Posts by hennesmeiser

    Hallo Mark,

    in 1) lese ich:


    O.k., den 20(?) Januar 1942


    An

    ??? [vielleicht Dienststelle]

    ??? [vielleicht Ortsname]


    Die Park??? ??? ??? sind zur Hilfeleistung bei der

    ??? einer ??? in Slawi??? [Ortsname] vorübergehend beim

    Bahnhof Mergawaja(?) ???. Wir bitten um Verpflegung für

    die beiden Arbeitskräfte.


    ??? [Name]

    st[ellvertretender](?) Bahnhofsmeister


    in 2) lese ich:


    Meshewaja, den 23.3.42


    Bescheinigung


    Dies Gespann ist unterwegs von

    Nowopawlowka nach Dnjepropetrowsk

    wegen Bienen??? und Seidenraupenpapier.

    Pferde, Schlitten und Sachen

    dürfen nicht beschlagnahmt werden.


    Kr[ei]s Fü[hrer] [Name]


    In 3) lese ich:


    ??? km 351 O.V., den 15.4.42


    Bescheinigung


    Frau Vera Lubinartz(?) ist seit dem

    22. März 1942 bei der deutschen Wehrmacht

    (Feldeisenbahn) als Dolmetscherin beschäftigt


    Maier

    ??? O.u. ???



    Wie immer ohne Gewähr und mit der Bitte um Korrektur und Ergänzung!

    Hallo Rüdiger,


    Titel: Blutende Fronten: Truppenärzte, Sanitäter und Rotkreuzschwestern im Zweiten Weltkrieg

    Autor: Roland Kaltenegger

    Verlag: Flechsig - Geschichte/Zeitgeschichte

    ISBN: 9783803500755


    Die erste Hälfte des Buches erklärt Hintergründe zu den San-Truppen und ist etwas langatmig zu lesen, weil teils sehr lange Passagen von Vorschriften zitiert sind. In der zweiten Hälfte sind vorwiegend Erlebnisberichte und Tagebücher von Sanitätssoldaten geschrieben.

    Unterm Strich ein schönes Buch für Einsteiger des Themas.



    Titel: Die unsichtbare Flagge: Ein Bericht

    Autor: Peter Bamm

    Verlag: Kösel-Verlag

    ISBN: 346610002X


    Es soll ein Bericht über die Ostfronterlebnisse des Autors, Militärarzt einer Sanitätskompanie, an der Ostfront sein. Eindrücke werden gut beschrieben aber ich finde es nicht gut zu lesen weil die Schreibweise auch ein Roman sein könnte. Nicht mein Ding.


    Heute beginne ich:

    Titel: Als Sanitätsoffizier im II. Weltkrieg - Das Kriegstagebuch des Dr. Wilhelm Mauss

    Autor: Hans-Jörg Mauss

    Verlag: Verlag Dr. Köster

    ISBN: 3895746584


    Das Buch hat über 1000 Seiten. Auch wenn es etwas dauert ... ich werde berichten.

    Hallo Mark,

    im Post #672 lese ich in Bild 1:


    An: Baumwolle [Baumwolle = Codename]

    Absendende Stelle: Baumwolle 4


    Von 745 bis 810 bekämpft
    Batterie Infanterieziele.

    Ab 815 fdl.[feindliche] Nebelwerfer ostwärts

    Kolchose bekämpft.

    Ab 830 führt Feind Verstärkung

    auf Richtung Kolchose zu.

    Ab 845 bekämpft Batterie

    eine erkannte Feindbattr. [Feindbatterie]



    In Bild 2 lese ich:


    Zum selben Zeitpunkt starkes

    Feuer auf Kolchose und den(?) ???

    westlich davon.

    Eigene Panzer gingen vor 15 Min[uten]

    auf riesiges feind??? ??? zurück.

    B[obachtungs] Stelle liegt unter Beschuss.


    Scheffler [Unterschrift]

    SS Ustuf.[Untersturmführer]


    Zwischenmeldung:

    Battr. [Batterie] bekämpfte am Vormittag

    laufend die zugewiesenen

    Ziele.


    Lindinger [Unterschrift]

    SS Ustuf.[Untersturmführer]



    In 067 lese ich:


    An: Baumwolle

    Absendende Stelle: 2


    Ia Tagesmeldung:

    Ab 630 Bekämpfung von feindlicher

    Infanterie, Panzer und Fahrzeugansammlungen

    bei Kolchose:

    Wesselaja Dubrowe

    Störungsfeuer auf die Waldhöhe

    bei Kolchose und auf das vor

    Kolchose Wesselaja liegende

    Balkajelande(?)

    Bei 347: Bekämpfung von Pakstellungen

    und Fahrzeugansammlungen

    1130: 500m ostwärts Kolchose Wesselaja

    Dubrowe eine Pak- und Granatwerferstellung zum Schweigen

    gebracht.



    In 067_2 lese ich:


    a, ???

    b, [Uhrezeiten]

    c, [vermutlich Koordinaten]

    d, Bombenwurf und Tieffliegerangriff

    e, 6 Anflüge bekämpft mit „K“

    f, Verbände zersprengt.

    g) a, SS Uscha [Unterscharführer] Martin und SS Uscha [Unterscharführer]

    ??? durch Bombensplitter

    gefallen

    SS Uscha [Unterscharführer] Scholl durch Bombensplitter

    an Rücken, linker Oberarm

    und Unterschemkel schwer

    verwundet. H.V.P. [Hauptverbandplatz] eingeliefert.

    SS-Kan[onier] Rudolf am linken

    Unterschenkel durch Granatsplitter

    verwundet. H.V.P. [Hauptverbandplatz] eingeliefert.

    Durch Granatsplitter wurden

    leicht verwundet:

    SS-Strm [Sturmmann] Sanol? (???)

    SS-Kan[onier] Kahrs(?) (r[echter] Oberschenkel)

    SS-Kan[onier] Hennge (l[inke] Schulter]


    In 067_3 lese ich:


    2. 1200m nördlich

    Medwedowka

    5. Dasselbe

    6. b. 3 Konrad

    2 Otto

    9. b. gut befahrbar


    ??? [Unterschrift]

    SS-Hauptstuf [Hauptsturmführer]

    u[nd] Batteriechef


    Ich bitte wieder um Ergänzung und Korrektur. Danke.

    Hallo Mark,

    in 068 lese ich:


    Battr. [Batterie] bekämpfte 1100 [Uhrzeit 11:00] feindl[iche]

    Infanterie, Panzer ???, ??? südl[ich]

    der (?) ??? bei Wesselaja D??brova

    mit guter Wirkung. Me[h]rere Fahrzeuge

    Wurden vernichtet.

    Gegen 1315 [Uhrzeit 13:15] wurden Infanterie u[nd]

    Fahrzeugansammlungen(?) bei der

    ??? ostw[ärts](?) Chodoroff mit guter

    Wirkung bekämpft.


    ??? [Unterschrift]

    SS Oberscharf[ührer]


    Wie immer nicht ganz vollständig ... ich bitte um Ergänzung.

    Bei dem vorletzten Wort in der 4. Zeile bin ich mir sehr unsicher. Aus dem Zusammenhang paßt "Mehrere" aber im Text kann ich kein "h" erkennen. Könnte es sich um einen Schreibfehler handeln?

    Hallo Mark,

    in 1 lese ich:


    SS Flak Abt[teilung] „D(?) R“ [Das Reich?]

    ??? wie in ??? der Abteilung

    Weiter(?) laufend(?) Verkehr(?) mit Panjewagen und

    LKW (Teile mit ? Geschützen) in großen Abständen

    Über Weg Meide??? Nach Chorodoff.

    Panzer ??? ??? beobachtet.

    Von Kolchose kommend fahren(?) 10,30 [Uhrzeit 10:30]

    5 Panzer (T 70) ? in südlicher Richtung über

    Osthang 169,4 in die Mulde 1km nördlich

    166,9



    in 1_2 lese ich:


    ??? bekämpfte seit 10 Uhr Fahrzeugansammlungen
    In dem Hohlweg von Rollbahn bei 169,4
    Nach Süden (blauer Strich auf Karte) und
    Seit 10,45´´ [Uhrzeit 10:45] Ziele in und um Kolchose.
    9,25 Abschuß einer IL2 [Flugzeug] durch le[ichten] Flaktrupp
    südlich Gruschewo. Aufschlag 600m nördlich

    Feuerstellung.

    SS Rottf [Rottenführer] ???[Name] verwundet


    Die Dokumente 2&3 lasse ich lieber bleiben. Zwr kann ich einiges entziffern aber die Zusammenhänge erschließen sich mir nicht. Somit kann ich keinen Sinnvollen Text erkennen. Hier sind also die Anderen gefragt. Ferner bitte ich um Ergänzung meiner roten Fragezeichen und ggf. Korrektur meiner Versuche.

    Hallo Zusammen,

    folgend eine Passage aus dem Buch "Fahneneid und Menschlichkeit" von Heinz B. Heidt (Germania Verlag, S. 129f), die beschreibt wie Lehrgangsteilnehmer am 20.7.1944 (Aufstellung 116 PD)die Schlafgelegenheiten in einem von der Wehrmacht besetzten Privathaus aufteilten:


    "Im Hause sind zwei übereinanderliegende Zimmer, die als Quartier in Betracht kommen [...]. Im oberen Zimmer stehen [...] zwei französische Betten. Das darunterliegede größere Zimmer im Erdgeschoß ist mit [...] zwei dicken Matratzen ausgestattet, die bei Tage übereinandergestapelt, zum Schlafen aber - weil sie unterschiedlich hoch sind - quer voreinandergelegt werden.

    Bei der Verteilung der Zimmer gibt es keinen Streit, weil die beiden Obergefreiten [...] als dienstältere den Vortritt haben und natürlich das Zimmer im Obergeschoß wählen, wärend wir drei Jüngeren [...] mit dem unteren Zimmer Vorlieb nehmen müssen.

    Beim Verteilen der Schlafplätze müßen wir berücksichtigen, daß Martin von uns Dreien der weitaus Schwerste und Gerd der Leichteste ist. So bekommt Martin auf jeden Fall einen Außenplatz, wärend Gerd und ich uns mit dem mittleren und dem anderen Außenplatz abwechseln. Es läßt sich nämlich nicht vermeiden, daß der "Mittelmann" jedesmal einen Hopser macht, wenn Martin sich einmal heftig umdreht, und so kommen wir beiden abwechelnd in den Genuß, die zu erleben. Doch diese kleine Mißhelligkeit tragen wir mit Humor, denn im Grunde sind wir froh, daß wir nicht mehr im Stroh kampieren müssen."


    Der Autor bezieht sich mit "im Stroh kampieren" auf das vorherige Schlaflager, das in einem Stall war. Einige seiner Kameraden hatten sich bei hygienischen Bedenken auf einer angrenzenden Wiese ihre Zelte aufgebaut.

    Hallo Zusammen,

    vielleicht kann ich auch etwas beitragen. Ich habe es in der Liste nicht finden können und hoffe, daß es ein "brauchbarer" Tip ist:


    Titel: Tagebuch einer Kriegsgefangenschaft - 418 Tage im Gewahrsam der US-Army

    Autor: Heinz B. Heidt

    Verlag: Germania, 69415 Weinheim

    ISBN 3-934871-03-8


    Aus dem Klappentext: "Heinz Bruno Heidt, Jahrgang 1925, erlebte das Ende des Zweiten Weltkrieges als junger Soldat [...] im Ruhrkessel. Am 14. April 1945 kapitulierten die dort eingeschlossenen Verbände [...]. 325.000 Mann gingen in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Für Heinz Heidt begann damit eine 418 Tage lange leidvolle Odyssee durch mehrere Lager der US-Army. Er überlebte Hunger, Leid, Schikanen und Zwangsarbeit - und hielt alles Tag für Tag in zwei kleinen Taschenkalendern fest, die er durch die gesamte Gefangenschaft hindurch retten konnte und heute noch besitzt. [...]

    Wer wirklich wissen will, wie es in amerikanischer Kriegsgefangenschaft gewesen ist, sollte dieses Buch gelesen haben."


    Meine persönliche Meinung: Der Autor beschreibt seine ganz persönlichen Erlebnisse, Sorgen, Eindrücke, Ängste und Hoffnungen in einer recht ungefilterten aber sehr angenehmen Schreibweise. Er schreibt in einem herrlich einfachen Stil mit vielen zeitgenössisch-jugendlichen Umschreibungen. Ihm "zuzuhören" war kurzweilig und bildhaft. Er schönte die teils katastrophalen Zustände in den einzelnen Lagern nicht, beschreibt aber auch die "schönen" Zeiten und Erlebnisse Tag für Tag. Er thematisiert auch die Beziehungen und Bekanntschaften zu den Mitgefangenen und Amerikanern. Ich sage: Empfehlenswert.


    Sein Weg: Gefangennahme bei Iserlohn - Brilon - Remagen - Bolbec - Camp Philip Morris - Flughafen Giebelstadt - Rhein Main Flughafen - Babenhausen - Entlassung und Ankunft zu Hause in Warburg.

    Hallo Zusammen,

    das ist seltsam. Der Herr ist seit 1.1.43 vermißt und schreibt am 3.1.43 einen Brief in die Heimat. Kann es sein, daß der 2. Anhang (Volksbund?) von Eumex falsch ist? Heißt der Schreiber des Briefes doch nicht "Schneider"? Ich lese auf beiden Umschlägen ebenfalls "Schnaitter"

    Files

    • seltsam.jpg

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    Guten Morgen Zusammen,

    auf der linken Seite lese ich:



    Rußland, den 3.1.43



    Liebe Schwester!


    Habe Deinen Brief den Dir am 14.12.42 geschrieben


    erst am Silverster Abend bekommen.


    Besten Dank dafür. Es(?) war meine einzige


    Freude(?) und Du hättest mir keine bessere


    Bereiten können. Du wirst wohl geweint


    haben. ich habe Eure schönen Weihnachts???


    ??? aber leider wein(?) daran ist jetzt


    ??? dieser traurigen Lage nicht zu denken.


    ??? ??? groß sein. wenn ein Brief


    Hineinkommt in unseren Hexenkessel.


    Wenn die Leute erzählen, daß es bei uns


    ??? zugehen soll. Da haben die schon


    recht. Es ist nicht zum beschreiben und


    ??? schildern(?). es ist am besten man


    Schreibt nicht davon. Du würdest keine


    ruhige Minute mehr haben. Ja(?) ???


    durfte der Deutschen Wehrmacht meist


    ???sieren. Nun werden es bald 2 Monate


    Daß wir eingetroffen sind. Ob wir da


    nochmal rauskommen und wie das weiß


    Auf der rechten Seite lese ich:


    Der Teufel. So langsam(?) geht jeder ein.


    es ist ein ??? ???. Läßt nichts


    zu hoffen und läßt kein Holz zum


    heizen. W
    ir haben sehr viel Arbeit und sind


    den ganzen Tag auf Fahrt bis spät in


    die Nacht hinein. S??? viel wie


    faßt(?) gar nichts. Ich und ??? die


    Nerven sind total kaputt. Als(?) am


    Silvester Abend ich wieder spät heimkam(?)


    und diesen lieben Brief bekam das


    war meine Weihnacht u[nd] Silvester ???


    Ich habe mich ??? hingelegt und(?)


    Habe wieder so viel an Euch gedacht


    und mir war weinerlich zumute


    und bin dann mit meinen Gedanken


    bei Euch eingeschlafen. Wir haben wir(?)


    ??? ??? verboten daß wir


    so viel aushalten müssen. Die es


    in wir ???keit zug??? Kann u[nd] darf


    ich Dir nicht schreiben. Der Russenfeind


    greift immer an heute(?). ??? wieder


    rund um uns.





    Die Handschrift ist relativ gut lesbar. Leider scheint am linken Rand etwas zu fehlen und bei Vergrößerung ist Vieles undeutlich. Ich habe auch den Eindruck, daß der Schreiber häufig Groß- mit Kleinschreibung verwechselte. Auch Satzzeichen erkenne ich nur selten. Einige Worte konnte ich weder lesen, noch herleiten. Die rechte Seite finde ich schwieriger zu lesen und kann manche Passage überhaupt nicht deuten obwohl ich meine einige Worte zu erkennen meine.

    Ist der Brief vollständig? Ich habe das Gefühl, daß es noch weiter geht... oder nicht fertig geschrieben ist.

    Daher bitte ich um Ergänzung und ggf. Korrektur.

    Hallo Zusammen,

    offenbar wurde der Alkoholkonsum bei der Wehrmacht in Mengen veteufelt und in Maßen gefördert. Folgend wird auch auf Befehle bzw. Dienstvorschriften verwiesen. So heißt es in dem Buch "Blutende Fronten" (Roland Kaltenegger) auf den Seiten 177-179:


    "Auch in der Deutschen Wehrmacht war der Alkoholmissbrauch während des zweiten Weltkrieges wiederholt der Gegenstand von Belehrungen und bei anhaltender Disziplinlosigleit sogar von drakonischen Strafen durch die Kriegsgerichte. Über die Disziplin und den Alkoholmissbrauch in der Tuppe liegen uns einige aufschlussreiche Schriftsätze von der berlin-brandenburgischen 68. Infanteriedivision vor. So heißt es unter anderem im Divisionstagesbefehl Nr. 88 vom 18. November 1940:

    "Ich bestrafe den Unteroffizier Benedikt Wiegand, 3. Kompanie/Panzerjägerabteilung 168, mit vierzehn Tagen geschärften Arrests, weil er am 9. November 1940 das Ansehen der Wehrmacht und des Unteroffizierskorps dadurch geschädigt hat, dass er in betrunkenem Zustande auf der Straße gelärmt und er die dem Vorgesetzten schuldige Achtung dadurch verletzt hat, dass er einen Angehörigen der Feldgendarmerie mit den Worten bedrohte: ,Du kannst einen in die Fresse kriegen!´"


    Aufschlussreich für den Umgang mit Alkohol in der Wehrmacht ist auch folgendes:


    Anlage 3

    zu "Oberkommando des Heeres/Generalstab des Heeres/Oberquartiermeister I Nr. 500/40 gezeichnet vom 7. Oktober 1940"

    Disziplin

    Erfahrungsgemäß steigern sich in den ruhigen Zeiten der Wintermonate und Kampfpausen Disziplinlosigkeit und die Neigung zum Alkoholmissbrauch. Mit besonderem Nachdruck weise ich daher immer wieder auf die Wahrung der Manneszucht hin; gegen jede Lockerung ist unnachsichtig und schnell durchzugreifen. Der Keim zu fast allen Verfehlungen liegt im Alkoholmissbrauch. Bedauerlicherweise habe ich in zahlreichen inletzter Zeit unter Einwirkung von Alkohol begangenen Vergehen feststellen müssen, dass Vorgesetzte, denen der Hang des Betreffenden zum Alkohol bekannt war, es an der erforderlichen Einwirkung haben fehlen lassen. Ich wende mich mit allem Ernst an jeden Offizier und verpflichte alle Kommandeure in diesem, die Disziplin und das Ansehen des Heeres gefährdenden Punkt, mit den Ihnen zu Gebote stehenden Mitteln Wandel zu schaffen. Vor dem Missbrauch des Alkohols kann nicht nachdrücklich genug gewarnt werden.

    Ich habe angeordnet, dass beschleunigt allen Stäben und Truppenteilen meine in letzter Zeit hinsichtlich Erziehung und Handhabung der Disziplinarstrafgewalt und Strafrechtspflege gegebenen wichtigsten Erlässe in einem Sammelheft zugehen. Ein Teil meiner für die Erziehung gegebenen Verfügungen ist bereits in Anlage 4, Beilage 1 bis 4 der Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres/Generalstab des Heeres, Aktenzeichen 34. Zentralabteilung im Generalstab des Heeres (1. Stab) (I) Nr. 1620/40 gezeichnet vom 5. Juli 1940 aufgenommen.


    Andererseits Wurden Alkoholportionen ganz gezielt an die Gruppe ausgegeben, um um die Moral der Landser nach schweren Kampfhandlungen wieder zu heben oder um sie enthemmt und wild wie die Tiere in das Kampfgetümmel zu stürzen. So heißt es in einem Befehl der 68. Infanteriedivision vom 12. Oktober 1941 ganz unmissverständlich: "Die Division hat bei der Armee die ständige Ausgabe der Alkoholportionen gemäß Heeresdienstvorschrift 86/1, Ziffer 16, beantragt. Bis zur Genehmigung des Antrages ist bei der Verpflegungsausgabestelle eintreffender Alkohol nur an die fechtende Truppe auszugeben.""


    Auch wenn ich beide Aspekte nach heutigen Maßstäben nicht befürworte, kann ich die damaligen Vorgehensweisen, eine Art Kompromiss zu finden, nachvollziehen.

    Hallo Zusammen,

    zwar ist dieser Thread schon älter, aber immer noch interessant. Aktuell lese ich das Buch "Blutende Fronten" von Roland Kaltenegger. Hier findet sich ein Hinweis der die Begründung des Posts

    Wenn die Soldaten durchs Land gezogen sind, haben sie auch oft Scheunen von den Bauern in Beschlag genommen. Im Heu ließ es sich ganz gut aushalten und relativ gut betten.

    liefert.


    Ein Auszug aus dem o.g. Buch (S.115-116):

    "Dieser unterbreitete ihnen eine Anordnung des Armees-Oberkommandos 10 vom 26. August 1939. Dort stand über das Sanitätswesen zu lesen:[...]

    2. In einigen Ortschaften [...] sind vereinzelte Typhusfälle aufgetreten. Trinkwasser darf hier nur im gekochten Zustand genossen werden. Jenseits der Grenze ist mit Ruhr, Cholera, Fleckfieber und Trachom zu rechnen.Daher besser in Scheunen übernachten oder biwakieren, als zweifelhafte unsaubere Quartiere zu beziehen. Vor Belegung von Einzelquartieren ist stets festzustellen, ob sich in demselben ansteckende Kranke, auch Augenkranke, befinden oder befunden haben. In diesem Fall solche Häuser nicht belegen, sondern diese durch große Schilder für Belegung sperren! Massenquartiere vor Belegung durch zuständigen Bataillon-Truppenarzt prüfen lassen. Keine Gebäude und so weiter belegen lassen, ohne gründlichste Reinigung, die nach Weisung des Truppenarztes zu erfolgen hat. Die Benutzung von gebrauchtem Stroh zum Schlafen ist nicht statthaft. Ebenso darf auf nicht überzogenen oder mit bereits gebrauchter Wäsche überzogenen Kopfpolstern oder Betten nicht geschlafen werden. Häuser, in denen ansteckende Kranke gelegen haben oder Ungeziefer vorhanden ist, sind von der Belegung auszuschließen."


    An anderer Stelle in diesem Buch (Seitenzahlen finde ich nicht mehr) ist auch beschrieben, daß aus diesen Gründen Strohsäcke als Schlafunterlage gegenüber Matratzen vorzuziehen sind. Auch Verwundete sollten aus hygienischen und praktischen Gründen während des Aufenthaltes im HVPl gebettet werden.


    Das Buch enthält eine Reihe von persönlichen Tagebuchauszügen, die vielfach (beiläufig) die Übernachtungsqualität erwähnen. Die Soldaten freuten sich über die Möglichkeit auf einer Matratze schlafen zu können, beschreiben aber an keiner Stelle die Strohsäcke oder -Lager als negativ.

    Hallo,

    1: erkenne ich nicht

    2: könnte eine Zeltbahn sein

    3: Brotbeutel

    4: Feldflasche

    5: entweder meinst Du den Karabiner oder den Helm

    6: Sohle des Stiefels mit Schuhnägeln

    7: könnte eine Maskenbuchse sein


    Ist nicht vollständig und einen Scan brauche ich nicht.

    Hallo MKC,

    dort vermutlich auch von 1937 (= nach Beendigung seines Grundwehrdienstes) bis 1939 dort war

    grundsätzlich ja.

    Aber:

    Das heißt, die Tatsache, dass mein Verwandter spätestens seit November 1940 Feldwebel war (und vorher Unteroffizier

    Die zeitliche Abfolge mache ich nicht an den Dienstgraden fest. Abgesehen davon, daß diese an Lehrgänge gekoppelt waren, bedurfte es auch der entsprechende Planstellen. Wenn also kein Feldwebelposten frei war wurde auch (noch) nicht befördert. Ich sage nur, daß die Unteroffizierlaufbahn an die 12-jährige Verpflichzungszeit gekoppelt war. Deshalb wirde er das Militär nicht zwischenzeitlich verlassen haben.