Posts by hennesmeiser

    Hallo Zusammen,

    zwar ist dieser Thread schon älter, aber immer noch interessant. Aktuell lese ich das Buch "Blutende Fronten" von Roland Kaltenegger. Hier findet sich ein Hinweis der die Begründung des Posts

    Wenn die Soldaten durchs Land gezogen sind, haben sie auch oft Scheunen von den Bauern in Beschlag genommen. Im Heu ließ es sich ganz gut aushalten und relativ gut betten.

    liefert.


    Ein Auszug aus dem o.g. Buch (S.115-116):

    "Dieser unterbreitete ihnen eine Anordnung des Armees-Oberkommandos 10 vom 26. August 1939. Dort stand über das Sanitätswesen zu lesen:[...]

    2. In einigen Ortschaften [...] sind vereinzelte Typhusfälle aufgetreten. Trinkwasser darf hier nur im gekochten Zustand genossen werden. Jenseits der Grenze ist mit Ruhr, Cholera, Fleckfieber und Trachom zu rechnen.Daher besser in Scheunen übernachten oder biwakieren, als zweifelhafte unsaubere Quartiere zu beziehen. Vor Belegung von Einzelquartieren ist stets festzustellen, ob sich in demselben ansteckende Kranke, auch Augenkranke, befinden oder befunden haben. In diesem Fall solche Häuser nicht belegen, sondern diese durch große Schilder für Belegung sperren! Massenquartiere vor Belegung durch zuständigen Bataillon-Truppenarzt prüfen lassen. Keine Gebäude und so weiter belegen lassen, ohne gründlichste Reinigung, die nach Weisung des Truppenarztes zu erfolgen hat. Die Benutzung von gebrauchtem Stroh zum Schlafen ist nicht statthaft. Ebenso darf auf nicht überzogenen oder mit bereits gebrauchter Wäsche überzogenen Kopfpolstern oder Betten nicht geschlafen werden. Häuser, in denen ansteckende Kranke gelegen haben oder Ungeziefer vorhanden ist, sind von der Belegung auszuschließen."


    An anderer Stelle in diesem Buch (Seitenzahlen finde ich nicht mehr) ist auch beschrieben, daß aus diesen Gründen Strohsäcke als Schlafunterlage gegenüber Matratzen vorzuziehen sind. Auch Verwundete sollten aus hygienischen und praktischen Gründen während des Aufenthaltes im HVPl gebettet werden.


    Das Buch enthält eine Reihe von persönlichen Tagebuchauszügen, die vielfach (beiläufig) die Übernachtungsqualität erwähnen. Die Soldaten freuten sich über die Möglichkeit auf einer Matratze schlafen zu können, beschreiben aber an keiner Stelle die Strohsäcke oder -Lager als negativ.

    Hallo,

    1: erkenne ich nicht

    2: könnte eine Zeltbahn sein

    3: Brotbeutel

    4: Feldflasche

    5: entweder meinst Du den Karabiner oder den Helm

    6: Sohle des Stiefels mit Schuhnägeln

    7: könnte eine Maskenbuchse sein


    Ist nicht vollständig und einen Scan brauche ich nicht.

    Hallo MKC,

    dort vermutlich auch von 1937 (= nach Beendigung seines Grundwehrdienstes) bis 1939 dort war

    grundsätzlich ja.

    Aber:

    Das heißt, die Tatsache, dass mein Verwandter spätestens seit November 1940 Feldwebel war (und vorher Unteroffizier

    Die zeitliche Abfolge mache ich nicht an den Dienstgraden fest. Abgesehen davon, daß diese an Lehrgänge gekoppelt waren, bedurfte es auch der entsprechende Planstellen. Wenn also kein Feldwebelposten frei war wurde auch (noch) nicht befördert. Ich sage nur, daß die Unteroffizierlaufbahn an die 12-jährige Verpflichzungszeit gekoppelt war. Deshalb wirde er das Militär nicht zwischenzeitlich verlassen haben.

    Hallo MKC,

    konnte der zweijährige Wehrdienst von 1935-1937 ausreichen, um dann im Krieg recht schnell zum (Unter)Offizier aufzusteigen?

    Nein, zu diesem Zeitpunkt nicht.

    Wärend des 2-jährigen Wehrdienstes wurde man zum Gefreiten oder Obergefreiten befördert. Die Unteroffizierslaufbahn war davon unberührt. Wenn man sich dazu entschied die Unteroffizierlaufbahn einzuschlagen, erfolgte das mit einer 12-Jährigen Verpflichtungszeit unter Anrechnung des Wehrdienstes. Dann mußte nach dem Wehrdienst ein Unteroffizierslehrgang besucht und bestanden werden, bevor man (wenn eine Stelle frei war) zum Uffz. befördert wurde.

    Guten Morgen Zusammen,

    würde ich als Artillerie-Bataillon interpretieren

    Bei der Artillerie waren die Einheitsbezeichnungen anders. Was bei anderen Truppenteilen Kompanie und Bataillon hieß, bezeichnete man bei der Artillerie als Batterie und Abteilung. Demnach müßte eine Artillerieeinheit dieser Größe eine Artillerie Abteilung und kein Artillerie Bataillon sein.


    Diana: Ich möchte Deine Sütterlinkenntnisse nicht in frage stellen ... Du kannst das weitaus besser als ich. Bei dem, was Du als "KL" liest, bin ich mir nicht sicher. Könnten es nicht 3 Buchstaben sein? Zwischen dem K und dem l ist der Strich "in der Luft". Im Schreibschwung erkenne ich nichts. Aufgrund meiner Unsicherheit hatte ich dazu nichts geschrieben.

    Hallo MKC,

    die Zahlen vor dem Schrägstrich bezeichnen die Kompanie. In deinem Fall: 3./ I.R. 374 -> 3. Kompanie / Infanterie Regiments 374.

    I.E. 722, I.R. 375: Das E könnte für Ersatz stehen. Jedoch fehlt die Bezeichnung, ob es sich z.B. um ein Bataillon oder Regiment handelt. Im LDW habe keine passende Einheit gefunden. Das Komma trennt die Einheiten. Ich gehe davon aus, daß es zum Infanterie Regiment 375 versetzt wurde.

    In der ersten Zeile lese ich 6./ A. Batl. Es könnte sich um ein Ausbildungs Bataillon handeln.

    Mehr Deiner Fragen kann ich leider nicht beantworten.

    Hallo Zusammen,

    ich habe auch den Eindruck. Mir ist es am Schutt vor dem Panzer, dem Zaun und den beiden Häusern aufgefallen. Ich würde sogar behaupten, daß das Bild "Heilbronn2" früher aufgenommen wurde. Hier sind noch Zweige und drei Helme erkennbar, die auf dem Bild "Heilbronn" fehlen.

    Hallo Zusammen,

    leider kann ich nichts zu diesem Thema beitragen. Mir ist aber etwas aufgefallen:

    Evakuierung Ostpreussen - 11.11.1944


    1.) Räumung erfolgt nach folgender Dringlichkeit:

    a) Vieh

    b) Frauen und Kinder

    c) landwirtsch. Betriebe

    Ist das so zu verstehen, daß die Evakuierung von Vieh dringlicher erschien als die Evakuirung von Frauen und Kindern?

    Hallo Zusammen,

    bisher habe ich mich bzgl. der Deutung des Wortes zurückgehalten, weil ich mir nicht sicher bin. Ich versuche mal die einzelnen Buchstaben zu analysieren:


    • Erster Buchstabe: Hier sehe ich ein "R". Grundsätzlich ist bei der Handschrift eine Vermischung des Sütterlin mit heutigen Lateinbuchstaben erkennbar. Die Ähnlichkeit mit dem "R" ist deutlich zu sehen. Im direkten Vergleich mit einer Sütterlinvorlage sind jedoch ebenfalls Unterschiede zum "K" ersichtlich: Der Beginn des Schreibschwungs beginnt oben links und geht in einem Bogen runter. Beim "K" begänne der Schreiber oben rechts und dann runter. Bei dem gefragten Wort würde ich den Beginn des Schwungs, da wo der Stift aufgesetzt wurde, links sehen (blauer Pfeil), was für das "R" spricht. Beim Sütterlin geht der Schwung von unten in einem Bogen nach rechts oben. Bei "unserem" Wort ist der eigentliche Bogen nicht erkennbar (grüner Pfeil), weil der "Aufstrich" genau auf dem nach unten liegt. Der Weg nach rechts oben ist aber deutlich erkennbar nachdem er nach rechts oben "abbiegt". Bei einem "K" wäre der rechte Teil des Buchstabens lange nicht so hoch (vgl. Sütterlinmuster). Beim lateinischen "K" hätte der Schreiber oben rechts neu angesetzt. Im angefragten Wort ist klar zu sehen, daß der Schreiber nicht neu ansetzte. Der Strich ist dünner, was für geringeren Druck spricht und sichrlich der Vermischung mit latainischer Schreibweise zuzuordnen ist.
    • zweiter & dritter Buchstabe: Hier lese ich klar "at". Auch hier ist der Wechsel zum Latein deutlich erkennbar.
    • letzter Buchstabe: Hier lese ich ein "z". Ein "e" schließe ich im Vergleich mit anderen "e´s" klar aus. Die untere Sütterlinschleife ist bei genauer Betrachtung und mit etwas Phantasie rudimentär noch erkennbar (gelber Pfeil). Zwar fehlt die eigentliche Schleife nach unten, ein Richtungswechel sieht man aber noch. Der Schreiber führte den Stift wieder hoch, bevor er nach rechts abbog.


    Begründet in meinen Ausführungen würde ich das Wort "Ratz" als des Rätsels Lösung sehen. Wie seht Ihr das?


    Dieters Deutung des Wortes mit einer Kollegengruppe oder einer Arbeitsgemeinschaft ist mir zwar nicht bekannt aber nachvollziehbar. Ich glaube nicht, daß er "Gang" im Sinne eines Flures meint.

    Hallo Schlichi,

    bei den Panzertypen kann ich leider nicht helfen. Aus dem Bauch vielleicht ein PzKfw IV.

    Die Einheit könnte die PzAbt 21 sein. Guckst Du hier. Der Elefanz ist zwar nicht ausgefüllt Dunkel aber der Rüssel passt.

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für Korrektur und die Informationen. Offenbar lag ich mit meiner initialen Vermutung, daß sich das Bataillon ausschließlich am Friedensstandort aufhielt und sich der Ausbildung widmete, richtig.

    Micha: Daß Kämpfen nicht die primäre Aufgabe eines Ersatz-Bataillons war, ist mir bekannt. Ich las verschiedentlich von Ersatz-Einheiten, die in Kampfhandlungen verwickelt waren. Das bezieht sich jedoch auf spätere Zeiten. Ich weiß nicht ab wann Ersatz-Einheiten "nach vorn" vergegt wurden. In 1941 hielt ich es zwar für unwarscheinlich aber ich habe mich auch schon häufiger geirrt und wollte es abgeklärt haben.

    Damit ist die wichtigste Frage für mich geklärt. Ich freue mich aber immer über weitere Informationen des PzPiErsBtl. 19 im Zeitraum von einschl. Januar 1942 bis einschl. Februar 1942.


    Ich muß noch auf einen Fehler aufmerksam machne, den ich in der Threaderöffnung machte. Der zweite von mir angegebene Link ist falsch. Hier sollte kein Link sein.