zum Anfang:


    Ein Regierungsbauassessor des Bautechnischen Verwaltungsdienstes ist ein Beamter des höheren Dienstes. Die Nebenfarbe ist schwarz. Die Schulterstücke entsprechen dem eines Hauptmann, aber der Kragenspiegel ist schwarz und hat eine goldene Einfassung, Der Assessor war damals das Eingangsamt in den höheren Dienst, ähnlich heute dem Regierungsrat zur Anstellung.


    Regierungsbauoberrat wird man nach frühenstens 25 Dienstjahren, die Amtsbzeichung davor ist Regierungsbauamtsrat. (Beides gehobener Dienst!!)

    Der RBOR ist das Spitzenamt im gehobenen Dienst, ähnlich wie heute ein Erster Polizeihauptkommissar mit Zulage (sechs silberne Sterne).


    Der Regierungsbaurat des höheren Dienstes hat zwar die Schulterstücke eines Major wie der Kollege aus dem gehobenen Dienst, aber der Kragenspiegel hat nicht nur die schwarze Waffenfarbe sondern zwingend immer die goldene Einfassung als allgemeines Erkennungszeichens des höheren Dienstes. Ist heute noch immer so. (Zoll, Polizei). Man kann die Amtsbezeichnungen der Wehrmachtsbeamten nicht eins zu eins auf die Soldaten übertragen. So hatte z. B. ein Oberzollsekretär des ZGD allgemeinen Offiziersrang, obwohl er "nur" das Spitzenamt im mittleren Dienst bekleidete. Die GFP der Luftwaffe hatte zwar alle drei Laufbahnen, aber die Feldpolizeisekretäre bzw. Obersekretäre hatten allgemeinen Offiziersrang, erkennbar an den Schulterstücken und

    beim Obersekretär noch der zusätzlich goldeneStern.


    Es ist zwar zutreffend, das Wehrmachtsbeamte i.d.R. nicht in Kampfhandlungen verwickelt wurden, jedoch war es bei der Luftwaffe zwingend erforderlich, das die Wetterfrösche Feindflüge mitmachten (Wetterstaffeln). Jedoch auch in einer normalen Einheit konnte das geschehen, ein mir bekannter Fall vom NJG 6 endete 1945 tragisch. Der Wetterforsch wurde von Major Becker zu einem Wettererkundungsflug verdonnert, weil seine Angaben gelinde gesagt den Zorn von Becker vorherriefen, der Flug endete mit einem Aufschlagbrand, nachdem die Ju 88G-6 Bodenberührung kam.

    h.

    Moien,

    nicht schlecht, das grüne Tuch an der Unterseite der Schulterstücke müßte noch etwas deutlicher hervor behoben werden. Und die Nebenfarbe warein kräftiges Rot. Ein Tipp:

    Sigurd Henner/Wolfgang Böhler Die Deutsche Wehrmacht Dienstgrade und Waffenfarben der Luftwaffe 1939-1945 Motorbuchverlag ISBN9783613036499.Alles in Farbe dargestellt, kann ich nur empfehlen.

    h.

    Moien,

    angeblich kamen die 20 von der Wehrmacht erbeuteten 7TP zur 4./PzRgt 1. und nahmen am Frankreichfeldzug teil. Auf dem Titel des Buches Ordnugspolizei auf den Rollbahnen des Ostens ist ein 7TP abgebildet. Einige solle noch imSommer 1944 in Polen im Einsatz gewesen sein.20 7TP wurde in Rumänien mit ihren Besatzungen interniert.

    h.

    Moien,

    Stabszahlmeister der Lw, Schulterstücke wie Hauptmann grüne Tuchunterlage mit roter (zweiter) Nebenfarbe, also der rote Tuchstoff ist schmäler als das grüne Grundtuch. Grüne Kragenspiegel mit silberner Einfassung, darin ein gekreuztes Eichenlaub mit drei darüber stehenden silbernen Dreiecken.

    Laufbahn gehobener Dienst. Der Stabszahlmeister ist vergleichbar mit einem Regierungsoberinspektor.

    h

    Moien,

    von den in Bad Aibling gelandeten drei Bf 109 (2 G-10 und eine K-4) gibt es eine Aufnahme. Wahrscheinlich aus einer amerikanischen L-5 oder ähnlich aufgenommen. Stehen vor einer Flugzeughalle.

    h.

    Moien,

    JG 27 und KG(J)6 wäre auch noch eine Möglichkeit. Zumindest vom KG(J) 6 weis ich, das drei 109er in Bad Aibling am 8.5.45 gelandet sind.

    h.

    Moien,

    hinsichtlich des Einsatzes des JG 52 von Deutsch-Brod während der Schlußphase des Krieges kann ich folgendes Buch nennen:

    Luftwaffe over Czech Territory 1945 JG 52 in Deutsch-Brod JaPo-Verlag, mit etwas Glück kann man es antiquarisch bekommen.

    h.

    Moien,

    das könnten u.a. Angehörige des JG 52 gewesen sein, die lagen u. a. in Deutsch Brod in Tschechien.

    h.

    Moien,

    in einer allierten Pathe-Wochenschau wird auch der 1.Januar 1945 hinsichtlich des Unternehmens Bodenplatte kurz behandelt. Neben dem Sternmotor einer Fw 190 die vor einem Modegeschäft in einer Stadt liegt (das Geschäft trägt den Namen Modes) wird eine bruchgelandete Fw 190, wohl eine D-9 gezeigt. Taktische Kennung ist eine hell eingefaßte 13. Das Seitenruder trägt eine dünne Zahl 30. Das kenne ich jetzt auch von der D-9 von Fw. W. Hohenberg, JG 2. Was für eine Bedeutung hat diese Zahl? Die vorgenannte D-9 könnte die von OGefr. Krägeloh sein, der nach Flakbeschuß eine Notlandung gemacht hat und verwundet in allierte (britische?) Kriegsgefangenschaft geriet. Das Balkenkreuz am Rumpf besteht nur aus den schwarzen Winkeln

    h.

    Moien Andy,

    was verstehst Du denn unter Verbleib? Was mit dem Wrack der 109 geschehen ist? Es könnte einen ADIK-Report geben, aber so interessant war die Beule jetzt auch nicht mehr. Von Seiten der Luftwaffe war es ein 100% Verlust, FF in KG, Thema eigentlich erledigt. Das Wrack wurde mit Sicherheit ausgeplündert, falls noch Reste nach dem Krieg rumlagen, dürfte alles was irgendwie verwendbar war von der Zivilbevölkerung benutzt worden sein. Möglich ist aber auch, das bedingt durch die Bodenkämpfe von dem Wrack überhaupt nichts mehr oberirdig übrig blieb. Die Amerikaner haben das Wrack mit Sicherheit nicht abtransportiert, da Massenware und im Grunde genommen uninteressant war. Von der 109 von OLtn. Scheufele der zur 15. gehörte gibt es ein Foto, das die bauchgelande Maschine im gleichen Großraum zeigt. Schon etwas geplündert, aber ich denke, wenn Dein Vater eine ähnliche Bauchlandung hingelegt hat,

    könnte dessen 109 genauso ausgesehen haben.

    Gruß

    h.

    Moien,

    nein, der Tagesangriff der RAF auf Trier fand ab 14.27h statt, der LK mit den P-47 war so ab 09.30h. Das JG 4 griff eine Gruppe von ca. 15 P-47, welche den Bahnhof Waldrach und die Ruwertaleisenbahn mit Bomben und Bordwaffenbeschuß belegten aus der Überhöhung an. Daraus entwickelte sich ein LK welcher sich von der Ruwer über Trier-Ehrang-Schweich-Föhren-Bekond verlagerte. JG 4 meldet drei abgeschossene P-47, es sind aber nur zwei. Bis heute konnte ich deren Absturzstellen nicht finden, jedoch einer der US-Piloten wurde ins Gefängnis in der Windstrasse gebraucht und erlebte dort im Keller den Angriff der RAF!

    Einen Tag später, am 24.12.44 gab es am Vormittag einen weiteren größeren LK zwischen dem JG 11 und P-38 der 367th FG. Der bekann über Konz und zog sich über Newel, Ehrang, Schweich, Fell, Mehring hin. Zwei P-38 stürzten bei Newel bzw. Mehring ab (der letztere war bis 1998 vermißt und wurde dort von JPAC geborgen. Drei weitere P-38 machen in Frankreich Bruch. Deutscherseits gab es vier tote Flugzeugführer (Ramstein Major Bischoff neben der Burgruine, Ofw.Schulirsch beim Gasthaus Valerius in Schweich auf den Gleisen der Kleinbahn, Fhr. Franz in Fell und Ltn.Richter ist wohl bei Issel in die Mosel abgestürzt und gilt bis heute als Suchfall. Bei der Moselkanalisierung wurde das Wrack in Teilen geborgen, aber weitere Nachforschungen wegen Unkenntnis der Geschichte nicht in Erwägung gezogen.

    h.

    Moien,


    OFhr. Dieter Herdtle, 13./JG 4 Bf 109G-14ASM weiße 14, WNr. 780 343, Absturz nach LK mit P-47 vermißt, wahrscheinlich im Raum Föhren abgetürzt da dort das Wrack seiner Maschine durch ein Nachsuchkommando des JG 4 vier Tage später gefunden wurde. Er selbst wurde nie gefunden. Ich habe eine Vermutung wo die sterblichen Überreste zu finden sind, aber keine Behörde würde bei der Nachsuche mithelfen, da dies mit einem sehr großen Aufwand verbunden ist.


    Uffz. Heinz Weber, 13./JG 4 Bf 109G-14ASM weiße 16, Absturz am Ehranger-Quinter-Isseler Eisenbahndamm, Weber war der Rottenflieger von Hertel, letzte Ruhe auf dem Ehrenfriedhof Ehrang


    Es gibt noch einen weiteren Verlust an diesem Tag über Trier:


    Uffz. Karl-Heinz Witt, 16./JG 4 Bf 109G-14ASM, blaue 6, WNr. 782 391 Witt konnte zwar noch mit dem Fallschirm abspringen, blieb aber bis August 1945 vermißt. Kinder fanden beim Mohrenkopf die Leiche unter dem Fallschirm liegend. Die frz. Armee sorgte für die Beisetzung auf dem Ehrenfriedhof Trier. Die 109 flog noch bis zur Schneidersmühle bei Biewer und krachte dort in den Wald. Im Sommer 1976 wurden die Reste der Maschine durch den KMRD RLP geborgen.

    h.