Posts by Ferdi

    Hallo Freunde
    Mein früherer Forscherkollege (Heimatforschung), der 1944/45 als Werksdirektor der hesigen Grube tätig war, hat ein Tagebuch geführt. Darin ist aufgeführt, daß am 1.3.1945 ihn auf der Grube Elm Oberstleutnant Rue, Regimentskommandeur, mit Obrleutnant Ziegler und Leutnant Breuer besucht haben um zu prüfen, ob man von Elm
    nach Saarschacht (liegt in Ensdorf) unterirdisch Munition und Verpflegung und umgekehr vom Saarschacht nach hier Verwundete transportieren könne. Plan wurde fallen gelassen.
    Am 8.3.1945 kam Leutnant Ziegler von Oberstleutnant Rue um Rat zu holen, weil ihr Bunker (im Ensdorfer Wald) zu ersaufen drohe und sie des Wassers nicht Herr werden könnten. Habe ihm den Vorschlag eines Saughebers gemacht und 30 m Schlauch dazu zur Verfügung gestellt. Division Gaede = 719. Inf. Division und Division Triererberg liegen hier an der Front.
    herzliche Grüsse Ferdi

    Hallo Freund Hagen
    Der Text ist prima zu lesen.
    "Gen.Kdo X. Fl.Korps (Cheffsache) 7.4.1940
    22.oo Uhr An Ob.d.L.Führ.Stab Ia
    zu Hd.Herrn Oberst i.G. v. Waldau
    Gen.d.Fl. Kaupisch hat heute dringend die Forderung gestellt, dass die Insel M a n e d ö. südlich Vordingborg, über welche die Eisenbahn- und Strassenbrücke Falster-Seeland führt, am Morgen des W.-Tages durch Fallschirmtruppen besetzt wird, da hiervon der rechtzeitige Entsatz des in Kopenhagen gelandeten Bataillons durch die auf Falster gelandeten Trupen abhängt.
    Nach Angabe Gen.Kaupisch hat Oberst Petersen am 6.4. versichert, daß nach seiner letzten Erkundung das nördlich Aalborg vermutete dän. Regiment nicht vorhanden ist, in Nordjütland überhaupt keine Truppen stehen
    Im Einvernehmen mit dem XXXI. Kops ist daher befohlen;
    1). 2 Züge der 4. / Fallsch. Regt. 1 (1 Schützen- und 1 S.M.G.Zug) werden am ...tag 6.oo Uhr durch Teile der 8./K.g.z.b.V 1 über Masnadö abgesetzt, besetzen zum Schutz der Brücke die Insel und treiben Brückenköpfe auf das gegenüberliegende nördliche und südliche Ufer vor. Die Insel ist solange zu halten, bis die von Süden heranrückenden Truppen die Brücke passiert haben.
    2). Die Besetzung von Aaalborg West und Ost wird durch die restlichen 2 Züge der 4./ Fallsch. Regt. 1 durchgeführt.
    Das XXXI Korps hat gemeldet, dass die Marine die Besetzung der Brücke nicht durchführen kann.
    Für das Gen.Kdo X. Fl. Korps
    der Chef des Stabes
    Harlinghausen
    Major i.G.
    6. nach. W.d.g.

    Hallo Karl
    Das msit der Kampfunerhahrenheit der Felddiv. war den Oberen schon bekannt und man
    tat das, was Du als "Korsettstangen" bezeichnet. So war z.B. bei unserem 19. Jg. Rgt. der 10. Lw. Feld-Div. 2 kampferprobte Batalione der 170. Inf.Div. eingegliedert und dem Regiment unterstellt. Sie waren wechselweise mit unseren Btl. eingesetzt, d.h. ein Btl.Felddiv. ein Btl. Inf. 1 Btl. Feldiv. 1 Btl. Inf.. Dies geschah im Oktober 1943, als wir von der Westecke des Kessels an die Ostecke (Gostilizy) verlegt wurden. Schon zu dieser Zeit
    war der zu erwartende russ. Angriff am 15.1.1944 bekannt (Ber.v.Gehlen) Ich war dort
    zugleich auch Schreiber für den Rgts. Kdr. und bekam dadurch diese Gekados Unterlagen
    zu Gesicht.
    Herzliche Grüsse Ferdi

    Hallo Freunde
    Ich war seit Januar 1943 bei der 10. Lw.Felddivision als Funker.
    Bei unserer Aufstellung in Grossborn- Linde wurden wir bekleidungsmässig sehr gut ausgestattet, insbesondere mit Winterbekleidung. Auch technisch waren wir sehr gut
    ausgerüstet, z.B. 13. Kpgn. mit 4lings-Flak u.a.
    Unsere Division wurde am Oranienbaumer Kessel eingesetzt, eine Stellung die äusserst kampfarm war. Bei dem späteren (Jan.1944) erfolgten russ. Grossangriff wurden unsere Lw. Batallione überrannt, im Gegensatz zu den bei uns eingegliederten kampferfahrenen Inf.Btl.
    Die Lw.Soldaten zahlten wegen ihrer Kampfunerfahrenheit einen sehr hohen Blutzoll.
    Gruss Ferdi

    Hallo Hagen,
    Ich nehme an, dass Du noch in Erinnerung hast, dass von Oktober 1943 an das I./399 und auch das II/391 in unserem Rgts-Abschnitt des 19.Jg.Rgt. der 10. Lw.Felddiv. eingesetzt war und zwar lag das Bat.I/399 am Westrand von Gostilizy, Kessel von Oranienbaum.
    Herzliche Grüsse Ferdi

    Hallo Freunde.
    Es gibt über die dutschen Kriegsgerfangenen in Jugoslawien eine amtliche Dokumentation,
    die, wenn ich mich nicht irre, um 1959 vom Bundesministerium (damals) für Vertriebene und Flüchtlinge herausgegeben wurde. Ich hatte diesen ersten Band der Dokumentation dienstlich erhalten und gelesen. Die Veröffentlichung wurde, wegen der danach erfolgten pol. Diskrepanzen eingestellt. Diese Bände müssten noch in Archiven vorhanden sein.
    Gruss Ferdi

    Hallo Freunde
    Von Ende Juni bis Anfang Juli 1944 iwar ich aus der Narwafront für einige Tage im Erholungsheim der 170 Inf.Divl, das bei i Hungerburg war. Ich erhielt diesen "Urlaub" als
    Belohnung, weil ich mehrere Monate als Funker in vorderster Front im Einsatz war.
    Die Soldaten kamen aus den unterschiedlichsten Einheiten. auch von anderen Divisionen.
    Von unserer Division waren es nur ca 10 Mann. Ich weiss es deshalb so genau, weil unsere
    Division zwischenzeitlich auf dem Transport nach Finnland war, der aber wegen des Beginns der russ. Operation "Bagration" im Mittelabschnitt Richtung Wilna umgeleitet wurde.
    Herzliche Grüsse Ferdi

    Hallo Freunde.
    Die Kaserne auf dem letzten Bild ist nicht die Grarf Werder Kaserne in Saarlouis. Ich habe Bilder von meinem Aufenthalt in dieser Kaserne von 1941. Leider klappt es nicht mit dem Einfügen. Die Kaserne in Saarlouis hatte keine Dachfenster.
    Gruss Ferdi

    Hallo Hagen und Josef
    Das mit der 170. Inf.Div. in Veivara ist richtig. Ich war mit dem Rgt. 401 etwa 2 Monate in und südöstlich von Veivara. Wir lagen im Waldgelände bei Auvere.
    Herzliche Grüsse Ferdi

    Hallo Christian
    Der Museumsverein von Schwalbach ist m.W. nicht mehr aktiv. Der bish.Vorsitzende Herr Fischer wird sicherlich zu den Gefallenen während
    der Kämpfe in unserem Raum kaum Angaben machen können.
    Es gibt für die Kämpfe im Raum der damaligen "Zitadelle Saarlautern" und
    über den Westwall um Schwalbach viele Veröffentlichungen. Über den Westwall mit genauen Plänen im Raum Bous- Schwalbach-Ensdorf gibt es einen Beitrag von Heinrich Meuren (+) aus Schwalbach in "Unsere Heimat"
    Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis, Heft 1 und Heft 2 /1990. Im gleichen Blatt (Heft 2 und 3 / 2004) einen Bericht über die Kämpfe und Besetzung von Altforweiler, in Heft 4/2001 einen Bericht über Spähtrupp in Roden. Desweiteren gibt es von Doris Seck die Schriftenreihe "Saarländische Kriegsjahre"; "Unternehmen Westwall" und"Die Stunde Null".
    Ich habe vor einiger Zeit mit annabarbara einen längeren Schriftwechsel
    (E-Mail) über die Situation Dez.44- Jan. 45 im Raum Saarlouis geführt.
    Mit freundlichen Grüssen Ferdinand

    Hallo HenningF
    Ich habe das erwähnte Buch und kann Dir die angegebenen Seiten kopieren und übermitteln. Wegen dem Umfang gib mir bitte per PN Deine Mail-Adresse und ich werde sie Dir dann postwendend übermitteln.
    Gruss Ferdi

    Hallo Josef
    Du weisst ja, dass ich seit Februar 1944, nach dem Rückzug aus Leningrad, von der 10 Lw.Felddiv. zur 170 Inf.Div. Rgt. 401 kam. Unsere erste Stellung
    bei Narwa war südostwärts von Weiwara in dem unwegsamen Waldgebiet bei Auvere. Im Laufe der harten Abwehr- und Angriffskämlpfe in diesem Raum kam ich als Funker in kurzen Intervallen zu den Btl. unseres Rgts. bzw. auch zu den unserem Rgt. zugeführten und unterstellten anderen Einheiten (estn.SS Einheiten). Unser ganzer Abschnitt und auch der unserer Nachbarregtr. war nur Sumpf und Waldgelände. Von irgendwelchen KZ. gab es da nichts zu sehen. Es gab allerdings weit hinter der HKL, ich glaube es war Jöhvi ein Ölschieferwerk (neu errichtet) bei dem ein sehr grosses Barackenlager war. Als wir Ende Mai von der Front bei Weiwara nach Süden (etwa 50 Km südlicher unserer alten Stellung in die sogen. "Südsee") verlegt wurden, fuhr ich auf einem Motorrad mit Beiwagen zu dieser Stellung. Auf der Strasse waren sehr viele Arbeiter mit dem Ausbau und der Reparatur der Strasse beschäftigt .Da wir auf dieser Strasse einen Unfall bauten mit einem Achsenbruch des Vorderrades, konnte ich mir die Arbeiter und Arbeiterinnnen gut ansehen.Ich sah, dass es Juden waren, die von estn. SS bewacht wurden. Es waren jämmerliche ausgemergelte Menschen, die mich damals sehr nachdenklich machten.
    Ich war mehrmals in Weiwara, das immer unsere Bahnstation nach dem Auffrischen und Rückkehr in die alten Stellungen war. Von Lagern oder KZ
    habe ich nichts gesehen. Auch haben wir niemals etwas davon gehört.
    Es ist aus meiner Sicht sehr fragwürdig, die 170 Inf. Div. mit irgenwelchen Kz- Lagern in Verbindung zu bringen, nur weil sie vielleicht auf dem Territorium solcher Lager in Stellung gehen und kämpfen musste.
    Mit herzlichen Grüssen Ferdi

    Hallo Füs.Bat.
    Ich lese:
    1- Bild: Nach einer Filmvorführung
    Sawtschenki
    April 44
    Hier ist er nicht drauf
    2. bild Slupcia


    1 -- 18.6.1942 Urlaub
    Auf der Fahrt nch Ossa


    (Auf Kopf) Siegfried


    3. Bild Bei Fanwika


    Gruss Ferdi

    Hallo Marianne
    Auch ich hatte Nachforschungen über den ursprünglichen Frachter "Weserberg"angestellt, mit dem ich als Verwundeter am 26./27.4 von Hela nach Kopenhagen kam. Dabei wurden mir Berichte des Kapitäns dieses Schiffes über diese Frahrt zugänglich gemacht. Diese Berichte gingen an die Forschungsstelle Ostsee, Herrn Konteradm.a.D. Conrad Engelhard, 314 Lüneburg (1965). Vielleicht existiert diese Forschungsstelle noch bzw.
    sind die Unterlagen irgendwo archiviert.
    Viele Grüsse Ferdi

    Hallo Joseph
    Das berüchtigte Zitat von Ehrenburg (Tötet, tötet usw.)war, wie mir vor längerer Zeit hier im Forum erklärt wurde, eine Fälschung von deutscher Seite, um den Widerstandswillen der Soldaten zu stärken.
    Es ging damals um die Grausmkeiten russ. Einheiten bei der Eroberung deutschen Gebietes. Die Spezialisten werden es sicherlich erklären.
    Gruss Ferdi

    Guten Morgen Joseph
    Ich war beim Gren.Rgt. 401 der 170. Inf.Div.. allerdings kam ich erst als Nachzügler von der Narwa-Front zu meinem Rgt. im Memelbogen. Soweit ich
    noch aus Erzählungen meiner Kameraden weiss, war unser Rgt. nicht direkt in Wilna, sondern südlich davon und kämpfte sich dann hinhaltend Richtung Suwalki. Ich fand das Rgt. in einem 3 Tagemarsch von Byalistok in nöröstlicher Richtung irgendwo im Memelbogen. Da wir uns täglich (nachts) ab setzten, um einer Einschliessung zu entgehen, kann ich mich an einzelne Orte nicht mehr erinnern. Unser Rgt. war mit Sicherheit nicht in Wilna eingeschlossen, denn das hätten mir die Kameraden Mitte Juli bei ihren Erzählungen nicht vorenthalten.
    Herzliche Grüsse Ferdi

    Hallo Gustaria
    Die Zeit Deines Opas bei der Polizei in Saarbrücken fällt in die Zeit, in der Saarbrücden und alle Orte in der sogen. roten Zone geräumt waren.
    In dieser Zeit war die Schutzpolizei zuständig für alle möglich vorkommenden Angelegenheiten, wie Hilfe bei der Räumung, Schutz des geräumten Gebietes. Kontrollen an den Grenzen der roten Zone u.a.. Nach dem Westfeldzug rückten die Schutzpolizeieinheiten auch in Luxemburg und Lothringen ein. Die Unterstellung unter A.K. bedeutet nicht, dass damit auch
    Kampfeinsätze an der Front verbunden waren.
    Es gibt viele Aufnahnen von Einsätzen bei der Freimachung der roten Zone, der Hilfe bei der Räumung und sonsitigen Einsätzen sowie aus Luxemburg, Metz, Forbach, Diedenhofen u.a. in einer Broschüre: "Freigemachtes Grenzland" v. G. Rummler u. O. Holzmann, Nordland Verlag GmbH, Berlin 1942
    Vielleicht sind auch Unterlagen über die Schutzpolizei Saarbrücken im Stadtarchiv Saarbrücken.
    Viele Grüsse Ferdi

    Hallo grüner Teufel
    Ganz Schleswig Holstein kann man nach der Kapitulation als "Kriegsgefangenlager" ansehen. Alle Deutschen Truppenangehörige wurden nach der Kapitulation dort interniert und auf Bauernhöfe, Gutshöfe und dergl. unter gebracht. Die Kommandogewalt blieb bei den Deutschen.
    Heeresdienststrafordnung u.dergl. blieben in Kraft. Die "Internierten" wurden wieder in Kpn.Btl.-Brigaden eingeteilt. Eine Bewachung fand nicht statt. Der Kaiser-Wilöh.Kanal war die "Grenze" die von den Engländern bewacht wurde (Übergänge).
    Die Spezialisten werden Dir sicherlich noch mehr sagen können.
    Gruss Ferdinand